Beiträge von vr316

    Aber gerade Elfmeter sind doch strittig. Wenn ein Spieler geschickt fällt (oder sich einhakt/einfädelt) und man sieht das im Video, würde ich sagen "selbst schuld" und keinen Elfer geben. Aber man kann auch sagen "wenn die Abwehr/der Torwart so dumm hingeht" dann muss ich das auch pfeifen. Wer will da die absolute Wahrheit sprechen ???

    Und wenn erst mal der Videobeweis eingeführt ist, dann wird irgendwann jedes Foul, jeder Bestrafung und vielleicht irgendwann ein strittiger Einwurf verhandelt. Am strittigsten ist doch "Abseits" und da ist erwiesen, dass der Assistent nicht richtig entscheiden kann, da er nicht alle spielrelevanten Infos aufnehmen und verarbeiten kann. Also gar nicht mehr mit der Fahne winken und erst nachher klären, ob abseits oder nicht ? Warum nicht einfach mit Fehlentscheidungen leben.

    Vielleicht müssen die SR mal Hetzkampagnen gegen Spieler starten, die (bestimmt absichtlich) Strafstöße verschießen, Großchancen auslassen und schwere Abwehrfehler begehen oder den Gegner mit Fouls verletzen. ;)

    Gestern beim Spiel zwischen 1860 und Frankfurt war es ja auch clever, den Gegner taktisch zu foulen und dafür gelb-rot zu kassieren. Wo ist da der Aufschrei von wegen "Fair-play", warum wird da nicht auf einen Spieler von den Medien "eingeprügelt", der absichtlich foult und das auch zugibt. Nein, das ist (ganz hart gesprochen) gesellschaftlich akzeptierte Gewalt, die wohl dazugehört. Das sagt keiner was, und einem SR "Betrug" vorzuwerfen ist auch normal. Kein Wunder das da manch ein "Fan" (was ja eigentlich Fanatiker heißt [und sind Selbstmordattentäter nicht auch oftmals Fanatiker]) durchdreht und im SR ein Opfer sieht.

    Wir basteln die selbst, einfach ein Stück Holz im Baumarkt gekauft und ein Rundholz drunter geschraubt, kostet keine 5 Euro und ist top.

    Ansonsten hatte die Metro vor kurzem Koordinationskreisel für 9 Euro.

    Zitat

    Aus der FNP:

    Zahlen die Griechen, geht Schwalb

    Wetzlar. Ein Freudentänzchen mit einem Schuss Galgenhumor war ihnen gestattet. Die Handballer der SG Wallau/Massenheim hatten schon die dritte furiose Aufholjagd in der Bundesliga innerhalb eines Monats erfolgreich abgeschlossen. Dieses Mal mit einem 28:27-Derbysieg bei der HSG D/ M Wetzlar, während deren pompöser Einweihung der 16 Millionen Euro teuren Mittelhessen-Arena. «Wer nicht hüpft, der ist aus Wetzlar», riefen die Spieler und sprangen im Kreis. «Es ist so schade, dass diese Mannschaft nicht zusammenbleibt», kommentierte der mitfeiernde, aber verletzte Wallauer Jan Immel, der wohl erst im April wieder eingesetzt werden kann. Der 29-Jährige schreibt die Erfolgsserie von 12:2 Punkten in den finanziell sorgenvollen Zeiten allein dem tollen Teamgeist zu.

    Unter dem Dach der Arena konnte es Martin Schwalb kaum fassen. «Haben wir das schon wieder gewonnen», fragte der Wallauer Trainer die heimischen Pressevertreter ungläubig. «Ich brech’ zusammen». Nach dem umkämpften Derby, das ein «paar Prozentpunkte über der normalen Härte» von den Abwehrreihen geführt worden sei, interessierte aber vielmehr, ob sich der 41-Jährige nach 15 Jahren einer weiteren Runde in Wallau stellt. «Die Entscheidung ist so schwer, ich muss wenigstens wissen, wie viel Geld die SG für die nächste Saison zur Verfügung hat», meinte Schwalb. Gesellschafter-Sprecher Ralf Jahnke hat nach einem weiteren Gespräch mit seinem Wunschkandidaten eine zeitnahe Entscheidung gefordert. Dem möchte «Schwalbe» in diesen Tagen nachkommen. Normalerweise dürfte er bei seinem Ex-Club TuSEM Essen unterschreiben, von dem ihm ein unterschriftsreifer Vertrag vorliegt. Normalerweise. Doch der TuSEM hat ebenfalls finanzielle Sorgen. Auf eine große Summe des Hauptsponsors, der griechischen Entwicklungsgesellschaft «Weinerplan Hellas» (die Firma plante einige Projekte für Olympia in Athen), wird fieberhaft gewartet. Wenn das Geld fließt, dürfte Schwalbs Wechsel besiegelt sein.

