Beiträge von jfherden

    Zitat

    Original von T.N.T.

    Diese Formulierung heißt aber nicht, dass der SR darauf pochen kann.


    Was heißt denn "vorrangig"? Wenn es Streitigkeiten gibt, hat der SR den höheren Rang.
    Ich als SR habe kein Problem damit, wenn die Spieler die gleiche Farbe tragen. Ich erkenne wohl meinen Partner und Pässe spielen muss ich nicht. Insofern muss jede Mannschaft sich ganz genau überlegen ob es die "In-Farbe" schwarz sein muss. Falls hier Einbuße wegen Sponsor zu befürchten sind, müssen halt Leibchen mit Sponsorbeflockung oder Ersatztrikots her. Oder eben das Fehlpassrisiko in Kauf genommen werden.

    "Vorrangig vorgesehen" bedeutet für die SR aber auch, dass wenn sie z.B. blaue Trikots tragen und eine der Mannschaften ebenfalls blau trägt, dass die SR dann "vorrangig" schwarz wählen sollen. Insofern ist die Vorgehensweise "ein schwarzes und ein buntes Trikot" richtig und den Regeln nach völlig ausreichend.

    Zitat

    Original von HVS-SR
    Im HVS sind die Trikotfarben in den Gesamtspielplänen mitangegeben und die Vereine sind verpflichtet, in diesen Farben zu spielen.


    Wird hier genauso gemacht. Das bedeutet aber nicht, dass wenn sie hier Schwarz gemeldet haben, die SR wechseln müssten. Man kann sich hier auch folgende Situation vorstellen: Heimmannschaft schwarz, Gast blau. SR hat blaues und schwarzes Trikot mit. Welches soll er wählen? Ich würde das schwarze wählen, weil die Mannschaft mit den schwarzen Trikots das höhere Risiko eingegangen ist, weil schwarz ja üblicherweise eben SR-Farbe ist.

    Aber es gibt ja nichts, was man nicht besprechen kann. Mit vernünftigem Ton natürlich. ;)

    Wir haben zwei Trikotsätze mit: ein blaues und ein schwarzes. Wenn eine der Mannschaften blau trägt, nehmen wir schwarz. Im dümmsten anzunehmenden Fall trägt die andere Mannschaft dann schwarz.
    Außerdem fragen wir immer die Mannschaften, ob sie mit unseren Trikots einverstanden sind. Wir müssen ja nicht mitspielen.

    Wenn ich dich richtig verstehe liegt die wortwörtliche Auslegung in der Unterscheidung zwischen "Meisterschaftsspielen" und "Spieltagen"?

    Demzufolge sind zum Zeitpunkt x (2. Herren hat 2 Spiele, 3. Herren 1 Spiel absolviert) also drei Meisterschaftsspiele gelaufen? Und Spieler X darf jetzt (im vierten Meisterschaftsspiel der Saison) frei wählen? Schließlich wird nur nach Altersklasse (Männer) unterschieden, nicht nach Spielklassen (wörtliche Auslegung!!!).

    Wenn man jetzt betrachtet, dass die Saison für den Bezirk bspw. Anfang September anfängt (mehr Mannschaften-mehr Spiele), für die Kreisklasse aber erst Anfang Oktober (weniger Mannschaften-weniger Spiele), dann hätte der § in der wörtlichen Auslegung (s.o.) keine Wirkung, da im Bezirk schon vier Spiele absolviert wurden (4 Wochen), wenn der Kreis anfängt. Somit darf gleich munter gewechselt werden. Denn: Es wird nach Altersklassen gruppiert, nicht nach Spielklassen.

    So kann es doch nicht sein. :wall:
    So macht es doch gar keinen Sinn. :pillepalle:

    Ich schließe mich eisbeer und Zickenbändiger an: Ich lege den §55 anders aus. Aber das ist ja nicht das erste Mal, dass ich mit Entscheidungen von "oben" nicht konform gehe.

