Beiträge von RD

    ...der Wahlkampf im letzten Jahr hat das Leben der HSG Nordhorn anscheinend nur künstlich verlängert!

    Die HSG sollte jährliche Landtagswahlen fordern!
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    Heute Entscheidung bei Toto Lotto

    Sponsoring HSG mit 250000 Euro bisher größter Profiteur

    nordhorn/fh – Bleibt Toto Lotto der HSG Nordhorn als Trikotsponsor erhalten? Diese für die Existenz des Handball-Bundesligisten bedeutende Entscheidung wird heute die Geschäftsführung des Unternehmens mit Sitz in Hannover treffen. Doch ob die Grafschafter auch in der nächsten Spielzeit mit dem Zuschuss von rund 250000 Euro rechnen können oder nicht, wird erst verkündet, wenn auch der Landessportbund und der Niedersächsische Fußball-Verband, die zu den Gesellschaftern der Toto-Lotto-Gesellschaft zählen, zu der Auswahl der Vereine gehört worden sind, die vom mit 1,4 Millionen Euro bestückten Werbe-Etat profitieren.
    Die Bekanntgabe, ob der Vertrag zwischen Toto Lotto und HSG, der – wie berichtet – nach nur einem Jahr am 30. Juni offiziell ausläuft, verlängert wird oder nicht, könne sich daher noch bis weit in den April hinziehen, will sich Asmus Weber, der Sponsoring-Leiter des Unternehmens, auf einen Zeitrahmen nicht festlegen lassen. Die Entscheidung, wer wieviel vom Werbe-Etat erhält, liegt nach seiner Darstellung bei der Geschäftsführung mit Dr. Rolf Stypmann und Dr. Christiane Freifrau von Richthofen. Denn es handele sich nicht um die Vergabe von Zweck-Erträgen, sondern um Gelder aus dem Werbe-Etat. Allerdings räumt Weber ein: "Ganz frei von Zwängen ist man ja nie."
    Der HSG wurde mit einer Viertelmillion Euro bisher das größte Stück vom Kuchen zugeschanzt. Doch die Zahl der Anfragen nach Unterstützung ist groß und um alle befriedigen zu können, müsste der Etat 3,5 Millionen Euro hergeben. Unter den rund 100 Vereinen, die sich neu beworben haben, ist mit dem Wilhelmshavener HV auch ein weiterer niedersächsischer Handball-Bundesligist. Zwar hat Stypman jüngst bei einer Pressekonferenz verlauten lassen, Toto Lotto wolle sein Engagement im Handball neu ausrichten, doch den WHV hat er damit wohl nicht im Auge gehabt. "Es macht ja keinen Sinn in Nordhorn nach einem Jahr auszusteigen und sich in Wilhelmshaven neu zu engagieren."
    Der Geldgeber aus Hannover hat an der einst von Ex-Ministerpräsident Sigmar Gabriel initiierten Beziehung zum Werbepartner aus der Grafschaft einiges zu mäkeln, vor allem was die Sponsorenpflege angeht. "Man kann den Euindruck gewinnen", so Weber, "in Nordhorn nimmt man das Geld aus Hannover gerne, aber alles andere ist egal." Und selbst wenn Toto Lotto sich dazu durchringen sollte, noch ein oder gar zwei Jahre als Sponsor bei der HSG zu engagieren, so stellt Weber doch unmissverständlich klar: "Spätestens nach drei Jahren ist Schluss."
    Allerdings wartet er auch mit einer positiven Nachricht für Nordhorn auf. Toto Lotto verbindet eine Partnerschaft mit dem Sportikelhersteller "Puma"; und derzeit sei man bemüht, der HSG einen Ausrüstervertrag mit den Herzogenaurachern zu vermitteln. "Erste Gespräche haben wir schon geführt", gibt Weber den Stand der Dinge wieder.

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    Auch Gilde hat Vertrag gekündigt

    Hannover/fh – Auch das Engagement der Gilde-Brauerei bei der HSG Nordhorn endet offiziell nach dieser Handballsaison. Wie Peter Lehner gestern auf Anfrage bestätigte, sei der Vertrag mit dem Handball-Bundesligisten "prophylaktisch gekündigt" worden. Allerdings ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Wie es weiter geht, kann man noch nicht sagen", erklärte Lehner. Die letzte Entscheidung leige beim Vorstand Michael Beck, der allerdings im Urlaub sei. Die Bierbrauer aus Hannover gehörten mit ihrer Marke Hasseröder ebenfalls zum Kreis der vier Sponsoren, die von Ex-Ministerpräsident Sigmar Gabriel akquiriert worden waren und insgesamt 550000 Euro zum Etat für diese Saison beisteuerten. Der Kontrakt sei für ein Jahr gültig gewesen und hätte sich automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, so Lehner, wenn er nicht fristgerecht gekündigt worden wäre.

    Autor: Schannett (---.mcbone.net)
    Datum: 28.03.03 08:14

    Soeben wurde im Radio verkündet, dass der Freistaat Thüringen das notwendige Geld (zinsloses Darlehen) für die Eisenacher zahlt.
    Das ist doch mal ne gute Nachricht!!

    aus dem scm-forum

    ich rede von europäischem Topniveau, das ist in erster Linie Championsleague. Wann hat denn vor dem SCM das letzte Mal ein deutsches Team den Cup gewonnen. Nichtmal das Finale hat mit Ausnahme der Kieler(1x) eine deutsche Mannschaft gesehen.

