Insgesamt hat das Team gewonnen, das am konsequentesten seinen Stiefel heruntergespielt und sich nicht beeindrucken lassen hat. Glückwunsch nach Szeged!Das war absolut verdient.
Für die Füchse war das schade, aber man kann es eben auch nicht erzwingen. Zwei Titel wären in dieser Saison vielleicht auch noch etwas viel gewesen.
Die Organisation des Wochenendes hat für den EHF-Pokal sicherlich Maßstäbe gesetzt. Gelungenes Rahmenprogramm, gute Stimmung, vor allem auch im Finale mit vollem Haus, auch wenn der Gastgeber rausgeflogen war. Mit dem kleinen Makel war es ein ein richtig gutes Handball-Wochenende in Berlin!
Beiträge von exilberliner
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Nach meinem Eindruck war das keine Schnarchstellung, sondern ein kollektiver Krampf. Für mich war die aus der Erwartungshaltung resultierende Nervosität in der Halle so strak greifbar, und die Mannschaft ist an dem Anspruch, es gut machen zu müssen, komplett gescheitert. Es ist genau das, was den Füchsen zu einer richtig guten Mannschaft noch fehlt: Auf den Punkt auch das bringen zu können, was von ihnen erwartet wird. Es war nun mal endlich so weit, dass die Jungen nicht unbekümmert gespielt haben, sondern vor Lampenfieber kaum den Ball fangen konnten, und die Alten haben das überhaupt nicht aufgefangen, sondern haben ebenfalls komplett versagt. Eigentlich ist genau das passiert, was Pessimisten für die gesamte Saison befürchtet hatten.
Meine These: Der Heimvorteil war alles andere als ein Vorteil, auswärts wäre es ganz anders gelaufen. Trotzdem war es kein Fehler, das Final4 nach Berlin zu holen, denn eigentlich ist es eine richtig gute Veranstaltung. Ich glaube, den anderen Mannschaften gefällt es...
Von schlechter Stimmung in der Halle kann in diesem Zusammenhang übrigens keine Rede sein (auch nicht von mangelnder Lautstärke), der erste Tag war ziemlich perfekt organisiert und auch der Rahmen (je bei "Handballevents" oft etwas peinlich) war sehr ok. Das zweite Halbfinale war zwar etwas einseitig (und das obwohl Omeyer Heinevetter leistungsmäßig in nichts nachstand), aber doch unterhaltend. Montpellier hat trotz einer nicht immer ganz konzentrierten Leistung einen starken Eindruck gemacht - die bringen in ihrer Mischung aus arrivierten und talentierten französischen und slowenischen Spielern einen ziemlich attraktiven Handball auf die Platte. Müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn die das heute nicht schaukeln. -
Was ich an diesem Tag von vorherein schwierig fand, ist die Tatsache, dass ein reguläres Bundesligaspiel ausgetragen werden soll. Das macht die Sache bei einer Absage des HSV auch irgendwie blöd für andere Mannschaften. Vielleicht hätte man, wenn es schon unbedingt sein muss, z.B. auf den ja doch etwas herumwabernden Supercup fokussieren sollen. Aber das entspricht wahrscheinlich nicht der Entstehungsgeschichte und den Personen, die dahinterstehen. Auf jeden Fall ist der "Tag des Handballs" sicher nicht das größte Problem. Irgendeine Lösung wird sich schon finden. Notfalls gibt es eben nur Kretsche gegen Buschi. Kretsche könnte ja die dann ehemalige HSV-Mannschaft für sein Team nachnominieren....
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Es wirkt ein wenig hilflos und verzweifelt, aber immerhin bemühen sich die Spieler um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes.
Ja, aber wie demütigend ist das denn? Zum großen, beleidigten Onkel nach Malle fliegen und ihn milde stimmen. Und wenn er ihnen wieder ein Paar Wochen Frist gibt, bis der heilige Zorn wieder über sie hereinbricht? Wie kann man sich in einer aufgeklärten Gesellschaft eigentlich auf solche Machtspielchen einlassen?
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Emsdetten nach 27 Jahren ununterbrochener zweitliga Zugehörigkeit "dauerndes Auf- und Abgesteige" zu attestieren ist schon mal einfach grober Unfug.
Na ja, ganz blöd bin ich auch nicht. Ich wollte doch zum Ausdruck bringen, dass es der große Teil der Aufsteiger nicht schafft, sich in der Liga zu halten, Emsdetten eben auch nicht. Das Emsdetten selbst nicht ständig auf- und absteigt, weiß ich auch, schließlich verfolge ich die Liga schon ein Paar Jahre, aber es geht hier ja nicht um Emsdetten...
Und wie ich bereits sagte: Die Mischung machts. Niemand hat etwas gegen kleine Orte . Sie sind das wichtige Standbein des deutschen Handballs. Trotzdem werden einige Großstadtstandorte mit ihrer Infrastruktur und dem anderen Umfeld der Liga gut tun. Und da ist die Standortfrage nicht unsinnig. Die Reichweite in die Öffentlichkeit ist in den kleineren Orten nun mal nur sehr gering und Handball bleibt dort ein lokales - wenn auch lokales erfolgreiches - Ereignis. -
pko
Das ist mir natürlich durchaus bekannt.
