Beiträge von SteamboatWillie

    In Englisch:

    Zitat

    If both referees whistle for an infraction and agree about which team should be penalized but have different opinions as to the severity of the punishment, then the most severe of the two punishments shall be given.

    Ich denke ZB geht da in die richtige Richtung das Strafe hier nicht im Sinne von "progressive Strafe" gemeint ist.

    Wichtig ist aber das ganze nicht zu vermischen und zu meinen weil die Mehrheit hier jetzt der Meinung ist oder ein Post mich jetzt überzeugt hat entscheidungen entgegen der Lehrmeinung zu pfeifen nur weil man dies selbst für gerechter hält. Unabhängig der eigenen Meinung ist immer nach der aktuellen Lehrmeinung zu pfeifen! Wer nach seinen eigenen Regeln( und Regelauslegungen) pfeift ist auch mit ein Grund für das undisziplinierte Verhalten aller restlichen Beteiligten.

    Zitat

    Original von pilskie
    Um mal zurück zum Thema zu kommen:
    Bei uns (mir und meinem Partner) ist es so, dass der FSR niemals einen 7-Meter pfeift, und wenn er für ihn noch so klar war. Das heißt, er kann nur auf FW entscheiden. Das gleich Foul wird durch den Blickwinkel des TSR von ihm "nur" als 2' Foul gesehen, ist aber eine klare Torgelegenheit, also entscheidet er 7-Meter und nach einer kurzen Rücksprache (oder per Blickkontakt) mit mir dann auf rot.

    So siehts aus.

    Wenn ich als FSR meine einen 7m geben zu wollen (oder meine mein TSR hat einen übersehen) dann pfeife ich FW Pfeife TO, geb meinem TSR ein Zeichen, wir treffen uns und wenn er mir recht gibt wird das Spiel mit 7m fortgesetzt. Da wird nie jemand was gegen sagen können. Ist die unkomplizierteste und einfachste Art.

    Grade bei recht offenen Deckungen (5:1, 4:2, 3:2:1) kann sowas gar nicht mal so selten vorkommen wenn ein Foul auf 9m schon ein klare TG darstellt. Da ist es für den TSR meiner Meinung nach schlicht nicht möglich gleichzeitig das Verhalten am Raum und das im Rückraum zu beobachten (was er ohnehin nie machen sollte).

    Zitat

    Original von jfherden
    Oder bewertet jemand bei der IHF den 7m doch als "Strafe"? :rollin:

    Genau das hab ich auch gedacht.

    Ich meine mich erinnern zu können mal auf nem Lehrgang gehört zu haben es gelte immer das "schwerere". Ohne das Wort Strafe dahinter. Tatsächlich scheint das etwas schwammig zu sein.

    Lesen hilft!

    17:6 Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit gegen dieselbe Mannschaft pfeifen, aber unterschiedlicher Auffassung über die Höhe der Bestrafung, sind, gilt immer die schwerwiegendste Strafe.

    17:7 Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit pfeifen oder der Ball die Spielfläche verlassen hat, und die bei den Schiedsrichter gegensätzlicher Auffassung darüber sind, welche Mannschaft in Ballbesitz kommen soll, gilt die gemeinsame Entscheidung, die von den Schiedsrichtern nach einer kurzen Absprache erzielt wird. Wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Entscheidung gelangen, hat die Meinung des Feldschiedsrichters Vorrang. Ein Time-out ist Pflicht. Nach klarem Handzeichen über die Spielfortsetzung wird das Spiel wieder angepfiffen (2:8d, 15:5).

    Zitat

    Original von Ide71

    Nur bei der Entscheidung, wer den Ballbesitz bekommt, hat die Entscheidung des Torschiedsrichters Vorrang!

    Regel 17:7
    Wenn beide Schiedsrichter bei einer Regelwidrigkeit pfeifen oder der Ball die Spielfläche verlassen hat, und die bei den Schiedsrichter gegensätzlicher Auffassung darüber sind, welche Mannschaft in Ballbesitz kommen soll, gilt die gemeinsame Entscheidung, die von den Schiedsrichtern nach einer kurzen Absprache erzielt wird. Wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Entscheidung gelangen, hat die Meinung des Feldschiedsrichters Vorrang.

