Beiträge von TusemFan

    Zitat

    Original von TusemFan

    abwarten. Hanning ist jung und für gute Konzepte immer zu haben. Zutrauen würde ich es ihm in jedem Fall aber das hängt natürlich wesentlich vom Konzept ab. Erst müssen Sponsoren gewonne/gehalten werden, die eine gute Basis für das Abenteuer bilden. Klären wird sich auch, ob Schorn die Kraft hat für einen Neuanfang bzw. ob sich ein Nachfolger findet. Also entweder ganz oder gar nicht. So einen Larifari-Scheiss wird es nicht geben davon bin ich überzeugt.

    Habe aber noch ne andere Lösung. Wallau bekommt die Lizenz und bildet eine Spielgemeinschaft mit dem Tusem. Man, das wäre es doch. Wallau bringt die Lizenz mit und Essen das Geld und die Spieler :baeh:

    Also, als erst Antwort auf meine Fragen kam gerade im WDR ein Livebericht mit Klaus Schorn. Er hat im Wesentlichen noch mal das gesagt, was auch in den Berichten des Tages zu lesen war. Eine Aussage war aber bezeichnent. Auf die Frage, wie schnell Essen wieder in der BuLi sein könnte, sagte Schorn : "...das hängt davon ab, ob sich jemand findet, der sich 12 bis 16 Stunden für den Sport in der Region einsetzen will um so den Verein zu führen, so wie er es lange Jahre gemacht hat...". Das klingt nicht nach einem Klaus Schorn in der Regionalliga. Naja, warten wir ab. Der Schock ist frisch und sitzt sicher sehr tief. Die nächsten Tage werden er zeigen.

    Hier die News aus der Presse:

    Tusems schwärzeste Stunde



    Nach einem der größten Erfolge der Vereingeschichte kassierte der Tusem in Minden seine bitterste Niederlage.

    Das Ständige Schiedsgericht unter dem Vorsitz von Stefan Tholund aus Kiel katapultierte die Essener Handballer in dritter und letzter Instanz in die Regionalliga, weil der Erstligist nach Ansicht des Gremiums die Wirtschaftskraft nicht nachweisen konnte, Fristen versäumt hatte, schlicht die Richtlinien im Lizenzierungsverfahren der Handball-Bundesliga (HBL) missachtet hat.

    "Ob die Regionalliga machbar ist, werden wir prüfen", sagte Urlich Gaißmayer, der Präsident des Gesamtvereins, der sein Aushängeschild verloren hat, aber nun für die Handballer wieder ausschließlich verantwortlich ist. "Es ist eine der bittersten Stunden in meinen 50 Jahren Vereinszugehörigkeit."

    Schon den ganzen Tag verzog Gaißmayer keine Miene. Allerdings spürte man, dass es nicht gut steht um die Belange des Tusem. Um 11 Uhr trat das Ständige Schiedsgericht zusammen im Kurfürst-Saal des Mindener Holiday-Inn. Stefan Tholund aus Kiel hatte den Vorsitz, ihn unterstützten Jürgen Punke (Schleswig) und Rolf Nottmeier praktisch als Gastgeber, denn er ist beruflich Vorsitzender Richter am Arbeitsgericht in Minden. Und er wurde 1979 mit der A-Jugend von Minden-Dankersen Deutscher Meister. Ein Mann vom Fach also, der auch gebührende Sorgfalt versprach. Man werde sich die Sache nicht einfach machen, angesichts des späten Termins wolle man aber zeitnah entscheiden. Am 1.Juli startet offiziell die neue Spielzeit, beginnen gegebenenfalls die Spielerverträge neu. "Uns fehlt die Zeit", wird Maximilian Gutsche unmittelbar vor der Urteilsverkündung unken. Eine Woche eher wäre nicht schlecht gewesen, meint der vom Tusem kurzfristig verpflichtete Rechtsbeistand. Irgendwie sollte er Recht behalten, denn die versäumten Fristen im Lizensierungsverfahren waren ein "zentraler Hauptpunkt".

    Nach 90 Minuten kommen die Herren erstmals aus ihrem Sitzungssaal. Poker-Miene. "Nervtötend, unmenschlich", stöhnt Tusem-Schatzmeister Dietmar Galla. "Verrückt", murmelt Klaus Schorn. Der ultimative nervenzehrende Existenzkampf hat Spuren hinterlassen. HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann und Rechtsbeistand Andreas Thiel, die einen möglichen Vergleichsantrag bereits abgelehnt haben, suchen die frische Luft, der Tusem tigert aufgekratzt und nervös in der Lobby umher, keiner will Tendenzen ausgemacht haben. Nur so viel. "Sie berufen sich auf formal juristische Fragen", fasst Präsident Ulrich Gaißmayer zusammen.

    Nach einer Viertelstunde rückt die Verhandlungsrunde wieder ein. Noch einmal quälen 80 Minuten, dann ist Mittagspause. Und überraschend verkündet Rolf Nottmeier, dass gegen 14.15 Uhr geurteilt werde. Wieder versucht Ulrich Gaißmayer das juristische Dickicht zu teilen. "Das Gericht meint, dass es ein Betriebübergang ist, wenn der Tusem als Gesamtverein die Lizenz trägt und nicht die Handball GmbH. Das sehe ich anders." Profan beschrieben, gingen die Richter davon aus, dass der Tusem e.V. auch die Schulden der Gesellschaft tragen müsse. Und was dann? Dann wäre der Tusem-Vorstand mit Ulrich Gaißmayer, Stellvertreter Klaus Schorn und Schatzmeister Dietmar Galla in der Pflicht. "Ich tue ja wirklich alles für den Tusem, aber in eine solche Schuldenfalle würde ich mich sicher nicht begeben."

    In der Zwischnzeit versucht Klaus Schorn telefonisch Norbert Wagenmester, den Vorsitzenden des Gutachterausschusses in Kiel zu erreichen, wo er noch vor zwei Tagen einen erneut testierten Lizenzantrag des Gesamtvereins abgeliefert hatte. Die erstaunliche Kunde: Wagenmester ist in Minden. In der Endphase wird er auch in der Lobby auftauchen. 14.20 Uhr: Die Richter kehren zurück. Der Tusem möchte noch schnell eine weitere Akte vorlegen, ordert sie aus Essen über Fax. Warten. Fünf Minuten Beratung der Richter, fünf Minuten für die Gegenseite, sich zu informieren und zu besprechen.

    Dann der letzte Gang. Es ist 15 Uhr. Dem Handball-Erstligisten Tusem Essen schlagen die letzten Minuten. "Die Argumente des Ständigen Schiedsgerichts sind in sich schlüssig und gut nachvollziehbar. Sie haben sich an die Richtlinien gehalten", behält Gaißmayer die Fassung. Man habe trotz allem eine unterschiedliche Meinung von der Rechtslage. "Wir haben nach den Regeln gehandelt", argumentiert Bohmann. "Die Richter haben das bestätigt.Und nochmals: Der Liga tut es weh und Leid, den Tusem zu verlieren."

    30.06.2005 Von Rolf Hantel


    Das war´s! Tusem endgültig draußen



    HANDBALL / Nach vierstündiger Verhandlung lehnte das ständige Schiedsgericht den Lizenzantrag ab. Zukunft ungewiss.

    Im Sitzungssaal Kurfürst I des Holiday Inn Hotels in Minden wurde gestern Nachmittag das Kapitel Tusem in der Handball-Bundesliga nach 25-jähriger Zugehörigkeit endgültig geschlossen. Nach vierstündigen Gesprächen, Beratungen und zweimaliger Unterbrechung kam das ständige Schiedsgericht der Handball-Bundesliga unter Vorsitz des Kielers Stefan Tholund zu dem Entschluss, dem Tusem auch in letzter Instanz die Lizenz für die kommende Saison zu verweigern. Begründung: Der Essener Traditionsklub hat entscheidende Fristen nicht eingehalten. Auch konnte der Europapokalsieger die Bedenken nicht aus dem Weg räumen, die kommende Spielzeit wirtschaftlich unbeschadet zu überstehen.

    Tusem-Boss Klaus Schorn verließ den Sitzungssaal mit aschfahlem Gesicht: "Ich bin sehr traurig". Frank Bohmann von der HBL bedauerte: "Der Liga tut es weh, Tusem Essen zu verlieren." Tusem-Präsident Uli Gaißmayer sprach von seiner "schwärzesten Stunde" als Tusemer. Wie und ob es weitergeht in der Regionalliga, steht noch in den Sternen. Tenor im Tusem-Lager: "Wir müssen erst mal eine Nacht darüber schlafen!"

