Beiträge von Hellrider

    Fände ich auch super, aber ich fürchte, die EHF will die besten Teams möglichst lange dabei haben.

    Bei 8 Gruppen würde man ja dann wohl die 8 besten Teams der letzten Saison (soweit erneut qualifiziert) oder die 8 besten Reams der Seeding - Liste in den ersten Lostopf packen. Das wäre ja quasi eine Setzliste, weil man eben kein Interesse hat, dass Veszprém, Paris und Kiel sich in einer Gruppe gegenseitig rausschießen und dafür Elverum gegen Dinamo Bukarest ein Achtelfinale bestreitet. Klar gäbe es mal Überraschungen (wie Metalurg Skopje früher oder Zagreb, die letzte Saison die RNL eliminiert haben), aber im Großen und Ganzen wäre das doch auch relativ geschlossen. Das geht im Fußball, weil eben Island auch mal die Engländer rauswerfen kann, aber mit Hin - und Rückspiel soll sich Presov gegen Barcelona durchsetzen?

    Das würde nur den deutschen Teams helfen, weil es bei gleichem Ausgang (die selben Top - Teams kommen immer weiter) weniger Spiele gäbe, aber die anderen Teams wollen wohl mehr Spiele. Veszprém war letztes Jahr nach eigener Aussage sogar froh, das Achtelfinale nicht überspringen zu "müssen".

    Allerdings bin ich mir gar nicht mal so sicher, ob das auch allen deutschen Teams so passen würde, Beispiel Rhein - Neckar Löwen, weil die durch ihre Kaderstärke bedingt doch immer mit der CL zu kämpfen haben. Wenn die Löwen Dritter in der Bundesliga würden und in der CL keine nennenswerten Ergebnisse erzielen, wären sie schnell im hypothetischen Lostopf 3. Das heißt es wäre eine Gruppe möglich mit: Barcelona (Topf 1), Szeged (Topf 2) und meinetwegen Bukarest (Topf 4). Da wäre man dann aber auch schnell nach der Vorrunde raus. In Barcelona und Szeged hängen die Trauben hoch und wenn man die Heimspiele gegen diese Gegner zwischen den BL - Spielen gegen Berlin, Magdeburg und Kiel liegen hat, kann das auch mal schief gehen. Der Modus mit der langen Vorrunde federt eben auch viele Ausrutscher ab. Oder die RNL sagen: wenn wir die CL eh nicht gewinnen bzw. weit kommen können, dann lieber nach der Vorrunde raus. Das wäre dann natürlich was anderes.


    Im Interview (Bezahlschranke) sagt Sigtryggsson: "...Damit der Abstieg in der kommenden Saison kein Thema mehr ist, brauchen wir zwingend Verstärkungen auf beiden Halbpositionen sowie konstantere Leistungen im Torhüterbereich..."

    Bei allem Respekt vor dem, was Balingen jedes Jahr auf's Neue wieder auf die Beine stellt, tue ich mir schwer damit, mir ein Szenario vorzustellen, in dem der Abstieg "kein Thema" sein soll. Trotz reduzierte Absteigerzahl muss es erstmal gelingen, 2 Teams hinter sich zu lassen. Lübbecke ist sicher kein "klassischer" Aufsteiger von der Stärke her, das wird kein Selbstläufer.

    Dazu dürfte das Budget des HBW ja nach wie vor keine großen Sprünge zulassen. Pascal Hens war sicher ein unglücklicher Griff: Sollte medial wohl was bringen, aber sportlich war's ein Reinfall. Hoffentlich hat der nicht allzu viel gekostet. Das Geld hätte man besser investieren können. Aber gut, hinterher weiß man immer mehr.

    Ich dachte (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) der Johannesson wurde mal nachverpflichtet, weil man mit den damaligen Keepern (Ristanovic und Asanin?) nicht zufrieden war. Jetzt scheint er auf der Kippe zu stehen.

    Nur, mal ganz ehrlich: was für starke Keeper und Halbspieler (links und rechts) sind denn für Balingen realistisch? Wirklich helfen könnten doch nur Spieler, die so gut sind, dass sie auf jeden Fall eine gewiss Leistung bringen. Und diese Spieler kosten halt auch, bzw gehen nicht zu einem Kellerkind. Und alle anderen Spieler sind doch genauso ein Wagnis wie Hens oder Johanesson - kann klappen, aber eben auch nicht.

    in Schweden munkelt man, dass Emil Berggren (zuletzt Aalborg) nach Deutschland wechseln wird. Würde ja passen, wenn gesagt wird, dass es kein LA sein wird. Mirkulovski und Pöter sind doch angeschlagen, dann soll Phil Weber wohl auf die Mitte wechseln und Berggren den Shooter auf RL geben, weil man es Kneer alleine nicht zutraut.

