Beiträge von LagoTrainer

    Bräuchte mal Hilfe von den Satzungsexperten:
    1. Zwei Vereine schliessen sich zu einer kompletten Spielgemeinschaft zusammen (Herren, Damen, weibl., männl. Jugend). Ist es möglich, dann (nach einigen Jahren) gegenüber dem Verband zum Beispiel die Spielgemeinschaft im weibl. und männl. Jugendbereich aufzuheben ? Müsste doch nach der Spielordnung gehen... Wenn ich es recht weiss, müssen Spielgemeinschaften doch jährlich bestätigt werden?
    2. Jetzt wird es komplizierter:
    Eine Spielgemeinschaft (ne komplette) aus zwei Vereinen wird total aufgelöst. Nun existiert ein interner Vertrag, der festhält, welcher der beiden Vereine dann in welcher Spielklasse spielen darf. Also z.B. Herren 1 Verein A, Herren 2 Verein B, Damen 1 Verein B, Damen 2 Verein A. Müssen dies die Vereine gegenüber dem Verband erklären und erkennt der Verband das dann einfach so an ? ?(

    Das war wohl nix. Da schickt man 7 Stammspieler aufs Feld und die sollen es richten. Riedel ist nur halb einsatzfähig und (muss ?) klinkt sich in der 2. Halbzeit fast ganz aus. So soll Bruderhofer als Einziger von hinten ballern und das macht er mit der üblichen Fehlerquote - nix gut. Vorbildlich, wie Herrenberg den gefürchteten Konstanzer Kreisspieler aus dem Spiel nahm - einer links, einer rechts, eine Hand ins Trikot gekrallt, die andere Hand vors Gesicht gehalten - so macht man das. Folchert hat anfangs den Herrenbergern den Zahn gezogen, nur gegen die Nr. 7 - eigentlich Kreisspieler, ballerte aber auch aus dem Rückraum - fand er keine Einstellung (11 Tore !!).
    Man fragt sich, warum es der HSG Konstanz seit Jahren nicht gelingt, Rückraumschützen aus dem eigenen Nachwuchs heraus zu bringen. Rösch geht jetzt nach Steisslingen, Krüger packts nicht, Matze Faisst hört auf. - Da sieht es nicht so nett aus.
    Das nächste Heimspiel werde ich nicht anschauen, wenn die Verletztenmisere weiter anhält. Das machte wirklich keinen Spass. Nachdem die zwote Mannschaft jetzt Meister ist und in die BaWü-Oberliga aufsteigt, kann man ja jetzt Both und Kollegen ein bisschen ins kalte Wasser werfen - wohl bekomms. Vielleicht reichts ja.
    :wall:

    Man rieb sich die Augen, als der HSG-Konstanz-Kader einlief = viele unbekannte, neue Gesichter. Daniel Eblen hatte eine Menge Ausfälle zu beklagen, da war ich gespannt, ob die Substanz reichte. Also liefen auf: Schlaich, Groh, Faisst, Mittendorf, Riedel, Hafner und Folchert im Tor. Sieben erfahrene Stammspieler - und das reichte. Nach verhaltenem Start arbeiteten sich die Konstanzer einen kleinen Vorsprung heraus. Beide Mannschaften hatten sich gut auf den Gegner in der Deckung eingestellt und so war der Beginn eher zäh. Allerdings traf dann Matze Faisst ein paar Mal super und darauf agierte Hochdorf offensiver. Dann spieletn die Konstanzer ihre Angriffe lang aus, der Ball wanderte und kam am Schluss zu Groh am Kreis = 7 m oder Tor ! Und Folchert stellte sich besser auf die Würfe ein, steigerte sich und das ergab einen 4-Tore-Vorsprung. Vor allem Mittendorf überzeugte mit grossem Einsatz als RM vorne und tollem Laufeinsatz. Habe die Konstanzer noch nie so gut spielerisch gesehen in einer Halbzeit.
    Danach wurde es wieder zäh. Bei Hochdorf lief es nicht, Konstanz zeigte Schwächen, hielt aber den Vorsprung. Nach 40 Minuten stand es ewig 18:12, nichts ging mehr. Riedel war blass wie ein Gespenst, stand nur noch rum, Faisst hatte eine Fingerverletzung und musste behandelt werden. Dann produzierte er einige Fehlwürfe. Matchwinner wie üblich: Folchert im Tor. Hatte mindestens 25 Paraden und war der Fels in der Brandung. Da Hochdorf die Dr. Brack-sche Variante praktizierte (6. Feldspieler bei einer Hinausstellung als Torwart verkleidet), netzte Folchert auch mit einem langen Torwurf ein - toll. Hochdorf kämpfte noch bis zur 50. Minute, dann liessen die Kräfte stark nach. In den letzten 5 Minuten schickte Eblen die Neuen bzw. Youngster aufs Feld, was auch zu manchem aufmunternden Torerfolg führte. Endergebnis - glaube ich- war 28 - 23.
    Ein Wort zu den Schiris. Sie hatten eine unglückliche Szene, als der Ball an die Decke sprang und das zu einer Torwart-Hinausstellung führte. Hochdorf hätte den Einwurf bekommen müssen, nicht Konstanz. Ansonsten hielten sie eine klare Linie. Insbesonders waren sie bei Abwehr im Torraum gnadenlos und pfiffen konsequent die Siebenmeter. Da das Spiel nicht giftig war, war es eigentlich auch problemlos zu pfeifen. Schön auch ihr Kontakt zu den Spielern, wenn sie eine Entscheidung erklärten. Ich war soweit mit ihnen zufrieden.
    Jetzt muss aber auch schon ein Blick auf die neue Saison gerichtet werden. Da ist die entscheidende Frage: Wer ersetzt Matze Faisst ??? Da muss noch ein Rückraum-Shooter her. Die heute aufgelaufenen Youngster sind Talente, aber keine Skelettstangen. Da wird der Präsident noch zu ackern haben...

