Beiträge von tobinho

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    Original von Ex-HVS-SR
    Das bedeutet doch aber in der Konsequenz, sobald die angreifende Mannschaft das Vorwarnzeichen kassiert, kann die Abwehr durch regelwidriges Eingreifen in die Angriffsbemühungen den Gegner ins passive Spiel zwingen (solange keine Progressive Strafe herausspringt). Darf eine regelwidrig agierende Mannschaft so belohnt werden ?


    Woher nimmst du deine Info, dass die Mannschaft ins passive Spiel gezwungen wird? Im vorherigen Satz sagst du ja schon, sie hätte das Vorwarnzeichen kassiert. Wieso wird die andere Mannschaft belohnt? Erläuterung 4 sagt nicht, dass nach anzeigen das Zeichens innerhalb der nächsten mind. 5 Sekunden ein Tor erziehlt werden muss, sondern nur ein Tempowechsel und gezielte Angriffshandlungen erkennbar sein müssen. Die angreifende Mannschaft bleibt also weiter in Ballbesitz. Wo ist da die Belohnung für die Abwehr?

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    In den Fällen 1 und 2 geht der Ball zum Beispiel vom TW zurück zum Angreifer. Das würde dann bedeuten, bei FW bleibt das Vorwarnzeichen bestehen (Vorteil für die regelwidrig agierende Mannschaft), bei Weiterlaufen lassen durch die SR wird das Vorwarnzeichen aufgehoben. Soll das tatsächlich durch den Zeitpunkt des Pfiffes entschieden werden ?


    Nein, es wird durch den Zeitpunkt der Regelwidrigkeit der Abwehr entschieden.
    Allerdings ist es ggf schwer zu entscheiden, wann ein Vorteil abgepfiffen wird und auch FW entschieden wird. Das ist besonders knifflig wenn der Ball zurück ins Spielfeld abprallt. Ist von der Situation abhängig würde ich sagen. Ich selbst entscheide aber idR nach einem abgewärhten Wurf durch den TW auf FW, da diese gezielte Angriffshandlung die regelwidrig behindert wurde mit dem Torwurf abgeschlossen wurde und das zurückprallen und aufnehmen des Balles durch einen Mitspieler eine neue Angriffshandlung darstellt. Ist aber Interpretationssache und Regel 13:2 läßt auch anderes zu.

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    Original von Ex-HVS-SR
    Und im Fall 4 wäre das ja noch gravierender. Ein permanentes Foulspiel der Abwehr kann kein Vorwarnzeichen auslösen. Es kann nur eine regelgerecht spielende Abwehr zum Vorwarnzeichen wegen spielerischer Überlegenheit führen, warum soll nach dem Zeichen die nun regelwidrig agierende Abwehr belohnt werden (vorausgesetzt sie fängt keine Strafe) ?


    Das Vorwarnzeichen ist ja schon ausgelöst. Es muss aber nicht zwingend auf FW gegen die Angreifende Mannschaft entschieden werden sofern diese ihren Angriff gemäß Erläuterung 4 ändert. Genauso muss/kann ein permanentes Regelwidriges Spiel der Abwehr auch nicht zu einem passiven Spiel der Angreifer führen. Wichtig sind aber auch da zu beachten:
    bei 1 gegen 1-Aktionen: frühzeitiges Abdrehen des Ballhalters, Warten auf Spielunterbrechungen durch die Schiedsrichter, kein räumlicher Vorteil des Ballhalters im Zweikampf.

    Grundsätzlich ist ja Erläuterung 6g maßgebend, oder?

    Die folgenden Beispiele sollen im Sinne der Regel 16:6c mit einer Disqualifikation bestraft werden. Analog können die Schiedsrichter andere Handlungen ebenso bewerten:
    g)
    wenn ein Spieler in der letzten Spielminute eine Handlung vornimmt die als Vergehen im Sinne der Regeln 8:5 oder 8:6 angesehen werden kann und dadurch der anderen Mannschaft die Chance genommen wird, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen. Bei der Beurteilung ist entscheidend, ob ein wichtiges Tor (Sieg, Unentschieden oder Tordifferenz) durch die Aktion verhindert wird.

