Beiträge von jfherden

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    Original von Schwaniwolli
    Mein lieber jfherden,
    ich bin die Spielleitende Stelle. !!!!
    In diesem Fall kann ich kein Spiel neu ansetzen. Ich habe überhaupt keine Befugnisse dazu.
    Auch ein Einspruch gegen die Spielwertung ist absolut chancenlos, da von den SR kein Regelverstoß vorgelegen hatte.
    Als Spielleitende Stelle habe ich keine Meinung zu haben, sondern muss nach den geltenden SPO und RO DHB entscheiden.

    Darüber hinaus sind die Herren Z/S gemeinsam für die Kontrolle der Anzahl von SPielern und Offiziellen verantwortlich ( REGEL 18:1 Absatz drei ).

    Also noch einmal :

    hier gibt nix zu holen !!!! ( Eventuell den Z/S eine aufs Maul, natürlich nur verbal gemeint ).

    Ciao a presto :hi:

    Du bist da sicher genauer in der Materie drin als ich, mir wurde es nur so gesagt.
    Dennoch solltest du dich etwas genauer in das Regelwerk hineinlesen (s. dein Post über Hochball), damit du am Ball bleibst (im wahrsten Sinne des Wortes)

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    Original von Idur
    ich will hier zur Klarstellung nur mal dem landläufigem Irrglauben entgegentreten, dass der Abwehrspieler stehen muss, um ein Stürmerfoul zu erhalten. Er darf lediglich nicht in Vorwärtsbewegung sein. Das ist ein großer Unterschied! Er kann also sehr wohl in Seitwärtsbewegung sein, während er umgemangelt wird. Oder sogar (seitlich oder nach hinten) springen. Er darf sogar mit angewinkelten Armen zum Selbstschutz Gegendruck erzeugen.

    Naja, das mit den angewinkelten Armen ist richtig, nur das mit der Seitwärtsbewegung ist nicht ganz richtig.
    Es gilt, dass derjenige den Freiwurf erhält, der zuerst in der regelkonformen Position ist. Wenn der Angreifer aufs Tor geht (bspw. durch eine Lücke frei zum Torwurf käme) und in dieser Bewegung vom Abwehrspieler in der Seitwärtsbewegung getroffen wird, ist das kein Stürmerfoul. Denn der Angreifer hatte seine Position zuerst eingenommen...
    Wenn der Abwehrspieler die Seitwärtsbewegung beendet hat, bevor die beiden Spieler zusammentreffen, bekommt er den Freiwurf, weil er zuerst regelkonform dort stand.
    Das gleiche gilt dann, wenn der Spieler vor dem Angreifer die Seitwärtsbewegung macht (als Abwehrverhalten und nicht als Bewegung zur Abwehrposition hin)

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    Original von Schwaniwolli
    Da die beiden Z/S von den Vereinen gestellt werden und beide verantwortlich sind, wäre ein Protest auf alle Fälle sinnlos gewesen.
    Die SR hätten den Spieler disqualifiziert und damit war alles regelgerecht.

    Wichtig ist hier der § 50(1) Ziff f SPO DHB, der besagt, dass ein Spiel verloren gewertet ist, wenn ein nicht spielberechtigter Spieler teilgenommen hat.
    Hier liegt der Hase im Pfeffer : Ein Spieler der nicht auf dem Spielberichtsbogen eingetragen ist, aber einen Spielausweis hat, ist für den Verein spielbrechtigt, jedoch durch die fehlende Eintragung für dieses Spiel lediglich nicht teilnahmeberechtigt !!!.

    Daher kann lediglich eine D nach Regel 16:6 a erfolgen, aber für die Spielwertung hat dies keinerlei Auswirkungen.
    :(

    Naja, so einfach ist es dann auch wieder nicht... Wenn die Spielleitende Stelle der Meinung ist, dass der Spieler erheblich in das Spielgeschehen eingegriffen hat (der Einsatz also evtl. spielentscheidend gewesen sein könnte) und das Spiel knapp verloren geht, wird im Allgemeinen neu angesetzt.

    Wenn ein (nicht teilnahmeberechtigter) Spieler 20 Min mitspielt und das Spiel mit einem Tor für die benachteiligte Mannschaft verloren geht, dann wird dem Einspruch sicherlich stattgegeben.

    Allerdings nicht, weil der Sekretär beim ersten Mal nicht gepfiffen hat.

    Zu der Frage, ob der Zeitnehmer mit darauf achten muss: Mit Sicherheit nicht, aber gerade in den unteren Ligen sollte er es tun (siehe Beispiel, dass der Sekretär irgendetwas "übersieht").

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    Original von Lasse
    In dem Moment, wo er auf der Bank geduldet wird, ist er aber kein Zuschauer mehr. Ansonsten könnte man sich ja auch bei Spielern, die nicht eingetragen sind, so herausreden.

