Beiträge von jfherden

    Wie Trapp das schon geschrieben hat, ist eine Gelbe Karte kein Einspruchsgrund, selbst eine Rote Karte wäre kein Einspruchsgrund, da Bestrafungen immer eine Tatsachenfeststellung vorausgeht, die unanfechtbar ist.
    Wenn ein Spieler oder ein Trainer eine Rote Karte erhält und der Meinung ist, dass diese Karte zu Unrecht gegeben wurde, dann hat er die Möglichkeit, die Bestrafung überprüfen zu lassen. In diesem Fall ist es gut, wenn Zeugen für die Beleidigung angeführt werden könnten. Aber selbst hier bleibt die Strafe aufrecht erhalten, wenn es keine zwingenden Beweise gibt, dass die Rote Karte zu Unrecht gegeben wurde. Ich weiß auch nicht, wie hier die Aussagen von Mitspielern gewertet werden.
    Aber zum eigentlichen Problem: In diesem Fall ist es sicherlich möglich, Gelb oder sogar (ohne vorherige Gelbe Karte) 2-Min für den Trainer zu geben. Bei diesen Strafen wird kein Wortlaut in den Spielbericht eingetragen.
    Dem Trainer gegenüber kann man sagen: "Die Gelbe Karte/2-Min-Strafe gab es wegen Meckerei". Mehr braucht man da oft nicht zu sagen, man ist ihnen gegenüber aber auch keine Rechenschaft schuldig.

    Bei der Roten Karte muss der Wortlaut eingetragen werden, damit es als Beleidigung gewertet wird. Wenn dort kein Wortlaut eingetragen wird, wird es als grobe Unsportlichkeit gewertet, die als Matchsperre gilt, also keine Sperre nach sich zieht (im Gegensatz zur Beleidigung) (Regel 16:8, vierter Absatz).

    Ich habe selbst als Schiedsrichter eine Situation erlebt, da hat ein Trainer zu einem Zuschauer gesagt: "Solchen Schiedsrichtern sollte man die Lizenz entziehen." Das ist zwar beleidigend, aber in dieser Situation habe ich das ganze nicht als persönliche Beleidigung aufgefasst, sondern nur Rot wegen grober Unsportlichkeit gegeben.
    In einer anderen Situation (damals gab es noch keine 2-Minuten-Strafe für Trainer) hat ein Trainer gemeckert und nach einer mündlichen Verwarnung habe ich ihm Gelb gezeigt mit der Bemerkung: "Wenn du weitermeckerst, gibt es Rot." Der Trainer hat nicht mal ne Pause zum Luftholen gemacht und immer noch weitergemeckert. Das habe ich mir ein paar Sekunden angehört und dann die Rote gezogen. Da hat er mich nur noch doof angeguckt und ist dann gegangen. Hinterher hat er mir Recht gegeben ;)
    Die Rote Karte habe ich auch als grobe Unsportlichkeit eingetragen, damit hatte sich die Sache auch.

    Hmm, das mit dem Angreifer hast du vorher nicht geschrieben : )
    Ich bin mir nicht ganz sicher, wie dabei zu entscheiden ist. Ich bin allerdings der Meinung, dass auf Einwurf(Ecke) nicht entschieden werden kann, weil der Torwart sich zwar nicht im Torraum, aber eben auch nicht im Spielfeld befand.
    Ich würde der Einfachheit halber auf Abwurf entscheiden, da dies ja auch passiert wäre, wenn der Torwart nicht eingegriffen hätte. Aber ob das regeltechnisch ok wäre? Keine Ahnung, aber bis ich nicht eine belegte andere Meinung höre, werde ich genauso weiter entscheiden : )

    Zitat

    Original von PaddyausmDorf
    ich weiß jetzt nicht ob die Zuschauer/ Spieler zufrieden waren mit den Spielen aber ich fand sie zufriedenstellend!

