Beiträge von anonymer-scm-fan

    Ich wüsste nicht, dass ich dich interpretiert hätte.

    Um deine Frage zu beantworten: Die Kritiker hier und in der Halle haben mehr Interesse an einer positiven Entwicklung des Vereins als die Leute, die alles abnicken, um möglichst weit in den inneren Kreis vordringen zu dürfen und auf gut Freund zu machen.

    Aber wer nicht die Meinung hat, die grad in ist, hat sowieso nichts zu melden...

    Da werden dann die Trolle in die weite Welt geschickt, um den Motor anzuwerfen und die ach so bösen Kritiker zu diskreditieren und durch Sinnlos-Diskussion weg zu ekeln.
    Die Kritiker werden aber bleiben. Dafür haben sie zu viel Herzblut für die Tradition des SC Magdeburg.

    Aber gut, sollte man sie wirklich erfolgreich vertreiben, statt sich wirklich mit Kritikpunkten auseinander zu setzen, wird die Seele des einstigen SC Magdeburgs ausgerottet sein. Dann sitzen 6000 Sponsoren-Dauerkarten auf den Plätzen. Nur die Leute dahinter bleiben dann halt zu Hause.


    Fakt ist:

    Unter Schmedt als Geschäftsfüher der Handball Magdeburg ist das Maximum der Entwicklung erreicht. Die finanziellen Weiterentwicklungen, die jetzt vielleicht noch kommen, werden letzten Enden verpuffen, weil in der Führungsspitze des Vereins niemand weiß oder kapiert, was es braucht, um dem finanziellem Aufschwung auch noch bessere sportliche Entwicklungen folgen zu lassen. Einige Jahre konnte man noch kaschieren, dass unter der aktuellen Führung mehr als Platz 5 nicht möglich sein wird. Dazu kommen jetzt solche Leute wie Chatton und Günther oder Vereine mit treuen, potenten Geldgebern, die so viel von der Materie verstehen, dass sie an solch begrenzt kompetent geführten Vereine vorbei ziehen.

    Schmedt hat im finanziellen Bereich gute Arbeit geleistet bei der Sanierung des Clubs. Deshalb ist er nicht der Heilsbringer. Andere gute Geschäftsführer hätten das auch geschafft und Schmedt konnte jahrelang den Schutz genießen, dass er im Vergleich zu seinen Vorgängern in der breiten Masse Zusprich fand und mit seinen Tätigkeiten zur Sanierung eine Wolke der Dankbarkeit aufbauen konnte, auf der er heute schwebt.

    Wenn die Handball Magdeburg GmbH sich vom jetzigen Stand aus noch weiter entwickeln will, bräuchte es einen Geschäftsführer, der weiß, wen er wirklich im Beraterstab braucht und auch offen dafür ist, sich mit konstruktiver Kritik zu beschäftigen, um andere Gedankengänge einfließen zu lassen, die vielleicht dazu führen, dass es der HMD besser geht.

    Schmedt hat sich mit gewissen Personen umgeben, von denen er denkt, dass sie ihm mit irgendwelchen Empfehlungen helfen könnten, den Verein voranzubringen. Da denkt man einfach, dass ein erfolgreicher Handballer automatisch auch weiß, was es braucht, um einen Handballverein erfolgreich zu machen...

    Dass solchen Leuten, denen die Leistung des Clubs grundsätzlich am Allerwertesten vorbei gehen, weil sie in der gleichen kritikunfähigen Komfortzone wie der Club selbst leben wollen, nicht einleuchtet, warum sich andere Menschen ärgern, wenn die Entwicklungen im Verein besser laufen könnten, passt ja auch zur Entwicklung des Vereins.

    Lieber solche Leute, die seit Jahrzehnten dabei sind und ihre Meinung auch konstruktiv formuliert kundtun bzw. bei aller Unzufriedenheit sich noch immer für den Club interessieren, als die, die für sich proklamieren, ein super Fan zu sein, nur weil man brav wie ein Lemming immer hinter her läuft, aber genau in diesem Verhalten des Ja und Amens sagens beweisen, dass sie überhaupt kein Interesse an einer positiven Entwicklung des Clubs haben - es ist ja egal, weil man ist ja brav, damit man schön der Super-Duper-Fan ist.

