Beiträge von harmi

    Heiligabend 2006, 0:58 Uhr. Ganz Deutschland schläft und träumt von Kirche, Geschenken, Gänsebraten, leuchtenden Kinderaugen, usw. Ganz Deutschland? Nein, in einer Handball-Bundesligastadt sitzt 300 m von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt einer der beklopptesten Handballtrainer am PC, weil er als Betriebselektriker ein paar Fremdhandwerker beaufsichtigen muss, die nach der Spätschicht eingetrudelt sind, um den Fußboden zu sanieren.
    Harmi denkt über letzten Donnerstag nach:


    Wichteln

    Harmi wollte es mit allen Mitteln verhindern. Schreckliches, langweiliges, überflüssiges Wichteln. Hundert tolle Ideen schwirrten ihm im Kopf. Das letzte Training vor Weihnachten war perfekt durchgeplant, er würde Klara, Karlchen und die Mädels vor vollendete Tatsachen stellen. Alles läuft gut, bis Klara dann zwei Wochen vorher in der Kabine so ganz nebenbei vor versammelter Mannschaft fragt: „Wollen wir denn beim Weihnachtstraining auch wichteln?“
    Das dreizehnstimmige weibliche „Jaaaaaaaaaaa“ übertönt das zweistimmige männliche „Neeeeeeiiiiiin“ bei Weitem. Harmi mutiert augenblicklich vom Frauenversteher zum Frauenhasser und steht kurz vor einer Explosion. Das fehlende Besteck und Co-Trainer Karlchen halten ihn davon ab, Klara direkt vor Ort zu frühstücken. Das unverschämte Grinsen in ihrem Gesicht steht ihr wirklich gut, aber da es Harmi und Karlchen gilt, grenzt es schon fast an Hochverrat. Männer hassen Wichteln! :wall:

    Doch es sollte noch schlimmer kommen. Harmi hatte Klara von der Chefsekretärin zur Prokuristin befördert, damit sie ihn gewissen Dingen nicht immer fragen musste, ob sie das und das so und so machen dürfe. Das nutzt sie doch prompt schamlos aus. Sie zaubert zu Harmis Entsetzen einen Nikolausstiefel aus ihrem ständigem Begleiter, dem abnehmbaren Fahrradkorb, und hält ihn Harmi direkt vor die Nase. „So Chef, dann zieh mal einen Zettel!“
    In Harmis Gesicht entwickeln sich sieben Tage Regenwetter, als er einen liebevoll verzierten, rosafarbenen, gefalteten Zettel aus dem Stiefel zieht. Hoffentlich ist es Karlchen, der kriegt dann ein kleines Biersortiment und eine Dose Erdnüsse, die dann auf einem der nächsten Männergesprächskreise verzehrt werden können. :rolleyes:

    Dann der Schock! Nachdem Harmi den sorgsam gefalteten und liebevoll mit einem Klebestern verschlossenen Zettel endlich geöffnet hat, liest er in großen Buchstaben: K L A R A.

    Schlimmer geht nimmer. Jetzt nur nix anmerken lassen, sonst wissen alle sofort, wen Harmi gezogen hat. Ein leichtes Grinsen aufgesetzt, einmal allen Mädels tief in die Augen geschaut und schon glaubt Jede der Anwesenden, dass sie die Glückliche ist. Klara kriegt heute keinen Blick mehr, nicht dass die noch erblindet….
    Schnell den Zettel wieder zusammen gefaltet und jetzt ab durch die Mitte. Harmi würde sich furchtbar rächen. Klara würde ein Wichtelgeschenk bekommen, das ihr den Appetit auf Wichteln bis weiteres verderben würde. Irgendwas Hässliches, Stinkendes, Kitschiges, Blödes, Doofes würde ihm schon einfallen. :D

    Einen Tag später hat Harmi sich wieder beruhigt. Klara ist eigentlich eine tolle Frau, die Harmi und Karlchen hervorragend unterstützt. Na gut, irgendein halbwegs ordentliches Geschenk sollte sich doch finden lassen. Die nächsten Tage werden für Harmi zur Qual, der Handball gerät völlig in den Hintergrund. Was soll er Klara nur schenken? Was kauft man einer schlagfertigen, humorvollen, orientierungslosen, multitaskingfähigen Powerfrau?

    Einen Satz Stadtpläne und Landkarten?
    Irgendwas zum auf die Fensterbank stellen, das sie immer dann schnell rauskramt, wenn Harmi mal zu Besuch kommt?
    Eine Weihnachts-CD aus der Grabbelkiste beim Ich-bin-wohl-blöd-Markt?
    Einen Gutschein für einen Seniorenkurs bei der Volkshochschule?
    Ein Hunderterpack Senseo-Pads vom kleinen Koffie-en-Souveniershop von hinter der Grenze?
    Ein sorgfältig zusammen gestelltes Ensemble von Dingen, die man nicht wirklich braucht, aus dem Ein-Euro-Laden?
    Einen Goldfisch für ihren Teich, weil ihr Liebling Balthasar Opfer einer heimtückischen Attacke eines gefräßigen Graureihers wurde?
    Ein Deodorant, Duschbad, Schaumbad, Seife, Parfüm oder ähnliches?
    ?(

    Nein, etwas ganz persönliches sollte es sein. Harmi sucht nächtelang im Internet unter den Stichwörtern „wichteln“, „multitaskingfähig“, „Powerfrau“, aber irgendwie findet sich da nix. Als Harmi in der Stadt Weihnachtsgeschenke besorgt, führt ihn der Weg an der Buchhandlung vorbei. Im Schaufenster liegen viele interessante Dinge. Ein Fotokalender! Das ist es! Kalender kaufen, Spielerpässe der Mädels fotografieren, ausdrucken, aufkleben, fertig! Mist, es sind dreizehn Mädels. Egal, die zwei Zwillingspärchen bekommen je einen Monat und das Dezemberfoto würde dann Karlchen und Harmi zeigen. Darüber wird sie sich sicher freuen! Der Preis des Kalenders schreckt Harmi allerdings ab, es sollten maximal 5 Euro sein, da wollen wir uns doch dann auch dran halten.

    Ein Buch! Harmi bittet die Seniorchefin, doch bitte mal im PC nachzuschauen, ob es nicht ein 5,- Euro-Buch über Frauen gibt. Da der Laden gerappelt voll ist und Omi nicht mit dem PC klar kommt, darf Harmi selbst ran. Kurze Suche, da ist es: „Frauen sind toll“ – Ein Loblied auf das gar nicht so schwache Geschlecht, für 4,99,- Euro! Harmi bestellt es und darf es am nächsten Tag bereits abholen. :/:

    Weihnachtstraining. Gut, dass die Zeitschrift „Handballtraining“ im Dezember ein paar nette Gruppenspielchen beinhaltete. Karlchen hat sämtliche Speisekarten aller im Ortskern ansässigen anatolischen Schnellimbisse dabei und nimmt vorab die Bestellung für den Weihnachtsschmaus auf, während Klara eifrig mit ihrer Digicam alles im Bild festhält, während sie nebenbei dem Hallenwart ein paar schöne Augen macht und ihn so nötigt, den VIP-Raum für uns aufzuschließen, damit wir nicht die Umkleidekabine mit den Düften des Bosporus vollstinken.

    So, die Motivationsspielchen aus der „Handballtraining“ sind bei den Mädels gut angekommen, da gehen wir doch mal fix in den VIP-Raum. Dankbar nehmen alle Anwesenden zur Kenntnis, dass Harmi den CD-Player und die Rolf-Zuckowski-Weihnachts-CD vergessen hat. Da kommt auch schon der Dönermann angerauscht. Im Vip-Raum riecht es, wie auf dem orientalischen Basar. ;)

    So, alle satt, jetzt wird gewichtelt. Harmi kommen plötzlich Zweifel, ob das Buch wohl das Richtige für Klara ist. Nicht, dass die noch kündigt. Zu spät. Karlchen ist der Älteste und bekommt sein Präsent als erstes. Jenny hat ihm Shampoo und Duschgel gekauft, damit er nicht immer nach dem Training in den Duschen die liegen gebliebenen Flaschen einsammeln muss. Jetzt die Jüngste. Lisa bekommt Ohrringe von Biene. Hat die überhaupt Löcher in den Ohren? Harmi erinnert sich dunkel an seine Jugend und erzählt den staunenden Mädels, dass er seiner ersten Freundin auch mal Ohrringe geschenkt hat, die aber leider keine Löcher in den Ohren hatte, was das Ende der ersten großen Liebe bedeutete. ;(

    Oh, jetzt ist Harmi dran. Mal sehen, welches Mädel sich für ihn etwas ausgedacht hat. Niemand? Klaras Grinsen lässt Harmi böses ahnen: „Bitte Harmi, was ganz persönliches für dich!“ Vorsichtig überreicht sie ihm etwas liebevoll Verpacktes. Uff, ist das schwer. „Danke Klara, ich pack es dann zuhause aus.“ Großer Protest, also öffnet Harmi das Geschenkpapier. Ein roter Glühweinbecher in Form eines Nikolaus-Stiefels. Auf dem Stiefel steht: „Rainer und sonst keiner“. Dazu eine kleine Flasche Harmi-Rum. Liebevoll hat Klara das Wort „Hansen“ überklebt und mit „Harmi“ beschriftet. Harmi ist völlig gerührt, bittet die Mädels, mal eben wegzusehen und drückt Klara einen fetten Schmatz auf die Wange. Die will sich gegen diesen Überfall wehren und verrenkt sich dabei fast den Nacken. :rolleyes:

    So, jetzt folgt Johanne, und dann ist endlich Klara an der Reihe. Harmi wird langsam nervös. War es vielleicht doch nicht das Richtige? Könnte Klara beleidigt sein oder sich angegriffen fühlen? Gespannt warten alle darauf, wer denn unsere Betreuerin beglücken darf. Niemand! Ist da was schief gegangen, war kein Klara-Zettel im Stiefel? Nein, Harmi kann es nicht mehr abwarten und löst das Rätsel. „Bitte Klara, was ganz persönliches für dich!“ Die Mädels sind empört und glauben, dass die Ziehung der Wichtelzettel nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.

