Beiträge von Lord Vader

    Deine Beispiele sind keine Klientelpolitik sondern im wesentlichen "politische Grundausrichtungen".

    Klientelpolitik wird es erst wenn spezielle Begünstigungen /Minderbelastungen für diesedurchgesetzt wird. Wenn dann in engem zeitlichen Rahmen Spenden fließen dann ist das für mich auch keine Klientelpoitik sondern hat für mich den Hauch von Bestechlickeit - insbesondere weil hier gegen die eigenen sonst propagierten "Steuervereinfachungsideen" massivst verstoßen wurde.

    Lobbyarbeit ist sinnvoll und auch erforderlich - die Grenze ist für mich erreicht wenn Parteien die Lobbyarbeit "blind" als eigenes Programm übernimmt.

    Sorry Snuffmaster - ich kann Dich nicht ernst nehmen.

    Du schreibst Du müsstest Dich einschränken und es liegt quasi nur an den Energiekosten.

    So polemisch wie Du argumentierst kann ich Dir nur folgendes raten:

    Spare Dir Deinen FDP-Beitrag - der ist bei den von Dir geschilderten eigenen Einkünften sicherlich Verschwendung und den Rest kannst Du Dir über die ermäßigten Hotelkosten wegen der durch die FDP gesenkten USt refinanzieren.

    Ohne Polemik:

    Die von Dir geschilderte Gruppe hat sicher Probleme die Energiekosten zu tragen - aber das liegt nicht nur an der Höhe dieser Kosten. Durch die Schwarzgelbe "Sozial"politik wurde diesen Gruppen deutlich mehr auferlegt als es jetzt durch die Steigerung der Energiekosten erfolgte. Und auch hier hat durch die ewigen Asunahmen der energieintensiven Bereiche wieder die aktuelle Regierung ihre Schuld - und nicht das eigentliche Fördern der notwendigen Energiewende

    Eigentlich trifft es das wirklich gut. Aber problematisch sehe ich, dass immer noch viele Verantwortliche (damit meine ich nicht die Sportler) in Amt und Würden sind. Wann haben die denn wirklich aufgehört ?

    Zu einem Rechtsstaat gehört auch die neue Chance für diese Funktionäre und Ärzte - aber gibt man ehemaligen Stasi-Mitarbeitern diese zweite Chance auch ?

    Für mich wird es allerhöchste Zeit für eine Anti-Doping Vorschrift mit Strafrechtscharakter. Vielleicht könnte man damit den Sumpf austrocknen


    Es geht doch in diesem Thread nicht in erster Linie darum welche Steuer er hinterzogen hat. Da ist für mich nur relevant ob er die ominöse 1 Mio. überschritten hat. Damit geht man ja wohl in den Bau. Die interessante Frage ist ob der Prozess Themen wie Schwarzgeldzahlungen von Konzernen, Übermittlung, von Insidertipps etc. an das Licht bringt. Wird schwer weil Dreyfus ja schon unter der Erde liegt, aber wenn die Staatsanwaltschaft nur halb soviel Verve wie im Fall Wulff aufbringt, kommt vielleicht noch was an Licht.
    Da hier ja einige Steuerexperten ihre Schwarmintelligenz einbringen, auch von mir mal ne Frage. Wie ist es zu erklären, dass das deutsche Steuersystem zu den kompliziertesten gehört? Effizient scheint es ja im internationalen Vergleich trotz der Komplexität zu sein, oder? Vor allem warum gibt es mittlerweile keine Partei, welche mit einer Vereinfachung in den Wahlkampf zieht. Der letzte Vorstoß kam von Friedrich Merz und das ist auch schon ne Weile her.

    Zum Thema ab 1 Mio Hinterziehung geht es in den Bau:

    Es gibt ein BGH-Urteil in dem gesagt wurde ab 1 Mio gibt es keine Bewährung. Aber was bedeutet das tatsächlich? Es schwirren zumindest Gerüchte herum, dass die Staatsanwaltschaft auf eine Bewährungsstrafe plädieren will. Darüber geht dann der Richter nicht hinaus. Im Alternativfall wird eine Haftstrafe beantragt (bei > 1 Mio) und das Urteil lautet auf Bewährung und die Staatsanwaltschaft legt keine Rechtsmittel ein. Auch dann kommt der Verurteilte um eine Haftstrafe herum. Hier können sicher Lothar Frohwein und Teddy noch weiter erläutern.

    Das Steuerrecht ist geprägt von Ausnahmen die oft eingeführt wurden um bestimmte Dinge zu fördern (Subvention via Steuerrecht). Dies führt zu einer Begünstigung in bestimmten Bereichen. Wird dies abgeschafft ist immer das Geschrei bei den Begünstigten groß.

    Friedrich Merz hat laut getönt und vom Bierdeckel philosophiert - aber konkrete Einzelpunkte hat er nicht genannt (zumindest keine echten Problemfälle). Er sprach mehr oder weniger den Stammtisch an. Fast jeder "Normalbürger" hat Schwierigkeiten seine eigene Steuererklärung zu erstellen, selbst wenn er reiner Lohnempfänger ohne weitere steuerpflichtige Einkünfte ist. Denen sprach er populistisch aus der Seele.