    Was interessieren dich die Zuschauer oder die Spieler? Wenn die überhaupt Ahnung von den Regeln haben, dann sind sie meistens parteiisch. Sprich mit objektiven Leuten, also z.b. anderen Schiedsrichtern über die Spiele. Und unterhalte dich mit deinem Partner über die eine oder andere Spielszene und überlegt warum die anderen gemeckert haben oder was man hätte besser machen könnte. Immer an sich selbst arbeiten. Aber ich geb Berny Recht: zwei von drei Spielen sind schon ne gute Quote. Weiter so ;)

    Nein, ich bin nach wie vor für Freiwurf, denn er verschafft sich dadurch, dass er (als Torwart) den Ball als letzter den Ball berührt, bevor der über die Torauslinie geht, einen Vorteil. Denn er steht außerhalb des Spielfeldes. Und ohne sein Eingreifen würde es Einwurf(Ecke) geben, mit seinem Eingreifen gibt es Abwurf, also ein Vorteil für ihn...
    Er steht zwar außerhalb des Torraums, aber halt auch nicht im Spielfeld, so dass er nicht als Feldspieler behandelt werden kann. Also schon mal kein Einwurf(Ecke).
    Demnach bleibt nur Abwurf oder Freiwurf. Abwurf wäre für den Torwart bzw. seine Mannschaft ein klarer Vorteil, der regelwidrig erlangt wurde. Somit für mich ein klarer Freiwurf für die Angreifer

    Ich denke, es ist vielen im Vorhinein nicht unbedingt klar, dass SR in ihrem Job eine Menge zu hören bekommen. So muss man eine dicke Haut haben, bzw. schnell entwickeln. Und diese schnelle Entwicklung können die Vereine (z.B. auch der Schiriwart) unterstützen. Ich selbst hab das auch zwei Saisons lang gemacht, daher kann ich etwas aus Erfahrung sprechen. Für wichtig halte ich zum Beispiel, dass man die Jungschiris nicht allein mit Ihren Problemen lässt. Das erfordert zwar eine Menge Zeitaufwand, wenn man zu den Spielen der Jungschiedsrichter geht und danach mit ihnen ein Gespräch darüber führt, was gut und was nicht so gut gelaufen war. Evtl. muss man auch schon während des Spiels Tipps und Tricks loswerden. Oftmals ist es auch eine Lösung, wenn noch zusätzlich ein Trainer anwesend ist, wenn der sich über irgendetwas aufgeregt hat.
    Also muss man den Jungschiedsrichtern zeigen, dass sie für den Verein nicht nur eine Nummer auf der SR-Liste sind, sondern wie gesagt mit Ihnen auch das Gespräch suchen, ihnen Unterstützung anbieten.

    Ich denke, nach einer Saison sagen sich viele Jungschiedsrichter: "Für so wenig Geld lass ich mich auch noch beschimpfen? Bin ich blöd?" Soweit darf es gar nicht kommen.
    Denn oftmals sind Jungschiedsrichter nur für den Lehrgang eingetragen, weil die Vereine ihre Listen vollkriegen wollen um keine Strafe bezahlen zu müssen.
    Und die, die überredet werden, SR zu werden, machen den Job sicher nicht lange.

    Ich geb mwichmann Recht: Im Normalfall kann man das Tor auch nach dem Anpfiff notieren, wenn es mal ne schnelle Mitte geben sollte. Strafen notiere ich meistens sofort (mittlerweile ist ja bei fast jeder Strafe auch ein T-O vorgeschrieben, so dass die Zeit dann da ist).
    Ich nehme mir im Zweifelsfalle die Zeit, alles zu notieren, denn wie Elch schon geschrieben hat, kommt es nicht selten am Kampfgericht dazu, dass etwas geschummelt wird. In den unteren Klassen können wir uns echte Unparteiische am Kampfgericht nicht wirklich leisten, die uns SR dann die Arbeit abnehmen können.

    Zitat

    Original von mwichmann
    also meine meinung ist eindeutig Einwurf.Wenn der Torwart außerhalb des 6m-Kreises steht und den ball dann ins aus spielt,gebe ich immer einwurf,falls natürlich vorher kein anderer regelverstoß vorliegt.

    Mit dem Vorteil verschaffen muss ich sagen dass ich da meistens auch einen einwurf gegeben habe.Also muss ich mich da wohl umgewöhnen,obwohl ich das ziemlich doof finde,da der ball ja vorher sowieso im aus war.