    Das klingt doch sehr danach, als ob die Zeichen bei Schwalb auf Abschied stehen. Und gerüchteweise will er Djodjic als TW zu Essen mitnehmen für einen letzten Vertrag, besonders da Essen noch einen TW braucht. Wer würde dann noch in Wallau bleiben?

    Ich fand die Übertragung im HR auch recht gelungen. Ich weiß das der Reporter Marcus Augustin selbst aktiver Handballer ist und bis mind. Oberliga gespielt hat. Beim Kommentator Florian Nass bin ich mir nicht so sicher und Werner Damm ist halt HR-Urgestein. Wenn jetzt noch die Quoten stimmen (hat jemand Zahlen) kann mit drei Vereinen in Hessen (Wallau, Wetzlar, G´wallstadt) sicher mehr gemacht werden.

    Ich habe 3 Vorschläge, mit denen einem SR die Arbeit erleichtert würde:

    1. Zuschauer sollen Spielszenen erstmal in Echtzeit sehen und eine Entscheidung treffen. So nach dem Motto "Jetzt kommt eine knifflige Szene, was meinen sie ?". Wenn der Zuschauer dann spontan auf Foul entscheidet, aber sich die Szene als Schwalbe erweist (oder umgekehrt), bekommt der Zuschauer mehr Gefühl für die Probleme der SR. Durch viele Zeitlupen scheint alles immer so klar, aber man sollte den Leuten mal die reale Perspektive liefern. Also mehr Echtzeit statt 5 Zeitlupen aus allen Perspektiven, die ein SR nicht haben kann. Und vom Videobeweis halte ich nichts. Denn im Sport gilt "gleiches Recht für alle" und warum soll es in der BuLi einen Videobeweis geben, aber in der Kreisliga nicht? Nur weil die Medien das fordern??? Dann aber auch mit der Konsequenz: Sperre für jede Schwalbe und Schauspielerei. Und ist im TV wirklich alles immer eindeutig?

    2. Kritik an SR ist ok, so lange sie sachlich bleibt und sich an nachvollziehbaren Szenen festmachen lässt. SR sind nicht unfehlbar, genausowenig wie Trainer, Spieler oder Manager. Aber wird dem SR "Schiebung" unterstellt oder zu Gewalt aufgerufen oder provoziert, muss von Seiten der Verbände (DFB, UEFA, FIFA) ein Zeichen gesetzt werden und konsequent bestraft werden (vor allem lange Sperren, keine Geldstrafen, die zahlt der Verein aus der Portokasse).

    3. Gute Leistungen der SR müssen besser hervorgehoben werden. Lest doch mal die Kritiken über SR oder vergleicht die Durchschnittsnoten der SR mit denen der Spieler. Ich empfinde die Noten immer als extrem schlecht, anscheinend sind unsere SR deutlich schlechter als die Spieler. Aber in fast allen Beiträgen scheinen selbst die schlechtesten Spiele noch "großer Sport" gewesen zu sein und eine Fehlentscheidung des SR ist immer spielentscheidend. Hier muss mehr Objektivität in den Medien einkehren. Das Image der SR muss sich vom "Depp der Nation" in ein "unverzichtbarer Bestandteil des Spiels" wandeln. Hier sind auch vernünftige Imagekampagnen gefordert, mit Spielern, Trainern und Managern als Werbeträgern, die mal ein (Freundschafts-)Spiel pfeifen und von den Erfahrungen berichten.

    Wer hat sonst noch gute Ideen, wie man SR besser darstellen kann. Denn eins ist klar. Wenn einer der weltbesten SR aufhört, weil er bedroht wird, ist der Punkt erreicht, an dem gehandelt werden muss.

    Tja, und beim Hessischen Rundfunk wird gespart und bei den Namen werden einfach irgendwelche aus dem Archiv geholt. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass der Gesellschaftssprecher der SG Wallau-Massenheim (Ralf Jahncke) auf einmal zu Ralf Jancker wurde.

    Frag doch mal einen Spieler, wo er beim 7-Meter hinwirft, wenn er unbedingt treffen muss. Fast alle werden dann am Kopf vorbeiwerfen. Beim 7-Meter-Werfen gegen Spanien bei Olympia war das so, und jeder akzeptiert das. Und wenn das mal daneben geht...

    Ist das dann clever vom Spieler oder unsportlich ?

    Meiner Meinung nach ist das Verhalten vom TVG ok, denn bei Grimm war es nahe liegend, es kommt ja von da und Immel wollte wegen seines Lehrerjobs in der Gegend bleiben, da bleiben nur Kronau, Wetzlar und Großwallstadt übrig. Und ich hätte gern den Aufschrei gehört, wenn die Spieler nach Kiel gewechselt wären, so nach dem Motto "Ah, deswegen das Benefizspiel".