    Naja, die Regeln sprechen im Allgemeinen nicht von Zuschauern und Nicht-Zuschauern, sonder von Beteiligten und Nicht-Beteiligten. Und nicht eingetragene Spieler oder andere auf der Bank sitzende Leute sind offiziell nicht beteiligt und können damit auch nicht verwarnt, hinausgestellt oder disqualifiziert werden!

    Und somit hat HC völlig Recht, wenn du als SR einen solchen Nicht-Beteiligten disqualifizierst (mit Hinausstellung für die betroffene Mannschaft, die ja damit zwangsläufig kommen muss), hast du einen Regelverstoß begangen. Denn du kannst wie gesagt nur Beteiligte disqualifizieren. Nicht-Beteiligte kannst du nur auf die Tribüne oder besser gesagt aus dem Spielbereich schicken. Das zieht dann auch keine Reduktion für die Mannschaft nach sich.

    Hierzu ganz interessant sind die Regelklarstellungen des DHB, 2. Unterpunkt. Wenn man diese Regelklarstellungen streng auslegt, ist der MV verantwortlich dafür was auf der Bank passiert. Wenn er also einen Nicht-Beteiligten nicht von der Bank verweist (oder den Ordnungsdienst damit beauftragt), kann er für die Regelvergehen herangezogen werden.

    Auf jeden Fall ist eine Dq eines Nicht-Beteiligten mit damit verbundener Reduktion ein Regelverstoß und damit ein Einspruchsgrund

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    Auch dir lieber jfherden ist in deiner Karriere als SR vielleicht schon einmal ein Regelverstoss passiert, bzw. wird dir irgendwann noch passieren. :/: Vielleicht weiß du es nach dem Spiel selber, vielleicht weiß du es auch nicht, weil du davon überzeugt bis das du richtig gehandelt hast. Hinterher erfährst du vielleicht über dritte, dass die Regel was ganz anderes sagt. :/:
    Und dann ??? ?(

    So wie du diese ganze Situation momentan darstellst -vielleicht hast du dich ja nur falsch oder zu hart ausgedrückt- muss jeder SR also seinen SR-Schein abgeben, der beim Lehrgang auch nur einen Fehler im Regeltest hat. Dieser Fehler kann/hätte durchaus im Spiel passieren können. :/: [Vorsicht -leicht überspitzt formiliert]

    Sicherlich habe ich schon mal falsch entschieden, sicherlich auch gegen die Regeln, und es wird mir wahrscheinlich auch irgendwann nochmal passieren. Das ist ja auch nicht das Problem. Das Problem ist nur, dass die SR mehr als nur von ihrer Entscheidung überzeugt waren, sie haben (Zitat Schneu) allen Ernstes behauptet, dass es bislang immer falsch gepfiffen wurde. Diese Einstellung finde ich etwas bedenklich.

    Ich sehe außerdem einen großen Unterschied zwischen Lehrgängen und Spielen. Denn bei Lehrgängen sollte man lernen, was man bei Spielen umsetzt. Wenn man die Fehler bei den Lehrgängen macht, macht man sie evtl. nicht mehr im Spiel. Auch die Bedeutung eines solchen Fehlers ist nicht so hoch, denn u.U. kann so etwas ein Spiel entscheiden, einen Lehrgang jedoch nicht.
    Dass man Einspruch einlegen kann, und das Spiel wiederholt werden kann, ist zwar richtig. Aber man sollte so etwas nicht Standard werden lassen. Auch muss es nicht unbedingt im Sinne der "betrogenen" Mannschaft sein, dass das Spiel wiederholt wird. Vielleicht hat in diesem Spiel ein Spieler aus einer anderen Mannschaft mitgespielt, der beim nächsten Mal nicht kann, der aber der Haupttorschütze war. Pech wirst du sagen, aber ist das nicht eine klare Benachteiligung?
    Ich bin der Meinung, dass man so wenig von solchen Problemen produzieren sollte. Damit das klappt, müssen einige SR ihre Einstellung überdenken. Wer so eingebildet ist, dass er sagt: "Alle anderen außer mir pfeifen Sch...", dann ist er als SR fehl am Platze.
    Wenn ich als SR auf einen Fehler meinerseits angesprochen werde, dann höre ich mir (ernstgemeinte) Kritik an und denke darüber nach, und tue sie nicht gleich mit hochnäsigen Äußerungen ("Wurde alles bislang nur falsch gepfiffen") ab.
    Wenn man in diesem Fall solche Kritik an sich heranlassen würde, dann würde man schnell auf die Idee kommen, dass 2+2 Min nicht 2 Min ergeben können, oder?

