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In Gotzing steht "Tschüß" auf dem Index
Sag zum Abschied nie mehr "Tschüß": Übertriebenen Eifer hat ein Dialektpfleger in Bayern an den Tag gelegt. Dem um sich greifenden norddeutschen Abschiedsgruß "Tschüß" will Hans Triebel nun wenigstens in seinem Ort Einhalt gebieten. Am Ortseingang hängte er bereits Verbotsschilder auf.
Gotzing - Erstmals wurde damit ein Ort in Bayern zur "Tschüß"-freien Zone erklärt. Im kleinen Dorf Gotzing im Landkreis Miesbach brachte der Dialektpfleger und Wirt des Traditions- Gasthauses "Gotzinger Trommel", Hans Triebel, an den Ortseingängen "Tschüß"-Verbotsschilder an. Von dem Verbot seien zunächst aber nur Einheimische betroffen, sagte Triebel heute. Bei Nichtbayern werde "in einer Übergangszeit von einer Ahndung abgesehen". "Tschüß" sei ein norddeutscher Abschiedsgruß, in Bayern seien "Pfiad di", "Habe die Ehre" oder "Servus" üblich.
"Bei weiterer epidemieartiger Ausbreitung des Tschüß" kann es sich der passionierte Dialektpfleger gut vorstellen, dass sich andere Ortschaften seiner Aktion anschließen. Zwar habe er sich bewusst den Fasching als Zeitpunkt dafür ausgesucht, den Vorstoß meine er aber durchaus ernst.
Triebel machte schon früher mit spektakulären Aktionen auf sein Anliegen aufmerksam, die bayerische Mundart zu erhalten. Aufsehen erregte beispielsweise sein Protest im Kultusministerium, als ein Schüler wegen seines Dialektes eine negative Bemerkung ins Zeugnis bekam. Selbst Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) schaltete sich damals ein: Der Schulbub bekam ein neues Zeugnis.
dab/dpa
Dialektpflege finde ich gut! Aber ein Verbot eines Norddeutschen Wortes?...
Aber wie freundlich, dass "bei Nichtbayern in einer Übergangszeit von einer Ahndung abgesehen" wird...
Mal sehen, wie lange wir noch einreisen dürfen...
Also Tschüß und bis zum nächsten Mal bei den besten Einfällen zur Dialektpflege...