Beiträge von TuS-Benjamin

    War das unser TuS?: 38 Tore, 15 Tore der Außen, ein echter Mittelmann und Tempohandball vom Feinsten.

    Die Neuzugänge Hazl, Klockmann, Jurecki und Hildebrand haben heute ein starkes Spiel gemacht. Mit Hazl in der Deckung konnten immer wieder Gegenstöße eingeläutet werden, die Remer und Hildebrand verwerteten. Das hat man die ganze Saison noch nicht gesehen beim TuS.

    Außer Stojanovic und Karipidis war Melsungen trotz der 33 Tore im Angriff erschreckend schwach.

    Die TuS-Schwächephase nach der Pause in Unterzahl hat das ganze noch einmal unnötig spannend gemacht, aber sehr schnell hat man das dann wieder gerade gerückt, worauf Robert H. keine Antwort mehr wusste.

    So konnte auch auf einen Einsatz von Siodmiak verzichtet werden. Kurz vor Schluss gönnte Zlatko Feric Mannschaft und Fans dann noch eine Auszeit zum Feiern. Wäre schön wenn das der Wendepunkt wäre.

    Tataaaaa....nun hat es mich erwischt.

    Mal wieder fand sich nur eine Rumpftruppe beim Training unserer arg gebeutelten Männermannschaft ein. Zur Abwechslung wurde statt Fu0ball mal Basketball gespielt. Bei einem Rebound lande ich auf dem Fuß eines Gegenspielers, umgeknickt.... aua. Als Schuh und Socken ausgezogen waren, wird schnell klar: die Saison ist gelaufen. Mein ansonsten so schlanker Fuß ist am Knöchel überproportional dick.

    Diagnose im Krankenhaus: Das Außenband ist durch.

    Sagen nicht alle: Bänderisse sind nicht schmerzhaft? Dehnungen tun mehr weh? Kann ich nicht bestätigen.

    Um Karten brauchst du dir keine Gedanken machen!

    Ich erwarte natürlich das Heim-Gesicht des TuS, das zuletzt zu zwei Siegen gegen Mittelfeldteams gereicht hat. Es würde mich nicht wundern wenn Loisi auf Seiten der HSG ein gutes Spiel macht.

    Etwas weniger Druck hätte man gehabt, wenn man am Mittwoch einmal die Chance genutzt hätte und auf zwei Treffer weggezogen wäre. Nun erwarte ich ein enorm schweres Spiel. Der TuS MUSS gewinnen.

    Zitat

    Patrik Liljestrand nächste Saison neuer Trainer

    Der TuS N-Lübbecke hat eine ganz wichtige Personalentscheidung getroffen. Der Schwede Patrik Liljestrand wird ab der nächsten Saison neuer Cheftrainer am Wiehen.

    Mit Liljestrand, aktuell noch in Diensten des Nord-Zweitligisten TV Emsdetten, verpflichteten die Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke ihren absoluten Wunschkandidaten. Liljestrand wird damit Nachfolger von Velimir Kljaic, der im Sommer in seine Heimat Kroatien zurückkehrt.
    Der 42-jährige unterschreibt in Lübbecke einen Zweijahresvertrag, der für die erste und zweite Bundesliga gültig ist. „Ich freue mich auf die Aufgabe beim TuS N-Lübbecke. Es war immer mein Traum in der ersten Bundesliga zu arbeiten“, so Liljestrand in einer ersten Stellungnahme.

    Der Schwede arbeitet beim TV Emsdetten seit vier Jahren als Cheftrainer und belegt momentan den ersten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga Nord mit seiner Mannschaft. Zuvor war Liljestrand eineinhalb Jahre als Co-Trainer bei der HSG Nordhorn tätig.

    Weitere Informationen folgen im Laufe des Tages

    Quelle: http://www.tus-n-luebbecke.de

    update:
    Am Samstag war dann die Mannschaft zu Gast, die uns am ersten Spieltag mit 22:7 kaltstellte. Es hat einige Mühe gekostet die "Wir-haben-eh-keine-Chance-Einstellung" während der Trainingswoche aus den Köpfen zu bekommen.

