ZitatAlles anzeigenAuf tbv-lemgo.de ein Gepräch mit Daniel zum bevorstehenden Comeback heute gegen den WHV:
"Die Situation als Chance begreifen"
Daniel Stephan kehrt zurück! Einmal mehr hatte den Kapitän des TBV Lemgo eine langwierige Verletzung außer Gefecht gesetzt. Doch einmal mehr hat der Welthandballer des Jahres 1998 den Weg zurück gefunden. Nach seiner Schulter-Operation stand Stephan eine lange Leidens- und Rehazeit bevor, die er wie so oft zuvor in seiner Karriere mit enormem Willen durchstand. Nun ist Stephan wieder da! So motiviert wie eh und je, um seinem TBV, dem er seit fast 13 Jahren die Treue hält, zu helfen. Vor seinem Comeback sprachen wir mit Stephan über die vergangenen Monate, die aktuelle Situation beim TBV sowie über die Aussichten für die kommende Spielzeit.
? Daniel, über Deine Verletzung ist viel geredet und spekuliert worden. Wie sah es tatsächlich aus?
!Es war sicherlich eine lange Genesungsphase. Am 20. September bin ich operiert worden und zunächst haben die Ärzte von etwa zehn Wochen Reha geredet. Ich bin also davon ausgegangen, Mitte bis Ende Dezember wieder spielen zu können. Dann ging es zunächst nicht so wie erhofft vorwärts. Nach den ersten Wochen Reha in Süddeutschland habe ich hier in Lemgo mit Jakob (Physio bei Reha-Risch in Lemgo) und Eddy Franke trainiert und auch sehr viel alleine gearbeitet und alles für mein Comeback getan. Es gab dann eine Zeit im Dezember, da ging es einfach nicht voran, ich hatte das Gefühl, dass es einfach nicht besser wird. Ich konnte zwar mit Medizinbällen trainieren, aber beim Werfen mit dem Handball hatte ich noch enorme Schmerzen und der „feste Wurf“ kam einfach nicht zurück.? Wie ging es dann weiter?
! Im Januar hatten wir ja Urlaub bekommen und da habe ich dann einmal komplett abschalten können, war in den Bergen. Kein Handball, keine Reha, einfach komplett weg aus dem Trott. Danach habe ich wirklich sehr große Fortschritte gemacht und gehofft, zum ersten Spiel nach der WM-Pause wieder mitwirken zu können, das hat leider nicht ganz geklappt. Ich bin jetzt aber sehr zufrieden und hoffe gegen Wilhelmshaven endlich wieder mitspielen zu können und freue mich darauf natürlich schon sehr.? Das heißt, jetzt bist Du schmerzfrei?
! Ja. Wie gesagt, vor gut drei Wochen kam eine Phase, da wurde es wirklich wesentlich besser, der „feste Wurf“ kam zurück und in den letzten Wochen setzte sich dies dann fort. Sicherlich muss ich mir die Spielpraxis zurückholen, ich weiß, dass ich keine Wunderdinge von Beginn an vollbringen kann. Und auch bei den schweren Aufgaben in Magdeburg und gegen Flensburg hoffe ich zunächst, der Mannschaft punktuell weiterhelfen zu können. Aber mit der Schulter bin ich sehr zufrieden und sehr positiv für die Zukunft gestimmt.
? In der Zeit, als es nicht voran ging, kamen da Gedanken an das Karriereende hoch oder verdrängt man so etwas?
! Es gab sicher Momente, in denen man mental am Boden ist und sich ein wenig hängen lässt. Aber das darf einfach nicht länger als ein paar Stunden passieren oder auch mal einen Tag lang. Es muss weitergehen und man muss positiv denken.? Achillessehnenriss, Daumen-OP, Ellenbogen-OP und so weiter und so fort. Du hast kaum eine schwere Verletzung ausgelassen, bist aber immer wieder zurückgekommen. Und dies auf Top-Niveau. Wo nimmst und nahmst Du die Motivation her?
! Viele Leute haben mich in der letzten Zeit auch gefragt, warum ich nicht aufhören würde. Ich habe doch sehr viel erreicht im Verein und in der Nationalmannschaft, bin Welthandballer geworden. Aber ich möchte so einfach nicht abtreten. Wir sind ein tolles Team und wenn ich von heute auf morgen so aufhörte, würde ich wirklich etwas Großes vermissen. Daher kommt die Motivation. Ich habe ja zu Beginn dieser Saison wieder Top-Leistungen gezeigt und war wirklich gut drauf. Von daher wollte ich auch mit diesem nächsten Tiefschlag fertig werden und es mir selbst und allen Skeptikern noch einmal beweisen.? Es war bislang eine schwere Saison für den TBV. Aus im EHF-Pokal, Aus im DHB-Pokal, der „schwarze Dezember“. Trainerwechsel, Volker Zerbe als Interimslösung. Wie schwer ist solch eine Situation für die Mannschaft?
! Da muss ich ein wenig weiter ausholen. Den TBV hat in der Vergangenheit immer ausgezeichnet, dass es sehr familiär zuging. Es war nicht nur dieses Verhältnis zwischen Verein und Angestellten, es war wirklich so wie das Klischee der „großen Familie“. Das hat sich in den vergangenen zwei Jahren ein wenig geändert, dazu ist der Handball in den vergangenen Jahren wahrscheinlich auch zu professionell geworden. Viele Spieler haben den Verein verlassen, viele sind dazu gekommen. Und das wird auch in der nächsten Saison nicht anders werden, das sind ja auch letztlich normale Vorgänge in einem Profiverein. Aber wir müssen versuchen, wieder ein Stückchen weiter dahin zu kommen, wo wir waren, was uns ausgezeichnet hat. Dass wir alle gemeinsam unsere Ziele wieder verfolgen und alle eben wie eine Familie zusammen halten.? Der TBV am Scheideweg sozusagen?
! Ich würde das nicht so negativ sehen. Die Situation momentan kann man ja auch als Chance begreifen. Wir bekommen einen neuen Trainer, es werden wieder neue Spieler hinzukommen, die Ziele müssen neu definiert werden. Die Vergangenheit kann man nicht zurückholen, nun müssen wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und einfach einen kompletten Neuanfang machen. Es ist sicherlich gut, dass mit Peter Meisinger ein Trainer kommt, der das Umfeld und die Mannschaft persönlich überhaupt nicht kennt. Das wird sicherlich viele Impulse geben, aber konkrete Ziele können wohl erst im Sommer definiert werden.? Bleiben wir bei dieser Saison. Was ist wirklich noch realistisch für die Mannschaft? Welches Ziel setzt sich die Mannschaft?