    Die Magdeburger und Kieler Gegner hatten genauso verletzte Spieler zu beklagen.

    Essen und Flensburg sind an sich selbst gescheitert und nicht in erster Linie an den ach so starken Gegnern.

    Ich habe das Essen-Spiel in Barcelona und das Flensburg-Spiel in Flensburg live erlebt, und die Gegner waren wirklich nicht überragend.

    Die Bundesliga berauscht sich im Moment an sich selbst!

    diese Aussage des THW-Managers Schwenker mag ja für die Handball-Bundesliga als in sich geschlossenes Produkt gelten, nur wirkt diese Aussage nach dem einzigen Verbleiben des TBV Lemgo in den Halbfinals des europäisches Handballs lächerlich!

    Was sind die Gründe für dieses schon peinliche Abschneiden des deutschen Handballs auf europäischem Top-Vereinshandballniveau (Ausnahme SCM im Vorjahr)?

    Der Großteil der Handball-Weltelite spielt in Deutschland und dann dieses dauernde Scheitern. Sind die anderen Vereine den deutschen taktisch überlegen, spielen sie "härter"? Liegt es an den Trainern?

    Die Attraktivität der Bundesliga in allen Ehren, nur muß es doch zu schaffen sein, dieses immense wirtschaftliche Potential in europäische Erfolge umzumünzen.

    Ich bin da langsam ratlos!

    VfL hat bundesweit 7,5 Millionen Anhänger

    Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts SPORT+MARKT AG hat der VfL Gummersbach bundesweit 7,5 Millionen Anhänger (davon 2,5 Millionen in NRW).
    21 Millionen Deutsche kennen den VfL Gummersbach, damit ist der VfL Gummersbach der bekannteste Handball-Verein in Deutschland.
    Quelle: Studie SPORT+MARKT AG Februar 2003

    ...und warum schauen die 7,5 mio anhänger ihrem VfL
    nicht zu, wenn der zugangsfrei im TV zu sehen spielt?

    des Problems der Aufmerksamkeit der Medien für den Handball könnte man doch lösen, indem jeder Erstbundesligist einen Japaner verpflichtet. Liveübertragungen zumindest nach Japan wären wohl gesichert!

    Wenn ich mir nur das Gedöns um Hamburgs "Sushibomber" verinnerliche.

    Klünder rechnet gnadenlos mit Ex-Coach Lommel ab
    Ehemaliger Geschäftsführer des TuS N-Lübbecke meldet sich nach einer Besinnungsphase zu Wort / "Von Lawrow zum Clown erklärt"

    Von Rainer Placke

    Lübbecke (mx). Udo Klünder hat in den vergangenen Tagen ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Vor einer Woche war die Trennung zwischen dem TuS N-Lübbecke und Klünder bekannt gegeben worden.

    Der ehemalige Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke hat ein paar Tage lang versucht, Abstand zu den Geschehnissen während seiner Tätigkeit in Lübbecke zu gewinnen. Klünder war in den Augen der Fans von Beginn an unbeliebt. "Ich werde allerdings für einige Dinge in der öffentlichen Darstellung verantwortlich gemacht, mit denen ich nichts zu tun habe", so Klünder in einem Gespräch.

    Als erstes meint er damit die Trennung vom ehemaligen Trainer Jörn-Uwe Lommel. "Ich kann schriftlich belegen (Anmerkung der NW-Redaktion: das Dokument liegt vor), dass die Mannschaft mit dem Wunsch an die Geschäftsführung herangetreten ist, sich von Lommel zu trennen. Und solch wichtige Personalentscheidungen sind immer gemeinsam mit Uwe Kölling und dann natürlich in Absprache mit Paul Gauselmann getroffen worden. Ich habe Jörn-Uwe Lommel nicht weggemobbt", so Klünder. "Es waren sachliche Gründe, die zu der viel diskutierten Trennung geführt haben", so Klünder.

    "Es ist in den vergangenen Monaten so viel Schlechtes über mich erzählt worden, so dass ich einige Dinge im Verhältnis zu Jörn-Uwe Lommel klarstellen möchte. Lommel ist zum damaligen TuS Nettelstedt gekommen, als der Klassenerhalt noch möglich war, der Abstieg stand am Ende der Saison. Nach dem Abstieg hat Lommel gesagt, wenn er gewusst hätte, in welch schlechtem körperlichen Zustand die Mannschaft gewesen sei, hätte er den Job nicht übernommen", so Klünder. "Nach dem Abstieg hat Lommel vor allem Dirk Beuchler kritisiert, der könne nicht decken. Dann begann der Neuanfang nach der Insolvenz. Im Zuge des Insolvenzverfahrens wäre es möglich gewesen, die Verträge Edgar Schwanks und Andrej Siniaks aufzulösen. Auf ausdrücklichen Wunsch Lommels wurde darauf verzichtet. Zur Abrundung des Kaders wurde noch Srdjan Skercevic als Kreisläufer geholt", erzählt Klünder.

