Beiträge von Jenny

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    Ein perfektes Wochenende

    Köln – Alfred Gislasons Reise in die sportliche Vergangenheit war am Sonnabend von Erfolg gekrönt. Als Olympiasieger Thierry Omeyer mit seiner 21. Parade einen Kempa-Trick-Versuch von Gummersbachs Momir Ilic verpuffen ließ, stand der 32:27-Triumph beim ehemaligen Klub des neuen THW-Trainers längst fest. „Dieser Sieg war enorm wichtig, nicht weil er gegen meine alten Freunde zustande kam, sondern weil wir erneut auswärts bei einer ganz starken Mannschaft gewonnen haben“, sagte Gislason.
    Der zweite Big-Point-Coup nach Mannheim war zugleich der fünfte Sieg im sechsten Bundesligaspiel. Der THW rangiert punktgleich mit Tabellenführer Lemgo auf Platz eins und schickt sich an, seiner chronischen Favoritenrolle erneut gerecht zu werden. Und die Konkurrenz spielt mit: Flensburg ließ leichtfertig einen Zähler in Wetzlar liegen, Hamburg patzte in Großwallstadt und die Rhein-Neckar Löwen suchen auch mit Wolfgang Schwenke am Regiepult vergeblich nach ihrer Stärke. In Nordhorn kassierten die Mannheimer ihre zweite Niederlage und liegen mit sechs Minuspunkten weit im Meisterrennen zurück. Ein perfektes Wochenende für die „Zebras“.
    Dabei kamen sie in der 20000 Zuschauer fassenden und mit rund 8500 Fans nur luftig besetzten Kölner Arena schwer in Tritt. Die defensive 6:0-Abwehr war viel zu zahm, Gummersbach suchte und fand die Lücken, durfte sich zudem auf den bärenstarken Nandor Fazekas im Tor verlassen und hatte in Momir Ilic den torhungrigsten Angreifer der ersten 30 Minuten. Siebenmal traf der Serbe in dieser Zeit, je zwei Tore steuerten die Ex-Kieler Adrian Wagner und Viktor Szilagyi zur verdienten VfL-Halbzeitführung bei. Diese fiel mit dem 17:16 allerdings sehr glimpflich für den THW aus.

    Erfreulich war das Comeback von Nikola Karabatic, der nach 17 Minuten ins Feuer geschickt wurde, sein erstes Saisontor in der 21. Minute erzielte, gewohnte Tugenden wie Kampfgeist, Durchsetzungsvermögen und Abwehrstärke in die Waagschale warf und vor allem mit seiner mitreißenden Körpersprache große Präsenz zeigte. Bester Angreifer (8 Tore) aber war Kim Andersson. Kiels Linkshänder scheute keinen Zweikampf, band stets zwei Gegenspieler, holte Siebenmeter heraus und war oft nur auf Kosten von Zeitstrafen zu bremsen. Seine Offensivkraft tat den „Zebras“ gut. VfL-Trainer Sead Hasanefendic ärgerte sich. Sein Team habe stark gespielt, „am Ende der Halbzeit aber zu viele einfache Fehler gemacht“, klagte der 60-Jährige. Außerdem hätten die Schiedsrichter bei der Verteilung der Zeitstrafen ein falsches Maß angewandt, monierte Szilagyi. „Die beiden gegen mich waren zu hart. Ich hätte gerne länger in der Abwehr gespielt, schließlich kenne ich Kiels Spielzüge.“
    Man sei frustriert über die eigene schlechte Leistung gewesen, erzählte THW-Kapitän Stefan Lövgren, „die Halle war tot und wir waren tot.“ Leben ins Kieler Spiel brachte die von Alfred Gislason verordnete offensivere 5:1-Deckung, außerdem ging ein Ruck durch das gesamte Team. Plötzlich funktionierte die zweite Welle, die die leichten Tore produzierte. Ilic und Co. umkurvten vergeblich und kräftezehrend den starken THW-Abwehrverband, hinter dem Thierry Omeyer zu großer Form auflief. In der 36. Minute erzielte Vid Kavticnik, der eine makellose Siebenmeterbilanz präsentierte (5/5), per Strafwurf den ersten Ausgleich (20:20), Karabatic (39.) mit Wucht die erste Führung zum 22:21, und als dem VfL die Kräfte schwanden, schafften die Kieler vom 24:23 auf 28:23 die Vorentscheidung. Zeit der Entspannung für Alfred Gislason und Vorfreude auf die Rückkehr in die Zukunft.

    Aus Köln: Reimer Plöhn

    Quelle: http://www.kn-online.de/artikel/2470842

    Quelle: http://www.thw-provinzial.de/thw/08092721.htm

    Es geht für ein paar Tage in die Heimat und ausgerechnet in diesem Zeitraum liegt das Spiel Kiel - Hamburg, großartig :) - ich freue mich wahnsinnig auf dieses Spiel und darauf wieder in der Ostseehalle zu sein und ich gehe fest von einem Heimsieg aus ...

