• Zitat

    Original von Karl
    Bibo schreibt:

    Nuja, RR hat ja reichhaltigste Erfahrungen als herausragender Spieler, allerdings in nur 2 Vereinen (Bergkamen und Düsseldorf) - das Haifischbecken Gummersbach war dann natürlich vom Umfeld her schon ein Schritt (auch wenn der VFL damals nur ein selbsternannter Spitzenverein war). Außerdem hatte er, wenn ich mich recht erinnere, keinen entscheidenden Einfluß auf die Kaderzusammenstellung nehmen können.

    Klajic kann natürlich auch längerfristig arbeiten (siehe in Essen und Wallau/Massenheim); unsinnig ist es auch, Ratka generell die Fähigkeit abzusprechen, eine Spitzenmannschaft trainieren zu können (es ist ja z.B. nicht so, daß er ibei GWD nur mit absoluten 'Nonames' arbeitet, sondern auch z.B. mit dem Mittelmann des isländischen Nationalmannschaft). In Minden sind natürlich die Umstände schon günstiger (das gilt aber für wohl fast jeden Trainer), in Ratkas Fall allein schon wegen des Verhältnisses zu Hotti Bredemeier (der Ratka ja schon fast 10 Jahre in Düsseldorf trainierte).

    Edit:
    Mythbuster: mit der Charakterisierung 'Kampf eintrichtern' (sinngemäß) wirst Du Ratkas Arbeit mit der Dankerser Mannschaft der letzten beiden Saisons nicht gerecht.

    Um es meinerseits zum Abschluss zu bringen:
    Aus VfL-Sicht bekommt man das ja anders mit, weil Minden gegen den VfL in den letzten Jahren in einer fast aussichtslosen Position war und es nur über den Kampf laufen konnte.
    Wobei der direkte Vergleich ganz interessant ist (welche Aussagekraft auch immer man dem beimessen will):
    Alle Ergebnisse aus GWD-Sicht:

    04/05: 29:30 und 30:30 (Kljaic GWD und Ratka VfL)
    05/06: 22:29 und 17:30 (Kljaic VfL und Ratka GWD)
    06/07: 24:32 (Ratka GWD und Gislason VfL)

    Mittlerweile in der Saison 06/07 kann Ratka allerdings auch anders arbeiten und mehr am Spielerischen feilen nachdem die schlimmsten Verletzungen überwunden sind, was sich ja auch in der letzendlich deutlich aufsteigenden Fieberkurve zeigt. Wenn ich das so richtig interpretiere.

    Letztes Wort zu Kljaic:
    Karl hatte ihn ja auch gelobt. Beim VfL jedenfalls hat er nie behauptet kein Legionär zu sein, sondern immer gesagt, er macht nur Veträge über ein Jahr (mit Begründungen in seiner berühmt bildreichen Sprache). Das war sehr ehrlich und offen, und so hatte auch glaube ich niemand ein Problem damit. Wie es früher war habe ich nicht mitbekommen. Vielleicht war es auch eine Entwicklung "im Alter" dass er sich keine langfristigen Aufgaben mehr vorgenommen hat.

  • velko ist kein Söldner, sondern einer der sich nicht verbiegen lässt. Entweder geht es nach seinem Schädel, oder er haut ab und dann ohne langes Vertragsgeschisse. Wenn ein Verein nach seiner Pfeife tanzt, bleibt der 15 Jahre.
    Man kann nicht einfach die Spielergebnisse zwischen Vf und GWD so vergleichen und an der Trainingsarbeit von Ratka festmachen. Die Mannschaften haben sich personell und (vor allem Gummersbach) charakterlich verändert.
    Richard mag ja als Mensch ganz in ordnung sein, aber beim VfL hat das einfach nicht funktioniert. Du kannst alle fragen, die ihre Nase ein bisschen tiefer in diesem Verein haben: der hat sich hier auf die faule Haut gelegt und hat gedacht, dass geht einfach so. Vielleicht hat er ja gelernt.

  • In der Online-Ausgabe der Hamburger Morgenpost (18.01.2007)
    ist ein Interview mit Bertrand und Guillaume Gille:

    Quelle:
    Mopo

  • Zitat

    Guillaume: Es ist ja nicht so, dass die Gegner mit Samthandschuhen spielen. Wir kriegen auch auf die Fresse.

    :D Das ist mal ne klare Aussage.