    Nächtliche Zugfahrt nach Kiel

    Der Revierverein hatte erst von zwei Tagen einen neuen Lizenzantrag nachgereicht. Künftig sollte der Tusem e.V. für alle Belange der Bundesliga, auch für die wirtschaftliche Seite, zuständig sein. Klaus Schorn hatte den 20 Seiten umfassenden Antrag in einer nächtlichen Zugfahrt am Dienstag nach Kiel gebracht und dort dem Gutachterausschuss und dessen Vorsitzenden Norbert Wagenmeester vorgelegt. Nach Auffassung des ständigen Schiedsgerichts hätte dieses spätestens zum 3. Juni passiert sein müssen. Der Tusem war schlicht zu spät dran.

    Obendrein bestanden schwere wirtschaftliche Bedenken, ob der Tusem als Gesamtverein das kostspielige Unternehmen Handball-Bundesliga ohne weiteres hätte schultern können. Zumal auch noch eine beträchtliche Summe an Altlasten im Raum stand. Ob diese automatisch von der maroden GmbH auf den Gesamtverein übergegangen wäre, war ein Streitpunkt. Auch die in höchster Eile angeforderte Auskunft aus einem Steuerberater-Büro konnte letztlich keine Klarheit bringen.

    Unterstellungen zurückgewiesen

    Zwar zog man sich erneut zu Beratungen zurück, doch an dem Urteil änderte das nichts mehr.

    Wie schon bei der Verhandlung beim Landgericht Dortmund vor einer Woche kam dem Ex-Meister und Pokalsieger auch gestern der sogenannte "Vertrauensschutz" viel zu kurz. Schorn beharrte erneut darauf, dass er sich von der HBL im Stich gelassen fühlte. Er habe aufgrund der bedenklichen finanziellen Schieflage des Vereins wegen des ausbleibenden Sponsorengeldes in Höhe von 2,7 Millionen Euro von der Projektmanagement-Firma Weinerplan Hellas um ein Gespräch mit dem HBL-Vorsitzenden Hildebrandt aus Magdeburg gebeten. Vorgesehen war dieses am 6. Mai, einen Tag vor dem Europapokal-Rückspiel. Doch es kam nie zustande. Der Termin wurde kurzfristig abgesagt. "Ich bin immer davon ausgegangen, dass die HBL ihren Vereinen helfen und Rat geben soll. Ich fühle mich da allein gelassen."

    Er unterstrich auch nochmals seine "Verschwörungstheorie": "Die HBL wollte sich eines tollen Vereins entledigen. Da waren Eigeninteressen im Spiel - das weiß jeder! Man war nicht bereit, uns zu unterstützen - das habe ich festzuhalten und nicht zu kommentieren."

    Bohmann wies diese Unterstellung scharf zurück. Mit der Änderung der Lizenzierungs-Richtlinien und der Einsetzung eines dreiköpfigen unabhängigen Gremiums will man sich aber künftig sämtlicher Befangenheits-Vorwürfe bei der Lizenzvergabe entledigen. So wurde es am letzten Wochenende bei der Liga-Tagung entschieden. Für den Tusem kamen diese Änderungen zu spät.

    Mit dem gestrigen Tag sind nun auch alle vertraglichen Bindungen mit den Spielern hinfällig, die bis jetzt in vorbildlicher Weise stillgehalten hatten. Unmittelbar nach dem Urteil des ständigen Schiedsgereichts kursierte aber schon das Gerücht, Rückraum-Torjäger Oleg Velyky werde sich Bundesliga-Aufsteiger Kronau-Östringen anschließen. Deren neuer Trainer heißt Iouri Chevtsov! Auch die anderen Essener Akteure werden sicher umgehend handeln und sich anderen Klubs anschließen.

    30.06.2005 SABINE HANNEN

    Zitat

    Original von TBV Phil
    Meinst du das ernst @ tusemfan?

    abwarten. Hanning ist jung und für gute Konzepte immer zu haben. Zutrauen würde ich es ihm in jedem Fall aber das hängt natürlich wesentlich vom Konzept ab. Erst müssen Sponsoren gewonne/gehalten werden, die eine gute Basis für das Abenteuer bilden. Klären wird sich auch, ob Schorn die Kraft hat für einen Neuanfang bzw. ob sich ein Nachfolger findet. Also entweder ganz oder gar nicht. So einen Larifari-Scheiss wird es nicht geben davon bin ich überzeugt.

    Habe aber noch ne andere Lösung. Wallau bekommt die Lizenz und bildet eine Spielgemeinschaft mit dem Tusem. Man, das wäre es doch. Wallau bringt die Lizenz mit und Essen das Geld und die Spieler :baeh:

    Zitat

    Original von fritz s.
    Gehen wir mal davon aus, das OLG kann TuSEM auch nicht mehr helfen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie für die Regionalliga melden? Wenn ja, dann sicher nur mit dem Ziel Durchmarsch. Fragt sich nur mit welcher Mannschaft. Was denkt ihr?

    Ich glaube fast nicht, dass sie melden werden aber da würde ich mal die nächsten Tage abwarten. Wenn, dann wird Bob Hanning Trainer und sportlicher Leiter und in zwei Jahren sind sie weider in der 1. Buli. Spieler sind sicher ausreichend zu finden.

    Wie gesagt, die Entscheidung ob und wie, fallen in den nächsten Tagen

    Hier mal die Presse aus Essen über den wahrscheinlich entscheidenden Tag:

    Der Tag der Entscheidung



    Diese Ungewissheit geht an die Nerven und sorgt für eine eigenartige Spannung. Was ist, wenn . . . Heute ist der 30.Juni, heute tagt ab 11 Uhr das Ständige Schiedsgericht des Deutschen Handball-Bundes in Minden, um in dritter, und aus sportlicher Sicht letzter Instanz, über die Zukunft des Tusem zu entscheiden.

    Lizenz oder Absturz in die Regionalliga? Niemand weiß, wie dieses Verfahren endet, keiner möchte sich äußern über die Chancen des Traditionsklubs vor dem Schiedsgericht. Der aktuelle Europapokalsieger bald drittklassig? Das ist kaum zu fassen.

    Und doch gut möglich. Vier Stunden hat das Gericht zunächst veranschlagt, um zu einem Urteil zu kommen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird es im "Holiday Inn" in dieser Zeit eine letzte mündliche Verhandlung geben. Tusem-Manager Klaus Schorn und Schatzmeister Dietmar Galla werden befragt, flankiert von Rechtsanwalt Maximilian Gutsche, der den verhinderten Manfred Tiegelkamp vertritt. "Ich kenne Gutsche persönlich. Ein Mann, der sich im Wirtschafts- und Sportrecht gleichermaßen gut auskennt", erläutert Schorn. Pikant: Gutsche hat schon einmal vor Jahren die Liga im Fall "Gummersbach" vertreten.

    Um 15 Uhr ist offiziell der Fall "Wallau" anberaumt, allerdings könnte das Gremium seine Entscheidung auch auf Freitag vertagen. Diese Möglichkeit haben sich die drei Richter offen gehalten. Wer von den fünfen, Ohl (Eschborn), Tholund (Kiel), Punke (Schleswig), Lauer (Stade) und Nottmeyer (Präsident/ Minden), das Entscheidungstrio bildet, war bis gestern offen. "Die werden es sich nicht leicht machen", ist jedenfalls Tenor aller Spekulationen.

    "Wir haben alles getan", sagt Schorn müde, "alle verlangten Unterlagen beigebracht." Manchmal sei er sich nicht sicher, ob man das allen Klubs in dieser Form abverlangt und zugemutet habe. Noch Sonntagnacht war der 70-Jährige mit dem Zug nach Kiel gereist, um dem Gutachterausschusses am Morgen Belege über die Wirtschaftskraft nachzureichen.

    Konzentrieren sich die Juroren auf Formalien, wird es schwer für den Tusem, dem noch bis vor einer Woche von der HBL vorgeworfen worden ist, dass die Lizenz-Unterlagen nicht prüfbar seien. Werten die Juroren den "Vertrauensschutz", die Tatsache, dass die Essener offen mit ihrem Problem umgegangen sind in der Hoffnung, das Problem gemeinsam zu lösen, dann könnten die Chancen steigen. Erst recht, wenn der Tusem schlüssig belegt hat, dass die kommende Saison gesichert ist.