    In diesem speziellen Fall hat es mich stark aufgeregt, dass Schwaniwolli diesen Klopfer herunterspielen wollte (Zitat: "Problemchen).
    Vielleicht klang der Text härter als er gemeint war. Ich sehe nur, dass solche Entscheidungen (und auch Einstellungen) ein schlechtes Bild auf uns SR werfen. Denn Zuschauer werden das Problem auch mitbekommen haben, denke ich. Und dass eine Rechnung 2+2=2 nicht richtig sein kann, leuchtet auch dem laienhaftesten Zuschauer ein.

    Zitat

    Original von Hans-Chrisitian
    ... bleibt der Spieler unter voller Ball- und Körperkontrolle, darf nicht auf Freiwurf entschieden werden ...

    Also ist insoweit ist ein kräftiger Spieler auch bei regelgerechter Betrachtung der Angelegenheit im Nachteil. Entscheidend ist nämlich grade nicht, was jemand macht, sondern, wie sich dies auswirkt. Dafür gibt es etliche andere Regelbeispiel (z. B. Betreten des Torraums durch den Abwehrspieler, z. B. zu frühes Überschreiten der 9-m-Linie durch den Abwehrspieler beim 7-m-Wurf u. v. m.)

    Also, der fett gedruckte Teil kommt (so ähnlich: auf dem 7-m bezogen) nur einmal in den Regeln vor (Regel 14:2) und hier auch nur im Zusammenhang mit dem Angreifer. Sprich: Wenn ein angreifender Spieler unter voller Körperkontrolle bleibt, darf nicht auf 7-m-Wurf entschieden werden.

    Auf das Problem bezogen heißt das, dass (wie die Regeln eigentlich auch sonst den Grundsatz vertreten, siehe z.B. passives Spiel) alles gleich fair behandelt werden sollte. So müsste ein Foul eines schwächeren Spielers gegen einen stärkeren genauso hart bestraft werden wie anders herum. Sprich auch im Falle des Stürmerfouls. Dass die Realität anders aussieht weiß denke ich jeder.

    Die Angelegenheit mit der Auswirkung von Regelverstößen (9m, 6m etc.) ist der Grundsatz des Vorteils. Wenn der 7-m-Schütze das Tor trifft, obwohl der Abwehrspieler zu früh in den 9m tritt, würde der Schütze jedem SR den Kopf (zu Recht, wie ich meine) abreißen, wenn der auf Wiederholung entscheidet.

    Man kann sogar teilweise noch weiter gehen und sagen, dass Fouls nach ihrer Absicht bestraft werden müssten. Sprich also, dass ein Spieler, der einen anderen anspucken will, der andere sich aber rechtzeitig duckt, trotzdem ausgeschlossen werden sollte.
    Oder dass ein Spieler, der beim Tempogegenstoß mitläuft und sichtbar versucht, in den Wurfarm zu greifen, aber danebengreift, für die sichtbar unsportliche Absicht 2-Min bekommt.

    Sicherlich ist die Bewertung ob Stürmerfoul oder nicht, eine sehr schwierige, da sich die Abwehrspieler meistens irgendwie zur Seite oder nach vorne bewegt. Auch kommt es (wie so oft) auf den Blickwinkel an, denn je nach Blickwinkel lassen sich verschiedene Dinge sehen bzw. auch nicht sehen. Aber das ist ja bei allen Regelwidrigkeiten der Fall.

    Noch eine Sache zum Ansprechen: Wenn man die Regeln ganz genau auslegt, ist nur der Mannschaftsverantwortliche (MV) berechtigt, die SR anzusprechen (Regel 4:2 und 17:12). Aber ganz wichtig (und schon etliche Male geschrieben): Es kommt darauf an, wie man sich äußert. Ein gebrülltes "Ey Schiri, das war Stürmerfoul (oder Kreis, Aus etc.)" ist sicherlich total falsch und handelt nur Ärger ein (und bringt die SR gegen einen auf). Schmiddy hat es schon gut beschrieben: Wenn die Gelbe Karte oder 2-Min kommen, dann war es der falsche Ton ;)

    Zum Zeitpunkt: In Ligen, in denen mit Team Time-Out gespielt wird, ist das TTO sicherlich die angenehmste Art und Weise mit den SR zu kommunizieren. Sonst sollte man abwarten, bis die eigene Mannschaft im Ballbesitz ist und den Angriffsdruck zurücknehmen, dann haben die SR weniger zu tun und können auf solche Äußerungen besser eingehen. Nichts ist schlimmer, als einen SR dann darauf hinweisen, wenn gerade eine komplizierte Szene zu beurteilen ist. Genau dann hat er kein Ohr dafür und bekommt die Äußerung vielleicht in den falschen Hals. Folge: Gelbe Karte ;)
    Wenn es nicht so wichtig ist, ist die Halbzeitpause auch ein sehr guter Zeitpunkt, aber auch hier gilt, dass der Ton die Musik macht, denn die SR brauchen auch die Pause zum Erholen.