    Alles nur Spekulation, aber möglich wäre es.

    Habe ich mich so verguckt? Ich kann es mir leider nicht noch mal ansehen aber ich war der Meinung, dass der Arm schon länger oben war, beim Freiwurf war ich nämlich davon ausgegangen, dass direkt geworfen werden muss bzw. max. 1 Pass. möglich war.

    Hier kann man sich die letzten Minuten nochmal anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=PIwgtTZKy_8

    Ich glaube, was einige Leute verwirrt hat, war, dass der Torschiedsrichter bei 29:31 auf der Fernsehuhr den Arm hebt, um einen Freiwurf anzuzeigen. Das haben einige wohl als Anzeigen des passiven Spiels aufgefasst, aber der Arm ging direkt wieder runter und erst bei 29:43 auf der Uhr wieder hoch. Danach kam 1 Pass, Foul mit Freiwurf, Zeit anhalten, und danach noch 4 Pässe.

    Bei Facebook wurde auch von vielen moniert, dass Narcisse 4 Schritte gemacht habe, für mich sind das aber eindeutig 3. Oder sehe ich das falsch?

    Gab es denn wirklich diese Bekundungen, es gefalle ihm nicht so? Hast du dafür Quellen zur Hand?

    Ich habe in ungarischen Medien nur das Gegenteil gelesen, aber da die sicherlich als "befangen" abqualifiziert werden, nur mal beispielhaft etwas aus der isländischen Presse (hier und hier)

    Ich glaube, das grundsätzliche Problem ist, dass man Alfreds "Wahn", seinen verlorenen Spieler zurück zu haben, nicht mit dem verwechseln darf, was der Spieler will. Wird aber dauernd gemacht, habe ich das Gefühl. Man nimmt automatisch an, dass Aron zurückkommen will, weil Alfred es ja sagt. Arons eigene Äußerungen zählen nicht so richtig. Falls sie doch zählen, "weiß" man aber natürlich, dass er was anderes meint wenn er sagt, er fühle sich in Veszprém gut und denke nicht an einen Wechsel, bedeutet das natürlich, dass er nur da ist, weil er noch Vertrag hat :lol:

    Wenn Alfred selbst sagt, er sei "nicht superoptimistisch", dürfte das einiges aussagen. Er weiß, dass er in Sachen Belastung nicht konkurrieren kann. Finanziell vielleicht auch nicht. Und andere Top-Clubs dürften auch dran sein. In Sachen Spannung des Projektes in den nächsten Jahren stehen sich Kiel und Veszprém aber wohl in nichts nach. Beide haben mit jungen, interessanten Spielern einiges vor.

    Im Moment ist zu beobachten, dass quasi alle europäischen Spitzenteams sich breiter aufstellen. Veszprém, Paris, Kielce, Barcelona, jetzt eben auch Kiel...ich denke 18 Spieler wird auf Dauer bei diesen Mannschaften Usus werden.

    Wenn man sieht, wie alt Zeitz ist und wie es ihm in Ungarn gerade in der letzten Saison so ging, kann ich noch nicht an besonders viele Spielanteile glauben. Wenn Vujin und Weinhold schlechte Tage haben, kann man aber theoretisch mit Jaanimaa und Zeitz eine komplette zweite Reihe bringen. Ist manchmal nicht schlecht. Allerdings ist Jaanimaas Zukunft über 2017 hinaus ja noch unklar und Zeitz wird vielleicht dann doch eher gegen Kellerkinder der Bundesliga auflaufen. Oder mal für die magischen 10 Minuten gegen Vezsprém und Barcelona.

    Vujin...wohin soll der wollen? In seiner aktuellen Form ist er für kein vergleichbares Team interessant würde ich sagen. Abgesehen davon, dass die, bis auf Kielce vielleicht, alle auch bombig aufgestellt sind.