    Klara bekommt ihr Geschenk, packt es aus und weiß nicht, ob sie Harmi im nächsten Moment schlagen oder drücken soll.
    „Du schenkst mir ein Buch mit dem Titel „Frauen sind toll“?
    „Klar, du weißt doch, wie ich über das schwache Geschlecht denke…“
    Totenstille im Raum. Plötzlich kriegt auch Harmi einen Schmatz auf seine unrasierte Wange. Ufff…. Gerade noch mal gut gegangen….

    Frauen sind toll!

    Frohe Weihnachten, Harmi

    Wir schreiben den dritten Adventssamstag 2006. Ganz Deutschland sitzt am Fernseher, um die Handball – Damen - Nationalmannschaft anzufeuern. Ganz Deutschland? Nein. In einer Kleinstadt nahe der niederländischen Grenze findet ein Meisterschaftsspiel mit anschließender Adventsfeier statt.

    13:00 Uhr: Harmi wird langsam nervös. Er tüftelt immer noch an der Taktik gegen das starke Kreisläuferspiel des Gegners. Caro auf Vorgezogen oder doch lieber Libero? Zur gleichen Zeit bereitet Klara die kleine Weihnachtsfeier vor. Nach dem Spiel soll in der Begegnungsstätte neben der Sporthalle mit den Eltern ein wenig Kaffee, Kuchen und Glühwein verzehrt werden.

    13:15 Uhr: Harmi und Karlchen treffen an der Halle ein. Die ersten Mädels trudeln ebenfalls nach und nach ein. Der Gegner ist auch schon da. Die freundliche Trainerin freut sich über die frisch renovierte Halle und die Einladung auf eine Tasse Kaffee nach dem Spiel. Klara trifft ebenfalls ein und beginnt, die Kaffeetafel herzurichten.

    13:30 Uhr: Warum laufen die Mädels denn in Jeanshosen durch die Halle und werfen aufs Tor? Nady hat die Trikots zu Hause vergessen und muss sie noch eben holen. ;(

    14:00 Uhr: Die Kaffeetafel scheint hergerichtet, Klara kommt in die Halle und begrüßt die Schiedsrichter. Willi und Horst aus dem Nachbarort haben schön öfters hier gepfiffen. Die beiden hatten gehört, dass es in der frisch renovierten Halle eine Schiedsrichterkabine geben soll. Klara, Harmi und Karlchen wissen davon nichts. Es gibt zwar mehrere geheimnisvolle Türen, aber die sind alle verschlossen.
    Klara: „Keine Ahnung, aber ich kann euch das Behindertenklo anbieten, da kann man sich auch hinsetzen und ne Dusche gibt’s da auch.“ Harmis spontaner Lachanfall bringt Horst und Willi dazu, das Ganze mit Humor aufzunehmen und Klaras Vorschlag zu akzeptieren. :rolleyes:

    Harmis Mädels verschlafen den Spielbeginn völlig und liegen nach 15 Minuten mit 4:12 zurück. Die Kreisläuferin hat bereits fünf Tore erzielt. Harmi stellt die Deckung um und bittet die Mädels, die gegnerische Torhüterin nicht ständig abzuwerfen, da ihre Mutter bereits mit einer Anzeige wegen Körperverletzung gedroht hat. Caro bekommt nix auf den Schirm, darf kurz auf die Bank, wird von Harmi in den Arm genommen und noch mal neu motiviert, anschließend zeigt sie in der Abwehr das Spiel ihres Lebens.
    :klatschen:

    Das Spiel geht weiter. Nanni war auch noch nicht ganz wach, bekommt eine Hand ins Gesicht und setzt ihre Hasskappe auf, was ihre Gegenspielerin prompt zu spüren bekommt. Nummer 5 verzichtet von da an auf weitere Torwürfe und versucht, die Kreisläuferin anzuspielen, hat aber nicht mit Caros langen Armen gerechnet. Ballbesitz. Nanni sagt von der Spielmacherposition an, wer einlaufen soll, Caro stellt gleichzeitig eine Sperre und schon steht Gegners Deckung offen wie ein Scheunentor. Hanni nutzt die Lücke und trifft. Na also, geht doch. Bis zur Halbzeit klappt das prompt noch viermal. Auch die Deckung gewinnt an Stabilität, Caro schnauft zur Halbzeit allerdings wie eine Lokomotive, weil sie mal wieder auf allen fünf Positionen ausgeholfen hat, während sie zwischenzeitlich mit Nummer 11 eine kleine Privatfehde begonnen hat. Halbzeitstand 9:17.

    Harmi lobt die Mädels für die letzten zehn Minuten. Dann stellt er die Handballwelt auf den Kopf: „Wir spielen jetzt mal was Neues, und zwar eine 2:4 – Deckung, also mit zwei Liberos. Caro kann nicht immer alles alleine machen. Hanni geht mit nach hinten und kümmert sich mit Caro um alles, was durch die Mitte will, vor allem um Nummer 11.

    Zweite Halbzeit. Caro und Hanni laufen sich anfangs zweimal in die Quere, dann ist der Claim abgesteckt. Unfassbar, dass man so etwas spielen kann! Sabine muss jetzt gegen die wurfstarke Mutantin mit der Nummer 13 spielen, sie zwingt sie durch geschicktes Stellungsspiel immer wieder an der Seite vorbei zu gehen, wo unsere Abwehrspezialistin Caro sie begierig in Empfang nimmt. Unsere größte Spielerin dürfte locker 10 kg weniger wiegen, weiß aber geschickt den Schwung ihrer Gegenspielerin in drei Stürmerfouls umzuwandeln und nebenbei Nummer 11 noch ein wenig zu ärgern. :rolleyes:

    Die Zuschauer sehen ein tolles Spiel. Harmis Mädels feuern sich gegenseitig an, klatschen sich ab, packen endlich in der Abwehr zu und spielen vorne das, was wir beim Training so oft geübt hatten. Caro spielt jetzt am Kreis. Nummer 5 scheint sich für ihr Trikot zu interessieren und zupft immer wieder daran. Und schon entbrennt ein Kampf mit Haken und Ösen. Der Torschiedsrichter sieht es sich lange Zeit amüsiert an, lässt das Spiel aber weiter laufen. Nummer 5 scheint Caro zu mögen und will sie festhalten, als die sich in eine Lücke absetzen will. Caro steht allerdings nicht auf Mädels und reißt sich los. Zeitstrafe für Nummer 5.

    Weiter geht’s. Unser Gegner hat ständig die beiden Auswahlspielerinnen auf dem Feld, während Harmi konsequent durchwechselt. Alle Spielerinnen sollen gegen diesen starken Gegner Erfahrungen sammeln. Nur Caro spielt durch, das Schauspiel will und kann Harmi sich selbst und den Zuschauern nicht vorenthalten. Gegentore fallen nur noch von außen, durch Tempogegenstöße und drei Strafwürfe, die auf den Außenpositionen verursacht wurden. Die jeweiligen Mitspielerinnen auf der Liberoposition richten sich an Caro auf. So passiert durch die Mitte heute gar nix mehr. Der Positionsangriff unseres Gegners kommt fast zum Erliegen, weil Sabine und Nanni geschickt immer wieder dazwischen fuchteln, während Caro und Hanni oder Nadine ihnen bei einigen Stellungsfehlern aushelfen. Nummer 13 trifft nur noch per Strafwurf, Nummer 11 bekommt während der zweiten Hälfte den Ball nur noch beim Anwurf und ist völlig frustriert.

    Caro fängt einen Ball ab, wird von Nummer 5 gefoult, kann aber abspielen. Schiri lässt Vorteil laufen, sie rappelt sich auf, stürmt nach vorne und bekommt in vollem Lauf den Ball. In einem Anfall von Größenwahn und Selbstüberschätzung glaubt Nummer 10, sie stoppen zu können, was ihr einen ziemlich schmerzhaften Sturz auf den Hallenboden und eine Zeitstrafe beschert, während Caro den Pfiff nicht gehört hat und ihr Pfostenkracher ein Rendezvous mit dem Gesicht der Torhüterin eingeht.
    :/:

    Schlusspfiff, Endstand 19:27. Zweite Halbzeit also 10:10! Das lässt doch hoffen. Hätten wir die Torhüterin nicht ständig angeworfen und die erste Viertelstunde nicht verschlafen, wäre es sicher ein spannendes Spiel geworden. Alle sind zufrieden und haben sich lieb, Caro würde gerne noch eine Halbzeit spielen.