    Nur weil man auf einem gewissen Niveau arbeitet, heißt es doch auch nicht automatisch, dass man alles richtig macht. Trump ist der mächtigste Macht der Welt. Der muss demnach immer alles richtig machen.

    Wir hatten wenigstens mal einen der besten Hallensprecher der Liga...

    Jeder, der ernsthaft trainiert, um im Wettkampf andere zu besiegen, betreibt doch Leistungssport.

    Da beim SCM bei so manchen nicht ersichtlich ist, dass sie sich verbessern oder zumindest mal ihr Potential konstant über lange Zeit auf die Platte bringen, müsste man sich schonmal fragen, ob dort auf dem Niveau, auf dem man sich befindet, Leistung aktuell tatsächlich von Interesse ist.

    Beim SCM wirkt es über die Zeit doch vor allem so, dass man Leute mit gewissem Niveau holt, aber nicht so mit ihnen arbeitet, dass sie sich weiter verbessern könnten, sollten und müssten. Kannst du was, bist du was, lernst nichts weiter, geht's trotzdem heiter.

    Welche individuellen Verbesserungen sind bei den einzelnen Spielern zu sehen? Bis auf Damgaard und Lemke hat hier in letzter Zeit niemand das nächste Level erreicht. Aber das ist auch nicht weiter schlimm. In den Augen der Verantwortlichen.

    Da kann man schon froh sein, dass so Typen wie Damgaard aus familiären Gründen hier bleiben. Die eigene und vereinsweite Entwicklungsmöglichkeiten und die Perspektive auf Verbesserung sind sicher keine Gründe.

    Man bräuchte ja nicht mal einen Trainerwechsel fordern, da es mittelfristig unter dem Gesamtkonstrukt eh nicht besser wird.

    Magdeburg ist sicherlich auch nicht mehr die erste Adresse, aber wenn man eine vernünftige Personalpolitik hätte, mit Eiern zur Entwicklung und zum Scouting, sicherlich noch gut genug, bessere Spieler zu bekommen, als die, die hier präsentiert werden. So eine Kategorie wie Damgaard. Den kannte hier auch kaum jemand und was draus geworden ist, wissen alle.

    Der Boss will sportlich Ergebnisse. Alles nur auf die kurzfristigen Zahlen orientiert, mittelfristige und langfristige Entwicklungen im Sportlichen werden außer Acht gelassen.

    Wiegert ist als Trainer nicht mehr zu halten!
    Wenn er ganz viel Glück hat, darf er bis zur Winterpause weitermachen und bewirkt in den freien, kalten Monaten doch nochmal ein Trainerwunder. Ersteres wird wohl noch eintreten, aber eine Verbesserung wird nicht mehr kommen.

    Die Aussage muss man auch nicht daran festmachen, dass die Ergebnisse jetzt wackelig sind, sondern kann man viel mehr daran festmachen, dass er sich mit seiner Philosophie in eine Ecke hat drängen lassen, aus der er jetzt so schnell er nicht mehr raus kommt.


    Es gibt dafür ja diverse Ansatzpunkte:

    - Alles, was die Mannschaft in der Siegesserie am Anfang des Jahres ausgezeichnet hat, ist komplett weg. Es ist Stückwerk. Auf Stückwerk kann man keinen fortdauernden Erfolg auf diesem Niveau aufbauen.

    - Es wird ein Spielsystem aufdoktruiert, dass man nur mit einem Spielmacher durchzieht, der wiederum selbst für dieses Spielsystem missbraucht wird. Dieses Spielsystem in sich ist auch schon das vorprogrammierte Stückwerk.

    - Wir haben außer Damgaard niemanden, der aus Stückwerk mit individueller Klasse noch was Gescheites machen kann. Es lastet alles auf seinen Schultern und nicht mal so sehr auf denen von Bezjak.

    - Alternativen werden offensichtlich nicht auf Wettkampfniveau trainiert - weder in der Abwehr noch im Angriff. Ich wage die Behauptung, dass O'Sullivan so viele Freie verballert, weil er im Angriff selbst im Training nicht mehr auf Wettkampfniveau unterwegs ist. Das ist doch alles nur Kopfsache, wenn man da mutterseelenallein aufs gegnerische Tor zu läuft.