    Zuerst mal: In der ersten Halbzeit war Konstanz gar nicht richtig da. KönTen war gut besetzt, konnte von jeder Position (ausser dem Kreis) immer ein Tor werfen, gut ausgebildet, die Jungs. Folchert bei KN wurde immer wieder überrascht, das Abwehreck war die Schwachstelle, Folchert stand machtlos in der Torwartecke. KönTen spielte eine schöne 3:2:1-Abwehr, nicht zu offensiv, aber immer so, dass die Rückraumschützen zurückgedrängt wurden. Entsetzlich die Fehlerquote, ganz auffällig die Fehlwürfe neben oder übers Tor. Erst als Konstanz in der 2. Halbzeit in der Abwehr härter wurde und bei KönTen die Kräfte schwanden, wendete sich das Blatt. Leider eine Tatsache: Die spielerische Armut der HSG Konstanz ist ja schon seit Jahren ein Thema. Kaschiert wurde das in diesem Spiel nur durch einige gelungene 1:1-Aktionen am Schluss.
    Insgesamt ein Spiel zum Haareraufen und keine Werbung für den Handball, trotz dem spannenden, knappen Spielverlauf.
    Ein Wort zu den Schiedsrichtern. Wieder eine gute Leistung, konsequente Linie. Sie scheuten sich auch nicht, bei - sagen wir mal - mittelschweren Attacken gegen den Schützen einen Freiwurf zu pfeifen, wenn es kein Tor war. Wenn ich das das ganze Spiel so durchziehe, ist das voll okay. Problem war, dass Konstanz in der zweiten Hälfte merkte, dass nur mit mehr Einsatz und Kampfgeist was zu holen war und langsam aber sicher Härtegrad 10 ansteuerte. Die klaren harten Szenen erwischten die Schiris schon, aber die langsame Steigerung - das war clever und gekonnt von den Konstanzern.
    ----- Insgesamt hatte Köndringen-Teningen viel zu bieten, ausgeglichene junge Truppe, keine Stars, die werden ihren Weg machen. Und Konstanz OHNE FOLCHERT - ein Team des unteren Tabellendrittels, MIT ihm 4. bis 6. Platz. Und wenn jetzt Matze Faisst geht, was dann ? Bruderhofer nix, nur noch Kaletsch und Riedel im Rückraum ??? Zu wenig, um vorne mitzuspielen. Mal sehen, was kommt..... Otto kauft bestimmt ein !