    Zitat

    Original von Uwe aus LD

    Bitte schön - schon da
    Der Handballschiedsrichter, Herausgeber IHF, Philippka-Sportverlag, 1. Auflage 2005, ISBN 3-89417-144-8

    Die Regeln und Erläuterungen zur Auslegung mit Beispielen, Bildern/Bilderreihen von denjenigen, die die Regeln gemacht haben (IHF) und es wissen sollten. Autoren:
    Christer Ahl, Präs. der Schiedrichter- und Regelkommission der IHF,
    Dietrich Späte, Trainer und Methodikkommission und
    Manfred Prause, Schiedsrichter- und Regelkommission der IHF

    Wenn auf dem Ding drauf stehen würde "offizielle Hallenhandball Regeln" wäre alles super.
    So bleibt es aber nach wie vor ein semi-professioneller Leitfaden, nicht mehr und nicht weniger.

    Zitat

    Original von Theoitetos
    Gehts nicht noch ein bißchen genauer? ;)

    Klingt doch sehr nach Regel 7:8


    Wichtig, Fettung von mir! Könnt vllt. (?) dem besseren Verständnis dienen?

    Ich glaube um besagte Regel geht es doch, oder?
    Da unter 7:8 auf 13:1a-b verwiesen wird "könnte" man annehmen, dass das anwerfen eines Gegenspielers auch mit FW geahndet wird.
    "Könnte" man, sollte man aber nicht.

    Zitat

    Original von jfherden
    Wer kein "Rückgrad" hat, im Handball als SR Rot zu zeigen, der sollte D- und E-Jugend pfeifen.

    Dann dürfte es oberhalb der D- und E-Jugend eigentlich gar keinen Spielbetrieb geben... ;)

    Erst:

    Zitat

    Original von Copa51

    Habe mir die Szene angesehen und bin der Meinung das die Strafe richtig und absolut überhaupt nicht überzogen ist.

    dann:

    Zitat

    Original von Copa51
    Ich kenne mich im Regelwerk nicht aus


    EDIT: Erst nachdenken, dann schreiben. Damit mein ich mich jetzt selbst.
    Schmunzeln muss ich über obige Aussage dennoch.

    Und daher nochmal zu deiner Aussage:
    Weil Prokop mit dieser Aktion die natürlich Gesundheitsgefährdend war, mit der er aber niemanden verletzt hat die Absicht hatte das Spiel nicht zu verlieren sollten hier andere Maßstäbe (also härtere) gelten als bei Vujovic, der keine andere Absicht hatte als den Gegner zu verletzen?
    Mit anderen Worten: Spiel gewinnen wollen und dabei in Kauf nehmen Spieler zu verletzen ist "schlimmer" als Spieler bewußt verletzen?

    Könnte nicht mal irgendjemand der dabei war und anschuldigungen erhebt, oder jemand der mit jemandem Gesprochen hat der dabei war und hier anschuldigungen erhebt oder auch jemand der mit jemandem gesprochen hat der mit jemandem gesprochen hat der mit jemandem Gesprochen hat der dabei war und hier Anschuldigungen erhebt einmal sagen was denn nun da passiert sein soll?
    Ich verstehe nämlich sonst den Sinn dieses Threads hier nicht.
    Also lieber noname als Threadstarter, was ist da passiert, warum musste der überhaupt aus der Halle, welchen Sinn hat dieser Thread wenn niemand erzählt was dort vorgefallen ist und die, die dort waren und nichts gesehen haben (was nicht bedeutet, dass nichts geschehen ist) doch etwas hart angegangen werden?
    Worüber soll man dann hier Diskutieren?