    Ich denke SRBHV hat die Frage etwas missverstanden. Im Normalfall ist es so (wie er auch schreibt), dass du mit Eingangsstempel auf dem Anmeldeformular spielberechtigt bist, egal ob du den Pass zugeschickt bekommen hast oder nicht. Da muss "nur" eine Unterschrift auf dem Spielberichtsbogen her.

    Sicherlich ist der Fall hier anders, denn der alte Pass wurde nicht mitgeschickt. Und dann ist auch klar, dass der Verband keinen Seniorenpass ausstellt, und somit der Spieler nicht spielberechtigt ist.

    Naja, sicherlich ist das alles halb so wild, die Umstände mögen auch wie beschrieben sein. Aber ein SR, der so eklatant falsch entscheidet (wenn nach 2 Minuten wieder jemand einwechseln würde, dann wäre es eine 2-Min-Strafe und keine 4-Min!) und den Fehler nach dem Spiel nicht einmal einräumt und sogar (und das ist die Krönung) behauptet, dass es sonst immer falsch gepfiffen wurde, nur er (bzw. er zusammen mit seinem Gespannspartner) hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, sollte nicht mehr wirklich Spiele leiten dürfen. Bei allem SR-Mangel, der heutzutage herrscht, sollte es solchen (unbelehrbaren) Leuten verboten werden, wieder eine Pfeife in den Mund zu nehmen.

    Da verstehe ich den Rummel schon, und das ist bei weitem kein "Problemchen", sondern ein knallharter Hammer!

    Auch geht es nicht darum, ob diese Fehlentscheidung spielentscheidend war, oder ob die betroffene Mannschaft traurig über das Ausscheiden war. Es geht hier um SR-Kollegen, die derart von sich und ihrem Auftreten als SR eingenommen sind, dass sie die Wahrheit verkennen. Oder schlecht ausgebildet sind, das kann ich nicht beurteilen.

    Also eins erst mal vorweg: Der SR darf eine Menge!

    Solange er nicht den Regeln damit widerspricht, gilt dies als Tatsachenentscheidung und ist damit unanfechtbar (auch kein Einspruchsgrund).
    Den Regelbezug hat Andre ja schon gegeben.

    Nur noch eine Sache zur geschilderten Situation: 20 bzw. 14 Sekunden können beim Handball eine lange Zeit sein. Und wenn eine Mannschaft erkennbar diese Zeit versucht "auszuspielen", also zeit zu schinden, dann ist das faktisch passives Spiel. Denn der Regelauszug zeigt schon deutlich: Wenn es nicht erkennbar ist, dass ein Angriffs- oder Torwurfversuch gestartet werden soll, sondern nur zeit geschunden werden soll, dann ist das (laut Regel 7:10) passives Spiel.

    Ich gebe zwar Andre Recht, dass passives Spiel ohne vorheriges Warnzeichen unüblich ist, aber die Regel 7:11, zweiter Absatz geht soweit, dass eine besondere Situation ausreicht, damit passives Spiel ohne Warnzeichen gepfiffen werden kann. Solch eine Situation besteht meiner Meinung nach durchaus, wenn kurz vor Schluss eine Mannschaft erkennbar auf Zeit spielt, um ein Unentschieden oder einen Ein-Punkte-Vorsprung über die Zeit retten will. Und genau in solch einer Situation können 14 Sekunden eine Ewigkeit sein.

    Zitat

    Original von Speedy1988
    Jo, mach das mal, werden uns bestimmt mal in irgendner Halle in WOB, GF und Umgebung über den Weg laufen, fragt sich bloß ob wir uns dann auch erkennen würden!? ;)

    Naja, wenn ich euch pfeife, dann muss ich eure Pässe kontrollieren. Und dann lass ich dich persönlich antanzen *ggg*

    Hier denkt niemand, dass er was Besseres ist. Weder ich noch isi, noch irgendwer anderes. Außer vielleicht du:

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    Original von dj planlos, Beitrag "Wer von euch ist Schiri"
    Moooooin,
    also ich bin auch Schiri und habe schon recht viel Lob eingesteckt. Durfte auch schon Spiele pfeifen als ich noch keinen Schein hatte, zwar nur die Vereinseigenenspiele, aber besser als gar nix. Der Gegner von der Mannschaft die ich gepfiffen habe hat sich in ihrer Vereinszeitung sehr positiv geäussert und eine Trainerin aus unserem Verein war das Wochenende drauf mit ne Mannschaft bei der Verein und fragte zu hause nur ob ich das Spiel gepfiffen hätte.

