Beiträge von Snuffmaster

    Auch das wird mit Blick auf deine Haltung gegenüber zu Guttenberg und die Bundeswehrreform richtig lustig.

    Dazu hatten wir geredet, ich sehe die Themen absolut nicht vergleichbar, aber das möge Ansichtssache sein und gehört nicht hier her


    Der alte Atomausstieg war doch wohl als geordnet zu bezeichnen. Da hätte es diese lobbyistisch geprägte Laufzeitverlängerung nie bedurft.

    Da gebe ich dir voll recht, verweise aber dann auf den Focus-Artikel, wo es eben darum geht, warum wir noch AKW´s benötigen. Ginge es nach den Plänen von Rot-Grün damals, würden jetzt einige mehr Kohlekraftwerke an das Netz gehen, womit dann die AKW´s weiter überflüssig werden. Der Plan damals hat meiner Meinung nach wie folgt ausgesehen: Bis zur Abschaltung des letzten AKW´s den benötigten Strom durch KKWs ersetzen lassen. Leider hat die Regierung nicht bedacht, dass es Leute gibt, die sowohl gegen Kohlekraftwerke als auch AKW´s vorgehen, wurde damals nicht bedacht. In Hamm wurde ein fast fertiges Kohlekraftwerk durch Umweltorganisationen gestoppt. Warum man aber gerade die Art von Kraftwerken braucht, wurde in dem Focus-Artikel ja ausreichend beschrieben.


    lothar
    diese Problematik hatte auch Lammert angemeckert. Die Frage ist aber, wie eine Abstimmung ausgegangen wäre...

    Die Debatte im Bundestag hat gezeigt, dass es typisch zu geht, auch bei solchen Entscheidungen.

    Nein es ging mir am Anfang gar nicht soo sehr um die Arbeitsplätze mehr um das Problem, dass bei Opel das Geschrei riesig war, als es um genau so viel Arbeitsplätze gegangen ist wie es jetzt an der Atomindustrie hängen, die jetzt egal sind. Die Ausgangskritik von mir war: Dass man jetzt sagt: Ein Arbeitsplatz in der Atomindustrie bzw. der damit verbunden ist, ist weniger Wert in der Bevölkerung als ein Arbeitsplatz bei einem bankrotten Unternehmen, wo die Leute auf die Straße gegangen sind.

    Mir geht es auch nicht darum, dass AKW´s am Leben erhalten werden müssen! Habe ich auch nie behauptet. Schön dass es Leute gibt, die nur das lesen, was sie lesen wollen.

    Mir geht es um folgende Punkte:
    Atomausstieg ja aber...
    ...geordneter Atomausstieg ohne Schnellschüsse
    ...Strukturelle Förderung der Regionen mit AKW´s JETZT beginnen
    ...Forschung von erneuerbarer Energie weiter vorrantreiben
    ...Kein Ausstieg ohne gesicherten Ersatz
    ...Ausstieg europaweit vorrantreiben
    ...Akzeptanz von erneuerbarer Energie erstmal in der Bevölkerung schaffen (Keiner möchte Kohle, keiner möchte Atom aber keiner möchte den Windpark in seiner nähe haben)
    ...Ausbau der Stromnetze, sowie Speicherung von Energie ermöglichen/erforschen (Bisher besteht nicht die Möglichkeit Energie von den Windparks im Norden in den Süden zu verlegen, Windparks müssen abgeschaltet werden, da keine Möglichkeit der Speicherung zuviel erzeugter Energie besteht)
    ...Keine Stromimporte um Bedarf zu decken und Stromexporte weiter Konstant halten
    ...Grundsätzliche Abschaffung Subventionen für Energie...weder bei Sonne noch bei Wind noch bei Atomkraft
    Einen realistischen Atomausstieg sehe ich nicht in den nächsten 10-20 Jahren gegeben. Solange werden AKW´s mindestens laufen müssen in meinen Augen. Bis dahin sicherlich weiteres Anheben auf ein realistisches Maß an Sicherheit (Unsere AKW´s müssen keine Erdbeben der Stärke 9,0 aushalten)

    Wer für einen sofortigen Atomausstieg ist, möge bitte erklären, wie das zu meistern ist. Wie Mindestnetzspannung aufrechterhalten werden soll, wie CO2-Vorgaben eingehalten werden sollen und das alles ohne Kohle- und Gas-Werke.

