Beiträge von Spielmacher79

    Alles schon diskutiert, ich weiß. Aber eine Kernaussage von Groetzki gibt mir doch zu denken:

    "Bei einem Turnier müssen nach meinem Verständnis die aktuell Besten spielen. Daran führt kein Weg vorbei. Wenn einige der Junioren-Weltmeister das schon im Januar sind, dann muss man sie auf jeden Fall nominieren. Das ist doch vollkommen klar", sagte Groetzki. "Aber man kann doch nicht einfach jemanden mitnehmen, nur damit er mal bei einer EM reinschnuppert oder weil gerade die Rufe danach lauter werden. Das halte ich für den falschen Weg."

    Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-153871.html

    Ich wünsche mir ein wenig Mut zum Risiko und denke dabei insbesondere an das Pokalendspiel.

    Nur die soliden Etablierten zu nominieren, wird am Ende nicht reichen. Da sollte ruhig auch jemand mit Potential dabei sein, bei dem im Verlaufe des Turniers ein "Knoten platzen könnte".

    Dann wäre Groetzki schon mal nicht dabei.

    Es geht nicht nur um klare Fehlentscheidungen, sondern um einen halbwegs vergleichbaren Maßstab! Ich fand, der ging bei roten Karten letzte Saison weit auseinander, und glaube, dass er mit Videobeweis noch weiter auseinandergehen wird.

    Genau das ist auch meine Befürchtung. Die vermeintliche Objektivierung subjektiver Entscheidungen bei einem durchaus flexiblen Rahmen der Interpretation.

    Kann man nicht, und wird man nicht. Es ist schon klar.

    Man sieht es auch in Fußball, wo es schon seit einigen Jahren VAR gibt. Die Anzahl der klaren Fehlentscheidungen ist drastisch gesunken (allerdings nicht auf Null, wir erwünscht wäre), zugleich hat aber der Videobeweis gezeigt, wie viele Fälle gibt, die nicht 100% objekitív zu beurteilen sind.

    Und im Handball wird es ebenso sein. Ich weiß es, du weißt es, eigentlich müssten es alle wissen.

    Sind wir aber wieder dabei, was beim Handball eine klare Fehlentscheidung ist? Da ist der Fußball, mit Ausnahme des Handspiels, in seinen Regeln schon klarer und weniger interpretierbar.

    Ich rede nicht von Tor oder nicht Tor, sondern der Bewertung von Zweikämpfen und der progressiven Bestrafung danach.

    Keine Tradition und schlechte Transfers. Vielleicht sollte der THW die Handballsparte gleich ganz dicht machen und lieber zum Tischtennis wechseln.

    Wenigstens hat man in Kiel mittlerweile begriffen, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und Dominanz dauerhaft eher negativ für den Sport, die Liga und die Wertigkeit der eigenen Erfolge ist. Die Zukunft wird zeigen, welchen Wert die jetzigen Transfers haben und wo diese Epoche in der Tradition einzuordnen ist.

    Wenn zur Handball jetzt auch noch eine erfolgreiche Tischtennissparte dazu kommt, chapeau!

    Von daher freue ich mich auf eine spannende HBL-Saison mit den ganzen Traditionsmannschaften und dem ein oder anderen "Emporkömmling".

    Für mich ist der große Unterschied zwischen Ellefsen und Gidsel (bei dem was ich bisher gesehen habe), daß Ellefsen deutlich mehr für die Mannschaft spielt und Gidsel mehr ein "Egoshooter" ist und vor allem für sich spielt.

    Ich sehe das genauso wie du.

    Ellefsens primärer Gedanken ist die Torchance für seine Mitspieler ermöglichen, bevor er selbst eine etwaige Möglichkeit nutzt. Gidsels Fokus ist der eigene Durchbruch zur Torchance. Erst wenn dies nicht gelingt, kreiert er für andere. Ellefsen ist ein agierender Stratege, während Gidsel taktisch auf die Situation reagiert.

    Seitdem ist Handball aber auch die Sportart, die sie heute ist. Keine Ballsportart hat sich seit den 90ern so sehr verändert wie Handball. Daher muss man, um Tradition zu haben, auch nicht unbedingt in Zeiten des Zigarrenrauchs in Turnhallen schwelgen.

    Naja, Basketball in Deutschland steht der Veränderung allerdings in wenig nach. Einzig der internationale Hype durch das Dream-Team bei Olympia 1992 in Barcelona war ein anderer.

    Es ist ja auch völlig egal wer der geschichtsträchtigste Verein ist. Der THW ist jedenfalls eine große Nummer in Europa und auch den SCM würde ich in dieser Rubrik sehen.

    Schlussendlich hat die HBL zur Zeit zwei hochkarätige Aushängeschilder mit mehr bzw. weniger Erfolg in den verschiedenen Epochen, aber jeder Menge Tradition.

    Der THW lief quasi in seiner Entwicklung dem VfL Gummersbach so langsam die Wahrnehmung als das Traditionsteam im Westen ab, während der SCM ohne Übertreibung DIE Handballmarke des Ostens ist und sich auch darüber hinaus zunehmender Beliebtheit erfreut.

    Ja, natürlich und irgend so ein Orakel (Meetingpoint) aus dem Jerichower Land hatte ihn schon beim SCM gesehen. Im Gegensatz zu manch Kieler Fan schätze ich den aktuellen Kader stärker als im letzten Jahr ein. Lediglich das Tor könnte zur Ferse des Achilleus werden.