    - Chrapkowski hat im Angriff noch weniger das Vertrauen von Wiegert, denn wer kam nochmal als Damgaard das letzte Mal ausgewechselt wurde? Der zweite RM auf RL...

    - Die Personalpolitik gibt sowieso keine Änderung des Spielsystems her. Selbst wenn man jetzt O'Sullivan vorne überhaupt oder Bezjak mal anders einsetzen würde, haben wir immer noch die gleichen Leute im Rückraum.


    Die Personalpolitik wurde ja scheinbar auch nicht besser. Dazu kommt, dass man scheinbar immer noch nicht in der Lage ist, einen Entscheidungsträger für Zugänge zu haben oder den Prozess so zu gestalten, dass man sich gesunde Spieler holt.

    Die Chemie zwischen den meisten Spielern und ihm wird schon noch stimmen. Das ist aber, siehe HLPs Vergleiche, relativ egal. Die systemrelevanten Spieler folgen artig, dürfen ja auch entsprechend viel spielen. Wobei, wir haben nur einen systemrelevanten Spieler. Dem ist wohl auch egal, wer der Trainer ist, solang er werfen darf. Dem Rest der Mannschaft ist das Gegurke doch mittlerweile offensichtlich selbst egal.


    Aber was würde bleiben?
    Wenn Wiegert als Trainer freigestellt werden würde, bleibt da weiter die Inkompetenz der restlichen Führung. Sie würden es wieder nicht hinbekommen, einen Trainer zu verpflichten, der es hier solange überstehen würde, die vielleicht guten Ideen auch in der Kaderplanung umzusetzen.

    Auch hier wieder: Es gibt sicherlich potentielle Geschäftsführer, die vom Management eines Sportunternehmens mehr verstehen, als jemand, der auf die reinen Zahlen blickt - und der dann neben charakterlichen Kompetenzen auch die Zahlen korrekt im Blick hat.

    Schmedt ist schlicht und einfach nicht in der Lage, den SCM in die Sphären zu führen, die er selber immer gerne proklamiert.

    Wir haben halt die wirtschaftlichen Möglichkeiten, uns Spieler zu holen, die durchaus Handball spielen können und diese dann so zu trainieren, dass sie eine bestimmte Sache können und den Rest verlernen.

    Sully macht jetzt halt nur den Tempo-Dirigenten, Molina kann dann besser Deutsch als alle anderen, Kalarash kommt von der CL in die Niederungen der Kreisklasse...

    Man könnte auch sagen: Wir haben adäquate finanzielle Möglichkeiten und verbrennen sie wahnsinnig gut.

    Sollte Wiegert als GF Sport wirklich die dafür notwendigen Befugnisse haben, gehört Svensson entlassen. Als TW-Trainer taugt er ja auch nichts.

    Es kann nicht sein, dass jemand, der bei der Personalpolitik helfen soll, hier fast nur Graupen anschleppt.

    Es kann auch nicht sein, dass ein Verein Spieler in schlechtem körperlichen Zustand einfach so durch einen Transfer schleust. Thema Medizincheck und / oder Probetraining.

    Wenn man so tief im A**** von Svensson steckt, soll man ihn doch gleich zum GF Sport machen. Der Vertrag mit ihm gehört aufgelöst. Diese unnötigen Kosten will man sich wohl nicht sparen...

    Es sind letztlich zwei getrennt zu betrachtende Probleme in den Strukturen, die weiteren Erfolg verhindern werden:

    - Das System Wiegert im aktuellen Zustand ist am Ende. Entweder kapiert er als Trainer, dass er Alternativen schaffen und nutzen muss oder er zieht seine Philosophie stur durch und muss dann aber spätestens zum Saisonende was Neues suchen. Es bringt ihn und den Verein nicht weiter, wenn jeder nur seine Rolle zu erfüllen hat und diese eine Funktion dann trainiert. Darüber hinaus ist die Kaderplanung auch auf diese unsägliche Rollen-Philosophie ausgelegt.

