Beiträge von anonymer-scm-fan

    Die Aussage scheint ja direkt von Wiegert selbst zu stammen, dass eine Ablösesumme aufgerufen wurde, die der SCM bereit war zu zahlen.

    Wenn man dem Spieler klar signalisiert hat, ihm keine Steine in den Weg zu legen und es jetzt doch tut, müsste man sich nicht wundern, wenn die Motivation dann sinkt...

    Solche Zusagen macht man ja auch nicht ohne Weiteres.

    Wenn Gummersbach nicht aus finanziellen Gründen gezwungen ist, Preuss vorzeitig ziehen zu lassen, werden sie ihn auch nicht verkaufen.

    Sportlich werden sie so kurzfristig keinen gleichwertigen Ersatz finden, der maximal genauso teuer ist, wie Preuss.

    Sie werden im Oberbergischen auch wissen, was sie charakterlich an ihm haben und das wird wohl sein, dass er sich auch trotz des Wechsels das eine Jahr noch voll rein hängt.

    Nicht jeder Spieler, der wechselt, ist ja gleich auch das bockige Kind, dass solange sein Leistungsvermögen einstellt, bis er beim neuen Verein ist. Solche Spieler bzw. solche Charaktere bräuchten wir hier dann auch nicht.

    Profisportler werden im Normalfall schon den Ehrgeiz haben, den es braucht, auch mit einem bereits feststehendem Wechsel, seine volle Leistung bringen zu wollen. Sonst wären sie auch nicht auf dem Level, auf dem sie sind... Wenn hier und da mal einer bockig daher kommt, wird der Person wohl intern wohl irgendwas nicht passen und dann kommt auch rüber, dass der Wechsel besser jetzt auf gleich stattfinden sollte. Das scheint aber bei Preuss nun gar nicht der Fall.

    Ich zitiere mal nur den Satz, weil das ist ne Steilvorlage für: dann sollte man wirklich das Training beim SCM und unter Benno hinterfragen :hi: .

    Ansonsten kann man in die Aussagen zum Training, dem Leistungsvermögen (sportlich wie sprachlich) der relevanten Spieler aber auch alles und nichts hinein interpretieren. Es bleiben aber trotzdem die Fragen, warum sie dann verpflichtet wurden, wenn ihr Niveau für die Bundesliga nicht ausreichend sei und natürlich auch, warum der Trainer es im Zeitraum eines Jahres nicht geschafft hat, sie an die Anforderungen heranzuführen und ins Team zu integrieren. Wenn jetzt auch nur ansatzweise die Antwort in die Richtung gehen sollte, dass sie das Zeug dazu nicht haben, sind wir wieder bei Frage 1. Und dann schließt sich natürlich die Frage nach der Rolle des Trainers bei der Verpflichtung von Spielern an. Und dann drehen wir uns alle wieder im Kreis, wie in diesem Kinderspiel mit dem Brummkreisel.


    Nein, das Training muss man deshalb nicht grundsätzlich hinterfragen. Wenn das Training so strukturiert ist, dass man damit die angestrebten Ziele erreicht, ist es das richtige Training. Davon kann man hier im Großen und Ganzen ja auch ausgehen.


    Wenn gerade neue Spieler dieses Niveau nicht aus dem Stand heraus mithalten können, dann muss er sie als Trainer da hin führen. Man sollte auch davon ausgehen, dass er das versucht. Ob er es schafft, liegt ja auch an den körperlichen Möglichkeiten des Spielers. Macht der Körper es mit, geht's eben schneller, macht der Körper es nicht mit, gibt es Belastungsverletzungen.


    Letztlich bleibt, und das hast du ja auch gesagt, die Frage im Raum stehen, welchen Einfluss Wiegert bei diesen beiden Transfers genommen hat - bei ihm nicht mal "nur" als Trainer, dem irgendwer anderes vielleicht noch Spieler vorsetzt, sondern als Geschäftsführer Sport, der in Personalentscheidungen das letzte Wort haben sollte.


