Beiträge von SteamboatWillie

    @Rote Karte
    Natürlich war das von Thomas nicht so geplant. Er ist kein Spieler für solche Fouls und weiß außerdem wie schlecht das für die Mannschaft in der Situation ist. Allerdings war es eine Tätlichkeit ob geschubst oder nicht. Er hat da absolut nichts zu suchen und Lindberg hat nichts davon das es keine Absicht war. Genau das ist ja der Sinn einer roten Karte bei Tätlichkeit, nämlich das verhindert werden soll das sich Spieler ernsthaft verletzen bzw. genau das geahndet werden soll. Zudem konnte man das mit dem Schubser auf jeden Fall übersehen, ich habe es auch nicht bemerkt und daher geht rot klar.

    Kleine Regelkunde:
    Wäre es eine wirkliche Tätlichkeit, wäre es eine rote Karte mit Bericht gewesen und Mogensen dürfte die nächsten Spiele zuschauen.
    Ihr dürft nicht alles (am besten gar nichts) glauben, was Kretsche und Kohl da von sich geben.

    Die Regeln sehen schon seit 2 Jahren den Begriff der Tätlichkeit überhaupt nicht mehr vor.
    Im Sinne der alten Regeln war eine Tätlichkeit vereinfacht ausgedrückt eine Aktion die ausschließlich auf den Körper des Gegners zielt mit dem Ziel diesen zu Verletzen ohne jeden Bezug zur Spielhandlung.
    Wenn der Ball auf Links ist und ich auf rechts einfach mal zum Gegenspieler hingehe und dem mit der Faust ins Gesicht schlage, dass ist eine Tätlichkeit.

    Das war von Mogensen eine ganz "normale" gesundheitsgefährdende Aktion und daher eine "normale" rote Karte und das absolut zu recht.

    Die aktuellen Zweitligisten werden sich diese Ergebnisse bestimmt interessiert ansehen.
    Oder glaubt jemand ernsthaft, bei den Teams, die da derzeit oben stehen würde es einem anders ergehen?
    Da gilt es am besten schon jetzt den Klassenerhalt in der 2.Liga zu sichern...

    Aber dem Handball geht es ja gut und alles ist supi. Da können wir es uns ja auch leisten unsere Spitzenspiele im TV einfach mal zu unmöglichen Zeiten anzusetzen. Die HBL ans ganzes hat ja genug Sponsoren und Geld. Da haben wir es nicht nötig mehr Aufmerksamkeit, mehr Marktanteile, mehr Sponsoren und mehr Geld zu bekommen.
    Und diese ganze Diskussionen darüber nerven! Und die Aufsteiger die Nerven auch! Weg mit denen!
    Aber wehe die Ziehen zurück! Ich will doch nicht für meine Dauerkarte die ich für exakt 27,2868233 Periode pro Spiel gekauft hab jetzt ein Spiel weniger sehen! Außerdem geht mein Verein dann durch diese 1789 Zuschauer weniger in dem einen Spiel sofort Pleite!

    Man wird doch nicht die Vorurteile einiger User hier ändern. Die Wahrheit interessierrt hier doch nicht, sondern die Pflege der Vorurteile. Fakt ist auf jeden Fall, daß weder die HBL noch der DHB oder SPORT 1 wollten, dass dieses Spiel um 20.15 h ausgetragen wird, sondern der Hallenbetreiber hat mitgeteilt, daß vor 20.15 h wegen Umbauarbeiten an der Halle kein Anstoß erfolgen kann.

    Fakten stören nur.

    Und dann gibt es keine Option
    a) Das Spiel an einem anderen Tag auszutragen?
    b) Mal etwas Druck auf den Hallenbetreiber zu machen das Spiel doch schon um 17:00 starten zu lassen?
    c) Schon im Vorfeld das so mit dem Betreiber zu klären, dass man sich mit solchen Veranstaltungen nicht in die Quere kommt?

    Die HBL hat es geschafft 2 absolute in Spitzenspiele in direkter Folge auf einen Termin zu legen, zu dem neben wirklichen Freaks kein allgemein Sportinteressierter Zuschauen wird. Und das ist absolut bitter. Dann muss man sich auch nicht wundern, warum es immer weniger Zuschauer gibt und sogar viertliga Fußball mehr Leute anzieht.