! Zunächst einmal wollen wir diesen katastrophalen Eindruck aus dem Dezember „wegspielen“. Hier müssen wir uns die verlorenen Sympathien zurückholen. Das kann man nicht ungeschehen machen, leider hat das der Trainer ausbaden müssen, das sind nun einmal die Gesetzmäßigkeiten im Profisport. Die Hauptschuldigen waren aber zum größten Teil wir Spieler, das ist keine Frage. Nun ist halt Volker Zerbe neuer Trainer und es ist ganz klar, dass wir ebenso ohne Vorbehalte hinter ihm stehen. Nun wollen wir auf die gesamte Rückserie gesehen die Qualifikation für den EHF-Cup schaffen. Mit Wilhelmshaven haben wir keine leichte Aufgabe vor der Brust, dann folgen mit Magdeburg und Flensburg zwei sehr schwere Brocken. Doch wir dürfen dieses Ziel Europapokal nicht aus den Augen verlieren, das sind wir uns, dem Verein, dem Umfeld und den Fans einfach schuldig.? Es wurde zuletzt über das Aus im DHB-Pokal geredet. Aber war das Spiel gegen Kiel nicht schon der erste Schritt in die richtige Richtung?
! Absolut. Wir haben über weite Strecken eine sehr gute Leistung geboten, die Mannschaft hat gezeigt, dass sie will. Leider haben diese knapp 15 Minuten in der zweiten Halbzeit den Erfolg gekostet, als wir zu unkonzentriert waren und viele Fehler gemacht haben. Das hat Kiel gnadenlos bestraft. Aber das war schon ein Fingerzeig, wohin es in den nächsten Spielen gehen kann und soll.? Deine Rolle für diese Saison hast Du schon angesprochen. Wie siehst Du sie in der kommenden? Du bist Kapitän, Führungsspieler und einer der routiniertesten Spieler. Nimmst Du Dich da selber in die Pflicht, Peter Meisinger zu unterstützen?
! Man nimmt sich immer selbst in die Pflicht, das ist keine Frage. Man muss einfach gucken, wie es auch personell weiter geht. Letztes Jahr war ich schon sehr traurig als Zebu aufgehört hat, nun geht auch Markus Baur, das sind auch große Einschnitte für mich, nachdem man so viele Jahre miteinander gespielt hat. Die Situation nächste Saison wird also wieder neu für mich. Aber ich will ja zu meiner alten Form finden und somit auch für das Team wichtig sein und dabei kann ich Peter Meisinger dann sicherlich unterstützen. Mit Sven-Sören Christophersen und Lars Kaufmann kommen junge Spieler hinzu, die ich mit meiner Routine weiter bringen kann, wobei ich natürlich auch selbst Akzente setzen möchte.? Also durchaus eine reizvolle Aufgabe für Dich, um sich auch noch einmal durch die Vorbereitung zu quälen?
! Ja, ganz genau. Die Motivation, Ziele mit der Mannschaft zu erreichen, den Verein voran zu bringen und auch Ziele für sich selbst zu erreichen. Das sind die Dinge, die einen dazu bringen, sich weiter voll reinzuhängen. Ich habe hier fast 13 Jahre beim TBV erlebt, die ich nicht missen möchte und ich kann mir auch durchaus vorstellen, hier in Lemgo weiter zu leben. Aber was nach 2008 kommt, da will ich noch nicht spekulieren. Zunächst einmal will ich meine Leistung bringen und mit Florian Kehrmann als wichtigem Eckpfeiler des Teams und dem neuen Trainer Mannschaft und Verein weiter bringen.? 13 Jahre, das sind ja fast Zerbesche Dimensionen. Gab es nie die Verlockung, zu anderen Vereinen zu wechseln?
! Es gab schon einige Angebote. Sowohl von Spitzenklubs aus Deutschland als auch von einigen spanischen Vereinen. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, den TBV für einen deutschen Verein zu verlassen. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Vor fünf bis sechs Jahren war dann konkret die Entscheidung, ins Ausland zu gehen oder hier zu bleiben. Ich habe mich letztlich nicht gegen das Ausland entschieden, sondern für den TBV. Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken, habe auf der anderen Seite aber sicherlich auch viel gegeben und investiert. Es war und ist eine tolle Zeit und ich bereue keine Minute, die ich hier gespielt habe.? Vielleicht doch ein Blick voraus. Für viele Leute bist Du der ideale Typ Trainer. Gibt es da schon Überlegungen?
! Ich kann mir vieles vorstellen. Sicher ist, dass ich etwas mit Handball weiter zu tun haben werde, denn da kann ich meine Erfahrung und mein Wissen sicherlich am besten weitergeben. Ob das als Trainer ist oder im Bereich Management oder in einem anderen Posten im Umfeld eines Vereins, das muss man sehen. Sicherlich könnte ich mir vorstellen, dies hier beim TBV zu machen. Zunächst möchte ich in der kommenden Saison aber meine B-Lizenz als ersten Schritt angehen. Ich könnte mir auch durchaus vorstellen, einmal in der Woche zum Beispiel unsere A-Jugend zu trainieren, um hier einen fließenden Einstieg zu bekommen. Aber konkret für die Zeit nach 2008 habe ich noch nicht geplant.? Volker Zerbe und Daniel Stephan auch nach der aktiven Zeit beim TBV, das hört sich schon "beeindruckend" an.
! Wie gesagt, denkbar ist vieles, lassen wir es auf uns zukommen. Zunächst hat jeder von uns in seiner Position noch viel mit dem TBV vor.
Interview mit ....
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INTERVIEW Der frischgebackene Handball-Weltmeister Markus Baur möchte am liebsten zurück in den Südwesten
»Ich hatte schon so etwas geahnt«
REUTLINGEN. Er ist frischgebackener Weltmeister, hat über 200 Länderspiele und 12 Jahre in der Nationalmannschaft hinter sich: Markus Baur ist Vollblut-Handballer und auf dem Parkett eine ebenso charismatische Führungspersönlichkeit wie außerhalb ein eloquenter Vorzeigesportler. Für Bundestrainer Heiner Brand ist er der »unumstrittene Kopf der Nationalmannschaft«, und auch Bundesligist TBV Lemgo sagt über seinen Mittelmann: »Er ist unser Leistungsträger«. Trotzdem muss sich der zweifache Familienvater und 36 Jahre alte Handballer des Jahres 2000 und 2002 am Ende der Bundesligasaison nach sechs Jahren beim TBV einen neuen Verein suchen. Am liebsten würde er in den Südwesten zurückkehren, sagte der gebürtige »Seehase« GEA-Redakteurin Gabriela Thoma.