    Brummsel

    du zitiertest von mir folgenden Satz:

    Zitat

    Würde mal schätzen: An der Atomenergie hängen knapp 25000 Arbeitnehmer


    Soviel dazu...

    Ich erinner mich damals an den Untergang des Atom-Ubootes Kursk...
    aber wenn man das jetzt hervorkramt, kann man auch zum Beispiel den Forschungsreaktor in Jülich nennen. Und und und...

    Man sollte schon ein bischen mehr Realität spielen lassen: Die Menge an radioaktiven Material, welches Uboote und Schiffe vorrantreibt ist dann doch um einiges geringer, als das Betreiben von AKW´s und halte dies in keinster Weise wirklich für vergleichbar. Und wenn man dann noch weiter geht muss man einfach auch die radioaktive Belastung von Gegenden erwähnen, in denen Uran vorkommt (unter anderem in Sachsen udn Tschechien). Nicht zu vergessen die Uranbelastung von Trinkwasser, die immer wieder öfters hier in Deutschland mal vorkommt. Und erst die Strahlenbelastung beim Röntgen oder in der Krebsbehandlung. Und du wirst es nicht glauben, aber die "atomare Gefahr" wird es so lange geben, bis die radioaktiven Elemente zerfallen sind...und dieser Prozess wird noch Millionen Jahre dauern..Und auch wenn heute Plutonium chemisch gewonnen wird, ist dies auch ein natürlich vorkommendes Metall auf unserem Planeten...


    Edit:
    Der Focus hat eine schöne Zusammenfassung: Was passiert mit stillgelegten Atomkraftwerken?

    Hier wird mal gut beleuchtet, wie es mit einem AKW weiter geht, wenn es abgeschaltet wurde, was mit Arbeitsplätzen ist, was mit den Kommunen passiert, wer die Kosten trägt und wie hoch diese beziffert werden. Bei einem Einbruch von 90% Gewerbesteuer kann man nicht mehr von strukturellen Problemen sprechen, sondern mehr von Existenzen dieser Gemeinden.
    Ich kann auch nur nochmal betonen: Lieber einen geordneten Rückzug als überhastete Schnellschüsse...


    Auch warum es ohne AKWs zur Zeit noch nicht läuft wird gut erklärt:
    http://www.focus.de/panorama/welt/…aid_608519.html

    Die Argumente kenne ich sehr gut...


    edit2:
    ich bin mir nicht sicher, ob die das ernstmeinen oder nur einen schlechten Scherz machen:
    http://polskaweb.eu/japan-tsunami-…ln-5887978.html

    Jedenfalls darüber kann ich nur den Kopf schütteln!

    Hast recht 25000 ist falsch, sigmar gabriel redet von 30000 das bmu von ca 38000.
    http://www.haz.de/Nachrichten/Wi…m-HAZ-Interview
    (es gibt auch arbeitsplätze in abhängigkeit zum akw, die drumherum liegen)
    Sicher werden gleichzeitig viele schöne Arbeitsplätze geschaffen in der erneuerbaren Energie...profitieren davon aber die betroffenen gemeinden?

    Und hier sehe ich dann eben die strukurellen probleme, die nach dem akw auftreten und jahrzehnte brauchen um überwunden zu werden.
    Wie gesagt, mir geht es nicht um das ob, sondern das wie und wann...