  • Mir sind die beiden sehr symphatisch. Ich hatte sie auch schon mal in einer NDR-Talkrunde gesehen, ich hatte sie vorher völlig fehleingeschätzt. Sprechen beide perfektes deutsch. Wenn ich da an manch anderen Sportler denke, der sogar einen deutschen Pass hat...

    Sie sind zwar manchmal ziemliche Fieslinge auf der Platte, aber davon haben wir auch den Einen oder Anderen.

    Gruss,

    Block-O

  • ehrlich, geradeheraus, sympathisch... so wie man die beiden halt kennt. Und ihre Art Handball zu spielen finde ich auch geil! Sie teilen aus, können aber auch einstecken!

  • Zitat

    Original von block-o
    Mir sind die beiden sehr symphatisch. Ich hatte sie auch schon mal in einer NDR-Talkrunde gesehen, ich hatte sie vorher völlig fehleingeschätzt. Sprechen beide perfektes deutsch. Wenn ich da an manch anderen Sportler denke, der sogar einen deutschen Pass hat...

    Sie sind zwar manchmal ziemliche Fieslinge auf der Platte, aber davon haben wir auch den Einen oder Anderen.

    Ganz meine Meinung. Es ist bei den meisten Spielern so, dass sie privat und im Spiel zwei Unterschiedliche Erscheinungen sind.

  • sport1.de :


    "Die Lauerstellung ist gar nicht so verkehrt"
    Berlin - Die Handball-Welt blickt nach Berlin. Am Freitag (ab 17 Uhr LIVE) eröffnen Deutschland und Brasilien in der seit Wochen ausverkauften Max-Schmeling-Halle die XX. Weltmeisterschaft.


    Es soll das größte Handball-Fest aller Zeiten werden. Damit das gelingt, muss die deutsche Mannschaft auch ihren Teil dazu beitragen.
    Viel wird dabei von Henning Fritz abhängen. Deutschlands Nummer eins war im Klub nur dritter Keeper. Im Vorfeld wurde über seine Form spekuliert.
    Sport1.de sprach mit dem Welthandballer von 2004 über die Vorbereitung, die deutschen Tugenden und das Ziel WM-Titel.

    Sport1: Herr Fritz, zwei Wochen lang hat Heiner Brand mit der Mannschaft noch trainieren können. Woran wurde gearbeitet?
    Henning Fritz: Die Torhüter haben viel individuell mit Andreas Thiel gearbeitet. Die Feldspieler haben im taktischen Bereich trainiert, die Abwehr einstudiert. Es gibt andere Nationen, die viel über ihre Physis machen, die körperlich sehr stark sind. Unser Spiel ist es aber eher, mit schnellen Spielzügen die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bekommen. Wir haben die Abläufe so einstudiert, dass sie bis ins kleinste Detail klappen.

    Sport1: Reichte die Zeit aus?
    Fritz: Das wird man sehen. Viel hängt nun davon ab, wie wir uns als Mannschaft präsentieren. Dass wir die Euphorie, die beim Publikum da sein wird, annehmen und in die Spiele mitnehmen. Und dass die Verletzten fit sind.

    Sport1: Über Sie wurde in den vergangenen Wochen viel geschrieben. Haben Sie das wahrgenommen oder versucht, es auszublenden?
    Fritz: Es hat mich ja selbst betroffen. Deswegen war es unerheblich, ob es in den Medien stand, ich musste mich selbst damit beschäftigen.

    Sport1: Wie sehen Sie Ihre Situation beim THW?
    Fritz: Dazu möchte ich mich nicht äußern.

    Sport1: Sie konzentrieren sich also ganz auf die Nationalmannschaft. Gibt Ihnen das Team Kraft?
    Fritz: Ja, natürlich. Der Bundestrainer hat mir das Vertrauen geschenkt, egal, wie die Situation beim THW war. Das gibt einem Selbstvertrauen, aber auch das Training mit Andreas Thiel war sehr wichtig. Es gibt Selbstvertrauen, wenn man merkt, dass es von Tag zu Tag besser wird.

    Sport1: Torwart-Trainer Thiel sagte Sport1.de, er sei überrascht gewesen, in welch guter Verfassung Sie sich befunden haben. Bestätigt Sie das?
    Fritz: Natürlich. Denn dass die Situation nicht einfach war, ist klar. Das Vertrauen des Trainers zu haben und das Torwart-Training genießen zu können, ist sehr schön. Ich bin froh, jetzt bei der Nationalmannschaft zu sein.