    Übrigens: der "Tatort" Termin wurde nicht wegen Sport1 so angesetzt, sondern wegen einer Veranstaltung in der Flens Arena am Sonnabend Abend. Da muß wohl hinterher mächtig aufgeräumt werden....

    Und da gibt es keine Alternative zu diesem Termin? Nicht mal schon um 17:00?

    Da sagen dann HBL, Flensburg und der HSV allesamt, "Ja, OK, ist zwar n spitzenspiel aber scheiß doch einfach mal aufs TV"?

    Unglaublich....

    Ich habe jetzt gerade den Sendeplan nicht im Kopf, aber bestimmt kommt um 19:00 die 8. Wiederholung der Fußball-Bundesliga-Klassiker - Saison 1983 bis 88 (und hat damit immer noch mehr Zuschauer als das Handballtopspiel :wall: )


    Das ist mir zu pauschal, hier in das Horn zu blasen der Sendeplan sei Schuld.
    Siehe meine Beispiele von den freien Wochenende oder die letzte Woche.
    Der Handball schaut nicht ansatzweise nach rechts oder links und orientiert sich an gar nichts. Die scheinen davon auszugehen, dass man einfach nur Handball zeigen muss und dann müssen die Scharen ja kommen. Siehe Supercup wo die sich jetzt fragen wieso da kaum Zuschauer kommen.
    Und morgen früh werden die sich fragen wieso es da nur so wenige Zuschauer auf Sport1 gab.

    Der Handball muss ganz einfach akzeptieren, dass er neben dem Fußball keine Chance hat. Gar keine.
    Also muss er dem Fußball aus dem Weg gehen.

    Wie kann man so ein Spiel nur parallel zur Champions League und BVB - Arsenal setzen?
    Selbst die Handballer aus meinem Freundeskreis schauen heute lieber Fußball als dieses Spiel.
    Natürlich ist daran auch Sport1 Schuld, dass die Handball nun generell gegen die CL bringen.
    Aber was spricht denn zB dagegen das Spiel schon um 19:00 zu starten, damit man nicht komplett gegen den Fußball spielt.
    Letzte Woche, als es keinen Fußball gab, lief kein Handball. Übernächstes Wochenende, wenn wegen der Länderspiele kein Fußball läuft, gibt der Spielplan kein vernünftiges Spiel her.
    Aber heute abend gegen wohl DAS Spitzenspiel der CL Vorrunde muss man Kiel gg RNL laufen lassen.
    Und dann später beschweren, wenn es immer weniger Zuschauer werden...

    Habt ihr den Beitrag #15 von mir nochmal angeschaut, da habe ich doch die Beispielgrafik Info 28.

    Deine Grafik tut da überhaupt nichts zu Sache, weil sie sich nicht mit der Situation beschäftigt, wenn kein Keeper im Tor ist sondern mit der, wenn einer frei aufs Tor läuft, kein Gegenspieler vor ihm und er von hinten umgerissen wird.
    Diese Entscheidung ist so eindeutig wie die Tatsache, dass die Erde rund ist.
    Das hilft hier nur nun mal gar nicht.

    Zu Steinars und Badens Beispielen:
    Es ist in der Tat schwer ein
    Praxisbeispiel zu finden, wo kein TW im Feld, der Gegner mit Ball
    irgendwo im Feld gefoult wird und dennoch 2 Abwehrspieler bei 9m stehen.

    Wenn man nochmal auf die Erläuterung schaut:
    "eine klare und ungehinderte Gelegenheit um Wurf des Balls ins leere Tor"

    Was ist das?

    Muss ich da wirklich die Position der restlichen Spieler beachten?
    Reicht es nicht, dieses "klar und ungehindert" auf den eigentlichen Wurf des Ballführenden zu fokussieren?

    Muss ich wirklich, "wenn der jetzt geworfen hätte, dann wäre der Ball so geflogen, dann hätten die anderen Gegenspieler den so abfangen können" berücksichtigen?

    Da hat dann doch wirklich jeder SR selbst bei der gleichen Szene eine andere Meinung.
    Ist das dann wirklich im Sinne der Regeln?

    Sehe es so wie Steinar. Ihr müsst hier etwas aufpassen.
    Einfach zu sagen, wenn es eine klare Torgelegenheit ist, gibt es 7m ist zu einfach.
    Dann macht sich jeder seine Definition, was eine klare TG ist.