    Nach 15 Minuten war es ein 6:6 und ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams entschieden sich für einen extrem langsamen Spielaufbau, die Konstanzer nahmen immer wieder das Tempo raus. Während FüFeBr dann mit sehr schnellem Kreuzen vorne spielte, experimentierte Eblen bei den Konstanzern noch. Riedel fühlte sich gegen die offensive Abwehr nicht wohl, also kam Faisst und zusammen mit Kaletsch machte er wichtige Rückraumtore. Bis dahin netzte immer mal wieder Schlaich von LA ein, nicht schlecht, der Junge. Und natürlich ein gewisser Konstanzer Torwart stellte sich auf die flachen Würfe besser ein, hielt wieder sensationell und so setzte sich die HSG Konstanz allmählich ab. Nach der Pause versuchte es Eblen öfters mit 2 Kreisläufern, was auch einigermassen klappte und so war das Spiel nach 50 Minuten entschieden. Was allerdings Schweda und die anderen Eingewechselten dann spielten, war furchtbar. FüFeBr spielte eine 4:2-Deckung und luchste so manchen Ball ab. So wurde es unnötigermassen nochmals eng, Eblen regte sich zu Recht auf. Aber dann noch eine klasse Parade von Maximilian Folchert und das Spiel war durch. Verdienter Sieg von Konstanz.
    Fürstenfeldbruck hatte einige super junge Spieler dabei, insbesonders RM - RL - LA waren brandgefährlich und schussstark. Auf Links ging einiges ab und Alexander Lauber bei der HSG musste harte Arbeit verrichten. Dann noch den langen, erfahrenen Kraus hinten in der Abwehr - diese FüFeBr-Manschaft hat sicher Zukunft. Ihr schnelles Spiel nach vorne bei Fehlern der HSG Konstanz war sowieso eine Augenweide.
    Noch ein Wort zu den Schiedsrichtern. Sie hatten eine klare Linie, verhängten viele Siebenmeter und Zeitstrafen, hielten die Linie knallhart und konsequent durch - cool die Jungs. Haben mir sehr gut gefallen. Passten gut zu diesem Spiel, liessen auch meistens geduldige Angriffe zu - das nennt man "sich gut den Mannschaften anpassen" im richtigen Rahmen.
    Und wer mal einen sackstarken aussergewöhnlichen Torwart in der 3. Liga sehen will, der sollte sich Folchert ansehen - unglaublich der Junge.

    Ich habe das Problem, dass ich Dich nicht ganz verstehe. Wenn ich etwas im Training übe, dann ist es "bekannt". Wenn ich etwas im Training nicht übe, dann ist es "unbekannt". Wenn Du bzw. Deine Spielerinnen im Spiel etwas "einbauen" sollen, dann muss es schon irgendwie bekannt sein. Etwas anderes wäre es, wenn z.B. eine beschliesst, jetzt muss von allen gekreuzt werden, sie das rumbrüllt, alle das aufgreifen (Kreuzen wurde im Training schon mal geübt und ist bekannt) und gekreuzt wird wie blöd. Das würde ich aber nicht unter "unbekannt" laufen lassen, sondern unter Kreativität und Überraschendes.

    Nee, talentschmiede, Du hast es nicht begriffen, wie ich argumentiert habe. Ich habe überhaupt GAR NIX gegen beidseitige Schulung oder Sprungwürfe trainieren mit dem falschen Bein und so. Sondern es gibt eben auf dieser Welt ne ganze Menge Rechtshänder und einige wenige Linkshänder und so gut wie keine Beidhänder. Das ist erst mal ein Fakt und die Kinder kommen als Rechts- oder Linkshänder in das erste Handballtraining. So. ---
    Und ich sage NUR, dass ich ja dann erst anfangen kann, Beidseitigkeit zu schulen. Und dass es sehr, sehr schwer ist und jahrelange Übung erfordert, mit der Nichtwurfhand dasselbe zu machen wie mit der Wurfhand.---
    Mehr habe ich nicht gesagt.
    -- Und dass die allermeisten Menschen eben die Übung mit demjenigen Arm lieber machen, mit dem sie die Übung eben besser hinkriegen bzw. die Sache ÜBERHAUPT erst mal einigermassen zum ersten Mal hinkriegen, dass ist auch Fakt.
    --- Ich muss aber auch dauernd Kompromisse schliessen mit meinen mittelmässigen (!) Nachwuchstalenten: Sie machen eben lieber die Körpertäuschung automatisiert auf eine Art und Weise. Und dann bin ich glücklich darüber, dass sie diese ÜBERHAUPT mal machen in einem Spiel. Habt Ihr denn nur Jahrhundert-Talente ??