    Sport1: Wie ist Ihr Verhältnis zu den beiden anderen Keepern Carsten Lichtlein und Johannes Bitter?
    Fritz: Eine Konkurrenzsituation muss es geben. Wir wollen uns schließlich verbessern. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Es ist nicht so, dass wir uns gegenseitig die Augen ausstechen. Wir arbeiten kollegial, denn wir wissen auch, dass wir uns gegenseitig brauchen. Keiner wird das Turnier alleine durchspielen. Jeder muss da sein, wenn er auf dem Feld steht, und der Mannschaft helfen.

    Sport1: Zum WM-Start warten mit Brasilien und Argentinien zwei Gegner, über die man nicht viel weiß. Undankbare Aufgaben?
    Fritz: Wenn man davon redet, dass man nur verlieren kann gegen diese beiden, dann kann das zum Problem werden. Wir wollen aber nicht so rangehen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal ob mit einem oder mit zehn Toren. Wichtig ist für uns, dass wir in das Turnier gut reinkommen und das nötige Selbstvertrauen haben. Dafür sind wir selbst verantwortlich. Wir müssen die Spiele aber auch erst einmal gewinnen, nur das zählt.

    Sport1: Welche Rolle wird das Publikum bei der WM spielen?
    Fritz: Eine große. Die Situation darf uns nicht hemmen, sondern muss uns beflügeln. So, wie ich die Mannschaft einschätze, gibt es aber keinen, den es hemmt. Gerade gegen die Spitzenmannschaften könnte das das eine Tor ausmachen, das zum Sieg reicht.

    Sport1: In welcher Rolle sehen Sie die deutsche Mannschaft?
    Fritz: Schwer zu sagen, denn wir haben in vielen Freundschaftsspielen zuletzt sehr schwankende Leistungen gezeigt. Wir gehen nicht als Favorit in das Turnier, das wäre übertrieben. Aber als Gastgeber sind wir in einer Situation, die nicht so schlecht ist. Wir sind in einer Lauerstellung. Das ist gar nicht so verkehrt.

    Sport1: Hoffen Sie darauf, mit Erfolgen zum Turnierbeginn auf eine Euphoriewelle aufzuspringen?
    Fritz: Natürlich. Dafür sind wir auch selbst verantwortlich. Ich glaube nicht, dass es die Masse interessiert, gegen wen wir gewinnen. Wichtig wird sein, dass wir erfolgreich spielen und mit Leidenschaft in die Spiele gehen. Wenn wir dann das Publikum auf unsere Seite ziehen können, hoffen wir, dass eine Euphorie entsteht.

    Sport1: Was werden die deutschen Stärken sein?
    Fritz: Absolute Leidenschaft. Auch und gerade, wenn wir in Rückstand geraten. Und der Teamgeist. Nur darüber können wir erfolgreich sein, denn individuell können wir mit einigen Mannschaften nicht mithalten. Als Team jedoch schon.

    Sport1: Nach dem Vorbild der deutschen Fußball-Nationalmannschaft?
    Fritz: Ja, Teamgeist ist immer mitentscheidend. Beim Fußball hatten die Brasilianer wohl die beste Mannschaft, als Mannschaft haben sie sich jedoch nicht präsentiert. Als Einheit kann man einige Schwächen kaschieren.

    Sport1: Reicht das zum WM-Titel?
    Fritz: Es ist unser Ziel, am Ende ganz oben zu stehen. Ob es reicht? Dann müsste ich Hellseher sein. Aber wir wollen jedes Spiel gewinnen, keine Frage.
    Das Gespräch führte Michael Schwartz

    "Wenn wir jetzt in den Angriff übergehen, beschäftigst Du die Hamburger Abwehr, damit ich werfen kann"


    Melsungens Torwart Radek Musil beim Spiel in Hamburg zu Jiri Hynek, als die Nordhessen nur noch mit zwei Mann auf dem Feld standen

  • Steinar Ege im Interview: "Die WM wird ein Riesen-Handballfest"

    Neun Jahre spielte Norwegens Nationaltorhüter Steinar Ege in Deutschland für den VfL Gummersbach (1997-1999 und 2003-2006) und den THW Kiel(1999-2003) . Nach einem Abstecher beim spanischen Club Garalda hütet der sympathische Skandinavier seit dieser Saison das Tor des dänischen Spitzenclubs FC Kopenhagen. Kurz vor dem WM-Start in Deutschland nahm sich Ege viel Zeit für ein Interview mit handball-world.com, sprach über seinen neuen Club und die Unterschiede im dänischen Handball, sowie über die WM in Deutschland.