    29.06.2005 Von Rolf Hantel

    Ein Albtraum



    Heute entscheidet das Ständige Schiedsgericht über die Zukunft des Tusem. Die Handball-Bundesliga (HBL) wird das Urteil akzeptieren, Essen hält sich möglicherweise noch das Türchen offen für ein ordentliches Verfahren. Doch der langwierige Prozess könnte erneut in eine Sackgasse führen.


    Anders als bei der SG Wallau, die sich auflöst, wo Spieler und Trainer den Verein bereits verlassen haben, besitzen die Essener noch ein schlagkräftiges Team. An dieser Stelle muss man auch mal diesen Handballern höchsten Respekt zollen, dass sie hundertprozentig solidarisch, ohne öffentliches Gezeter, zu ihrem Verein stehen.

    Der könnte in eine fatale Situation geraten. Ohne Lizenz werden die Asse gehen. Natürlich. Man kann nicht erwarten, dass sich Profis so unter Wert verkaufen. Obwohl: Formal dürfte ein Regionalligist Tusem als Titelverteidiger sogar im EHF-Cup auflaufen. Die HBL jedenfalls hätte nichts dagegen.

    Ein grotesker Albtraum, denn für die Regionalliga gibt es schon den Alternativspielplan. Der beginnt am 27.August mit der Partie Tusem gegen VfL Gladbeck. haro

    29.06.2005

    Aber wieso besteht die HBL nicht auf eine Urteilsverkündung sondern läßt den Tusem für Heute mit dem blauen Augen davon?? Ich könnte mir das vielleicht so nach dem Motto vorstellen, wir lassen Essen die Lizenz und dafür hält der Tusem die Klappe was das Thema HBL-Wahlen etc. angeht. Bleibt nur die Frage, wie stellt man Wallau und Co ruhig?? Es ist alles nur schwer zu verstehen, was da jetzt weiter abläuft.
    Der neue Tusemsponsor ist natürlich echt der Brüller. Ist der Laden eine Gesellschaft, die Schorn gehört? Hat er also in all den Jahren Geld vom Tusem in diese Gesellschaft gebracht (völlig legal natürlich. für gedruckt Hallenhefte bekommt man schließlich Geld) und ist diese Gesellschaft auch zu einen Sponsoring in der Regio bereit. Das wäre eine sehr interessange Fragen. Mit 3 Mio Budget bist du in der Regio der King und hast sicher den Aufstieg so gut wie in der Tasch. Naja, alles Spekulation. Mal die nächsten Wochen abwarten.

    Tja, was fängt man jetzt mit den "Ergebnissen" an. So wie es in Handball-world ja beschrieben steht, sind ja wohl bei der HBL auch einige Leichen im Keller. Keine Ahnung wer da jetzt wann mit welcher Frist gewählt wurde aber wenn die HBL auf ihrer Seite Fehler macht, dann muß sie diese auch auslöffeln. Schließlich werden Vereinen wegen Form- und Fristfehlern ja auch Lizenzen verweigert :D
    Ich habe gerade mal so gedacht, ob die HBL Wallau und Willstätt hat über die Klinge springen lassen, um Essen jetzt doch noch die Lizenz zu gewähren. So nach dem Motto "...wir haben halt doch durchgegriffen und bei Essen war die Lage doch anders als von uns angenommen...".
    Jetzt müssen wir noch eine Woche warten und uns jeden Tag neue Geschichten aus der Presse anhöhren, wer mit wem was wann gemacht hat und mache will.

    Mit dem neuen Sponsor des Tusem ist ja mächtig komisch. Ich wette, das sich da ein Pool von Tusem-Offiziellen und Partnern hinter verbirgt. Hoffe, der HR-Auszug kommt wirklich noch Heute an.

    Hier schon die erste Pressestimme vom Freitag aus der NRZ/WAZ:

    Vertagt - aber Tendenz negativ



    HANDBALL / Landgericht Dortmund gab Tusems Kampf um die Lizenz zunächst einmal an das Ständige Schiedsgericht.

    Eigentlich ist noch nichts passiert. Der Tusem hat nach wie vor keine Lizenz, der Essener Handball-Bundesligist hat aber auch keine einstweilige Verfügung erwirkt. Gestern einigte man sich beim Landgericht in Dortmund darauf, das Verfahren ruhen zu lassen.

    Schutterwald und Wallau dagegen drängten auf eine Entscheidung durch Richterin Marlies Bons-Künsebeck, die die Anträge der beiden Vereine ablehnte.

    Vertrauensschutz und Tradition

    Jetzt gibt es nur noch ein kleines Fünkchen Hoffnung für den Europapokalsieger auf das Ständige Schiedsgericht der Handball-Bundesliga, das am kommenden Donnerstag in Minden über das Schicksal von Tusem und Wallau entscheiden wird.

    Tusem-Boss Klaus Schorn, der mit blasser und ernster Miene in seinem dunkelblauen Anzug der Verhandlung folgte, zeigte sich enttäuscht und hofft nun ebenso wie Präsident Uli Gaißmayer, dass der sogenannte "Vertrauensschutz" und die Tradition in Minden schwerer ins Gewicht fallen bei der Entscheidungsfindung. "Das hätten der Tusem und auch die Person Klaus Schorn verdient", so Gaißmayer.

    Kaufmännisches Schicksal

    Die Richterin machte von Beginn an keinen Hehl daraus, dass der Tusem für sich keinen Sonderstatus beanspruchen könne. Altehrwürdige Tradition hin oder her. Im Sinne der Klarheit und Verlässlichkeit für alle Vereine und der Wettbewerbsfähigkeit über die gesamte Saison müsse man Richtlinien und Fristen einhalten. Und wenn man einem windigen Sponsoren auf den Leim gegangen sei, müsste man eben von "kaufmännischem Schicksal" sprechen, so die Richterin wörtlich.

    Alle drei Vereine hatten sich augenscheinlich darauf verlassen, dass Nachbesserungen, wie sie bei den bisherigen Liszensierungsverfahren an der Tagesordnung gewesen sind, auch in 2005 möglich sein würden. Doch in diesem Jahr hielt sich die HBL bei den Lizensierungsverfahren strikt an die eigenen Vorschriften.

    Bons-Künsebeck verwies immer wieder darauf, dass sie weder dem Vereinsrecht vorgreifen wolle, noch die Frage der Befangenheit der HBL endgültig beurteilen könne. Auch sei sie nicht dazu da, die Lizenz zu erteilen. Sie war sichtlich darum bemüht, dem ihr "fremden" Sport und deren Vertretern eine Brücke zu bauen. Nur durch ihr Eingreifen war es dem Tusem möglich, das Verfahren zunächst ruhen zu lassen und die Entscheidung damit wieder in die Hände der Sportgerichtsbarkeit durch das Ständige Schiedsgericht zu legen. Wobei die Essener nun noch immer das Recht haben, vor einem ordentlichen Gericht in die Berufung zu gehen.

    In Dortmund nutzte es dem Tusem wenig, dass er mehrere Testate vorlegte, in denen Sponsorengelder in Höhe von drei Millionen Euro für die kommende Saison in Aussicht gestellt wurden. Unter der Voraussetzung, dass künftig nicht mehr die insolvente Handball GmbH mit Altschulden und Steuerschulden von 870 000 Euro, sondern der Gesamtverein als wirtschaftlicher Träger fungiert.

    "Damit haben wir wieder den Stand von 2000 hergestellt. Es war unsere letzte Chance", so Uli Gaißmayer.

    Beschlossen wurde dies in den letzten Tagen. Denn erst ab dem 15. Juni gestand man sich endgültig ein, dass mit Sponsorengeldern von Weinerplan Hellas nicht mehr zu rechnen sei.

    Dieses war auch neu für die HBL, die durch Andreas Thiel und Frank Bohmann vertreten wurde, wobei beide einen souveränen Eindruck hinterließen.

    Alles Daumendrücken von Fans und auch dem ehemaligen Tusemspieler Frank Arens im Saal 150 der Zivilkammer zehn in Dortmund nutzte zunächst einmal nichts. Es sieht nicht gut aus für den Tusem, so der Tenor bei allen Anwesenden. Bundesliga-Spielwart Uwe Stemberg kommentierte: "Ich glaube nicht, dass ich den Spielplan in der nächsten Woche noch einmal ändern muss."

    23.06.2005 SABINE HANNEN

    Gerichtsweg führt in Sackgasse



    Der Weg vor das ordentliche Gericht hat den Tusem in eine Sackgasse geführt. Auf einen Antrag für eine Einstweilige Verfügung zur vorläufigen Zulassung zum Spielbetrieb der 1.Liga haben die Essener nach anderthalbstündiger Verhandlung vor dem Landgericht Dortmund freiwillig verzichtet. Nun muss das Ständige Schiedsgericht am 30.Juni in Minden Klarheit schaffen.

