Lieber kuhne10,
Lieber Highness,
Ihr redet im Konjunktiv: was wäre wenn der VfL nächstes Jahr in Liga 3 antritt.
Ich rede da mal weiter: Dann ist eine neue Halle in Gummersbach passé. Dann habt ihr mit eurer Argumentation völlig recht, dann wird es aber auch keine neue Halle geben.
Reden wir mal vom hier und jetzt:
Die Lizenz ist erstmal nicht erteilt worden, der VfL hat eine Woche Zeit, nachzubessern: somit spielt der VfL aktuell nächste Saison noch nicht in Liga 3. Die entgültige Entscheidung steht ja noch aus. Dies wurde von der HBL ja oft publiziert.
es ging mir um folgendes Argument:
Zitat
Bei dem Gedanken, dass ein " bankrottes" Bundesland und eine
hochverschuldete Stadt (180 Mio Schulden, negativer Haushalt 2010 mit
25,5 Mio Euro) eine neue Halle finanzieren, die sich Gummersbach gar
nicht leisten kann und die außer dem Vfl auch niemand braucht kommt mir
einiges hoch.
Geht man von dem Fall aus, dass Gummersbach die Lizenz bekommt, ist eure Argumentation hinfällig.
Des weiteren Ist das oben genannte Argument eh hinfällig. Die Stadt wird das Grundstück stellen, wie es bei jedem passiert, der auf dem Gelände baut (Stichwort Regionale 2010). Auch habe ich mal ungefähr aufgeschlüsselt, welche Töpfe die Halle anzapfen würde. Das geht bis zur EU hoch.
dann wollt ihr sagen: Göppingen hat 9 Mio aus Fördergelder bekommen und regt euch über Fördergelder für eine andere Halle auf, wo die Förderung bei 7 Mio liegt? (Es geht hier um PLÄNE nichts reales, und Fördergelder gibt es nun mal für jeden gleich verteilt, ob er die Halle jetzt nötiger hat oder nicht. Ich kann ja auch Fördergelder vom Amt beantragen, und bewilligt bekommen, wenn ich aus meinem Nebenverdienst einen Hauptverdienst mache, auch wen die Firma boomt). Baugeld kann der Millionär auch bekommen, genau so wie der arme Schlucker. Egal ob der arme Schlucker dann später das Haus nicht mehr halten kann oder nicht. Wichtig ist, ob die Bank die Kredite bewilligt. Ist es dann Wettbewerbsverzerrung, wenn der arme das Haus dann nicht mehr halten kann und verkaufen muss? Schließlich hätte ein weiterer Millionär den Bauplatz ja auch nutzen können.
des weiteren ist an sich der Verein aus dem Schneider, sollte das mit der von der Stadt Gummersbach bzw. den Kreis Oberberg angedachten Finanzierung klappen. Klappt es nicht, wird ohnehin keine Halle kommen.
Man sollte sich mit der Finanzierung von Projekten sich ganz genau beschäftigen bevor man darüber spricht. Ach der Unterhalt wird durch diverse Töpfe des öffentlichen Haushaltes und durch Mieteinnahmen getragen. Die Summe, die der VfL da zu bezahlen hat ist größer als in der EHH und deutlich kleiner als in der KölnArena. Ach ja und die Halle wird ganz dringend nicht nur für den VfL benötigt. Nicht nur als Veranstaltungshalle, sondern auch als Sportzentrum für die vorm Zerfallstehenden aktuellen Kreissporthalle, somit für den Breitensport genutzt werden. Ach und da ihr beiden euch ja sooooooo gut auskennt: Die Halle wird auch noch dringend für die FH benötigt. Die EHH ist für die FH bekanntlich nicht verfügbar, da hier 2 Gymnasien ihren Sport ausüben.
Wir brauchen hier nicht die Augen zu zu machen vor den Fehlern, die beim VfL gemacht wurden. Wurden im übrigen bei deutlich mehr Vereinen gemacht. Wie war es in Flensburg, Lemgo, Magdeburg, Dormagen, Nordhorn, Essen, Wallau, Großwallstadt, Hamburg, Pfullingen, Bad Schwartau etc...
Sport ist ein Zuschussgeschäft. Ob im Breiten- oder im Spitzensport. Im Spitzensport nutzt man das, um seine Marke bekannter zu machen. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da wurde hier über Schwalbe gefragt, ob das überhaupt ein Unternehmen ist, welches man als seriös bezeichnen könnte. Hier hat die Werbung ganz sicher was gebracht. Auch aus steuerlicher Sicht würde ich Sponsoring sehen. Sponoring muss der Firma nicht immer was bringen. Aber bekannter auch im regionalen Raum werden die Marken alle male. Vor dem Einstieg der Firma Schmidt+Clemens kannte kaum einer diese Firma. ISE war auch im Bobsport vor der Insolvenz sehr aktiv. Warum wohl? Um groß Gegenleistung zu bekommen.
Im Breitensport ist Sponsoring auch sehr weit verbreitet. Auch hier geht es in keinster Weise darum, den Gegenwert unbedingt wieder herauszubekommen.