Beiträge von olilolli189

    Wenn jetzt auch noch Balomenos von der P-Rolle gestrichen werden kann, ist genug Geld frei, um eine echte Verstärkung zu holen! Wie hat Heinz Lieven es am Montag so schön formuliert: "Wir werden hier nicht mit fünf Engländern oder fünf Japanern antreten!"

    So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen in Dormagen: Es gibt auch die, die von einer Aufbruchstimmung sprechen, und es gibt auch die, die der Meinung sind, dass es gut ist, dass Kjell Landsberg weg ist...
    Natürlich könnten die Voraussetzungen besser sein, um in Minden etwas zu holen, aber die Voraussetzungen waren in dieser Saison vor einigen wichtigen Spielen auch schon mal schlechter!
    Ansonsten zählt nur, was auf der Platte abgeht. Eine Chance hat man immer, man darf nur nicht von vorneherein den Kopf in den Sand stecken...

    Zitat

    Original von -cW
    Interessant an dieser Stelle, dass es für das Projekt Umstrukturierung hier nun vier Quellenangaben gibt, denen allen gemein ist, dass es keine (!) Reaktion eines Offiziellen des TSV Dormagen oder des TSV Bayer Dormagen gibt! Ist das Ganze also nur eine Absichtserklärung von Privatleuten und der Verein nicht involviert? Auch auf der Homepage des TSV / TSV Bayer Dormagen ist nichts nachzulesen...

    Steinar
    Ich denke auch, dass der TSV, sofern er nicht die Lizenz für Liga 1 oder 2 beantragt, den Startplatz der zweiten mannschaft einnehmen wird. Und das wäre aller Voraussicht nach dann ja die 4. Liga, statt der Dritten.

    Würde dann die Ausgründung komplett wegfallen und man wieder in den Armen der Mutter Bayer landen, oder unternähme man dann mit einem "neuen" Verein einen neuen Anlauf Richtung Profihandball?

    1. Abgesehen davon, dass jetzt auch etwas auf der TSV-Homepage steht: Natürlich ist der Verein und dessen Führung (Ellrich/Neuenhausen) eingebunden. Oder glaubst Du, Herr Lieven behauptet einfach mal so gegenüber den Medien, dass der TSV Bayer Dormagen 26% der Anteile an der geplanten GmbH halten wird?

    2. Wenn es mit der GmbH-Gründung nichts wird, wird der TSV Bayer Dormagen die Erste Mannschaft definitiv aus den Bundesligen zurückziehen, wodurch automatisch die Lizenz nichtig wird. Sollte die Zweite Mannschaft, so wie es derzeit aussieht, aus der Regionalliga absteigen, müsste nach den derzeitigen Regeln die Erste ihren Platz einnehmen - in der Oberliga Mittelrhein. Selbst in der Regionalliga bestünde dann nicht der Hauch eine Chance, um als TSV (Bayer) Dormagen wieder in die Zweite Liga aufzusteigen. Dieser Zug wäre für immer abgefahren!

    3. Natürlich wird die Geschäftsführung der GmbH mit dem Verein über bestimmte Punkte eine Vereinbarung treffen müssen, die dann sicherlich auch marktübliche Entgelte enthalten wird: Hallennutzung für Spiele und Training, Parkplatznutzung, Ordnerdienst.

    Er ist derzeit auch der einzige Spieler, der für einen Erstligisten interessiert sein könnte.
    Andere müssen darauf hoffen, dass in den beiden Zweiten Ligen für die nächste Saison ordentlich investiert wird, wenn es um die Qualifikation für die eingleisige Zweite Liga geht. In Domagen steht und fällt dann alles damit, was die GmbH für einen Etat für die Zweitliga-Saison zusammenstellen kann. Sonst droht in der Saison 2011/12 die Regionalliga.
    Aber vielleicht schafft der TSV ja doch noch das sportliche Wunder und darf zumindest in die Relegation...