    Szenenwechsel. Bei gemütlichem Kerzenschein genießen Spielerinnen, Eltern und Trainerstab den leckeren selbst gemachten Kuchen und den aromatischen Kaffee. Der Glühwein wird mit ein wenig Rum verdünnt, so kann man es aushalten. Als Harmi den Topf noch mal kurz erhitzen will, sieht er einen zweiten Topf auf dem Herd stehen. Um der Energieverschwendung entgegen zu treten, gießt er alles in einen Topf und kocht das Ganze noch mal auf. Warum schmeckt der Glühwein denn jetzt so komisch? Egal, etwas mehr Rum hinein und er schmeckt wieder. Jutta kommt zum Tisch und fragt Klara: „Haben wir nix mehr von dem leckeren Kirschpunsch ohne Alkohol, den du für uns gemacht hast?“
    Klara: „Doch auf dem Herd in dem rechten Topf.“
    Harmi verschluckt sich
    Jutta: „Nee, der ist leer:“
    Klara schaut in den Glühweintopf und wundert sich, dass der plötzlich wieder voll ist.
    „Harmi, du hast doch nicht etwa…“
    Harmi hat. Gut, dass in der Rumflasche noch ein wenig drin ist….
    :D

    Nicht schlecht, so ein Adventssamstag

    Gruß, Harmi

    @ Bienchen:

    Harmi ist ab und zu mal bei der HSG, z. B. wenn der nachbar mit dauerkarte in Urlaub ist (Weihnachten?)


    Zitat

    Original von Zickenbändiger

    Danke! Dann muss ich ja nichts mehr zu diesen Kurzbeiträgen sagen. :D

    :jump:

    Zitat


    Schlechte Nachricht für alle Tagebuchleser: Brunhilde hat ihre aktive Handballkarriere beendet. ;(

    Das ist hart. Wir sollten ein Kondolenzbuch erstellen. ;(

    Gruß, Harmi

    Zitat

    Original von Ellob
    Harmi, mit dir verhandele ich nicht übers Internet. ich biete dir hiermit Verhandlungen beim Fanclub-turnier in ESA an. Ein Anderer Termin ist mit meinem Terminkalender leider nicht vereinbar.


    Da kann ich nicht, da hat Klaras Goldfisch Geburtstag und sie gibt ne Party mit Weinprobe, Rededuell, Orientierungslauf und Multitaskingwettbewerb. da muss ich doch als Reporter dabei sein.

    Gruß, Harmi

    Was ist mit den Co-Autoren? Schreib hier nur noch ich?

    Immer schön geschmeidig bleiben

    30 Jahre lang hatte die alte Sporthalle gehalten, jetzt musste sie renoviert werden. Das erste Heimspiel in der gerade fertig gestellten Halle können wir prompt gewinnen. Lag es daran, dass Klara wegen ihres Kopftreffers eines verirrten Handballs auf der Tribüne saß und nicht am Zeitnehmertisch? Harmi hatte Klara gebeten, dass sie ihm Rückmeldung geben solle, wenn er zu laut sei, zu viel schimpfe, usw.

    Klara: „Man hört dich auf der Tribüne sehr gut. Du bist die ganze Zeit voll dabei. Die Mädels können ja kaum mal einen Angriff spielen, ohne dass du rein rufst. Ich hatte zwischendurch die Vision, dass du zwischen den Mädels auf dem Feld stehst und mitspielst.“
    Harmi: „Habe ich denn gut gespielt? Könnte die Vision auch eventuell von deinem Kopftreffer herkommen?“
    Klara: „Nee, den hab ich gut überstanden. Nächstes Mal muss ich aber wieder unten sitzen. Heinz will nicht mehr neben mir auf der Tribüne sitzen, der hat schon blaue Flecken, weil ich beim Spiel so mitgefiebert habe.“
    Harmi: „OK, nächste Woche darfst du dann Zeitnehmer machen.

    Eine Woche später: Auswärtsspiel beim spielstarken Tabellendritten. Da Hanni und Nanni heute nicht dabei sind, müssen die anderen Mädels heute mal alles geben. Klara hat die Mädels vor dem Spiel noch mal motiviert, kommt mit wild entschlossenem Gesichtsausdruck auf Harmi zu und haut ihm auf die Schultern. „Denen werden wir es zeigen, die Mädels sind heiß, ich auch!“
    Harmi: „Denk dran, der gute Mann am Zeitnehmertisch neben dir hat dir nix getan, lass ihn bitte leben.“
    Klara: „Was du immer hast…“
    :rolleyes:

    Der Zeitnehmer des Heimvereins freut sich vor dem Spiel über die attraktive Sekretärin, die wir ihm zur Seite stellen. Der Hausmeister hat einen Wagen gebaut, auf dem Zeitnehmertisch und Stühle komplett in die Halle gefahren werden und dort dann verweilen. Das ganze wirkt etwas wackelig, aber was soll schon passieren? Dritte Minute. Sabine kann einen Ball abfangen, Nadine sprintet los, bekommt den Ball genau in den Lauf und setzt zu einem ihrer unnachahmlichen Klosterschülerinnensprintundweitsprungrekorde mit anschließendem Dampfhammer an. Während die Torhüterin sich an ein schmerzhaftes Erlebnis aus dem Hinspiel erinnert, ängstlich dreinschaut und in der Halle plötzlich Totenstille herrscht, springt Klara am Zeitnehmertisch auf und bringt den gesamten Wagen ins Wackeln. :/:

    Der Zeitnehmer hat alle Mühe, das technische Equipment vor dem Runterfallen zu bewahren und gleichzeitig das Gleichgewicht des Wagens durch eigene Gewichtsverlagerung wieder herzustellen. Im gleichen Moment, wo der Wagen wieder mit vier Rädern auf dem Boden steht, dröhnt Nadine den Ball an die Latte. Klara haut verärgert mit der Faust auf den Tisch, was ihren Kugelschreiber dazu veranlasst, das Weite zu suchen. Spielunterbrechung, weil das Kampfgericht nicht weiter schreiben kann. Klara bekommt den alten Parker – Kuli, den Harmi zur Konfirmation von seiner Großtante Adelheid bekommen hat: „Pass gut darauf auf, sonst setzen wir dich demnächst in der Zwangsjacke auf die Tribüne.“

    Der Zeitnehmer blickt ängstlich zu Harmi und fragt: „Ist die immer so?“
    Harmi: „Nee, so ruhig ist die nur zu Spielbeginn. Wenn es nachher spannend wird, kann die auch schon mal etwas nervös werden….“
    Zeitnehmer: „Beruhigend, dann hoffen wir mal auf einen deutlichen Ausgang des Spiels.“
    :D

    Die Mädels schlagen sich wacker, zur Halbzeit liegen wir überraschend nur mit drei Toren zurück. Klara schlägt sich ebenfalls wacker, lediglich bei sechs weiteren Szenen droht die Sache am Zeitnehmertisch zu eskalieren. Als Klaras Caro sich gegen zwei Spielerinnen durchsetzt und den Ball im Winkel versenkt, scheint das Ende für das Bedienpult der Hallenuhr gekommen zu sein. Der Betreuer des Heimvereins kann Gott sei Dank unterstützend eingreifen, während Klara einen strafenden Blick vom Schiedsrichter bekommt, weil sie so laut jubelt.

    In der Halbzeit dienen Eltern des Heimvereins als fleißige Helfer, die den Tisch und den Stuhl vom Wagen tragen und so für eine bessere Standfestigkeit der Zeitnehmerausrüstung sorgen. Ein Vater schlägt vor, ein paar zusätzliche Stützen an den Wagen zu bauen. Harmi lobt die Mädels in der Kabine, muss aber seine Lobrede unterbrechen, weil aus der Nebenkabine ein furchtbares Donnerwetter über die Heimmannschaft hereinbricht. Der Trainer hat sich wohl über das schwache Spiel seiner Auswahlspielerinnen aufgeregt. Jetzt scheint der Zeitnehmer die Mädels anzuflehen, das Spiel nicht so spannend zu machen, damit er das Ende des Spiels unversehrt erleben kann.
    :rolleyes:
    Unsere Gastgeber haben ihre Geschenke in der ersten Halbzeit verteilt, den Kabinenanschiss gut verdaut und drehen sofort nach dem Anpfiff volle Pulle auf. Harmis Klosterschülerinnen sind jetzt leicht überfordert und das Spiel nimmt einen deutlichen Verlauf. Erleichterung macht sich in Zeitnehmers Gesicht breit, weil Klara ihre Aggressionen vermutlich in der ersten Halbzeit komplett abgebaut hat, wieder ihren Normalpegel erreicht und ein wenig traurig ist, dass wir uns wohl eine Packung abholen.

    Spielende, deutliche Niederlage. Klara grinst mittlerweile wieder, bedankt sich beim Zeitnehmer für die schöne Zusammenarbeit, legt dem Schiedsrichter den Kragen seiner Trainingsjacke richtig und gibt Harmi seinen Lieblingskuli wieder.
    Harmi: Mensch, Klara, ich hatte in der ersten Halbzeit doch tatsächlich die Vision, dass du zwischen den Mädels auf dem Feld stehst und mitspielst.“
    Klara: Quatsch, aber du warst ja richtig ruhig in der zweiten Halbzeit. Gut, dass wir letzte Woche drüber gesprochen haben.“
    :pillepalle:


    Gruß, Harmi

    Zitat

    Original von Postfan


    Aber nicht nur in Richtung mehr Rechte für das Kind. Ich finde es nicht gut. Wie Peterle gesagt bis maximal D-Jugend ist es OK, aber ich glaube danach kann man den richtigen Weg einfach nicht finden.
    Entweder man bevorzugt das Kind, dann gibt es aufstand von Kindern und Elter,
    oder man hat eine komplette Gleichberechtigung, dann wird es aber trotzdem den Kindern und den Eltern so vorkommen als wenn das Kind bevorzugt wird
    oder man benachteiligt das eigene Kind, das gibt dann aber depressionen für das Kind. Außerdem ist es für das Kind innerhalb der Mannschaft nicht so gut. Der Trainer wird irgendwann unpopuläre Entscheidungen traffen müssen und da kann ich mir dann nicht vorstellen, dass Vorstellen, dass es keine Probleme gibt.
    Es aknn früher oder später nur zum Problem werden.