    In Ungarn war es bisher immer so: Nach Abschluss von Hin - und Rückrunde spielen die Plätze 7 - 14 die Absteiger aus und die Plätze 1 - 6 den Meister und die internationalen Plätze. In deinem Vorschlag wären es 7 und 7 Teams statt 6 und 8 wie in Ungarn, aber es geht ja um die Idee.

    Ich würde einfach bei der Durchführung ein Problem sehen, wenn die ersten 7 Plätze nach der regulären Liga-Runde feststehen (inkl. Meister) und die Mannschaften 8 - 14 aber nochmal um die Absteiger spielen müssen. Für die Mannschaften, die nicht international spielen oder sehr früh ausscheiden, wäre die Saison extrem früh gelaufen (letzte Saison war der 26. Spieltag Ende März und viel mehr entzerren kann man den Plan für die kleinen Teams auch gar nicht, sonst warten die 5 oder 6 Wochen auf ihr nächstes Spiel). Wäre aus Belastungsgründen wünschenswert, aber würden die Clubs das so gut finden? Wenn dann müsste man beide Gruppen nochmal in Play-Offs schicken finde ich und dann haben alle 38 Spiele, was für die Großen zu viel ist.

    Wenn man sich die Tabelle der abgelaufenen Saison anschaut, hätte man auch das Problem, dass Magdeburg als 8. europäisch spielt, weil sie den DHB-Pokal gewonnen haben. Das heißt, selbst wenn die ersten 7 keine Play-Offs spielen müssen, wäre Magdeburg in der "Abstiegsrunde" und hätte Play-Offs plus Europacup. Für die wären das sogar mehr Spiele als jetzt. Dazu kommt die "normale" Play-Off - Problematik: angenommen, genau zur kritischen Zeit verletzen sich 4 oder 5 wichtige Spieler bei Magdeburg schwer. Im Normalfall würde man aus dem EC ausscheiden und in der Bundesliga unter Ferner liefen landen, weil man vorher schon genug Punkte geholt hat und nicht mehr unten rein rutschen kann. In den Play-Offs geht es aber nochmal bei 0 los und da geht es dann ganz schnell gegen den Abstieg. Und genauso ja auch bei den großen Teams: die RNL haben die Saison begonnen wie die Feuerwehr und sich ihre 5 oder 6 Punkte Vorsprung auf Kiel (Verletzte) und Flensburg (nicht eingespielt) erarbeitet. Davon haben sie bis zum Ende gezehrt. Wenn es Play-Offs gäbe, hätte man nochmal bei 0 angefangen gegen Kieler, bei denen einige Verletzte zurück gekommen sind und gegen gut eingespielte Flensburger. Weiß nicht, ob es zum Titel gereicht hätte....

    Ungarn, Kroatien, Mazedonien, Weißrussland...haben alle nur Play-Offs, weil ihre Spitzenvertreter in der SEHA aktiv sind und erst später dazustoßen wollen. Ungarn hat es jetzt auch wieder gekippt, nachdem Veszprém wieder mitspielt, eben weil es kein optimales System ist.


    Aber dieses Out of the Box Denken gefällt mir, sowas bräuchte der Handball viel öfter :)

    ...denn wenn Eggert oder Glandorf zum Beispiel wegfallen würden, wäre damit auch wieder finanzieller Spielraum frei, denn deren eventuelle Nachfolger wären günstiger.

    Bist du dir da so sicher? Gerade (internationale) Rückraumrechte auf diesem Niveau gibt es doch kaum und wenn, sind sie in Paris, Barcelona, Kielce oder Veszprém. Man könnte natürlich in Deutschland fischen, aber Weinhold und Wiede sind langfristig gebunden, bliebe noch Kai Häfner. Dessen Vertrag in Hannover läuft bis 2018, da könnte man ihn vielleicht ein Jahr vorher rauskaufen. Aber Jakobsson muss ja vielleicht auch ersetzt werden.

    Auch hochkarätige LA gibt es nicht wie Sand am Meer.

    An die Flensburg - Fans: Was ist denn eurer Meinung nach von diesem Vertrag bis 2018 zu halten?

    Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man längerfristig mit 18 Spielern plant, wenn in der Bundesliga nach wie vor nur 14 Spieler eingesetzt werden dürfen. Mogensen, Lauge, Mahé und Djordjic haben alle ebenfalls noch 2 Jahre Vertrag, nur der von Gottfridsson endet 2017. Aber Gottfridsson war doch ein absoluter Wunschspieler von Vranjes, wenn ich mich richtig erinnere. Also 8 Rückraumspieler auf die Dauer ?