    Herr Ellrich hat dazu auf Nachfrage in der PK erklärt, dass dieses Vorgehen - also fristgemäßer Antrag auf Lizenzerteilung durch den TSV Bayer Dormagen und spätere Übertragung der erteilten Lizenz auf die neue Spielbetriebs-GmbH - bereits mit der HBL abgestimmt sei. Die dazu vereinbarte Frist sei der 30. März.

    Bayerwisser *edit(Name geändert)

    ad 1) Zu den damals "sportlich Verantwortlichen" gehörte auch Dein Freund, der ehemalige Manager!

    ad 2) Damit die potenziellen Gesellschafter der GmbH deren Gründung weiter vorantreiben können, ist - so hat es Herr Ellrich schon auf der PK erklärt - eine Klarheit auf der Kostenseite erforderlich. Von daher ist das Zeitfenster für die Gespräche mit den Spielern recht eng. Wenn sich die Gespräche insbesondere mit den Akteuren, mit denen bisher keine Einigung erzielt werden konnte, über Wochen hinziehen, ist keinem der Beteiligten geholfen. Die Verhandlungen müssen deshalb forciert werden, auch wenn dadurch ein Tag betroffen wird, an dem gespielt wird. Wenn es nicht anders geht, geht es nicht anders: Thomas Dröge wird das bestimmt nicht böswillig so gemacht haben!

    ad 3) Natürlich sind die Probleme "hausgemacht" - und das schon seit vielen Jahren: Die jetzige Führung löffelt doch nur die dicke Suppe aus, die ihnen die vorherige Führung eingebrockt hat...

    Der neue Ausrüster hat es hinbekommen, dass kein Vertrag mit dem Ring-Center zustande gekommen ist, weil man sich im Detail nicht einigen konnte: Ergo gibt es im Ring-Center keine Fanshop-Ecke mehr und bei den Heimspielen keinen Stand in der Halle. Der neue Ausrüster hat es aber auch (noch) nicht hinbekommen, die Fanshop-Ecke im Sportcenter in Eigenregie zu organisieren.
    Beides suboptimal. Wäre schon interessant, ob damit eine Vertragsverletzung vorliegt. Wobei die auch schon darin bestehen könnte, dass bestimmte Personen am Höhenberg nach wie vor auf viele Ausrüstungsteile warten... Ich habe nicht das Urheberrecht, es passt aber offenbar wie die Faust aufs Auge: LoS = Lumpen ohne Service!

    Paul2902
    Der Artikel war ausnahmsweise gestern schon am späten Nachmittag online. Ist daher keine Frage des "Muss", sondern eher des "Kann"...

    "Der Kommentar
    Nur acht Jahre, nachdem der TSV Bayer Dormagen seine Erstliga-Mannschaft angesichts von 1,6 Millionen € Schulden in die Regionalliga zurückgezogen hat, muss die Bayer AG erneut eine siebenstellige Summe „vorschießen“, um den Profi-Handball am Höhenberg am Leben zu erhalten. Dass die genau Höhe des Defizits und seine Ursachen nicht benannt werden, dient letztlich dazu, das Image des Bayer-Konzerns und seines ehemaligen Vorsitzenden Dr. Bertram Anders zu schützen.
    Innerhalb von acht Jahren haben zum zweiten Mal die Kontrollmechanismen versagt – sowohl im Konzern, das einen Sportbeauftragten hat, als auch am Höhenberg, wo der Vorsitzende die Verantwortung trägt. Dessen Nachfolger, Karl-Josef Ellrich, hat es am Montag elegant ausgedrückt: Er werde sich die Dinge regelmäßig sehr genau anschauen und nicht guten Glaubens abnicken. Das Controlling werde umstrukturiert. Auf Nachfrage erklärte Ellrich, dass Regressforderungen gegen die alte Führung nur in Frage kämen, wenn das Defizit vorsätzlich verursacht worden sei. Dafür gebe es aber keine Anhaltspunkte.
    Neben dem ehemaligen Vorsitzenden schwang dabei genau so unausgesprochen ein zweiter Name mit: Uli Derad. Der ehemalige Hauptgeschäftsführer und Manager mag das Defizit zwar nicht vorsätzlich verursacht haben. Aber auch in der fahrlässigen Variante wird das Ergebnis nicht besser. Geordnete Verhältnisse sehen jedenfalls ganz anders aus. So oder so ein Imageschaden!"
    (Quelle: http://www.rheinischer-anzeiger.de)