    Aber jetzt erstmal viel Spaß mit deinen Kleinen, denn bis deine Tochter im C-Jugendalter ist, dauert es noch eine ganze Weile.

    Ich trainiere seit dreieinhalb jahren, immer die Mannschaft meiner Tochter. Weil ich in diesem jahr die C1 übernehmen sollte und auch wollte, kam es zum Konflikt, weil meine Tochter theoretisch nicht in die Mannschaft gehört hätte, ich sie aber trotzdem dazu genommen habe. Es gab keinen Ärger mit Eltern oder Spielerinnen, weil es halt die einzige Alternative war, da ich es sonst familiär nicht über die Bühne bekommen hätte.

    Sie ist keine Leistungsträgerin, aber lernt sehr viel dazu. Ich kann schon einigermaßen einschätzen, wie stark sie ist, und wenn ich mal die Familienbrille aufhabe, hilft mein Co-Trainer mir schon ganz schnell dahinter....

    @ Schmusi: Viel Spaß bei deiner Aufgabe, und immer dran denken, der Spaß steht in dem Alter im Vordergrund!

    Gruß, Harmi

    Damit das Jammern ein Ende hat....

    Heimsieg

    Erstes Spiel in der frisch renovierten, altehrwürdigen Halle. Da wollen wir natürlich gewinnen. Alle Spielerinnen an Bord, unser Gegner hat auch erst zwei Spiele gewinnen können, da muss doch was zu machen sein.

    Die renovierte Halle kennen wir, weil wir schon mehrmals darin trainieren durften. Die neue Uhr und Spielstandsanzeige durfte Harmi schon zweimal bei Spielen seiner alten Weggefährten aus der „Dritten“ bedienen. Also erfolgt heute mal eine Einweisung an Klara. Während die Mädels sich warm machen, zeigt Harmi seiner drittbesten Freundin, wie man Tore verstellt, Time – Out drückt, usw. Dann passiert es. Hanni und Nanni spielen sich den Ball zu. Hannis Granate quer durch die Halle verfehlt ihr Ziel und wird somit „unfangbar“ für Nanni. Als Klara gerade ein Tor für die Heimmannschaft eingeben will, bekommt sie den Ball platt vor die Stirn geballert. Treffer, versenkt! Harmi läuft es eiskalt den Rücken runter. Das dürfte für eine satte Gehirnerschütterung, wie er sie kürzlich selbst noch hatte, ausreichen. Also volles Programm, Rettungswagen, Notarzt, usw. Harmi kennt sich jetzt bestens aus. Wo ist nur das Handy? :(

    Klara sieht Harmi wie ein frisch befruchtetes Eichhörnchen an.
    Harmi: „Hey, Klara, alles klar? Komm, leg dich mal eben da vorne auf die Matte!“
    Klara: „Nee, geht schon, guck nur mal eben, ob mir hinten was rausgefallen ist.“
    Na wenigstens ihren Humor hat sie nicht verloren. Harmi schaut ihr in die Augen, aber die leuchten wie immer, da ist nix glasiges zu sehen. Reaktion ist ebenfalls da. Der Ballabdruck auf der Stirn steht ihr übrigens gut, Klara scheint einfach alles tragen zu können. :P

    Die drei „Gehirnerschütterungsfragen“ kann sie anstandslos beantworten, Kopfschmerzen hat sie nicht. Scheint also OK zu sein. Puuuh, das hätte noch gefehlt, dass wir unser Stehaufmännchen ins Krankenhaus bringen lassen müssten.
    Hanni und Nanni kommen, um sich zu entschuldigen. Klara winkt ab und sagt den beiden, sie sollten sich keine Gedanken machen und lieber gleich ordentlich spielen.
    Klara: „Los Harmi, jetzt zeig mir noch mal das mit dem Team-Time-Out!“ Die hat Nerven! :/:

    Sabines Mutter Anke kommt in die Halle und fragt, ob sie heute Zeitnehmer machen darf, damit sie auch mal mit der neuen Uhr arbeiten kann. Einweisung hat sie, also komplimentiert Harmi Klara für heute mal auf die Tribüne, damit ihr Heinz sie und ihren Ballabdruck ein wenig pflegen kann.

    Harmi bittet die Mädels in die Kabine und motiviert sie: „Wenn wir hinten gut stehen, können wir heute gewinnen! Wer nicht zupackt, kommt auf die Bank. Wehe, eine Gegenspielerin wirft von sechs Metern auf das Tor! Und vorne wird nicht gejammert, nehmt euch ein Beispiel an Klara, die kriegt nen Ball vor die Omme gepflastert und jammert auch nicht!“ :respekt:

    Das Spiel wogt hin und her. Gegners Nummer 8 war Harmi schon bei den Bezirksmeisterschaften der D-Jugend positiv aufgefallen. Caro spielt in der Abwehr vorne Mitte, damit sie dieses Talent erst mal weich kochen kann. Nummer 8 nimmt den Kampf an reibt sich gleich zu Beginn fünf Minuten lang an Caro auf, dann wechselt sie freiwillig auf halblinks. Caro ist natürlich beleidigt und fragt Harmi, ob sie mit Hanni in der Abwehr tauschen darf. Nix da, Hanni soll auch was vom Kuchen abhaben. Zwei Mädels des Gegners spielen auf Mitleid und lassen sich ständig fallen, sagen Aua, usw. Die wohlerzogenen Zwillinge fallen prompt drauf rein, während Caro und Johanne nur abwinken. Das gibt einen satten Anschiss von Harmi: „Freiwurf ist, wenn der Schiri pfeift, und nicht, wenn Nummer sieben über ihre Füße stolpert!“ Das sitzt! Hanni und Nanni grinsen nur noch, sobald eine Gegenspielerin auf dem Boden liegt. :D

    Vorne läuft es noch nicht so ganz nach Maß. Harmi fragt sich, warum wir seit Wochen den Parallelstoß üben. Der Gegner spielt sehr offensiv. Auf Harmis Hinweis zeigt Caro, dass das 1:1 – Training gegen Harmi bei den letzten Trainingseinheiten nicht spurlos an ihr vorbei gegangen ist. Zweimal setzt sie sich volle Granate gegen zwei Gegenspielerinnen durch und lehrt der verschüchterten Torhüterin das Fürchten. Mutter Klara scheint wieder fit zu sein, man hört ihren Torjubel auch unten.

    Freiwurf für uns. Jenne und Nadine stellen die Mauer, Caro läuft an und zimmert drauf. Tor! Leider musste der Schiri die Freiwurfposition korrigieren. Noch mal das gleiche Spiel. Caro erinnert sich an die Freiwurftricks, die wir beim Training geübt haben und will Jenne den Ball nach dem Anlauf zurück spielen. Die war allerdings beim letzten Training krank und wundert sich, warum Caros Wurf in ihrem Gesicht und nicht in Gegners Tor landet. ?(

    Nummer 8 ist bärenstark und lässt Hanni in der Abwehr keine ruhige Minute. Caro langweilt sich und hilft Hanni ein wenig. Darauf hat Nummer 8 nur gewartet. Zwei Spielerinnen auf sich ziehen, dann Parallelstoß, Mittelfrau ebenfalls parallel, Nanni kommt gegen die Rechtshänderin zu spät oder kann ihr Abspiel nach Außen nicht verhindern, und schon liegen wir 5:8 zurück. Das scheinen die wirklich gut zu können. Harmi sagt Caro und Nanni, wie sie sich verhalten sollen und schon wird es besser. Johanna hilft jetzt als Libero bei Nanni aus, während Hanni den Kreisläufer übernimmt und umgekehrt. Caro räumt derweil den Rückraum ab. Sieht fast wie 3:2:1 aus.

    Nach 15 Minuten muss Johanna runter, weil sie erkältet ist und schlecht Luft bekommt. Jutta übernimmt den Libero und knüpft nahtlos an Johannas Leistung an. Dann muss auch Jutta runter. Also Lisa drauf. Sabine überzeugt als Drittlibero, aber wer soll vorne an den Kreis? Caro wird vorne jetzt meistens gedoppelt und wirkt etwas nervös, da stellen wir sie doch mal an den Kreis. Lisa übernimmt die Spielmacherposition, Hanni und Nanni die Halbpositionen. Gegners Libero ist auch kein Kind von Traurigkeit und liefert sich mit Caro eine erbarmungslose Schlacht um die Quadratmeter vorm Tor. Auflaufen lassen, wegschieben, Trikot zupfen, Ellbogeneinsatz, volles Programm. :smokin:

    Die Einwechslung unseres Talents und Caros Arbeit am Kreis machen sich bezahlt. Hanni, Nanni und Lisa nutzen die Lücken, die Caro ihnen schafft und wandeln den Rückstand in ein 9:9 zur Pause um.