    - Wenn der zweite genannte Fall eintritt, wäre die SCM-Führung wieder nicht in der Lage, einen Trainer zu holen, der aus den Rahmenbedingungen etwas rausholt, was der Erwartungshaltung entsprechen würde. Carstens war zu seiner Zeit der richtige Mann. Er scheiterte an seinem eigenen Erfolg, den Anschluss nach oben zu schaffen. Damit gingen die Erwartungshaltungen in eine Richtung, für die er dann eben nicht mehr der Richtige war. Bei Sveinsson kannte wieder irgendwer irgendwen. Wiegert als Nachfolgelösung war sogar noch ein Experiment, dass man erstmal versuchen konnte. Risikobehaftet aber letztlich einen Versuch wert.


    Der SCM hatte wirklich Glück, dass man mit Damgaard so einen Glückstreffer gelandet hat, der den Verein oft sportlich am Leben hält. Ansonsten bräuchte man jetzt nicht davon reden, ob man in Constanta weiterkommt oder nächstes Jahr das Big Event steigen lässt.


    Gegen Flesnburg wird man wieder voll motiviert sein aber an seiner eigenen Form scheitern. Wenn man zu ordentlich mitspielt, ist aber wieder allen der Arsch gepudert und vor Constanta entsteht wieder diese gefährliche Denke.

    Mittlerweile, wie hier schon angesprochen wurde, ist man wieder soweit, dass es mal wieder den sportlichen GAU geben sollte, damit eine entsprechende Reaktion kommt.

    Das ist nämlich der dritte Fehler im System: Es ist intern sportlich vollkommen egal, was passiert. solange es nur stark genug blendet. Mit dem besten Blender von der Bank wird es sportlich nicht weiter voran gehen, auch wenn wir den Etat von Paris stemmen könnten. Da der SCM eine Profisport-Mannschaft ist und kein Wirtschaftsunternehmen, ist die finanzielle Entwicklung nur Mittel zum Zweck. Es wird auch potentielle Geschäftsführer geben, die neben einer finanziellen konstanten Entwicklung auch eine sportlich konstant nach oben gehende Entwicklung bewirken können. Schmedt kann das nämlich nicht.


    Na ja, ein paar Groupies gibts schon, denke ich, aber die schmollen eher etwas rum, ob der harschen Kritik der 5-6 ewigen Miesmuscheln hier. Außerdem werden die mit Leibchen, die original signed and durchgesweated sind, auch schon eingedeckt sein.

    Yay, ich bin ein Groupie. :hi: :lol: Wobei Musa ist ja nicht so der, dem die Groupies die Spiel-Trikots aus den Händen reißen (bzw. es überhaupt könnten).

    Das Spiel muss ohne Frage gewonnen werden. Beim SCM muss man dazu eben die vollen 60 Minuten abwarten. Ist ja nicht erst seit Göppingen so. Letztlich sollten es die 2 Pflichtpunkte werden. Eine berauschende Vorstellung wird es wohl nicht werden, dafür fehlt der Flow...

    Ein weiterer Fehler im System Wiegert ist, dass Spieler nicht so ersetzt werden, dass eine taktische Verbesserung überhaupt nur in Betracht kommt.
    Es werden Spieler geholt, die genau ihre Aufgabe haben und diese erfüllen sollen. Spieler bedienen Rollen. Wehe sie könnten mehrere Rollen bedienen.


    Man holt auf RL einen reinen Abwehrspieler, der einen reinen Abwehrspieler ersetzen soll, den er statistisch überhaupt nicht ersetzen kann.
    Eine kreative Entscheidung im Sinne eines Verbesserungsprozesses wäre gewesen, einen RL zu holen, der vorne und hinten spielen kann. Dann hätte man sich auch Molina sparen können. Der wird hier 2 Jahre deutsch lernen. Hinten hat er einen guten Eindruck hinterlassen. Angriff wird er hier auch nicht spielen und wahrscheinlich nicht gut genug sein.


    Lagergren ist jetzt auch nicht die Kategorie, wo man auf dem ersten Blick sagen würde, dass er auf RR in Abwehr und Angriff eine Verbesserung sein kann. Eine Verbesserung zu Zelenovic insgesamt vielleicht schon. Vielleicht aber auch nicht. Im Gegensatz zu Christiansen sehe ich da keine Verbesserung. Nicht weil Christiansen jetzt die Granate wäre, aber er ist vorne solide und hinten ist er auch gut. Mit 1,86m wird man vermutlich eher überworfen - wenn er überhaupt viel hinten spielt. Da müssen vielleicht auch Körner für vorne gesammelt werden.