    "Diese Verpflichtung war meine erste Amtshandlung. Zusammen mit Uwe Kölling wurde Lommels Wunschspieler geholt. Lommel kündigte an, er werde Skercevic zum Nationalspieler machen. Und jetzt?", erinnert sich Klünder. "Nach dem ersten Saisonspiel gegen Altjührden, das mit einem Remis endete, kritisierte Jörn-Uwe Lommel Andrej Siniak und Srdjan Skercevic in der Öffentlichkeit. Siniak hat mir später in einem Gespräch erzählt, so etwas habe er in seiner Karriere noch nicht erlebt", berichtet Klünder.

    "Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer wurde immer schlechter. Jörn-Uwe Lommel beschimpfte während einer Besprechung die Spieler so vehement, dass sich Andrej Lawrow dazu veranlasst sah, sich vor die Mannschaft zu stellen und sich nicht verkneifen konnte, Lommel als Clown zu bezeichnen", erzählt Klünder. "Dann kam das erste Spiel in Wilhelmshaven, wo Lommel den Gegner durch seine Äußerungen (der Mannschaftsbus ist das Beste am WHV) so motivierte, dass wir verloren. Auf Grund der wachsenden Kritik aus der Mannschaft sahen Uwe Kölling und ich uns dazu veranlasst, beim Spiel in Hildesheim hinter der Bank die Geschehnisse zu verfolgen. Auf Grund beleidigender Äußerungen Lommels gegenüber Siniak quittierte das Publikum dieses Verhalten mit Gelächter und Kopfschütteln", ärgert sich Klünder noch heute. Hinzu kam nach Klünders Auffassung die Tatsache, dass Jörn- Uwe Lommel hinter Köllings und Klünders Rücken Jens Buhrmester, Tobias Skerka und Andrej Lawrow bei anderen Vereinen angeboten haben soll. Auf die Antwort Lommels darf man gespannt sein.

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    SPORT

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    „Wir sind eine große Familie“

    28.01. 2003
    INTERVIEW: Handball-Boss Hassan Moustafa unterstreicht den Stellenwert des DHB



    Großbild
    Viseu. Der Kongress der internationalen Handball-Föderation (IHF) in St. Petersburg hat hohe Wellen geschlagen. Die rund 250 Delegierten aus mehr als 90 Mitgliedsverbänden lehnten im November eine Satzungsänderung ab, die entscheidend zur Erneuerung der IHF beitragen sollte. Aus deutscher Sicht war besonders ärgerlich, dass die Kongressteilnehmer die Handball-Weltmeisterschaft 2005 der Männer an Tunesien und nicht nach Deutschland vergeben haben. Am Rande der Titelkämpfe in Portugal traf sich Redakteur Matthias Foede mit dem IHF-Präsidenten Dr. Hassan Moustafa und sprach mit ihm über die strittige Vergabe, die laufende WM und die Zukunft des Handballs.

    Die Vorrunde der WM ist vorbei. Wie lautet Ihr Fazit?
    HASSAN MOUSTAFA: Diese WM ist sehr interessant, da viele neue Mannschaften teilnehmen und stark geworden sind. Wir erleben zum ersten Mal seit langem, dass Deutschland eine so gute Mannschaft hat; auch Frankreich und Spanien haben sich in die Favoritenrolle gespielt. Die WM ist in der Spitze ausgeglichen besetzt, das macht es spannend.

    Sind die zahlreichen Überraschungen für Sie ein Zeichen von wachsender Qualität im Welthandball?
    MOUSTAFA: Guter Handball wird nicht nur in Europa gespielt. Unsere Aufgabe ist es, neue Länder nach vorne zu bringen, zum Beispiel Argentinien oder Grönland.

    Der schwedische Nationalspieler Staffan Olsson hat kritisiert, dass sein Hotel bestenfalls durchschnittlich und die Sporthalle ein komisches Gebäude sei, in dem es immer irgendwo leckt. Außerdem hake es in der Organisation. Kurzum, diese WM sei die schlechteste Handball-Großveranstaltung, an der er je teilgenommen habe. Was sagen Sie dazu?
    MOUSTAFA: Komisch ist, dass die Schweden das nach der Niederlage gegen Slowenien gesagt haben. Leider haben sie nicht mit mir gesprochen. Auch nicht auf der Pressekonferenz, die ich für schwedische Journalisten gegeben habe. Die Schweden müssen uns beweisen, dass wirklich so viel schief gelaufen ist. Von den anderen 23 Ländern habe ich noch nichts gehört.

    Auch der Modus stößt auf Kritik.
    MOUSTAFA: Wir werden mit den 24 WM-Teilnehmern über die notwendigen Veränderungen reden. Allerdings steht schon fest, dass das in Portugal praktizierte System mit vier Vierergruppen in der Zwischenrunde nicht das Gelbe vom Ei ist. Künftig werden wir wieder in zwei Sechsergruppen spielen. Wir haben zudem eine Kommission ins Leben gerufen, die sich mit solchen Problemen beschäftigt. Die Experten kommen aus den wichtigen Handball-Ländern wie Deutschland oder Frankreich.