    Halbzeit. Harmi lobt die tolle Abwehrarbeit gegen den besten Angriff der Liga. Ein Blick in die Runde bleibt bei zwei traurigen rehbraunen Augen hängen. Jule hat bemerkt, dass Biene im Tor gut war und fürchtet, dass sie bei dem knappen Spiel wohl nicht spielt.
    Harmi: „Jule, du gehst jetzt rein und hältst noch besser wie Biene, auch wenn das kaum geht! Ich weiß, dass du es kannst. Also hau rein, wenn es nicht klappt, spielt Biene wieder.“

    Torwartwechsel bei 9:9! Das gleicht einem Selbstmord! Harmis Hang zum Suizid führt zu einem Raunen auf der Tribüne, als die Zuschauer sehen, wer im Tor steht. Jule enttäuscht Harmi allerdings nicht und fischt gleich die ersten beiden Bälle. Die Eltern haben es begriffen und feuern Jule an. Es geht konsequent weiter. Caro will eben runter, aber Harmi will das nicht. Caro ist ja nicht dumm und holt sich eine Zeitstrafe ab. Auf der Bank sagt sie, dass sie einen satten Rippencheck bekommen hat und schlecht Luft bekommt. Sie atmet tief durch und als Harmi fragt, ob sie auf der Bank bleiben wolle, zeigt sie ihm einen Vogel. :baeh:

    Gegners Trainer beschwert sich und glaubt, wir würden zu defensiv spielen, weil ständig zwei Spielerinnen am Kreis stehen. Die Schieris stört es nicht und Gegners Trainer tobt. Da zu jeder Zeit eindeutig eine Zweiliniendeckung zu sehen ist, bemüht Harmi sich auch nicht, offensiver zu spielen, um dem Gegner einen Gefallen zu tun.

    Zehn Minuten vor Schluss führen wir mit drei Toren, kassieren aber prompt zwei dumme Dinger, während wir den Pfosten treffen und in den Kreis treten. Sabine hat als Libero überzeugt, gekämpft, gerackert und schnauft wie eine Dampflok. Johanna ist wieder fit und übernimmt für den Rest des Spiels wieder die Libero- und Kreisläuferposition. Caro wechselt wieder in den Rückraum, zieht prompt zwei Gegenspielerinnen auf sich, was Hanni und Nanni blitzschnell zu drei Toren in Folge nutzen. Vier Tore Vorsprung, noch sechs Minuten, das sollte reichen. Ein Blick auf die Bank und Harmi sieht, dass Mary noch gar nicht gespielt hat. Die war lange krank und muss doch jetzt auch noch ran.

    Vorne zweimal Pech, hinten auch. Noch zweieinhalb Minuten. Wir führen nur noch mit zwei Toren. Hanni bekommt zum ersten Mal in ihrem Leben eine zweite Zeitstrafe. Mary ist kurze Zeit später etwas zu eifrig und trifft ihre Gegenspielerin im Gesicht. Ebenfalls Zeitstrafe. Vier gegen sechs! Zwei Tore Vorsprung! 90 Sekunden zu spielen! Gegner hat den Ball!

    :devil:
    Lisa, Johanne, Caro und Nanni stehen mit wild entschlossenem Blick auf dem Feld und warten auf den Beginn der Schlacht. Harmi überlegt, noch ein Team-Time-Out zu nehmen, um den Mädels noch ein paar vermutlich überflüssige Tipps zu geben, aber Johannes entschlossener Gesichtsausdruck, Caros blutunterlaufene Augen, Nannis zusammen gezogene Augenbrauen und Lisas geballte Fäuste halten ihn davon ab. Die drei Musketiere nebst Praktikantin Lisa puschen sich gegenseitig auf und verteidigen den Sechser mit Mann und Maus.
    :devil:

    Lisa gelingt es einen Ball abzufangen und wir können nach vorne. Sie spielt Doppelpass mit Caro, die setzt sich durch, trifft aber nur den Pfosten und ärgert sich. Lass den Hallenboden heil! Jetzt möchte Harmi nicht ihre Gegenspielerin sein. Gott sei Dank hat Nummer 8 Caros Wutanfall und ihren Gesichtsausdruck Marke Kinderschreck ebenfalls bemerkt und spielt den Ball fleißig weiter, statt gegen Caro noch eine Angriffsaktion zu versuchen. Jule hält einen Verzweiflungswurf, wir haben den Ball und bringen das Spiel sicher nach Hause! Jubel!

    :jump:

    Nicht schlecht, so ein Heimsieg!

    Zitat

    Original von eisbeer

    Quelle: Harmis HP

    Dann erfreu uns mal mit dem richtigen Bericht zum Sieg :respekt:

    Das grenzt ja schon an Nötigung! ich glaube, ich muss die HP mal für Handballeckenmitglieder sperren. :D

    Mal sehen, ob ich noch was auf den Schirm bekomme. :rolleyes:

    Gruß, Harmi

    Moin

    Endlich! Ich hatte mich schon gefragt warum wir dauernd diesen blöden Zettel ausfüllen müssen, wo die Trainer dann ankreuzen, ob Gegner wohl offensiv genug war.

    Heute war es soweit: Gegners Trainer hat sich bei zwei Angriffen seiner Mannschaft beim Schiri beschwert, weil er glaubte, wir würden 5:1 spielen. Die Schieries hat es nicht interessiert, weil sie auf diese Dinge nicht geschult wurden. Nach dem Spiel volles Programm: Schieribelehrung durch Gegners Trainer, Eintrag in Spielbericht und Eintrag auf Zusatzblatt.

    Harmi hat dem Gegner offensive Spielweise bescheinigt, und dann seinen Senf zu Gegners Senf geschrieben.

    aus den HVN-Statuten:

    Zitat

    Bei wiederholtem Verstoß gegen die verbindlichen Durchführungsbestimmungen des HVN für eine einheitliche Wettkampfstruktur im Kinder- und Jugendhandball kann die Spielleitenden Stelle Spielaufsichten anordnen. Die dabei entstehenden Kosten sind von dem Verein, der diese Maßnahme verursacht, zu tragen.

    Na da bin ich mal gespannt, wann der erste Taktikfuchs bei einem unserer Spiele auf der Tribüne sitzt..... :D

    Armes Deutschland....

    Gute Nacht, Harmi

    Zitat

    Original von eisbeer

    Wo Du nur überall deine Nase reingesteckt hast, um DIESEN Vergleich ziehen zu können :lol:


    Digitalfernsehen macht's möglich, sehen, hören, riechen, schmecken. :D


    Zitat


    Einberufung:

    Hiermit wird

    harmi, webadresse bekannt,

    aufgefordert, sich zum nächsten FanClub-Turnier in ESA als Trainer, Spieler und Berichteschreiber bereit zu halten.

    Entschuldigungen werden nicht akzeptiert!!!

    Ich lasse mich nicht berufen! Und schon gar nicht von Euch... :nein:

    gruß, Harmi

    So, Betriebs-Cup unfallfrei überstanden, Haus renoviert, zwei weitere Niederlagen abgeholt, handballtechnisch nix los,da müssen wir doch mal ein wenig off-topic werden.

    Samstagabend, Mitte November, Sauwetter. Klaras ökumenische Weinprobe steht an. Bei gemütlichem Kerzenschein sitzen 40 Leute im Männergesprächskreiszimmer der neuapostolisch – orthodoxen Kirchengemeinde und probieren verschiedene Weine. Besäufnis im Hause des Herrn. Wie hat Klara das nur wieder hinbekommen? ?(

    Harmi reißt sich erst mal eine Dose Erdnüsse unter den Nagel, um den Salzhaushalt aufzubessern. Dazu noch ein paar klein geschnittene Bierknacker und etwas Käse, das müsste als Grundlage reichen. Klara und Heinz haben 15 verschiedene Weine aus ihrem Kurzurlaub mitgebracht. Der Weingutbesitzer hat selbst keine Zeit, da muss Klaras Göttergatte halt von Bukett, Reife, Würze, usw. faseln.

    Harmi hat keine Ahnung von Wein und hält Bukett für einen Grabschmuck. Haben wir den falschen Raum erwischt? Seit wann wird samstagabends jemand beerdigt? Nun hör endlich auf zu sabbeln und schenk ein. Wir sind doch nicht auf nem Kindergeburtstag. Hoch die Tassen! Endlich kommt Klara mit der ersten Flasche. Mach das Glas ruhig oben voll, unten kommt es nicht so genau. Für einen trockenen Rotwein ist der aber noch ganz schön flüssig. Klara klärt Harmi auf, dass trocken mit sauer zu vergleichen ist, während liebliche Weine eher süß sind. Aha! Wo sind eigentlich die Gesangbücher, es ist doch eine christliche Veranstaltung, da könnte man doch mal…. :rolleyes:

    Unfassbar, dass Weine so unterschiedlich schmecken können. Harmi kannte bisher nur das Tetrapack-Zeug von Feinkost Albrecht, das war ideal für Open-Air-Festivals und wilde Zeltgelage mit dem CVJM –Gitarrenkreis.