    Hallo Steinar , wie geht es Ihnen in Kopenhagen, haben Sie sich mit Ihrer Familie eingelebt?

    Steinar Ege:
    Ja, wir finden Kopenhagen sehr schön und haben uns gut eingelebt. Unsere Tochter Lotte ist jetzt sieben und hat an der Schule angefangen, am 15. Dezember letzten Jahres wurde zudem unser Sohn Jonas geboren. Das Leben könnte nicht besser ein.

    Wie läuft es sportlich in Dänemark?

    Steinar Ege:
    Es läuft gut, wir spielen weniger als in Deutschland und das tut dem Körper natürlich gut. So habe ich jetzt auch mehr Zeit für meine Familie.

    Sind sie zufrieden mit der bisherigen Saison des FCK?

    Steinar Ege:
    Sehr sogar, wir stehen an der Tabellenspitze und spielen noch im EHF Pokal. Leider treffen wir dort auf den SC Magdeburg, eine sehr schwere Aufgabe.

    Was ist diese Saison noch möglich mit dem FC Kopenhagen?

    Steinar Ege:
    Wenn wir unter die besten vier Mannschaften der Liga kommen spielen wir am Ende um den Titel. Im EHF Pokal ist Magdeburg natürlich der große Favorit, nicht nur gegen uns, sondern auch auf den Gesamtsieg. Aber in zwei Spielen kann im Europapokal immer viel passieren.

    Sie haben lange in der Bundesliga gespielt, nun in Dänemark. Was sind die größten Unterschiede, Dänemark gilt vor allem für den Frauenhandball als das Land Nr. 1.

    Steinar Ege:
    Handball bekommt in Dänemark allgemein eine große Beachtung. Durch das Fernsehen stehen die Frauen natürlich viel mehr im Blickpunkt als in Deutschland. Was die Männer angeht, wir spielen nur ein Spiel in der Woche und die Busreisen sind viel kürzer als in Deutschland. Den größten Unterschied gibt es natürlich bei den Zuschauern, wir spielen durchschnittlich vor 800 Zuschauern zu Hause in Kopenhagen, in der Köln-Arena hatte Gummersbach schon 18.000 Zuschauer. Die Stimmung von den Fans ist in Deutschland so natürlich auch viel besser als in Dänemark, genau wie das Niveau der Liga, obwohl die dänische Liga hier in den letzten Jahren eine gute Entwicklung genommen hat, viele Spieler, die früher in Deutschland gespielt haben, spielen nun in Dänemark. Das tut der Liga gut.

    Verfolgen Sie noch die Bundesliga?

    Steinar Ege:
    Oh ja, ich hänge noch am Handball in Deutschland. Ich hab diese Saison zwar noch kein Spiel live gesehen, aber ich erkundige mich natürlich nach den Resultaten. Ich habe noch viele Freunde in Deutschland, das macht es einfach sich zu informieren.

    Am Freitag startet die Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland, freuen Sie sich zurückzukommen?

    Steinar Ege:
    Ich freue mich sehr wieder in Kiel zu spielen (Vorrundenspielort von Norwegen, d. Red). Was die WM angeht freue ich mich auf die Beste Weltmeisterschaft alle Zeiten, sowohl was die Zuschauer wie auch die Organisation angeht. Unsere Mannschaft werden viele Norweger in Kiel unterstützen, die WM wird ein riesen Handballfest.

    Was ist für Norwegen bei der WM möglich?

    Steinar Ege:
    Unser Ziel ist die Hauptrunde. Unsere Vorrundengruppe ist sehr ausgeglichen, ich glaube hier entscheiden am Ende Kleinigkeiten wer gewinnt und am Ende weiterkommt. Wir sind aber gut genug, auch wenn die letzten Vorbereitungsspiele nicht so positiv verlaufen sind, uns für die Hauptrunde zu qualifizieren.

    Wenn Sie ihre Nationalmannschaft beschreiben müssten, was ist typisch für Norwegens Kader, wo sind Ihre Stärken?

    Steinar Ege:
    Die Stimmung und Moral in unserer Mannschaft ist unheimlich gut. Auf dem Feld sehe ich unsere Abwehr als unsere Stärke, zudem spielen wir immer mit vollem körperlichen Einsatz.

    Verraten Sie uns eine Schwäche von Norwegen?

