Muss man sich einen Mäzen wünschen, wenn man ein solches Modell kritisiert? ![]()
Sicherlich ist der finanzielle Background in Mannheim groß genug, um einen Rückzug Nielsens abfedern zu können.
Wenn dieses Sponsorenpotential aber generell vorhanden ist, warum verteilt man die Last dann nicht auf die Partner, die man schon hat, anstatt sich einem einzigen Sponsor in dieser Größenart und den damit verbundenen Forderungen hinzugeben?
Wenn es den RNL vor dem Einstieg von Nielsen nicht möglich war, das Geld von Pandora über andere Sponsoren zu akquirieren, um auf einer breiteren Basis agieren zu können, dann steht eben die hypothetische Frage im Raum, ob die anderen Sponsoren im Ernstfall den Verlust nachzuschießen und eben auch wie hoch dieser wäre.
Zahlen wären nur reine Spekulation, aber man macht ihn sicherlich nicht einfach zum AR-Boss, wenn er genauso viel zahlt wie die anderen.
Somit hängt die Kaderqualität bei den RNL doch in einem gewissen, sicherlich verhältnismäßig hohem Maße vom Gutdünken einer einzigen Person ab, der nichtmal in der Region verwurzelt ist, auch wenn die RNL bei einem kurzfristigen Ausstieg von Nielsen genug Verkaufspotential haben, um nicht gleich Insolvenz anmelden zu müssen, anders als es sicherlich bei anderen Vereinen der Fall wäre.
Man kann seine Kaderplanung auch ohne großes Mediengewimmel durchziehen. Wenn nicht jeden Tag eine Meldung über mögliche Neuverpflichtungen über den Ticker gehen würde, dann würde man die in letzter Zeit gute Personalpolitik auch weniger kritisieren.