    Henning, es gefällt mir, wie hartnäckig Du Deine Thesen vertrittst. Zumindest bei manchen Trainern wirst Du dadurch für einen Moment das Nachdenken anregen. Vielleicht dauert das Denken auch manchmal ein bischen länger. Aber ob Du dann den Handball revolutionieren wirst, weiss ich nicht.
    --- Nehmen wir diese Sache mit der linken Hand, die den Pass nach links spielen soll (oder bei der Täuschung oder ähnliches). Das Ganze läuft ja in der Entwicklungspsychologie bzw. der Medizin unter dem Oberbegriff "SEITIGKEIT". Ich bin da nicht besonders bewandert, aber die Seitigkeit prägt sich ja schon sehr früh aus (im 3. Lebensjahr ??). Du müsstest also sehr früh mit der Gleichseitigkeit anfangen.
    -- Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass Koordinationsübungen sehr helfen, Einseitigkeiten einzuebnen bzw. die Unterschiede verringern. Schau einmal Sportstudenten an, die haben viel weniger Koordinationsmängel als "normale" Handballer. Aber jetzt in der Kita eine Diskussion anzufangen und von der Leiterin zu verlangen, dass gleich viele Bälle mit dem linken wie mit dem rechten Arm geworfen werden müssen ?? Macht das Kind auch nicht so ohne weiteres...
    -- Aber vielleicht ist doch was Wahres bei Deinen Überlegungen dran... Grübel, grübel-

    Folgende Situation: Eine Spielerin wirft neben das Tor und regt sich über sich selbst auf. Der Trainer wechselt sie beim zurücklaufen schnell aus (das geht vom Spielaufbau der anderen Mannschaft aus gesehen), Auswechselspielerin rennt regelkonform rein. Die Spielerin tritt im Auswechselraum immer noch wütend auf sich eine PET-Flasche krachend gegen die Wand, dass der Sprudel nur so spritzt und alle zusammenfahren. Die gegnerische Aussenspielerin läuft gerade vorbei und wird voll abgelenkt (schaut raus), soll angespielt werden und fängt aber dadurch den Ball nicht richtig, der ins Aus geht. Entscheidung ? (Einwurf ???)

    Henning, wenn der Rückraumspieler in den Nullschritt einspringt, dann hat er MEISTENS den Ball in beiden Händen vor der Brust/Bauch. Es ist sehr schwierig, wenn er links vorbei geht, den Ball in der linken Hand zu führen (denn Rechtshänder bleibt Rechtshänder und er nimmt eben den Ball automatisch in die rechte Hand). Er lernt ja auch den ÜBERZIEHER mit dem RECHTEN Arm und nicht, dass er den Ball in die linke Hand nehmen soll... Ich denke, das ist verteufelt schwer, was Du da forderst.

    Zu 1) Was passiert, wenn Du einen kleinen Kasten (gekippt, Lederseite nach vorne) ins Toreck stellst und darauf Sprungwürfe machen lässt ? Was passiert, wenn Du Sprungwürfe machen lässt (z.B. mit Sprungbrett) und einen Reifen vor das Tor legst und der Aufsetzer da rein soll ?
    Zu 2) Du stellst für die Aussen eine grosse Weichschaummatte leicht schräg angelehnt an das Tor und zwar so, dass nur das lange Eck frei ist. Die Lücke im kurzen Eck schliesst Du mit einer Turnmatte oder kleinen Kasten. Dann müssen die Aussen ins lange Eck werfen. Und das machst Du in 5 Trainings.
    Zu 3 - 5: Na ja, nicht verzweifeln, das kommt schon mit der Zeit.