GEA: Wie geht's Ihnen?
Markus Baur: Gut, ich bin zurzeit nur ein bisschen erkältet.
Ist auch die Waden-Zerrung von der Weltmeisterschaft schon ausgeheilt?
Baur: Ja, ich habe bereits seit der letzten Woche wieder im Vereinstraining mitgemacht.
Ist das nicht besonders bitter für Sie, dass ausgerechnet Ihre handballerische Herzensangelegenheit, der TBV Lemgo, Sie als sein Leistungsträger bezeichnet, Sie dann aber trotzdem nach dem Saisonende nicht mehr haben will?
»Ich möchte noch zwei Jahre in der Bundesliga weiterspielen«
Baur: Im Sport ist das doch eine alltägliche Sache, einen Vertrag eines Spielers nicht mehr zu verlängern. Ich wäre zwar noch gerne ein, zwei Jahre in Lemgo geblieben. Das wäre auch für meine Familie der einfachste Weg gewesen, weil meine Tochter Chiara-Sophie jetzt siebeneinhalb Jahre alt und in der zweiten Klasse in der Grundschule ist. Mein Sohn Nika ist drei Jahre alt.
Das heißt, Sie waren von der Entscheidung der Lemgoer Verantwortlichen überrascht und erschüttert?
Baur: Im ersten Augenblick ja. Doch eigentlich hatte ich schon so etwas geahnt. So etwas spürt man.
Können Sie angesichts der Enttäuschung dann jetzt noch volle Leistung für Lemgo bringen? Hat man da nicht eine Art von Sperre im Kopf?
Baur: Nein. Ich bin Profi-Sportler und Handballspielen ist das, was ich bislang am allerbesten kann. Daran habe ich noch immer großen Spaß, und das habe ich von Grund auf gelernt. Und wenn ich richtig in einem Spiel dabei bin, will ich immer gewinnen und gebe immer mein Bestes.
Wie geht's für Sie konkret weiter?
Baur: Ich möchte noch zwei Jahre in der Bundesliga weiterspielen.
Als aktueller Weltmeister und mit Ihren großen Erfahrungen dürften Sie sich nun vor Angeboten auch als sportlicher Leiter oder Manager eines Klubs wohl nicht retten können?
Baur: Wie gesagt, ich möchte zunächst einmal noch zwei Jahre weiter aktiv spielen. Von daher dürfte es schwer sein, gleichzeitig ins Management eines Klubs oder in die sportliche Leitung hinein zu rutschen. Das wäre dann die Aufgabe der Vereine, sich so eine Struktur aufzubauen und mir dann als Spieler so eine Art Doppelfunktion zu ermöglichen, mich da herantasten zu lassen. Solche Ideen gibt's, doch die Vereine tun sich mit der professionellen Umsetzung noch schwer.
Also, welche Vereine sind nun konkret an Ihnen dran?
Baur: Dazu werde ich nichts sagen. Ich werde erst etwas mitteilen, wenn es wirklich etwas zu sagen gibt. X-, Y-Spekulationen sind nicht meine Sache. Doch in den nächsten Tagen wird die Entscheidung fallen.
Eher für den Südwesten der Republik?
Baur: Eine Rückkehr in den Südwesten wäre für mich und meine Familie schön.
Dann war es also ebenfalls für Sie herb, dass Frisch Auf Göppingen Ihnen schon abgewunken hat?
Baur: Meiner Meinung nach wissen die Verantwortlichen in Göppingen im Gegensatz zu ihrem Trainer Velimir Petkovic nicht, welche Möglichkeiten sie da ausgelassen haben.
Stimmt's denn, dass jetzt Zweitligist TV Kornwestheim mit Ihnen Kontakt hat?
Baur: Das Thema ist längst out. Da habe ich schon abgesagt. Ich will ja in der ersten Liga spielen - und ansonsten kann ich ja gleich nach Pfullingen gehen, die steigen ja in die Oberliga auf.
Also bleiben im Südwesten nur noch Balingen und Kronau-Östringen. . .
Baur: (schweigt)
Was stehen für Sie im Jahr 2007 noch für tief greifende Veränderungen an?
Baur: Ich stehe in meinem Sport-Studium mit meinem Diplom kurz vor der Vollendung.
Haben Sie den Gewinn des Weltmeistertitels denn jetzt nach drei Wochen realisiert und schon verabeitet?
Baur: Dieses außerordentliche Riesen-Ereignis überhaupt einmal richtig verarbeiten zu können, wird wohl erst dann gelingen, wenn man voll vom Handball abschalten kann. Aber ich genieße die Gedanken, Erinnerungen und Bilder daran immer wieder. Ich bin sicher, ich werde ständig und großartig davon zehren können. (GEA)
Reutlinger Generalanzeiger
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Baur: Wie gesagt, ich möchte zunächst einmal noch zwei Jahre weiter aktiv spielen. Von daher dürfte es schwer sein, gleichzeitig ins Management eines Klubs oder in die sportliche Leitung hinein zu rutschen. Das wäre dann die Aufgabe der Vereine, sich so eine Struktur aufzubauen und mir dann als Spieler so eine Art Doppelfunktion zu ermöglichen, mich da herantasten zu lassen. Solche Ideen gibt's, doch die Vereine tun sich mit der professionellen Umsetzung noch schwer.
Wie soll man sich eine professionelle Umsetzung vorstellen? Wenn er noch zwei jahre buli spielen will, ist das sein hauptjob. daneben kann er in der Geschäftsstelle eine paar Sachen erledigen. Managementaufgaben mit entscheidungsbefugnis wird man einem Spieler wohl nicht übertragen können. oder meint er eine rolle als spielertrainer. das wäre wohl nur ab liga 2 abwärts vorstellbar.
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Hamburger Abendblatt 16.03.2007
ZitatAlles anzeigenHandball
Vor dem Spiel HSV - FlensburgAndersson: "Hamburg kann es schaffen"
HAMBURG -
Morgen (15.20 Uhr/NDR) kommt es in der Color-Line-Arena zum Gipfeltreffen der Handball-Bundesliga zwischen dem HSV Hamburg (3., 38:8 Punkte) und der SG Flensburg-Handewitt (2., 39:9). Das Abendblatt sprach mit Gästetrainer Kent-Harry Andersson über seine Erwartungen.
ABENDBLATT: Herr Andersson, das Spiel HSV Hamburg gegen SG Flensburg-Handewitt ist das Duell Zweiter gegen Dritter. Hätte Sie das vor der Saison überrascht?
