Beiträge von Frank Wentzlawsky


    Was hat das denn mit "unpersönlich" zu tun, wenn man der Verkäuferin anstelle von Münzgeld die vorab aufgeladene Geldkarte (es muss ja nicht die VfL-Fancard sein, sondern es reicht auch eine Geldkarte eines beliebigen deutschen Kreditinstitutes, die man bereits zuvor am Geldautomaten aufladen konnte oder aber auch in der Arena) reicht? Gäbe es keine Verkaufsstände mit Menschen hinter dem Tresen mehr, sondern stattdessen Snackautomaten, würde ich diese Kritik ja teilen. Aber so ... :rolleyes:

    War sicherlich unglücklich ausgedrückt, und für die Abrechnung mag das besser sein.
    Aber bei Veranstaltungen bin ich kein Freund des bargeldlosen Zahlungsverkehrs.

    Die Eugen-Haas-Halle war sicherlich nicht mehr bundesligareif, aber sie hatte was. Da freue ich mich doch schon heute, daß dort das Fan-Club-Turnier Ende Juni stattfindet.

    Zum gestrigen Spiel schreibe ich aus GWD-Sicht nichts.
    Jeder, der in der Halle war, hat ja gesehen, was sie "gespielt" haben.

    Gespannt war ich auf die "Schwalbe".

    Ich muß leider sagen, mit der Messehalle in Kassel die mit Abstand schlechteste Bundesliga-Halle (also 1. Liga).

    Ich verspüre dort kein Flair, eher eine kalte Atmosphäre (nicht auf die Zuschauer bezogen), unpersönlich.
    Der Architekt hat sich keine große Mühe gegeben. Schade!

    Ältere und gebrechliche Menschen (ich zähle mich noch nicht dazu) sind wohl dort nicht so gern gesehen. An den Tribünengängen keine Geländer, nichts zum Festhalten. Die Vertreter vom Bauamt hatten bei der Abnahme der Halle wohl keine Zeit.

    Kartenzahlung finde ich auch unpersönlich, nicht alles moderne Zeug muß man gut finden.
    Immerhin war das Personal nett und freundlich.

    Sie können auch nichts dazu, wenn von der übersichtlichen Preisliste an den Verzehrständen es nicht überall alles gibt und dafür an andere Theken in eine andere Etage geschickt wird. Das ist zwar eine Kleinigkeit, trübt aber das Bild von der Halle um einen weiteren Punkt.

    Ich muß mir am Sonntag noch überlegen, ob ich die ersten 10, 15 Minuten draußen vor der Halle verweile... ;)


    Bei vielen der letzten Spiele hat sich gezeigt, daß GWD nicht unbedingt eine Mannschaft für die erste Spielphase ist. Meistens ist es aber gut gegangen und sie haben sich aufgerafft und so wichtige Punkte gewonnen.


    Über ein gepflegtes Unentschieden würde ich mich bei diesem Spiel nicht wundern (wie in der letzten Saison auch in Gummersbach).

    Ohne jetzt alle Zahlen und Daten dazu durchgesehen zu haben, aber es sieht ganz so aus, als wenn der TuS nächste Saison gegenüber GWD nicht nur den jüngeren Kader hat, sondern auch mehr Deutsche im Team. Und dabei war das doch jahrelang immer der große Kritikpunkt vom Kreisnachbarn am TuS, dass man nicht genug auf junge, deutsche Spieler setze... :hi:

    Dem kann man durchaus zustimmen. Das sog. 2-Wege-Modell (also junge und etablierte Spieler) ist seit dem Aus von Ulf Schefvert im letzten Jahr ohnehin Geschichte.

    GWD II in Liga 3 und die A-Jugend sind zwar recht erfolgreich in ihren Ligen, aber die BL-Truppe profitiert davon zur Zeit nicht, muß man sagen. Da kommt zur Zeit leider nichts nach. Die letzten Spieler, die den Sprung geschafft haben, waren Nils Torbrügge und davor Sören Südmeier.