    Genau genommen geht es doch im Grunde in der Ursprungsfrage darum:
    Ist das eine klare Torgelegengeit? Ja oder nein?

    Mir ist in bezug auf die Situation wenn kein Keeper im Kasten steht keine allgemeingültige Definition wann das eine klare TG ist und wann nicht bekannt.
    Ich schau heute abend mal im Handall-SR nach.

    Hier hilft ein Blick in die Regeln, insbesondere in die Erläuterungen:

    Zitat

    6. Definition einer „klaren Torgelegenheit“
    Nach Regel 14:1 handelt es sich um eine „klare Torgelegenheit“, wenn:
    ..
    c) ein Torwart seinen Torraum verlassen hat und ein Gegenspieler mit
    Ball- und Körperkontrolle eine klare und ungehinderte Gelegenheit
    zum Wurf des Balls ins leere Tor hat.

    Ob der grade im Wurf ist oder ob da Gegenspieler zwischen stehen ist egal.
    Wichtig ist, ist das Tor leer und könnte er ohne Regelwidriges einschreiten des Gegners den Ball einfach ins Tor Werfen?
    Das sind Situationen, die man seitdem immer mehr Mannschaften mit dem siebten Feldspieler spielen gar nicht so selten zu sehen bekommt.
    Ich hab mal einen 7m für ein Foul fast an der eigenen 9m Linie gegeben. Gegner mit siebten Feldspieler und der Abwehrhalbe fängt den Ball zum Angreiferhalben ab, blickt schon zum gegnerischen Tor und wird dann von hinten vom Halben umgerissen.
    Da standen fast alle Gegenspieler zwischen dem Ballführenden und dem Tor irgendwo auf dem Feld.

    Das ganze setzt aber schon ein gewisses Maß an Spielverständnis vorraus.
    Eine klare Definition wonach man da gehen kann hab ich leider auch nicht, kann aber zB 2 weitere Beispiele nennen.

    Wenn wie in meinem Beispiel der Typ der den Ball abfängt diesern einfach nur sichert und nicht ansatzweise zu erkennen ist, dass er auf das leere Tor werfen will, und dann festgemacht wird, dann ist das für mich kein 7m.

    Wenn wie in meinem Beispiel unmittelbar vor dem, der den Ball abgefangen hat ein oder mehrer Spieler stehen und einen Block stellen und damit mit regulären mitteln versuchen einen möglichen Torwurf zu verhindern und dann der Ballbesitzende festgemacht wird, dann ist das auch keine klare TG weil er eben keine "klare und ungehinderte Gelegenheit" zum Wurf hat.

    Wie man "klar und ungehindert" definiert ist leider unklar. Ich sag mag, wer lange genug im Handball aktiv ist, wird da idR immer richtig entscheiden.
    zum Wurf

    "Niemand" ist vielleicht auch etwas zu hart formuliert.
    Aber ist doch schon so, dass es als selbstverständlich wahrgenommen wird, wenn die Schiedsrichter eine gute Arbeit geleistet haben. Wenn es gut läuft, dann läuft's halt. Was auffällt sind eben die Fehler...


    Mal angenommen, der letzte Hamburger 7m wäre nicht ins Tor gegangen und das Spiel unentschieden ausgegangen. Wären dann die SR so kritisiert worden?

    Wie hier schon erwähnt wurde und ich schließe mich dem an. Ein SR Gespann macht mit Sicherheit 5+ Fehler in einem Spiel. Und wenn es bei diesen 5 bleibt, war das eine super Leistung. Die Fehler sind also immer da. Sie fallen aber erst dann auf, wenn eine Mannschaft nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat.

    Genau genommen, muss man vor meine Thesen noch eine weitere stellen:

    0) Die Regeln sind schlecht.

    Mann kann natürlich wie zB im Basketball das Stürmerfoul vereinfachen und sagen eine Berührung durch den Abwehrspieler ist generell verboten und für ein Stürmerfoul muss der Abwehrspiele schon mindestens 2 Schritte vor dem Angreifer am Ort des Kontakts stehen.
    Man kann auch wie im BB eine Shotclock einführen.

    Aber will man das? Ist das dann wirklich noch Handball? Oder ist das dann Basketball auf Tore anstatt Körbe?

