Beiträge von EllaK

    Wenn wir schon bei der Trainer-Schelte sind: Ich weiß nicht, was Kai Wandschneider geritten hat, in der 38. Minute auf 3:3 umzustellen. Was exellent gegen dezimierte Melsunger war, um sie vollends müde zu spielen, gegen die beweglichen RNL waren diese 4 Minuten der Genickbruch. Wie sagte der Kommentator: "Griff ins Klo".

    ... Zudem gibt es Kommunikation zwischen Benjamin Herth und dem TBV.


    Mag ja sein, aber ich glaube noch nicht so richtig daran, dass das klappen wird. So sonderlich prickelnd ist es -mit Verlaub- eigentlich nicht mehr, beim TBV zu spielen, auch nicht für einen Herth. Das war zu der Zeit, als Strobel dorthin wechselte, wesentlich anders.

    Könnte sich der HBW irgendwelche Rückraumkracher leisten, die mit hinreichender Sicherheit ihre einfachen Tore aus 9 oder 10 m abziehen, würde Brack wohl liebend gerne auf dies riskante 7-Feldspielersystem verzichten - oder zumindest auf Unterzahlsituationen beschränken. Man war diesbezüglich ja schon einmal an Pfahl oder vermutlich auch an Christophersen dran, die dann aber (verständlich) die dicke Kohle oder die bessere sportliche Alternative vorzogen. Der einzige HBWler, der dies auf RL mit einem harten ansatzlosen Wurf bringt, ist Roland Schlinger. Der trifft aber nicht immer gleich gut und plagt sich oft, wie derzeit, mit Muskelproblemen. Wer schon einmal erlebt hat, wie hoffnungslos die Balinger gegen eine gut verschiebende 6-0 Reihe langer Kerle mit 3m-Spannweite (wie z.B. gegen den THW) agierten, weiß, aus welcher Not Brack dieses System praktiziert und perfektioniert. Und solange die Bilanz stimmt, wird er auch die doofen Omeyer-Tore auf seine Kappe nehmen.

    Jedenfalls finde ich sehr beachtlich, wie die dezimierte Balinger Mannschaft in Lemgo aufgetreten ist und dem Publikum doch noch ein interessantes Spiel abgeliefert hat. Die fälliigen Punkte holen wir dann eben gegen den SCM ;)


    Die Paarungen des letzten Spieltages habe ich auch noch nicht im Blick gehabt...da hatte die DKB ja ein gutes Händchen mit der Einteilung...könnte eventuell ein Spiel um ALLES oder NICHTS werden :D


    Auch wenn noch nicht klar ist, wie dann die Situation sein wird, ist eines mit ziemlicher Sicherheit vorauszusagen: Das Spiel wird nicht im TV oder Stream zu sehen sein. Statt dessen gibt es wahrscheinlich TVG - THW.

    Ein wenig bitter, dann aber doch einen Glückwunsch nach Flensburg.

    Es war ein hochinteressantes Spiel gestern Abend. Was Brack da taktisch ausgetüftelt hatte, um die bekannte Balinger Rückraumschwäche zu kompensieren war sehenswert, zumal mit Roland Schlinger sein Haupt-Shooter nicht dabei war. Schade, dass das TV nicht da war, manch Taktik-Freak hätte daran seine Freude haben können. Hätte Katsigiannis schon zu Spielbeginn seine Leistung aus der 2. Spielhälfte gebracht oder mit ein wenig Glück im Abschluss hätte das eine schöne Überraschung werden können. Jedenfalls hat der HBW ein herausragendes Spiel abgeliefert und muss für den nächsten Sieg halt auf eine weniger gut besetzte Mannschaft warten.

    Natürlich waren den Flensburger Spielern die beiden vorausgegangenen Spiele anzumerken und sie waren am Ende echt glücklich, das Ding gerettet zu haben. Es war für sie absolut kein Spaziergang wie in einigen früheren Begegnungen und sie wurden stark gefordert. Die Frage wäre tatsächlich gewesen, ob ein nicht ganz fitter Glandorf (der seine Gedanken verständlicherweise vielleicht auch woanders hatte) unter diesen Umständen seiner Mannschaft eine Hilfe gewesen wäre oder ob ihn ein Einsatz zurückgeworfen hätte. Es reichte dann aber auch ein Mogensen mit viel Spiellaune (er hätte damit seinen Dänen in Spanien gut getan) und dem entscheidenden Antritt in der Endphase des Spieles; natürlich auch ein Andersson in gewohnter Manier.
    Mir gefällt auch Vranjes als Trainer. Er wechselte viel durch um die Belastung gleichmäßig zu verteilen und verlor nie die Ruhe, auch wenn seine Mannschaft unter ihren Möglichkeiten blieb und manches klemmte. Sehr vorbildlich, wie er mit seinen Spielern umgeht.

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    Das ist auch meine Meinung, zu wenig Ausstrahlungskraft, zu wenig Charisma :verbot: ...


    Ich bin auch der Meinung, dass man verhindern sollte, dass uncharismatische oder unattraktive Trainer den A-Schein erlangen oder gar Nationaltrainer werden. Die Außendarstellung unserer Sportart leidet sehr darunter, da diese Gestalten dauernd im Fernsehen gezeigt werden. Als Maß der Dinge schlage ich das "PEP" vor, frei nach Pep Guardiola, den ich mit 1,0 PEP festlege. Bewerber für den A-Schein sollten mindestens 0,3 PEP vorweisen, Trainer der 1. DKB-Handall-Bundesliga 0,5 PEP und Nationaltrainer-Bewerber mindestens 0,75 PEP.