    Vielleicht war es besser, dass am Montag keine Zahlen genannt wurden. Denn die hätten möglicherweise genau so ausgesehen, wie die, die bei ZDF-Online am Tag vor dem Balingen-Spiel als Maximalangabe veröffentlicht worden sind. Es ist ja durchaus vorstellbar, dass es nicht das erste Mal in den vergangenen Jahren war, dass in Leverkusen die Geldbörse aufgemacht worden ist, um den Karren am Höhenberg aus dem Dreck zu ziehen, obwohl das Unternehmen als Hauptsponsor ausgestiegen war bzw. diesen Ausstieg angekündigt hatte... Wenn dem so wäre, stellt sich die Frage, wo das ganze Geld eigentlich hin ist? In den Kader ist es auch in den vergangenen Jahren wohl weniger geflossen. Sonst hätte man beispielsweise einen Adrian Pfahl halten und Spieler von einem ganz anderen Kaliber als Dinos Chantziaras oder Spyros Balomenos verpflichten können.

    Vielleicht ist die Erste Liga wirklich eine Nummer zu groß für Dormagen, wenn aber die GmbH-Gründung klappt und mit der Lizenzübergabe an diese der Profi-Handball endlich selbstständig vom Gesamtverein und damit auch von der Bayer AG wird, dann besteht zumindest die Chance, dass es am Höhenberg dauerhaft (?) in der Zweiten Liga weitergeht. Die Hausaufgaben dafür werden sicherlich nicht erst seit Montag gemacht. Vielleicht gibt es ja in ein paar Wochen schon eine erste "Vollzugsmeldung". Das wäre dann der wirkliche Startschuss für einen Neuanfang!