    Molina und Kalarash sind ja nun schon recht eindeutig Spieler, die man auf die Tätigkeiten von Svensson zurückführen kann.

    Bleiben also die Fragen: Welche Macht hat Svensson beim SCM? Wie agiert der SCM bei Transfers so allgemein? Waren Molina und Kalarash die Kandidaten, von denen man sich qualitativ am meisten versprach und man sie deshlab, vielleicht auch in dem Wissen körperlicher Defizite, geholt, weil man dachte, dass man das schafft? Das wäre der alleinige Grund, der diese Transfers weitgehend legitimieren würde.


    Anfang der nächsten Saison nach der Vorbereitung wird sich zeigen, ob sie den Anschluss geschafft haben. Wenn dann immer noch nicht, werden sie ihn auch nicht mehr schaffen.


    Das Risiko, dass die plötzlich steigende Intensität den Körper überfordert, hat man letztlich bei jedem Neuzugang, der aus einer anderen Liga kommt.

    Wenn Spieler im Training nicht die geforderte bzw. notwendige Qualität zeigen, wird die Qualität in Wettkampfspielen nicht plötzlich vom Himmel fallen.

    Im Großen und Ganzen hat Wiegert beim Einsatz der Spieler entsprechend ihrer Qualitäten viel richtig gemacht.

    Es bleibt eben offen, wie nahe dran oder wie weit weg diese Spieler jetzt wirklich sind von dem, was Wiegert von ihnen fordert und benötigt und ob sie in der Saisonvorbereitung den Anschluss schaffen. Man kann es nur hoffen.

    Es kam ja auch zur Sprache, dass sie aufgrund der Trainingsintensität mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Hierzulande wird eben auch anders trainiert als in anderen Ligen. Diese Thematik kommt ja immer wieder mal durch.

    Das ist ein Umstand, mit dem den Verein irgendwie umgehen muss. Die Lösung kann aber nicht lauten, dass hier im Grundsatz 'weniger' trainiert wird, nur damit sich neue Spieler nicht gleich wegen Überbelastung verletzen. Da muss man neue Spieler eben ran führen oder nach Möglichkeit bestenfalls schon so aussuchen, dass der Trainingsstand des Körpers die hiesige Trainingsintensität gewohnt ist.

    Letztlich wird man bei Lagergren auch abwarten müssen, ob er nicht dem gleichen Problem Rechnung tragen muss...

    Er hat keine Antipathie gegen Rotation, er hat auf so mancher Position einfach nicht die Qualität dafür. Das spricht er auch ziemlich direkt an und das ist auch ein ehrliches Statement.

    Es will doch auch sicherlich niemand, dass Molina und Kalarash über Gebühr spielen, wenn die Qualität fehlt.

    Wiegert muss sich dahingehend letztlich die Frage gefallen lassen, wieso unter seiner Geschäftsführung Sport Spieler verpflichtet wurden, bei denen von Anfang hätte klar sein dürfen, dass es ein gewaltiger Sprung in die HBL ist. Die Verteilung der Einsatzzeiten auf RL, RR und am Kreis spiegeln die Leistungsfähigkeit wieder. Das darf man von einem Trainer auch erwarten.

    Die Summe aus spielerischer Dominanz und charakterlicher Abgezocktheit ist beim SCM ja nun auch nicht sonderlich hoch.

    Entweder du knallst den Gegner, der in solchen Spielen auch heißer ist als sonst, an die Wand oder du bist abgezockt genug, deine Sache zumindest so gut hinzukriegen, dass es reicht oder du wächst in solchen Spielen über dein Potential hinaus und es klappt einfach alles.

    Wenn die Summe dieser beiden Teilchen beim Gegner höher ist als bei uns, dann ist da niemand, der nochmal drauf packen kann.

    Die RNL haben den SCM an die Wand geklatscht, gegen den BHC waren die besser als sonst und unsere haben es grade so hinbekommen und bei den Franzosen war es wohl aus eine Mischung aus spielerischen Optimum mit der nötigen Abgezocktheit.