    Die Rettung glaube ich erst, wenn es in der nächsten Saison weitergeht. Schließlich sind in den nächsten Monaten noch einige Schulden mehr zu tilgen, war nicht von insgesamt 1 Mio die Rede, dann ist erst die Hälfte gepackt. Vom Geld kommt mal wieder ein Großteil von den Gesellschaftern, also nicht durch Sponsoren und mehr Zuschauern. Und ob der neue Etat von 1,8 Mio dann durch Zuschauer und Sponsoren gedeckt wird ???

    Achso, hier die tägliche Presseschau aus der Region:

    Aus meiner Sicht kann niemand Zeitz Absicht unterstellen. Aber er verkauft sich öfters unglücklich und aus meiner Sicht kann ein Bundesligaspieler in einer solchen Situation etwas anderes machen, als mit voller Kraft so zu werfen.

    Hamburg (sid) Handball-Bundesligist HSV Hamburg hat Torhüter
    Henning Wiechers vom deutschen Rekordmeister VfL Gummersbach
    verpflichtet. Der 30-Jährige unterschrieb bei den Hanseaten einen
    Vertrag bis zum 30. Juni 2007 und soll den schwedischen
    Nationalkeeper Tomas Svensson ersetzen, der den Klub zum Ende der
    laufenden Spielzeit verlässt. Wiechers bestritt bisher 18
    Länderspiele für Deutschland.

    Gut, hier hat wohl der SR Pulchinger sich falsch verhalten, aber er steht dafür ein und bittet um Entschuldigung. Ich kenne Martin von vielen SR-Sitzungen und halte ihn für absolut in der Lage, das Spiel neutral und souverän zu leiten, egal welcher Verein spielt. Aus meiner Sicht ist immer mehr der Trend zu erkennen, die Gründe für Punktverluste an externen Faktoren festzumachen, z. B Schiedsrichter, aber auch Anwurfzeit, Harzverbot (in der RL),... Hier werden die SR selbst nach einem Sieg niedergeschrieben, obwohl sie in den Situationen im Spiel bestimmt nach bestem Wissen und Gewissen entschieden haben. Das Mittelalter mit dem Pranger auf dem Marktplatz lässt grüßen...

    Erstaunlicherweise steht in den Berichten aus SGL-nahen Zeitungen nichts über den Löhr-Vorfall, aber es wird gefragt, ob der letzte Freiwurf regulär ausgeführt wurde oder ob der Schütze sich nicht bewegt hat, also abgesprungen oder übergetreten ist. Da hier die SR auch nicht so gut wegkommen, scheinen sie zumindest neutral gewesen zu sein, aber hatten wohl nicht den besten Tag. Aber damit ist die Sache auch irgendwann erledigt, welcher Spieler wird nach einem wichtigen Fehlwurf noch tagelang durch die Presse gejagt und nach wie vielen roten Karten wird die "Cleverness" der Spieler gelobt, anstatt sie deswegen zu Sperren, weil hier nicht das "Fair Play" siegt. Also, gleiches Recht für alle.

    Anbei zwei Zeitungsberichte aus anderer Sicht:


    Zitat


    Echo-Online.de:

    Oliver Glock: Sehnenabriss

    SG LEUTERSHAUSEN. Mehr als die 33:34 (13:15)-Niederlage im Derby bei der SG Kronau/Östringen, durch einen Freiwurf von Uwe Gensheimer nach dem Abpfiff per Freiwurf erzielt, schmerzte Handball-Zweitligist SG Leutershausen die frühe Verletzung von Kapitän Oliver Glock (3.), der nach einem Partellasehnenabriß wohl seine Laufbahn beenden muss.
    Ein Remis wäre vor 2500 Zuschauern gerecht gewesen, aber Leutershausen, das in Überzahl ein 30:33 (58.) aufholte, vergab die Möglichkeit zum Siegtreffer, den dann der erst 18 Jahre alte Uwe Gensheimer warf. Dabei machte dieser aus SGL-Sicht ohl einen Schritt zuviel, was die Schiedsrichter Matthias Knapp/Martin Puchinger (Birkenau/ Fürth) übersahen. Vor der Pause war der Gast bis zum 11:9 mehrfach vorne, während im zweiten Abschnitt der Bundesligaabsteiger fast immer führte.

    SG Leutershausen: Lenz, Pfeiffer (Tor); Sulc (13/5), Zahn (5), Volk (5), Hrachovec (4), Wilbrandt (3), Schulz (2), Schmitt (1), Glock, Ober, Gunst