    Gut: Zusatzkosten der Stromkonzerne= Einnahmen durch höhere Stromkosten somit dann nicht der Steuerzahler, sondern der Stromkunde. Die Infrastrukturellen Schwächen muss jedoch weiter der Staat zahlen (Verursacherprinzip).

    Ich vergleiche hier gerne 25000 drohende Entlassungen mal mit Opel und deren drohenden Entlassungen. Womit wir da wären: welcher Arbeitsplatz ist mehr wert? Gehen wir aus "egoistischem" denken davon aus, dass ein Arbeitsplatz in der Atomwirtschaft weniger wert ist als ei einem Autobauer?

    Ich zweifel, dass die ärgsten Atomkraft-Gegner wirklich direkte Anwohner von AKW´s sind. Die Meisten kommen aus Gegenden, wo kein AKW steht. Der Spiegel hat mal ausführlich - für mich sehr überraschend - über Biblis geschrieben:
    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…,717403,00.html

    alles ein Geben und nehmen.

    Was anderes: 1000 Angestellte für das AKW Bilis. Bei 19 Kraftwerken macht das mal 19000 + einige mehr die für Wartung und Reperaturen und so eingesetzt werden. Würde mal schätzen: An der Atomenergie hängen knapp 25000 Arbeitnehmer. Bei jedem anderen Arbeitgeber würde man schreien und demonstrieren, wenn er mal 25000 Arbeitsplätze abbaut...

    Focus schreibt es ähnlich wie der Spiegel:
    http://www.focus.de/panorama/welt/…aid_609345.html

    Niemand interessiert es, wie es dann vor Ort ohne das AKW´weiter geht. Wer übernimmt die Abbaukosten eines AKW´s? Wird wohl der Staat übernehmen müssen...Wer übernimmt die anderen Kosten (Arbeitslose, Strukturelle Veränderungen) Auch der Staat...also der Steuerzahler...ich bringe mal eine Anti-Atom-Strom-Steuer ins gespräch, mit der die Kosten mal gedeckt werden könnten...so Pro Kopf und Monat um die 10Euro im Schnitt, um die Kosten zu deckeln...


    In anderen Ländern sieht es unteranderem shr ähnlich aus.

    Anders als bei Atomkraft, finde ich bei Windkraft nicht einen Artikel, in dem direkte Anwohner ansatzweise hinter dem Projekt stehen. Windparks auf das offene Meer zu verlegen, halte ich auch nicht gerade für die bessere Alternative. Was fehlt ist einfach die echte alternative Energie, hinter der halbwegs jeder Bürger steht. Und da muss die Forschung noch deutlich weiter gehen, bevor man völlig auf alternative Energie baut.

    Nur weil Deutschland eine Stromüberproduktion hat, heißt es noch lange nicht, dass wir die AKW´s sofort abschalten können:

    1) Strom wird an der Börse gehandelt. Ein sinkendes Überangebot sorgt für deutlich steigende Preise
    2) Nur weil eine Überproduktion exestiert heißt es nicht, dass es diese auch wirklich gibt. Deutschland hat 2007 62.310 Millionen KWh exportiert.( bei einem Import von 42870 Mio KWh). dieser exportierte Strom kann nicht von heut auf morgen abgeschafft werden, da hier für Verträge exestieren. Ein Exportstopp würde eine weitere finanzielle Belastung des Strommarktes darstellen, der so schnell nicht abgefedert werden kann.