    Aber wie man die Erstellung einer Bilanz bei Firmen mit Umstrukturierungen und Auslandssachverhalten auf einem Bierdeckel unterbringen wollte ist jedem Experten unklar - außer die Bierdeckel werden viel größer.

    Eine echte Vereinfachung kann ich mir kaum mehr vorstellen - dazu wird jede Einzelmaßnahme zu sehr als Wahlkampfthema benützt. Und den Mut zu einer großen Parteiübergreifenden Steuervereinfachungsallianz sehe ich nicht.

    Es ist erstaunlich, dass es in der Praxis dennoch relativ gut funktioniert - aber machen wir uns nichts vor:

    Über die Fehler der Finanzverwaltung die zugunsten des Steuerbürgers mangels Kenntnis begangen werden wird sich nie jemand beschweren. Und wie Gottfried schon schrieb: Die Legislative hat einige Aufgaben von der Finanzverwaltung auf die Beraterschaft übertragen - und das funktioniert auch gut.

    Wie lange das aber noch funktioniert ? Es wird auch davon abhängen wieviel Geld für erforderliches Personal und deren Fortbildung in die Hand genommen wird - und zwar sowohl auf Berater- als auch auf Verwaltungsseite

    Ich denke es geht Ja! um das Problem, dass weite Teile der Gesellschaft bereit sind selbst Leistungsfördernde Mittel bei sich einzusetzen und gleichzeitig mit dem erhobenen Finger auf die Leistungssportler zu zeigen.

    In der Runners World stand vor längerer Zeit mal ein Beitrag über Freizeitmarathonläufer. Dabei ging es um eine Untersuchung ob die Sportler irgendwelche unterstützenden Mittel zu sich nahmen. Nach diesem Beitrag griffen ca 40 % der Läufer zu solchen Mitteln.

    @ Roter Teufel

    Kennst Du die Radiomeldung: "Auf der Axy kommt ihnen einen Falschfahrer entgegen."

    Da meint der Fahrer: "Was heißt hier Einer - das sind Hunderte"


    Überlege Dir mal gewisse Parallelen.

    Du diskutierst hier mit Leuten (Gottfried, UlfN, Lord Vader) deren tägliches Brot es ist sich mit diesem Thema auseinanderzustzen und versuchst mit Wikipedia-Wissen dagegen zu argumentieren.

    Auch Du hast sicher Deine Gebiete in denen Du Dich auskennst - aber das Steuerrecht gehört nach Deinen bisherigen Beiträgen ganz sicher nicht dazu :verbot::verbot::verbot:

    Also lies gerne mit und stelle Fragen - aber liefere bitte keine Erklärungen

    Ich bin ja weiterhin der Meinung, daß es Lord Vader ist, der sich unter seinem Zweitnick Roter Teufel einloggt und uns alle an der Nase herumführt.

    Es gibt sicher Leute die mich für bekloppt halten - aber für solche Beiträge via Zweitnick bin ich nicht kreativ genug.

    Zudem vertrete ich die Auffassung, dass man nur posten sollten was man auch jemandem in einem Gespräch mitzuteilen bereit ist.

    Zum Glück hatte ich heute auch wenig Zeit um hier zu lesen. Aber beim Handball wurde ich von meinem Bruder auf diesen Thread angesprochen. Ich zähle ihn - wie auch mich - zu den Experten auf dem Gebiet.

    Aber was da von Roter Teufel an steuerfachlichen Beiträgen kam, da rollen sich quasi die Fußnägel hoch.

    @ Ronaldo

    Kleine Ergänzung noch zu Deiner Frage
    Zum 1.1.2009 wurde der heutige § 32d EStG eingeführt, danach hat diese Kapitalertragsteuer abgeltende Wirkung - eine Besteuerung im Rahmen der ESt-Veranlagung soll dadurch erspart werden.

    Aber wer den deutschen Steuergesetzgeber kennt, der weiß dass es auch da wieder ein paar Ausnahmen gibt ...

    Ich hege immer noch die Hoffnung, dass UlfN recht hat und wir alle von einem Teufel verarscht wurden.


    Mein größtes Interesse am Fall Hoeneß liegt auch im von research-it angesprochenen Aspekt. Würde mir jedenfalls die vehementen Rücktrittsforderungen der Ausfsichtsratsmitglieder an Hoeneß erklären ;)

    Ich hoffe auf Aufklärung der Umstände woher diese Mittel stammen.

    Bisher ist in den Medien durchgesickert es sei ein (privates) Darlehen von Robert Louis-Dreyfus - ehemaliger Adidas-Chef.

    Da tauchen sicher berechtigte Fragen auf. Steht dieses Darlehen mit dem Einstieg von Adidas beim FC Bayern im Zusammenhang ? Wurden entsprechende Darlehensverträge gefunden.

    Wie würde sein Vorgänger sagen: Schaun mer mal ...

    Es wird Zeit dass die Runde losgeht - die letzten Beiträge (auch meiner) haben höchste Sommerlochqualität und nichts mehr mit dem eigentlichen Threadthema zu tun.

    Gummersbach darf sehr wohl einen Platz nach einem (zumindest lokalen) Prominenten benennen und manche müssen das nicht verstehen.

    Ich persönlich finde die Namensgebung angemessen - aber das darf man gerne anders sehen.

    Aber wir sollten uns in diesem Thread mehr mit dem VfL selbst beschäftigen