    Zum abgestanden:
    Zumindest für mich lesen sich einige Aussagen von SR-Seite so, dass es in der HBL von den Vereinen und den Medienpartner bewusst so gewollt ist, dass die SR weniger kleinlich pfeifen, damit das Spiel eben mehr Fluß hat, schneller ist und mehr Tore fallen. Hier muss man sich dann schon einig sein was man will.
    Klare Regeln oder mehr Tempo und Tore?

    Ich sehe nicht, dass Hilfsmittel wie zB die Shotclock von den SR abgelehnt werden. Im Betroffenen Thread hier zB werden nur die Konsequenzen dessen diskutiert und mögliche Inkompatibilitäten mit der aktuellen Spielentwicklung.
    Wenn DHB SR Offizielle sagen, dass zB die Shot-Clock nicht mit den aktuellen Regeln vereinbar ist, dann ist das ja keine Ablehnung von Hilfsmitteln sondern nunmal ein Fakt. Was man nicht vergessen darf: Es sind NICHT die SR, die die Regeln machen, Sie wenden sie nur an. Wenn sich Personen zB über die Zeitspielregelung aufregen, dann sind die SR die völlig falschen Ansprechpartner. Ansprechpartner wäre die IHF.

    Wenn hier gesagt wird, wenn die Schiedsrichterleistung gut wäre würde niemand was sagen ist definitiv falsch.
    In zahlreichen Spieldiskussionen hier, die sehr hitzig geführt wurden, kam am Ende heraus, das die SR absolut korrekt im Rahmen der Regeln oder dessen Interprätationsspielraums gehandelt haben. Die Schiedsrichterleistung war also nachweislich gut. Dennoch gab es in der Halle ein Pfeifkonzert und Beleidigungen und jede Person des unterlegenen Teams sagt jedem Journalisten, dass die SR unter aller Sau waren.

    ABER:

    Wir haben hier ja mehrere Optionen.
    A) Die SR sind schlecht
    B) Zuschauer, Spieler, Offizielle verstehen die Regeln nicht
    C) Zuschauer, Spieler, Offizielle wollen die Regeln nicht verstehen.

    Bei allem drei muss man Fragen:
    Passen die Regeln noch zu der Art, wie heute Handball gespielt wird?
    Ist ein SR überhaupt noch in der Lage, diese Regeln korrekt anzuwenden?
    Wenn Zuschauer, Spieler, Offizielle sich über die Regeln beschweren, sollte man diese dann so beibehalten oder vielleicht grundsätzlich ändern?

    Keine dieser Fragen kann ein SR beantworten, daher halte ich das meiste der Kritik als an die völlig Falsche Adresse gerichtet.

    BergischerLöwe:

    Die Zusammensetzung der DHB Gremien dürfte über die DHB Website oder die News auf hw.com eigentlich leicht herauszufinden sein. Du kannst ja mal schauen, ob du da einen überproportionalen Anteil an Delegierten der "Großen" findest, was deine These untermauern würde.

    Positiv:
    - Ausgeglichene Tabellenspitze
    - Bergischer HC

    irgendwie auch, weil dann doch besser als erwartet:
    - Gummersbach
    - Lemgo


    Negativ:
    - Die HBL
    Live-Ticker, TV Sendeplatz, Vermarktung, Spielplan, Standing in der EHF, alles kacke
    Aber auch für mich ein Grund: Der Spielplan
    Dass Kiel im ersten Drittel der Saison nur gegen einen der restlichen "Großen" antritt ist suboptimal. Dazu nur 3 echte Auswärtsspiele in den ersten 11 Spielen.
    In meinem nicht-handball-affinen Umfeld, wo nur immer wieder ein grober Blick auf die Tabelle geworfen wird heißt es schon, Kiel geht ja schon wieder vorne weg - laaaangweilig...
    Das ist für mich auch der Grund, warum Göppingen so weit unten steht. ich wäre nicht überrascht, wenn die die restlichen Spiele der Rückrunde gewinnen würden. Daher sind die für mich auch kein Negativ Punkt
    Weiterhin bekommt man es nicht hin, die Zahlreichen Fußballfreien Wochenende (sind durch die Länderspiele am Freitag/Dienstag ja durchaus einige) mit wirklichen "Blockbustern" zu füllen.
    Da läuft am Samstag Nachmittag/Abend nirgendwo Fußball und der TV-Sport-Fan stirbt vor langeweile und was macht die HBL? Nix. Machen die anderen Ballsportarten aber auch nicht. Mir nach wie vor unbegreiflich was man da verschenkt.
    Auch heute: Keine Championsleague, kein Uefa-Cup, keine Fußball weit und breit. Und? Richtig, auch kein Handball!