    In der deutschen Gruppe waren gleich drei sogenannte „Kleine“ vertreten. Tut sich der Handball einen Gefallen, so viele Exoten bei einer WM starten zu lassen?
    MOUSTAFA: Dieses System besteht seit vielen Jahren. Betrachten Sie doch nur Nationen wie Argentinien oder Brasilien, die für positive Überraschungen gesorgt haben. Diese Mannschaften waren vor 20 Jahren so klein wie Grönland oder Australien heute. Man muss solche Länder mitspielen lassen, damit sie irgendwann einmal besser werden und oben mitspielen können. Unser Verband heißt schließlich IHF – Internationale Handball Föderation. Die besteht aus fünf Kontinenten, nicht nur aus Europa.

    Was sind weitere Aufgaben der IHF?
    MOUSTAFA: Demnächst sollen keine unerfahrenen Nationen mehr eine WM-Endrunde ausrichten. Stattdessen geben wir solchen Anwärtern zuerst eine Junioren-WM, bei der sie Erfahrung sammeln können. Außerdem sollten wir stets Reserve-Veranstalter benennen, falls es in Zukunft wieder bauliche Verzögerungen gibt wie hier in Viseu. Es ist zudem unsere Aufgabe, den Handball in den großen Nationen wie USA, Japan und China populärer zu machen. Wir müssen die Kleinen unterstützen, andererseits aber auch die Märkte in den großen Nationen erschließen, damit Handball ein Massenphänomen wird.

    Ist es da nicht ein Widerspruch, dass bei einer WM Australien gegen Grönland vor 100 Zuschauern spielt?
    MOUSTAFA: Das liegt in Portugal vor allem an den hohen Preisen. Würden Sie in Deutschland 15 Euro bezahlen, um so ein Spiel zu sehen? Das ist einfach zuviel. Wir werden zukünftig darauf Einfluss nehmen, schon bei der Frauen-WM in Kroatien im Dezember. Unter anderem deswegen haben wir im Moment Probleme mit den TV-Anstalten, die bei ihren Aufnahmen die leeren Ränge kaschieren müssen. Auch unsere Sponsoren klagen über das geringe Interesse der Zuschauer. Ich kann das verstehen. Ein Handballspiel in einer leeren Halle ist wie ein Theaterstück ohne Zuschauer.

    Sie hätten ein volles Theater haben können, wenn die WM 2005 nach Deutschland vergeben worden wäre. Eine WM 2005 in Deutschland hätte den Handball vorangebracht.
    MOUSTAFA: Das kann nicht ich entscheiden. Auch wenn mir das aus Deutschland vorgeworfen wird. Ich als Präsident habe bei der Abstimmung keine Stimme. Ich war nicht gegen Deutschland. Meiner Meinung nach hätte es den Handball vorangebracht, wenn die WM 2005 in Deutschland stattgefunden hätte. Außerdem habe ich vor der Entscheidung eine Satzungsänderung entwickelt, bei der der Exekutivrat der IHF über die Vergabe einer WM entscheidet und nicht mehr die Vollversammlung, in der alle Mitgliedsländer sitzen. Diese Änderung erhielt allerdings nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

    Können Sie genauer erklären, was sich gemäß ihres Antrages geändert hätte.
    MOUSTAFA: In dem Exekutivrat sitzen die führenden Handball-Nationen sowie wichtige Sponsoren. Das ist eine Art Expertengremium, das über eine sinnvolle Vergabe entscheiden kann. Unliebsame Überraschungen wird es dort nicht mehr geben. Momentan vergibt die Vollversammlung die Weltmeisterschaften. In der Vollversammlung hat jeder Mitgliedsstaat eine Stimme – egal ob es sich es um Deutschland mit rund 800.000 Mitgliedern handelt oder die Cook Inseln mit 25.

    Demnach wollen Sie die paritätische Besetzung der Vollversammlung abschaffen. Dazu müsste allerdings die Vollversammlung ihre eigene Entmachtung beschließen. Ist das realistisch?
    MOUSTAFA: Man muss darüber nachdenken, ob man die Stimmenverteilung nicht anders strukturiert. Dabei habe ich den Eindruck, dass gerade die kleinen Nationen sehr daran interessiert sind, den Handball weiter zu entwickeln Die etablierten Nationen hingegen scheint dies nicht so zu interessieren.

    Geben Sie ein Beispiel.
    MOUSTAFA: In St. Petersburg scheinen sich die Europäer, nicht einig gewesen zu sein. Wenn Europa geschlossen für Deutschland gestimmt hätte, fände die WM 2005 ganz sicher in Deutschland statt.

    DHB-Präsident Ulrich Strombach kritisierte, dass „der Kongress eher Ähnlichkeit mit einem chaotischen Treffen auf einem Basar“ gehabt habe. Er fand es merkwürdig, dass die Teilnehmer aus Syrien und Palästina erst unmittelbar vor der Abstimmung erschienen sind. Strombach unterstellte bei dem knappen Abstimmungsergebnis von 44:46 gegen den DHB Mauschelei.
    MOUSTAFA: Ich empfinde es als billig und falsch, die Verantwortung über den Ausgang der Abstimmung auf meine Person zu schieben. Die Art und Weise, wie ich angegriffen wurde, war unfair und verletzend. Viele Delegierte sind erst spät zu dem Kongress angereist. Der Schwede ist zum Beispiel vor der Abstimmung wieder abgereist.