    Dany: Wieso reißt du eine meiner Aussagen aus dem Zusammenhang? Wenn du alles gelesen hättest, hättest du auch den Zusammenhang verstanden

    Zitat


    Wie so oft kommt es hier auf den Einzelfall an. Gebe dir bei deinem Beispiel Recht, dass da die Rote Karte kommen muss.


    Das "Wie so oft kommt auf den Einzelfall an" bezieht sich auf die eingangs beschriebene Situation. Ness hat es im ersten Teil seines 15:30-Beitrags ja auch richtig beschrieben. Der zweite Satz stimmt Christian vollkommen zu. Wo siehst du da Unstimmigkeiten?

    Zitat


    Somit ist es ja jetzt geregelt das die Situation keine progressive Strafe geben darf!


    Ist es das? Ich denke nicht.

    Ness:

    Zitat


    und das nennt man Taktik, nicht Unsportlichkeit


    Nein, wenn Spieler A nichts von der "Taktik" mitbekommt und davon überrascht wird, ist es einfach nur "wider dem Sportsgeist" und damit einfach nur unsportlich. TNT hat genau den Passus der Erläuterung 5 zitiert, den ich dir auch zitiert hätte. Und das ist im Gegensatz zur anderen Aktion keine Auslegungssache. Dass der Spieler "nur abbremsen" wollte, ist nur eine dumme Ausrede.

    Zitat


    Ganz klar ROT, da der Versuch den Gegenspieler zu gefärden klar sichbar ist.


    Nicht Rot, weil der Versuch sichtbar ist, sondern Rot, weil es grob unsportliches Verhalten ist. Das Ergebnis ist das gleiche, aber bei deiner Variante hagelt es Einsprüche und zwar zu Recht. Denn das Regelwerk sieht für den "Versuch, den Gegenspieler zu gefährden" keine Strafe vor, geschweige denn eine Rote Karte.

    Wie so oft kommt es hier auf den Einzelfall an. Gebe dir bei deinem Beispiel Recht, dass da die Rote Karte kommen muss.

    Anderes Beispiel (oben von mir schon mal angesprochen): Spieler A läuft einen Tempogegenstoß, Spieler B läuft hinterher und trampelt hinter Spieler A auf dem Boden, um ihn durcheinander zu bringen.
    Ist m.E. nach unsportliches Verhalten und Spieler B hat 2 Minuten Zeit über die Aktion auf der Bank nachzudenken.

    Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Ich rede von der Ahnung unsportlichen Verhaltens beim Tempogegenstoß im Gegensatz zu Postfan:

    Zitat

    Original von jfherden


    Die Begründung ist zwar etwas komisch ausgefallen, aber was B dort gemacht hat ist unsportliches Verhalten und damit klar Gelb bzw. 2Min. Ähnliche Situation, B versucht nicht in den Arm zu greifen sondern "trampelt" hinter A auf dem Boden, um ihn zu verunsichern.
    Wer so etwas ungestraft durchgehen lässt, der öffnet der Unsportlichkeit im Handball Tür und Tor.


    Jedes regelwidrige Verhalten, was den Spieler beim Tempogegen von seinem Tempogegen abbringen soll, ist unsportlich.

    Dazu nochmal ein Zitat von Postfan:

    Zitat


    versucht dem dribbelnden A den Ball rauszuschlagen


    Ein herausschlagen bedeutet im Gegensatz zum herausspielen keine wirklich kontrollierte Aktion. Somit kann davon ausgegangen werden, wenn einer einen Ball herausschlagen will, dass er zumindest in Kauf nimmt, dass er nicht nur den Ball trifft.
    Und solch ein Versuch, dem voraus laufenden (ahnungslosen) Spieler den Ball herausschlagen zu wollen, halte ich für unsportlich.

    Btw:

    Zitat


    jfherden
    In einer vorangegangenen Situation habe ich mich schon einmal gefreut, daß ich dich nie als Schiedsrichter bei einem Spiel meiner Mannschaft erleben werde. Zum Glück!