    Kommt es in einem Land zu einem Engpass, kann dies Auswirkungen ähnlich einer Finanzkriese haben. Wirtschaftlich sehe ich hier ein ganz heißes Eisen.

    weitere Zahlen
    Verbrauch 2006 geschätzt 549.100 Mio KWh
    Stromerzeugung 2007 geschätzt 594.700 Mio KWh


    Und in Hinblick auf die Entscheidung der Bundesregierung einen sehr interessanten Artikel in der TAZ. Man vergleicht die darin aufgelisteten AKW´s mit der jetzigen Entscheidung. Artikel vom 02.07.2010

    Es geht nicht darum, regenerative energie ausbauen, sondern a) weiter zu entwickeln und b) akzeptanz in der bevölkerung zu schaffen.
    Solar ist alles andere als umweltfreundlich und wirtschaftlich ohne subventionen. Wasser? Denke in deutschland ausgereizt. Wind für mich der einzige energieträger mit den besten voraussetzungen. Nachteil: mehrere 100 tote vögel pro jahr. Aber der absolute feind jeder “umweltfreundlichen“ ist die bevölkerung, die gegen jedes windrad prozessiert. Wenn man nach windradgegnern gehen würde, wär atom und kohle die meistgefragtesten energieträger.

    Hatte heute auch was gehört, dass soetwas ungefiltert zurück ins Meer geht, um lieber eine kleine Katastrophe hinzunehmen als eine riesige. Die Explosion in Tschernobyl ist doch damals deswegen zu stande gekommen, weil sich die heißen Stäbe durch das Fundament gebrannt hatten und auf Wasser stießen, welches dann die Explosion auslöste. Und da hat kuestentanne recht, dass hier der größte und wohl entscheidenster Unterschied zu Japan besteht.

    Die Langzeitwirkungen zwischen der Atombombe und einem Nuklearunfall sehe ich aber ähnlich. Die erhöten Missbildungen und Krebsprobleme treten bei Einwohnern von Hiroshima auch so auf, wie bei ehemaligen Bewohnern Tschernobils. Auch heute noch. Wenn man bedenkt, wie lange die Atombombe her ist und wie lange Tschernobil. Aber sonst hast du recht. Habe die Tage mal einen Bericht über das Naturschutz- und Touristengebiet Tschernobils gesehen. Nach fast 30 Jahren ist die Natur so weit erholt, haben sich seltene Pflanzen und Tiere in der Gegend vermehrt, kehren langsam auch die Menschen dort hin zurück, kommen Touristen. Aber am Reaktor ist es, anders wie in Hiroshima immernoch eine sehr hohe Strahlung. Trotzdem erholt sich auch die Natur von diesem Supergau. Ich denke, dass eine weltweite atomare Katastrophe am Ende nur den Menschen auslöscht und nicht die Erde...

    Die Frage ist doch, was halten die betroffenen AKW´s in Japan aus, welche Sicherheitsstandarts wurde bei den 40 (!) Jahre alten AKW´s angewendet und umgesetzt. Dazu die Frage, was wirklich geschieht. Die Aussagen sind doch recht wiedersprüchlich, wie es um das ganze steht. Außer den Wasserstoffexplosionen, die wohl das Gerippe drum herum weggesprengt haben, ist noch nichts sicher. Keiner weiß, wie es um den Reaktor wirklich steht.
    Bedrohlich finde ich aber dann folgende Meldung:

    Zitat

    Die Frage die ich mir Stelle: Ist man jetzt in der Lage die Problematik von Japan in neuen Atomreaktoren besser zu kontrollieren? Man darf in Bezug auf Japan nicht vergessen: 40 Reaktoren Landesweit, davon 10 Stück in Fukoshima. Dazu 10 weitere im Bau.

    Atomausstieg schön und gut...wenn Deutschland das mit alternativen Energien (kein Gas, keine Kohle, kein Öl) hinbekommt, sehe ich bei der Abschaltung der AKW´s in Deutschland kein Problem. Eine AKW-freie Welt ist utopisch und niemals zu realisierne. Dafür gibt es zu viele Länder, die einfach keine andere Wahl haben.

    kuestentanne
    Wie sieht es eigentlich in Schweden aus? Ich meine in den 80ern ist der Atomausstieg beschlossen worden, es werden immernoch neue AKW´s gebaut...Wie ist die Meinung in der Bevölkerung? Wie setzt die Regierung sich da trotz des beschlossenen Atomausstiegs durch?