    Wein Nummer drei schmeckt wie Oma unterm Arm, Wein Nummer sechs ähnelt dem Geruch von Mutter Beimer im Schritt. Jetzt kommt Wein Nummer acht:
    1999er Recklinghauser Windpark Roter Riesling Spätlese. Der ist lecker! Den hatte Klara Harmi mal mitgebracht, weil er ihr ein Buch über die artgerechte Haltung von Goldfischen in Zinkbadewannen ausgeliehen hatte. Harmi hatte seinerzeit das Etikett nicht so genau durchgelesen und die rote Brühe zur Geschmacksverfeinerung in das Züricher Rahmgeschnetzelte gegossen, was dem sonntäglichen Festmahl eine appetitliche schimmelbläuliche Farbgebung einbrachte. Der Rest der Flasche bescherte Harmi und Berta einen lustigen Nachmittag. :D

    Harmi bunkert gleich mal die angebrochene Flasche, als Klara sie abstellt und schenkt sich laufend nach, während Heinz verzweifelt versucht, den Anwesenden die Vorzüge der Haussorte Ludwigshafener Krötenwanderung Silvaner trocken anzupreisen. Während die Wangen der Anwesenden mit zunehmender Dauer der Weinprobe ins rötliche wechseln, werden die Weine langsam blasser. Der erste Weißwein ist ungenießbar. Harmi schlägt vor, ihn als Essig mitzunehmen und damit den Grünkohleintopf zu würzen und die Klakflecken in der Badewanne zu bekämpfen. Mit einer halben Dose Erdnüsse wird der komische Geschmack im Mund bekämpft. Der nächste Weißwein scheint auch zu lange gelegen zu haben, der Dritte schmeckt nach Frostschutz. Die letzten beiden probiert Harmi erst gar nicht, die sollen tierisch süß sein. Stattdessen teilt er sich heimlich mit Klara und Berta die vermeintlich letzte Flasche der leckeren Nummer acht, bevor die anderen noch auf die Idee kommen. :rolleyes:

    24:00 Uhr, die Weinprobe ist beendet, jetzt heißt es, die angebrochenen Flaschen leer zu machen. Heinz fragt Harmi nach Handball, den Mädels, usw. und wundert sich:
    „Harmi, wie schaffst du das nur mit dreizehn Zicken?“
    Harmi: „Ich hab sogar fünfzehn Zicken, dreizehn beim Training und zwei danach.“
    Heinz: „Stimmt, du hast ja auch zwei Weiber zuhause“
    Harmi: „Nee, nicht zuhause, ich meinte Klara und Edda“
    Der Schluck Wein, den Heinz gerade genussvoll in die Speiseröhre gleiten lassen wollte, wird zeitgleich mit seinem Lachanfall gleichmäßig im Raum und über seine Hose verteilt, während Klara schnell mit der Küchenrolle angerannt kommt, um den heiligen Boden vor Weinflecken zu bewahren.

    Das leckere Zeug ist weg, außerdem muss Harmi morgen früh noch mit Steffen zum Handballturnier. Also schnell noch ne Dose Cashew-Kerne eingesackt, weil es morgen Abend ja chinesischen Hühnertopf geben soll. Für den Rückweg noch ein paar Bierknacker, das sollte reichen. Stop, in der Küche steht doch tatsächlich noch ne angebrochene Flasche von Harmis Lieblingswein, den hat Klara dort bestimmt versteckt. Schnell die Buddel an den Hals und weg ist das köstliche Gebräu. Die dunkle Flasche mit ein wenig Wasser wieder auffüllen, Korken drauf, artig bei Klara und Heinz für den schönen Abend bedanken, eine Kiste Wein bestellen und nun nix wie weg…. :hi:

    Sonntag, 8:30 Uhr. Wie waren Harmi und Berta nur nach Hause gekommen? Wieso hat Harmi den Schlafanzug falsch herum an? Und wer hat den Wecker gestellt? Ach ja, Steffen hat ja ein Turnier. Zwei mal drei gegen drei, da sind wir doch mal gespannt. Gott sei dank wurde bei der Weinprobe nicht geraucht, das hält den Brummschädel in erträglichen Grenzen.

    Duschen, anziehen, Frühstück und ab zur Halle. Was hat Harmi denn da in der Jackentasche? Käsewürfel, Bierknackerstücke, ein Stück Baguette, wo kommt das denn her? Und warum liegt in Bertas Fahrradkorb eine Dose Cashew-Kerne? Da war doch was? ?(

    Turnierbeginn. Muss der Schiedsrichter so laut pfeifen? Heinrich und Elli sind auch da. Waren die nicht auch auf der Weinprobe? Die Gesichtausdrücke und die kleinen Augen scheinen Harmis Vermutung zu bestätigen. Harmi erklärt der versammelten Elternschaft, warum bei zwei mal drei gegen drei einige Spieler in der Abwehr bleiben. Beim dritten Spiel haben es dann alle verstanden.

    Steffen zeigt alte Familientradition, spielt in der Abwehr gegen ein zwei Köpfe größeres Mutantenkind, verschafft sich erstmal Respekt und greift ihm beim Torwurf kräftig in den Arm. Strafwurf und Ermahnung für Steffen. Das wollen die Zuschauer sehen! Der Mutant hält sich fortan mit Durchbrüchen in Richtung Tor merklich zurück. Als Steffen in den Angriff wechselt, wirft der Mutant sein erstes und einziges Tor. :rolleyes:

    Warum ist Harmi nur so müde und so durstig? Gut, dass eine Cafeteria in der Halle ist. Melitta Auslese steht auf der angebrochenen Kaffeepackung. Ist der halbtrocken oder lieblich? Mal sehen, was der für ein Bukett hat. Kuchen gibt es auch. Unfassbar, Mandarinen-Weincreme, den muss Harmi doch jetzt mal probieren. Lecker!

    Nicht schlecht, so ne Weinprobe….

    Tröste dich, ich habe gestern zwei Minuten bekommen, weil ich die Mannschaften, die nach uns spielen wollten, aus der Halle geschickt habe. Entweder setzen sie sich an den Spielfeldrand oder glauben, sie müssten sich hinter den Bänken warm laufen. Das stört enorm. Und das, obwohl sie nach unserem Spiel noch 45 Minuten Zeit haben. Die Halle gehört den Mannschaften, die spielen und nicht denen, die das Spiel danach haben.

    Ich hatte laut zur anderen Spielhälfte rübergerufen, sie sollten bitte die Halle verlassen. Da ich 15 Sekunden vorher gelb gesehen hatte, fühlte Schiri sich wohl angesprochen und gab mir zwei Minuten.

    Nach dem Spiel sagte er dann die zwei Minuten wären gewesen, weil ich mich nach der gelben Karte kopfschüttelnd auf die Bank gesetzt hätte. Und soll ich euch's verraten? ich habe gar nicht gesessen.... :D

    That's Life!

    Harmi

    Wie, wir haben verloren? ;(

    es gibt Tage, da geht gar nix, vor allem in "Harmi seine Mädels ihre Abwehr"

    Lieber Eisbeer, ich kann doch nicht hexen, Haus renoviert, Handballtagebuch-Speicherstick bei Renovierungsarbeiten verloren, usw. Ungeduldige Bande!!! :rolleyes:


    Betriebs-Cup

    Wochenlange Spannung in der Region. Der Betriebs-Cup fasziniert die Massen, täglich gibt es Zeitungsberichte, Radioreportagen und Interviews. Kernfragen:

    Ist die Feuerwehr mit Harmi und Karlchen nur Außenseiter oder Geheimfavorit?
    Kann Karlchen sich zum besten Torhüter des Turniers empfehlen?
    Wie fit ist Harmi und kann er sich zum letzten Turnier noch steigern?
    Wer wirft das Tor des Tages?
    Finden Klara und die Mädels den Weg vom Step-Aerobic zur Sporthalle oder verfahren sie sich? :rolleyes:

    Freitag, 16:45. Harmi erscheint mit seiner achtundzwanzig Jahre alten Adidas-Sporttasche an der Halle und trifft prompt ein paar alte Weggefährten und Widersacher. Großes Hallo und Händeschütteln. „Mensch Harmi, lebst du auch noch? Wusste gar nicht, dass du auch noch spielst. Hi Harmi, Schuhe noch mal wieder ausgegraben? Wo kann man die Sporttasche denn kaufen?“ Wenn die wüssten….

    Klar, dass die Halle nahezu bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt ist, zumindest in der Cafeteria. Die Jungs von der Feuerwehr und Karlchen sind schon da und laufen sich warm. Harmi sucht sich ein Trikot aus dem Koffer und schlüpft in die Fritz-Walter-Gedenkhose. Mensch, wir haben sogar Socken! Geil! Warum sind die denn unten offen und haben da nur einen schmalen Streifen? Hinnerk klärt Harmi auf: „Das sind Stutzen für Schienbeinschoner.“ Mein Gott, wer hat bloß einen Trikotsatz für Fußballer bestellt? Und schon geht es los mit aufwärmen. Menschenskind, sind die Bälle groß, mit den Einser Bällen bei der weiblichen C kann man viel besser werfen. Wo um Himmels Willen ist nur Harmis Sportbrille? Egal, spielen wir bei Minus vier Dioptrien halt ohne…. Und wo ist Michi? Michi ist unsere Hoffnung, der spielt bei uns in der Ersten und kann unheimlich gut werfen, den könnte Harmi doch ein wenig in Szene setzen. :/:

    Da kommt auch schon unser Gegner. Oh Gott, warum arbeitet denn die halbe Handballabteilung bei denen? Harry und Hacki aus der Ersten, Lydia aus der weiblichen A, drei Ehemalige und ein bekanntes Gesicht im Tor. Ach ja, der hatte seinerzeit bei Cosmos Emsbüren im Tor gespielt, was er anscheinend heute immer noch tut.

    Michi hat noch nicht Feierabend. Also besetzen Harmi und Hinnerk das Abwehrzentrum. Die 6:0 Deckung steht gut, unserem Gegner mangelt es an Rückraumschützen. Harry kann Karlchen im Tor nur einmal überlisten. Bei uns kann Hinnerk sich einmal mit seinen 120 kg Kampfgewicht gegen die sicherlich weniger als halb so schwere Lydia durchsetzen und zum 1:1 ausgleichen. Nach sechs Minuten wird es Harmi zu bunt. Drei mal hatte er über den Block geworfen, jedes Mal war der Torhüter wie eine Katze noch an den Ball gekommen. Harmi verlässt die Spielmacherposition und geht nach Rechtsaußen. Da durfte er vor fünfundzwanzig Jahren in der Jugend schon immer spielen, weil er der einzige Linkshänder war. Ein Raunen geht durch die Halle. Etwa fünfzig Zuschauer erinnern sich an Harmis Lieblingstrick und wissen genau, was jetzt kommt. Passtäuschung von Linienaußen, durchtanken gegen die Wurfhand und anschließend Flug quer durch den Kreis mit Tunneln des Torhüters.