    Schiedsrichter: Methe/Methe ....

    03. Oktober 2008, Fr.:
    19.30: HBW Balingen-Weilstetten - HSG Wetzlar : --:-- (--:--)
    live im HBL.TV

    04. Oktober 2008, Sa.:
    15.00: GWD Minden - Stralsunder HV : --:-- (--:--)
    live im HBL.TV
    15.00: HSG Nordhorn - TUSEM Essen : --:-- (--:--)
    15.00: TBV Lemgo - SC Magdeburg : --:-- (--:--)
    19.00: VfL Gummersbach - MT Melsungen : --:-- (--:--)
    live im HBL.TV

    05. Oktober 2008, So.:
    14.45: THW Kiel - HSV Hamburg : --:-- (--:--) Vorbericht
    live im NDR
    17.00: Füchse Berlin - TV Großwallstadt : --:-- (--:--)
    live im HBL.TV

    Später angesetzte Spiele dieses Spieltages:
    04. November 2008, Di.:
    20.15: FA Göppingen - TSV Dormagen : --:-- (--:--)

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    THW wieder mit Karabatic

    Kiel – Seit die eingleisige Handball-Bundesliga 1977 aus der Taufe gehoben wurde, sind der VfL Gummersbach, THW Kiel und TV Großwallstadt die einzigen unabgestiegenen Gründungsmitglieder. Heute treffen die Dinos VfL und THW in der Lanxess-Arena (ehemals kölnarena) zum 69. Ligaduell aufeinander. Anpfiff ist um 15 Uhr, in dem 20000-Zuschauer-Rund werden 12000 Fans erwartet.
    Sie werden Zeuge des Comebacks vom französischen Olympiasieger Nikola Karabatic. Der 24-Jährige hatte in Peking nicht nur Gold geholt, sondern auch eine schwere Ellbogenverletzung mit nach Kiel zurückgebracht. Zu Wochenbeginn erhielt Karabatic grünes Licht fürs Mannschaftstraining. Die Absprengungsfraktur im Gelenk sei soweit verheilt, dass Karabatic wieder unter Wettkampfbedingungen spielen könne, erklärte Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker. Beim Pokalsieg in Ahlen verzichteten die Kieler noch auf ihr Rückraum-Ass. „In Gummersbach“, so Brandecker, „sollte es aber für ein oder zwei längere Einsatzzeiten reichen.“
    Auch ohne den aktuellen Welthandballer sammelten die „Zebras“ 9:1 Punkte und belegen Rang vier. Dennoch ist Trainer Alfred Gislason sehr froh über die zusätzliche Alternative. „Bei Nikolas Fähigkeiten haben wir ganz andere Möglichkeiten.“ So stieg der deutsche Meister gestern Abend in Hamburg mit komplettem Kader in das Flugzeug mit Ziel Köln. Sorge bereitet nur die Muskelverhärtung in der linken Wade von Linksaußen Henrik Lundström: Einsatz fraglich.
    34-mal gewannen die Kieler ihre Bundesliga-Duelle gegen den „ewigen Rivalen“, 32-mal zog man den Kürzeren, zweimal teilte man sich die Punkte. Auch in der „großen Wertung“ hat der THW den ehemaligen Rekordmeister Gummersbach (zwölf Titel) mit 14 Meisterschaften überflügelt. Zuletzt schnappten die „Zebras“ ihrem heutigen Kontrahenten sogar den Trainer weg. Nach der Trennung von Noka Serdarusic sorgte die Last-Minute-Verpflichtung von Alfred Gislason für kräftigen Wirbel. Rund 700000 Euro Ablöse für den Isländer ließen bei den finanziell chronisch klammen Gummersbachern aber bald Ruhe einkehren.
    Auf Gislason folgte der Kroate Sead Hasanefendic, im September 60 Jahre geworden, und feierte sein VfL-Comeback. Die Personalplanungen erledigte noch der Vorgänger. Zwar mussten die Westdeutschen ihren Torgaranten Gudjon Valur Sigurdsson, den vielleicht weltbesten Linksaußen, Richtung Mannheim ziehen lassen, füllten ihren Kader aber mit starken Leuten auf. Unter anderen mit dem Kieler Publikumsliebling Viktor Szilagyi. Der Österreicher ist neben Roman Pungartnik und Adrian Wagner dritter aktueller VfL-Spieler mit THW-Vergangenheit. Eine weitere Gemeinsamkeit in der Story der beiden Dinos, die heute aber spätestens mit dem Anpfiff beiseite geräumt wird.
    Von Reimer Plöhn

    Quelle: http://www.kn-online.de/artikel/2469902