Der Unterschied ist, dass Neuhausen sich nicht als Verein der Region Stuttgart präsentiert (was sie selbstverständlich auch nicht müssen). So haben sie ja in ihrer Erstligarzeit bspw. in Tübingen gespielt. Mir ist auch klar, dass Ludwigshafen kein Dorf ist (wenn auch sicher nicht der Inbegriff von Metropole). Und mit Erlangen bekommen wir vielleicht einen Großstadtclub in die Liga, der seine Spiele in Nürnberg austrägt. Das ist sicher auch geographisch ganz wichtig und wäre eine gute Entwicklung. Aber: Können diese Vereine ein Umfeld schaffen, dass es ihnen ermöglicht, dauerhaft in der Liga zu spielen, eine Rolle auf den vorderen Plätzen einzunehmen und die Liga international zu vertreten? Etablieren sie Spielstätten wie die O2-World, in die vielleicht auch mal wieder große Sponsoren gehen, die man für Wettbewerbe wie das DHB-Pokal-Finale nutzen kann? -
Um das Ziel "Handball in deutschen Großstädten" anzugehen, müsste erst einmal analysiert werden, ob dort überhaupt der Markt für so etwas vorhanden ist oder etabliert werden kann.
Na ja, "dort etablieren"... natürlich müssen sich, das zeigt ja gerade auch die Hamburger Erfahrung, die dort vorhandenen Vereine sich sportlich qualifizieren. Wenn nicht, dann eben nicht. Eine reine Standortpolitik wie im Eishockey ist sicherlich nicht wünschenswert. Wenn wir in München auf absehbare Zeit keinen Bundesligisten haben, dann ist das eben so. Aber dass ein Leipziger Erstligist einen guten Handballstandort hätte, ebenso wie ein auf solider Basis wiedererstarkter Traditionsverein im Westen, dafür braucht man glaube ich keine filigrane Analyse. Das würde für der Liga an sich sicherlich besser sein als ein dauerndes Auf- und Abgesteige von Emsdetten, Neuhausen etc. (die dortigen Handballfans mögen mir diese Aussage verzeihen). Und auch Hamburg ist nun mal selbst bei diesem chaotischen Erscheinungsbild in BuLi-Spielen immer für 8000 Zuschauer gut.
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Arcosh
Brummsel
Ich sehe das im Prinzip auch so. Es ist für den Handball, seine Vermarktung und seine Bedeutung elementar wichtig, dass er auch in den großen Städten vertreten ist. Das geht gar nicht gegen die Dörfer und Kleinstädte als traditionelle Standorte, die werden auch davon profitieren. Arcosh, ich glaube du hast bei deiner Aufzählung der Metropolregionen, in denen Handball präsent ist, Hannover vergessen, aber schon hier funktioniert es nicht gut, trotz einer Handballbasis, die so groß ist wie kaum irgendwo anders bleibt das Interesse an Bundesligahandball in der Region Hannover leider gering.
Ich würde mir sehr eine starke Leipziger Mannschaft und einen wiedererstarkten TUSEM in der 1. Liga wünschen.
Und auch Hamburg als Handballstandort ist sicher wichtig. Was aber eben doch keine Katastrophe ist: Wenn es DIESEN HSV so in der Liga nicht mehr geben würde. Ich denke, das strukturelle Negativbeispiel verdient in diesem Fall auch keine Sonderbahndlung. Welches Signal geht davon aus, wenn die HBL-Geschäftsführung Herrn Rudolph jetzt auch noch auf Mallorca hofiert? Ein Bekenntnis an ein potenzielles Hamburger Umfeld - an die Hamburger Handballfans, mögliche neue Sponsoren - zum Handballstandort Hamburg, das ist das, was ich ok finde, aber zu einem solchen Signal gehört vor allem auch Distanz zum AR als dem Master of Desaster. -
Boreas Auch von mir volle Zustimmung. Das würde ich alles unterschreiben.
Eine Katastrophe sehe ich vor allem für Hamburger Handballfans. Wenn man nun in Hamburg keinen Handball mehr zu sehen bekommt, dann wäre das richtig blöd und täte mir richtig Leid. Es wäre einfach schade um den Handballstandort - ich bin überzeugt davon, dass wir Handball auch (ich betone: auch) in den großen Städten brauchen.
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exilberliner: Das Interesse hatte sich meiner Erinnerung nach ausschließlich auf Euch bezogen, weil die Scheichs sich nur für Hauptstädte interessieren. Kann wohl glaub ich keiner ernsthaft wollen, daß die Brüder die Buli aufmischen, oder?
Ich ganz sicher nicht! Aber meiner Erinnerung nach wollten sie vor allem in Deutschland Fuß fassen und standen auch andernorts auf der Matte, es waren mindestens zwei weitere Clubs. Gummersbach? Ich weiß es nicht mehr...