    @ oko
    Ich will dich nicht überzeugen oder etwas schönreden, wie gesagt, ich konnte nicht sehen was da mit dem Bein abgging. Litty wird ihn schon getroffen haben und dann ist das eben Rot. Nach der Pause suchte er auch Buschmann auf und entschuldigte sich bei ihm.
    Was ich sagte, ist, dass die Schiedsrichter selbst einen großen Anteil daran hatten, dass man ihnen eine gewisse HBW-Phobie unterstellen könnte.
    Ist aber alle Schnee von gestern.

    Die Zuordnung Nr. 13 = Tamas Mocsai brachte der Berichterstatter Frank Härterich von handball-world auf, der auch gesehen hat, dass Ettwein diesen mit dem Fuß in den Unterleib traf. 8o

    So sieht halt jeder das, was er sehen möchte.

    Ich selbst sah nicht mehr als eine alltägliche Abwehraktion. Buschmann stieg am Kreis hoch auf, um zwischen Liniger und Ettwein durchzubrechen. Dabei wurde er von Liniger gegen Ettwein gedrückt, der die Körperkontrolle verlor und ziemlich heftig rückwärts umfiel. Das passiert in jedem Spiel mehrmals und manchmal trifft's den einen oder anderen in der Luft oder am Boden an mehr oder weniger empfindlicheren Stellen. Ob nun wirklich Ettweins Fuß oder Knie höher war als sportlich fair oder seinem Rückwärtsfallen geschuldet, konnte ich von meinem Platz aus nicht sehen.

    In solch einem Fall muss man sich auf das Schiedsrichterurteil verlassen und akzeptieren, was diese gesehen und entschieden haben. Das Problem ist nur, dass mir dieses Vertrauen in diesem Fall reichlich schwer fällt, denn das gelbe Duo war von Anfang an auf einem Auge ziemlich blind, so sehr, dass sie z.B. wenn es in die eine Richtung ging, nicht einmal bis 3 zählen konnten. Das ist man als Balinger aber von ihnen gewohnt; fast habe ich den Eindruck, sie sähen sich sogar in der Pflicht, in Balingen einen gewissen Erziehungsauftrag verwirklichen zu müssen. Das Interessante daran ist aber jedes Mal die paradoxe Wirkung die sie damit hervorrufen. In der ganzen Halle breitet sich dann regelmäßig Empörung aus, die so manchen eher trägen Zuschauer zu ungeahnten Emotionen verleitet. Die Stimmung in der Halle kocht und überträgt sich auf die Spieler, die so neu motiviert schon gelegentlich fast aussichtslose Spiele noch drehen konnten.
    Am Sonntag hätte es ja auch fast wieder gereicht. Dann hätte Hannover wegen der beiden am Ende völlig unverdient einen Punkt in Balingen lassen müssen. :lol:


    Du meinst den legendären Andy Schneider aus der Schweiz? :D


    :rotwerd: Andi Schmid natürlich!
    Sorry, manche Mitarbeiter namens Schneider verfolgen einen auch noch am Feierabend.

    edit:
    TSVROT: Ja, schon etwas. Ohne die leidige Schieri-Diskussion wieder aufwärmen zu wollen, die beiden haben tatsächlich ihre Linie etwa ab der 40. Minute verändert, ohne dass das Spiel es erfordert hätte. Es war von Anfang an hart, aber nie unfair und ich kann den Grund nur darin sehen, dass sie dem ewigen Genörgel aus dem Weg gehen wollten. Bis dahin pfiffen sie ja erfreulich korrekt.
    Aber das ist halt so: Wir Kleinen und der THW sind immer die Benachteiligten und müssen mindestens fünf Tore besser sein als der Gegner, um wenigsten ein Remis zu erreichen...

    Nachdem der Unmut über den unglücklichen Spielausgang etwas verflogen ist, bleibt festzuhalten, dass das gestern ein tolles Handballspiel war, mit einem HBW, der spielerisch den RNL mindestens ebenbürtig war, mal abgesehen von der genialen Kleingruppe Schneider/Myrhol, die letztlich mit zusammen 21 erzielten Toren den Unterschied ausmachte.
    Kann der HBW in der Rückrunde nochmals eine vergleichbare Form in zwei oder drei Spielen gegen "Große" abrufen, dazuhin die Mehrzahl der sog. "Pflichtsiege" einfahren, wird es seine erfolgreichste Saison werden.

    Was dem HBW vielleicht noch fehlt, wäre ein Rhetoriktraining -ähnlich wie es die Löwen offensichtlich absolviert haben- mit dem Thema: "Wie belabere ich Schiedsrichter bis ich sie schließlich emotional gebunden habe, ohne dass ich vorher 2 Min. bekomme." Das steigert nicht unbedingt den Spielfluss oder die Sympatiewerte, kann aber für einen positiven Spielausgang das letzte notwendige Quentchen bringen. Möglicherweise tut's aber auch eine Videoauswertung dieses Spieles mit Augenmerk auf Schmid, Myrhol und besonders Roggisch.
    Letzterem hatte ich vor nicht allzu langer Zeit diesbezüglich erfreuliche Besserung attestiert; davon möchte ich heute Abstand nehmen.