Die Diskussionen hier behandeln verschiedene Ebenen zum Thema Doping.
1. die grundsätzliche Frage, ob Doping (eingeschränkt, kontrolliert) erlaubt oder aber verboten sein sollte.
2. die Frage, ob Michael Kraus zu Recht vorläufig suspendiert wurde, weil er sich nicht an die Reglen der Kontrollen gehalten hat.
3. die Frage, ob die Kontrollmechanismen sinnvoll und wirksam sind.
zu 1.: Hier bin ich eindeutig für ein Verbot von Mitteln (deren Spätfolgen verheerend sein können / oder deren Folgen nicht bekannt sind), die den einzigen Zweck verfolgen, bestimmte Leistungen zu steigern und dem Nutzer dieser Mittel einen Vorteil gegenüber anderen verschaffen sollen. Für mich dient das dem Schutz der Sportler (vor sich selbst und/oder vor Betreuern).
zu 2.: soweit bekannt ist, hat er sich mehrfach der Kontrollen entzogen, bzw. Termine nicht eingehalten, die Gründe hierfür kennt nur er selbst. Die Regeln sind für alle gleich, anderen Handballern scheint es nicht zu passieren, das heißt für mich, dass es durchaus zu schaffen ist, die Regeln einzuhalten.
zu 3.: Über den Modus der Kontrollen kann man diskutieren. Ich hielte eine lückenlose Darstellung der Aufenthaltsorte über einen Zeitraum von mehreren Monaten (so das denn tatsächlich gefordert wird ???) auch für übertrieben. Jeder hat das Recht auf Privatsphäre, auch ein Profisportler. Es gibt doch aber sicher genügend Termine, die benannt werden könnten, weil sie beruflich ohnehin wahrzunehmen sind. Eine totale Kontrolle gibt es in keinem Bereich, aber ich denke schon, dass die meisten Menschen durch die Androhung einer Strafe von bestimmten Handlungen abgehalten werden. Dabei wird es immer einigen gelingen, durch die Maschen zu schlüpfen, damit muss man überall leben. Das wird dann unter "Glück gehabt" verbucht. Nach meiner Überzeugung aber bekommt man für alles (gut oder böse) irgendwann die "Rechnung", es kann nur manchmal verdammt lange dauern!