    Nach den letzten guten Leistungen der HSG Konstanz war die Schänzlehalle mal wieder besser gefüllt. Nach einem 3:3 Zwischenstand setzte sich die Heimmannschaft immer weiter bis zu einem 9-Tore-Vorsprung ab. Rödelsee gab nie auf, scheiterte in dieser Phase aber mehrfach am glänzend disponierten Folchert im HSG-Tor. Konstanz hatte sich auf die NR.4 (Linkshänder im Rückraum auf RR) sehr gut eingestellt und bekämpfte den besten Spieler von Rödelsee frühzeitig offensiv. Insbesonders der kleine Schlaich tat sich da hervor. Da Kaletsch und Riedel trafen, konnte Konstanz den erreichten Vorsprung komfortabel verwalten. Die Gäste probierten auf Halblinks 3 Spieler in der 1. Halbzeit aus, aber keiner hatte einen guten Tag. Daher war an eine Aufholjagd nicht zu denken. Der Gäste-Trainer versuchte es am Anfang mit einer 5:1-Deckung, stellte kurzfristig auf eine 3:2:1 um, probierte alsbald aber eine doppelte Manndeckung, wobei die 2 Rückraumspieler von Konstanz, Riedel und Kaletsch, sich dann an der Mittellinie tummelten. Der Rest spielte 4 gegen 4, was immer wieder zu Toren vom Kreis, Siebenmeter oder von Linksaussen (Schlaich überragend dort !!) führte. Rödelsee zog dies die ganze 2. Halbzeit durch, ohne dass sich am Abstand etwas änderte. Trainer Eblen gab dann Nachwuchsmann Patrick Muturi auf Rechtsaussen einige Spielzeit (Lauber ist seit Neuestem verletzt, Handbruch), welcher aber nicht besonders auffiel. Nachdem der gegnerische Torwart Paul bei einigen Schlagwürfen zwar dran war, diese aber rein rutschten, spulten die Konstanzer routiniert die 2. Halbzeit runter. Der Sieg war nie in Gefahr.
    Ein Wort zu den Schiedsrichtern: Sie pfiffen überraschend viele Stürmerfouls (korrekt), verteilten die gelben Karten im richtigen Moment und lagen auch mit den Zeitstrafen richtig. Bei den Siebenmetern pfiffen sie etwas pingelig bei Abwehr durch den Raum, aber auf so etwas muss man sich als Team einstellen. Ansonsten hatten sie mit dem Spiel keine Probleme, brutale Situationen gab es keine und deswegen auch keine rote Karte. Für mich eine gute Leistung.
    Rödelsee hatte offensichtlich einige Probleme, mit seinen Legionären zurecht zu kommen, welche glaubten, sich profilieren zu müssen. Manchmal hatte ich den Eindruck, der (neue ?) Trainer hätte die Spieler nicht so ganz im Griff.
    Konstanz ist klar im Aufwind, Mittendorf war als Abwehrspezialist dieses Mal in Ordnung, Stocker überzeugte im Angriff auf der Mitte. Riedel ist gut in Form und knallt die Dinger rein, dass es eine Freude ist und Kaletsch - spielt frech wie Oskar - wie immer - und das auf Halbrechts (als Rechtshänder).
    Auch wenn die Spannung in der 2. Halbzeit draussen war, hat sich der Besuch in der schön warmen Halle diesmal gelohnt.
    Endergebnis war - glaube ich - 35:28....