    Yves Kunkel kam vor einem Jahr aus Saarlouis und wird in beiden Teams (GWD I und II) eingesetzt, aber ihn kann man ja nicht wirklich dazu zählen.

    Also bedient man sich wieder nach der alten Methode bei anderen Vereinen.

    Melsungen ist in Minden ja engagiert aufgetreten. Am Ende hatten sie sicherlich auch Glück, aber sie haben es dann auch ausgenutzt.

    Deswegen habe ich für Samstag keine Zweifel, daß beide Teams couragiert auftreten werden und dann werden wir sehen, wer am Ende die Nase vorn hat oder bei einem Remis eben auch nicht.

    Ich könnte jetzt das von manchen nach dem Final Four hier praktizierte Schiedsrichter-Bashing fortsetzen, da verzichte ich aber drauf, weil GWD am Ende eindeutig selber Schuld war.

    In der 1. Halbzeit landeten viele Würfe, hier vor allen Dingen Doder, im falschen Netz (also Fangnetz).
    Beim 26:22 wurde völlig unnötig ein Tempogegenstoß zum möglichen 27:22 verdaddelt.

    Das letzte Tor von der MT war schon Glück, aber wenn der Ball von der Latte an den Rücken von Vortmann springt und von dort ins Tor trudelt, ist das eben eindeutig ein Treffer.

    Warum der heute schwache Vortmann durchspielen durfte (wie gesagt, Tor Nr. 28 war Pech) bleibt auch das Geheimnis des Trainers, der sonst aber gute Arbeit bei GWD inzwischen macht. Aber wenn ich in der Situation von Persson gewesen wäre, würde ich mich doch veräppelt vorkommen.
    Roth hatte jedenfalls Appelgren, der auch keinen Sahnetag erwischte, eine Zeitlang rausgenommen.

    Das Positive ist dann aber doch der Punktgewinn (und nicht -verlust) kurz vor dem Ende der Saison.
    Einen Zähler auf den BHC gewonnen und nur einen auf Balingen verloren.

    Gute Genesungswünsche gehen an Sören Südmeier. Wenn kein Wunder passiert, dürfte er leider die nächsten 6 Monate kein Handball spielen.

    Leipzig hat heute einen Rückschlag erlitten, das Verfolgerduell um Platz 3 gewannen die Gäste aus Bietigheim mit 30:28 und haben sich damit einen kleinen Vorsprung aufgebaut. 3 Punkte auf Leipzig (zumindest von Minuspunkten) und 4 auf Bittenfeld. Nein, da lege ich mich bei immerhin noch 6 bzw. 7 Spielen noch nicht fest, wer den Sprung nach ganz oben schafft.

    Das Aufstiegsbier können aber heute langsam Friesenheim (7 Pkt. Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz) und Erlangen (immerhin auch schon 5 Punkte) schon mal bestellen.

    Für Minden, Lübbecke und alle nördlicher angesiedelten Erstliga-Vereine wird es viele weite Auswärtsfahrten in der kommenden Saison geben.

    Für die GWD-Fans, die letztes Wochenende in Hamburg waren, gibt es wie 2013 ein schnelles Wiedersehen mit den Hessen, denn auch letztes Jahr mußte die MT nach dem Final Four als nächstes in der Kampa-Halle antreten.
    GWD gewann damals, ich hoffe natürlich auf eine Wiederholung der 2 Pluspunkte.

    Auch wenn Ostern ist: Erstaunlich ist für mich, daß das Zuschauerinteresse eher flau ist. Immerhin ist die Ausgangslage für uns im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin günstig, am Montag könnte man den Sack schon fast endgültig zumachen.

    Aus Melsungen und Umgebung ist wohl nicht mit so einem großen Ansturm nach Minden zu rechnen.
    Mal gucken, was am 2. Ostertag noch spontan an den Kassen so geht.

