ZitatAlles anzeigenNeue Trägergesellschaft soll Handball mittelfristig sichern
Mehr als nur ein Rettungsanker
Von Melanie BachhuberNÜRNBERG — Gerettet: Mit einer neuen Trägergesellschaft und einem breit gefächerten Sponsorenpool starten die Handballerinnen des 1. FC Nürnberg in die Zukunft. „Leistungshandball auf dem bisherigen Niveau ist gesichert“, so gestern der Vorsitzende des Vereins 1. FCN Handball, Hans-Georg Woertge.
Details über Geldgeber und konkrete Pläne wurden nicht genannt. Sicher ist: Die neu gegründete „Sportförderung Noris GmbH“ wird ab 1. Juli die Nachfolge der insolventen 1. FC Nürnberg Handball-Marketing GmbH & Co. KG antreten. „Damit nimmt der e.V. wieder mehr Einfluss“, erklärte Woertge, der den Anteil des Vereins an der neuen Gesellschaft auf „etwas mehr als 25 Prozent“ bezifferte. Die übrigen Anteile werden von den Nürnberger Rechtsanwälten Gunter Wagner und Martin Pöll gehalten. Sie vertreten Geldgeber, die ausdrücklich nicht öffentlich genannt werden wollen. „Die Leute im Hintergrund sind Freunde des Handballs mit großer Anerkennung für die Leistung der Mannschaft“, so Wagners wenig aussagekräftige Formulierung.
Als neuer Geschäftsführer wird Andreas Michallek fungieren, der als Handball-Manager in Forchheim, als Leichtathletik-Trainer und Manager beim LAC Quelle Fürth und als Organisator des Leichtathletik-Sportfestes „Live“ im Frankenstadion langjährige Erfahrung im Sportsponsoring hat.
Seine Aufgabe ist es auch, mit den bisherigen Sponsoren über eine weitere Zusammenarbeit zu verhandeln; die Universa hat dem Verein ihre Zusage bereits gegeben. Gesellschafter Pöll sprach von „zusätzlich 12 bis 14“ potenziellen Geldgebern: „Unser Konzept ist breit angelegt und nicht nur Rettungsanker, sondern mittel- bis langfristig gedacht.“ Der Saisonetat beträgt wie bisher rund 500 000 Euro.
Hätte man für die Finanzprobleme nicht eine tragfähige Lösung gefunden, hätte das tatsächlich das Aus für den Bundesliga-Handball bedeutet. Mit einem „Hilferuf“ war die alte GmbH-Führung mit Hauptgesellschafter Raimund Gründler und Geschäftsführer Markus Schüle am 13. April an die Öffentlichkeit gegangen, nachdem Zahlungen des von Ex-FCN-Handballchef Bernhard Keltsch geführten Hauptsponsors Pasta Campione ausgeblieben waren, Spielerinnen und Trainer auf Gehälter warteten und sich Rechnungen anhäuften. Man müsse kurzfristig ein Finanzloch von 80 000 Euro stopfen, um die aktuelle Spielzeit zu Ende bringen zu können, hieß es. „Die neue Saison steht“, war aber gleichzeitig verkündet worden.
Vereinsboss Woertge sagt jedoch: „Die Marketing GmbH hat keinen nachvollziehbaren Haushalt für die Saison 2005/2006 vorgelegt und den Verein in eine brenzlige Lage gebracht. Nur durch das persönliche Engagement aus Verein und Umfeld ist es gelungen, die Lizenz zu sichern.“ Der e.V. ist zwar seit jeher Lizenzinhaber, hatte sie aber vertraglich auf die Marketing GmbH übertragen. An dieser hatte der Verein aber keine Anteile und folglich auch keinen Einfluss. Das soll sich nun ändern. Durch die Beteiligung an der neuen GmbH, aber auch dadurch, dass der zweite Vereinsvorsitzende, Torwarttrainer Kurt Mäder, Manager und Sportlicher Leiter wird.