KENT-HARRY ANDERSSON: Eigentlich nicht. Beide Mannschaften gehören zu den besten in Deutschland. Wenn man den Spielerkader des HSV sieht, musste man ihn von vornherein dort oben erwarten. Der THW Kiel bleibt für mich Favorit auf den Titel. Aber wenn man das Restprogramm berücksichtigt, kann es auch Hamburg schaffen.
ABENDBLATT: Was ist mit Ihrer Mannschaft?
ANDERSSON: Wir haben durch die Niederlagen bei Gummersbach und Lemgo leider zwei gute Möglichkeiten verpasst. Und uns erwartet noch eine Reihe schwerer Auswärtsspiele. Bei drei Punkten Rückstand auf Kiel wird es ganz schwer.
ABENDBLATT: Flensburg ist als Halbfinalist auch in der Champions League und im DHB-Pokal im Rennen. Was hat Priorität?
ANDERSSON: Für mich persönlich die Champions League, weil sie das Einzige ist, was ich noch nicht gewonnen habe. Wir versuchen natürlich auch in der Meisterschaft und im Pokal so lange wie möglich dabei zu sein. Aber einmal die Champions League zu gewinnen, ist ein Traum. Wir waren vor drei Jahren nahe dran und haben im Finale verloren. Jetzt trennen uns nur noch vier Spiele. Diese Chance kommt nicht so oft.
ABENDBLATT: Heißt das, Sie werden Spieler schonen?
ANDERSSON: Ich werde jedenfalls keine Spieler einsetzen, die verletzt sind. Wenn es unser letztes Saisonspiel wäre, würden alle spielen. Aber schon am Freitag nächster Woche haben wir unser Champions-League-Halbfinale gegen Valladolid.
ABENDBLATT: Wer wird in Hamburg nicht auflaufen?
ANDERSSON: Hinter Sören Stryger und Joachim Boldsen steht ein großes Fragezeichen.
ABENDBLATT: Ist Ihr Kader groß genug, um die Dreifachbelastung zu bewältigen?
ANDERSSON: Vor der Saison lässt sich das immer schwer abschätzen. Wenn alle Spieler gesund bleiben, kann der Kader schnell sogar zu groß werden. Der HSV zum Beispiel hat acht, neun Rückraumspieler. Es ist für einen Trainer auch nicht einfach, alle bei Laune zu halten.
ABENDBLATT: Ihre Mannschaft reist schon am Freitag nach Hamburg. Warum?
ANDERSSON: Das Spiel ist früh am Nachmittag, ich möchte, dass wir den Tag zusammen verbringen. Es bleibt ja trotz allem ein wichtiges Spiel für uns.
ABENDBLATT: Alle reden von der Belastung der Spieler. Wie groß ist der Stress eigentlich für den Trainer?
ANDERSSON: Ziemlich groß. Bei dem engen Terminkalender kann man kaum mehr machen, als den nächsten Gegner auf Video zu studieren.
ABENDBLATT: Ihnen wurde im August ein Tumor im Innenohr entfernt, Sie sitzen erst seit Weihnachten wieder auf der Trainerbank. Wie geht es Ihnen heute?
ANDERSSON: Ich fühle mich sehr wohl, physisch und mental, genauso wie früher. Das Einzige, was mir noch Probleme bereitet, ist die Lähmung des Gesichtsnervs. Aber ich merke, wie das langsam zurückkommt.
ABENDBLATT: Gehen Sie nach der Erkrankung und der damit verbundenen Zwangspause anders an Ihren Job heran?
ANDERSSON: Die zwei Monate nach der Operation waren eine schreckliche Zeit. Ich habe da nicht viel an Handball gedacht, meine Gesundheit stand im Vordergrund. Umso größer ist jetzt meine Lust auf Handball. Und ich spüre den Druck nicht mehr so sehr und kann mit Niederlagen viel leichter umgehen, weil ich weiß, dass es auch noch ein anderes Leben gibt.
erschienen am 16. März 2007
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Zitat
Handball
ABENDBLATT: Ihre Mannschaft reist schon am Freitag nach Hamburg. Warum?ANDERSSON: Das Spiel ist früh am Nachmittag, ich möchte, dass wir den Tag zusammen verbringen. Es bleibt ja trotz allem ein wichtiges Spiel für uns.
Die Formulierung klingt ein wenig danach, als würde man in Flensburg nicht mit einem Sieg rechnen. Aus meiner Sicht. Ist das das "Kleinreden" oder tatsächlich die Einstellung? Ich tippe mehr auf Kleinreden, da ich nicht glaube, dass gerade ein Kent-Harry Andersson ein Spiel im voraus verloren gibt. -
Interview mit Michael Spatz
Michael, Du wechselst im Sommer nach Großwallstadt. Freust Du Dich auf Deine neue Aufgabe?
- Auf jeden Fall freue ich mich auf den TVG. Mit Sicherheit werde ich dort wieder mehr, viel mehr spielen als im Moment hier in Gummersbach. Es geht wieder zurück in Richtung Heimat und darauf freue ich mich sehr.Wie siehst Du Deine Zeit beim VfL? Was hast Du gelernt und was nimmst Du mit?
- Die 4 Jahre in Gummersbach waren auf jeden Fall sehr schön und eine tolle Erfahrung. Ich kam aus der 2. Liga nach Gummersbach, musste mich erst an die 1. Liga gewöhnen und die Handballhärte dieser Klasse erlernen.Haben Dich mangelnde Spielanteile zu dem Entschluss gebracht?
- Größtenteils liegt mein Entschluss darin, dass ich hier in Gummersbach kaum noch Spielanteile bekomme. Sicherlich ist Vedran eine Klasse besser, aber unter Velimir Klajic habe ich noch teilweise gespielt, was ja jetzt eigentlich nicht mehr der Fall ist. Da stand für mich fest, dass ich entweder nach Kronau oder Großwallstadt wechsel.Ganz zu Anfang Deiner VfL-Zeit wurde gesagt, dass man aus Dir einen zweiten Florian Kehrmann machen möchte. Was ist schief gelaufen?
- Ja, das war mal das Ziel hier. Zufrieden bin ich auch nicht, vielleicht hätte ich mich mehr durchsetzen müssen. Wenn man aber an die Anspiele von Yoon zum Beispiel nimmt, der ja gar nicht die rechte Seite angespielt hat, dann kann aus einem Rechtsaußen ja auch nichst werden. Dieses Jahr läuft das um einiges besser, aber nun habe ich einen Vedran vor mir, der eine grandiose Saison spielt.Wie fühlt es sich an, für den VfL aufzulaufen?
- Es ist und es war immer ein super Gefühl, egal ob in Gummersbach oder Köln, für den VfL aufzulaufen. Man hatte immer eine super Mannschaft, bzw. Kollegen und die Fans standen immer hinter einem.Deine Zeit beim VfL - was war mit das schönste Erlebnis in den vergangenen 4 Jahren?