    Steinar Ege:
    Nein, das tue ich nicht (lacht). Aber vor der WM hatten wir mit vielen Verletzten zu kämpfen, waren selten komplett und konnten uns nicht einspielen. Aber wir reisen ja immer mit Physiotherapeuten und unserem Arzt, die haben wirklich viel zu tun bei so alten Männern wie mir (lacht).

    In der Vorrunde trifft Norwegen in Kiel auf Dänemark, ein besonderes Spiel um die Vormacht im skandinavischen Handball, oder ein Spiel wie jedes andere auch?

    Steinar Ege:
    Nein, das ist ein ganz normales Spiel. Wichtig ist für uns am Ende die Hauptrunde zu erreichen.

    Wer ist für Steinar Ege der WM Favorit?

    Steinar Ege:
    Frankreich ist für mich der klare Favorit. Sie kommen als Europameister und haben die beste Mannschaft.

    Was trauen Sie Deutschland bei der WM zu?

    Steinar Ege:
    Das ist schwer zu sagen. Bei der Fußball WM hat man Deutschland auch nichts zugetraut, am Ende hat sich die Mannschaft in einem Rausch bis ins Halbfinale gespielt. Die DHB Auswahl wird eine wahnsinnige Unterstützung der Fans erfahren, das kann beflügeln.

    Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der WM.

    Quelle: handball-world.com

  • INTERVIEW

    Vieles ist möglich

    HEINER BRAND

    Über Stimmung und Chancen seiner Mannschaft bei der Handball-Weltmeisterschaft sprach Bundestrainer Heiner Brand mit Andreas Arnold

    Frage: Ist Deutschland nach den Spielen gegen Frankreich und Island im Handball-Fieber?

    Brand: Die Begeisterung ist einfach riesig. Obwohl man Handball nicht mit Fußball vergleichen kann, haben wir bei unseren Spielen in Halle und Dortmund eine unvergleichliche Atmosphäre in den Hallen gehabt. Das war etwas ganz Besonderes.

    Frage: Warum haben Sie für die Spiele in der Kölnarena in Wiehl Quartier bezogen?

    Brand: Während des Karnevals ist in den Kölner Stadthotels einfach zu viel los. Ich habe daher ein Hotel an der A4 Richtung Olpe gesucht, um das Risiko eines Staus so gering wie möglich zu halten. Die Wiehler Post ist für uns ideal, weil wir hier die nötige Ruhe für unsere Vorbereitung haben. Zudem haben meine Spieler nicht das Verlangen nach einem Grand-Hotel.

    Frage: Was steht vor dem Anpfiff auf dem Programm?

    Brand: Ausschlafen, spätes Frühstück, Behandlungen, ein Spaziergang und nach dem Mittagessen noch ein wenig Ruhe, ehe wir mit dem Mannschaftsbus nach Köln fahren.

    Frage: Und wie sehen Sie Ihre Titelchancen?

    Brand: Vieles ist möglich.

    "Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

    BIELSTEINER JECK
    ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
    (aus OVZ vom 12.02.2013)

  • Quelle: http://www.netzeitung.de/sport/handballwm2007/514629.html

    Einmal editiert, zuletzt von Jenny (31. Januar 2007 um 14:01)

  • Quelle: Hamburger Abendblatt

  • Wetzlars Neuzugang Milan Vucicevic im Gespräch

    Mit seinen 28 Jahren ist der serbische Neuzugang der HSG Wetzlar schon viel herum gekommen. Als Handballer verdiente Milan Vucicevic sein Geld schon in der slowenischen, spanischen und portugiesischen Liga, ehe der torgefährliche Linkshänder zu Saisonbeginn vier Monate beim VfL Gummersbach aushalf. Nachdem dort der Russe Dennis Zacharow nach einem Kreuzbandriss wieder in das Training zurückgekehrt ist, ergab sich für das HSG-Management kurzfristig die Gelegenheit, den wurfgewaltigen 2,02-Meter-Mann ablösefrei bis zum Saisonende zu verpflichten.


    Milan, kannst Du kurz einen Überblick über Deine bisherige Karriere geben?

    Milan Vucucevic:
    Das Handballspielen habe ich im jugoslawischen Traditionsklub Metaloplastica Sabac erlernt. Dort begann auch mit 18 Jahren meine Karriere als Profi. Es folgten der montenegrinische Klub Cetinje Lovcen und Prule Ljubljana in Slowenien. Danach zwei Jahre in Spanien bei BM Altea. Zuletzt habe ich in Portugal gespielt. Zu Saisonbeginn gab es dann kurzfristig die Möglichkeit, zum VfL Gummersbach zu wechseln. Jetzt freue ich mich auf meine neue Aufgabe hier in Wetzlar. Ich möchte meine Chance nutzen und dem Verein helfen, den Klassenerhalt zu schaffen!