    Meine Güte, natürlich "müssen" die RNL nicht Meister werden, Favoriten sind andere ( Kiel , Flensburg )...mir reicht es auch wenn man oben gut mitspielt...aber es wäre schön gewesen, wenn nach der Meisterschaft der Kader sich zumindest objektiv nicht verschlechtert hätte, von Verbesserung will ich erst gar nicht reden...aber auch das muss natürlich nicht sein, nur muss man sich dann auch nicht wundern wenn es keinen "Run" auf Dauerkarten gibt

    Siehst du denn zwingend eine objektive Verschlechterung? Sicher ist Uwe Gensheimer nicht 1:1 zu ersetzen, aber Sigurdsson ist sehr erfahren und trotz des Alters immer noch sehr gut. Dazu sehe ich Manaskov deutlich stärker als Stefan Sigurmansson, sodass ich der Meinung bin, dass LA in der Summe genauso gut ist wie bisher. Dazu ist man weniger von einem Spieler abhängig. Für Michel Abt sehe ich tatsächlich auch nur punktuelle Einsätze, vielleicht mal über 30 oder 40 Minuten gegen die schwächsten Teams der Liga. Eine hohe Führung verwalten sollte ja auch mit ihm gehen. Vielleicht kriegt er sogar mal Minuten in der CL, wenn Jacobsen eine ähnliche Taktik fährt wie letztes Jahr. An sich sicherlich eine Schwächung zu Kneer, aber den hat man ja praktisch gar nicht mehr genutzt.

    Palicka ist so eine Sache. Ich finde er ähnelt Ristovski sehr: in der Spitze sind beide zu starken Leistungen fähig und können ihr Tor vernageln, aber die Konstanz fehlte oft. Nach meiner Erinnerung war Palle in Kiel meistens dann besonders stark, wenn er von Anfang an und über die ganze Distanz ran durfte oder musste. Von der Bank kommend habe ich ihn gefühlt schwächer gesehen. Ich denke, dass Appelgren schon die Nr. 1 ist, aber in der CL werden wir sicher auch öfter mal Palle über die ganze Distanz sehen.

    zu den Gerüchten für 2017/18: hier im Forum wurde ja oft der Name Finn Lemke genannt...inwieweit das nur Wunschdenken ist oder ob tatsächlich was dran ist kann ich nicht beurteilen

    Lemke wäre ein guter Transfer finde ich. Der hat in Lemgo ja gezeigt, was in ihm steckt. In Magdeburg macht er eher Schritte zurück und das merkt er vermutlich auch selbst. Wenn die Löwen ihn holen, sollte er aber auch wieder offensiv eingesetzt werden, sonst wird es doch sehr defensiv - lastig. Man hat ja mit Guardiola und Pekeler schon zwei Spieler, deren Stärken klar in der Abwehr liegen. Und auch bei Kneer hat man da einiges an Potential verschenkt, finde ich.

    Ansonsten geistert für 2017 ja immer der junge Schwede Jerry Tollbring aus Kristianstad durch die Medien, das wäre ein guter Mann mit Perspektive. Schätze mal, dass Manaskov nach dem Jahr zu einem größeren Club weiterziehen wird. Prinzipiell könnte ich mir auch Reichmann vorstellen, denn der will ja 2017 zurück in die Bundesliga und Marius Steinhauser ist halt eher eine Notlösung. Wenn man sparen muss, tut man es halt auf Rechtsaußen, wo man mit Grötzki ja ausreichend gut besetzt war. Aber für höhere Ziele müsste auch da eine starke Alternative her. Ist aber reine Spekulation meinerseits, schließlich haben auch Kiel und Flensburg im nächsten Sommer Bedarf...

    Auch über Jannik Kohlbacher wurde ja schon spekuliert, 2018 als Baena - Nachfolger. Wäre sicherlich auch eine gute Verpflichtung. Gute Deutsche sind sicherlich auch leichter nach Mannheim zu lotsen als ausländische Top-Spieler. Und nebenbei hätte man eine Menge Nationalspieler, was ja aus Image-Gründen immer gut ist.