Die Spielerinnen wünschen sich nichts mehr, als ein Ende des Chaos’ - und das Geld, das ihnen zusteht. „Das ist alles schön und gut“, sagt Barbara Strass. „Jetzt müssen aber auch die restlichen Schulden beglichen werden.“ Ob die Spielerinnen neben dem Insolvenzausfallgeld, das drei Gehälter abdeckt, weitere ihnen zustehende Gelder bekommen - vier bis sechs Gehälter und weitere zugesicherte Zahlungen -, ist fraglich. Die neue GmbH will Altlasten jedenfalls nicht übernehmen, aber die Anwälte der „Handball-Kanzlei“ des früheren Tuspo-Trainers Gerd Stulle, Wagner und Pöll geben Rechtsbeistand.
Wagner, Ex-Bundesliga-Handballer der CSG Erlangen und ehemaliger Trainer des VfB Forchheim, sagte, man werde alles tun, damit die Club-Frauen im Falle der Meisterschaft die teure Champions League spielen können. Die wird aber nicht nur kostenintensiv, sondern wegen langwieriger Qualifikationsrunden auch anstrengend. Auch deshalb erweitert der 1. FCN seinen bis jetzt sehr kleinen Kader. Erster Neuzugang ist die Ungarin Hortenzia Szrnka, 23-jährige Rückraumspielerin vom FHC Frankfurt/Oder. Zudem hat der Club mit Sarah Walczik eine Juniorennationalspielerin verpflichtet, die per Zweitspielrecht weiter für ihren bisherigen Verein HG Quelle Fürth antreten kann. Sie soll auch Barbara Strass entlasten, die Club-Trainer Müller für ein weiteres Jahr zugesagt hat. Alle aktuellen Spielerinnen haben ein Angebot erhalten. Heute sollen die letzten Unterschriften folgen, so dass die jetzige Erfolgsmannschaft zusammen bleibt.
Beiträge von hacklberry
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Und ob er aufm Feld ner Spielerin was sagt oder betreffende zu sich an die Bank holt ist unterm Strich auch sowas von egal würd ich mal sagen.
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Original von härter_schneller
so so. szrnka.wenn der pleitegeier erst kreist, dann kauft sich's noch mal so schön ein.
Das Problem ist nicht die nächste Saison, sondern das in der aktuellen Saison kalkulierte Einnahmen fehlen.
Aber auch dieses Problem scheint gelöst.
ZitatAuch im Umfeld des FCN Handball wird an der Zukunft gearbeitet: In dieser Woche soll eine neue Trägergesellschaft gegründet werden, die statt der maroden bisherigen GmbH künftig mit dem e.V. zusammenarbeitet. Nicht mehr Markus Schüle wird dann die Geschäfte führen, sondern ein neuer Mann, der morgen vorgestellt wird. Dessen Aufgabe ist es auch, mit den bisherigen Sponsoren zu verhandeln. Des weiteren gibt es einen neuen Hauptgesellschafter und Geldgeber, dessen Name noch geheim ist. Er hat mit den aktuellen Spielerinnen bereits Vertragsgespräche geführt. Auch die Weichen für von Trainer Herbert Müller geforderte Neuzugänge sind gestellt.
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Link ist inzwischen korrigiert.
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Aus der Nürnberger Zeitung
Belastung und miese Belohnung:
Müller greift Funktionäre an
NÜRNBERG — Es muss schon viel passieren, bis Herbert Müller seine gute Laune verliert. Aber inzwischen ist er richtig sauer auf die Funktionäre der Handball-Bundesliga - Grund: die vielen, zum Teil völlig bedeutungs- losen Spiele, die arg an die Substanz gehen, und die Tatsache, dass der 1. FC Nürnberg als Gewinner der Hauptrunde A nun offensichtlich keinen Platz im EHF-Cup bekommt, sondern nur im Challenge Cup. weiterlesen -
Aus der NZ:
NÜRNBERG — Stehende Ovationen in der BBZ-Halle für ein hart erkämpftes Unentschieden: Die erfolgsverwöhnten Fans der Nürnberger Handballerinnen bewiesen nach dem 31:31 (13:16) gegen RK Podravka Vegeta Koprivnica mit ihrem Applaus viel Feingefühl für die Leistung der Club-Frauen im Halbfinal-Hinspiel des Europapokals der Pokalsieger. weiterlesen
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Auch in den lokalen Medien hier in Nbg hiess es schon mehrfach das Babsi Strass, die inzwischen eh wieder in Österreich wohnt, sich nach Saisonende um die Familienplanung kümmern will.
