"Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich die HSG verlasse", sagte Petkovic nach dem Spiel gegen Stralsund. "Ich habe zwei so gute Angebote, die ich eigentlich schon vor Wochen hätte unterschreiben müssen. Aber ich mag Dutenhofen, und ich mag meine Mannschaft - deswegen überlege ich noch." Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Die soll bis Ende Dezember gefallen sein. "Ich werde mich nicht durch einen Termin unter Druck setzen, aber um diese Zeit werde ich die Entscheidung bekannt geben."
Velimir Petkovic ist in der Liga ein anerkannter Fachmann. Neben den Angeboten des ThSV Eisenach und von Frisch Auf Göppingen soll noch ein dritter Verein an Petkovic interessiert sein. Gerüchten zufolge handelt es sich dabei um einen norddeutschen Top-Klub der Bundesliga. "Ich will keine Spekulationen entfachen, aber wenn das klappen würde, das wäre schon eine Bombe", sagt Petkovic. "Der Rahmen von unserer Seite steht. Auch die wahrscheinlichen sportlichen Perspektiven kennt Petkovic", sagt Rainer Dotzauer, der Sportliche Leiter der HSG, der weiß, dass sein Coach nicht wegen ein paar Euro mehr den Verein verlassen würde. "Sein Herz würde gerne hier bleiben, aber der Verstand lässt ihn zweifeln und nachdenken", so Dotzauer.
"Die Perspektive ist mir sehr wichtig. Ich will nächstes Jahr nicht schon wieder mit neuen Spielern bei null anfangen müssen wenn ich hier bleibe. Wir haben bis jetzt mit dieser Truppe und den ganzen Problemen 15 Punkte geholt. Der Verein muss dafür sorgen, dass wir in Ruhe mit diesen Spielern arbeiten können", macht Petkovic seine Wünsche deutlich. Ob die Dotzauer jedoch erfüllen kann? Abseits der Entscheidung macht sich Dotzauer Gedanken über den Notfall-Plan. "Konkrete Gespräche werden wir erst führen, wenn sicher ist, wie es weitergeht. Es haben sich schon einige interessante Kandidaten vorgestellt. Offensichtlich ist die HSG keine schlechte Adresse."