    Die Schwachstelle im Kader, wenn es denn eine gibt, ist die Spielmacher - Position. Schmid ist an guten Tagen Weltklasse, aber die kann er nicht immer haben, gerade auch weil er 33 ist und wohl bis 37 in Mannheim spielen wird. Außerdem kann auch er sich mal verletzen. Mads Mensah Larsen ist auf Halb deutlich stärker finde ich, mit ihm auf der Mitte war das Löwen - Spiel teilweise vogelwild. Außerdem neigt er dazu, fast jeder starken Aktion auch eine eher unglückliche folgen zu lassen. Nur wen sollte man holen? International aufstrebende Spieler wie Zhitnikov oder Sagosen sind mittlerweile zu "berühmt" und nicht mehr realistisch. Die entsprechenden deutschen Nationalspieler sind alle vom Markt. Einen Nobody braucht man nicht holen, denn es muss jemand sein, der direkt weiterhilft. Das alles noch mit beschränkten finanziellen Mitteln. Keine leichte Situation für Roggisch und Co.

    b) Nachwuchsförderung
    Bei den Vereinen abseits der Europapokalplätze böte sich die Gelgeneheit für zusätzliche Nachwuchsspieler einen Platz im Bundesligakader zu bekommen, aber wieviele Spiele haben diese Vereine in denen sie den jungen, unerfahrenen Spielern, die es nicht in einen 14er Kader schaffen würden, nenneswert Spielzeit einräumen können?

    Eine sehr valide Aussage. Ich finde, man kann über die Belastung schon argumentieren, zumindest für die Spitzenteams. Aber über die bessere Anschlussförderung für die Jugend? Eher nicht. Aus den von dir genannten Gründen.

    Das passt auch ganz gut zu dem Einwand von Handballer 2105:

    Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass keiner der 16 Spieler verletzt ist? So ziemlich nahe Null! :hi:

    Relativ gering, auch wenn der BHC jetzt wirklich nicht zu viel Belastung haben sollte, ohne Europapokal und übermäßig viele Nationalspieler. :hi:

    Aber stellen wir uns ruhig mal vor, von 16 Spielern wären 6 längerfristig verletzt (was ja schon einen GAU darstellt, das habe ich bei Clubs abseits der CL noch nicht bewusst gesehen und auch da war Kiel ein krasses Beispiel in der abgelaufenen Saison.) Dann hat man noch 10 Profis und kann den Rest der Bankplätze mit Jugendspielern auffüllen, entweder 4 oder 6, je nach Regelung. Trotzdem glaube ich kaum. dass diese nennenswerte Spielzeit bekämen.

    Warum? Entweder sind sie so gut, dass sie dem Club auch in engeren Spielen sofort helfen können, dann müssten sie eigentlich sowieso im Kader sein (wären vielleicht sogar billiger als ein vergleichbarer Profi) oder sie können es eben nicht und dann würden auch in diesem Szenario wohl die 10 verbliebenen Profis ran müssen. Denn für Abstiegskandidaten geht es ja in der Regel immer um was, da kann man nicht einfach so experimentieren. Ok, in Spielen gegen Topteams könnte man sie einsetzen, wenn es durch den direkten Vergleich egal wird, ob man mit 5 oder 15 Tore Differenz verliert. Aber ob das der Sinn ist? Ist für die jungen Spieler ja auch kein schönes Erlebnis....

    Zitat von Handballer2105

    der Trainer muss eine Entscheidung treffen, die auf das ganze Spiel Auswirkungen hat. Erwischt die Mannschaft ohne Duvnjak einen schlechten Tag verliert sie vielleicht. Also wird es druch den 14er Kader zu mehr engen Partien bei den Spitzenmannschaften kommen; natürlich nur unter der Voraussetzung, dass man auch ab und zu einige Spieler schont und nicht einsetzt.

    Genau dieser Aspekt ist meines Erachtens nach Fluch und Segen zugleich. Die Stärke der Bundesliga ist eine tolle Sache, sowohl sportlich für die Fans als auch marketingtechnisch ("stärkste Liga der Welt" klingt einfach gut). Sie führt aber auch dazu, dass die Spitzenteams immer auf der Hut sein müssen und eben auch gegen Balingen Probleme kriegen können, wenn man nur 40% gibt. Für die Teams abseits der Spitzenmannschaften ist das natürlich wünschenswert, denn man kann seinen Fans tolle Gegner präsentieren, gegen die man unter Umständen sogar punkten kann. Diese Chance zu punkten würde durch 16 Spieler theoretisch kleiner (vermutlich auch praktisch, aber dazu müsste man das Ganze erstmal einige Jahre beobachten und dann auswerten). Daher kommt für mich ein nicht unerheblicher Teil des Widerstandes aus dieser Ecke. Die bisherige Regelung hindert die finanziell enteilten Vereine bis zu einem gewissen Grad, ihre Überlegenheit auf den Platz zu bringen. Flensburg und Kiel müssen komplett fitter Mannschaft 3 Spieler draußen lassen momentan, und so wird die Liga "künstlich" spannend gehalten.