    Die HSG Konstanz ging mit 2 Toren knapp in einem beidseitig von vielen Fehlwürfen geprägten Spiel als Sieger hervor. Hätte Horkheim in der ersten Halbzeit nur ein wenig mehr Selbstvertrauen gehabt, wäre das Schiffchen schon da den Neckar hinauf geschwommen. So schaffte Horkheim nach der 13:9 -Führung der Konstanzer zwar schliesslich den Ausgleich, vergab aber am Schluss einen Siebenmeter und schloss überhastet ab. Auffällig war Paul Kaletsch, der alle Siebenmeter souverän verwandelte, sich aber aus dem Spiel 4 Fehlwürfe erlaubte. Aus dem Rückraum durfte Riedel werfen, Bruderhofer und Krüger bekamen nur Minuten-Einsätze. Und da war noch Flockerzie, der die ganzen 7 m herausholte, einfach von den Horkheimern nicht zu stoppen war. Letzten Endes steigerte sich auch Folkert im Tor - und das reichte dann gerade so. Der kleine Schweda rackerte sich fast das ganze Spiel auf Rückraum Mitte ab, ernst genommen hat ihn da niemand. Er ist einfach zu klein zum Tore werfen... Stocker kam für 5 Minuten, hatte aber zuviele Fehlwürfe.
    Nun denn, was ist das Fazit ? Der Konstanzer Rückraum existierte nicht bis auf Riedel. Und der lernt allmählich einzustecken, z.B. wenn er 2 Fäuste in den Magen bekommt und dann trotzdem noch durchzieht. Hat doch Fortschritte gemacht. Alle anderen hatten zu viele Mängel, jeder nahm sich seine Fehlwürfe. Konstanzer Magerkost allerorten, wichtig waren hauptsächlich die 2 Punkte, zweifellos...
    3 Anmerkungen noch:
    1) Die doofen Holzplatten-Klatschen der Zuschauer machen das Zuschauen zur Qual. Ich habe nichts gegen Anfeuern, aber 60 Minuten stupides Klatsch-Klatsch geht voll schrill auf die Ohren - das war einfach lästig. Ich bin dann aus der Mitte weggesessen.
    2) Die Cougars (Cheerleaders) waren wieder ein prächtige Augenweide, nicht wegen ihren recht einfachen Formationen, sondern wegen ihrer jugendlichen Unbekümmertheit und dem immer lockeren Herumgehüpfe. Nett.
    3) Ein Wort zu den Schiedsrichtern: Erste Halbzeit sehr gut, zweite Halbzeit nur noch mittelmässig. Warum ? Am Anfang ganz klare Linie gegen die Deckung, was das Trikotziehen und Klammern gegen den Kreisläufer anging (auf beiden Seiten). Dann 2 Szenen mit Vorteil laufen lassen, was in fulminate Tempogegenstösse überging. Okay. Dann hatten die Beiden aber Probleme mit Schweda, der natürlich körperlich unterlegen war und bei dem man viel mehr Fouls hätte pfeifen müssen. Aber das konnten sie nicht. Sie hatten keinen Draht zu den schwächeren Spielern, hätten am Liebsten immer nur Laufen lassen. Das ging aber nicht und dann kamen einige unverständliche Sachen dazu. Die rote Karte gegen Bruderhofer war eher der schauspielerisch geglückten Krah-Wumm-Landung geschuldet, als dass ein brutales Foul da gewesen wäre. Da schlichen sich im HZ 2 immer mehr Unsicherheiten ein, schade. Sehr schade.
    Konstanz wird in Zukunft noch mehr Magerkost bieten. Daniel Eblen ist es bislang nicht gelungen, neben Riedel und Faisst einen durchschlagskräftigen Rückraumbomber heranzuführen. Krüger bleibt fast immer draussen, der müsste mehr Chancen bekommen. Über Aussen geht - wie üblich - ganz wenig, also muss der Kreis alles reissen. Das wird nicht oft gelingen...

    Ich möchte dringend bitten, dass zwei Dinge unterschieden werden: ERSTENS die ganz arg tollen Ideen und Vorschläge, wie man die so sehr unterschiedlichen Kinder am besten im Handball fördert. ZWEITENS gibt es ja auch noch den konkreten Spielbetrieb, der in korrekten Bahnen und reibungslos durchgeführt werden soll. Und das sind zwei Paar Stiefel !!!!!!! --- Zu 1. Wenn ich Kinder habe, die unsportlich sind, dann muss ich als TRAINER vor allem im TRAINING dies ausgleichen versuchen. Viel Koordination, evtl. viele Turniere, viele Spiele - vor allem viel Engagement. Die Spielform 2 x 3 + 3 wird nach einiger Zeit langweilig, weil das in den Augen der Kinder (und Eltern) KEIN HANDBALL ist, sondern eine abgewandelte Spielform. Und sie ist für ANFÄNGER gedacht. Es soll ja KInder in der E-Jugend geben, welche (Minis!) schon länger dabei sind oder im 2. Jahr E-Jugend kein Bock mehr auf 2x3+3 haben. Dann will man richtig Handball spielen wie die Grossen. Im Grunde will man die Jugendtrainer zu ihrem Glück zwingen: Dazu wird immer der berüchtigte 6:0-Riegel zitiert. Das ist ein Mythos, das spielt heute kein Mensch mehr und das braucht man nicht durch Vorschriften ERZWINGEN. Das ist der Knackpunkt !!! Und Siege sind das Wesentliche im Sport, sonst ist es kein Leistungsvergleich und dann kann ich lieber im Sandkasten spielen.------- Zu 2. Durch die Regelflut tun mir jetzt schon die Schiedsrichter leid, die in Zukunft sich vor jedem Jugendspiel erst mal in die Vorschriften einlesen müssen. Heute pfeifen wir D- und C-Jugend (sind verschieden geregelt !), morgen pfeife ich Damen und E-Jugend (sind verschieden geregelt !). Der Handball verliert sein Gesicht, ganz klar. Und hast Du gute, erfahrene, intelligente Schriris im E- und D-Jugend-Bereich ??? Doch nur im Ausnahmefall, denn da laufen die 16-jährigen Neulinge auf, die sich nicht trauen, eine gelbe Karte zu ziehen und einen 7-m zu pfeifen. Und die sollen die ganzen Spielsysteme durchschauen ? Es ist übrigens eine totale Verarmung der Spielmöglichkeiten, wenn ich in der D-Jugend praktisch nur noch Manndeckung spielen kann. Was macht da ein Spieler, der nicht ganz so gut ist wie sein Gegenspieler ? Aha, ja, er wendet unfaire Mittel an, zieht von hinten, schubst, klammert, reisst am Arm. Ausbildung zum Unfairsein bedeutet das, das bringt dann den ERFOLG. Und ein Schriri-Neuling wird dies NICHT unterbinden können. --- Und dann die netten Auseinandersetzungen mit dem Trainer bzw. Eltern der Gegnermannschaft - ich freue mich schon auf die Diskussionen. ---- Fazit: Diese gutgemeinten Überreglementierungen führen in die Irre, da sollte man dringend "entbürokratisieren" und wieder entschlacken.

