Gerade in dem Fall der letzten Szene von Hamburg-Lemgo sieht man doch ganz gut, dass der Videobeweis auf keinen Fall dazu führen darf, dass auffällige Szenen von null an komplett neu bewertet werden (können), sondern lediglich der finalen Entscheidungsfindung dienen sollte. Das Level zwischen nix, 2 Minuten, Rot oder Rot+Blau sollte es gar nicht geben, was es hier aber offensichtlich gab.
Also so nach dem Motto: da könnte vielleicht was gewesen sein, vielleicht aber auch nicht - das schauen wir uns lieber nochmal an.
Wohlgemerkt anhand des offensichtlich schwammigen Eindrucks von immerhin (DEN!) zwei/drei Personen übereinstimmend! 
Sprich, genau der Grund des Checks muss dem Kampfgericht vorher angetragen werden (und das wird es imho auch) und dann darf nach Sichtung des VB eigentlich auch nur zwischen den zwei Optionen entschieden werden können. In dem Fall von heute bei "Check Disqualifikation" auch nur zwischen Disqualifikation ja oder nein. Maximal noch DQ + Blau.
Also eine komplette Neubewertung der Szene, dürfte mittels VB gar nicht erst mehr stattfinden!
Andernfalls könnte man damit ja die Bewertung nahezu jeder grenzwertigen Szene neu aufrollen bzw. ein Verlangen entwickeln. Wo zöge man hier die Grenze? Das würde dem ganzen System absolut keinen Gefallen tun.
Darüber hinaus würde das in puncto Qualität der Bewertung so ziemlich jede Tatsachenentscheidung seitens der SR aus dem Spiel heraus, mehr und mehr ins Ad absurdum ziehen.