    Die Essener wissen noch immer nicht, wie es weitergehen wird. Dafür ist sich Uwe Stemberg offenbar umso sicherer. Vor dem Landgerichtsgebäude in Dortmund verkündete der Spielleiter der Handball-Bundesliga (HBL) per Handy die Neuigkeiten. Die Anträge der SG Wallau-Massenheim und des Zweitligisten TV Willstätt wurden abgewiesen, das Verfahren im Fall "Tusem" ruht. "Ich brauche jedenfalls keinen neuen Spielplan erstellen", freute sich der HBL-Offizielle, als hätte er gerade einen Sechser im Lotto gelandet.

    Dabei hat der deutsche Handball sicherlich einmal verloren, denn die souveräne Vorsitzende Richterin Marlies Bons-Knüsebeck entschied zwar zweimal im Sinne der HBL und im Fall Tusem sorgte sie für ein "Remis". Ein Freudentag ist es jedoch für die Liga wirklich nicht. Zumal noch immer Unsicherheit herrscht, wie es weiter geht. Noch sind alle Optionen offen, doch der Tusem, so scheint es, könnte auch vor dem Ständigen Schiedsgericht schlechte Karten zu haben.

    HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann hätte auch gegen Essen einen Sieg erringen können. Als die Vorsitzende Richterin ihn fragte, ob er einen Antrag auf "Versäumnis-Urteil" stellen wolle, stimmte er zunächst zu, doch Bons-Knüsebeck riet ihm zu einer kurzen Unterredung mit HBL-Rechtsvertreter Andreas Thiel. Ergebnis: Die HBL verzichtete und betonte noch einmal, sie werde sich dem Urteil des Schiedsgerichts in einer Woche anschließen.

    Dieser Entscheidung mochte Tusem-Anwalt Manfred Tiegelkamp allerdings nicht vorbehaltos folgen: "Dann wären wir ja ganz vom ordentlichen Rechtsweg ausgeschlossen." Also: Die Sache kann sich noch hinziehen, obwohl das niemand wünscht. "Da gibt es noch genug Muniotion", ahnte auch Bons-Knüsebeck. Nebenabsprachen, Parteilichkeit oder Befangenheit der Vorstandsmitglieder beim Lizensierungsentscheidung, Satzungs- und Formfehler - doch diese Dinge lägen nicht in ihrem Kompetenzbereich.

    Klarheit gab es vom Tusem bezüglich Hauptsponsor "Weinerplan". "Der Vertrag ist erst zum 15.Juni geplatz", erklärte Tiegelkamp. Nun ist sicher, dass definitiv keine Zahlung erfolgen wird.

    Fest steht auch, dass der Hauptverein Tusem Essen die Lizenz beantragt hat, und somit der Stand von 2000 vor der Ausgliederung der Handballer wieder hergestellt ist. Die GMS (Gesellschaft für Marketing und Sport) hat eidesstattlich Sponsorengelder in Höhe von drei Millionen Euro für die kommende Saison versprochen, der Etat wäre somit gesichtert. Der Tusem hat einen Verlustvortrag von 800 000 Euro (Stand 31.Mai 2005) , hat aber auch 870 000 Euro Steuerschuldenberg, von denen die Essener, laut Thiel, im zweiten Halbjahr 2005 "Null Euro" abgebaut hätten.

    23.06.2005 Von Rolf Hantel Lizenzkampf vor Landgericht Dortmund

    Zitat

    Original von ToDieFor
    Ehrlich gesagt: Am Anfang habe ich dem Tusem die Daumen gedrückt, mittlerweile sieht das schon anders aus. Die Art und Weise wie hier vorgegangen wird, finde ich nicht in Ordnung. Ich weiß, dass die Essener Fans das jetzt anders sehen. Ich für meinen Teil hoffe, dass das Gericht den Entzug der Lizenz bestätigt, auch wenn ich nicht daran glaube...

    Ich kann es dir nicht übel nehmen. Es ist alles sehr undurchsichtig und es fällt sicher schwer, anhaltend nur das gute zu sehen. Selbst ich als Fan und Anhänger bin über einige Dinge des Herrn Schorn und Co. mehr als enttäuscht. Da hilft manchmal selbst die Vereinsbrille nur bedingt weiter.

    So, hier noch etwas Presse aus Essen:

    Tusem hofft heute auf Lizenz



    HANDBALL-BUNDESLIGA / Europapokalsieger will einstweilige Verfügung vor dem Landgericht in Dortmund erreichen.

    Heute ist ein schicksalträchtiger Tag für den Tusem. Der Essener Handball-Bundesligist hofft beim Landgericht Dortmund, Zivilkammer 10, per einstweiliger Verfügung die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten. Um 12 Uhr ist der Termin anberaumt. Direkt anschließend wird Liga-Konkurrent Wallau-Massenheim verhandelt.

    Schiedsgericht nicht abwarten

    Beide Bundesligisten wollten die Entscheidung der HBL, die den Vereinen zweimal die Lizenz verweigert hatte, nicht hinnehmen und auch das ständige Schiedsgericht als letzte Instanz der Handball-Bundesliga nicht abwarten. Das Schiedsgericht will sich vorgezogen am kommenden Donnerstag mit den Fällen der beiden Bundesligisten befassen.

    Für den Tusem werden Klaus Schorn, Präsident Uli Gaißmayer und der Anwalt Manfred Tiegelkamp am heutigen Donnerstag in Dortmund vor Ort sein. Schorn hofft, auch in der im September beginnenden Saison ebenso wie Wallau-Massenheim am Ligabetrieb teilnehmen zu können. Dann würde die Liga auf 20 Vereine aufgestockt werden. Ein Alternativ-Terminplan soll bereits vorbereitet sein. Die Tatsache, dass die HBL die Lizenzierungsregelungen überarbeiten will für die Zukunft, machte den Essenern und auch Wallau Mut.

    Fiebrige Sponsorensuche

    Schorn gab zu, der "unglücklichste Mensch" zu sein, weil es so weit kommen musste und ein ordentliches Gericht angerufen wurde. Aber er sieht sich in der Verantwortung für sein Lebenswerk, den Verein, die Spieler, die Anhänger des Europapokalsiegers, der vergeblich auf 2,7 Millionen eines Sponsoren gehofft hatte. Der 70-Jährige kämpfte in den vergangenen Wochen mit letzter Kraft darum, die Zukunft des einzigen Revier-Handball-Erstligisten zu sichern - wenn er denn die Lizenz bekommen sollte.

    "Die kommenden zwei Jahre sind in einen sehr sauberen Rahmen gepackt mit neuen Sponsoren. Durch unseren Europapokal-Titel kommen wir zu anderen Erträgen, die uns helfen würden, den Verlust aus dem letzten Jahr langsam abzubauen. Das ist auch testiert", versichert Schorn, der hofft, mit seinem "Sanierungskonzept" ein offenes Ohr in Dortmund und auch bei der HBL zu finden.

    Gleichzeitig muss er aber auch darauf gefasst sein, heute negative Nachrichten zu hören. Doch so recht will er den Gedanken daran nicht zu Ende denken. "Wenn nur nach Buchstaben ausgelegt wird, wäre das hirnrissig. Dadurch zerstört sich die HBL selbst. Dann würden am Ende nur noch vier Vereine in der Bundesliga spielen."

    In dem gestrigen Gespräch mit dem ehemaligen Weltklasse-Torhüter Andreas Thiel versicherte Schorn nochmals, dass er bei der Darstellung der Wirtschaftlichkeit des Tusem keine anderen als die eingereichten Unterlagen einbringen konnte.

    "Die Forderungen an unseren Sponsoren waren nicht als werthaltig einzubringen. Also konnte die Wirtschaftsprüferin das auch nicht testieren", rechtfertigt er sich. An diesem Punkt soll, so Schorn, die Erteilung der Lizenz für den dreimaligen Ex-Meister letztlich gescheitert sein.

    22.06.2005 SABINE


    Also, ich will da gar nichts weiter zu dem Thema sagen. Ich glaube, die Aussage, dass wir alle viel zu wenig Infos zum Geschehen haben, trifft es ausgezeichnet. Hier blickt ja bald keiner mehr durch welche Entscheidung welche überstimmt und was die Verfügung überhaubt bringt, wenn am 30.06. alles für die Tonne ist.
    Ich hoffe auf ein gutes Ende für den Tusem am Donnerstag in Dortmund.