    Diese Mannschaft wird nicht sehr viel besser werden können, weil die Rollen zu eindeutig verteilt sind. Man hat sich bewusst dafür entschieden, auf qualitative Verbesserungen bzw. Änderungen zu verzichten.


    Die einzigen Positionen, wo man jeweils 2 gleichgute Leute hat, sind die beiden Außen. Da hat man dann aber das Rotationsprinzip. Wenn ich weiß, wann ich spiele und dass mir dann aber auch fast nichts passieren kann, fehlen einige Prozente. Bei negativen Sachen passiert kaum was, bei einem Hammerspiel sitzt man doch dann sowieso nur wieder auf der Bank. Das ist auch nicht unbedingt leistungsfördernd. Ich würde auch einem Außen unterstellen, dass diese Situation seiner Leistungsfähigkeit nicht gut tut.


    Wiegert will keinen Krach. Das sieht man daran und an den Soziawechseln auf RR. Bei den anderen Positionen kommt er, aus seiner Sicht, ja glücklicherweise nicht in die Bredouille.


    Wäre man wenigstens mal ein bisschen mutig, würde man Lagergren spätestens im Winter kaufen.

    Die fehlende Alternative zu Plan A ist mittlerweile auch tief in der Mannschaft angekommen.

    Wenn es gut läuft und der Gegner überrumpelt werden kann, ist in der Körpersprache Friede-Freude-Eierkuchen. Aber auch in diesen guten Phasen sind die Automatismen nicht mehr so sicher, wie noch zum Ende der letzten Saison.

    Man kann die Uhr nach stellen, dass dann selbst in guten Phasen zu viele Fehler passieren. Fehler passieren, das ist auch ok, aber bei zu vielen Fehlern sieht man in dieser Mannschaft sehr schnell, dass es da eben nicht mehr stimmt.

    Göppingen schafft aus -4 einen Hauch von Zwischenspurt und der SCM kracht in sich zusammen.

    Es fehlen die Alternativen. Nicht nur, weil der Kader vielleicht nicht mehr hergibt, nein, auch vor allem weil der Trainer keine Alternativen hat. Kein Plan B, kein Training, keine Umsetzung im Spiel.

    Die Spieler müssen dann mit Stückwerk agieren. Es wird auf Teufel komm raus am letzten Rest eintrainierter Spielzüge festgehalten. Der Spielmacher ist Spielverhinderer von Trainers Gnaden. Bezjak hat unter Wiegert seine Eier verloren. Er macht das, was von ihm in diesem fragilen Gebilde erwartet wird. Ein guter Spielmacher könnte sicher auch das Spiel in die Hand nehmen. Ob er das nicht will oder ob er das nicht kann, weil mit dem taktischen Stand der Mannschaft keine Alternativen mehr möglich sind, weiß ich nicht. Seine "Genialität" und Spritzigkeit ist vollkommen weg. Solange Wiegert in Magdeburg Trainer ist, wird O'Sullivan auch nicht im Angriff auf RM spielen - geschweige denn einer, der nicht Marko Bezjak ist.

    Christiansen wird auch zu wenig gefordert und genutzt. Wenn man den mal anders ins Spiel einbinden würde, könnte er sicherlich auch ein paar Tore mehr von RR machen. Zelenovic kann man in Magdeburg sowieso vergessen. Auch in Göppingen wird er einfach aufgrund der Liga mit seiner Spielweise nicht weit kommen.

    Warum Weber so viel spielen darf, ist auch nicht mehr nachvollziehbar. Der hat eine grottige Quote, aber auch, weil er oftmals keine guten Wurfentscheidungen mehr trifft. Was da teilweise für Versuche kommen - da darf man keinem erzählen, dass er in den letzten Jahren einer der verlässlichsten Top-Torschützen der Liga war. Auch da bitte einfach mal wieder Konzentration und Cleverness anschalten. Cleverness soll da aber bitte nicht mit Arroganz verwechselt werden.

