Ich teile die Besorgnis und finde es gleichzeitig erschreckend, wie Funktionäre in Leitungspositionen agieren können. In der freien Wirtschaft wären sie sofort den Job los, aber in der „Sportbubble“ kann man mal ein bisschen rumspielen.
Für mich geht es in erster Linie nicht um die Außenwirkung, sondern darum, wie unprofessionell beim DHB und der HBL gearbeitet wird. Nehmen wir die „Causa Fuhr“; den Umgang mit Prokop, Kromer und Gislasson; die Lizenzierung, warum sollte irgendein Verein eigentlich noch Unterlagen einreichen, wenn doch eh alles auf Grund von rechtlichen Lücken einkassiert wird?; auch der Umgang im Beachhandball, super erfolgreich, aber alles mit Superlow-Budget; und so kann man immer weiter Dinge ausmachen, die einen einfach nur den Kopf schütteln lassen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass in den Entscheidungsgremien des Handballs einfach in den Tag hineingelegt wird und gehofft wird, dass sich alles irgendwie von selbst erledigt. Kretzsche hat einfach komplett recht, „wer sind diese Leute eigentlich“ (für mich der Spruch des Jahres 👍🏻🤣)!
Wenn ich sehe, mit welchem Herzblut in Magdeburg, Gummersbach, Potsdam (nur eine kleine Auswahl, bitte nicht persönlich nehmen wenn was fehlt🙏🏻) „für den Handball“ gearbeitet wird, dann habe ich noch das Vertrauen, dass es die Macher noch gibt. In meinen Augen sind beim DHB und der HBL Leute am Werk, die sich nicht kaputt machen wollen, bloß nicht unpopulär anecken, sehr gerne in der Öffentlichkeit stehen und alles dafür tun, dass das auch bitte so bleibt.
Klar, dass alles empfindet man aus der Bubble heraus, aber zumindest innerhalb dieser ist das für mich schwer zu verstehen 🫣🤷♂️!
In Bezug auf den HSVH ist es rechtlich bestimmt korrekt, was jetzt passiert, aber ich unterscheide trotzdem noch, was ich für moralisch richtig oder falsch halte. Und das hier zeigt leider nur wieder auf, dass man bei jedwedem Fehlverhalten, wenn es darauf ankommt, nur „Papa‘s Anwalt“ braucht, der das dann schon regelt!