    Das ordentliche Gericht wird aber erst mal entscheiden müssen, ob das Schiedsgericht anzuerkennen ist. Ohne diese Entscheidung tut sich nichts. Folglich kann das Schiedsgericht das ordentliche Gericht nicht einfach überstimmen wenn es in der kommenden Woche eine abschlägige Entscheidung treffen sollte. Die Einstweilige Verfügung ist über jede Entscheidung erhaben bis in einem ordentlichen Verfahren die Rechtslage geklärt ist. Erst dann kann die Entscheidung des Schiedsgerichtes ggf. wirksam werden.

    Zitat

    Original von Ronaldo

    Selbst wenn das Schiedsgericht eine einstweilige Verfügung aufheben würde, wo wäre das Problem eine neue einstweilige Verfügung zu erwirken? Die Fakten, aufgrund derer das Landgericht Dortmund morgen entscheiden wird, werden sich nicht durch die Entscheidung des Schiedsgerichtes ändern. Insofern müsste ein weiterer Antrag auf eine einstweilige Verfügung zum selben Ergebnis kommen.

    Spannender für mich die Frage, wie man bei der HBL mit einem für TuSEM und/oder SG positiven Ergebnis morgen umgeht. Herr Thiel hat ja bereits den Gang vor das Oberlandesgericht angekündigt. Muss er da nicht erst das Hauptsacheverfahren abwarten? Ist es außerdem möglich, dass die HBL zwar den Vereinen "notgedrungen" die Lizenz erteilt, sie aber dann vom Spielbetrieb ausschließt? Sollten TuSEM und/oder die SG mitspielen dürfen, was passiert bei einer negativen Gerichtsentscheidung in der laufenden Saison? Sofortiger Ausschluss (siehe Eckes) oder dürfen sie die Runde zu Ende spielen?

    Die Fragen werden nach dem morgigen Tag auch nicht weniger sein...


    Also was die Anzahl der Probleme angeht, kann ich dir nur zustimmen. Es wird munter weitergehen. Bevor die HBL Einspruch einlegen kann, muß erst das Urteil des Gerichts abgewartet werden. Sollte die Einstweilige Verfügung ausgesprochen werden, hat diese bis zum abschließenden Urteil Bestand und kann nicht übergangen werden. Die HBL kann die Vereine nicht vom Spielbetrieb ausschließen. Die Verfügung wird sicher auch mit einer netten Summe für den Fall der Zuwiederhandlung belegt werden.

    Zitat

    Original von Teddy

    Ich auch ... die einstweilige Verfügung wird durch die Entscheidung in der Hauptsache wieder aufgehoben - und die Entscheidung in der Hauptsache trifft das Schiedsgericht.

    Sobald also das Schiedsgericht entschieden hat, dürfte nach meinem Verständnis die Einsteweilige wieder aus der Welt sein - und einen erneuten Anspruch auf eine Einstweilige wird es danach nur noch geben, wenn man die Schiedsvereinbarung anschießt und damit durchkommt.

    Das Schiedsgericht kann die Entscheidung nicht aufheben. Das Schiedsgericht kann in seiner Funktion nicht ein ordentliches Gericht überstimmen. Das Schiedsgericht kann jetzt sagen was es will. Die eigentliche Entscheidung trifft das an die Einstweilige Verfügung angehängte Verfahren am Landgericht oder sonst wo.

    Wenn die Verfügung zu Gunsten des Tusem / der SG ausgällt, wird sich das Verfahren weit bis in den Zeitraum nach dem Saisonstart verschieben. Wie die HBL dann entscheiden wird, würde ich mal ganz unberücksichtigt lassen. Ich halte -auch da- diverse Lösungen für möglich. Wer weiß, wie schnell die HBl den Schwanz ganz weit einziehen wird.

    Zu dem Brief von Geißmeier will ich noch mal kurz anmerken, dass ich den Brief auch für überzogen halte aber damit hat er seine Wirkung voll erreicht. Der Tusem ist in der Presse über halb Deutschland verteilt erschienen und das ist ein super Effekt. Man muß es mal mit dem Spiel Kiel : Flensburg vergleichen. Da wird super viel Wind um fast nichts gemacht. Ein bißchen böse Blut vorspielen und hier und da mal ein Wechselgerücht vom einen zum andere Verein streuen und schon geht es zur Sache und alle reden über Kiel uns Flensburg. Was anderes ist im Fall Tusem nicht passiert. Mal ordentlich auf die Scheisse hauen und sehen, wie man schön im Gespräch bleibt.

    Hier noch die aktuelle Presse/Berichte von Heute:

    "Die Liga ist ein Selbstbedienungsladen geworden"

    Klaus Schorn ist in Essen seit über 50 Jahren in leitender Funktion

    München - Am Donnerstag ist es soweit.

    Dann entscheidet das Landgericht Dortmund über die sportliche Zukunft der Bundesligisten TUSEM Essen, SG Wallau/Massenheim und des Zweitligisten SG Willstätt/Schutterwald.

    Allen drei Klubs wurde die Lizenz durch die Handball-Bundesliga (HBL) verweigert.

    Entgegen der Bestimmungen des von der Liga und den Vereinen unterzeichneten Lizenzvertrages, der in Streitfällen das Ständige Schiedsgericht als letzte Instanz vorsieht, riefen die Klubs ein Ordentliches Gericht an.

    "Die größte Schweinerei"

    Damit hat sich der TUSEM dem Kompetenzbereich der Liga einstweilen entzogen.

    Mit Vorwürfen und Anfeindungen gegen die HBL fährt Manager Klaus Schorn aber munter fort: "Was da mit uns gemacht worden ist, ist die größte Schweinerei, die ich je erlebt habe", wetterte der 70-Jährige im "Wiesbadener Tagblatt".

    Doch damit nicht genug: "Die Liga hat sich selbständig gemacht und ist zu einem einzigen Selbstbedienungsladen geworden. Jeder der HBL-Gesellschafter denkt nur an sich. Es ist unfassbar."

    Einspruch vorprogrammiert

    Dass der TUSEM in der kommenden Saison zum Kreis der Bundesligisten zählen wird, davon geht Schorn aus.

    Allerdings rechnet der Essener Manager im Falle einer Lizenzerteilung durch die Dortmunder Richter auch mit dem Einspruch der HBL.

    Wallau und Essen gehören dazu

    Der würde aber sicher nicht vor September verhandelt werden, so Schorn, und dann beginnt ja schon die neue Bundesligarunde. "Und dazu gehören nun einmal Wallau und Essen."

    Und "Mr. TUSEM" fügt an: "Es soll auch schon eine neue Terminliste mit 20 Vereinen vorbereitet sein."

    Quelle Sport1

    In der Presse in Essen ist online nichts zu finden.

    Ich finde, es ist schon einiges passiert. Auch wenn die Entscheidung noch nicht gefallen ist aber an den Reaktionen der HBL kann man lesen und sehen, dass jetzt ein Stein ins Rollen kommt, der das gesamte Konzept überdenkt. Ich hoffe, dass es gelingt, für die Zukunft ein wasserdichtes Konzept zu erarbeiten.

    Zitat

    Original von Teddy

    Ich habe nicht gesagt, dass ich keine Spiele von Tusem und Wallau mehr sehen will - ich habe lediglich gesagt, dass man endlich Wallau und Tusem die Lizenz entziehen soll, wenn die es nicht hinbekommen, vernünftige Unterlagen vorzulegen.

    Mir wäre es viel lieber, wenn Essen und Wallau mitspielen würden - aber noch wichtiger ist mir, dass endlich die wirtschaftlichen Wackelkandidaten aus der Liga rausgekegelt werden und wieder die sportilche Seite dominiert.

    Das die Fans diejenigen sind, die am wenigsten dafür können und die Gelackmeierten sind - das wurde nun wirklich schon oft genug in diesem Thread gesagt ... wollt ihr das auf jeder zweiten Seite immer wieder lesen?

    Teddy, ich habe dich doch gar nicht gemeint. Ich will hier auch keinen direkt ansprechen und wie schon gesagt, habe ich für einige Dinge auch volles Verständnis.

    ich brauche übrigens nicht in jedem Beitrag einen Hinweis, dass die Fans die Blöden sind. Ich frage mich nur, wie man einem Vereine gegenüber seinen Unmut bekunden will außer bei einem Spiel in dem Fans und Mannschaft in der Schußlinie stehen. Die Leute, denen man gerne mal ein paar Tackte sagen möchte, erreicht man ja nicht. Deswegen habe ich ja geschrieben, dass sich doch bitte jeder an jedem Tag des Jahres an Schorn und Co wenden soll.