    Ich halte die fragen schon für wichtig! Leute, die einen atomausstieg in deutschland befürworten, ohne die damit verbundenen auswirkungen zu beachten, handeln sehr kurzsichtig und in 2d. Ein ausstieg deutschlands würd erst dann die nachbarn beeindrucken, wenn soviel strom exportiert wird, dass sich die anschaffungen der gerätschaften lohnt. Nach jetzigem stand mehr als utopisch. Also bauen die nachbarn lieber neue akws. In tschechien eins im letzten jahr auf stand des tschernobyl-reaktors. Ziel: strom nach deutschland zu verkaufen.
    Ich halte davon mal garnichts und sehe diese fälle gefährlicher, als laufzeitverlängerungen. Wobei man in japan sieht, zu was neue aktuelle akws in der lage sind.

    Sich über atomausstieg zu unterhalten find ich 30 jahre zu früh. Dass er kommen wird, steht fest, auch wirtschaftlich. aber erst dann, wenn wir in der lage sind wasser, sonne und wind ordentlich zu nutzen. Hier sind wir noch im kindergarten. Den bereich weiter intensiv beforschen und versuchen das ganze eu-weit auszudehnen sind für mich die ersten schritte in eine akwfreie zeit und nicht in deutschland die akws vom netz nehmen. Ein atomausstieg ist nur dann ein erfolg, wenn ALLE länder europaweit an einem strang ziehen.

    Frage an die Anti-Atom-Freunde:

    Wenn Deutschland den Atomausstieg hinbekommt, wie sieht es denn mit den Nachbarn und Nachbarsnachbarn aus? Ist Deutschland in der Lage Frankreich zu sagen: Hey versucht es mal mit dem Atomausstieg! Oder Russland? Nur um mal die größeren Länder zu nennen. Wie soll mit Strom aus diesen Ländern verfahren werden? Schließt man seine Grenzen für Atomstrom aus dem Ausland?

    Ich bin begeistert: nach fast 2 Jahren scheint unser Außenminister so langsam mal zu erkennen, welches Amt er eigentlich bekleidet. Seine Äußerungen zu Japan und vor allem lybien zeugen doch von einem gewissen Fachwissen, und bin über seine klugen Worte mehr als überrascht. Aber mal abwarten, bis er ins nächste Fettnäpfchen tritt...wobei das letzte ja doch schon Monate zurückliegt. Wird er jetzt doch noch so gaaaanz langsam gaaanz wenig zu einem Genscher?

    Erklärt für mich immer noch nicht, wie Du das Wort "langsam" in Einklang bringst mit der sofortigen Suspendierung.

    Die Argumentation ist schlüssig, dass sich aus VfL-Sicht mehr zugetragen haben könnte. Ist aber für mich unerklärlich, warum das der VfL dann nicht einmal ansatzweiße kommuniziert, wenn er doch selbst so unschuldig ist. So unschuldig, dass er sogar auf den Einsatz eines Leistungsträgers verzichtet und dafür möglichen sportlichen Erfolg riskiert. Die logische Fortsetzung der Argumentationskette führt hier derzeit in eine Sackgasse.

    Ansonsten drehen wir uns im Kreis. Ja, es ist normal hinter dem Rücken seines Arbeitgebers neue Verträge abzuschließen, wenn das die Zeit nach dem bestehenden Vertrag betrifft. Es ist sogar vorbildlich, wenn man das mit großem zeitlichen Vorlauf kommuniziert um damit dem Arbeitgbeber alle Möglichkeiten gibt zu reagieren. Nach dem ganzen Theater hier ist es aber auch nachvollziehbar, wenn VfL-Spieler den Verein künftig hinhalten, pro forma Gespräche führen um die Bekanntgabe des eigenen Wechsels möglichst lange hinauszuzögern. Das Verhalten des VfL ist nicht förderlich für eine offene Kommunikation mit den eigenen Spielern.