    Hiobsbotschaften gab es genug. Unsere Abwehrchefin und Mittelfrau fuhr als Betreuerin auf eine Kirchenfreizeit. Für den Rückraum hatte ich kaum Wechselmöglichkeiten. Ich hatte zwar im Training ein paar Varianten durchprobiert, aber so recht gefallen wollte mir noch keine.

    Beim Aufwärmen zwickte dann wieder die Achillessehne meines D-Mädels, der einzigen realistischen Wechselmöglichkeit im Rückraum. Da die D-Mädchen direkt nach uns spielten entschieden wir uns sie zu schonen.

    Der Gegner hatte seinen Trikots zu Hause gelassen und der Trainer war auf dem halben Weg umgekehrt um sie zu holen. Der Schiedsrichter machte schon Stress wegen des nicht ausgefüllten Spielberichtsbogens seitens des Gegners und der Hallenwart kam ins Schwitzen aufgrund des dichten Belegungsplans der Halle.

    Zwei Minuten vor dem Anpfiff waren dann auch die Trikots da, und man konnte loslegen. Schnell war klar, dass wir nicht wieder 22:7 verlieren würden. Als nach 5 Minuten endlich die richtige Aufstellung für den Angriff gefunden war, kam man ins Spiel.

    Bei uns gelang sehr viel über den Kreis, als sich der Gegner ein wenig besser daraufeingestellt hatte, traf dann zum richtigen Zeitpunkt auch der Rückraum. Bis zum 9:9 stand es Unentschieden, dann zog unser Gegner bis zur Pause auf 10:12 davon. In einigen Momenten gab es Probleme auf unserer rechten Abwehrseite.

    Warum wurde mir in der Halbzeit klar als mir eine meiner Mittelblickspielerinnen erklärte, sie wäre doch immer für die Mitte und den Kreis zuständig und die Halben gingen sie nichts an.... ähm ja... im Training ging es noch am Donnerstag um Verschieben und Übergeben in der Deckung...aber gut dass man drüber gesprochen hatte

    Und auf einmal stand man sehr viel sicherer hinten, und ging mit 14:12 in Führung. Ein verworfener Siebenmeter, der die Dreitoreführung bedeutet hätte brachte den Gast zurück ins Spiel.

    Beim 17:17 gab es die gelbe Karte für eine meiner Spielerinnen (dummerweise wars die zweite, und dummerweise merkte das auch der SR) das bedeutete also Unterzahl. Ein Gegenstoß über Rechtsaußen und einen Durchbruch unserer Mittelfrau sorgten aber am Anfang dieser Phase für das 19:17 für uns.

    Leider dauert so eine Zeitstrafe ja aber zwei Minuten und die waren dieses mal extrem lang.... und man kassierte noch zwei (zugegeben) schön rausgespielte Tore zum 19:19-Endstand.

    Ein solches Spielende ist zwar nicht gerade schön, aber wenn man an das Hinspielergebnis zurückdenkt, kann man natürlich nur von einem Punktgewinn sprechen.

    Es war nicht schön. Aber das durfte auch niemand erwarten. 100% Kampf und Willen auf Seiten des TuS. Genau das ist Abstiegskampf, und das hatte jeder begriffen. Den FAG-Rückraum hatte man mit der offensiven Deckung, die trotz Siodmiak und Jurecki gespielt wurde total im Griff. Göppingen war gefährlich über die Außenpositionen.

    Alle drei Neuzugänge haben überzeugt. Jurecki war in der zweiten Hälfte DER Aktivposten im Rückraum. Hazl vergab zwar zwei Siebenmeter deutete aber dennoch bereits häufig sein Potenzial und seine wahnsinnige Übersicht an, auch wenn er merklich noch nicht alle Systeme im Angriff kannte, aber das ist auch nicht zu erwarten.
    Dass Siodmiak gut in der Defensive ist war uns bekannt, aber auch im Angriff hat er mich durchaus überzeugt. Hoffentlich ist die Verletzung nicht zu schlimm.