    @ Schiri, Theo

    davon war auch erst leicht irritiert. Sowohl 13:1a als auch 13:1b referenzieren auf 7:8 und umgekehrt.
    Aus den Regel geht nun nicht direkt hervor, ob sich die Referenz auf 13:1 nun nur auf das "den Ball mit Fuß oder Unterschenkel zu berühren" bezieht oder auch auf das "der Spieler wurde von einem Gegenspieler angeworfen", sprich, wird auch das Anwerfen einen Gegenspielers mit FW für den Gegner geahndet.
    Nach mehrmaligem hin und her denke ich definitiv nein. Das berühren des Ball mit Fuß oder Unterschenkel ist nicht erlaubt, dies wird mit FW für die gegnerische mannschaft geahndet, die entweder abwehrende oder angreifende mannschaft ist. Alles hinter dem "es sei denn" bezieht sich explizit auf eine Ausnahme aus der allgemeingültigen Regel und nur darum, nicht darum, dass dies auch mit FW für den gegner zu bestrafen ist. Das müsste dann eine explizite Regel sein.
    Bzgl Danys "Vorschlag" gebe ich der Mehrheit recht, ein anwerfen des Gegenspielers ist sofern es nicht mit voller Kraft erfolgt weder eine Gefährdung, noch sonst irgendwas.

    Wer immer das hier liest und nicht weiß wie es bei ihm im Ligabetrieb ist fragt bitte noch mal seinen SR-Wart bevor er demnächst mit einer Trophäen-Sammlung durch die Gegend läuft.
    Bei mir in Westfalen wird nie der Pass eingezogen.
    Also noch mal genau informieren, die Verbände und Kreise haben da teilweise eigene Richtlinien.

    Ich denke es gibt auch ein Mittelding zwischen bewußt den Ball mit dem Fuß spielen und absichtlichem Anwerfen des Gegenspielers.
    Der berühmte Bodenpass zum Kreis oder wem auch immer der dann aber nicht beim mitspieler landet sondern am Fuß des sich nicht bewegenden Abwehrspielers. Sowas ist definitiv kein absichtliches Anwerfen und nach 7:8 auch kein Vergehen des Abwehrspielers. Also lasse ich da einfach weiter laufen.
    Wenn so etwas als Absichtliches Anwerfern des Gegenspielers = Stürmerfoul ausgelegt werden würde, müsste ich ja auch jeden Wurf in den Block der Abwehr oder jedes Anwerfen des TW als Absichtliches Anwerfern des Gegenspielers werten.
    Absicht bedeutet für mich, ich will mit dem Ball bewußt den Gegenspieler treffen. Das ist bei einem Bodenpass zum Kreis der halt ein paar cm zu weit nach rechts/links gespielt wurde definitiv nicht der Fall.

    Vielleicht könnte man auch eine unsportlichkeit herleiten. Ist aber schwierig.
    Ergänzend sollte m an beim Kopftreffer beim 7m erwähnen, dass primäre der Kopf/Körper sich nicht bewegen sollte. Wenn der Keeper die ganze Zeit steht, dabei mit den Armen rudert und dann das Ding an die Glocke bekommt, sollte man auch über eine DQ nachdenken, sofern der Rest des Körpers sich nicht von der Stelle bewegt hat. Genau so, wenn der Keeper steht und den Kopf einziegt undn den Ball dann anstatt gegen den Mund, auf die Stirn bekommt. Ist aber immer schwierig und gehört schon ne Portion Rückgrat dazu dann rot zu geben.

    Zitat

    Original von Müllers Omar

    Keine Angst vor Wettbewerbsverzerrung?
    Man stelle sich vor: Hamm liegt 3 Spieltage vor Schluss punktgleich mit Mannschaft X auf Rang 1 und 2. Das schwere Auswärtsspiel in Ahlen steht an! Wird Ahlen dann den Sieg herschenken?

    Da brauch man nicht nur Angst haben.
    "„Ganz Handball-Deutschland würde uns auslachen, wenn es nicht so liefe, wie es viele nun denken“ lautet die Aussage.
    Zudem sollen möglicherweise ja auch während der Saison schon Spieler von Ahlen nach Hamm wechseln und deren Aufstieg zu sichern.

    Meine rein subjektive Meinung ist, dass dies schon etwas nach Wettbewerbsverzerrung riecht. Aber wer will sich denn beschweren? Wer will denn sonst aus der ZLN ernsthaft aufsteigen? Die könnten genau so gut die guten aus Hamm nach Ahlen holen und am Ende werden sie dennoch aufsteigen.