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Die Fernsehübertragung des Finales ist aber sehr abhängig vom Ort. Der MDR würde vermutlich schon übertragen.
Ob evtl auch der BR sich nochmal zu ner Handballübertragung überreden lässt vermag ich nicht einzuschätzen. Aber die sonstigen Dritten Programme werden wohl nicht mehr interesse als bisher zeigen.
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Nürnberg zieht für das Spiel gegen Togliatti wegen Hallenproblemen in die Arena Nürnberger Versicherung (8.200 Plätze) um.
Ausserdem überträgt der BR3 die erste Halbzeit in einer Zusammenfassung und die zweite Hälfte Live.
http://www.fcn-handball-bundesliga.de/FC-NBG-0405/Eu…kalsieger5.html
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Dass die Rumänischen Mannschaften im Challenge Cup sooo stark auch wieder nicht sind hat man letztes Jahr in Nürnberg sehr deutlich gesehen.
Für nen ordentlichen Bundesligisten sind wohl alle Mannschaften im Challengecup besiegbar.
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Nürnberg gewinnt das erste Spiel in Vac mit 32:25. Dadurch is ne gute Chance da morgen trotz zweier Auswärtsspiele weiterzukommen.
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Der 1. FC Nürnberg hat sein Heimrecht im Achtelfinale des Europapokals der Pokalsieger an Vac NK aus Ungarn abgetreten. Nachdem das Los zunächst Nürnberg das Heimrecht gab, stellten sich organisatorische Probleme ein, da am 12. Februar sämtliche Hotels in der Stadt wegen der Spielwarenmesse ausgebucht sind. Das Heimrecht zu tauschen lehnten die Ungarn kategorisch ab. Da zwischen Halle und Hotel aber nicht mehr als 30 km liegen dürfen, trat der DHB-Pokalsieger sein Heimspiel ab. Der Gegner bezahlt somit nahezu alle anfallenden Kosten.
Die Mannschaft fliegt am Freitag, dem 18. Februar, 8.30 Uhr, nach Ungarn, spielt dort am 19. und 20. Februar beide Partien und begibt sich anschließend auf die Heimreise. Gegen 21.50 Uhr landet der Club am Sonntagabend in München. Wann am 19. Februar der Anwurf erfolg, ist noch offen. Am 20. Februar beginnt das Spiel um 15 Uhr und wird live im ungarischen Fernsehen übertragen.
Quelle:http://www.fcn-handball-bundesliga.de
Sicher ist die Region Nürnberg zu der Zeit Hoteltechnisch dicht. Mich würde aber nicht wundern wenn es dem Management recht gelegen kommt dass es so ist.
Beide Spiele in Ungarn bedeuten wohl das Ende im Cupwinners-Cup
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Nehmen wir mal die Deutsche Eishockey Liga. In deren ersten Jahren meinten die offiziellen auch mit allerhand "genialer" Modi die attraktivität zu steigern. Was war das Resultat? Nach etlichen Jahren wechselnder Modi ging man zum alten Modus zurück. Ähnliches befürchte ich im Handball auch und da sollte man vorsichtig zu sein sonst haftet einem in der Aussendarstellung schnell ein nicht so toller Ruf an.
Die beiden Interessanten Spiele für das Fernsehen entstehen aber weder durch die Vor- noch die Hauptrunde A/B. Wenn man alles auf die beiden Spiele reduziert hätte man so einen komplizierten Modus auch nicht gebraucht. Playoffs hätte man nach dem alten Modus auch einführen können.