    In anderen Ligen sind 16 Spieler erlaubt, das ist Fakt. Aber die sportliche Situation ist eine ganz andere. Die ASOBAL war selbst zu ihren besten Zeiten (Barca, Ciudad Real, Léon, Valladolid, Pamplona) in der Breite nie so ausgeglichen wie die Bundesliga. Dasselbe gilt für Ungarn und Polen. Die Scheren dort sind so groß, dass es eigentlich unerheblich ist, ob Barcelona gegen Puerto Sagunto 14 oder 16 Leute einsetzen darf. Oder ob Veszprém nach 18:4 - Pausenführung gegen Váci KSE in der zweiten Halbzeit einige A- Jugendspieler durchspielen lässt. Das hat dann theoretisch auch was mit Nachwuchsförderung zu tun. Ist in der Bundesliga nicht wirklich so möglich. Ich denke die 16er-Regelung würde schon dazu führen, dass auch bei uns die Abstände größer werden, denn wie ja bereits angesprochen, werden die Spieler 15 und 16 in Kiel eben Brozovic und Nilsson heißen und in Gummersbach eben Marcel Timm oder Daniel Mestrum.

    Dementgegen steht aber die Solidarität, die eine Liga ihren Zugpferden vielleicht einfach schuldig ist. Wenn Kiel und Flensburg durch Belastungen und Verletzungen die nächsten 10 Jahre in keinem CL-Finale mehr stehen sind auch viele nicht zufrieden vermutlich. :nein: Echt schwierig zu lösen das Ganze...

    Warum ist der BHC für 16 Spieler? Weil sie damit eine Möglichkeit haben, je nach Spielverlauf einen Nachwuchsspieler einzusetzen und damit Spielpraxis in der Bundesliga zu geben. Und weil für sie Siege gegen die Spitzenmannschaften nicht so wichtig sind.

    Wenn ich mich nicht verzählt habe, hat der BHC nächste Saison 16 "richtige" Spieler im Kader, also Profis ohne Aushilfen aus der Jugend. (Gustavsson, Rudeck - Hoße, Jan Artmann - Gutbrod, A. Hermann, Jonovski - Oelze, Babak, Majdzinski - Nippes, M. Hermann - Gunnarsson, Nils Artmann - Preuss, Vilovski)

    Zwei zusätzliche Spieler dürfte sich bei den kleinen Clubs ordentlich im Etat bemerkbar machen. Insofern wäre es nur allzu verständlich, dass der BHC dieses Pfund auch ausspielen will. Bin mir also nicht sicher, wie viele Jugendspieler man beim BHC tatsächlich auf der Platte sehen wird. Weiß nicht, ob von den Abstiegskandidaten noch einer in dieser Situation ist.

    Was ich erstaunlich finde ist, dass die RNL als einer der Hauptleidtragenden der Belastung den Antrag nicht mit eingebracht haben, sondern eben zwei CL - Teams und ein Abstiegskandidat.

    Wie schätzt ihr eigentlich Barca dieses Jahr ein? Ich persönlich könnte mir vorstellen das ihr Name dieses Jahr größer sein könnte als die Qualität, auch wenn das wahrscheinlich auf eine Saison beschränkt bleiben wird.

    Ich erwarte am Anfang der Saison Schwierigkeiten durch die vielen neuen Spieler (6) aber auf längere Sicht haben die Neuzugänge einiges an Potential, da man auf jeder Position das Potential hat, einen Schritt nach vorne zu machen. Abgesehen vielleicht mal vom Tor und von Dika Mem, der erst 19 Jahre alt ist. Aber er hat ja wohl bis 2022 unterschrieben, also eine Menge Zeit reinzuwachsen. Um den Gruppensieg dürften sie nicht mitspielen, dafür sind Veszprém, Paris und auch Flensburg wohl zu stark, respektive zu eingespielt. Aber hinten raus könnte das interessant werden, wenn die Neuzugänge ihr Potential abrufen.