    Also bei allem Gemecker über den Tusem und bei allem Verständnis, das ich versuche zu haben (und sicher teilweise auch habe), darf man nicht vergessen, dass wahrscheinlich jeder Verein bis zum letzten Mittel gegen die Entscheidungen vorgehen würde. In gewisser Weise, ist das ganze jetzt auch gar nicht so schlecht. Es besteht ein Fehler im System der HBL. Der Fehler besteht eben darin, dass genau die jetzt aktuelle Situation entstehen kann. Das wird jetzt mehr als schmerzhaft für alle aufgedeckt. Egal, wie die Entscheidungen in dieser Sache ausfallen werden, so muß die HBL sich zeitnah auf die Hinterbeine setzen und ein System entwickeln, welches in diesem Puntk wasserdicht ist. Die reine Zusage der Vereine, nicht vor Gerichte zu ziehen ist ebenso viel oder weinig wert, wie die Handschläge auf die Schorn hin sein Budget geplant hat! Es ist das Papier nicht wert, auf dem es steht. Selbst, wenn das Gericht der Einstweiligen Verfügung nicht zustimmt oder der Tusem nach Abschluß der Prüfung als Verlierer vom Platz gehen sollte, hat sich das System in der augenblicklichen Form selber disquallifiziert.

    Die Aussage von Thiel in Sachen Einspruch beim OLG -oder wo auch immer- verwundert mich etwas. Kann eine Einstweilige Verfügung zurückgenommen werden? Ich dachte, sie wird erteilt und hat bis zum Ende der Verhandlung gültigkeit?!?! Wo ist also der Ansatz zu einen Einspruch?

    Zu der Aussage, dass der ein oder andere nach diesem Theater sagt, er wäre froh, wenn in Zukunft kein Tusemspiel mehr in der Liga zu sehen wäre kann ich nur sagen, dass das weder den Spielern noch den Fans gerecht würde. Diese beiden Gruppen können sicher am wenigsten für die aktuellen Vorkommnisse aber sollen sie jetzt dem Verein die Zustimmung/Anhängerschaft verweigern? Schreibt von mir aus jeden Tag einen Brief/eine Mail oder sonst was an Schorn und sagt ihm, wie scheisse ihr es findet aber laßt Mannschaft und Fans aus der Sache!

    Zitat

    Original von franky77
    Problematisch wird die Sache auch für die Spieler - jetzt hätten sie noch die Möglichkeit, bei einem anderen Verein unterzukommen. Sollte aber wirklich die Variante erst mal mitspielen dürfen und dann irgendwann im Laufe der Saison wieder rausgenommen werden eintreten, wäre das dann der Supergau .....
    Von Planungssicherheit kann da noch viel weniger die Rede sein ....

    Ich denke, dass hier im Forum schnell viele gute Einwände/Nachteile einer Einstweiligen Verfügung "erarbeitet" wurden. Diese Bedenken sind auch sicher nicht ganz ungebrüdet aber was passieren wird, wenn Essen oder sonst wer in der neune laufenden Saison kein Recht bekommt. In der laufenden Saison die Mannschaften aus dem Spielbetrieb zu nehmen ist nicht ganz einfach. Vor allem, weil es sicher nicht möglich ist, die Mannschaften in die Regionalliga einzugleidern. Was passiert, wenn ein Gericht sagt, dass die Vereine im Unrecht waren aber zu diesem Zeitpunkt weitere Sponsoren besorgt haben und die Gründe zur Lizenzverweigerung nicht mehr bestehen? Was passiert, wenn einer der Vereine im 1/4-Finale des europaischen Wettbewerbs steht oder in der 2. Liga nach 15 Spieltagen Tabellenführer ist?? Was ist mit den Spieler bei den Vereinen? Sind sie weiter an die Vertäge gebunden, die sie vielleicht zur Hälfte der Saison nicht mehr einhalten können, weil die Vereine aus der Liga raus sind?? Man, hier wird im Moment ein Problem erzeugt, dessen Lösungen und Kosequenzen nicht absehbar sind. An der Situation sind aber nicht allein die Vereine Schuld. Scheinbar sind hier auch erhebliche Fehler auf seiten des DHB/ der HBL gemacht worden.
    An dem Brief vom Tusem-Chef finde ich nur interessant, dass er eben Aussagen von Herrn Bormann wiederlegt und da frage ich mich, wie können solche Aussagen entstehen?? Wie kann Herr Bormann sagen, dass Essen div. Unterlagen nicht eingereicht hat und der Tusem sagt, dass die Unterlagen sehr wohl eigereicht wurden???? Wer prüft denn da welche Unterlagen und gibt da wem welche Informationen an wen? Wie kann es sein, dass die HBL nicht in der Lage ist, die notwendigen Eintragungen in die entscheidenden Register vorzunehmen? Wieso meldet sich Bormann auf einen Brief an den DHB-Chef? Ich lasse meine Briefe auch nicht von meiner Nachbarin beantworten. Das ist alles mindestens ebenso peinich, wie das Schreiben von Geißmeier!!!!

    Wußte jemand, dass nicht die Spielbetriebsgesellschaft sondern der Tusem-Hauptverein die Lizenz beantragt hat? Ist das eine Maßnahme, falls man die GmbH in Konkurs gehen lassen will oder was bedeutet das?

    Problem ist ja, dass es keine gesetzliche Grundlage für das Lizensierungsverfahren gibt. Es sind alle freiwillige Verpflichtungen der sich die Vereine unterwerfen. Jeder -ich betone JEDER- Verein von Flensburg bis Göppingen würde jede Option ziehen, um in der Liga zu bleiben. Vor diesem Hintergrund verstehe ich den Tusem und jeden anderen Verein der ebenson handelt.

    eckes99

    ich glaube nicht, dass ein Verfahren so schnell abgeschlossen wird wenn es dazu kommen sollte. Gerichte sind ja bekanntlicht völlig überlastet und ein so dringendes öffentliches Interesse gibt es an diesem Vorgang nicht, dass man pausenlos an dem "Fall" arbeiten müßte.

    Im Moment gehe ich davon aus, dass die Vereine antreten dürfen. Schließlich hat das Gericht in Dortmund ja auch schon Wuppertal den Weg in die Liga bereitet also warum nicht jetzt dem Tusem oder anderen?!?!

    Hier noch News aus der Presse:

    Tusem zieht im Kampf um die Lizenz vor Gericht



    Nicht auf die Entscheidung des Schiedsgerichts in der zweiten Juli-Woche wollte Tusems Handball-Boss Klaus Schorn im Streit um die bisher verweigerte Lizenzerteilung durch den Vorstand der Handball-Bundesliga (HBL) warten.

    Deshalb hat der Europacupsieger gestern beim Landgericht Dortmund eine einstweilige Verfügung beantragt. "Alles andere wäre viel zu spät für unsere Planung", erklärte Schorn. Siehe auch Bericht im Hauptsport.

    Noch nicht zu Wort gemeldet hat sich Ulrich Strombach, Präsident des Deutschen Handball-Bundes, auf den Brief von Ulrich Gaißmayer.

    Der Präsident des Tusem-Gesamtvereins hatte darin gefordert, dass sich der DHB in den Streit mit der Handball-Bundesliga einschalten möge, weil Tusem unverschuldet durch kriminelle Machenschaften in Not geraten sei.

    Wohl aber äußerte sich auf Anfrage der WAZ HBL-Geschäftsführer Klaus Bohmann (WAZ von gestern) zu der Angelegenheit. Darauf meldete sich Gaißmayer erneut zu Wort, wobei er darauf verweist, dass der Tusem sehr wohl prüfbare Unterlagen beigebracht hat: "Die Lizenz ist vom Verein beantragt worden und nicht von der Tusem Essen Handball GmbH, der, wie bekannt, durch kriminelle Machenschaften die wirtschaftliche Basis enzogen worden ist."

    Es gehe auch nicht um eine Sonderbehandlung seines Vereins, sondern um einen Akt der Solidarität, weil der Tusem offen und ehrlich die Fakten auf den Tisch gelegt habe. Diese Ehrlichkeit werde dem Verein nun zum Verhängnis.