    Erstliga-Handballer des TSV (Bayer) Dormagen können laufende Saison zu Ende spielen
    Ausgliederung in eine GmbH ist in Vorbereitung
    Dormagen (-oli) – Die Bayer AG wird dem TSV Bayer Dormagen mit einer Finanzspritze helfen, um das im Dezember drohende Liquiditätsproblem zu beheben. „Das Geld, das der Gesamtverein bekommt, muss vereinbarungsgemäß zurückgezahlt werden", erklärte Hauptgeschäftsführer Frank Neuenhausen im Rahmen einer Pressekonferenz am Montagvormittag. Damit ist insbesondere der Spielbetrieb als TSV Dormagen in der Ersten Handball-Bundesliga bis zum Saisonende gesichert. „Wir werden zukünftig sehr genau darauf achten, dass in diesem Bereich kostendeckend gearbeitet wird", betonte der Vorsitzende Karl-Josef Ellrich. Um Schaden vom Gesamtverein abzuwenden, habe sich der Leverkusener Konzern, ohnehin nach wie vor der größte Sponsor des TSV Bayer Dormagen, letztmalig zur finanziellen Hilfe in Form eines Vorschusses entschlossen. Zu dem vereinbarten „gemeinsamen Weg" (Ellrich) gehört auch, dass die Ausgliederung des Profi-Handballs in eine GmbH geprüft und vorbereitet wird. „Wir sind guter Dinge, dass hinzubekommen", so Neuenhausen. Um in diesem Bereich, der im Gesamtverein bisher als wirtschaftlicher Zweckbetrieb geführt wird, kostendeckend arbeiten zu können, soll die Ausgabenseite verbessert werden. „Die Mannschaft ist heute vor dem ersten Training über die Situation informiert worden", berichtete Teammanager Thomas Dröge. Er werde in den nächsten Tagen mit den Spielern, die einen über das Saisonende hinausgehenden Vertrag haben, Einzelgespräche führen. Das Ziel dabei ist, die Spieler zu einem teilweisen Gehaltsverzicht für die nächste Saison zu bewegen. Bei bestimmten „Kernspielern" wie Christoph Schindler oder Florian Wisotzki käme eine Vertragsauflösung nicht in Frage, so Dröge weiter. Sollte es ansonsten ein Vertragsangebot geben, müsse darüber im Einzelfall gesprochen werden. „Unabhängig von der Ausgliederung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein", erklärte Ellrich. Für die Gründung einer GmbH brauche es vor allem Sponsoren und einen Kostenrahmen. Die Gesellschafter seien bestimmt nicht bereit, alle bestehenden Verträge zu übernehmen. So soll es zukünftig auch keinen Spielervertrag mehr geben, der für die Erste und die Zweite Liga gleichzeitig gilt. „Das ist nicht tragbar", so Ellrich. Die Zeit drängt, denn zum 1. Dezember muss die neue Lizenz bei der Handball-Bundesliga (HBL) beantragt werden. „Wir haben die GmbH-Gründung mit der HBL vorbesprochen und werden für beide Spielklassen die Lizenz beantragen", sagte der Vorsitzende. Unabhängig davon bleibe es bei der sportlichen Zielsetzung, den Klassenerhalt zu schaffen. Wenn es wirtschaftlich darstellbar sei, solle es in der Ersten Liga oder nach einem Abstieg in der Zweiten Liga weitergehen. Der Vorsitzende betonte, dass der TSV Dormagen die Saison auch unabhängig von der Hilfe durch die Bayer AG zu Ende gespielt hätte: „Ein Ausstieg wäre zu teuer gewesen." Die Gehälter hätten weiter bezahlt werden müssen. Zudem hätte es Rückerstattungsansprüche von Dauerkarteninhabern und Regressansprüche anderer Vereine wegen entfallender Heimspieleinnahmen geben können. Bei der Pressekonferenz wurden keinerlei Zahlen genannt. „Auf die Vergangenheit will ich nicht weiter eingehen, die können wir eh nicht mehr ändern", sagte Ellrich. Fest stehe, dass das Defizit vor dem 1. Juli entstanden sei. Bei der Haushaltsplanung seien die Einnahmen zu optimistisch angesetzt worden, so der Vorsitzende: „Da wäre etwas mehr kaufmännische Vorsicht angesagt gewesen." Er jedenfalls werde sich die Unterlagen regelmäßig vorlegen lassen und sehr genau hinschauen, was Sache ist. „Ich war erschrocken, als wir die Bestandsaufnahme gemacht haben", so Ellrich.
    (Quelle: http://www.rheinischer-anzeiger.de)

    Den Kommentar dazu gibt es dann morgen zu lesen...

    "Bundesligist MT Melsungen wartet mit einer weiteren, kurzfristig realisierten Personalie auf. Nur drei Wochen nach der Verpflichtung des Abwehrspezialisten Dalibor Anusic wurde heute ein Ersatz für den noch auf unbestimmte Zeit ausfallenden Savas Karipidis geholt. Mikkel Holm Aagaard, Rechtsaußen vom dänischen Erstligisten Viborg HK, geht ab sofort für die Nordhessen auf Torejagd."
    (Quelle: http://www.handball-world.com vom 15.10.)

    Das macht die Aufgabe für den TSV noch schwerer. Alles andere als eine Niederlage wäre eine Sensation!