    DHB-Präsident Strombach hat Konsequenzen angekündigt. Er sagte, dass die Deutschen Sie künftig in keiner Weise mehr unterstützen werden.
    MOUSTAFA: Wir werden am Freitag eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Es gibt sicher ein paar Differenzen, aber keine unlösbaren Probleme. Wir sind eine große Familie. Ich wäre ja verrückt, wenn ich gegen den größten Verband der Welt arbeiten würde. Ich hatte immer gute Kontakte zum DHB. Schließlich hat mich der deutsche Verband bei meiner Wahl 2000 unterstützt. Das habe ich nicht vergessen.

    BILD: Denkt an die Kleinen und Großen: Dr. Hassan Moustafa. FOTO: T. HEYER

    "Noch denke ich nicht an den Abschied"

    Ola Lindgren will sich ganz auf die Weltmeisterschaft konzentrieren, sein letztes großes Turnier als Spieler


    In Portugal beginnt heute die Handball-Weltmeisterschaft. Für Ola Lindgren ist es das letzte große Turnier mit der schwedischen Nationalmannschaft. Der 38 Jahre alte Kapitän der HSG Nordhorn wechselt nach dieser Saison auf den Trainerstuhl beim Grafschafter Bundesligisten, der mit Peter Gentzel, Ljubomir Vranjes und Andreas Larsson drei weitere Akteure für das Drei-Kronen-Team abstellt. Über die WM und seine Ziele in der kommenden Saison bei der HSG sprach mit dem schwedischen Rekord-Nationalspieler (370 Länderspiele) GN-Redakteur Frank Hartlef.
    GN: Die WM-Generalprobe gegen Island gerade noch mit 27:26 gewonnen, davor vier Test-Länderspiele ohne Sieg – die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft lief für Schweden nicht gerade optimal, oder?
    Lindgren: Wir haben nicht so gute Ergebnisse erzielt, das stimmt.
    GN: Aber ...
    Lindgren: ... wir hatten es auch mit schweren Gegnern zu tun. Frankreich ist der amtierende Weltmeister und Jugoslawien war bei der letzten WM immerhin Dritter. Und außerdem haben uns immer einige wichtige Spieler gefehlt.
    GN: In Portugal geht es ab heute in Sao Joao da Madeira gegen Ägypten, Slowenien, Brasilien, Algerien und Dänemark. Wie schätzen Sie die Gegner in der Gruppe D ein?
    Lindgren: Das ist schwer zusagen. Wichtig ist, dass wir einen guten Start haben. Aber mit Ägypten und Slowenien haben wir ein ganz schweres Auftaktprogramm. Diese beiden Teams, die Dänen und wir werden wohl die Zwischenrunde erreichen. Aber weil man die Punkte gegen jene Teams mitnimmt, die weiterkommen, ist es besonders wichtig, gegen die in der Vorrunde zu gewinnen.
    GN: Wen zählen Sie zu den Favoriten auf den WM-Titel?
    Lindgren: Die Weltspitze liegt ganz eng beieinander. Da kommen mindestens sechs Mannschaften in Frage: Deutschland, Russland, Dänemark, Frankreich, Jugoslawien und natürlich Schweden. Aber es gibt auch einige Außenseiter. Nationen wie Slowenien oder Ägypten können sehr unangenehme Gegner sein. Auch Ungarn soll diesmal eine gute Mannschaft haben.
    GN: Schweden gehört als Europameister zu den Favoriten. Wie hoch ist die Erwartungshaltung daheim?
    Lindgren: Der Druck ist natürlich groß. Und nach den Niederlagen in der Vorbereitung wurde in den Zeitungen viel spekuliert: Sind die jetzt zu alt? Aber der Druck ist normal. Schließlich spielen wir seit Jahren bei fast jedem Turnier im Finale mit. Unser Minimalziel ist diesmal der siebte Platz, damit wir uns direkt für Olympia 2004 qualifizieren. Aber wir wollen selbstverständlich um eine Medaille mitspielen.
    GN: Sie haben alles gewonnen – bis auf olympisches Gold. Staffan Olsson und Magnus Wislander, mit denen Sie schon seit der Junioren-Nationalmannschaft gemeinsam für Schweden spielen, halten sich auch für die Spiele im nächsten Jahr in Athen die Tür offen. Und für Sie ist nach Portugal wirklich Schluss?
    Lindgren: Es sieht ganz so aus, ja.
    GN: Überkommt Sie da dabei nicht ein komisches Gefühl?
    Lindgren: Nein. Ich habe mich entschieden, die Arbeit als Trainer zu machen. Und ich freue mich auf diese neue Aufgabe. Ich bin jetzt fast 39. Und es ist schon außergewöhnlich, dass man so lange spielt. Ich versuche, mich jetzt ganz auf die WM zu konzentrieren und nicht an den Abschied zu denken. Schluss ist Schluss – aber noch denke ich nicht daran.
    GN: Sicherlich werden Sie schon einige Gedanken in Ihrem Kopf bewegen, was Ihre Mannschaft für die kommende Saison angeht. Werden Peter Gentzel und Torsten Jansen dann noch dabei sein?
    Lindgren: Peter will am liebsten hier bleiben. Aber er will auch wissen, wie es hier wirtschaftlich weiter geht. Ich denke, das sieht ganz positiv aus. Und daher glaube und hoffe ich, dass Peter in Nordhorn bleibt.
    GN: Und wie steht’s mit Jansen?