    Energisch widerspricht Gaißmayer Bohmanns Behauptungen, der Tusem werde genauso behandelt wie Pfullingen: "Wenn ich einem abgestiegenen Verein quasi die Bundesliga schenke und den einzigen Europapokalsieger des Jahres 2005 in Deutschland in die Regionalliga verbanne, dann kann doch wohl von Gleichbehandlung nicht mehr die Rede sein." Man wundere sich schon, dass Frank Bohmann, der für die Vermarktung der Bundesliga zuständig ist und als Geschäftsführer für den Verein nicht einmal Prokura hat, an die "Front" geschickt wird.

    Bei diesem Verfahren seien Organisationsmängel und Satzungsverstöße beim Verein Handball-Bundesliga e.V. ans Tageslicht gekommen, die haarsträubend seien. "Jeder Kreisklassenverein ist besser organisiert als diese Institution, in dessen Vorstand hochbezahlte Manager sitzen, die offensichtlich vom Vereinsleben überhaupt keine Ahnung haben", stellt Gaißmayer fest.

    So gebe es Anzeichen dafür, dass der im Oktober gewählte Vorstand der HBL noch nicht einmal ins Vereinsregister eingetragen worden sei und somit alle von ihm gefallenen Beschlüsse ungültig sind. Diese Vorgänge müssten unverzüglich aufgeklärt werden. Die Gemeinschaft der Vereine der ersten und zweiten Bundesliga könne nicht hinnehmen, dass sie sich der Lächerlichkeit preisgibt.

    Abschließend betont Gaißmayer, dass der Tusem-Hauptverein als Antragsteller für die Lizenz sowohl die Unbedenklichkeitserklärung des Finanzamts als auch weitere Fakten zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorgelegt hat. Noch einmal fordert Gaißmayer den Präsidenten des Deutschen Handballbundes, Ulrich Strombach, auf, im Interesse des Ansehens des Handballsports in Deutschland in die kaum glaublichen Vorgänge des Lizenzierungsverfahrens einzugreifen und den DHB vor einer grenzenlosen Blamage zu bewahren.

    15.06.2005 Von Klaus Fleiß

    Tusem geht vorzeitig vor Gericht



    HANDBALL-BUNDESLIGA / Verein reichte beim Landgericht in Dortmund einen Antrag auf einstweilige Verfügung ein.

    Es ist ein Akt der Verzweiflung, der das Tischtuch zwischen dem Tusem und dem Deutschen Handball-Bund sicher endgültig zerreißen wird: Essens Boss Klaus Schorn reichte bereits am Montag beim Landgericht Dortmund einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung ein und hofft, auf diese Weise doch noch die Lizenz zugesprochen zu bekommen.

    Können nicht länger warten

    Dem ständigen Schiedsgerichts des DHB, das der Tusem bisher, ebenso wie alle anderen Bundesligisten, als letzte Instanz anzuerkennen zugesagt hatte, spricht Tusem-Präsident Ulrich Gaißmayer die Kompetenz ab. Der Traditionsclub will nicht abwarten, bis die drei zuständigen Richter ihr Urteil fällen, das nicht für die kommende Woche erwartet wird.

    Das Schiedsgericht sollte sich ab nächstem Montag mit den Fällen Tusem, Wallau, Reinickendorf, Werratal und Willstätt-Schutterwald befassen, denen jeweils in zweiter Insanz die Lizenz verweigert worden war.

    Klaus Schorn begründete seinen - angekündigten- Schritt mit der Dringlichkeit der im September beginnenden Punkterunde: "Das ist unser letzter Rettungsanker. Wir können nicht länger warten."

    160 Seiten umfasst der Antrag, den die Essener in Dortmund bei Gericht abgaben. Sie hoffen, dass sie dort auf Verständnis für ihre Lage stoßen, in die sie ohne Eigenverschulden gekommen waren, nachdem ein Sponsor die vertraglich zugesagten 2,7 Millionen Euro nicht gezahlt hatte.

    Die Stimmung rund um die Lizenzverweigerung heizte Ulrich Gaißmayer mit einem zweiten Schreiben an HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann an. Bereits in seinem ersten Brief an DHB-Präsident Uli Strombach am Montag hatte der 60-Jährige der HBL und seinem Gremium jegliche Kompetenz und Legitimation abgesprochen, Befangenheit unterstellt und Strombach angemahnt, endlich ein "Machtwort" zu sprechen, um den Absturz des Traditionsvereins in die Dritte Liga zu verhindern.

    Auf den "blauen Brief" hatte am Dienstag Frank Bohmann reagiert. Eine Tatsache, die Gaißmayer mit seinem zweiten Schreiben am gestrigen Mittwoch mit den Worten kommentierte: "Es ist schon bemerkenswert, dass sich nicht der Präsident des Deutschen Handball-Bundes als Adressat meines Briefes zu Wort meldet, sondern der Geschäfstführer der Handball-Bundesliga."

    Keine Ahnung

    Gaißmayer lässt seiner ohnmächtigen Wut weiter freien Lauf: "Jeder Kreisklassenverein ist besser organisiert als diese Institution, in dessen Vorstand hochbezahlte Manager sitzen, die vom Vereinsleben keine Ahnung haben."

    Von einer Gleichbehandlung aller Vereine bei der Lizenzvergabe könne gar keine Rede sein. Mit Blick auf Schwerin betont Gaißmayer in seinem Vorwurf an die HBL-Führung: "Wenn ich einem abgestiegenen Verein quasi die Bundesliga schenke und den einzigen Europapokalsieger des Jahres 2005 in Deutschland in die Regionalliga verbanne, dann kann doch wohl von Gleichbehandlung nicht mehr die Rede sein."

    Auch in seinem zweiten Schreiben fordert Gaißmayer erneut Strombach auf, "in die kaum glaublichen Vorgänge des Lizensierungsverfahrens einzugreifen und den DHB vor einer grenzenlosen Blamage zu bewahren." (saha)

    15.06.2005

    Zitat

    Original von Meikel

    Und schon gar nicht bei so einer Summe!


    Also, gearde im Auslandsgeschäft habe ich schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen. OK, 2,7 Mio sind ne Menge Holz aber wer weiß, wer seine Finger da wo im Spiel hatte. Naja, ist eigentlich auch egal. Die Kohle ist nicht da und jetzt mal sehen, was passiert.

    Den Schritt, schon jetzt vor Gericht zu ziehen finde ich gut. Egal ob er gerechtfertigt ist oder nicht aber es muß schnell eine Entscheidung her und da kann ich gerne auf das Schiedsgericht verzichten. Es würde wahrscheinlich eh keine andere Entscheidung treffen. Jetzt heißt es -wenigstens für Tusem-Fans- Daumen drücken.

    Nein, das Sponsoring durch die Post ist nicht an Schorn gescheitert. Er hat die Post ja erst zum Hauptsponsor gemacht nach dem sie erst nur indierekt über die damalige Express-Tochter EMS am Tusemsponsoring beteiligt war. Ein Befürworter der Post für das Sponsoring beim Tusem war der damalige Berichsvorstand Dr. Schuckies (?). Als er aber den Konzern verlassen hat, hat die Post zur selben Zeit das gesammte Sponsorengeschäft umgestellt. Weg von den Geschäften mit einzelnen Vereinen und rein in die Formel 1. Das war in dem Jahr, in dem der Tusem im Pokalendspiel gegen Flensdorf gescheitert ist. Auf die Anfrage der Post, ob sie -trotz bestehenden Vertrages- nicht ihren Einsatz beim Tusem reduzieren könne, hat Schorn wohl gesagt, dass das nur geht, wenn er Ersatzsponsoren dafür findet. Diese will er dann ja auch gefunden haben allerdings nur überwiegend mündliche Zusagen an die sich zu gegebener Zeit keine Sau mehr erinnern wollte. So kam es dazu, dass die Post eine Nummer kürzer getreten ist und das Loch im Etat aufgetreten ist. Wäre dieser Fehler nicht gemacht worden, hätten wir im Moment -wenigstens von Seiten des Tusem- ein ruhiges Sommerloch. Der vermeindliche Rettungsanker Weinerplan war einfach die letzte Rettung.
    Ich finde es ja irre, dass das Geld laut offizieller Bankbestätigung und Auswertigem Amt in Griechenland von den Konten abgebucht wurde aber nie in Essen angekommen ist. Willkommen in Europa! Unglaublich!!!

    Hier noch ein Bericht aus der Presse vom Mittwoch:

    HBL-Vorstand wehrt sich gegen Tusem-Kritik Bohmann: Keine prüfbaren Unterlagen eingereicht



    Heftig hallt die Kritik von der Margarethenhöhe, nachdem der Tusem auch in zweiter Instanz ohne Lizenz dasteht. "Schreiendes Unrecht", wettert Tusem-Präsident Ulrich Gaißmayer über die Entscheidung der Handball-Bundesliga (HBL), Manager Klaus Schorn spricht dem Liga-Vorstand die Objektivität ab.