    Zitat

    Original von Flevo
    ... Und olilolli189s Einwand, die Mitarbeiter der Geschäftsstelle hätten schon auf Teile ihres Gehalts verzichtet??? Wie bitte????? Zur Sicherung seines eigenen Arbeitsplatzes könnte man ruhig mal ein paar Zeilen ins Netz stellen. :nein:
    Gruß Flevo
    PS: das sollte konstruktive Kritik an der mangelnden Pflege der eigenen Homepage sein. :hi:

    Muss Dich da korrigieren: Ich habe geschrieben, dass mit den Mitarbeitern gesprochen wurde - unter anderem über den Verzicht auf das Weihnachtsgeld. Ich weiß nicht, inwieweit das spruchreif ist, zumal jeder einen Arbeitsvertrag hat und jeder zustimmen muss, wenn er auf etwas verzichtet, was ihm laut Vertrag zusteht.
    Vielleicht würde das Marketing ja gerne mehr auf der Homepage machen und die auch selber gerne pflegen, durfte das aber bisher nicht. Mal abgesehen von dem Honorarbasis-Pressesprecher, der historisch gewachsen am Höhenberg für das Thema originär zuständig ist. Das ist dann eine Sache der Abstimmung...

    Zitat

    Original von Flevo
    ... Unsere Schlüsselspieler sind nach wie vor verletzt ...


    Herr Balomenos hat bisher in keinster Weise den Beweis angetreten, dass er ein Schlüsselspieler dieser Mannschaft ist! Immerhin ist Florian Wisotzki wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

    Zur Kritik an der (Nicht-)Aktualisierung der TSV-Homepage:
    1. Solange von der Vereinsführung kein grünes Licht kommt, kann dort zu den übergeordneten Themen nichts stehen. Solange die Gespräche in Leverkusen nicht abgeschlossen sind, kann und darf Herr Ellrich auch nichts an die Öffentlichkeit geben.
    2. Der Pressesprecher ist ein freier Mitarbeiter, der rein auf Honorarbasis arbeitet. Wenn schon die festangestellten Mitarbeiter auf den Verzicht ihres Weihnachtsgeldes angesprochen werden, wird sicherlich auch an allen anderen Stellen das maximal Mögliche eingespart. Die Folge ist in diesem Fall, dass die Homepage seit dem letzten Heimspiel verwaist. Das ist sicherlich unprofessionell, aber angesichts der aktuellen Lage am Höhenberg nur passend...

    Zum Spiel: Wenn es normal läuft, können wir froh sein, wenn die Niederlage nicht zweistellig ausfällt.