    Die Verpflichtung von Lagergren wurde ja bekannt gegeben bevor der Wechsel von Zelenovic zu Göppingen bekannt wurde (23.10.2017 und 10.11.2017).

    Es liegt also die Vermutung nahe, dass Göppingen erst an Zelenovic heran getreten sein könnte, als der SCM Lagergren schon hatte.

    GGut möglich, dass sowieso kein konkretes Verlängerungsangebot an Zelenovic vorlag. "Der SCM war nicht bereit, dass zu zahlen" ist ja offen interpretierbar, ob man letztlich überhaupt wollte.

    Das muss nicht so sein. Es kann auch sein, dass der SCM normal der erste Ansprechpartner war und eine Summe X genannt hat, die man korrekterweise bereit ist, für diese Kategorie Spieler zu zahlen.

    Es könnte sogar so ein Angebot gewesen sein, bei dem man davon ausgehen konnte, dass er dies nicht annehmen würde.

    Warum hätte der SCM Zelenovic auch auf Teufel komm raus halten sollen?

    Schlimmer ist eigentlich, dass man ihm scheinbar ein Angebot unterbreitet hat und somit in das Risiko gegangen ist, dass er bleiben könnte statt direkt zu Lagergren zu stehen.

    Scouting-Abteilung im Sinne von "mehrere Personen" ist sicherlich zu hoch gegriffen und war von mir auch nicht gemeint.

    Man sieht ja im Handball durchaus ganz gut, wieviele Personen in welcher Art und Weise gut miteinander auskommen, wenn Vereine das wahrscheinliche Optimum ihrer Transfermöglichkeiten rausholen.

    Es braucht einen Trainer, der mit einer klaren Philosophie weiß, was er will, was er für Spielertypen braucht und der auch das Talent hat, solche Spieler zu sichten und zu finden. Dann braucht es einen Manager, der es schafft, die Wünsche des Trainers weitgehend umzusetzen.


    Wie ist denn das Konstrukt beim SCM? Man hat einen Trainer, der selbst scheinbar durchaus in der Lage ist, talentierte Spieler zu erkennen und zu bewerten, ob sie in seine Mannschaft und sein Konzept passen. Bisher schien sich dieses Wissen aber nur auf Deutschland zu beschränken - nimmt man jetzt mal Mertens uns Preuß als die Spieler, die vermutlich am ehesten auf Wiegerts Kappe gehen.

    Dann haben wir da noch jemanden, der vielleicht auf Provisionsbasis dabei hilft, Spieler zu finden, die dem Anforderungsprofil des Trainers entsprechen. Öffentlich tituliert wurde das ganze ja zuletzt als Unterstützung bei der Kaderplanung. Wie allerdings ist die Haltung in der Entscheidungsfindung, wenn dieser Zuarbeiter einen Spieler präsentiert, welcher letzten Endes nicht die Qualität hat? Bisher scheint es so, dass diese Spieler dann trotzdem geholt wurden.


    Die Frage ist also: Was muss ein Spieler dem SCM bieten, um auch hier untergebracht werden zu können? Reicht es tatsächlich schon aus, über Kontakte hier gefühlt ungeprüft eingestellt zu werden, nur weil man zufällig eine grobe Anforderungsbeschreibung erfüllt?

    Warum hat der SCM nichts Besseres gefunden als Molina? Warum hat der SCM nichts Besseres gefunden als Kalarash?

    Reichte es bisher bei vielen Transfers einfach aus, auf dem Papier renommierter zu sein als seine vielleicht vorhandenen Mitkonkurrenten?


    Bei Mertens und Preuß war das, zumindest vermutlich, anders. Junge Spieler, die sich noch beweisen müssen und zweifelsohne das Zeug dazu haben. Mutige Entscheidungen für die Zukunft, für die der SCM in letzter Zeit beim Großteil seiner Zugänge nun nicht so wirklich bekannt war.

    Die Einkaufspolitik folgte bislang überwiegend stur dem Schmedt'schen Mantras der puren Ergebnisse. Maximale Punktausbeute bedeutet letztlich ja auch, dass man sich wahrscheinlich die verfügbaren Spieler holt, die per sofort dieses Ziel am Wahrscheinlichsten machen.