    Lindgren: Ich hätte es natürlich am liebsten, wenn alle bleiben. Aber man muss es auch akzeptieren, wenn sich jemand anders entscheidet. Wir dürfen und werden keinen Druck auf Torsten machen. Er hat noch Zeit zum Überlegen und wir haben dann noch Zeit genug, uns möglicherweise um neue Spieler zu kümmern.
    GN: Von ihren Kollegen im Nationalteam werden einige als potenzielle Zugänge bei der HSG gehandelt, vor allem Robert Arrhenius und Martin Boquist. Wie stehen die Chancen?
    Lindgren: Bei Arrhenius haben wir gute Möglichkeiten, ihn zu bekommen. An Boquist sind viele Vereine interessiert, das wird schwer für uns.
    GN: Können Sie in Portugal bei Ihren Mitspielern nicht ein wenig für Nordhorn werben?
    Lindgren: Nein. In der Zeit muss sich jeder ganz auf die WM konzentrieren. Wenn ich mit jemandem Kontakt aufnehmen will, dann mache ich das telefonisch von Nordhorn aus.
    GN: Mal angenommen, die beiden kommen nach Nordhorn. Arrhenius würde Ihren Platz in der Abwehr einnehmen und könnte überdies im Angriff am Kreis spielen; Boquist wäre der dringend benötigte Rechtshänder im Rückraum. Reicht das an Zugängen, wenn alle anderen bleiben?
    Lindgren: Ich denke schon, dann haben wir jede Position doppelt besetzt.
    GN: Und kann sich die HSG die Zugänge Ihrer Einschätzung nach leisten?
    Lindgren: Es sind ja zwei Spielergehälter frei. Meines fällt ab Sommer weg, weil ich Trainer werde. Und Robert Andersson hat bereits den Verein gewechselt.
    GN: Sollte Jansen nach Gummersbach oder Hamburg wechseln, ist dann ihr Freund und Nationalmannschaftskollege Martin Fändesjö wieder ein Thema für die HSG?
    Lindgren: Erst muss Torsten sich entscheiden. Und ich hoffe, dass er bleibt. Wenn er uns verlässt, müssen wir über Alternativen nachdenken. Und dann ist auch Frändesjö ein Kandidat.
    GN: Kent-Harry Andersson hat sechs Jahre lang die HSG Nordhorn entscheidend geprägt. Was hat man von Ihnen als Trainer zu erwarten?
    Lindgren: Ich habe die gleiche Philosophie wie er. Als wird hier genau so weiter gearbeitet.
    GN: Können Sie einmal genauer erklären, was hinter dieser Philosophie steckt?
    Lindgren: Wir kommen beide aus der schwedischen Handball-Schule. Das bedeutet, wir lassen schnellen, attraktiven Handball spielen. Die Angriffe sind kollektiv gebunden, aber jeder Spieler hat die Freiheit, sich individuell zu entfalten. Und in der Abehr spielen wir eine 6:0-Formation, aus der sich die schnellen Gegenstöße aufbauen.
    GN: Außer Andersson haben Sie über Jahre mit Nationaltrainer Bengt Johansson zusammen gearbeitet. Inwieweit hat Sie das geprägt?
    Lindgren: Natürlich wird man von seinen Trainern beeinflusst. Aber jeder Trainer hat seine eigene Art, auch als Persönlichkeit.
    GN: Was werden sie in der täglichen Arbeit anders machen als Ihr Vorgänger?
    Lindgren: Ich will zum Beispiel einen Co-Trainer haben, das ist ganz klar. Wir haben uns konkret noch keine Gedanken gemacht, wie der Posten besetzt werden kann. Aber es gibt zum Beispiel im eigenen Verein einige Kandidaten, die das machen könnten. Die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft muss intensiver werden. Der Sprung darf nicht mehr so groß sein. Deshalb müssen die Spielkonzepte identisch sein.
    GN: Nach der WM geht’s gleich weiter in der Bundesliga. Was trauen Sie sich und Ihren Kollegen da zu?
    Lindgren: Ganz ehrlich – um einen Europacup-Platz zu schaffen, muss es schon optimal laufen. Wir haben mehr Auswärts- als Heimspiele. Da ist Platz sechs bis neun in der Asbchlusstabelle ein realistisches Ziel.
    GN: Und im Europacup?
    Lindgren: Der ist für uns Spieler unheimlich reizvoll. Ich glaube, dass wir auch gegen Astrachan sehr gute Chancen haben. Barcelona ist eine Klasse für sich; ansonsten kann in diesem Wettbwerb jeder gegen jeden gewinnen. Und wenn wir ein bisschen Glück haben, dann können wir bis ins Finale kommen.

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    Handball-Bundesliga: SCM-Pokerspiel mit Friedrich und Gentzel


    Torsten Friedrich hatte in jüngster Vergangenheit mehrfach Grund, sich so ausgelassen zu freuen. Der Torhüter erwies sich als große Verstärkung für den Champions-League-Sieger SC Magdeburg. Foto: A. Ruland

    Magdeburg - Einen Schritt auf dem Weg zur Klärung der Frage, wer in der Saison 2003/2004 das Tor des SC Magdeburg hüten wird, unternahm der Handball-Bundesligist gestern. Torsten Friedrich, dessen Vertrag bis zum 30. Juni 2003 datiert ist, erhielt ein neues Ein-Jahres-Angebot. Für Irritation sorgt jedoch, dass sich der Verein gleichzeitig weiterhin um den Schweden Peter Gentzel (HSG Nordhorn) bemüht. Denn auch der Franzose Christian Gaudin (bis 30. Juni 2004) steht noch auf der SCM-Gehaltsliste.