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Letztes Jahr waren doch die Scheichs bei einigen Bundesligisten hausieren, sind aber abgeblitzt. Haltet ihr es für möglich, dass da kurzfristig Interesse besteht?
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Wird er da überhaupt spielen, wenn es einen Tag später um den Europapokal geht?
Letztes Wochenende hat er A-Jugend und Herren-Bundesliga ja sogar an einem Tag gespielt...
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Immer wenn man denkt, das sei alles an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten, kommt der nächste Pressebericht...
"Versehentlich unterschrieben"....
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Sehr guter Beitrag! So isses!
Fairerweise sollte man die Dänen noch erwähnen, ein nicht zu unterschätzender Faktor!
Ne, so isses nicht!
Die Argumente auf beiden Seiten in dieser Diskussion sind ganz schön daneben!
1) Wie man sich als Burgdorfer Anhänger über mangelnden Zuschauerzuspruch in Flensburg mokieren kann, ist mir absolut schleierhaft. Gerade in Hannover habe ich nun schon so manche Stimmungs-Tristesse (quantitativ und qualitativ) erlebt. Gäbe es nicht einige aufopferungsvolle Burgdorfer Trommler und die Truppe bei der Einlaufzeremonie wäre dort ziemlich oft ganz schön tote Hose.
2) Dass es andererseits "für Handballinteressierte" im Umkreis von Hannover sonst "gar nix" gäbe, ist der größte Humbug schlechthin. Mein persönlicher großer Standortnachteil ist, dass ich nicht bei meinen Füchsen in Berlin bin. Mein persönlicher Standortvorteil: einige Kilometer westlich von Hannover zu leben: Da kann man sich aussuchen, wo man Bundesligahandball sehen will: Hannover, Minden, Lemgo, Lübbecke, alle unter einer Stunde zu erreichen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl unterklassiger Teams in der Region mit vielen vielen aktiven Handballern, die Wochenende für Wochenende ihre Spiele austragen. Wenn Handball in Deutschland lebt, dann u.a. in dieser Gegend!
Sich über etwas geringere Zuschauerzahlen im Europapokal zu streiten ist doch ziemlich müßig, das ist nun mal so. Und Ostern ist eben auch ein sehr spezieller Termin, wie so mancher Handballtermin.
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Evgeni Pevnov soll am Saisonende FA Göppingen verlassen.
Quelle dazu die Frage eines Journalisten "aus sicherer Quelle" auf der gestrigen Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Nettelstedt, die Aleksandar Knežević halbgar dementierte.
Das wäre eine gute Entscheidung! Pevnov in Göppingen war bisher eine einzige Enttäuschung, konnte immer nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich ihn in dieser Saison gesehen habe.
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Wie schön, dass ihr das alles jetzt schon wisst. Ich finde eure Kommentare sehr merkwürdig und frage mich nach der Motivation dafür. Alles, was mir dazu einfällt ist nicht sehr nett, deshalb schreibe ich es lieber nicht!
Flensburger dürfen hier offensichtlich keine Schiedsricherentscheidungen kritisieren. Das ist dem "Hanballecke Mob" nach dem Göppingen Spiel oder Silvio Heinevetter voirbehalten.....
Was für ein Käse.....
Crusty,
den Celje würde ich nun wirklich nicht nach Flensburg verorten, eher weiter östlich... und auch da würde ich sehr vor Verallgemeinerungen warnen.... -
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dann sind erst recht die Schieris schuld ......frag mal Celje2002
Pfui, derb verpfiffen, das Drecksspiel?

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Griff nach Müller wo er Gott sei Dank nur die Hose erwischt hat. Keine ahnung was er treffen wollte...
Die Hose, Markus, er wollte exakt die Hose und nichts anderes!

Ansonsten - Kopf hoch: Die Melssunger sind schon so stark diese Saison, und sie werden nächste Saison noch stärker sein. Sie werden nicht nur den Füchsen noch so manchen heißen Tanz liefern, für die Liga wird das nur gut sein! Zwar würde ich mir etwas mehr Eigenentwicklung und etwas weniger Shopping-Mentalität wünschen, aber sei's drum, das kann ja noch kommen.
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dann eben der CL Sieg
Der sei Euch herzlich gegönnt!
Das ewige "Underdog" Geschwätz aus Berlin ist hiermit offiziell perdu.....
Verstehe, dass es dir auf die Nerven geht, aber in diesem Fall trifft es nicht zu: Alle Berliner haben gesagt, dass sie den Pokal holen wollen, und dass das an guten Tagen möglich ist. Zum Außenseiter wurden die Füchse was dieses Turnier betrifft eher hier im Forum gestempelt ('Wer das erste Halbfinale gewinnt, hat auch den Pokal' oder ähnlich).
BTW: "Pipi Cup" war nun nicht wirklich despektierlich gemeint.
Nein, hört sich ja auch nicht so an.
Was ergibt eigentlich die Summe aus zwei Pipi-Cups in einer Saison? 