    Barcelona und Kiel machen den Umbruch halt jetzt, Paris, Kielce und Veszprém kriegen ihn 2017 und/oder 2018. Wird definitiv interessant.

    Ich kann das da leider nirgends rauslesen, was wohl an meinen mangelnden ungarisch Kentnissen liegt :D

    Den finanziellen oder den sportlichen Aspekt? :hi:

    Das mit dem Geld steht da echt nicht explizit drin, aber MOL gibt richtig Geld. Und alleine dass Ungarns reichster Bürger Sandor Csányi (Privatvermögen etwa eine halbe Milliarde Euro) die Geschicke des Vereins jetzt mitbestimmt spricht ja Bände.

    Zum sportlichen Thema: Der erste Absatz sagt, dass Csányi sagt: 2018 wollen wir Meister sein und im Finale der CL stehen. (eigentlich sagt er das nicht nur sondern "igérte" kommt von "igér " = versprechen)

    Bezüglich Zhitnikov stimme ich dir absolut zu. Szeged hat wie gesagt richtig was vor. Die Verträge fast aller Zugänge und auch von Trainer Pastor laufen 2019 und bis dahin könnte das eine richtig schlagkräftige Truppe werden. 2018 im CL-Finale halte ich persönlich allerdings für übertrieben.

    Ist der Zhitnikov zu teuer oder warum holt den niemand in die Bundesliga ?? Von Medwedi zu Plock und jetzt nach Szeged ?!?

    Vielleicht will er nicht ;) Veszprém war schon relativ weit, hat sich dann aber doch gegen ihn entschieden. Und mit Szeged macht er keinen schlechten Fang. Die wollen nach eigener Aussage 2018 um die CL mitspielen und haben einiges an Finanzkraft im Rücken neuerdings.

    Ich könnte mir einen Alex Duschebajew sehr gut in der BuLi vorstellen. Es würde mich wundern, wenn der in den Überlegungen der Top-Vereine nicht sehr weit oben stehen sollte und Bedarf haben da einige in nächster Zeit.

    Wie es aussieht, hat Papa D am schnellsten überlegt :lol:

    Allerdings sind wohl auch Kiel, Barcelona und Veszprém interessiert.

    Ich halte RR mit einem fitten Petersson auch nicht für die größte Baustelle. Ob er fit ist, ist natürlich eine andere Frage, aber der Markt gibt für RR einfach nicht wirklich was her. Aber Schmid, Mensah, Ekdahl, Abt....da fehlt eigentlich noch ein solider Spieler. Für Top-Spiele hat man da nur 3 Alternativen (nix gegen Abt) und 2 davon müssen immer gleichzeitig spielen.

    Manaskov wäre ohne Frage ein Top-Transfer. Laut dieser Quelle wird eine Ablöse fließen, was mich dann doch erstaunt. Nach Palicka den nächsten Spieler aus einem Vertrag bis 2018 rausgeholt, da werden sicherlich einige Euros fließen. In der Originalquelle ist zu lesen, dass Manaskov nur für ein Jahr kommt, mit Option auf 2018. Das finde ich mal richtig seltsam. Ablöse für jemanden zahlen, der vielleicht nach einem Jahr schon wieder weg ist? Vielleicht haben die Löwen jemanden an der Angel und müssen überbrücken, aber besser als Manaskov wird es doch kaum werden. Oder Manaskov hat keine Lust, hinter Goggi genauso wenig zu spielen wie hinter Dibirov und schaut sich das ganze erstmal ein Jahr an.

    Im Zuge des Ausstieges von Goldgas bei den RNL hieß es mehrfach, dass das Sponsoring von Goldgas etwa den Spieler Uwe Gensheimer abdeckt. Bei Goldgas spricht man von 400 000 Euro jährlich. Wenn Gensel 360 000 brutto verdienen würde (12*30 000) wäre die Belastung für den Arbeitgeber etwa bei 375 000 Euro. Das klingt für mich also absolut realistisch.

    Allerdings muss man natürlich berücksichtigen, dass kolportierte internationale Spitzengehälter (Karabatic, Hansen, Palmarsson, Rutenka, Sterbik) eigentlich fast immer netto angegeben werden. Uwe hätte demnach brutto etwa so viel wie Palmarsson netto. Da sieht man schon nochmal die Unterschiede. Netto bleiben dem Gensel "nur" knapp 190 000, wenn obige Werte stimmen.