    Wenn du dir mal alle Postings durchgelesen hättest, würdest du nicht sagen, dass das so "völlig eindeutig" ist. Denn a) steht der Torwart im Kreis und lenkt ihn dann über die Torauslinie zwischen Kreis und Seitenlinie. Demnach muss es Abwurf geben.

    Die zweite Sache von Andre ist nicht ganz so einfach: Der Torwart ist hinter der Torauslinie (warum auch immer), der Ball aber noch im Spielfeld (also nicht aus). Wenn der Ball nun aber ins Toraus gehen würde, würde es Einwurf von der Ecke für die gegnerische Mannschaft geben, weil ein Abwehrspieler den Ball zuletzt berührt hat.
    Wenn der Torwart den Ball nun als letzter berührt und der Ball dann ausginge, müsste es Abwurf geben. Da der Torwart aber außerhalb des Spielfelds steht, darf er den Ball nicht spielen, er verschafft sich dadurch einen regelwidrigen Vorteil, also kann es weder Abwurf noch Einwurf von der Ecke geben. Es muss einen Freiwurf für die angreifende Mannschaft geben.

    Dany: Das ist so nicht ganz richtig. Wenn der Torwart den Ball im Torraum unter Kontrolle bringt, ist auf Abwurf zu entscheiden (Regel 12:1). Der Abwurf gilt erst als ausgeführt, wenn der vom Torwart gespielte Ball die Torraumlinie überquert hat (Regel 12:2). Somit gilt der Abwurf als nicht ausgeführt, wenn der Torwart den Ball ins Toraus wirft und daher kann es auch kein Eckball geben.

    Wenn der Torwart den Ball außerhalb des Torraums den Ball unter Kontrolle hat und diesen dann ins Toraus wirft, gibt es sicherlich Eckball. Aber das hatten wir ja schon geklärt.

    Andre: An sich hast du Recht mit dem Vorteil verschaffen. Aber ich frage dich: Hat er sich in dem Fall einen Vorteil verschafft? Was wäre passiert, wenn der Ball so ins Aus gegangen wäre? Hätte noch ein Gegenspieler an den Ball kommen können? Letzteres ist sicher mit Nein zu beantworten, da er im Normalfall (sicherlich können wir aus extreme Ausnahmefälle konstruieren) den Torraum dafür betreten müsste. Also: Hat sich der Torwart wirklich einen Vorteil verschafft?
    Wenn einer seiner Mitspieler den Ball zuletzt berührt hatte und er dadurch einen Eckball verhindern wollte, dann ist das sicher etwas anderes. Dann muss man sicherlich, wie du schon richtig gesagt hast, Freiwurf für die gegnerische Mannschaft geben

    Und wieder einmal muss ich isi vollkommen Recht geben. Als Torauslinie gilt die gesamte Linie, auf der das Tor steht, also von Ecke zu Ecke. Und wenn der Torwart im 6-m ist und den Ball als Letzter berührt, bevor der Ball über die Torauslinie geht, gibt es Abwurf(Regel 12).
    Wenn der Torwart sich allerdings außerhalb des Torraums aufhält, dann ist er einem Feldspieler gleichzusetzen (Regel 5:3). Und wenn er dann den Ball als letzter berührt, bevor der die Torlinie überschreitet, dann gibt es keinen Abwurf sondern Eckball.

    Dabei ist es in allen Fällen unerheblich, ob der Ball im Bereich des 6-m ins Toraus geht oder außerhalb davon.

    In einigen Fällen ist es strittig, ob sich der Torwart innerhalb oder außerhalb des Torraums befindet: Wenn er im Sprung ist. Dann gilt laut Regel 5:3 die Stelle, von der er abgesprungen ist, als zu bewertende Stelle.

    Aber was mich eigentlich an deinem Problem interessiert, ist warum der Leiter eurer Fortbildung da kein klares Ergebnis präsentieren konnte. Es gibt Aufgaben, die weitaus schwieriger zu bewältigen sind. So etwas sollte man als Leiter draufhaben, sonst sollte man keine Fortbildung leiten.

