Evangelisch-Lutherisch, getauft (mit 9 auf eigenen Wunsch) und konfirmiert, einige jahre Kinder- und Jugendarbeit in der Kirche gemacht. Im Gottesdienst findet man mich momentan allerdings eher selten
, wobei ich auch der Meinung bin, dass man Glauben nicht an ein Gebäude (in diesem Fall eben eine Kirche) "binden" muss. Glauben kann immer und überall stattfinden. Aber obwohl ich gläubig bin, gestehe ich natürlich jedem zu eine andere Einstellung dazu zu haben. 
Das Austreten aus der Kirche ist für mich ein heikles Thema. Was heißt heikel - das vielleicht nicht, aber nachvollziehen kann ich es nicht immer. Es ist für mich ok, wenn jemand sagt "ich glaube nicht daran, hab mich deswegen auch nicht konfirmieren/firmen lassen oder später den Glauben verloren, ich trete aus der Kirche aus." Weniger verstehen kann ich es aber, wenn jemand aus der Kirche austritt, um keine Steuern zu zahlen, aber beispielsweise Weihnachten in die Kirche geht, sich kirchlich trauen lässt (das geht, wenn der Ehepartner in der Kirche ist, soweit ich weiß), oder nur dafür wieder eintritt, weil der Wunsch nach einer kirchlichen Trauung (als Beipsiel) da ist (anders ist es wieder, wenn jemand "zum Glauben (zuück) findet).
Entweder ich gehe in die Kirche weil ich dran glaube und dann sollte auch die Kirchensteuer zahlbar sein (ich hab leicht reden, ich studier ja noch ;)), schließlich muss "die Kirche" auch irgendwie finanziert werden. Oder ich glaube nicht, trete aus und verzichte dann auch auf Dinge wie beispielsweise den Weihnachtsgottesdienst obwohl er vielleicht in Gedanken zu Weihnachten "dazugehört". (Wobei mir gerade einfällt - wieso denn eigentlich Weihnachten feiern, wenn man nicht dran glaubt
)
Es gibt natürlich viele Wenns und Abers, wie mir gerade beim Tippen auch schon aufgefallen ist, deswegen erwarte ich einige Gegenargumente - auf die guten freue ich mich und bin ich sehr gespannt!
Edit: outsider: War dir gestern irgendwie langweilig? 