    "Finanzkrise am Höhenberg: Bundesweites Medienecho am Tag vor dem Balingen-Spiel
    Gesamtverein mit Schulden im siebenstelligen Bereich?
    Dormagen (-oli) – Ausgerechnet einen Tag vor dem „Schlüsselspiel" im Abstiegskampf gegen Balingen geriet die Finanzkrise beim TSV (Bayer) Dormagen in das Visier der überregionalen Medien. Auslöser dafür war ein Artikel bei ZDF-Online, der unter dem Titel „Dormagen kämpft ums Überleben – Der deutschen Elite-Liga droht die nächste Insolvenz" über Schulden am Höhenberg in Höhe von 1,8 bis 2,5 Millionen € berichtete. Diese Zahlen gingen aus einem „klubinternen Papier" hervor. Im Zentrum der Kritik vor Ort, so Autor Erik Eggers, stehe der ehemalige Hauptgeschäftsführer und Manager Uli Derad, der zum 1. Juli nach Kiel gewechselt ist. „Es wird kolportiert, Rechnungen seien nicht rechtzeitig eingebucht worden, um die Verbindlichkeiten in der Bilanz zu drücken", heißt es in dem Artikel weiter. Aus diesen Gründen sei auch der bisherige Vorsitzende Dr. Bertram Anders zurückgetreten. Derad wurde von ZDF-Online am Donnerstag wie folgt zitiert: „Eine Überschuldung kann es nicht geben." Als er Dormagen am 30. Juni verließ, sei alles in Ordnung gewesen. Schon vor drei Wochen, als die lokalen Medien erstmals über eine Unterdeckung des Etats für den Bundesliga-Spielbetrieb berichteteten, hatte Derad öffentlich erklärt, der TSV habe die Lizenz rechtmäßig bekommen. Der neue kommissarische Vorsitzende, Karl-Josef Ellrich, hatte damals bestätigt, dass es ein Defizit gebe, er aber davon ausgehe, dass die Saison „auf jeden Fall" zu Ende gespielt werde. Von einer drohenden Insolvenz könne keine Rede sein (der RA berichtete). Mittlerweile räumt Ellrich, der am Montag 60 Jahre alt wurde, ein, dass im wirtschaftlichen Zweckbetrieb, zu dem unter anderem der Erstliga-Handball gehört, im Dezember eine „Zahlungslücke" drohe. Bis Ende November seien alle Zahlungen gedeckt, ebenso ab Januar, weil dann für 2010 zugesagte Sponsorengelder eingingen. „Den Dezember müssen wir irgendwie überbrücken", sagte Ellrich, der gegenüber ZDF-Online eine erste Aussage dazu machte, wann es zu dem Defizit gekommen ist: „Die Etatplanungen waren zu optimistisch, was die Werbeeinnahmen angeht." Die aktuellen Dinge seien nicht in den vergangenen zwei bis drei Monaten passiert. Nach Informationen des RA scheint es dabei insbesondere um die bisher nicht erfolgte Vermarktung des Hallennamens zu gehen, die von Derad offenbar als (sechsstellige?) Einnahme für den Etat eingeplant worden war. Den wirtschaftlichen Zweckbetrieb belastet zudem die Römer-Therme, die nach Angaben des ehemaligen Vorsitzenden jährlich ein sechsstelliges Defizit verursacht. Bevor der TSV das Freibad in Eigenregie übernahm, hatte die Bayer AG dessen Betrieb finanziert. Ist auf diese Weise in beiden Bereichen ein Gesamtdefizit im siebenstelligen Bereich entstanden? Ellrich dementiert zumindest die Zahlen, die bei ZDF-Online zu lesen waren: „Das stimmt so nicht." Er hofft, im Laufe dieser Woche Klarheit zu bekommen. Dazu führt er nach Informationen des RA bereits Gespräche mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bayer AG, Werner Wenning. Die Hilfe des Konzerns, der zum 1. Juli 2008 endgültig aus dem Sponsoring der Bundesliga-Mannschaft ausgestiegen war, könnte in Form eines Darlehens oder als einmalige Spende für den Gesamtverein erfolgen. Am Höhenberg werde, so Ellrich, mit Hochdruck an einem neuen Wirtschaftsplan gearbeitet. Außerdem werde in allen Bereich geprüft, wo weitere Einspar- und Vermarktungsmöglichkeiten bestehen. Am Freitag musste die neue Vereinsführung HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann den aktuellen Finanzstand vorlegen. Als „Vizepräsident Finanzen" ist übrigens ausgerechnet Derad der Vorgesetzte Bohmanns. (RA vom 7.10.2009)"

    Quelle: http://www.rheinischer-anzeiger.de

    Es ist in diesem Thread schon vor zwei Wochen darauf hingeweisen worden, dass es im gesamt Verein Schulden geben soll. Zum wirtschaftlichen Zweckbetrieb gehört eben nicht nur der Handball, sondern auch die Römer-Therme.

    Alleine deren Betrieb sorgt für ein jährliches Defizit im sechsstelligen Bereich. Herr Dr. Andres hatte dies im August öffentlich erklärt, als in Dormagen über ein städtisches Bäderkonzept diskutiert wurde. Meines Wissens nach betreibt der TSV Bayer Dormagen die Römer-Therme seit mindestens 2 Jahren ohne die Bayer AG im Rücken, die vorher das jährliche Defizit immer übernommen hat. Da dürften über diesen Zeitraum bis zu 1 Million € aufgelaufen sein...