Ich bleibe dabei der Modus erreicht nur eines die Kluft zwischen den Grossen und Kleinen noch grösser zu machen.
Und ob das Fernsehen wirklich interesse hat ist eine andere Frage. Ich bezweifle stark dass im Falle Nürnberg der Bayrische Rundfunk das Finale übertragen würde.
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Wenn man sich den bisherigen Saisonverlauf ansieht kann man nur hoffen, dass dieser Schwachsinnige Modus mit halber Vorrunde und der nutzlosen Hauptrunde A wieder abgeschafft wird. Ob erster oder sechster ist in dieser Runde ja nahezu egal. Wenn man sich es so ansieht wird der Tabellenzweite womöglich einen stärkeren Gegner bekommen als der Dritte. Der vorteil des zweiten Spiels zuhause ist nur marginal.
Davon abgesehen dass der Modus anders als behauptet keinen Zuschauer mehr bringt, nein sogar höchst ungerecht den Mannschaften aus der Hauptrunde B ist. Gegen so manche Spitzenmannschaft gar kein Heimspiel dafür zwei Spiele gegen z.B Kirchhof.
Man kann nur hoffen dass der HCL nicht in die obere Gruppe kommt und dadurch sein Gewichtiges Wort in die HBVF einbringt. Playoffs sind evtl gar nicht so schlecht aber wenn sollte man sich nicht überlegen ob wenn Playoffs nicht auch gleich best-of-three zu spielen. Das würde zwar die Kluft zwischen den "Grossen" und "Kleinen" noch grösser machen aber das interessiert scheinbar eh keinen.
Welchen Modus ich auch nicht gut aber jedenfalls besser als den aktuellen finde ist der der Volleyballbundesliga der Frauen. 12 Mannschaften normale Runde jeder gegen jeden. Danach werden die ersten 6 und die letzten 6 wie im Handball aufgeteilt. Die Punkte werden in diese Finalrunden übernommen. Es spielt nochmal jeder gegen jeden und der Erste ist Meister. Das ganze wären 4 Spiele mehr als sinnvolle Playoffmodi. Aber immerhin für alle Mannschaften gleich viele Spiele
Wenn Playoffs finde ich eine Rückkehr zum alten Modus mit anschliessenden Playoffs das einzig sinnvolle und gerechte.
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Im Handballentwicklungsland Franken ist ein "Europacupsieg" wohl besser zu vermarkten als "nur" der der Deutsche Pokal.
Man muss bedenken, dass der Pokalsieg in Riesa dem Bayrischen Fernsehen gerade mal ne kurze Ergebnismeldung wert war. Von Beiträgen oder gar Studiogästen ist hier nur zu träumen.
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Die Handballfrauen des 1.FC Nürnberg gewinnen nach einer 33:29 Niederlage in Deva den europäischen Challenge Cup.
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@ Laggy
Das findet an den kommenden beiden WE statt. Erst in Nbg (15.05.2004, 18.00) und eine Woche (22.05.2004, 10.00 , ja die Uhrzeit stimmt wirklich) später in Deva.
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Im Sinne aller ist dieses Thema Punktabzug zum Glück sportlich gelöst worden.
Eines will ich trotzdem noch sagen. Jede regional ansässige Zeitung "muss" ja fast Partei ergreifen. Nein ich will das was in NN/NZ geschrieben nicht gutheissen weil das beiden Zeitungen eigentlich nicht würdig sind. Und die Verfasser der Berichte beider Zeitungen haben auchg schon über andere Regionale Mannschaften ziemlich besch..... berichte geschrieben. Meiner Meinung liegt das an der Qualität der Journalisten
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Original von sofahocker
im Nürnberger Umfeld muss halt noch sehr viel professioneller werdenWas auch scheinbar versucht wird wenn man den Gesellschafterwechsel sieht.