    "Mit einem solchen Kaliber sollte man nicht schießen", wehrt sich HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann gegen eine Verschwörungstherorie. "Der Tusem hat keine prüfbaren Unterlagen beigebracht." In Gesprächen habe Schorn nur im Wesentlichen die Situation dargestellt, dass der Verein Opfer kriminieller Machenschaften geworden sei, erläutert Bohmann. Aber nachvollziehbare Fakten zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (u.a. Liquiditätsrechnung, Bilanzierung, Unbedenklichkeitserklärung vom Finanzamt) lägen nicht vor.

    Dass der Tusem unverschuldet in diese Situation geschlittert sei und sich dieser Fall damit von den anderen unterscheidet, bestreitet Bohmann nicht. "Aber das war nicht Basis unserer Entscheidung."

    Die Lage ist fatal. Der Hauptsponsor - oder wie soll man es nennen - zahlt nicht, aber auch kein anderes Unternehmen ist offenbar bereit, dem Europapokalsieger spontan und vorbehaltlos mit einer Zwischenfinanzierung zu helfen. Der Tusem schaffte es immerhin, mit einem Kraftakt und nimmermüder Initiative den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, die Spieler zu bezahlen und sogar die Schulden zu reduzieren. "Und wenn wir das in der Kürze der Zeit geschafft haben, muss man uns doch eine faire Chance und einen angemessenen Zeitraum geben, die Schulden abzubauen", meint Schorn. "Ohne Lizenz aber ist das unmöglich."

    Der Tusem hatte der Handball-Bundesliga die unsägliche Situation bereitwillig und ehrlich geschildert, als wehrloses Opfer einer nicht absehbaren Entwicklung auf mildernde Umstände gehofft. "Vor dem Magdeburg-Spiel sollte noch ein weiteres Gespräch mit den Verantwortlichen der HBL stattfinden, doch das wurde abgesagt", sagt Schorn, der keine "Lex Tusem" wolle, "aber genau das beansprucht", findet Bohmann. Europapokalsieg oder 25 Jahre Erstklassigkeit seien bei der Lizensierung unerheblich. "Essen wird genauso behandelt wie Pfullingen."

    Dass der achtköpfige Liga-Vorstand befangen oder parteiisch sei, die Mitglieder möglicherweise im eigenen Interesse geurteilt hätten, bestreitet Bohmann: "Ein haltloser Vorwurf." In allen Fällen seien die Beteiligten grundsätzlich der jeweiligen Empfehlung des Gutachterausschusses gefolgt. "Und der ist hundertprozentig neutral, dafür lege ich meine Hand ins Feuer."

    Die Ergebnisse der unabhängigen Gutachter werden von Geschäftsführer Bohmann und einem Wirtschaftsprüfer nochmals durchgearbeitet und erst dann zur Entscheidung vorgelegt. Ein Vertreter aus Schwerin - der Klub wurde begnadigt - sitze nicht im Gremium. Der Mann des VfL Pfullingen, der nun in der 1.Liga bleiben wird, habe sich enthalten, der Göppinger Vertreter, der "Frisch Auf" in den Europacup hätte hieven können, habe nicht abgestimmt.

    War das Votum einstimmig? Das verrät Bohmann nicht. "Aber es kann doch nicht mein Ansinnen und auch nicht das der Liga sein, solche Zugpferde wie Wallau oder Tusem grundlos ins Nirwana zu schicken und gegen No-Name-Teams einzutauschen", argumentiert Bohmann, der für die Vermarktung der Liga verantwortlich zeichnet. Die HBL hat ihre Entscheidung getroffen. Die letzte Chance für den Tusem ist nun das Ständige Schiedsgericht des DHB. Fünf neutrale Richter sitzen darin, welche drei über Essens Zukunft befinden, steht noch nicht fest.

    14.06.2005 Von Rolf Hantel


    Bohmann: Schade um den Tusem



    HANDBALL / NRZ sprach mit HBL-Geschäftsführer. Drei Richter im ständigen Schiedsgericht haben nun das letzte Wort.

    Alles noch in der Schwebe beim Tusem. Dem Traditionsverein bleibt nicht viel anderes übrig, als zu warten und zu hoffen. Hoffen auf das ständige Schiedsgericht der Bundesliga-Lizenzvereine, das in der kommenden Woche damit beginnen wird, sich mit der Verweigerung der Lizenz für den dreimaligen Essener Europapokal-Sieger sowie Wallau-Massenheim und die Zweitligisten TuS Willstätt/Schutterwald, SG Werratal und Reinickendorfer Füchse zu befassen.

    Menschliches Verständnis

    Die NRZ sprach mit HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann, der nach der erneuten Lizenzverweigerung speziell aus Essen viel Kritik einstecken musste. Dafür zeigte er auch durchaus Verständnis. Die Vehemenz, mit der sich Tusem-Präsident Uli Gaißmayer jetzt am Montag zu Wort gemeldet hatte, mochte er allerdings nicht kommentieren. Nur: "Das ist menschlich."

    Aber er stellte auch unmissverständlich klar, der Essener Argumentation nicht folgen zu können. "Ein völlig unabhängiger Gutachterausschuss hat die Unterlagen geprüft und dem Bundesliga-Vorstand eine Empfehlung ausgeprochen. Dem ist nachgegangen worden. Es ist sicher sehr schade um den Tusem. Den hätten wir gerne weiter in der Bundesliga gehabt. Aber wir müssen alle Vereine gleich behandeln."

    Nun ist das ständige Schiedsgericht am Zuge. In ihm sitzen fünf Richter, allesamt Volljuristen. Drei von ihnen werden sich mit dem Fall "Tusem" auseinandersetzen. Wer konkret das sein wird, wusste auch Frank Bohmann von der HBL noch nicht zu sagen. "Das wird der Vorsitzende am Montag festlegen."

    Aber fest steht, dass sich das Gremium sehr intensiv mit den von den Vereinen bis Montag einzureichenden Beschwerden befassen wird. Das kann und wird dauern. Bohmann rechnet nicht mit einer Entscheidung bereits in der nächsten Woche.

    "Wir müssen ja davon ausgehen, dass das Verfahren auch zivilrechtlichen Ansprüchen genügt. Denn zwei Vereine haben ja bereits angekündigt, sich mit dem Urteil nicht zufrieden zu geben und zivile Verfahren einzuleiten", so Bohmann.

    Dem sieht er entspannt entgegen. "Für eine zivilrechtliche Klage sehe ich persönlich keinen Ansatz." Gerade erst hatten sich sowohl die Vereine als auch die HBL für eine letztinstanzliche Anerkennung der Entscheidung durch das ständige Schiedsgericht verpflichtet. "Wir werden in jedem Fall das Urteil des ständigen Schiedsgerichts anerkennen."

    Am heutigen Mittwoch wird sich Tusem-Boss Klaus Schorn in einer Mannschaftssitzung zum aktuellen Stand der Dinge äußern. Noch halten die Essener Spieler stille und warten ab. Sie werden aber längst von anderen Top-Vereinen aus der Liga umworben. Der Triumph im Europapokal vor fünf Wochen war ein erstklassiges "Empfehlungsschreiben." (saha)

    14.06.2005

    Zitat

    Original von OsloStar
    Seit ihr nun mit dem Thema Gehälter durch? :rolleyes: Dann können wir uns ja jetzt aufs wesentliche konzentrieren :D

    Ich habe heute Iouri Chevtsov kennengelernt. Ein nette symbadischer Weißrusse! :hi:

    Da habt ihr euch einen guten Mann geangelt, der Kronau sicher gewaltig helfen kann.

    Zitat

    Original von TusemNina

    Da hast du recht. Pino ist echt total nett und ich hoffe, dass er uns erhalten und gesund bleibt! :hi:

    Also um Pino mache ich mir da die geringsten Sorgen. Er hat Kampgeist und Arsch in der Hose das reicht für dre. Er ist ein Kind der alten russischen Schule und die ist bekanntlich zäh und läßt sich so leicht nicht unterkriegen. Man denke nur mal an das Pokalfinale gegen den SCM und was eine ausgekugelte Schulter für Schmerzen bereiten muß.

    P.S. Gruß an den SCM :hi: (Dafür braucht ihr in der kommenden Sainson wohl keine Angst vor dem Tusem zu haben)