    In Magdeburg herrscht weiter Irritation um Besetzung der Torwartposition
    Mitten im Umzugsstress erfuhr der 31-jährige Torsten Friedrich gestern in Herdecke beim Verstauen seiner Möbel vom Angebot des SCM. "Einen Kommentar kann ich dazu nicht abgeben, da ich bislang keine Details kenne. Das Gespräch mit meinem Berater werde ich erst am späten Abend in Ruhe führen, wenn ich wieder in Magdeburg bin", erklärte der Torhüter am Nachmittag.

    Äußerst verhalten reagierte sein Manager Frank Schoppe in Hille, der die Laufzeit Offerte zwar nicht bestätigen wollte, aber vielsagend meinte: "Richtig ist, dass ich gestern Mittag ein schriftliches Angebot für Torsten Friedrich per Fax aus der SCM-Geschäftsstelle erhalten habe. Zu den Modalitäten möchte ich nur so viel sagen: Es gibt noch erheblichen Gesprächsbedarf."

    Das offenkundige Pokerspiel des SCM verwundert insofern, weil bekannt ist, dass ,Fichte' auf Grund konstant guter Leistungen, die auch Manager Bernd-Uwe Hildebrandt mehrfach öffentlich bestätigte, von Konkurrenten hofiert wird.

    Sollte der zu Beginn der Saison von der SG Solingen gewechselte Friedrich aber den unterbreiteten Vorschlag akzeptieren oder einen eventuell nachgebesserten Vertrag unterzeichnen, würde aber auf der Torhüterposition noch keine Klarheit herrschen. Denn Trainer Alfred Gislason bestätigte gestern auf Nachfrage: "Peter Gentzel ist nicht nur für mich der stärkste Torhüter der Liga. Wir bemühen uns weiter um ihn. So viel ich weiß, ist noch alles möglich."

    Gentzel-Spielerberater Jochen Bergener bestätigte gestern der Volksstimme, dass es "derzeit Gespräche mit dem SCM gibt. Peter wird sich vermutlich im Laufe der nächsten zwei Wochen entscheiden, wo er in der kommenden Saison im Tor steht."

    Bergener, der auch den auf dem "Absprung" befindlichen SCM-Abwehrrecken Anthony Pistolesi (Volksstimme berichtete) unter seinen Fittichen hat, ergänzte: "Pistolesi wird nach Leon fliegen, um dort zu verhandeln. Sollte ein längerfristiges Angebot vorliegen, würde er wohl zum 15. Januar wechseln."

    Sollte der Coup gelingen, den 34-jährigen Welt- und Europameister Gentzel aus Schweden aus seinem laufenden Kontrakt mit der HSG Nordhorn (bis 30. Juni 2006) herauszubekommen, hätte der SCM jedoch wieder das Luxus-Problem mit drei "letzten Instanzen". Bis vor kurzem hatte der Club mit Gaudin, Friedrich und dem Dänen Sune Agerschou, der nach sechs Monaten auf dem "Abstellgleis" kürzlich zu Skjern HB wechselte, erneut drei Keeper auf dem Lohnzettel. Gislason: "Wir gehen definitiv mit drei Torhütern in die nächste Saison. Die Nummer drei wird Martin Ziemer sein."

    Und wer bildet die Rangliste davor? "Bislang sieht alles nach dem Duo Friedrich/Gaudin aus", sagte der SCM-Coach. Wie schwer es wird, diese Reihenfolge zu ändern, dokumentiert, dass der 1,99-Meter-Hüne Gentzel zu Saisonbeginn sogar eine 20-prozentige Gehaltsreduzierung seines wirtschaftlich angeschlagenen Arbeitgebers akzeptierte.

    Gut informierte Kreise behaupten, dass der Schwede (geschätztes Netto-Jahreseinkommen 160000 Euro) darauf nicht hätte eingehen müssen, weil er eine Klausel in seinen Vertrag (Sonderkündigungsrecht im Fall von Zahlungsschwierigkeiten des Vereins) hat aufnehmen lassen.

    Doch Gedankenspiele hat der Isländer Gislason trotzdem bereits durchexerziert, falls der Schwede (173 Länderspiele), der gestern in seiner Heimat ins WM-Vorbereitungstrainingsquartier nach Jönköping reiste, kommen sollte: "Da ,Fichte' zuletzt stabil gut gehalten hat, würden wir mit ,Kiki' reden, um eine Lösung zu finden."

    Der zweifache Weltmeister aus Frankreich hielt sich in dieser Personaldebatte bislang zurück, meinte jedoch bereits vor einigen Wochen. "Wenn permanent hinter dem Rücken mit anderen Torhütern gesprochen wird, was wir als Insider natürlich mitbekommen, dann stärkt das nicht unbedingt die eigene Psyche. In letzter Zeit wird ja alle paar Tage ein neuer Name genannt", brandmarkt der 35jährige Keeper die nicht unumstrittene SCM-Personalpolitik.