    Harmis Gegenspieler auf Außen hatte wohl nie zugeguckt, wenn seinerzeit die „Dritte“ gegen Barfuss Börgermoor, Rückwärts Emlichheim oder den katholischen Jünglingsverein Haselünne - Süd gespielt hatte. Er fällt prompt auf die Passtäuschung herein und rückt zur Deckungsmitte auf. Der Platz ist da, Harmis Augen leuchten. Einmal prellen, Ball in die Wurfhand und Hechtsprung in den Kreis. Hundert gespannte Augen starren auf Harmi, der schwebt wie in alten Zeiten etwa 30 cm über dem Hallenboden in Richtung Tor, wartet, bis der Torhüter die Beine breit macht und tunnelt den Ball mit einem leichten Dreher ins Netz. Die Halle tobt! Das wollen die Leute sehen!
    :head: :respekt: :ball: :klatschen:
    Hoffentlich haben Harmis Mädels das auch gesehen. Ach Nein, konnten sie nicht, sie schwitzen ja mit Klara, Bienes Mutter Helga und Karlchens Frau Christa beim Step-Aerobic.

    Endstand 2:6. Schade, Abwehrleistung stimmt, aber im Angriff fehlen die Alternativen. Jetzt ne Cola…. Hinnerk kommt gleich mal mit nem Tablett voll Bier von der Theke. Naja, zur Not geht es auch ohne Koffein…. Ja, schmeckt auch schon, schnell noch eben ne Mettwurst auf die Hand, fingerdick Löwensenf drauf und dann auf die Tribüne. Unterwegs noch zwei Bier in die Hand gedrückt bekommen und von den nächsten beiden Spielen nix mitbekommen. Mann, ist der Senf scharf! Ein Blick auf die Uhr sagt Harmi, dass die Mädels beim Step-Aerobic jetzt wohl ordentlich schwitzen.
    :bier:

    Nächstes Spiel. Michi ist eingetroffen und ballert sich schon mal warm. Nächster Gegner: Finanzamt! :/:
    Mit denen hat wohl jeder noch ne Rechnung offen. Harmis Bruder Jockel spielt da auch mit. Ein Blick auf die Mannschaft zeigt, dass die doch tatsächlich nur mit aktiven oder ehemaligen Handballern antreten. Unfassbar. Da werden wir uns warm anziehen müssen. Michi hat sich warm geworfen. Das dürfte ein paar Tore mehr für uns bedeuten. Er bekommt allerdings sofort Manndeckung, das gibt aber Platz für Harmi und Hinnerk. Beide machen allerdings den Fehler, zu oft den Kreisläufer anzuspielen. Dietze hat ein sehr gutes Gespür für die Situation, vergisst aber grundsätzlich, den Ball zu fangen. Also mit der Brechstange. Hinnerk und Harmi holen je einen Strafwurf raus. Die jungen Nichthandballer dürfen jetzt mal werfen. Jan tritt so weit über, dass der Schiri auch „Kreis ab“ hätte pfeifen können, Sascha wirft die hübsche Torhüterin aus sieben Metern fast tot. ;(

    Der Bauerntrick auf außen ist der kompletten Belegschaft des Finanzamts bekannt, also versucht Harmi seine zweite Spezialität: Beidbeinig abgesprungener Wurf über die Deckung. Den ersten blockt Brüderchen Jockel, der zweite wird Opfer der Schönheit im Tor, weil Harmi trotz fehlender Brille nur Augen für ihre Augen hat. Dritter Versuch. Jogi und Jockel haben zwar mit ihren Armen beim Block Harmis Blick auf die Turnierschönste versperrt, vergessen aber, dass Harmi Linkshänder ist. Der Ball zieht wie ein Strich in den Winkel. Noch ein Anwärter auf das Tor des Tages! Das Finanzamt wird unruhig, vernachlässigt die Manndeckung und Harmi kann Michi mehrmals in Szene setzen. Der steigt bei zehn Metern hoch und ballert das Ding in den Winkel. Bauernhandball pur! Einfach aber wirkungsvoll, kreuzen, sperren, Tor.

    Karlchen wächst ebenfalls über sich hinaus. Jockels Rückraumgranaten, die ihm in der Jugend schon einmal den K.O. aufgrund eines Kopftreffers und das damit verbundene Aus seiner noch jungen Handballkarriere beschert haben, landen heute in seinen Händen. Endstand 5:5! Unglaublich, wir haben einen Punkt geholt! Das hatte es in der zweijährigen Turniergeschichte der Feuerwehr noch nicht gegeben! Das dürfte einen Platz in der Chronik wert sein, die übrigens von Harmi geführt wird. Harmis kleines Feuerwehrtagebuch…. :D

    Der Schweiß, der in Harmis Trikot sitzt, muss jetzt erstmal mit zwei Bechern Hopfenkaltschale aufgefüllt werden. Wo ist eigentlich meine Brille? Unsere freundliche Zeitnehmerin kommt schon mit dem Spekuliereisen angelaufen. Am Zeitnehmertisch hatte Harmi sie also abgelegt. Gutes Versteck!

    Letztes Spiel. Klara zeigt Ortskenntnis und ist soeben mit den Mädels eingetroffen. Die wollen natürlich sehen, was ihre Trainer so alles drauf haben. Die Mischung aus schlechter, warmer Luft und jeweils zwei Bier zwischen den Spielen lassen Harmis Kondition so langsam ein wenig schwinden, trotzdem kämpft er wie ein Stier. Der letzte Gegner befürchtet ein weiteres Tor des Tages und hat gleich mal einen von Harmis alten Weggefährten auf die Außenposition gestellt. Da braucht Harmi also gar nicht hinzugehen. Au Backe, Franz ist im Tor. Gegen den braucht Harmi auch gar nicht erst aufs Tor zu werfen, der fängt Harmis „Granaten“ aus dem Rückraum eigentlich immer. Also wieder Spiel machen. Diesmal aber von Rückraum rechts, Michi spielt jetzt ohne Manndeckung Mitte.

    Harmi gibt alles. Vorne läuft es einigermaßen rund, Unser Gegner fällt gleich viermal hintereinander darauf rein, dass Harmi diesmal nicht beidbeinig über den Block wirft, sondern mit Michi kreuzt, der dann das Ding versenkt. Kurz vor Schluss kann Harmi dann ein Kreuzen mit Michi antäuschen, sich anschließend selbst durch die Abwehr tanken und setzt zum Tiefflug auf das Tor an. C2 – Trainerin und in dem Moment direkte Gegenspielerin Bettina gönnt Harmi den Treffer und lässt ihn gewähren. Auch Franz macht brav die Beine breit, der Flug verläuft ruhig, die Wurfhand ist zum Dreher angewinkelt, Totenstille in der Halle. Da kommt ein Altherrenfußballer von Außen quer durch den Kreis gelaufen und greift Harmi in den Arm. Foul des Tages! Dämlicher geht es nicht, aber was will man von Fußballern erwarten? Recht herzlichen Dank für die schmerzende Schulter, die blauen Flecken und die Schramme am Knie!
    :wall: :wall: :wall:

    Dieses Spiel geht leider wegen einer desolaten Abwehrleistung verloren. Die Jungs wollen einfach nicht mit den Hacken am Raum bleiben. Egal, dabei sein ist alles. Harmis Frau Berta hat das Auto nach Hause gebracht, weil Harmis Knochen alle heil geblieben sind. Jetzt erstmal an die Theke…. Klara zeigt zum ersten Mal seit ihrer Tätigkeit als Betreuerin absoluten Handballsachverstand und lobt Harmi für das tolle Spiel. Auch Karlchen kriegt ein Lob für die überragende Torhüterleistung. Das geht runter wie Öl, dafür geben wir Klara doch gleich mal ein Bier und ein Mettbrötchen mit frisch gehackten Zwiebeln aus. Dann kehrt leider der triste Alltag ein. Die Mädels haben uns gesehen, kommen auf uns zu und schimpfen: „Mensch Harmi, du lässt dich ja dauernd fallen, läufst zu langsam zurück, wirfst ja gar nicht aufs Tor, usw.“
    Harmi stellt prompt die Gegenfrage: „Wie war’s beim steppen?“
    „Äääh, anstrengend… schwierig… schwitzen… Koordination… nicht mein Ding…“
    Harmi: „Und du, Klara?“
    Klara: „Ja, äääh, anstrengend, und das ging alles wohl, mit den Armen, Händen und mit den Füßen, aber irgendwie ging nicht alles zusammen, ich habe dann nachher nur noch mit den Füßen gearbeitet.“
    Aha, weibliche Multitaskingfähigkeit mit fünf Dingen gleichzeitig können beschränkt sich anscheinend auf reden, zuhören, telefonieren, lesen und schminken. Wichtige Sachen wie Autofahren und sportliche Dinge scheinen davon ausgenommen zu sein. Klara besinnt sich eines Besseren, beendet den Dialog abrupt und holt erstmal Bier. Immerhin, fünf Becher Bier gleichzeitig und unfallfrei tragen kann sie. Christa, Berta, Karlchen und Harmi nehmen es dankbar zur Kenntnis.
    :bier:

    Nicht schlecht, so ein Betriebs-Cup….