    Zu den vielen Sachen, die hier von verschiedener Seite geäußert worden sind und wo ich das meiste zustimmen kann, hier noch zusätzliche Punkte von meiner 10. Final Four-Teilnahme am Stück:

    Tops
    Silvio Heinevetter (neben seiner Leistung die tolle Geste, daß auch sein TW-Kollege Stochl kurz aktiv am Spielgeschehen teilnehmen durfte  ;) )


    "Ballett? Echte Mädchen spielen Handball!" (Aufdruck auf Shirts von jüngeren Zuschauerinnen, die mir während der Veranstaltung aufgefallen sind)


    Flops
    Halle nicht ganz ausverkauft (12.850/13.000 passen wohl rein)

    Fan-Stand der RNL/nur Trikots, keine Autogrammkarten, keine Pins (möchte allerdings lieber nicht wissen, wie "groß" bei GWD das Sortiment bei einer mal möglichen Teilnahme wäre  :(


    Lt. HBL wurden folgende SR-Gespanne nominiert:

    Schulze/Tönnies
    Brauer/Holm
    Immel/Klein

    Finde ich gut, daß man mit Brauer/Holm sozusagen zwei "Einheimische" dabei hat. Soweit ich informiert bin, ist dies ihre letzte Erstliga-Saison und da der HSV großzügigerweise auf sein Heimrecht verzichtet hat, hat eben die HBL diese Chance wahrgenommen, um die beiden an diesem Wochenende dort einzusetzen und ihre Karriere auf höchster Ebene (wenn es dann stimmt) mit dem Final Four ausklingen zu lassen.

    Ich rechne mal mit einem Einsatz beim Spiel Berlin - Melsungen.

    So, GWD läßt sich nach 4,5 Wochen mal wieder zu Hause blicken.

    Es wird sich zuschauermäßig wohl bei ca. 2.800 einpendeln, wegen Live-Übertragung und Fußball-CL-Konkurrenz in der Wochenmitte ganz ordentlich für Mindener Verhältnisse, denke ich.

    Schäpsmeier dürfte nach seinem Kreuzbandriss auch wieder im offiziellen Kader stehen, nachdem er am Sonntag erste Gehversuche in der 3. Liga gemacht hat.

    Es gab Spielzeiten, da wäre so ein Spiel wie gestern bei einem 0:4-Rückstand nach knapp 10 Minuten entschieden und man hätte schon frühzeitig wieder in den Bus gen Heimat steigen können.

    Diese Mannschaft zeichnet zur Zeit aus, daß sie sich eben nicht hängen läßt und kontinuierlich sich wieder herankämpft.
    Statt Schnellschüsse werden die Angriffe mehrheitlich ausgespielt, gut gekreuzt und gewartet, bis Rambo oder Bilbija in guter Wurfposition sind.

    Dazu eine stabile Deckung (gestern kein einziger Siebenmeter gegen uns) und ein starkes Torhüter-Duo mit Vortmann und Persson. Hoffentlich kann unser schwedischer Schlußmann seine Familie überzeugen, noch nicht wieder nach Hause zu gehen (wo Frau und schulpflichtiges Kind inzwischen wieder leben), sondern noch in Deutschland weiter zu spielen. Ein wahnsinnig schwere Entscheidung für ihn, was er nun macht. In seiner Haut möchte ich nicht stecken.

    Wenn man Wandschneider so auf der PK gehört hat, wird das wohl keine lustige Woche für seine Spieler.
    Klar ist es ärgerlich aus HSG-Sicht, wie man vor eigenem Publikum präsentiert hat, aber insgesamt kann doch Wetzlar mit den letzten Wochen durchaus zufrieden sein, oder?

    Gute Schiri-Leistung - allerdings mit einem Schönheitsfehler. Wenn es zukünftig erlaubt ist, seinen Gegenspieler mit einem kräftigen Schubs auf den Boden zu befördern, und das auch noch direkt vor den Unparteiischen (Reichmann gegen Torbrügge nach 21:21-Ausgleich in einer ruhenden Situation) und für solch eine eindeutige Tätlichkeit nicht ausgeschlossen wird (es gab lediglich eine 2-Minuten-Strafe), dann wirds lustig werden.