    Ich bin der Meinung, dass lediglich die Einstellung, dass man sich selbst nicht mehr weiterbilden bzw. aus seinen Fehlern lernen könnte, sehr arrogant ist.
    Mir geht es hier keinesfalls darum, mir Feinde zu machen. Ich sage auch nicht, dass du arrogant bist. Nur gefällt mir deine Einstellung nicht.
    Zwar geht ohne Schiris beim Sport nichts, aber ohne den Sport (und damit ohne die Spieler und Trainer und letztendlich auch die Zuschauer) wären wir Schiris arbeitslos. Das bedeutet, dass das eine ohne das andere nicht geht, und dass wir uns gegenseitig arrangieren müssen. Und das geht nur, wenn wir keine Heiligenfiguren kreiren und von unseren hohen Rössern runterkommen. Denn schließlich wollen wir, dass die anderen auf uns hören. Und das geht nur, wenn der Respekt vorhanden ist.

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    Original von Luschi
    Ja, kann dir nur zustimmen. Es ist schon erschreckend wie manche zuschauer abgehen....

    Da bin ich voll eurer Meinung, nur finde ich es nicht so schlimm, wenn sie mich als Schiri anmachen. Viel schlimmer finde ich, wenn sie ihre eigenen Kinder von der Tribüne aus anmachen oder lauthals Regelverstöße fordern, wie z.B. "Mach ihn um!" oder "Klammer doch einfach!" etc.
    Das sind schlechte Vorbilder, denn die meisten Kinder lernen von ihren Eltern.
    Genausowenig mag ich die Trainer die so was von ihren Spielern fordern.

    Da denke ich, sollten wir Schiris (wenn wir so was hören) eingreifen und zu den entsprechenden Mitteln greifen: Als Zuschauer auf der Tribüne die entsprechenden Leute ansprechen, denn oftmals sind auch andere Zuschauer dann der Meinung und man steht da nicht allein da.
    Auf dem Spielfeld, wenn der Trainer so was von sich gibt, ist das unsportlich bzw. grob unsportlich. Also Gelb, 2-Min oder Rot. Je nachdem wie das rüberkommt. Wir haben als Schiri auch teilweise die Aufgabe der Erziehung (auch wenn das doof klingt) u.a. auch der Trainer.

    Aber im Endeffekt können wir nur die Auswirkungen bekämpfen, selten die Ursachen (die im Kopf bei den Betroffenen sitzen). Also ist es meistens ein Anrennen gegen eine Wand :wall:

    Und eigentlich ist das auch nicht das Thema, über das wir hier streiten ;)

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    Original von dj planlos

    so wie du das darstellst gehst du ja anscheinend davon aus, dass ich nicht pfeife. Ich tue es und ich muss sagen, dass ich dadurch mit meinen äußerungen gegen Schiris sehr zurück gegangen bin! Bevor du was verlangst, von wegen selber mal beide Seiten ansehen, solltest du auch sichergehen, dass das nicht schon passiert ist! Das was du machst ist so nämlich scheiße!

    Ich weiß sehr wohl dass du selbst pfeifst! Wenn du meinen Text etwas aufmerksamer durchlesen würdest, dann würdest du herausfinden, dass ich lediglich Bezug auf deine Aussage nehme.
    Und warum ich dich ziemlich direkt dabei angehe, ist das Resultat aus deiner Aussage, um genau zu sein auf den folgenden Teil:

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    [...] aber welche dauerhaft schlecht ist das immerhin auch noch ansichtssache!

    Und diese Aussage lässt sich schnell so auslegen, dass du der Meinung bist, dass die angeblich schlechten Leistungen von Schiris lediglich eine ungerechtfertigte Kritik von Zuschauern etc. sind, die die Schiris nicht leiden können.
    Und Fakten (dass einige Schiris permanent schlecht pfeifen, ist leider Fakt) so einfach "umzubiegen" ist meist nicht sehr zuträglich. Es klingt beim ersten Lesen sehr eingebildet und arrogant.

    Ich will dich auf keinen Fall persönlich hier angreifen, geschweige denn sagen, dass du auf dem Platz arrogant oder eingebildet wärst. Lediglich deine Äußerungsweise hier im Forum geht in die Richtung.
    Und wenn hier irgendwelche Leser zufällig hereinschneien und nur mal oberflächlich die Beiträge hier lesen, dann ist es doch ziemlich einfach nachzuvollziehen, dass die (sofern sie nicht tiefer in die Beiträge abtauchen und sie teilweise mehrmals lesen) ein schlechtes Bild von uns Schiris bekommen, oder?
    Und genau das ist etwas was wir uns nicht wirklich leisten können.