    Moin,

    ist bei euch nix mehr los? :D

    Ferien

    Herbstferien. Die Mädels kommen bestens gelaunt zum Training und ärgern sich nur, dass wir jetzt vier Wochen spielfrei haben. Gleichzeitig scheinen sie sich zu langweilen und chatten Harmis Gästebuch voll. Harmi hatte Organisationstalent Klara gebeten, sich mal was „Nichthandballerisches“ auszudenken, um den Teenies die Langeweile auszutreiben. Die lässt sich natürlich nicht zweimal bitten und freut sich, dass sie mal wieder gefragt ist. Zum nächsten Training erscheint sie prompt mit einer Einladung für Harmi und Karlchen nebst Gemahlinnen: Ökumenische Weinprobe im Männergesprächskreiszimmer des Gemeindehauses der neuapostolisch-orthodoxen Kirchengemeinde. Besäufnis im Namen des Herrn mit evantholischen und kathogelischen Mitbürgern, gute Idee! Aber halt! Hatten wir nicht tags darauf ein Spiel? Ja, aber erst um 14:15 Uhr, bis dahin sollte der Kater verschwunden sein. :/:

    Harmi: „Super Klara, da kommen wir gerne, aber hast du dir schon was für unsere Mädels ausgedacht?“
    Klaras Augen leuchten: „Hab ich, und für die Muttis und Vatis auch gleich. Ich gehe mit den Mädels und den Muttis zum Step-Aerobic und anschließend zum Betriebs-Cup. Die Väter können dann gleich zum Turnier gehen, den Bierbauch pflegen und euch anfeuern.“
    Harmi und Karlchen schauen sich verdutzt an. Betriebs-Cup? Da war doch was? Einmal jährlich spielen verschiedene Betriebe, Behörden, usw. ein Handballturnier um den Betriebs-Cup. Harmi ist nebenbei bei der Freiwilligen Feuerwehr und macht natürlich mit, Karlchen darf als Polizist eine Gastrolle im Team „Retten, löschen, bergen, schützen“ einnehmen, da sich sicherlich wieder kein Torwart findet. Woher weiß Klara denn schon wieder, dass wir da auch mitspielen? Und muss die das denn ausgerechnet unseren Mädels verraten? Das fehlte uns jetzt auch noch, dass unser Stehaufmännchen dort mit der Rasselbande und den Eltern aufkreuzt und die sehen, wie Harmi und Karlchen sich blamieren. :rolleyes:

    Harmi: „Äääh, super, Klara, tolle Idee mit dem Step-Aerobic, find ich echt gut, aber glaubst du nicht, dass es für unsere lieben Kleinen zu spät wird, wenn du mit denen noch zum Turnier gehst und…..“
    Klara: „Quatsch, sind doch Ferien, außerdem ist das Turnier freitagabends, da bleiben die eh länger auf. Und sooo klein sind die ja nun auch nicht mehr. Dann können wir den Mädels mal ne Wurst aus der Mannschaftskasse spendieren….“
    Harmi bleibt skeptisch, aber Motivationskünstlerin Klara erweist sich als Männerversteherin: „Außerdem können wir dann mit den Eltern noch ein Bier zischen….“
    Spricht’s, grinst wie ein Honigkuchenpferd und verschwindet in der Kabine, um den Mädels ihre originelle Idee mitzuteilen. Das Argument mit dem Bierzischen überzeugt das Trainergespann natürlich. Harmi und Karlchen lauschen an der Tür, hören aber nur Wortfetzen: „Anstrengend… Muskelkater… tolle Musik… schwitzen…“ Totenstille. Jetzt scheint Klara vom Turnier zu erzählen. Plötzlich Riesenjubel in der Kabine.
    Im nächsten Moment fliegt die Tür gegen Harmis Kopf, weil der gerade sein Ohr daran gelegt hatte. Klaras Gesicht schaut kurz mit einem augenzwinkernden Megagrinsen zwischen Tür und Angel hindurch. Woher weiß die, dass wir an der Tür lauschen? Jubelnd hält sie den Daumen hoch und signalisiert, dass die Mädels sich freuen. Bingo! Klara hat mal wieder überzeugen können. Harmi hätte drei Stunden von Step-Aerobic reden können, da hätten die Mädels nur gemeckert, vielleicht mal gegrinst. Klara bringt in zwei Minuten eine ganze Mannschaft zum Jubeln, selbst wenn sie von der Beerdigung ihres ertrunkenen Wellensittichs sprechen würde. Unfassbar! :respekt:

    Harmi reibt sich seinen brummenden Schädel, freut sich gleichzeitig über Klaras positive Eigenschaften und sagt zu Karlchen: „Sollen die Grazien mal erst hopsen gehen und abschwitzen. Bis Klara mit den Mädels aufkreuzt, sind wir eh ausgeschieden und stehen mit den Vätern am Bierstand, das können wir ja selbst beeinflussen. Und nach dem Step-Aerobic sind die Mädels sicher so platt, da gehen die vielleicht gleich mit den Muttis nach Hause, dann sind die Väter auch besser drauf. Und Klara werden wir schon an der Theke weich kochen….“ Karlchen nickt, grinst und freut sich mit Harmi auf ein schönes Turnier. :)

    Drei Tage später packt Harmi doch wieder der Ehrgeiz. Unsere Betreuerin dürfte in ihrer unnachahmlich hartnäckigen Art und Weise alles dransetzen, die komplette Bande zunächst zum Hopsen und dann auch zum Turnier zu bugsieren und wie selbstverständlich dürfte das auch wieder klappen. Da müssen wir jetzt durch. Harmi und Karlchen müssen also gut spielen und die Väter schneller trinken, damit sie wenigstens einen Grundpegel erreicht haben, bevor die lieben Gemahlinnen eintreffen. Wir werden den Mädels und den Muttis schon zeigen was wir können. Und wenn wir gut sind, feuern die uns vielleicht auch noch an! Das gibt sicher Spaß ohne Ende! :hi:

    Beim nächsten Dienstabend der Feuerwehr ruft Harmi die Truppe zusammen. Taktikbesprechung! Am Fernseher läuft eine DVD über die 3:2:1 – Abwehr, auf dem Tisch liegen Playbooks, Handballliteratur, jeder Spieler darf sich ein Video von DSF-Bundesligaspielen mit nach Hause nehmen. Samstag Vormittag sollen dann alle bitte zur Halle kommen, Training ist angesagt.

    „So müssen wir spielen, Jungs. Ballseite verdichten, Eckenaußen stehen lassen, die Halben müssen auf der ballfernen Seite den Kreisläufer übernehmen, antizipativ verteidigen….“
    Harmi gibt alles. Trotzdem blickt er in ratlose Gesichter. Zwei von den Jungs haben in ihrer Jugend mal Handball gespielt, ein Weiterer spielt heute noch in der Senioren - Kreisklasse. Der Rest kennt Handball nur vom DSF, wenn HSG Nordhorn gezeigt wird. Nach kurzer Diskussion einigt man sich dann doch auf die „einfache“ 6:0 – Deckung: Hacken am Raum und Arme hoch. Angesichts der körperlichen Entwicklung einiger Kameraden dürfte dieser Abwehrriegel kaum zu knacken sein. Dazu Megatalent Karlchen im Tor, da sollte doch in der Vorrunde ein „zu Null“ mal drinsitzen. :cool:

    Dann kritzelt Harmi das Flipchart voll. Vorne werden wir aus allen Lagen ballern. Harmi wird die Spielmacherposition einnehmen und so die beiden Langen in Szene setzen. Zwischendurch wird er dann mal zu einem seiner gefürchteten Rückraumknaller von etwa 35 km/h nach beidbeinigem Absprung ansetzen. Hinnerk soll mit seinen 110 kg Kampfgewicht und 500 Kreisklassenspielen Erfahrung am Raum die Lücken schaffen. Dazu noch Parallelstoß, Kreuzen, Sperren, Auflösen, Rumänenzug, Oldenburger, Fischblase, Harmis Archiv der Spielzüge erscheint unerschöpflich. Schade, dass wir nur noch zweimal trainieren können. Das Konzept muss einfach aufgehen, weil es so genial ist! Klara, die Mädels und ihre Eltern werden staunen und die Handballprominenz wird sich verwundert die Augen reiben.

    Man muss auch Träume haben. Ende Oktober ist schon bald. Warten wir es ab…. :rolleyes:

    Gruß, Harmi

    Über den Erfolg / Misserfolg oder Sinn / Unsinn der offensiven Abwehr im D- oder E- Bereich haben wir ja schon oft diskutiert. Dort geht es im Allgemeinen ja auch noch nicht um Leistung. Ich habe selber E- und D- Mannschaften mit offensivsten Varianten trainiert und bin davon überzeugt, dass es den Mädels was gebracht hat.

    Was in der C nicht mehr geht, dass im Leistungsbereich (und das sind wir nun mal, wenn wir in der höchstmöglichen Klasse spielen) immer noch die Offensive vorgeschrieben wird, am besten noch viel offensiver, wie vorgeschrieben. Und dann soll auch noch auf einem Zettel bescheinigt werden, dass der Gegner so gespielt hat. :pillepalle:

    Wie schon mehrfach in verschiedenen Threads hier angedeutet, wird leider viel zu oft auch nur das Angriffsspiel gegen offensive Deckungen geübt. 70 % aller Spielerinnen können alle Wackler, Täuschungen, usw.

    90 % aller Spielerinnen können allerdings nicht über den Block werfen. Und damit fängt es in der B-Jugend an. Un da lernen sie es nicht mehr.

    Edit: Ich will ihnen gerne alles beibringen, aber dafür reicht erstens meine Zeit nicht und zweitens habe ich keinen Bock, 360 km mit dem Auto zu fahren, um mich dort auseinanderpflücken zu lassen, wenn ich es verhindern kann.

    Gruß, Harmi