    Hast du so wenig Diskussionskultur und sinnvolle Argumente, dass du zu Beginn eines Beitrags ohne vorher sachliche Beiträge angebracht zu haben, persönliche Beleidigungen loswerden musst? Finde ich reichlich schwach, aber das ist dein Problem. So aggressiv und arrogant wie du hier immer antwortest, bin ich ebenfalls froh, dass du niemals eins meiner Spiele leiten wirst.

    Zitat

    Original von TLpz
    Es zählen nicht die persönlichen Spiele, sondern die Spiele des Teams!


    Eben, da das zweite Saisonspiel der 3. Herren verlegt wurde, fand es noch nicht statt. Demnach muss das zweite Saisonspiel der 3. Herren erst absolviert sein (eisbeer hat Recht, dass er selbst nicht mitspielen muss), bevor er zur 2. Herren wechseln darf.

    Für TLpz nochmal zum Mitmeißeln: Die 3. Herren hat ERST EIN SAISONSPIEL gehabt!

    RolfB: Du hast es doch völlig richtig zitiert:

    Zitat

    Original von Postfan
    Ich drücks mal ein bisschen anders aus: A läuft Konter B kommt von hinten versucht dem dribbelnden A den Ball rauszuschlagen, trifft aber weder A noch den Ball.


    Was gibt es dabei noch für Unklarheiten?

    gratfireball:

    Zitat

    Original von gratfireball
    [...]dass der Versuch den Ball zu spielen zu bestrafen ist[...]


    Mal ganz ehrlich: Reden wir hier davon, dass der Ball gespielt wird?

    Zitat

    Regel 8:3
    Regelwidrigkeiten gegen 8:2 können im Kampf um den Ball vorkommen; Vergehen, bei denen sich die Aktion überwiegend oder gar ausschließlich gegen den Gegenspieler statt gegen den Ball richtet, sind progressiv zu bestrafen.


    Spieler A, der den Konter läuft kann i.A. nicht sehen, was Spieler B hinter ihm macht. So wird jede Aktion, die B startet gefährlich, wenn A es nicht sieht. Und wenn das ganze kann bis zur Roten Karte gehen. Eben weil es kein Spielen des Balles ist, sondern unsportlich. Und dein (selbst als überspitzt eingestuftes) Beispiel hat ja mit der Situation von Postfan nichts zu tun.
    Ich denke, dass wir das Problem nicht bagatellisieren sollten: Es geht hier um die Sicherheit der Spieler!

    Korrigiere mich und behaupte das Gegenteil: Es gibt nur die 2-Spiele-Abwarten-Frist!

    Dennoch, TLpz:

    Zitat

    Original von elsebaer
    Ich habe ein Spiel in der 3. Herren gespielt. Das zweite Saisonspiel wurde verlegt. Möchte jetzt 2. Herren spielen, muß ich jetzt in der 3.Herren noch ein Spiel spielen????
    Die 2. Herren haben schon zwei Spiele gespielt.

    Zitat

    §55 (2) SpO
    (2) In den ersten beiden Meisterschaftsspielen bei Saisonbeginn — Austragungstag und -zeit dieser Spiele sind ohne Belang — darf kein Spieler in mehr als einer Mannschaft (derselben Altersklasse) eingesetzt werden.


    Heißt: He3 hat ein Spiel absolviert. Das zweite wurde verlegt, hat also noch nicht stattgefunden. Also muss elsebaer noch ein zweites Spiel der He3 absolvieren, damit §55 (2) nicht mehr zieht und er in der He2 spielen darf.

    §55 SpO DHB
    Kurze Zusammenfassung:
    - die ersten zwei Saisonspiele müssen in ein- und derselben Mannschaft gespielt werden (verletzt sein geht auch)
    - innerhalb von vier Wochen darf in der höher spielenden Mannschaft ein Spiel absolviert werden, sonst gilt der Spieler als festgespielt
    - um wieder frei zu werden muss vier Wochen oder 2 Meisterschaftsspiele der höher spielenden Mannschaft gewartet werden, bevor der Spieler wieder in der unteren Mannschaft wieder spielen darf.