    Ob da jetzt eine Sperre erfolgt ist ja nicht Sache der Regeln sondern der Spielleitenden Stelle. Ich meine mal gehört zu haben, das auf IHF/EHF/DHB Ebene eine Sperre idR ausgesprochen wird bzw der Spieler mit einer Sperre zu bestrafen sei. Ich weiß aber auch, dass zB in den Regional/Landesverbänden das teilweise anders geregelt wird.

    Jetzt kann ich mir das Video von hier aus nicht ansehen, könnte aber gemäß der Beschreibung wie folgt interpretieren.
    Da es sich ja um einen Freiwurf nach Spielende handelt ist gar nicht mal sicher, ob die Erläuterung überhaupt auf diese Situation greift.
    "der anderen Mannschaft die Chance genommen wird, in eine Torwurfsituation zu kommen" -> direkter Freiwurf, die Mannschaft kommt eigentlich wieder in die selbe Wurfsituation
    "eine klare Torgelegenheit zu erreichen" -> Ein direkter Freiwurf ist gemäß Erläuterung 8 keine klare Torgelegenheit.
    Insofern ist es im Grunde sogar aus meiner Sicht erst mal nur gemäß Erläuterung 5:2b eine Unsportlichkeit die mit eine Progressiven Betrafung zu ahnden ist.
    2min wären demnach wohl mMn eher richtig als Disq. Eine Sperre kann es mMn demnach auch nicht geben.

    Also wenn ein Spieler mal einen schlechten Tag dann wird er direkt rausgeworfen oder wie?
    Zudem werden die SR ja auch mehrmals pro Saison beobachtet. Eine noch häufigere Beobachtung zB würde ja auch mehr Kosten verursachen die ja automatisch auf die Vereine umgewälzt werden.
    Zudem muss man auch mal sagen, dass die Vereine schliuchtweg nicht unparteiisch sind. Schon gar nicht die teilnehmenden Spieler. Im WHV zB hat man die Beurteilung der SR durch die MV vor 2 Jahren abgeschafft weil deren Ergebnisse teil massiv von denen der Beobachter abwichen.
    Es ist aus meiner Sicht unmöglich absolut fehlerfrei zu pfeifen. Von daher muss man einfach auch mit Fehlern leben.
    Wie stellst du dir denn ein vorgehen vor?

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    Original von mightymike16
    Aber dass ist doch nix neues machen sie doch auch in der ersten Bundesliga

    Warum haut ihr auf den armen Mike drauf, der kann ja auch nichts dafür wenn es nunmal so gepfiffen wird.
    Aber in der Bundesliga sind ja auch dann und wann mal 4-25 Schritte zu sehen und abgestanden wird ja auch kaum gepfiffen.
    Insofern ist dies entweder eine traurige Bestandsaufnahmen und die beruhigung, dass ich auch als SR nicht fehlerfrei sein muss, wenn man auch in der BL bewusst oder unbewusst solche Fehler macht.

    Ich bin mir sehr sicher mal in nem Offiziellen Schreiben etwas von einem Ungeschriebenen Notfallparagraphen gelesen zu haben der bei verletzten Spielern zur Anwendung kommen kann. Das dürfte gut 2 Jahre her sein und kam von DHB SR Ausschuss und wurde bei uns im Lehrgang aufgrund mangelnder Regeln massiv kritisiert.
    Die Aussage war in etwa "TO, verletzten bergen und dann gemäß Situation" (wäre hier evtl sogar Abwurf).
    Halte das für Regeltechnisch arg falsch aber fällt mir grade wieder ein.

    Da kann es mWn auch Abweichungen in den Verbänden geben.

    In Westfalen zählt das TV nur innerhalb direkter Vergleiche, ansonsten immer eben der direkte Vergleich.
    So kann man auch solchen Situationen wie dem TV wenn mal wer mit 0:0 gewonnen/verloren hat aus dem Problem gehen.
    Ich meine auch, der Einsatz eines nicht teilnahmeberechtigten Spielers ist mit nicht antreten gleichzusetzen.
    Aber alles eben nur auf Westfalenebene, also keine Gewähr für irgendwas.