    Henning: Richtig, das Schlüsselwort heisst VORSCHREIBEN.
    Aber das wurde bzw. wird ja die ganze Zeit schon propagiert. In der 3 + 3 - Spielidee hast Du eine klare, wunderbare Ausbildungssituation im 1:1.
    ABER: Warum wollen die Kids nach einer Weile nicht mehr in der Abwehr spielen ????
    Oder (Vorschrift hierzulande): Warum muss der Torschütze raus beim 3 + 3 und einer von der Abwehr geht in die Angriffshälfte und der Nächste MUSS in die Abwehr erst mal ??
    Weil die Kids in der Abwehr wegen den grossen Räumen kaum eine Chance haben und sie
    deswegen die Abwehr verabscheuen. Deswegen ist VORSCHREIBEN Murks.
    Man kann keine Dummen zum Glück zwingen, man kann sie nur besser AUFKLÄREN und AUSBILDEN.
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    Das Problem ist, dass die individuelle Ausbildung in der Abwehr noch so gut sein kann (in allen Altersstufen), aber das Entscheidende in der Abwehrarbeit ist die ZUSAMMENARBEIT.
    Und das soll ja in der 1:5-Abwehr (siehe Balljäger) nicht stattfinden...... Möglichst. Damit der Einzelne individuell besser wird in der Abwehr.
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    Im Übrigen wende ich mich entschieden gegen Unterstellungen, dass Ausbildungsziele "wegen des schnellen Erfolges" vernachlässigt werden. Das ist einfach Quatsch. Wenn Du Erfolg haben willst, musst Du gut trainieren und den Spielern VIEL beibringen - im Angriff und der Abwehr. Ein Trainer wird NUR über "den Kindern viel beibringen" Erfolg haben und zwar langfristig wie auch kurzfristig. Das schliesst sich überhaupt nicht aus.
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    Und Ausbildungsziele - können die pauschal einfach so gesetzt werden ?
    Ist nicht JEDE Mannschaft total anders, ist nicht jeder Spieler/in anders ?
    Ich muss doch individuell auf jeden einzeln eingehen.
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    Eine 1:5-Abwehr vorschreiben und einen 3:3-Angriff vorschreiben -
    da hört`s bei mir auf. Dann will ich nicht mehr Trainer sein.....

    Interessanter Spielbeginn am Sonntag....
    Ist das jetzt schon das letzte Heimspiel ?
    HSGjojo: schon den Abgang von Urgestein Patrick Glatt verdaut ???
    Die Begründung ist wirklich aufschlussreich: Will nicht mehr jeden Tag trainieren und trotzdem noch in der Schweiz Nationalliga B spielen... Das war ja auch die Motivation für einen ehemaligen Linksaussen der HSG, in Kreuzlingen zu spielen. So wirkt sich die 3. Bundesliga kontraproduktiv aus.
    Und Präsident Otto Eblen scheint ja eine sehr schwere Herz-OP hinter sich zu haben. Gute Besserung !

    Sondersituationen für wen ???
    Es ist ja für die ABWEHR etwas vorgeschrieben, aber doch nicht für den ANGRIFF !! Von einem zwingend vorgeschriebenen 3:3-Angriff ist nirgends die Rede.....
    Also könnte ich doch dauernd mit 2 Kreisläufern spielen - oder ?? Und die Abwehr müsste sich DAUERND anpassen...