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    dj planlos
    wenn du die Situation kenne würdest, von der ich ausgehe, dann würde hier keiner, und wenn ich keinen sagen meine ich keinen(!), die Klappe aufreissen sondern mal nach denken. es ist echt peinlich, wenn Eltern keine Ahnung haben und dann nur weil es gegen die Mannschaft ihrer Kinder ging die Klappe aufreissen, obwohl das eine korrekte entscheidung war und du mit diesen Leuten zusammen spielst. dann nach dem Spiel den Schiri vor den Eltern schützen musst, selbst deinen Trainer, den Eltern und alle anderen erklären, was da war und dir dann auch noch anhören müssen, du denkst zu sehr als Schiri und die haben ja eh keine Ahnung! Und das war die harmloseste sache!

    Eins sei dir versichert: Du bist nicht der einzige, der solche Situationen erlebt hast. Und denk auch nicht, dass es nicht überall anders genauso passiert.
    Aber wie isi schon gesagt hat: Zuschauer sind in der Halle, um Handball zu gucken, da genießen sie eine Art Narrenfreiheit. Und das meistens auf eine außerordentlich parteiische Art und Weise (die auch sehr oft äußerst unschön ist, um es vorsichtig auszudrücken).
    Aber was interessieren uns die Äußerungen der Zuschauer? Was haben die uns zu sagen? Denk dir das nächste Mal, wenn du so was hörst: "Lass den doch labern, der hat doch eh keine Ahnung". Wichtig ist, dass du dabei gelassen und ruhig bleibst, und nicht von deiner Linie als Schiedsrichter abweichst.
    Allerdings habe ich bei dir das Gefühl, dass du dir die Äußerungen alle viel zu sehr zu Herzen nimmst bzw. dich viel zu sehr darüber aufregst. Und dann ärgerst du dich und machst Fehler. Zwar nur kleinere Fehler, aber das registrieren die Zuschauer und haben ihr gefundenes Fressen und meckern nur noch mehr. Bis es zum Eklat kommt und du mit Polizeischutz aus der Halle begleitet werden musst.

    Vielleicht solltest du mal einen Kumpel bitten, das Spiel was ihr pfeift auf Video aufzunehmen. Danach schaust du es dir mit deinem Partner und einem Unbeteiligten (vielleicht ein befreundeter Schiri, der das Spiel vorher nicht gesehen hat) zwei Wochen später an, und analysierst eure Fehler. Dann kannst du sehen, ob die Zuschauer zu Unrecht oder manchmal auch zu Recht gemeckert haben.

    Denk nicht, dass ich dir das sage, weil ich denke, dass du dir deine schlechte Leistung noch mal ansehen solltest oder sowas. Das ist Quatsch! Ich gehe mal davon aus dass du dir wie wir alle die beste Mühe gibst, zu pfeifen, aber da treten halt Fehler auf. Und wenn man sich die nochmal anschaut, dann kann man daraus lernen und sie das nächste Mal vielleicht nicht mehr machen.

    Zitat

    Original von r3action
    wie wilst du denn unterscheisen ob der schiri nen schlechten tag hat oder ob er immer so schlecht pfeift.
    vielleicht wär es ne idee für jedes spiel nen schiribeobachter anzusetzten:)

    Wenn du Schiedsrichter über längere Zeit beobachtest, dann findest du schon ziemlich fix heraus, ob die immer so schlecht pfeifen oder ob sie nur das eine Mal so schlecht pfeifen.

    Das mit den Beobachtern wäre keine schlechte Idee, nur ist es eine Kostenfrage. Ich halte immer die Augen offen, wenn ich mir Spiele anschaue und versuche objektiv zu sein. Nach dem Spiel suche ich meistens auch das Gespräch mit den Schiedsrichtern. Da lassen sich Fehler oder Missverständnisse ganz schnell beseitigen.

    Und konstruktive Kritik sollte sich jeder Schiedsrichter anhören, auch wenn er (nach eigenem Ermessen) supergut und fehlerfrei ist. Denn Lernen können wir alle noch und uns verbessern meistens auch.
    Und diese konstruktive Kritik von Laien-Aussagen oder subjektiv eingefärbten Kritiken zu unterscheiden sollte auch nicht wirklich schwerfallen.
    Wer sich keine Kritik gefallen lässt, gilt irgendwann als arrogant und eingebildet. Das schlägt sich dann auch fast unvermindert auf die allgemeine Meinung über Schiedsrichter nieder.

    speedy:
    Kann dir ja mal Bescheid sagen, wenn ich Ansetzungen kriege... Vielleicht laufen wir uns auch einfach mal so in der Halle über den Weg : )

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    Original von dj planlos
    Meiner Meinung nach sollten Leude, die nicht selber pfeifen mal die Klappe halten oder sich zu mindest mal überlegen, in welcher Situation der Schiri ist und wenn man einen schlechten Tag hat muss man damit leben, pfeifen aber welche dauerhaft schlecht ist das immerhin auch noch ansichtssache!