    - Das obere Mittelfeld
    Burgdorf, Melsungen, Wetzlar und irgendwie auch SCM
    Da ist der Cut zwischen denen und den Top5 schon vorhanden. Auch bei bekannter Magdeburger Heimstärke. Da hat man vor Saisonbeginn ja doch etwas mehr erhofft. Mehr als Positive Ausreißer sehe ich da leider nciht

    Das Emsdetten und Eisenach da stehen, wo sie stehen war absolut zu erwarten und ist kaum eine negative Überraschung.

    Den Schiedsrichtern wird doch heute soviel Zucker wie nie in den Hintern geblasen. Kritische Berichte über Schiedsrichterleistungen auf Vereinshomepages werden sanktioniert, es gibt (oder gab?) dieses zeitlich festgelegte Äußerungsverbot über die Schiedsrichterleistungen in der HBL , kein TV-Kommentar vergißt nicht mindestens zehmal zu erwähnen, dass die gravierende Fehlentscheidung in Zeitlupe deutlich wurde, aber die Schiris dass ja sofort entscheiden müssen.
    Man kann nicht neben jedem Zuschauer einen Aufpasser setzen, der den Mund zuhält wenn etwas unflätiges zum Schiedsrichter rauskommt.
    Und wie bereits erwähnt, gehören Emotionen und verbale Aggressionen in Fußball, Handball oder auch Eishockey dazu. Diese Beleidigungen treffen ja nicht nur die Schiedsrichter, sondern auch die jeweils gegnerischen Spieler, Trainer, Verantwortliche und Fans.
    Nur wird da nicht so ein Bohei gemacht wie bei den Schiris wenn der gegnerische Star als Arschloch oder Schlimmereres beleidigt wird.

    Im Amateurbereich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Schiedsrichter in der Regel kaum beschimpft werden (einzelne Spinner gibt es überall) die kameradschaftlich auftreten, ihre Entscheidungen erläutern, mal einen Witz machen oder nach dem Spiel zum gemeinsamen Bierchen bereit sind. Probleme haben die, die arrogant und unnahbar wirken, die Spieler und Verantwortliche maßregeln.
    Ein alter, erfahrener Schiedsrichter sagte mal: "Ein guter Schiedsrichter muss alles sehen, aber nicht alles hören."

    Deinen Erfahrungen kann ich in weiten Teilen nur ganz klar widersprechen.

    In Berichten auf Vereinswebsite muss man klar zwischen Kritik und Beleidigung differenzieren.
    Mir ist aus dem Bereich Westfalen nur ein "überregionaler" Fall bekannt, bei dem eine Textpassage im Internet zu tatsächlichen Konsequenzen führte.
    Das Äußerungsverbot in der HBl wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

    Mitnichten relativen die Kommentatoren die Entscheidungen der SR insbesondere durch Zeitlupen und ähnliches. Insbesondere im Fußball zB wird jede Szene in zig Zeitlupen aus zig Perspektiven gezeigt nach einer Diskussion über ne halbe Stunde mit 6 "Experten" zu dem Ergebnis zu kommen, dass das eine klare Fehlentscheidung der SR war.
    Auch im Handball fallen mir spontan die beiden Spiele der RNL ein - "Gensheimer war schon mindestens 12m in der gegnerischen Hälfte" - "Gensheimer steht klar im Kreis, das darf kein Tor sein" - oder jetzt am WE in Berlin - "Das ist niemals ein 7m" - ein wo die Kommentatoren nicht nur keine Rücksicht auf die Kürze der Zeit nehmen in der die SR ihre Entscheidungen treffen, sondern auch noch zum einen schlichtweg falsche Tatsachen behaupten, zum anderen mit völliger Regelunkenntnis glänzen. Dass ein Kommentator mal wie von dir beschrieben die SR in Schutz nahm habe ich quer durch alle Sportarten wirklich noch nie gehört.