    Natürlich ist die Suspendierung vom Verein mehr als unglücklich kommuniziert worden. Die Möglichkeiten dazu sind viel zu schwammig um es mit Sicherheit zu sagen.
    Da die Spieler wohl alle mehr wissen als wir, bleibt in meinen Augen abzuzwarten, ob es dem verein schaden oder nützen wird. Sehe beide Wege für möglich, da wir das genaue Verhalten und die Gründe nicht kennen.

    Um deine Frage zu beantworten möchte ich etwas spekulieren:
    Hätte sich PW nicht verletzt, wäre meiner Meinung nach die Suspendierung nach einiger Zeit aufgehoben worden. PW hat Fehler eingeräumt sich entschuldigt. Man hätte mit dem THW eine Ablöse ausgehandelt und die Sache wäre gegessen gewesen. Da wäre es wohl so wie von mir beschrieben gekommen. PW wäre als 3. Mann hinter Anic und Lützelberger auf der Bank gewesen und hätte die ein oder andere Minute auch wieder in der Bundesliga spielen können. Damit wäre jedem geholfen gewesen und der Abschied eben mit weniger Spielminuten eingeläutet worden. Ist erstmal so nicht gekommen, da PW nun mal zu unachtsam war. Und daher ist es jetzt so, dass die Suspendierung nun mal das Ende schneller als sonst einläutet.

    PW wird jetzt die Verletzung vollständig auskurrieren und erst zur neuen Saison für den THW wieder ein Spiel bestreiten. Hier macht der VfL jetzt deutlich, dass es ihm dann auch eben um das Geld mehr geht als um das Wohl des Spielers. Nicht jede Aktion vom VfL war richtig bzw. Medientauglich. Durch das Publizieren, dass der Spieler mit der Verletzung wohl bis Saisonende ausfällt, verschwindet er von der Gehaltsliste des VfLs. Die Ablöse dürfte deutlich niedriger sein, als es sonst gegeben hätte, aber sehe sie immernoch im 6-stelligen Bereich.

    Sofortige, bedingungslose Suspendierung ist bei Dir also "langsam"? Spannende Interpretation des Wortes langsam. Was wäre eine "schnelle" Reduzierung der Einsatzzeiten?

    Das der VfL sich bisher immer korrekt gegenüber den wechselwilligen Spielern verhalten hat, sollte außer jede Frage stehen. Die Spieler wurden mit Anstand behandelt und bis zu letzt voll im Team gehalten. Warum also nicht bei PW?
    Ist es normal - auch wenn es nicht gegen irgendwelche Regeln verstößt - HINTER dem Rücken des akteullen Arbeitgebers Verträge auszuhandeln? Fehlt da nicht dann das Vertrauen in seinen Arbeitgeber?
    wenn alles so korrekt gelaufen ist bei PW, warum gesteht er öffentlich Fehler ein? Warum hat er keinen Mut zu sagen: hey ich habe mich korrekt verhalten, das Poblem warne hier echt mal die anderen!Ihm könnte es doch egal sein nach so einer Suspendierung...Den Vertrag ab spätestens 2012 hat er unterzeichnet, notfalls verklagt er den VfL auf Vertragsbruch und verlässt dann Ablösefrei den verein und kassiert dazu noch eine Abfindung? Dürfte doch kein Thema sein, wenn so eine Suspendierung total aus der Luft gegriffen war und er sich völlig korrekt verhalten hat.


    Dieses Pseudoargument ist einfach nur lächerlich. Er wurde vermutlich auch nicht als Nr. 1 auf seiner Position gesetzt weil er besser war als seine Konkurrenz sondern nur aus reiner Menschenfreundlichkeit. Dieses "Fördern" hat er doch durch Leistung zurückgezahlt.