    Dabei kann man ja im Grunde genommen, drei Säulen der Spielerfindung ausmachen: "Spieler kennt Spieler", "Svensson", "Wiegert". Der Knackpunkt ist das zweitgenannte Konstrukt. Im Verein muss besser sichergestellt werden, dass diese Spielervorschläge tiefergehend auf Tauglichkeit geprüft werden.

    Man kann nur hoffen, dass Wiegerts Standing im Verein und seine Standhaftigkeit soweit sind, dass eben dieses Mantra in der Transferpolitik nicht mehr auf Teufel komm raus verfolgt wird sondern er seine Kaderpolitik führen kann.


    Dann bliebe am Ende nur noch die Frage, ob die Spielphilosophie des Trainers passt, aber nicht mehr der Verdacht, dass ihm da zu viele Köche den Brei verderben.


    Da offensichtlich dem Trainer Spieler vorgesetzt werden, die seine Anforderung eher bedingt erfüllen, ist es auch immer noch schwer, den Trainer Wiegert zu bewerten.


    Seine Art, die besten Spieler im Kader am Meisten einzusetzen, ist nachvollziehbar und entspringt auch einfach den Gesamtanforderungen. Jetzt muss er als GF Sport wirklich dafür sorgen, dass da 14-16 Spieler sind, mit denen er auf dem zu erreichendem Niveau arbeiten kann und nicht nur 10.


    Deshalb wäre es auch wichtig, dass der Verein endlich mal aufwacht und eine Personalie so weit stutzt, wie es für den Verein am Besten wäre: Svensson nur noch als Ideengeber und ggf. Headhunter. Alle anderen Funktionen die er noch bekleidet, bringen den Verein insgesamt kein bisschen voran. Wenn er seine Zuarbeit an Spielern allerdings an weiteren Aufgaben koppelt, dann sollte man sich eben einfach trennen.

    Ein Problem in der Kaderplanung ist auch, dass überwiegend solche Spieler verpflichtet werden, die allerspätestens ganz kurz vor ihrem Zenit sind, darauf oder eben schon dahinter.

    Hier fehlt die Scouting-Abteilung und der Mut oder einfach auch die Kenntnis, öfter solche Leute wie Damgaard oder Lagergren zu finden, die mit einer gewissen Qualität mit spätestens 24/25 hier her kommen und mit denen man dann auch über Jahre wirklich mal eine Generation aufbauen kann.

    Jetzt sind wir in einer Phase, wo die Verträge so geregelt sind, dass die aktuelle Welle geritten werden muss, wie sie kommt.

    Bedeutet also, dass wir um Damgaard herum eine Truppe haben, die so gestrickt ist, dass zu viel von Damgaard abhängt - in seiner sportlich besten Zeit spielt er also in einer Mannschaft die wahrscheinlich im größten Teil zu schlecht für seine Qualitäten ist.


    Man da wirklich nur hoffen, dass Lagergren die ersehnte Verteilung der Torgefahr bringt und man jetzt mit ihm und Damgaard in den nächsten 4 Jahren Spieler hat und halten kann, die aus dem Rückraum heraus Torgefahr ausstrahlen und eine lebendige Spielphilosophie verkörpern können. O'Sullivan passt vom Alter auch in diese Kombo.

    Rollenspieler wie Chrapkowski oder Musa halten sicherlich auch noch 2 bis 4 Jahre durch, aber auch hier muss man jetzt schon schauen, dass man Leute in den Kader bekommt, die Verantwortung übernehmen können. Bezjak kann vielleicht auch noch 2 Jahre eine Leistung abrufen, mit denen er dem Rückraum helfen kann. Dazu müsste man ihn aber auch wieder variabler einsetzen und auch grundsätzlich im Angriff mehr Verantwortung auf O'Sullivan übertragen, damit die größere Last auf RM mehr und mehr auf ihn übergeht.

