Beiträge von SteamboatWillie

    Ich habe tatsächlich 3 Meerschweinchen zuhaus :thefinger:

    BTW: Darf ich fragen in welchem Verband oder Kreis du tätig bist, dass die SR Situation so gut ist, dass man es sich leisten kann die Meerschweinchenzüchter rauszuwerfen?

    In Westfalen ist es eigentlich eher so, dass es so wenige junge und neue SR gibt, dass man um jeden einzelnen Kämpfen muss um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.
    Aber das ist ja vielleicht eine selektive Wahrnehmung von mir...

    Jetzt mal ernsthaft.

    Wenn ich mich entscheide ein Spiel abzubrechen laufe ich nicht weg sondern fälle eine Entscheidung. Eine sehr mutige Entscheidung weil sehr unpopulär, sehr selten, sehr medial begleitet und sehr weitreichend. Wer ein Spiel abbricht, hat mehr Eier in der Hose als jemand, der vor dem Aggressor kuscht und einfach weiter macht. Der ist niemals eine Memme.

    Ich gönne den Spielern überhaupt nichts. Weder Genugtuung noch Siege, Niederlagen oder sonst irgendwas. Ich versuche maximalst neutral zu sein. Der Weg von Genugtuung zu bewusstem Pfeifen in die ein oder andere Richtung ist ein ganz kurzer und wer einmal damit anfängt sollte wirklich mal in sich gehen ob er charakterlich geeignet ist. Über sowas wie Genugtuung denke ich gar nicht nach.

    Die Spielleitende Stelle wird sich zudem auch bei einem Spielabbruch mit dem Fall auseinandersetzen und der Spieler sanktioniert werden. Von daher sind deine Punkte 3 und 4 völlig irrelevant.

    Wenn mein Gespannpartner umgestoßen wird und sich nicht mehr in der Lage sieht weiter zu pfeifen breche ich das Spiel sofort ab und pfeife das garantiert nicht zu ende.

    Wenn ich umgestoßen werde und mich nicht in der Lage sehe weiter zu pfeifen und mein Gespannpartner meint, das Spiel alleine weiter pfeifen zu wollen kann er sich direkt einen neuen Gespannpartner suchen und sehen wie er nach hause kommt.

    Einfach nachdem alle beteiligten Mannschaften feststehen zur gemeinsamen Ligatagung einladen.
    Dann die Vereinsvertreter einschließen und ihnen mitteilen, dass sie erst wieder raus gelassen werden, wenn sie unter der Tür einen Zettel mit der Ligaeinteilung durchgeschoben haben auf die sich alle 64 geeinigt haben.

    Wieso? Wenn ich statt 0 Punkte -1, -2, oder -3 Punkte bekomme - ist das keine Motivation sich anzustrengen?

    Ich habe nichts anderes Geschrieben. Aber genau so hat ja auch Sieger die Motivation sich mehr anzustrengen.
    Daher wird das kaum zu knapperen Ergebnissen führen sondern eher zu noch deutlicheren.

    Jetzt werden aber mehrere Probleme zusammengeworfen.
    Dass vermeintlich viele Spiele wenig Attraktiv sind weil zu deutlich ist ja ein anderes Problem als dass es bei anbahnender Punktgleichheit zum Saisonende zum Wettschießen kommt.

    Dennoch kurz mein Einwand:
    Dann wären wir doch beim gleichen Effekt wie jetzt. Es geht nur noch darum wie hoch man gewinnt. Das würde dazu führen, dass noch mehr spiele noch deutlicher ausgehen.
    Ob es für den Zuschauer auf Dauer weniger langweilig wird wenn die Spiele deutlicher ausgehen wage ich auch zu bezweifeln.
    Es wird dann ja nicht so sein, dass sich nur die unterlegene Mannschaft mehr anstrengt nicht zu hoch zu verlieren sondern die führende, möglichst hoch zu gewinnen. IdR wird sich dann der Leistungsunterschied noch deutlicher zeigen als bisher und das wird dann nicht unterhaltsamer.