    Also nix mit abwechselnd a,b,a,b...

    Zitat

    Original von Postfan
    Ich drücks mal ein bisschen anders aus: A läuft Konter B kommt von hinten versucht dem dribbelnden A den Ball rauszuschlagen, trifft aber weder A noch den Ball. A trifft das Tor hat sich von B nichteinmal bedrängt gefühlt und der Schieri gibt B 2-Minuten.
    B fragt : "Warum?"
    Schieri: "Die Aktion hätte gesundheitsschädlich für A enden können."
    B: "Ich hab A doch gar nicht behindert, geschweige denn berühr."
    Schieri: "Das spielt keine Rolle."

    Die Begründung ist zwar etwas komisch ausgefallen, aber was B dort gemacht hat ist unsportliches Verhalten und damit klar Gelb bzw. 2Min. Ähnliche Situation, B versucht nicht in den Arm zu greifen sondern "trampelt" hinter A auf dem Boden, um ihn zu verunsichern.
    Wer so etwas ungestraft durchgehen lässt, der öffnet der Unsportlichkeit im Handball Tür und Tor.

    Zitat

    Original von Postfan
    Wenn die Regel nun wirklich so ist, dann finde ich die total überflüssig. Oft ist Spieler B schnell und geschickt genug, um A den Ball sauber heraus zu spielen und was dann? Trotzdem 2-Minuten für B? Es hätte ja sein können, dass...


    Solche Aussagen finde ich überflüssig. Du bist SR? Dann solltest du deine Einstellung mal gründlich überdenken.
    Die Chance, dass B A den Ball regelkonform herausspielen kann, ist deutlich geringer als die, dass er A dabei am Wurfarm trifft. Und solch einen "Poker" zu unterbinden, ist unsere Aufgabe als SR. Wenn jemand für seinen Vordermann zu langsam ist, dann muss er es sich eingestehen können. Oder eben auf der Bank über seine gefährliche Aktion nachdenken.

    Zitat

    Original von Lasse
    Soweit die Theorie. In der Praxis wissen die meisten SR es entweder nicht, oder sie trauen sich nicht, entsprechend zu reagieren. Zumindest bis zu gewissen Spielklassen.


    Und das ist traurig. Wir Handballer haben gegenüber den Fußballern einige "spielgestalterische Mittel" zur Hand, die auch genutzt werden müssen: Rote Karten entsprechen nicht denen beim Fußball, Siebenmeter haben nicht die Bedeutung wie der Elfmeter.
    Daher bin ich der Meinung, dass viel mehr Lehrwarte insbesondere SR-Neulinge dazu ermutigen sollten, beides öfters einzusetzen.
    Denn nur mit einer Roten Karte lernen einige Spieler ihre Grenzen kennen, nicht wenn sie mit einem "Du, du" ermahnt werden, nachdem sie nen TW krankenhausreif umgesprungen haben.

    Hab grad folgende Info bekommen:


    Brief bei uns im Kreis. So wird alles neue mehr oder minder wieder platt gemacht...

    Zitat


    Wenn der ausführende Spieler also durch solche Gesten oder Worte gestört werden, dann kann eine persönliche Strafe ausgesprochen werden. Andernfalls begeht der Schiedsrichter eine Regelwidrigkeit! Und liefert damit einen Einspruchsgrund!

    Um Gottes Willen, nein!
    Schiedsrichter haben Ermessenspielräume und treffen Tatsachenentscheidungen. Insbesondere Unsportlichkeiten sind solche Ermessensfragen. Ob ein "was pfeifst du denn da für einen Scheiß?" eine Unsportlichkeit oder eine grobe Unsportlichkeit ist, liegt klar im Ermessen des SR. Und wenn er gar nix gibt und den Spieler böse anschaut, ist das auch in Ordnung. Zumindest regeltechnisch!

    Zur Frage: Einmal wiederholt, evtl. mit einer Ermahnung. Danach progressiv bestrafen wegen Unsportlichkeit, NICHT wegen Abstand!