    Am Kreis klappt es deshalb hoffentlich im Sommer mit Preuß auch wieder in der bangenden Hoffnung, dass er hier gut ankommt.

    Auf RL müsste man ehrlicherweise mit Molina einen Cut machen und einen Spieler suchen, der uns vorne und hinten helfen kann und noch einige gute Jahre vor sich hat.

    Auf RR muss 2019 jemand neues kommen. Eine weitere Beschäftigung von Christiansen wäre die falsche Richtung.

    Auf Außen ist man für die Zukunft ordentlich besetzt. Nach Ablauf des Vertrages braucht es dann einen Ersatz für Weber und hier muss Pettersson jetzt auch mehr Spielzeit bekommen.

    Im Tor sollte der Verein eigentlich auch mal eine Baustelle angehen. Beide Torhüter werden uns nicht auf die nächste Stufe bringen. Da kann man aktuell eher Quenstedt als Green behalten, da bei Green irgendwie das Problem zu sein scheint, dass er seine durchaus vorhandenen körperlichen Anlagen vom Kopf her nicht richtig auf die Platte bekommt. Er ist durchaus reaktionsschnell, aber scheint sich zu oft falsch bzw. zu spät zu entscheiden, womit eben auch Reaktionsschnelligkeit nichts mehr bringt. Quenstedt wirkt zwar immer wieder mal wieder eher lustlos, grade wenn er nur Ersatz ist, trifft aber insgesamt bessere Entscheidungen als Green.

    Bei Damgaard kommt es drauf an, ob er viel spielen will oder auf der Bank den ein oder anderen Titel holen will. Bei besseren Vereinen wird er aufgrund seiner körperlichen Statur vermutlich weniger spielen.

    Hier hat er das Glück, dass beim SCM nicht so die Handballer gebraucht werden, die körperlich den höchsten Ansprüchen an Athletik und Robustheit entsprechen.

    Leider sieht man bei ihm auch, wann er aufgrund seines Körpers seine eigentliche Stärke nicht mehr ausspielen kann.

    Wäre ELH hier geblieben, hätten wir Damgaard jetzt nicht.


    Das Scouting kann man doch vergessen. Mal sehen, wie Preuß sich dann hier machen wird. Gefühlt gibt es ja drei Kategorien Zugänge: Wiegert, Svensson oder Freunde-werben-Freunde. Mal sehen, wann man beim SCM aufwacht, dass man einen Svensson endlich in Barcelona lässt.

    Woher die Spieler kommen, ist doch zweitrangig. Hauptsache, sie bringen die Mannschaft in ihrer Leistungsfähigkeit und auch charakterlich weiter.

    Aus der CL-Top-Kategorie werden wir niemanden bekommen. Da können wir eher schauen, welche Teams diese Saison in der CL-Gruppenphase waren und welcher derer Keeper kurz vor 30 ist und immer maximal die zweite Garde in der jeweiligen Nationalmannschaft war...

    Wahrscheinlich der einzige, der für den SCM vielleicht auch realistisch gewesen wäre und leistungstechnisch hätte passen können, geht ja nun nach Wetzlar.

    Was von dieser Saison bleibt, ist wieder eine Kaderplanung, die nur auf die erste 7 ausgerichtet ist, garniert mit 2 Rollenspielern, die zumindest ein bisschen dafür sorgen, dass auf der Spielerbank Bewegung ist.

    Hinter diesen ersten 9 Spielern kommen noch 2 Spieler, die zumindest nicht so weit abfallen von den Leuten, die vor ihnen spielen. Spielen dürfen sie aber dann auch nur nicht, weil sie derzeit auch nicht das Zeug haben, besser zu sein, als das, was vor ihnen da spielt.

    Dann kommen noch 5 Spieler, die man beliebig austauschen könnte, weil sie letztlich denen, die vor ihnen spielen, letztlich in der notwendigen Qualität nicht das Wasser reichen können.


