Mir war nicht bewusst, dass 99% der Tests ohne verwertbare Aussage sind und 1% fehlerhaft. Das sind also satte 100 % Nutzlosigkeit. Wenn der Test nichts anderes kann als zu sagen, dass ein Kranker mit Symptomen auch wirklich krank ist, dann kann man es natürlich auch lassen, weil es dann natürlich sinnlos ist. Davon bin ich aber nicht ausgegangen.
In meiner Naivität bin ich davon ausgegangen, dass man Tests in ein Präventionskonzept einbinden könnte.
Editha: Im Prinzip mache ich mir nur Gedanken, wie man sie sich vielleicht in der HBL macht oder m.M.n. machen sollte, um Handball mit Zuschauern wenigstens wieder denkbar werden zu lassen. Insofern gehört das eher in diesen Handball-Wettbewerbe-Virus-Thread.
Wenn man das allerdings ohne Impfstoff oder Medikament als gänzlich undenkbar empfindet, auch gut, aber meine Denke war und ist eben ein Maßnahmenkatalog an dem, was aktuell möglich ist, um mit einem vertretbaren Risiko, also ein hoher Prozentsatz an Wahrscheinlichkeit, dass zum Anpfiff eines Spiels kein Überträger in der Halle ist, Spiele zu bestreiten.
Ich weiß auch selber, dass es diese absolute Sicherheit nicht gibt, aber das wissen die Schweizer sicherlich auch, die ihre Clubs geöffnet haben und dann ist es eben noch ein Teil Mut der Regierenden und Selbstverantwortung der Bürger, ob man sich dem Restrisiko aussetzen will und eben auch, dass man selber zu Hause bleibt, wenn man sich bei sich selbst nicht sicher ist.
Moin hlp, das habe ich so nicht geschrieben, aber gehen wir es doch mal durch - einfach die Zahlen.
Das RKI testet so im Schnitt um die 400k pro Woche. Davon sind seit Wochen (Tönnies mal als peak mit drin) ca. 99% negativ und 1% positive Testergebnisse. Mit den negativen kann ich nichts anfangen, da sie nur eine Momentaufnahme sind. Sie sagen weder was war noch was wird. Sie sagen nur genau gerade jetzt ist nix (nachweisbar). Ob das in zehn Minuten oder 24h immer noch so ist, ob ich schon infiziert bin und nur die Nachweisgrenze noch nicht erreicht ist, selbst das kann man damit nicht sagen. Es soll ja den Fall des zurückgekehrten Chinesen geben, der hier beim Abflug in Deutschland negativ getestet wurde und bei Ankunft in China positiv war. Also müsste man dauerhaft und massenhaft alle Teste nach ein, zwei, drei Tagen wiederholen, und wiederholen und wiederholen... um damit Maßnahmen oder Zulässigkeiten zu begründen. Was für ein Aufwand. Bis dahin ist ein negativer Test einfach nur ein Stück Papier.
Bleiben also die positiven Ergebnisse. Auf der medizinischen Seite hat das keine Relevanz, weil ich kein "Corona-Medikament" auf der Basis eines Testergebnisses geben kann. Es wird symptomatisch behandelt. Dafür brauche ich den Zettel mit dem Positivtest nicht. Epidemologisch bedeutet ein positiver Test nur, dass RNA-Sequenzen gefunden wurden. Ob die noch aktiv sind, also ansteckend wirken, weiß man damit nicht. Dafür ist der PCR-Test auch nicht gemacht. Und dann wäre da noch die Frage, ob ein positives Testergebnis auch wirklich positiv ist. Das Problem dabei: der Drosten Test ist nie validiert worden. Angaben zu Spezifität und Sensitivität als "Beipackzettel" gibt es nicht. INSTAND gibt als Ergebnis eines Ringversuches für Spezifität 92,4%-98,6% an und für die Sensitivität 93,0%-99,7% an. Nehmen wir mal im bestcase die 98,6% und die 99,7%, dann kann ja jeder selber rechnen. Ich komme auf NPV=99,99% und PPV=42%. Soll heißen, mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist ein negativer Test auch negativ. Bei positivem Testergebnis ist dies wahrscheinlich nur zu 42% richtig. Das meine ich mit "fehlerbehaftet". Also: nur 1% aller Tests sind überhaupt positiv. Davon ist für einen großen Anteil ein falsch positives Testergebnis nicht auszuzuschließen und selbst wenn es korrekt positiv ist, ist nicht mal klar, ob die Testperson noch ansteckend ist, oder einfach nur die Restprodukte des Virus noch mit sich rumschleppt. Was soll man mit diesen Testergebnissen anfangen und wie soll das die Basis für Entscheidungen sein?
Jetzt könnte man sagen: Ist ja nicht schädlich, wenn ich viel teste, so wie Bayern das jetzt wohl vorhat. Das ist aber nicht so, weil die Medien mit absoluten Zahlen und nicht mit Fallzahlen, bezogen auf den Testumfang agieren - die 50-Fälle ist dafür ein gutes Beispiel. Man sieht das auch schön in der KW11-13 als die Fälle von 7.500 auf 31.000 "explodiert" sind. Sind sie das? Man hat einfach die Testanzahl verdreifacht und nicht dargestellt, dass die Quote mit 7-9% quasi stabil - zumindest mal nicht exponentiell wachsend - war. Kommuniziert wurde etwasganz anderes. Was wird also passieren, wenn ich jetzt anlasslos und umfänglich vor mich hin teste? Ich werde positive Testergebnisse erzeugen und nie zur Ruhe kommen. Die Situation ist verfahren, aber weniger aus medizinischer sondern eher aus politischer Sicht. Wenn man sich anschaut wo wir aktuell stehen und die Daten des statistischen Bundesamtes (Sterbefälle aktuell verfügbar bis inkl. Mai) mit den Vorjahren vergleichen, dann sieht man mit 2016-392k; 2017-419k; 2018-432k; 2019-405k und 2020-409k, dass wir leicht unter Durchschnitt (412k) liegen, also keine Killerviruswelle (ja, ich weiß: weil wir so besonnen reagiert haben und die richtigen Maßnahmen ergriffen haben...). Wir haben außerdem nicht ansatzweise eine Überlastung des Gesundheitssystems, was ja das ursprüngliche Kriterium war (also, bevor man R-Zahlen, Verdopplungszahlen oder jetzt die 50er-Grenze benutzt hat). Was wir haben sind Testergebnisse.
Und zu den Impfungen: Viel Spaß. Schau mal, woran curevac, moderna und Konsorten da arbeiten. Das sind keine Aktiv- oder Passivimpfungen, die wir jedes Jahr zur Grippezeit konsumieren. Da wird Geninformation direkt injiziert - quasi der Bauplan (RNA- bzw. mRNA-Impfstoffe). Das ganze mit Unterlassung wichtiger Testphasen und schnellstmöglich. Auswirkungen auf das Immunsystem und die Erbinformation langfristig unklar und unerforscht. Erste Berichte zu den Erfahrungen der freiwilligen Testpersonen (jung, gesund mit intaktem Immunsystem) sind ja publiziert. Schau mal nach, was die so für Erfahrungen haben.