Beiträge von block-o

    Ich verstehe ja dass für Euch das Spiel Minden gegen Lübbecke Derbycharakter hat, aber wenn man im Handball vom Derby spricht, so findet das in Schleswig-Holstein statt.
    Das ist auch über unsere nationalen Grenzen bekannt.
    Das DSF ist in fast ganz Europa zu empfangen. Aber wenn die Handballfreunde ausserhalb von Deutschland von einem Derby in der deutschen Bundesliga hören, assozieren die das Spiel THW gegen die SG.
    Es gibt auch packende Duelle im Rudern, aber der Klassiker Oxfort gegen Cambridge ist das wahre Derby.

    Gruss,

    Block-O

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Rubrik 1.Liga, der richtige Platz für meine Frage ist, mal sehen.

    Also ich vertrete seit einiger Zeit die Meinung, dass es im Sport im Allgemeinem, und im Handbal im Besonderen kaum einen Heimvorteil gibt.

    Den Unterschied zu Auswärtsspiel sehe ich beim Handball höchstens, im "Zeit"-Rufen, oder besondere Empörung bei einem vermeindliche Foul gegen einen Spieler der eigenen Mannschaft.

    Aber das sonstige Brüllen, Klatschen, Pfeifen oder Trommeln ist nur für das Publikum.

    Am Dienstag hat die SG auswärts nicht nur einen "historischen" Sieg gegen den SCM gelandet, indem es der 1. Auswärtsieg in der Bundesliga in MD überhaupt war, sondern hat Magdeburg soviele Tore eingeschenkt, wie die in den letzten 70 Jahren nie bekommen haben.

    Aber, nach übereinstimmenden Aussagen von Augenzeugen, war kein
    SG-Fan in der Bördelandhalle. Es lag sicher daran, dass kaum jemand ernsthaft mit der Möglichkeit eines Sieges rechnete, aber da das DSF Live übertrug, und die Fahrt dorthin nervig sein kann, ist niemand gefahren.

    Und dennoch klar gewonnen.

    Und wenn dann nach der Niederlage, von Magdeburger Seite gesagt wird, dass Spieler wie Vugrinec oder Bielecki in eigener Halle noch zu sehr gehemmt sind, sehe ich mit meiner These bestätigt, dass es, ausser den Gründen die ich vorher schon nannte, keinen Heimvorteil gibt.

    Glaubt Ihr nicht, weiss ich, schliesslich gibt es mehr Heim- als Auswärtssiege. Ich behaupte aber, dass hat andere Gründe.

    Gruss,

    Horst!

    Endstand Champions-League Banik Karvina gegen SG Flensburg-Handewitt: 27 : 39 (12:21)

    Torschützen Karvina: Szymanski 3, Kust 6/2, Horak 3, Bruna 3, Prachar 4, Sobol 3, Mrozek 3/1, Zradahla 2

    Torschützen für Flensburg: Christiansen 8/5, Jensen 3, Stryger 6, Lackovic 6, Palmar 4, Klimovets 2, Sprem 7, Solberg 2, Boldsen 1

    Ich möchte mich nicht an dem Wettbewerb beteiligen, "In welchem Verein spielen die meisten Deutschen", auch wenn ich ins Theater oder zum Rockkonzert gehe, kümmert mich die Nationalität der Künstler herzlich wenig. Stelle aber auch dort fest, dass mich eher die Ausländer begeistern.

    Zurück zum Thema.

    Hier in Flensburg wird erst seit wenigen Jahren kontinuierliche Nachwuchsarbeit gemacht. Der Verein ist mit seinen 14 Jahren Geschichte, wohl eines der jüngsten Top-Vereine in Europa. Der Verweis auf den Vorgängerverein, die SG Weiche-Handewitt, zählt nicht, das waren völlig andere Strukturen.

    Da sind in Magdeburg schon gänzlich andere Bedingungen, die Jugendausbildung finde ich vorbildlich. Aber der Verein ist auch schon im übertragenen Sinne, mehrfache Grossmutter, während die Flensburger eher als vorpubertär einzustufen sind. In vier bis fünf Jahren sieht die Sache schon ganz anders aus.

    Jedoch was geschieht bei den anderen alten Haudegen, als da wären, Grosswallstadt, Göppingen, Kiel, Essen, Gummersbach und Minden? So richtig deutlich habe ich aus diesen Ecken noch keine Nachwuchsarbeit vernommen.

    Für Stryger steht Torge Johannsen (eigene Jugend) als Ersatz. Er spielte auch gestern in der Buli, und Samstag in der CL, und machte einen ausgeschlafenen Eindruck.

    Zitat

    Original von Micha
    SG Flensburg-Handewitt - Banik Karvina 16:13 zur Halbzeit.

    Und das Endergebnis lautet 32:24. Auffälig war wie schnell Goran Sprem zur Mannschaft gefunden hatte. Er erzielte in den ca. 20 Minuten, in denen er eingesetzt wurde, 4 Tore und spielte auch in der Abwehr ziemlich gut.

    Gruss,

    Block-O

    Es ist ja noch sehr früh in der Saison, jedoch scheint mir auffällig zu sein, das Mannschaften wie Magdeburg, und insbesondere Flensburg, nur schwer aus ihren Startlöchern kommen. Auch Kiel tut sich schwer.

    Woran liegt das? Rein nominell ist die Flensburger Mannschaft stärker geworden, tatsächlich spiegelt sich das aber im Spiel nicht wider!

    Man sagt immer so schön, "ja, die müssen sich erst noch finden ..." etc. Liegt es vieleicht daran, dass man sich vorher mehr gegenseitig half, und nun sagt, "soll der das doch machen, ist ja der neue Superstar, und bekommt wahrscheinlich mehr Kohle als ich".