    Klar bleibt der THW der Favorit am Sonntag, aber trotzdem tut sich in Minden doch einiges.

    Obwohl es auch bis zum 1. Heimsieg durchaus ansehnliche Heimspiele gab, ist die Mannschaft mit ihrem Trainer weiter.
    Auch Perkovac mußte aus der Schweiz kommend erst die "Bundesliga lernen".
    Er ist der 1. Trainer in Minden, soweit ich mich erinnern kann (und das sind auch schon ein paar Tage), der bei GWD den umgekehrten Weg geht. Verhalten angefangen und Schritt für Schritt gesteigert. Andere Übungsleiter schwächelten nach gutem Start mehr oder weniger.
    Perkovac wurde von vielen anfangs belächelt wegen einiger seiner Aussagen, aber er hat durchaus recht, daß das Team mehr Potenzial hat als der Tabellen- und Punktestand aussagt. Ich habe ihn oft auch abseits der Spiele getroffen. Durch den schwachen Start hat er sich nicht beirren lassen, ist cool geblieben und ist seinen Weg weitergegangen. Das habe ich immer wieder an ihm bewundert und deswegen überrascht mich auch die sportliche Steigerung der letzten Monate überhaupt nicht.

    Die Mannschaft hat durch die die Erfolge zu Hause und nun auch beim Bergischen HC (dieser Auswärtssieg deutete sich nach den verbesserten Auftritten auswärts bei den RNL und in Lemgo schon an) deutlich an Selbstvertrauen gewonnen und ist insgesamt unberechenbarer und somit schwerer auszurechnen als am Anfang der Saison, wo es aber auch schon gute Spiele gegeben hat. Allerdings hat sich das Team kaum belohnt, auch das ist im Verlauf der Saison besser geworden. Die Körpersprache hat sich ebenfalls zum Positiven entwickelt, das merkt man auch in den Gesprächen mit den Spielern.

    Christoffer Rambo ist z. B. in Minden inzwischen angekommen (ein Typ in seiner Spiel- und Wurfweise wie einst Hendrik Ochel) und bildet auf der rechten Seite mit Christoph Steinert ein gefährliches Rückraum-Duo, dazu dürfte Drasko Mrvaljevic nach seiner Verletzung wieder im Kader stehen.

    Aljoscha Schmidt ist meistens dann am stärksten, wenn es zu Vertrags-Verlängerungsgesprächen kommt, wie momentan der Fall. Eigentlich dürfte er nur Verträge für das nächste Spiel bekommen. ;)


    Ob es dann reichen wird, gegen den THW mitzuhalten, wird man sehen müssen.


    Interessant und erfreulich ist der Zuschauerzuspruch:
    Es könnte sein, daß die Kassierer am Sonntag arbeitslos sind und die Kampa-Halle ausverkauft ist. Lediglich der Gästeblock "D" weist noch einige Sitzplatz-Lücken auf, die aber in den restlichen Tagen genau wie die Stehplätze geschlossen werden können.
    Eine ausverkaufte Halle hat es abseits des Nettelstedt-Derbys schon seit Urzeiten nicht mehr gegeben. Kann mich jedenfalls nicht daran erinnern.


    Wie sagt man so schön: Aufstand der Kellerkinder!

    Durch die Heimerfolge von Eisenach und Gummersbach war unser Sieg natürlich extrem wichtig, sonst hätte man schon fast einpacken können.

    Nachdem Dalibor Doder seine persönlichen Probleme überwunden hat (lange Krankheit und Tod seiner Mutter), ist er zumindest in den Heimspielen wieder der Alte.
    Dazu eine souveräne Abwehrleistung mit Vortmann als Rückendeckung.

    Warum Ziemer erst nach ca. 45 Minuten ins Gehaäuse des Gastes aus Hannover-Burgdorf kam, bleibt wohl das Geheimnis von Trainer Nordmeyer.

    Soll aber die wirklich gute GWD-Leistung keinesfalls schmälern.