- Der Sieg in Kiel in dieser Saison, oder aber auch der Sieg in Flensburg in der letzten Saison waren mit eines der schönsten Erlebnisse. Keine hat damit gerechnet, dass wir dort Punkten würden und dann geschah es doch. Die anschließende Heimfahrt zählt dann aber auch dazu
(Jörg Lützelberger sieht als schönes Spatz-Erlebnis, die 10 Lützelberger-Tore im Spiel gegen Hildesheim)Wie empfandest Du die Spiele in der Kölnarena? Welche werden Dir besonders in Erinnerung bleiben?
- Wir haben viele gute Spiele in der Kölnarena gehabt. Sicherlich auch einige bittere Niederlagen, aber speziell wird mir das Spiel gegen den TV Großwallstadt in der letzten Saison in Erinnerung bleiben. Ebenso erinnert man sich gerne an die Siege gegen die Großen Mannschaften wie gegen Flensburg oder Magdeburg.Und im Gegensatz zur Eugen Haas Halle? Was war dort das Besonderste?
- Die Eugen Haas Halle ist im Gegensatz zur Kölnarena eine sehr heimische Halle. Jeder kennt jeden, man sieht Leute, die man kennt und kann sie begrüßen, das ist in Köln ganz anders, denn wenn man dort ins Publikum schaut, sieht man nur tausende von fremden Köpfen.Was wird Dein Herz Dir sagen, wenn es nächstes Jahr heißen wird "Großwallstadt gegen Gummersbach?"
- Das ist schwer zu sagen, da ich mich jetzt in der Situation noch nicht befinde. Zu dem Zeitpunkt werde ich mit Gummersbach "abgeschlossen" haben und mich voll und ganz auf den TVG konzentrieren. Sicherlich werde ich dann auch alles geben um gegen meine alte Truppe zu gewinnen. Nach dem Spiel wird die Wiedersehensfreude mit alten Bekannten aber sicherlich groß sein.Quelle: vfl-4-fans.de
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Im Interview mit SPORT BILD online spricht Kiels Manager Uwe Schwenker über die Hintergründe des Wechsels.
SPORT BILD online: Henning Fritz hatte gerade erst seine Option gezogen, dass sich sein Vertrag in Kiel bis 2009 verlängert. Wie kam es jetzt zu dem Wechsel?
Uwe Schwenker (47): Ich wusste, dass Henning schon länger mit Kronau und anderen Vereinen verhandelt hat. Insbesondere nach der WM. Ich hatte dann Kontakt mit Kronau-Östringen, die nachgefragt haben, unter welchen Voraussetzungen sie den Vertrag mit Henning Fritz machen können. Dann haben wir uns auf eine Ablöse geeinigt. Das ist schon letzte Woche passiert.Welche Rolle hat die Diskussion um Fritz nach der WM gespielt? Er war ja nur die Nummer drei beim THW und saß häufig auf der Tribüne.
Die Situation während und nach der WM war sehr emotional. Ich denke, wenn man das ganze Thema versachlicht, ist es vielleicht das Beste für beide Seiten. Für ihn wie für uns. Henning Fritz hat den Kontakt gesucht. Er hat Angebote gehabt und sich für den Wechsel entschieden.
Ihre Torhüter Omeyer und Andersson haben noch Vertrag für nächstes Jahr. Planen Sie wieder mit drei Torhütern?
Die Zeit ist schon etwas fortgeschritten, um noch etwas Adäquates verpflichten zu können. Wir schauen uns auf dem Markt um. Unser Wunsch wäre es, einen jungen deutschen Nachwuchsmann zu holen, der auch ein Doppelspielrecht für den TSV Altenholz haben würde. An unserer Philosophie werden wir nichts ändern. Das Bizarre an der Situation ist: Uns wirft man vor, dass wir drei Torhüter haben. Gummersbach und andere Teams spielen ebenfalls mit drei Männern.
Fritz verletzte sich am Dienstag. Da zeigt sich der Vorteil von drei Torhütern.
Das ist eine schwierige Situation im Moment. Fritz zog sich gestern im Abschlusstraining einen doppelten Bänderriss zu. Er sollte heute eigentlich mit zum Spiel gegen TuS N-Lübbecke und am Sonntag mit nach Portland zum Champions-League-Halbfinale fahren. Da müssen wir hoffen, dass die anderen beiden Torhüter gesund bleiben. Denn es gibt ja keine Möglichkeit mehr, einen weiteren zu holen.
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22.03.2007
Interview mit Filip zum Wechsel nach KielHallo Filip, jetzt ist die Bombe also geplatzt, Du wirst zur Saison 2008/2009 zum THW Kiel wechseln. Was war der Grund für Deine Entscheidung den TBV Lemgo zu verlassen?
Für mich war das alles sehr schwierig, weil ich plötzlich mehrere Angebote bekommen habe und ich mich irgendwie entscheiden musste.
Ich habe mich dann dafür entschieden nach Kiel zu gehen, weil ich denke, dass ich in Kiel sportliche Erfolge feiern kann. Das war mir bei meiner Entscheidung das wichtigste.
Du hast Angebote aus ganz Europa gehabt unter anderem auch aus Spanien. Es war bzw. ist Dein Traum in Spanien zu spielen, warum hast Du Dich gegen eines dieser Angebote aber für Kiel entschieden?Ich bin erst 24 Jahre alt und ich glaube, dass ich mich in Kiel sportlich weiterentwickeln werde und später immer noch in Spanien spielen kann.
Hast Du Dich in Deinen zwei bisherigen Jahren in Lemgo wohl gefühlt?Natürlich fühle ich mich in Lemgo wohl, sonst wäre mir diese Entscheidung leichter gefallen, aber es war sehr anstrengend. Ich bin froh, dass ich das nun hinter mir habe und dass alle in Lemgo weiter Fair zu mir sind. Dafür bin ich allen in Lemgo sehr dankbar!
Was hat Dir die Zeit in Lemgo sportlich und persönlich gebracht?
Sportlich gesehen auf jeden Fall, dass ich in der Bundesliga, die meiner Meinung nach die stärkste Liga der Welt ist, spielen kann und mit dem EHF Cup meinen ersten Titel gewonnen habe - das war ein unglaubliches Gefühl! Das will ich unbedingt nochmal erleben.
Und im persönlichen glaube ich, dass ich hier ein paar sehr gute Freunde kennen gelernt habe!Die Gerüchte besagen, dass wenn der TBV rechtzeitig einen Ersatz für Dich findet, Du vielleicht doch schon zum Ende dieser Saison an die Kieler Förde wechseln kannst/sollst. Wird Dich der Gedanken, dass man Dich „los werden möchte“ in der nächsten Saison beeinflussen, falls es nicht dazu kommt?