    Ich denke so einfach lassen sich solche Äußerungen nicht vom Tisch fegen. Denn wenn Außenstehende solche Äußerungen lesen, denken die meisten: Wie eingebildet unsere Schiedsrichter doch sind.
    Sicherlich sehen viele Leute (die selbst nicht pfeifen) nicht, was das Schiedsrichter-Dasein für Probleme und Konflikte aufwirft. Jedoch bin ich nicht bereit (und muss dir somit vehement widersprechen), die Schiedsrichter von vornherein von jeglicher Schuld freizusprechen. Es gibt Schiedsrichter, die grottenschlecht pfeifen. Da gibt es nicht viel dran zu rütteln.
    Wenn du von Außenstehenden verlangst, beide Seiten zu betrachten, dann mach das selbst auch einmal. Auch wir Schiedsrichter müssen uns Kritik gefallen lassen. Die Heiligenfigur auf dem Platz, die unfehlbar ist, steht uns nicht zu.

    Du hast vollkommen Recht, wenn du sagst, dass alle Beteiligten mit einer schlechten Tagesform auskommen müssen. Aber wenn ein Schiedsrichter (objektiv betrachtet) öfter auf diesem Niveau pfeift, muss man sich fragen wodran das liegt. Das lässt sich dann in den wenigsten Fällen mit dem Argument "Ansichtssache" vom Tisch fegen.


    speedy:
    Ich spiele in der 3. Herren, bin aber sicherlich auch "beruflich" bei euch in der Halle. Du spielst in der B-Jugend? Dann hab ich euch glaub ich letzte Saison sogar schon mal gepfiffen : )
    Wird aber sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

    Zitat

    Original von isi
    Die Schirikosten für die Heimspiele bezahlt der Verein erstmal komplet zum Schluss der Saison erfolgt dann ein Kostenausgleich in einigen Ligen, scheint ja auch so bei euch zu sein. Da bringt es aber nichts wenn ihr auf eurere Fahrtkosten verzichtet und bei anderen Vereinen bekommen die Schiris das. Erhöht zwar die Gesamtsumme, aber wieso sollt ihr darauf verzichten?! Wenn es ander auch in Anspruch nehmen, verzichten alle brauch man auch keinen Kostenausgleich machen.

    Also bei uns in der SG ist es so, dass die Heimschiris keine Fahrtkosten bekommen, dass lediglich die Unkosten getragen werden.

    speedy:
    Dein Verein bezahlt dir erstmal deine Unkosten, sprich die Aufwandsentschädigungen. Da größere Vereine wie der VfL mehr Jugendmannschaften am Start hat als andere (etwas kleinere) Vereine, müssten die großen Vereine auch mehr SR-Geld bezahlen. Am Ende der Saison wird festgestellt, welcher Verein wie viel bezahlt hat und das wird dann alles verrechnet. Die großen Vereine bekommen dann Geld zurück, andere müssen nachbezahlen. So dass alle Vereine am Ende gleich viel Geld bezahlen.

    Das mit den Jugendregeln denke ich wird so ohne weiteres übernommen, aber da fragst du am besten mal bei dir im Verein nach, die wissen das sicherlich genauer...

    Ich spiele übrigens im MTV Gifhorn : )

    Hey Speedy,
    bin aus Gifhorn, von daher kann ich dir ziemlich genaue Infos geben. Bei uns in der SG (also auch in Wolfsburg) wird D- und E-Jugend intern angesetzt. Ihr bekommt (auch als Jungschiedsrichter) die normalen Spielentschädigungen, jedoch keine Anfahrtskosten. Wieviel das in der D- und E-Jugend genau sind, müsstest du mal nachfragen. Dazu rufst du am besten Walter Piep an, der ist Schiedsrichterobmann in der SG (und damit für uns Schiris zuständig): 05361/71477
    Die ersten Spiele solltest du auf jeden Fall mit einem Partner pfeifen. Am besten wäre es wenn euch dabei ein erfahrener Hase über die Schultern schaut und euch sagen kann, was ihr falsch gemacht habt und was ihr besser machen könntet. Allgemein würd ich sagen (siehe Aussage von isi), dass du möglichst nie allein pfeifen solltest, weil du allein nie das siehst, was du zu zweit siehst.
    Du darfst auch in deiner Klasse (und sogar in deiner Staffel) pfeifen. Nur kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass du dir dabei noch so viel Mühe geben kannst, du wirst immer von Gegnern hören, dass du parteiisch seist... Aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden.

    Aber ein Tipp noch am Rande: Pfeif auf keinen Fall umsonst. Dir steht das Geld zu, denn schließlich hast du auch dafür gearbeitet. Das Geld muss nicht dein Verein allein bezahlen, das wird am Ende der Saison zwischen allen Vereinen ausgeglichen, so dass alle Vereine gleich viel bezahlen.