    Genau so sehe ich das auch. So wie es auf der einen Seite schwarze Schafe gibt, gibt es sie auf der anderen auch. Nur haben die SR (leider ganz egal, wie arrogant sie sind) das Regelwerk (insb. das Auswechselraum-Reglement) als Argumentation, die Trainer allenfalls die DHB-SR-Anweisungen.
    Und wenn ein SR einen Trainer auffordert, sich hinzusetzen, dann ist das regelkonform. Wenn sich ein Trainer dagegen widersetzt bzw. auch noch eine Diskussion anfängt, dann ist das regelwidrig. Wenn dann noch ein "unfreundliches Wort" kommt (und das ist bei einigen Dickköpfen fast unvermeidbar) fängt spätestens die Progressionsreihe gegen den Trainer an. Auch wenn ich jetzt als pingelig gelte: Es ist nicht Sinn und Zweck eines Handballspiels über eine Anweisung eines SR an einen Trainer zu diskutieren (die nachweislich regelkonform ist).
    Wer solch eine Diskussion anfängt, muss damit rechnen dass er Bestrafungen davonträgt.

    jhl: Nicht selten ist es aber auch so, dass die Trainer "unfreundliche Worte" in Richtung SR loswerden, das is dann genauso schlecht.
    Und oft genug ist es auch so, dass ein Trainer ständig meckert (auch wenn es für seine Verhältnisse wenig sein sollte), und sich trotzdem darüber aufregt.

    So oder so: Trainer haben keinen Grund sich darüber aufzuregen, wenn ein SR sie auffordert, sich zu setzen. Zwar handeln die SR entgegen der Anweisungen, jedoch handeln die Trainer entgegen der Regeln, wenn sie sich nicht setzen. Auch wenn das penibel sein sollte, es entspricht "nur" den Regeln. Auch wenn hier sicherlich der Ton die Musik macht.

    Naja, das Auswechselraum-Reglement ist zwar so wie isi es geschrieben hat, Teil des Regelwerkes, aber der DHB weist seine SR mit den Anweisungen für Schiedsrichter an (siehe Tabelle, erste Zeile) einen stehenden Trainer zu tolerieren. Wenn mehrere Personen stehen (s. fünfte Zeile), soll erst korrigiert werden.

    Aber, um auf die Frage zu antworten, ob der SR einen stehenden Trainer zum Sitzen auffordern darf: Ja.
    Den Bezug hat isi ja schon gegeben, denn das ist der Bezug zum Regelwerk.

    Das darf er, auch wenn der Trainer nichts gemacht hat. Denn nach den Regeln sollte er halt nicht stehen.

    Das versteht sich doch von selbst. Wenn die Funktionäre die 13jährigen in Listen eintragen, dann haben die auch ihren Schirischein, keine Frage. Es bleibt nur die Frage, ob die Jugendlichen für den Job des Schiedsrichters schon geeignet sind.
    Mit der Vorbereitung meinte ich ausschließlich Trainings- oder allenfalls Freundschaftsspiele. Evtl. auch Spiele auf einem Turnier, dann darf aber kein Buch über SR-Einsätze geführt werden. Sonst wäre es nicht erlaubt.

    Naja, dass die Jung-SR Männerspiele pfeifen sollen, das ist quatsch, auch wenn es niemand vorgeschlagen hat.
    Dennoch ist es ganz einfach so, dass SR ein gewisses dickes Fell mitbringen müssen, sonst bleiben sie nicht lange SR. Und dieses dicke Fell braucht man nicht nur bei Männerspielen (wo die Spieler auf die SR einwirken) sondern auch bei Jugendspielen. Dass es hier die Trainer sind, die auf die SR einwirken ist nebensächlich. Denn es gibt viele Jugentliche, die sich einige Äußerungen (auch wenn sie nicht so gemeint sind) persönlich nehmen. Und das kann durchaus abschreckend sein, für die Jüngeren sicherlich noch mehr als für die Älteren. Denn es kann sein, dass sich ein 13-Jähriger von solchen Äußerungen noch abschrecken lässt während er 3 Jahre später das mit einem Schulterzucken ganz einfach hinnimmt.

    Wenn die SR aus der Liste nur ein Jahr lang SR bleiben, weil sie dann die Nase davon voll haben, dann ist doch niemandem geholfen, oder? Nur die Funktionäre haben ihre Listen vollbekommen, damit sie keine Strafe bezahlen müssen, weil sie zuwenig SR angemeldet haben.