    Aktuell ist es ja so, das eine Mannschaft bei deutlicher Führung Tempo meist raus nimmt. Für den unwissenden Zuschauer simuliert man damit ja sogar Spannung weil das Spiel enger ausgeht als es der Leistungsunterschied eigentlich zulässt.

    Zudem geht das auf Kosten der Spieler da man nicht mehr den Fuß vom Gas nehmen kann und die 2te Reihe ran lässt.
    Das kann für den Gesamthandball nicht gut sein.
    Ich glaube kaum dass ein Spieler eine Saison durchhält wenn er jedes Spiel von vorne bis hinten Vollgas geben muss.

    Finde ich ganz schlecht weil das die Liga massiv entwerten würde. Welchen Wert hat die Tabelle oder die Liga wenn es egal ist ob ich erster oder achter werde?

    Im Eishockey zB ist grade der Tabellenneunte Deutscher Meister geworden. Die Mannschaften der Plätze 2,3,4 sind in der ersten Playoff Runde ausgeschieden. Da hat die Liga absolut keinen Wert solange man in die Playoffs kommt.

    Ich glaube überhaupt nicht, dass hier etwas gemauschelt wurde. Ich bin sicher es ist absolut alles mit rechten Dingen zugegangen.
    Wenn Mannschaften der Top4/5 in jedem Spiel wirklich 60 Minuten Vollgas geben würde es noch weitaus häufiger solche Ergebnisse geben.

    Jetzt hat mal aber den Salat, dass dieser Sieg über die Agenturen mit einem Geschmäckle verbreitet wird.
    Und das ist maximalst schlecht für die Außenwirkung des Handballs. Ich hoffe da gibt es keine 2 Meinungen.

    Jetzt kann man natürlich auf die bösen, bösen Medien schimpfen, ändern wird das genau gar nichts.

    Man sollte daher schon überlegen, ob das Torverhältnis als 2tes Kriterium denn doch so sinnvoll ist oder ob das nicht solche Situationen wie die jetzigen eher fördert.

    Natürlich entscheidet das am Ende nicht die Meisterschaft. Aber der letzte halbe Schritt auf dem Weg zum Titel wird es sein, ob man nun sein, dass man seine Spiele maximal hoch gewinnt.
    Und das ist finde ich ganz schlecht für die Darstellung des Handballs wenn ein Sport darauf reduziert wird, ob man mit 20 oder 21 Toren Unterschied spiele gewinnt.
    Selbst wenn das Torverhältnis nicht zum Tragen kommen weil einer der beiden noch Punkte liegen läßt ist das Thema nunmal jetzt in der Welt.

    mir geht es darum, sollte es doch zu einer releagation kommen, würde es wenn dann eh nur ein endspiel zwischen west und nord geben.

    wie sind denn die chancen der einzelnen 1 plazierten nach eurer meinung auch eine linzens zu bekommen.

    coburg sollte die kleinsten probleme haben, eigentlich keine und bekommt locker eine lizens, doch wie sieht es mit den anderen vereinen aus.


    Könntest du vielleicht versuchen zumindest minimalistische Rechtschreibgrundlagen einzuhalten?
    Wenn ich noch einmal "Lizenz" mit s lese kräuseln sich mir die Fußnägel hoch.
    Großkleinschreibung wäre auch mal ne Überlegung wert.
    Fragen schließt man idR auch mit einem Fragezeichen ab und nicht mit einem Punkt.

    Ich finde zwischen
    a) Fehlentscheidungen der SR und
    b) einem Modus der Ergebnisse wie das heute im Lemgo durchaus forciert
    besteht schon ein Unterschied.

    Das sich das möglichlerweise ausgleicht und die RNL zB in Gummersbach genau das gleiche abziehen ist dafür völlig unerheblich.
    Das kann man dann auch durchaus fair nennen wenn dann Kiel oder die RNL Meister werden einfach weil sie es schafften so viele Tore wie möglich zu werfen.