    Wir Schiedsrichtern haben ein paar Probleme zu lösen:

    Wenn ein SR 55 Min eines Spiels gut leitet und dann eine Fehlentscheidung trifft (sie muss nicht mal großartig spielentscheidend sein), dann ist das Geschrei groß: "Was für ein schlechter Schiri" etc.
    Dass der SR die längste Zeit des Spiels gut bestritten hat, gerät dabei schnell in Vergessenheit.
    Dass du dich über nicht gegebene Rote Karten aufregst: ok, aber da muss man beurteilen können, aus welchem Blickwinkel die SR das ganze beobachten konnten bzw. mussten.

    Beim Beobachten sind wir beim nächsten Punkt:
    Die Beobachtung ist nur so gut wie die Motivation der SR. Wenn man völlig unmotiviert irgendwohin fährt und sich sagt: Jetzt muss ich noch das blöde Spiel da pfeifen, dann ist die Stimmung vorprogrammiert.
    Denn es gibt viele SR, die zu ihrem "Glück" gezwungen werden. Und dass die nicht viel Spaß daran haben, ist wohl mehr als ersichtlich. Und wer keinen Spaß daran hat, der pfeift auch nicht so gut, wie jemand, dem es Spaß macht.

    Ich denke außerdem dass niemand SR wird, um anderen den Sport kaputt zu machen. Du als Spieler möchtest dir ja auch nicht vorwerfen lassen, dass du in der Abwehr schlecht stehst, nur um deinen Torwart dumm aussehen zu lassen, weil er dich vor dem Spiel irgendwie schräg angemacht hat, oder?

    Und dass sich die Schiedsrichter manchmal 60 Minuten (plus vor und nach dem Spiel) von allen Beteiligten anmaulen (teilweise sogar anschreien) lassen müssen, nur weil die nen schlechten Tag haben oder deren Mannschaft nicht so spielt (oder spielen kann) wie diejenigen sich das vorstellen, ist auch alles andere als fair. Und dass ein SR, wenn er von deiner Mannschaft mehrfach angemault wird, bei der nächsten strittigen Entscheidung nicht für deine Mannschaft entscheidet, ist doch logisch, oder?
    Zumal ist die Bezahlung bei den Dingen, die man sich da als Schiedsrichter anhören muss, teilweise mehr als dürftig.

    Das Publikum ist entweder nicht fachkundig oder einfach parteiisch, oder sogar beides zusammen. Was an sich nicht so schlimm ist. Nur wenn diese Zuschauer sich dann anmaßen, die Schiedsrichter zu beurteilen, dann passiert das meistens unfair. Manchmal aus Unwissenheit, manchmal halt aus parteilichkeit. Und wie viel auf diese Urteile zu geben ist, liegt dann ja auch auf der Hand.

    Im Argument, dass die Jungschiris besser (und umfangreicher) ausgebildet werden sollten, gebe ich dir Recht. Nur scheitert das im Allgemeinen am Geld, bzw. an der Bereitschaft der Ehrenamtlichen. Auch sollten die Jungschiris bei ihren ersten Schritten besser betreut werden, ihnen zu ihren Fehlern Erklärungen geben usw. Hier bietet sich auch die Videoanalyse an. Jedoch ist das wieder ein Problem des Geldes bzw. der Zeit, die die Ehrenamtlichen dafür hergeben müssen.

    Auch bin ich durchaus der Meinung, dass die Regeln (zumindestens in den unteren Jugenden) mindestens einmal in der Saison ein Thema sein sollte. Allerdings ist dies gerade im Jugendbereich sehr arbeitsintensiv und auch die Zuwachs- und Abgangsrate ist immens hoch. Will sagen, dass die Spieler immer wieder wechseln, und wenn am Anfang der Saison die Regeln besprochen wurden, dann hat das einer, der zum Winter dazukommt, nicht mitbekommen. Am besten wäre es sicherlich, einmal im Monat zumindestens so etwas wie eine Regelkunde oder -wiederholung zu realisieren. Aber das ist auch Utopie, weil eine Menge Zeit dafür draufgeht, die dann evtl. für das Training fehlt. Außerdem denke ich fehlt hier auch die Akzeptanz gerade der jüngeren Spieler. Die wollen einfach nur spielen und nicht unbedingt die Regeln pauken.

    Aber noch einmal: Ich denke dass keiner, der sich als SR auf den Platz stellt, irgendjemandem den Sport kaputt machen will.

    Aber nicht dass ich falsch verstanden werde: Es gibt sicherlich Schiedsrichter, die schlecht pfeifen. Aber auch bei denen sollte man überlegen, ob man sie mit Meckern nicht vielleicht noch mehr einschüchtert und sie damit zu noch schlechteren Leistungen bringt.