    Ich sehe den THW-Kader in Gänze auch stärker als in der vergangenen Saison, was aber nicht heißen muss, dass der THW zwingend Meister wird.

    Die TW-Position ist eine Unbekannte, ebenso die Leistung der Rekonvaleszenten (Wallinius, Pekeler) und Noch-Verletzten (Weinhold, Ehrig, Ekbergs) sowie die Integration des Neuankömmlings Ellefsen und dem Platzhalter Gurbindo. Letzterem sollte das aufgrund seiner Erfahrung womöglich besser gelingen.

    Wie viel Geduld kann der THW bei Ellefsen im Liga-Alltag in Kauf nehmen, Ellefsen mit Spielzeit lernen zu lassen und in der HBL zu akklimatisieren, ohne ggf. den kurzfristigen Erfolg zu gefährden. Ein Juri Knorr hatte in seiner ersten Löwen-Saison noch Andi Schmid als Mentor neben sich, der anfänglich auch den Druck von Knorr nehmen könnte. Wer würde diese Rolle ggf. beim THW einnehmen?

    Im Tor glaube ich, dass die Gesamtleistung des Trios gar nicht soviel schlechter sein wird als in der letzten Saison, aber der unmittelbare Impact in bestimmten Phasen des Spiels, den ein Landin häufig einbringen konnte, ist m.E. ein wenig verloren gegangen.

    Was Zerbe kann, kann Faust auch. Und damit wären wir auch da wieso ich die Verpflichtung von Zerbe immer für Quatsch gehalten haben auch wenn er grundsätzlich mal kein so schlechter Spieler sein mag.

    Bierfreund nebenbei auch nach dem Kopftreffer mit einer sehr ordentlichen Leistung.

    Perspektivisch Zerbe/Faust ist nicht denkbar?

    Nein hat er nicht. Grundsätzlich teile ich bekanntermaßen die Einschätzung, nur halte ich Wallinius nicht gerade spielintelligenten Spieler (ganz im Gegensatz zu Johansson). Wenn er allerdings von Skipagotu in die 1gg1 Situationen gebracht wird kann er natürlich seine Power ausspielen.

    Vielleicht haben wir einfach eine andere Vorstellung von Entscheidungsspielern.

    Gilt die Wahrnehmung nur für bestimmte Situationen (Überzahl, Zeitspiel) oder generell.

    Gute Lösungen setzen in der Regel hohe Spielintelligenz voraus. Auf einem gewissen Niveau haben das alle HBL-Spieler. Manche stechen allerdings deutlich heraus. Dazu zählte Wallinius für mich im Gegensatz zu Johannson, den ich diesbezüglich für deutlich kompletter halte, bisher nicht.

    Habe ich dich erwähnt? Nein. Für deine kurze Zündschnur kann ich nichts.

    Für deine (bewusst) mittelbare Interpretation kann ich auch nichts. Ich finde es auch bezeichnend, dass mir in einem anderen Thread nicht zugestanden wird, mich auf etwas davor geschriebenes mittelbar beziehen zu dürfen und nur der pure Revanchismus unterstellt wird. Wenn ich im Umkehrschluss für mich in Anspruch nehme, fehlinterpretiert worden zu sein, wird das negiert und die selben Leute (nicht du), feiern das ab.

    Die süffisanten Bemerkungen zu solchen Spieleraussagen kommt immer nur dann, wenn es nicht der Spieler des eigenen Vereins ist. Wenn der eigene Spieler so was sagt, ist das natürlich immer eine super Einstellung. Komisch eigentlich....

    Reiße ruhig weiter die Dinge aus dem Kontext. Ich habe mit keiner Silbe gesagt, dass Gurbindo ein schlechter Transfer für den THW ist. Was du daraus machst, entspricht deiner Interpretation, genauso wer dieser Beifall klatscht.

    Aber ja, in Schubladen denkt es sich grundsätzlich leichter, wenn die Welt komplex ist.

    Warum reagiert Ihr überhaupt auf das Blabla? Das sind doch die üblichen Floskeln. Alle haben angeblich immer davon geträumt, bei Verein XYZ zu spielen, usw., usw., usw. ...

    Niemand wird sich negativ äußern, wenn er neu zu einem Verein kommt. Ist doch normal. Also laßt sie erzählen und wenn sie nicht gestorben sind, dann ...

    Stimmt, Gurbindo wollte bestimmt auch unbedingt nach Bukarest. :hi:

    Dass Golla schlicht mit richtig guten Anlagen nach Flensburg gewechselt ist und dort dann nochmal enorme Sprünge gemacht hat, steht doch außer Frage. Er hat wirklich alles richtig gemacht. Ob die Entwicklung in Melsungen ähnlich steil gewesen wäre, ist reine Spekulation. Ich glaube nicht.

    Aus dem bestand damals eigentlich seine Konkurrenz auf der KM-Position?

    Die A-Jugend mit Trainer Heiko Grimm war schon stark. Da kamen einige bundesligataugliche Spieler hervor.

    Bei Golla haben einfach viele Sachen zusammengepasst. Zuerst seine Einstellung, sich schinden zu wollen und zu lernen, der Mentor Karlsson und die Übertragung von Verantwortung durch Maik Machulla. Dazu blieb er weitestgehend verletzungsfrei.