    Der Kader ist auf das ausgelegt, was der Trainer als seine Philosophie versteht. Man hat nur diesen einen Weg, diesen Plan A. Es gibt dann halt auch so Phasen, wo sich andere Teams davon überrumpeln lassen und wo spielplanbegünstigt auch mal ein Hoch entsteht.

    Sobald aber das Team nicht mehr das volle Selbstvertrauen hat und die Gegner schaffen, dagegen anzukommen, bricht das Kartenhaus in sich zusammen.


    Die Kaderplanung versagt weiter. Der eintönige Weg wird zementiert, wenn man Glück hat mit Spielern, die besser sind als das, was man dafür abgibt, aber letztlich ist der Weg schon so falsch, dass es nicht besser werden kann. Den Spielern, die da (vielleicht) zur neuen Saison kommen, kann man nur wünschen, dass sie hier einschlagen, dass sie grundlegende Fehler doch irgendwie verdecken können und der gemeine Fan wieder eine Phase des Hochlebens erleben darf. Aber auch die nächste solche Phase wird aufgrund struktureller Fehler mit dem Arsch eingerissen werden.


    Was bleibt am Ende?
    Es ist eine Saison, wo man wieder nicht weiß, wie man zum Betriebsunfall einer Siegesserie gekommen ist.
    Es wird aber die Saison bleiben, wo man weiß: Pokal-Halbfinale verkackt, weil Alternativen fehlten. Europapokal-Halbfinale verkackt, weil Alternativen fehlten. Meisterschaft verkackt, weil man 3 Spiele hatte, wo man nur 40 Minuten gespielt hat.

    Man mag sagen, dass man mit Platz 5 ja auch in den EC kommt. Es wäre ja schließlich auch nicht überraschend, wenn man das letzte Spiel zu Hause gegen Melsungen verkackt. Es gibt keinen Ansporn für die Mannschaft mehr und das tat der Truppe noch nie gut.

    Will man dann, wenn man Platz 5 abfeiert, auch ehrlicherweise sagen, dass wir dann nur in den EC gekommen sind, weil die Füchse Berlin in unserer Halle den Europapokal gewonnen haben, weil unsere sportlichen Entscheider schlichtweg zu blöd sind, einen ausgelichenen, wirkliche sportliche Alternativen umfassenden Kader aufzustellen?


    Kiel. Hannover. Berlin. 3 Spiele. 5 vergeigte Punkte. Meisterschaft, du warst so greifbar.

    Nur werden, selbst wenn die Erkenntnis ankommt, daraus die falschen Schlüsse gezogen und es sich am Ende auch nichts weiter zum Positiven wenden...

    Platz 5. Europapokal. Juhu. Wieder ein Wettbewerb mit Potential, am Ende abzuheben und ihn aus mehreren Gründen dann doch nicht zu gewinnen.


    Die sportliche Leistung war über die Saison durchaus gut. Es ist eben das Meckern über den Verdacht, dass aus den vorhandenen finanziellen Mitteln dann doch nicht das sportliche Optimum herausgeholt wurde.

    Ich rede ja auch nicht von Fehlbetrag bzw. Verlustgeschäft. 45.000 Euro fehlen auf der Haben-Seite ja trotzdem, weil sie die Halle nicht voll bekommen. Das hat ja nun auch nicht nur damit was zu tun, dass so viele Gästekarten zurück kamen.

    Wenn nun alle Karten für den regulären Preis an den jeweiligen Besitzer gegangen sein sollten, dürfte man auf der Einnahmenseite aktuell trotzdem bei über 500.000 Euro liegen.

    Gute Besserung Speedy!

    9-12 Monate für Kreuzband ist ja schon ungewöhnlich bei Profisportlern. Aber lieber die Zeit geben als zu früh noch etwas zu riskieren.


    Zu meiner These um Webers sinkenden Bonus: es gab eine Zeit unter Wiegert, in der das Goldhändchen gefühlt Narrenfreiheit hatte. Inzwischen gibt es Ersatzschützen für 7m, nur dass der erste Ersatz in Mannheim nicht einsatzbereit war. Warum dann lieber Weber nochmal statt Sully werfen dürfte, naja... Wenn er aus dem Spiel heraus zuviel vergeigt, kommt auch schonmal DP.