    Vielmehr sollte man die jungen Jugendlichen im eigenen Verein an den Job als SR heranführen (z.b. bei Trainingssituationen oder bei Trainingsspielen) bevor man sie ins kalte Wasser stößt. Und das kalte Wasser sollte nicht kommen, bevor die Jugendlichen 16 Jahre alt sind.

    Zwischen Regeln und Gesetzen besteht ein großer Unterschied. Warum in eurem Kreisverband die automatische Sperre nach der Roten Karte abgeschafft wurde, war wohl auch kein rechtlicher sondern ein relativ pragmatischer: weniger Schreibkram.
    Bei uns im Kreis wurde mal das Time-Out nach 7-m-Entscheidungen abgeschafft, um die Spiele nicht künstlich in die Länge zu ziehen. Aber mit Recht und Gesetz hat das nix zu tun.
    Und du kannst nicht mit dem StGB die Handballregeln betrachten. Erstens mal hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, zweitens wäre das ja beinahe so, als ob du deinen Nachbarn verklagen würdest, nur weil sein Hund über dein Grundstück läuft. Schließlich begeht der Hund dann ja auch Hausfriedensbruch.

    Nur so nebenbei: Das "sollte" in den Regeln beschreibt keinen Ermessensspielraum sondern ist lediglich als rechtlicher (!) Schutz vor Einsprüchen gedacht.

    Und ob dir eine Beobachter-Meinung scheißegal sein kann, hängt von der Klasse ab, in der du pfeifst. Sobald du weiter nach oben kommst, hängt deine weiter SR-Laufbahn davon ab, wie dich Beobachter einschätzen. Wenn du negativ bewertet wirst, bedeutet das für dich eine schlechtere Einstufung gegenüber Kollegen und evtl auch den Abstieg in eine niedrigere Liga.

    Aber erläutere doch bitte einmal genau (!), was du mit den "heutigen Rechtsgrundsätzen" meinst, aufgrund derer die Einhaltungspflicht der Progressionsreihe nicht haltbar wäre.

    Ich will mich meinen Vorrednern anschließen. Nur kurz noch etwas zu polulären/unpopulären Entscheidungen: Wem willst du (ALausH) es recht machen? Dem Publikum? Dann sind wir (um bei deinem Beispiel mit dem Gericht zu bleiben) zurück im Mittelalter angelangt, wo möglichst spektakuläre und das Volk befriedigende Urteile gefällt wurden.
    Den Trainern oder Spielern? Das mag in der 58. Minute noch gut gehen, aber wenn du solch eine Aktion (mit der vierten Gelben Karte) in der 10. Spielminute machst, dann tust du dir keinen großen Gefallen, denn die meisten Trainer und Spieler werten so etwas als Schwäche.
    Die Soll-Regelung der Gelben Karten ist wirklich nur wegen eines evtl. Regelverstoßes gedacht, dass dein Fehler (!) keinen Einspruchsgrund darstellt.
    Denn in der Regel 16:1, vorletzter Satz steht ausdrücklich, dass ein bereits hinausgestellter Spieler nicht mehr verwarnt werden sollte. Und das bedeutet dass die Progressionsreihe nicht unterbrochen werden sollte. Wie gesagt, das "sollte" ist ein "darf" und dient nur dafür, dass man dir als SR keinen Strick daraus drehen kann. Nur wenn du diese Sicherheit ausnützt (ob aus Bequemlichkeit oder warum auch immer), dann ist das zwar kein Regelverstoß (wie HC schon gesagt hat), aber dennoch ein schwerwiegender Fehler. Das wirst du von jedem Beobachter hören.

    Ich möchte eigentlich noch weiter gehen als berndo: Wenn du Angst hast, dich lächerlich zu machen, dann solltest du nicht pfeifen. Denn als SR muss man sehr oft unpopuläre Entscheidungen durchsetzen. Sei es auch nur, dass ein Spieler beim Einwurf nicht einen seiner beiden Füße auf der Linie hat. Da wirst du auch Geschrei ernten, dass man das doch nicht so eng sehen müsste.