Momentan kann ich nichts beeinflussen. Jetzt ist es ein Frage, was die Vereine aushandeln.. Ich kann mich nur weiter auf das Handball spielen konzentrieren und wie vorher mein bestes geben!
Was erwartest Du von Deiner Zeit beim THW Kiel?
Worauf freust Du Dich am meisten?Aus meiner persönlichen Sicht möchte ich mich in Kiel sportlich weiter entwickeln. Für die Mannschaft will ich in meinem Rahmen der Möglichkeiten helfen und mit Kiel wieder das Gefühl eines Erfolges spüren zu können. Das ist das Beste, was es überhaupt gibt.
Natürlich freue ich mich auch auf die Ostseehalle und das Gefühl jedes Spiel in einer ausverkauften Halle zuspielen. -
Interview mit Günther Kirschbaum zur Situation rund um den HBW gibts:
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Jörg Lützelberger im Interview
Jörg, es ist Dein erstes Jahr in Gummersbach – fühlst Du Dich in der Stadt und im Verein wohl?!
- Ich bin mit großer Erwartung nach Gummersbach gekommen und ich wurde nicht enttäuscht. Mit dem sportlichen Verlauf bin ich mehr wie zufrieden, aber auch privat fühle ich mich sehr wohl in Gummersbach. Die Landschaft um Gummersbach herum ähnelt sehr meiner Heimat im Thüringer Wald, ich habe eine tolle Wohnung bezogen, in der ich mich sehr wohl fühle und das erste Semester an der Sporthochschule in Köln habe ich auch schon überstanden – was will man mehr? Es ist zwar ab und an ein wenig stressig: Zweimal am Tag Training mit der Bundesligamannschaft, zudem das Studium und zweimal wöchentlich trainiere ich die D- und C-Jugendmannschaft vom VfL... Aber ich fühle mich hier sehr wohl!Du kamst aus Oberbernburg / Großwallstadt nach Gummersbach – was hat dazu bewegt, nach Gummersbach zu kommen?
- Zu aller erst muss ich sagen, dass ich in Obernburg, bzw. Großwallstadt sehr zufrieden war. Meine Mannschaft und ich hatten gemeinsam Erfolg, ich war ein Baustein der Mannschaft gewesen. Mit schwerem Herzen habe ich meine Heimat verlassen, da der Reiz zur nächsten „Stufe“, zur Bundesliga und Champions League sehr groß war. Ich entschied mich für Gummersbach um noch mehr zu lernen, um noch besser als bis zu diesem Zeitpunkt zu werden.Mit 21 Jahren bist Du der Jüngste Spross im Kaders des VfL´s – wirst Du von Deinen Kollegen damit gehänselt?
- Nein, nein, ich werde behandelt, wie alle anderen auch. Als Jüngster im Bunde übernimmt man viel Verantwortung – somit bin ich für unsere Bälle verantwortlich. Wenn sie mal fehlen sollte, wird es mächtig Ärger geben. Aber auch die Tore auf oder abbauen gehören mit zu meinen Aufgaben.36 Tore stehen in dieser Saison schon auf Deinem Punktekonto. Werden es noch mehr?
- Ein Freund sagte mir am Anfang der Saison, dass ich 50 Tore werfen werde. Das habe ich mir als Ziel genommen und schaue den Dingen optimistisch entgegen!Beim letzten Interview mit Spatzi hast Du auf Deine 10 Tore im Spiel gegen Hildesheim aufmerksam gemacht – ein tolles Erlebnis?
- Es war ein tolles Ereignis. Während des Spieles habe ich die geworfenen Tore gar nicht mitgezählt und erfuhr somit erst nach Spielende, dass ich 10 Tore gemacht habe. Robert fiel krankheits bedingt aus und ich habe meine Chance genutzt. So richtig bewusst wurde es mir aber erst ein paar Tage nach dem Spiel.Diese Saison hast Du Dein erstes Jahr in der Champions Legaue verbracht – was für eine Erfahrung war es für Dich?
- Es ist toll, sich mit den großen Mannschaften aus Europa sich messen zu können. Leider sind wir im Halbfinale ausgeschieden – es war sehr bitter. Aber wenn ich an die Champions League Fahrten zurück denke: Innerhalb von 6 Monaten war ich in Island, Russland, Spanien, Norwegen und Slowenien. Das kann man alles gar nicht so schnell verarbeiten.Der VfL ist in 2 völlig unterschiedlichen Hallen zu Hause, in welcher von beiden stehst Du lieber auf dem Spielfeld?
- Die Eugen Haas Halle empfinde ich persönlich als die Heim-Halle vom VfL. Hier wird trainiert, hier ist es sehr familiär, hier ist für mich der VfL zu Hause. Die Kölnarena ist auch eine tolle Halle, die größte Sporthalle Europas, aber dort ist das Event viel mehr gegeben, als hier in Gummersbach.Wie zufrieden bist Du mit Deinen Einsatzzeiten?
- Ganz zu Anfang war ich nicht wirklich zufrieden, das legte sich zur Halbzeit der Saison, ich war viel auf dem Spielfeld dabei, konnte mich beweisen. Im Moment sitze ich wieder viel auf der Bank, aber ich hoffe sehr, dass sich das in den nächsten Tagen wieder ändert. Aber im Durchschnitt bin ich zufrieden!Quelle: vfl-4-fans.de
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Im Halbfinale gescheitert naja also ich meine das war das Viertelfinale.
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Der große Traum – Dominik Klein auf dem Weg zum Rathausplatz
Das wird ganz sicher ein Jahr, das der junge Mann nicht so rasch vergessen wird. Erst wechselt Dominik Klein zu Saisonbeginn zum THW Kiel, dann wird er Weltmeister mit der Nationalmannschaft. Und jetzt qualifizierte sich der 23-jährige Linksaußen mit seinem Verein für das rein deutsche Finale der Champions League. Doch damit nicht genug: Gewinnt der THW das Finale gegen Flensburg und ist auch im Pokal und in der Meisterschaft erfolgreich, dürfte Dominik Klein gemeinsam mit den Teamkollegen Christian Zeitz und Henning Fritz der erfolgreichste deutsche Handballer 2007 sein.
Es war spannend, es war dramatisch, aber am Ende gelang sowohl dem THW Kiel als auch der SG Flensburg-Handewitt der Sprung ins Finale der Champions League. Wer geht denn als Favorit ins Rennen?