    Dass man auf RL nur Damgaard oder nichts hat, hat man gesehen, als O'Sullivan auf RL ran musste. Damgaard musste wieder die Kohlen aus dem Feuer holen und dadurch gab's Fehlwürfe. Dann muss er zur Strafe runter und wie der Stand ist, was die Einbindung anderer Kombinationen RL/RM betrifft, hat man dann gesehen. Die Abstimmung passte überhaupt nicht. Da muss man sich zwangsläufig fragen, in wie weit da überhaupt Automatismen in andere Formationen und Personalbesetzungen hinein trainiert werden?

    Aber auch das ist wieder der fehlende Plan B.

    Zum fehlenden Plan B kommt dann noch die unnötig hohe Fehlerquote wegen einfachen Unkonzentriertheiten. Das ist wieder so eine Schwachstelle im System Wiegert. Tempo oder nichts. Da geht man in engen Phasen teilweise zu sehr ins Risiko, statt mit Geduld und Konzentration Situationen zu erzeugen. Gut, es kommt dann ja auch sowieso nichts, was der Gegner nicht auch schon erwarten würde.


    Das war heute ein Offenbarungseides. Das war das, was man vom SCM derzeit realistisch erwarten kann. Das Ergebnis mag aufgrund des Sieges passen. Die Art und Weise war phasenweise eine Katastrophe bezogen auf den Anspruch, den man eigentlich proklamiert hatte.

    Wenn man sich die Tabelle und die Ergebnisse anderer Mannschaften anschaut, hat man gerade einfach pures Glück. Kronau marschiert sowieso vorne weg. Berlin und Flensburg hätten bisweilen das Zeug, Platz 2 und 3 unter sich auszumachen. Von Platz 4 bis Platz 8 ist es ein offener Kampf, in dem man glücklicherweise noch dabei ist. Die Mannschaft ist bis zur Winterpause gefordert, 8:4 Punkte oder mehr zu holen und die EHF-Cup-Gruppenphase dingfest zu machen. Alles was über Niederlagen in Flensburg und Berlin hinaus gehen sollte, ist einfach zu viel.

    Die Art und Weise, wie die Spiele teilweise verliefen, lässt schon Unmut aufkommen. Die Teams, gegen die man verloren hat, waren allesamt kein Fallobst.

    In Göppingen muss man jetzt mit den eigenen Ansprüchen gewinnen. Wenn sie 60 Minuten ihre gute Seite zeigen, schaffen sie das wohl auch. Nur allein, dass der SCM diese Saison noch keine 60 Minuten auf einem durchgehend hohen Level agiert hätte.

    Oh Wunder, man ist lernfähig. Die Halle ist an dem Wochenende frei.

    Leipzig hat eine in der Leistungsfähigkeit homogene Mannschaft. Im Rückraum können sie doch fast ohne große Qualitätsunterschiede wechseln. Das ist der Unterschied zu uns. Wenn sie sich oben festbeißen und in dieser Personalpolitik weiter machen, dann werden sie uns überholen. Dafür sind die grundlegenden Voraussetzungen einfach auch zu unterschiedlich.

    Dass die Truppe nicht nur von Prokop abhängig war sondern unter einem neuem Trainer konstant weiter spielt, lässt auch vermuten, dass der Trainerwechsel in der Winterpause keine negativen Auswirkungen haben wird, wenn Biegler es nicht von sich aus verhaut.

    Jugendarbeit ist halt so ein Luxus, den man sich auch gönnen wollen müsste.

    Für die Handball Magdeburg GmbH kostet das doch aber überhaupt nichts. Die Grundausbildung läuft über den e.V., danach kommt für die zweite Mannschaft ein anderer wirtschaftlicher Träger auf.

    Man würde hier abgreifen, wenn was dabei wäre. War es auch, aber man hatte nicht den Mut, junge Spieler charakterlich auf Linie zu bringen und hier einzusetzen. Die Ergebnisse mussten stimmen und wer war nochmal Philipp Weber?

    Die Schmedtsche Doktrin guckt nur scheinbar nur auf Zahlen.

    Das wäre ja auch dann in Ordnung, wenn man aus dem finanziell Erwirtschaftetem tatsächlich auch sportliche Steigerung sehen würde.

    Unter Schmedt/Wiegert haben wir derzeit wohl das Maximum der in dieser Konstellation Denkbaren erreicht. Da müssten sie schon aus Versehen wieder so einen Glücksgriff landen wie seinerzeit mit Damgaard.