    Matchwinner wurde aber Olli Tesch, der die beiden letzten Tore erzielte.
    Die großen Wechselmöglichkeiten beim TuS dürften ausschlaggebend gewesen sein (inklusive Torwartwechsel).

    Ich will nicht in Euphorie verfallen, dazu ist es zu früh, aber mit dieser Mannschaft sind die Chancen nun deutlich besser. Im Endeffekt war das heute ein Pflichtsieg- nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    So ich habe gerade mal Zeit und da unser Edelfan aus Berlin ja auf dem Laufenden bleiben soll, hier mal eine kurze Zusammenfassung der derzeitigen Saison.

    Zu Saisonbeginn musste ich schon schwer schlucken. Unser Verein verfügt über keine C-Mädchenmannschaft. Also mussten die aus der D-Mädel hochkommenden Talente direkt den Sprung in die B-Mädel-Kreisliga verkraften.
    Auch ein D-Mädel des älteren Jahrgangs hilft teilweise bei uns aus.

    Eine Altersspanne von 12 bis 16 Jahren. Kein ganz einfaches Alter für meine Co-Trainerin und mich. Zudem kamen zu Saisonbeginn 4 Anfängerinnen zur Mannschaft hinzu. Also 5 Jahrgänge und zig verschiedene Fähigkeitsstufen.

    Die Testspiele waren nicht gerade ermutigend für die Mannschaft, auch wenn man sich als Trainer über Fortschritte freuen konnte, sahen die Mädels eigentlich nur die zum Teil ernüchternden Ergebnisse.

    Am 1. Spieltag gab es dann gleich eine Abfuhr 22:7- Niederlage. Kein Wunder, wenn man die körperlichen Unterschiede mit dem Gegner betrachtet. Besonders enttäuschend aber, dass die beiden ältesten Spielerinnen, die per Doppelspielrecht ein zweites Standbein in der zweiten Damenmannschaft haben einen Egotrip fahren und die "Kleinen" im Stich lassen. Die Führunsspielerin des vergangenen Jahres ist der Altersklasse entwachsen, und niemand möchte die Verantwortung übernehmen.

    Der Spielplan kommt dem nicht gerade entgegen, denn an den Spieltagen 2-4 kommen die am Ende der Hinrunde auf den Plätzen 1-3 gelegenen Teams als Gegner. Gut fürs Selbstvertrauen ist das nicht... aber mit den ersten Treffern die, die EX-D-Mädchen erzielen wird die Mannschaft stabiler.

    Am 5. Spieltag dann endlich der Befreiungsschlag. Der erste Sieg. Und das sehr souverän. Die Stimmung in der Mannschaft wird schlagartig besser und auch die Motivation im Training ist riesengroß. Beim höher platzierten Lokalrivalen hält man bis zu einer ungeschickten roten Karte blendend mit, dann verliert man, aber dennoch spielt man mit viel mehr Sicherheit.

    Es folgt ein Kantersieg beim Tabellenschlusslicht, sowie nach einer normalen Niederlage gegen ein Spitzenteam ein hart umkämpfter 12:11-Auswärtssieg.
    Gegen den punktgleichen Tabellennachbarn hält man lange mit muss dann aber den Kürzeren ziehen.

    Dann der Tiefpunkt aus Trainersicht, denn gegen den Tabellenvorletzten agiert die Mannschaft ungewohnt überheblich und bekommt die Quittung dafür. Nicht nur eine Niederlage sondern eine Demütigung...Dieses Spiel hat mich das ganze Wochenende noch beschäftigt.