    Gehören verbale Aggressionen wirklich dazu? Muss man diese wirklich akzeptieren?
    Wenn beim Handball wer als A***loch, Wi**ser, Hu***sohn beleidigt wird soll man sich nicht so anstellen, weil das im Fußball auch so ist?
    Ist das wirklich ein vernünftiger Weg für ein soziales Miteinander?

    Wenn du im Amateurbereich die Erfahrung gemacht hast, dass die SR kaum beschimpft werden, frag ich mich, was du die letzten Jahre gemacht hast.
    Schon mal quer durch die Zeitungen die Berichte gelesen, wo insbesondere Amateurscheidsrichter beleidigt oder verprügelt worden sind? Wir reden jetzt ja nicht nur über den Handball, oder?
    Gemessen an der gesamtzahl der SR Einsätze erscheinen solche Situation zwar immer noch gering, die Zahl scheint insgesamt jedoch steigend zu sein. Wenn die "Vorbilder" schon in der Bundesliga nur noch, und da muss man mittlerweile wirklich von sprechen, verbal auf die SR einschlagen, dann ist es echt nciht weit bis sich das weiter nach unten weiter verselbstständigt.

    Bin ganz bei dir Ronaldo.

    Kennt die Öffentlichkeit (inkl Medien) die Regeln nicht weil es nicht will und mit vermeintlichen Fehlentscheidungen besser Stimmung machen kann oder Geschichten erzählen kann? Oder weil die Regel zu kompliziert ist?

    Oder anders rum? Würde eine einfachere Regel (eine Stumpfe Shotclock die einfach runter zählte wäre ja ohne zweifel und Berücksichtigung der berechtigten Probleme in jedem Fall einfacher zu verstehen) die Kritik verstummen lassen?

    Wenn ich zB im Umfeld der beiden RNL - SCM/Füchse Spiele mir hier die Diskussionen durchlese und da die SR von Personen auf übelste Kritisiert werden, die nicht mal wissen wie ein Anwurf auszuführen ist, dann kann ich mir das nicht vorstellen, dass eine vereinfachung irgendwas lösen könnte.

    Die jetzige Passiv-Regel erfordert von den SR sehr viel Spielverständnis um zu entscheiden, ob die Mannschaft wirklich versucht ein Tor zu werfen oder nur die Zeit runterspielen will.
    Es ist ja theoretisch sogar möglich mit passivem Vorwarnzeichen eine Minute weiterzuspielen. Wenn die Abwehr immer wieder schnell ist aber mit regelwidrigen Mitteln die Aktionen sofort zerstört kann ich sie ja kaum für ihr regelwidriges Verhalten (jeder FW für den Angriff bedeutet ein regelwidriges Verhalten der Abwehr) belohnen und ihr den Ball zusprechen.
    Die Realität sieht natürlich anders aus.
    Da dieses Entscheiden, ob nun passiv oder nicht, massiv von den Kenntnissen des SR und seiner Subjektivität abhängt, wäre deine Shotclock ein völlig anderer Handball.
    Man muss ja auch bedenken, wenn man den Vergleich zu Basketball zieht: Das Foul an sich hat im BB eine ganz andere Bedeutung. Jeder Spieler darf ja nur 5 Fouls begehen, das bedeutet auch, jeder Spieler überlegt sich genau, ob er einen Gegenspieler foult oder nicht.
    Im Handball hingegen wird das "einfache" Foul, also idR das Festmachen, als legitime und korrekte Abwehrhandlung angesehen. Ich behaupte heutzutage ist kaum eine mannschaft noch in der Lage überhaupt ohne Foul zu verteidigen.

    Wenn man nun eine Shotclock einfach runter laufen lassen würde, würde das massiv die zerstörende Abwehr die die Gegenspieler nur Festmacht bevorzugen.
    Aber was wäre denn, wenn man wie im BB die Uhr einfach wieder um X Sekunden zurück dreht nach einem Foul?
    Fast alle beteiligten gehen doch schon auf die Barrikaden, wenn der SR nach einem Passiv-zeichen und einem FW dem Angreifern überhaupt nur einen Pass zugesteht und der hinter dem Block stehende nicht sofort knastert.
    Wie soll das denn aussehen, wenn die Angreifende Mannschaft dann immer wieder 5-10 Sekunden bekommt?
    Was hindert die Angreifende Mannschaft daran sich immer wieder fest machen zu lassen?

    ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Sinne des Erfinders ist...