    Auf LA dürfte man dann wohl im Sommer schauen, welche Interimslösung sich für die nächste Saison anbietet. Wenn jetzt Yves die letzten paar Spiele zurück kommt, dürfte das reichen.

    Die Formulierung "Kader mit differenziertem Niveau" trifft es weitgehend doch ganz gut.

    Auf Außen ist der Qualitätsunterschied nicht so gravierend, dass da mehr Verteilung stattfinden sollte. Musche und Mertens sind sportlich gleichauf. Dass man gegen stärkere Teams eher auf Musche setzt, ist ja auch in Ordnung, aber Mertens ist bei Weitem besser als es mit seinen Einsatzzeiten belohnt wird. Gegen kleinere Teams sollte er auf jeden Fall länger spielen, um für große Spiele auch Erfahrungen zu sammeln. Webers Bonus ist in Wiegerts Ära letztlich auch gesunken und allzu viel darf er sich auch nicht erlauben. Er hat wohl hauptsächlich noch den Vorsprung des ewigen Torschützen...

    Im Rückraum und am Kreis ist der Unterschied schon deutlicher. Kalarash kann Musa auf höherem Niveau nicht ersetzen. Im Rückraum schafft es auch nur O'Sullivan, eine relativ verlässliche Alternative zu sein. Chrapkowski ist eindeutig nicht für den Positionsangriff und bei Zelenovic gibt's auch zu selten solche besseren Tage wie gestern. Wenn er mal mit seiner Art zu spielen gut durchkommt, ist er schon auch torgefährlicher als Christiansen.

    Die einzige Position, wo das scheinbar aber von vornherein so geplant ist, ist RL. Bei allen anderen scheint es doch schon gewollt zu sein, dass beide Spieler eigentlich gehobenes Niveau vorne wie hinten haben sollten. Da ist es beim SCM eben ein Glücksspiel, ob man die richtigen Spieler findet.

    Wiegert hat zumindest in der Trainingssteuerung die richtigen Mittel, um der hohen Spielbelastung einzelner gerecht zu werden. Es hatte auch in dieser Saison keiner irgendwelche Spiele wegen Ermüdungsverletzungen verpasst.

    Greens körperliche scheinbar durchaus vorhandene Veranlagung in Reaktion- und Bewegungsfähigkeit wird komplett davon blockiert, dass er oft zu späte oder eh falsche Entscheidungen trifft. Da fehlen Zehntel Sekunden, sodass der Ball oft schon im Netz zappelt, ehe er in der Ecke ist. Antizipation ist da selten vorhanden. Spricht auch nicht unbedingt für gute Vorbereitung.

    Da von guten Phasen zu sprechen, ist schon sehr optimistisch gesprochen.

    Da ist Quenstedt in seinem Spiel etwas weiter, aber auch nicht konstant weil es bei ihm scheinbar auch immer mal wieder von der inneren Stimmung abzuhängen scheint.

    Leider dürfte die Torwart- und Torwarttrainer-Besetzung beim SCM, wenn überhaupt, das letzte sein, was man kadertechnisch angehen wird. Neben Leistungsgleichgültigkeit spielen da sicherlich auch der letzte Funke Lokalpatriotismus rein und dass man Mittel braucht, um Damgaard hier das Leben zu versüßen.

    Flensburg hilft und somit bleibt der Club weiterhin mit 3 Punkten Vorsprung im EC-Rennen. Platz 3 oder 4 wäre da auch egal.

    Die Nicht-Leistung in der Abwehr wird vor dem EHF-Final-Four auf jeden Fall eine interne Bewährungsprobe. In Hüttenberg ist ein Sieg Pflicht und am Pfingstwochenende ist zwischen Halbfinal-Aus und Europapokalsieg alles möglich. Fakt ist, dass man sich aber wieder fangen muss, vor allem in der Abwehr, wenn man den EHF-Pokal wirklich gewinnen will.