    Das nächste Training beginnt mit einer Aussprache, angestrebt von der Mannschaft, die keine mehr war. Geredet wurde viel, ob aber wirklich alle die teilweise harsche Kritik untereinander wirklich positiv aufgefasst haben. Ich war gespannt.

    Und ein Bestsellerautor hätte es nicht besser schreiben können. Der Tabellenvierte kam am nächsten Spieltag und an diesem Tag wurde mir eindrucksvoll präsentiert, dass die Mädels doch eine Mannschaft sind. Symptomatisch der Gegner: Eine Spielerin erzielte 17 der 19 Tore und vernagelte dazu zu Beginn der zweiten Hälfte auch noch das Tor. Bei uns verteilten sich die Treffer auf alle Schultern gleichmäßig. Dass man diese Spielerin einfach nicht in den Griff bekam ist natürlich bedenklich, interessierte mich aufgrund des Ergebnisses von 19:19 aber recht wenig.

    Dennoch gab es "normale" Niederlagen an den letzten beiden Hinrundenspieltagen. Die Rückrunde spielen wir nun gegen die neben uns sechs schlechtplatziertesten Mannschaften.

    In Spiel eins der sogenannten Platzierungsrunde unterlagen wir ersatzgeschwächt mit 19:20 gegen den Gegner, den wir in der Hinrunde noch mit einem Treffer bezwangen. In Spiel 2 der Rückrunde gab es keine Probleme und im Spiel vor zwei Wochen waren wir zu Gast beim verlustpunktfreien Tabellenführer der Platzierungsrunde. Mit der besten Abwehrleistung, die ich von meiner Mannschaft bisher gesehen habe kamen wir da zu einem letztlich ungefährdeten 12:17 Sieg.

    Das sind die Momente in denen man genau weiß warum man sich Tag für Tag für diese Mannschaft einsetzt und viel Zeit für sie opfert. Die Augen der Mädels nach dem Schlusspfiff versetzen einen so emotionale Menschen wie mich da in eine andere Welt. Die Freude über den Sieg und den Stolz über die eigene Leistung brach förmlich aus den Mädels heraus.

    Auch wenn der Spielplan das ganze etwas verzerrt ist ein durchaus positiver Trend zu erkennen. Wir haben in diesem Verein nicht die Möglichkeiten weiter oben mitzuspielen, aber diese "kleinen" Erfolge (für mich ist er nicht klein) sind für uns ebenso wichtig wie für andere Titel. Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir so viele Punkte holen, so hätte ich den für verrückt erklärt. Noch stehen vier Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe auf dem Programm und der dritte Platz in der Platzierungsrunde ist möglich.

    Zum Schluss fällt mir auch noch etwas Positives auf die etwas Ärgerliche Lage in unserem Verein ein: im nächsten Jahr bleibt die Mannschaft fast so zusammen wie sie nun ist. Schön für mich und vor allem schön für die Mädels.

    Gruß
    Benni

    Zitat

    Original von Jens Friedrichs
    Gerade einen Torhüter für Malik Beserevic (Bandscheibenvorfall) verpflichtet, schon kommt die nächste Hiobsbotschaft. Björn Buhrmester hat sich gestern das Wadenbein gebrochen und wird noch in dieser Woche operiert! :(

    ach du sch... gute Beserung Buhrmi- da kann man froh sein den worst-case verhindert zu haben.

    Betrachte mich in diesem Fall als Handball-Fan und nicht als Nettelstedter. Es geht für mich um mehr als darum gegen GWD oder Flensburg bzw eine Minderheit seiner Fans zu stänkern, sondern um die Zukunft in den Handballhallen. Gleiches würde mich bei einem Spiel Melsungen gegen Balingen ebenso ärgern. Ich möchte in Zukunft nicht mit Polizeischutz zu Handballhallen fahren müssen. Aber das ist Offtopic. Und nicht TuS-Benjamin hat das angeheizt sonder derjenige Verantwortliche der GWD-HP, der den Bericht auf die Vereinshomepage gestellt hat.