Klein: In solch einem Finale gibt es keine Favoriten. Schon die Halbfinals waren so eng, dass jeder stolz darauf sein kann, dieses Finale erreicht zu haben. Es wird der die Champions League gewinnen, der in zwei Spielen die jeweils bessere Tagesform hat.
Immer wieder heißen die entscheidenden Duelle im Handball Flensburg gegen Kiel. In diesem Jahr geht es sogar um Meisterschaft, Pokal und Champions League, wobei beide Teams noch insgesamt vier Mal aufeinander treffen werden. Was machen die beiden Vereine so anders als andere?
Klein: Beide Vereine leisten extrem gute Arbeit. Und beide schaukeln sich aufgrund der Konkurrenzsituation gegenseitig hoch. Ein Duell dieser beiden Teams bedeutet Ausnahmezustand in Schleswig-Holstein. Ich hatte erst einmal das große Glück, dabei sein zu können. Und ich wurde vorgewarnt, dass die Ostseehalle, die ohnehin schon laut ist, dann zu einem Tollhaus wird. Das hat sich im Dezember bestätigt. Spiele gegen Flensburg, das ist was anderes als normaler Bundsliga-Alltag.
Ist das nicht langweilig für alle Außenstehenden?
Klein: Ach was! Ganz Handball-Deutschland schaut auf dieses Spiel. Erst recht, wenn es um den Gewinn der Champions League geht. Ich kenne diesen Riesenpokal nur aus dem Fernsehen und würde ihn sehr gerne in den Händen halten. Es ist gut, dass der Pott endlich mal wider nach Deutschland kommt.
Stellt die Bundesliga damit ihre Vormachtstellung unter Beweis?
Klein: Nicht nur damit. Auch in den anderen Europacup-Finals ist jeweils eine Mannschaft vertreten. Jetzt ist es schwer, die Behauptung aufzustellen, die Bundesliga sei nicht die stärkste Liga der Welt.
Nach dem Erfolg bei der WM könnte 2007 das Jahr des deutschen Handballs werden. Wie stolz sind Sie, an allen wichtigen Finals teilhaben zu können?
Klein: Mein Gott, ich bin gerade einmal 23 Jahre alt und darf das alles schon erleben. Das ist sagenhaft. Aber wir arbeiten auch jeden Tag hart dafür. Ich habe das große Glück, bei einem solch herausragenden Verein wie dem THW Kiel unter Vertrag zu stehen, wo man neben vielen Weltklassespielern eingesetzt wird. Ich glaube schon, dass man stolz darauf sein kann, einer der Weltmeister zu sein. Aber in der Champions League haben wir nur das Finale erreicht. Stolz bin ich dann, wenn unser Team diesen Pokal nach Kiel holt. Aber so richtig werde ich das alles erst realisieren, wenn ich nach Saisonende endlich ein paar ruhige Tage haben werde.
Mit Andrej Tschepkin, der mit Barcelona bereits sechs Mal die Champions League gewann, holte der THW Kiel noch rasch einen Kreisläufer als Ersatz für den verletzten Markus Ahlm. Kann ein 41-jähriger Handballer dem THW tatsächlich noch weiterhelfen?
Klein: Das ist doch schon geschehen. Wir profitieren von seiner Erfahrung, seiner Qualität und von seiner Größe. Er kämpft und ist mit Herzblut dabei. Als er zum ersten Training kam, wirkte er wie ein ukrainisch-spanischer Kuschelbär. Dank ihm können Lövgren und Karabatic auch einmal kurze Pausen einlegen. Auf diese Weise wird er uns auch künftig weiterhelfen.
Mit drei Titeln könnte es die ultimative Saison für Sie und für den THW werden. Welcher Wettbewerb genießt für Sie den höchsten Stellenwert?
Klein: Zuerst muss ich sagen, dass wir noch keinen Titel in der Tasche haben. Jeder Titel, den man gemeinsam mit seiner Mannschaft erringt, ist von Bedeutung. Es ist immer auch der Lohn für die Arbeit eines gesamten Jahres. Es ist ein großer Traum von mir einmal vor 20.000 begeisterten Fans auf dem Kieler Rathausplatz einen Titel feiern zu dürfen.Quelle: http://www.handball-world.com/o.red.c/news.p…=1&auswahl=8300
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In der Bildzeitung ist ein Interview mit Herrn Hopp. Zwar bezieht es sich in erste Linie auf Hoffenheim, aber denke, man kann auch einiges auf die Löwen übertragen. Die betreffende Stelle hab ich mal kursiv unterlegt.
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Fußball-Milliardär will in die Bundesliga
„Die Anfeindungen tun mir weh“
Dietmar Hopp und sein Plan mit Dorfklub HoffenheimDietmar Hopp (66) gründete 1972 mit vier Freunden die Firma SAP, die Software entwickelt. 1995 gründete er die Dietmar-Hopp-Stiftung, die bis heute über 120 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke verteilt hat. Sein Vermögen wird auf rund fünf Milliarden Euro geschätzt
Das Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim bietet 6350 Plätze. Derzeit baut Hopp in Sinsheim bei Heidelberg
BILD am SONNTAG: Herr Hopp, der russische Milliardär Roman Abramowitsch pumpt zig Millionen in den FC Chelsea. Sind Sie der deutsche Abramowitsch?
Dietmar Hopp: Sie gehen aber ganz schön steil. Klar, ich hätte das Geld, um einen Klub so weit auszustatten, dass es rasant nach oben geht. Aber genau das will ich nicht. Bei Hoffenheim entwickeln wir alles Schritt für Schritt. Ich unterstütze die TSG seit 1991, als mein Heimatverein gerade aus der Bezirksklasse in die Kreisliga abgestiegen war. Nach 16 Jahren haben wir nun gute Chancen auf den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Wir erzwingen hier nichts mit Geld.
Ein Ralf Rangnick, der mit Schalke in der Champions League war, arbeitet bei Ihnen nicht für das Gehalt eines Regionalliga-Trainers.
Natürlich nicht. Aber in erster Linie hat ihn unser Konzept überzeugt. Wir haben hier einen ähnlichen Ansatz wie Jürgen Klinsmann. Mit jungen Fußballern und einer offensiven Spielweise möglichst viel erreichen. Unser Schlüssel ist die Jugendarbeit. Wenn alles gut läuft, werden kommende Saison elf aktuelle Junioren-Nationalspieler in unseren
A-, B- und C-Jugendteams spielen.Angeblich lassen Sie sich das Abenteuer Profi-Fußball pro Jahr 20 Millionen Euro kosten. Korrekt?
Das sind alles Spekulationen, die ich nicht kommentiere.
Warum verraten Sie nicht den Etat?