    Die jetzt im Raum stehende Gesamtsumme ist sicherlich zu hoch gegriffen, aber mir ist schon länger klar gewesen, dass der gesamte Schuldenberg siebenstellig ausfallen müsste. Das Defizit im Bereich Bundesliga-Handball soll "nur" sechsstellig sein. Bestätigt ist nun, dass die Liquidität im Dezember gefährdet ist. Ich bin mir sicher, dass es der neuen Vereinsführung gelingen wird, diesen Zeitraum zu überbrücken und der TSV Dormagen die Saison zu Ende spielen wird.

    Wichtig ist, dass die Sponsoren und die Fans jetzt nicht die Mannschaft im Stich lassen, die für die Entwicklung letztlich gar nichts kann! Wenn jetzt jeder anfängt, seinen Etat zurückzuziehen und seine Dauerkarte zurückzugeben respektive sein Geld dafür zurückzufordern, dann ist damit niemandem geholfen. Zum einen gibt keinen rechtlichen Anspruch auf eine Rückzahlung für die Dauerkarten, zum anderen haben die Verantwortlichen schon seit Wochen Besseres zu tun, als sich mit unberechtigten Rückzahlungsforderungen auseinander zu setzen!

    Damit der berechtigte Groll aber nicht ins Leere läuft, hätte ich einen Vorschlag: Schickt Eure Rückzahlungsforderungen für die Dauerkarten doch postalisch an "Herrn Uli Derad, persönlich/vertraulich, c/o THW Kiel-Geschäftsstelle" - und das am besten per Einschreiben mit Rückschein! Dort sitzt der richtige Adressat für die Vorwürfe, denn Herr Ellrich hat nun öffentlich das bestätigt, was hier auch schon öfter zum Ausdruck kam: Die Schulden sind nicht erst seit dem 1.7. entstanden!!!

    Last but not least: Der Zeitpunkt der Veröffentlichung in ZDF-Online genau am Tag vor dem richtungsweisenden Spiel gegen Balingen ist schon hoch interessant! Den Beteiligten vor Ort, die gemeinsam daran arbeiten, das Schiff einigermaßen auf Kurs zu halten, hilft das genau so wenig weiter wie den Spielern, die heute Abend alles geben müssen, um den ersten, gerade gegen diesen Gegner immens wichtigen Saisonsieg einzufahren.

    Gut ist nur, dass jetzt endlich ganz öffentlich und bundesweit die Katze aus dem Sack ist! Auch dem letzten Träumer, Ignoranten oder Spezi des ehemaligen "Managers" und "Hauptgeschäftsführers" dürften nun die Augen darüber aufgegangen sein, was bis Ende Juni über viele Jahre tatsächlich am Höhenberg abgegangen ist...

    Ich bin mir dennoch sicher, dass sich auch jetzt wieder ein freier Mitarbeiter einer Wochenzeitung oder die Redaktion einer Handball-Internetplattform finden wird, die sich von UD einspannen lassen, um die große Unschuldsarie weiterzusingen, die er schon vor 3 Wochen bei den ersten lokalen Medienberichten angestimmt hat. Wer ihm jetzt noch das Unschuldslamm abnimmt, der ist entweder zu blöd oder will ganz einfach nicht kapieren, wie sein System funktioniert hat und warum es mit dem Wechsel der Vereinsführung aufgeflogen ist...

    Zitat

    Original von Steinar
    Aussagenlogik hat man beim Rheinischen Anzeiger noch nicht auf der Kursliste, oder? ;)
    Ich für meinen Teil kann genau ein Telefonat mit Herrn Derad für mich verbuchen. War so Mitte Dezember des letzten Jahres ;)

    SilverSurfer schrieb: "...die Chefredaktion telephoniert aber nicht täglich mit ihm...". Mein Umkehrschluss: 1. Sie telefoniert mit UD. 2. Ab jeden zweiten Tag ist quantitativ nach oben alles möglich. Nichts anderes habe ich mit meinem Beitrag dazu zum Ausdruck gebracht. Wo hapert es da bei der "Aussagenlogik"???
    Deine Reaktion mutet eher an wie: Treffer, (fast) versenkt! ;)

    Zitat

    Original von SilverSurfer
    Die Änderung der Überschrift bei handball-world.com war rein redaktionell. Wir ändern immer die Überschrift, um zu zeigen, dass im Artikel etwas verändert wurde. Wir hatten dabei keine neuen Informationen, allerdings den Einleitungstext etwas überarbeitet...