    An negative Auswirkungen auf Grund eines eventuell jetzt einsetzenden mangelnden Vertrauensverhältnisses zwischen Torhütern und Verein glaubt Gislason für die nächsten entscheidenden Monate nicht: "Wir sind alle Vollprofis, 100 Prozent erfolgssüchtig. Für Animositäten ist kein Platz in diesem Geschäft. Und das weiß jeder."

    Von Mathias Fischer

    VST vom 09.01.

    "Am liebsten würde ich bleiben"

    Jansen hat Entscheidung über Zukunft noch nicht getroffen

    fh Nordhorn. Der Blick zurück auf das letzte Handballspiel des Jahres fiel bei Torsten Jansen zwiespältig aus. "Wie wir mit unseren Chancen umgegangen sind", sagte der Linksaußen der HSG Nordhorn nach der Partie gegen den Wilhelmshavener HV, "das war fast schon fahrlässig." So wurde das Derby der beiden niedersächsischen Bundesligisten trotz einer 13:5-Führung für die Gastgeber noch einmal richtig spannend. Doch nicht nur weil er und seine Kollegen den Aufsteiger zum Ende des zweiten Abschnitts wieder auf Distanz hielten, schaute Jansen nach Spielschluss noch einmal mit glänzenden Augen aus dem Kabinengang auf die Spielfläche. "Das war eine Riesen-Stimmung heute", war er von der Kulisse mit 4000 Zuschauern beeindruckt, "so müsste das immer sein."
    So hat ihm der beste Besuch in dieser Saison die Entscheidung, wie es nach dieser Saison weiter geht, wieder etwas schwerer gemacht. Jansen ist der zweite Spieler neben Robert Andersson im Aufgebot des deutschen Vizemeisters, dessen Vertrag nach dieser Saison ausläuft, doch liegt dem Flügelspieler ein Angebot seines jetzigen Arbeitgebers vor. "Ich würde wirklich am liebsten hier bleiben", sagt er und versichert glaubhaft. "Das ist jetzt nicht nur so ein
    Doch zumindest bei ihm scheinen die Gespräche mit Beirat und Management noch nicht alle Zweifel beseitigt zu haben, was die wirtschaftliche Perspektive der HSG angeht. Und so gerät er allmählich unter zeitlichen Druck, weil vor allem der VfL Gummersbach auf seine Offerte dringend eine Antwort erwartet. Doch dem Vernehmen nach soll auch der HSV Hamburg nachhaltig sein Interesse am Linksaußen bekundet haben; dort wirkt mit Bob Hanning seit kurzem Jansens Trainer aus gemeinsamen Zeiten bei der SG Solingen.
    Herrscht bei manchen noch Skepsis über die wirtschaftliche Perspektive vor, so hat sich bei anderen verhaltener Optimismus breit gemacht. "Es ist ja noch ein halbes Jahr Zeit", gibt Maik Machulla zu bedenken, dass noch einige Monate bleiben, in denen der fehlende Betrag im Etat für die nächste Spielzeit aufgebracht werden könne. Er glaubt: "Das ist zu schaffen."

    http://www.gnonline.de

    ...das ist Sport, für den Herr Poschmann gerne und viel
    Geld der Gebührenzahler einsetzt!

    Comeback mit 39 gegen Thomas Ulrich
    Knast-Boxer Rocky:
    Millionen-Kampf im ZDF

    Von JÖRG LUBRICH


    Halbschwergewichtler Thomas Ulrich soll im „Duell der Berliner“ gegen Rocky boxen




    Trainiert in Duisburg für sein Comeback: „Grace“ Rocchigiani



    Morgen feiert der Berliner Graciano Rocchigiani seinen 39. Geburtstag. Gerade rechtzeitig hatte dafür der Hamburger Box-Promoter Klaus-Peter Kohl verkündet: „Das große Berliner Duell Rocky gegen Ulrich kommt. Ganz sicher.“ Es wird immer konkreter. BILD erfuhr: Der Millionenfight wird vom ZDF übertragen. Rocky ist sich mit dem Sender einig geworden. Als Austragungsorte sind Köln und Dortmund im Gespräch.


    Graciano Rocchigiani wird etwa 1,5 Millionen Euro für sein Comeback in den Boxring nach 279 Tagen Knast bekommen. Die Kohle muss sich der Ex-Weltmeister mit beiden Fäusten verdienen, weil der zu 31 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilte Weltverband WBC noch keinen Cent überwiesen hat.

    Harkimo: Noch eine Halle


    Stuttgart - Harry Harkimo, Investor und Betreiber der Hamburger Color-Line-Arena am Volkspark, will auch in Stuttgart eine Multifunktionshalle bauen. Der Finne gehört zum Bewerberkreis für den Bau der Robert-Bosch-Halle (16 000 Zuschauer, 80 Millionen Euro), die im Rahmen des Umbaus der Hanns-Martin-Schleyer-Halle zusätzlich errichtet werden soll. Harkimo hat gute Aussichten, den Zuschlag zu bekommen. Hauptattraktion der neuen Arena, die eine Kopie der Hamburger sein wird, soll Eishockey werden. masch

    erschienen am 28. Dez 2002 in Sport
    Hamburger Abendblatt

    Göppingen?
    Pfullingen?