Dann würde es nur heißen, der Hopp steckt bestimmt die doppelte Summe rein. Wer uns Böses will, wird uns immer etwas unterstellen.
Beim Auswärtsspiel in Kassel wurden Ihre Spieler als Millionarios im Programmheft vorgestellt.
Ich begreife das nicht. Angenommen, ich wäre bereit, jetzt Kassel zu unterstützen. Glauben Sie, der Klub würde das Geld dann ablehnen? Nein, die wären sehr wahrscheinlich sehr glücklich.
Bei diesem Aufwand muss Ihr Ziel doch die Bundesliga sein.
Am 26. April 2010 werde ich 70. Wenn wir dann um den Aufstieg in die Bundesliga spielen würden, wäre es ein Traum.
Herr Hopp, mal ganz ehrlich. Was soll dort ein Verein aus einem Dorf mit 3000 Einwohnern?
Andere Vereine haben auch mal klein angefangen. Und nach dem Niedergang des SV Waldhof Mannheim giert die ganze Rhein-Neckar-Region wieder nach Profifußball.
In der Bundesliga würden Sie einer der meistgehassten Männer sein. Überall wird es heißen, da kommt der Milliardär mit seiner zusammengekauften Truppe.
Solche Anfeindungen tun mir weh. Weil sie falsch sind. Wir haben uns jetzt punktuell mit erfahrenen Profis wie Copado verstärkt. Aber das ändert nichts an unserem Konzept. Wenn wir die Bundesliga erreichen sollten, wollen wir dort als sympathischer Dorfklub auftreten. Seriös. Solide finanziert.
Was will ein Dorfverein mit einem Stadion für 30 000 Fans, das Sie gerade in der Nähe von Heidelberg bauen?
Natürlich wird es nicht immer ausverkauft sein. Aber stellen Sie sich vor, wir würden nächste Saison gegen den 1. FC Köln spielen. Was meinen Sie, was dann hier los wäre?
Für Sportmoderator Marcel Reif ist Hoffenheim nur ein Klub aus der Retorte.
Über diese Äußerung habe ich mich sehr geärgert. Herr Reif erlaubt sich ein Urteil, obwohl er unseren Klub gar nicht kennt. Ich begreife wirklich nicht, warum ich so angefeindet werde. Das Geld, das ich investiere, ist nicht gestohlen, sondern ehrlich verdient. Und ich gebe es für etwas Sinnvolles aus.
Wirklich?
Jugendliche brauchen nun mal Vorbilder, damit sie sportlich aktiv werden. Gucken Sie sich doch nur die Statistiken an, wie viele Kinder heute schon im Grundschulalter unter Bewegungsmangel leiden.
Sie pumpen Ihre Millionen auch in andere Sportarten. Etwa in Eishockey bei den Adlern Mannheim.
Das ist so nicht richtig. Die Adler schreiben inzwischen schwarze Zahlen. Und das erwarte ich auch mittelfristig von Hoffenheim.
Wie soll das gehen?
Durch Einnahmen aus Fernsehrechten. Oder durch den Verkauf von Spielern, die wir hier ausbilden. In fünf Jahren muss sich die TSG Hoffenheim als Wirtschaftsunternehmen selbst tragen.
Wir wünschen Ihnen schon mal viel Glück bei den Verhandlungen mit Beratern. Wenn die wissen, dass ein Milliardär am Tisch sitzt...
Meine Berater sprechen in der Tat vom Hopp-Effekt. Manche Verhandlungspartner denken, dass sie bei Geschäften mit mir einige Prozente mehr herausholen könnten.
Was machen Sie in solchen Fällen?
Ich sage einfach nein.
Da sind Sie aber eine Ausnahme im Profi-Geschäft.
Auch in der Bundesliga setzt inzwischen eine Umkehr zu betriebswirtschaftlichem Denken ein. Auch dank der harten Auflagen der DFL. Dennoch werde ich nie verstehen, warum manche Klubs verdiente Spieler zu Managern machen, obwohl sie nicht mal eine Bilanz lesen können. Ich würde ihnen zumindest einen wirtschaftlichen Crash-Kurs verordnen.
Sie wirken so schrecklich vernünftig. Können Sie wenigstens auf der Tribüne mal die Sau rauslassen?
Aber sicher. Sie sollten mich mal pfeifen hören.
Bei den Adlern haben Sie sogar mal in der Drittelpause in der Schiedsrichter-Kabine getobt.
Nicht getobt. Ich wollte dem Referee nur klar machen, dass er mit seiner Leistung die Aggressionen schürt. Worauf mich Kollegen von Ihnen als Milliardärs-Hooligan tituliert haben.
Herr Hopp, Sie könnten mit Ihren Millionen als Sponsor des FC Bayern mit Nationalspielern durch Europa fliegen. Warum tun Sie sich Pfullendorf und Wehen an?
Weil es mich immer gereizt hat, von unten zu kommen. Mein Studium habe ich mir mit Lkw-Fahren und Bündeln von Zeitungen verdient. Ich bin ein klassischer Selfmade-Man. Und genauso will ich mich auch im Fußball nach oben arbeiten.
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Der Typ ist so lächerlich!!!
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Ich begreife wirklich nicht, warum ich so angefeindet werde.
Verstehe ich auch nicht. Wer wünscht sich nicht einen Vater, der einem mal eben eine riesige Multifunktionsarena zum Spielen hinstellt. Ich kenne sowas nur im Maßstab 1:87... -
Zitat
Original von Felix0711
Verstehe ich auch nicht. Wer wünscht sich nicht einen Vater, der einem mal eben eine riesige Multifunktionsarena zum Spielen hinstellt. Ich kenne sowas nur im Maßstab 1:87...
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Ich habe Respekt vor diesem Mann er hat sich sein Geld selbst er arbeitet und von daher kann er damit machen was er möchte. Alles andere ist Neid.
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Original von Jasmin1986
Ich habe Respekt vor diesem Mann er hat sich sein Geld selbst er arbeitet und von daher kann er damit machen was er möchte. Alles andere ist Neid.
Und der wird nicht gerade dadurch gelindert, dass das Selfmarketing dieses Herrn durchaus verbesserungsbedürftig ist. Vgl. Interview -
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Original von Jasmin1986
Ich habe Respekt vor diesem Mann er hat sich sein Geld selbst er arbeitet und von daher kann er damit machen was er möchte. Alles andere ist Neid.Liebe Jasmin, erstens bin ich nicht neidisch auf Hopps Kohle, zweitens solltest Dich mal über die Arbeitsbedingungen in seiner einstigen Firma SAP informieren, ob dann noch so positiv über ihn sprichst?
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