    Dann müssten die Änderungen im Artikel doch irgendwie markiert werden, damit der Leser das versteht...

    Zitat

    Original von SilverSurfer
    Aber, auch wenn es hier nur unausgesprochen bei einigen Postings zwischen den Zeilen mitschwang, Herr Derad mag mit Herrn Anders telephonieren, die Chefredaktion telephoniert aber nicht täglich mit ihm und wir schreiben unsere Artikel auch nicht in seinem Auftrag oder sind da fremdgesteuert. Wir versuchen aus den verfügbaren Informationen und Zitaten die Situation objektiv darzustellen ...


    Wer's glaubt, wird seelig... Im Umkehrschluss gibst Du ja immerhin zu, dass ihr regelmäßig telefoniert. Wenn auch nicht täglich, so doch
    - mehrmals wöchentlich?
    - einmal wöchentlich?
    - jede zweite Woche?
    - ... ?(
    Ist schon sehr auffällig, dass Ihr in so kurzer Zeit gleich zwei Artikel mit dem gleichen inhaltichen Duktus zum gleichen Thema bringt! Mit dem neuen Vorsitzenden oder der neuen Handball-Führung habt ihr offensichtlich nicht gesprochen, denn sonst hätte Euer Bericht zumindest teilweise anders ausfallen müssen...

    Zitat

    Original von Flevo
    Fakt ist, dass der TSV die Lizenz für die Bundesliga erhalten hat, kurz bevor der Manager den Verein wechselt und nach dem Wechsel plötzlich ein 6-stelliges Minus vorliegt. Da stelle ich mir die Frage, was ist in dieser Zeit passiert? Ich unterstelle jetzt mal, dass wir mit diesem 6-stelligen Minus die Lizenz nicht erhalten hätten. Und dann höre ich etwas, was genau diese Informationslücke schließt wie ein fehlendes Puzzlestück.

    Da käme dann ja in dieser Größenordnung nur die Vermarktung des Hallennamens in Betracht. Eine Andeutung in diese Richtung hat UD ja gestern im SF gemacht. Im alten Dormagen-Thread gab es dazu ein oder zwei nebulöse Andeutungen von simsalabim...
    Da hakt es dann aber gleich an zwei Stellen:
    1. Der Vertrag ist nicht zustande gekommen.
    2. Solange der Vertrag nicht zustande gekommen war, hätte UD für den Etat nicht mit der entsprechenden Summe kalkulieren dürfen.

    Denkbar wäre auch, dass der Vertrag bereits abgeschlossen war, dann aber - mit welcher Begründung? aufgrund welcher rechtlichen Grundlage (Rücktrittsrecht)? - wieder aufgelöst wurde. Dann hätte UD die Summe zurecht in den Etat einkalkuliert und mit dem Lizensierungsantrag eingereicht.
    Nur: Wie ging er damals bzw. geht er heute damit um, dass das Geschäft geplatzt ist? Damals, also vor dem 30.6., kam dazu gar nichts - weder positiv (Vertrag perfekt) noch negativ (Vertrag geplatzt). Das Thema jetzt in die Öffentlichkeit zu tragen, ist auch sehr ungeschickt, wenn das stimmt, was Flevo behauptet: Nämlich das sich diese Sache "mit etwas Fingerspitzengefühl" aus der Welt schaffen ließe.

    So oder so: Angeschossene Hunde bellen halt...