Original von Obida
Also mal ein Tipp für alle noch aktiven Schiedsrichter:
Mein Gespannpartner und ich, wir handhaben das so, das wir als Torschiedsrichter direkt nach einem Tor an der Seitenlinie entlang, bis etwa 2-3 m hinter die Mittellinie sprinten. Während dessen beobachtet der ehemalige Feldschiedsrichter die zurück-/vor- laufenden Spieler und achtet dabei auf versteckte Fouls. Er bewegt sich ebenfalls an der Seitenlinie entlang, allerdings auf der anderen Seite und rückwärts laufend.
So haben wir beim Anwurf alle Spieler im Blick, sowohl den Anwurfausführenden und seine Mitspieler, als auch die abwehrende Mannschaft (3m-Abstand zum Anwurfausführenden; sperren von Spielern die schnelle Mitte nutzen wollen-Tempogegenstoß;2.Welle).
Natürlich wird jetzt gesagt das klappt niemals -die Spieler sind schneller als die Schieris, aber probiert es erst mal aus... Es klappt in 95% aller Fälle vor dem Anwurfausführenden an der Mittellinie zu stehen, und von der Seitenlinie aus hat man alle Angreifer im Blick.
...und wenn ein Außenspieler voreilig über die Mittellinie läuft, dann pfeifen wir nicht an, und korrigieren die fehlbaren Spieler. Gerade in der Anfangsphase eines Spieles sollte man das ruhig 2-3 mal machen, dann gewöhnen sich die Spieler sehr schnell daran und wissen damit auch, das die Schiedsrichter auf die Anwurfaufstellung achten - was sie dann automatisch auch selber machen.
Wir geben beim Anwurf auch immer ein Zeichen, wir zeigen mit dem Arm in Spielrichtung,wenn wir mit der Anwurfaufstellung zufrieden sind und pfeifen umgehend an, ansonsten zeigen wir mit dem Arm gegen die Spielrichtung, dann merken die Spieler recht schnell, das sie nicht korrekt Anwurfaufstellung bezogen hat.
Natürlich gibt es bei der schnellen Mitte auch eine Toleranz von wenigen Zehntelsekunden, aber ich denke, damit kann jeder leben, auch die Schiedsrichterbeobachter (BEOs ???), denn schließlich arbeiten die ja auch nicht mit einem Videobeweis, ob ein Angriffsspieler beim Anpfiff jetzt schon wenige cm in der gegnerischen Hälfte war oder nicht.
Zum notieren der Tore:
Also ich persönlich möchte auch nicht darauf verzichten meine Tore selber zu notieren, da einige Zeitnehmer bei uns im Bezirk eigentlich keine Ahnung vom Handball haben und meistens nur einen Zeitnehmer-Lehrgang belegt haben, damit der eigene Verein keine Strafen vom Verband auferlegt bekommt. Oft wissen die ZN/SK nicht, was sie im Spielbericht einzutragen haben.
Wir notieren unsere Tore im übrigen meistens während des Laufens, was mit ein bißchen Übung auch ganz gut klappen kann. Dabei kommt es schließlich nicht auf Schönschrift an sondern vielmehr darauf , dass man sich selber zurechtfindet.
So, ich glaube das reicht...
p.s. das lässt sich übrigens auch ganz gut von Einzelschiedsrichtern umsetzen...