    Wie siehst Du Deine Zeit beim VfL Gummersbach?

    Milan Vucucevic:
    Der VfL ist ein professionell geführter Verein mit einem sehr guten Trainer. Ich hatte in einigen Spielen längere Einsatzzeiten. Mein bestes Spiel habe ich wohl in der Championsleague gegen Celje gemacht. Natürlich hätte ich gern öfter gezeigt, was ich kann, doch das war nun einmal die Entscheidung des Trainers. Hier in Wetzlar hoffe ich auf mehr Einsatzzeit!

    Zu Saisonbeginn warst Du schon mit Gummersbach in der Rittal-Arena zu Gast. Welche Erinnerung hast Du an dieses Spiel?

    Milan Vucucevic:
    Die Halle war gut gefüllt, sehr stimmungsgeladen und das Publikum hatte großen Sachverstand gezeigt. Da zu diesem Zeitpunkt erst wenige Spiele absolviert waren, konnte der VfL das Spiel recht gut kontrollieren. Zum Ende der Rückrunde war bei fast allen Spielern aufgrund der vielen Begegnungen der Kräfteverschleiß sehr spürbar. Wir konnten nur mit viel Mühe die wichtigen Spiele für uns entscheiden.

    Wie glaubst Du, der Mannschaft der HSG helfen zu können?

    Milan Vucucevic:
    Ich habe bei meinen früheren Klubs einige internationale Erfahrungen sammeln können. Mit BM Altea stand ich beispielsweise im Finale des EHF-Cups gegen Kiel. Bis auf bei meiner letzten Station in Gummersbach hatte ich in Angriff und Abwehr zumeist große Spielanteile. Ich hoffe, dass ich die Zuschauer hier in Wetzlar auch in der Abwehr positiv überraschen kann. Im Angriff hoffe ich darauf viele wichtige Tore werfen zu können.

    Wo liegt der Unterschied der Bundesliga beispielsweise zur slowenischen oder spanischen Liga?

    Milan Vucucevic:
    Hier ist kein Spiel von vorn herein entschieden. In Spanien gibt es viel weniger Zuschauer und nur etwa fünf bis sechs gute Mannschaften. Hier muss an jedem Spieltag um die Punkte gekämpft werden – und damit werden wir am Sonntag gegen Großwallstadt anfangen. Das wird ein hartes Spiel, aber wir haben durchaus gute Chancen zu gewinnen. Unsere Mannschaft hat Potential und Teamgeist. Das habe ich daran gemerkt, wie schnell ich hier integriert wurde.

    Dein Vertrag läuft vorerst nur bis zum Saisonende. Kannst Du Dir vorstellen, länger zu bleiben?

    Milan Vucucevic:
    Durchaus. Ich werde die Zeit nutzen, um auf mich aufmerksam zu machen und in dieser attraktiven Liga zu bleiben. Warum nicht auch in Wetzlar?

    Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück für das Debüt im Wetzlarer Trikot.

    "Wat? Dä Papst tritt zurück? Und wat säht sing Frau dozu?"

    BIELSTEINER JECK
    ungläubig auf die Nachricht vom Rücktritt Benedikts XVI.
    (aus OVZ vom 12.02.2013)

  • Interview wieder rausgenommen. Warum könnte das Probleme geben?

    Einmal editiert, zuletzt von Ché Guevara (7. Februar 2007 um 17:37)

  • 24.000€ netto für Michael Kraus. Dan soll er mal schön in Göppingen bleiben. Da fragt sich dann der Heiner Brand, warum nur Ausländer in der Liga spielen. Weil Deutsche nicht zu bezahlen sind.

  • Zitat

    Original von Loran
    24.000€ netto für Michael Kraus. Dan soll er mal schön in Göppingen bleiben. Da fragt sich dann der Heiner Brand, warum nur Ausländer in der Liga spielen. Weil Deutsche nicht zu bezahlen sind.

    Genau, das wird beim VfL der Grund sein!! :lol: :lol:

  • Dann kann die HSG Düsseldoof ja raus 24.000€ netto bezahlen. Das kriegt bei Euch Affen doch die ganze Mannschaft.