    Es ist also normal, daß Spieler, die zu einem anderen Verein wecheln wollen, ab dem zeitpunkt der Bekanntgabe dieses Wechsels nicht mehr eingesetzt werden? Was für eine lächerliche Ansicht. Du bist genauso peinlich und weltfremd wie Sead und Axel.
    Bei solchen Fans und Offiziellen wünsche ich dem VfL Gummersbach schnellstmöglcih die Insolvenz an den Hals, damit solche Deppen der Bundesliga zukünftig erspart bleibt

    a) PW hat Fehler eingestanden., Was daran ist, ob es wahre Fehler waren oder nicht bleibt Spekulation. Er ist der erste Spieler beim VfL, bei dem bei einem vorzeitigen Abgang so reagiert wurde. Also ist garantiert was intensiveres vorgefallen. Niemand kennt seinen Arbeitsvertrag und wie es wirklich abgelaufen ist.
    b) Welcher Verein ändert nicht langsam dioe Einsatzzeiten von Spielern, die sicher den verein verlassen werden, wenn er neben dem noch 2(!) andere Spieler für diese Position hat, die ebenfalls gute Leistungen zeigen können?
    c) Mache ich nochmal drauf aufmerksam, das PW sich jetzt selbst für den Rest der Saison aus dem Spiel genommen hat und durch eigenes Verschulden diese Saison kaum noch Spiele bestreiten wird. Er hätte ja nicht dem Vater auf der Baustelle helfen müssen.
    Auch ein Karabatic wurde in Kiel nach bekannt werden seines Abgangs nicht mehr so eingesetzt wie davor. Wenn ein wechsel feststeht, ist das gang und gebe, dass er weniger Spielzeit bekommt...egal bei welchem Verein! Alles andere ist kurzsichtig.
    Und auch bei normalen Arbeitgebern ist es gang und gebe, dass der Arbeitnehmer nicht mehr an den Projekten so eingesetzt wird, wie vor Bekanntgabe seines Abgangs. Hier muss man einfach zusehen, dass man den Übergang hinbekommt zwischen die Zeit mit und die Zeit ohne ihn. Das ist im Handball so, das ist in anderen Team-Sportarten so, dass ist auf dem freien Arbeitsmarkt genau so. Und wenn man es nicht glaubt, da ist es sogar viel schlimmer...


    Wiencek würde dem VfL auch nächste Saison noch erhalten bleiben, wenn man sich von Vereinsseite nicht zur Erpressungsvariante gegen den THW entschieden hätte, um ihn jetzt los zu werden. Es geht also nicht um sportiliche Belange (denn dann würde der beste Spieler auf 1 stehen und nicht auf 3) sondern um verletzte Eitelkeiten und finanzielle Begehrlichkeiten.

    PW´s Abgang steht spätestens 2012 fest. Der Vertrag von Anic könnte ja noch verlängert werden? Ist es moralisch verwerflich, den Spieler, der weg will als solchen zu behandeln, und Spieler, die eventuell bleiben könnten, und ganz sicher bleiben mehr Spielanteile zu geben? Gunnarsson hatte in den letzten Spielen auch weniger Spielanteile bekommen als Lützelberger.
    Oh Entschuldigung: PW ist ja DAS deutsche Talent, und DER Heilsbringer für die Nationalmannschaft...wenn er nicht wieder die vollen Spielanteile bekommen würde, wäre das ja Hochverrat am deutschen Handball...
    Zum Glück stellt sich aber diese Frage nicht, da ja bekanntlich PW sich selber verletzt hat und bis Ende der Saison nicht ein Spiel mehr deswegen bestreiten wird.

    Und nein, dies hat nichts mit verletzter Eitelkeit zu tun, sondern einfach unternehmerischer Gedanke...auf wen könnte man in Zukunft bauen, wen muss ich JETZT fördern...da gehört PW ganz sicher nicht dazu...wenn er einer von zu vielen ist...