    Die Frage ist aber doch, ist sowas gut? Gewinnt der Handball durch sowas mehr Zuschauer? Oder verliert er welche?
    Außer den Kielern, die sich verständlicher Weise über das Ergebnis freuen lese ich hier jetzt kaum von Leuten, die das gut finden.

    Und ich hab auch weder was mit Kiel noch mit den RNL zutun sondern liebe nur meine Sportart.

    Hereticus.
    Ich fände das durchaus eine fairere Entscheidung als die jetzige.
    Auch zB im Fußball würde es in einem solchen Fall ein Entscheidungsspiel geben.
    Ich erinnere mich an die Saison 1994/1995 an dessen Ende Borussia Dortmund knapp vor Werder Bremen Meister wurde.
    Da sah es auch lange Zeit so aus, als könnten beide Teams Punktgleich und exakt Torgleich sein. Da hat der DFB sogar schon vorsichtshalber ein entscheidendes Spiel der beiden in Hannover angekündigt. Zu dem es nicht kam.

    Wobei man jetzt sagen muss, dass es schlichtweg unmöglich ist von der mittellinie aus zu erkennen, ob der Ball nun über der Linie war oder nicht.
    Mit dieser Ungewissheit muss man leben. Wie in nahezu jeder Sportart.

    Zur vermeintlichen unsportlichkeit der RNL:
    Wenn Djordjic sich (hoffentlich nicht!) schlimm verletzt hat, dann doch sicher zu einem Zeitpunkt als er noch den Ball hat.
    Wenn er eine Knieverletztung hat, dann kommt es doch sehr sicher nicht auf Sekunden an. Zumal er ja anschließend sogar selbst vom Feld gegangen ist.
    Ich komme daher zu dem Ergebnis, dass seine Verletzung genau so schlimm oder hoffentlich genau so harmlos wäre, wenn die RNL den Angriff abgebrochen hätten.
    Von daher ist es völlig egal ob sie es gemacht haben oder nicht und jede Diskussion dazu erübrigt sich.

    BTW werden die SR in ganz Deutschland angewiesen in solchen Situationen NICHT zu unterbrechen sondern den Tempo erst einmal laufen zu lassen. Das ist also eine Situation, über die sich verdammt viele Leute mit verdammt viel Ahnung schon Gedanken gemacht haben und mindestens ich gehe mit denen Einher.

    Die Frage die man sich stellen muss ist ja am Ende:
    Ist es gut für die Sportart und die Liga wenn der Eindruck erweckt wird, über die Meisterschaft entscheide sich dadurch ob man am Ende mit 24 oder 23 Toren gewinnt?

    Richtig. Und dann? Soll das H gedreht werden, wenn es zu seltsamen Ergebnissen kommt?

    ex-ddr-ler kritisierte das stehende H als mögliche feste Regel da es bei der aktuellen Konstellation ungünstig sei und ein liegendes H besser sei.

    Da die Konstellation der Mannschaften aber arg variiert (jedes Jahr werden 1/4 der Mannschaften ausgetauscht?) halte ich die Bewertung einer festen Regel auf Basis aktueller Konstellationen für nicht ziel führend.

    Eigentlich wollte ich damit die ganze Absurdität des Versuchs einer festen Regelung demonstrieren.
    Selbst wenn das generell lösbar ist (ich Drücke baden68 die Daumen) wird da kaum was besseres bei Rumkommen als die aktuelle Lösung.

    Zitat

    @ Flevo und SteamboatWillie.
    Legt
    Euch doch einfach mal eine Deutschland Karte auf den Tisch,dann erkennt
    Ihr sofort das ein stehendes H keinen Sinn macht.Ein Liegendes schon.

    Zumindest in dieser Saison. In der nächsten kann schon wieder ein stehendes H mehr Sinn machen. Je nachdem welche Vereine auf- oder absteigen.

    Hättest du nicht ganz oben zu Beginn schreiben können, dass das von den Spezialexperten aus Freiberg kommt?!?!?!

    Da les ich mir das alles durch und erfahre die wichtigste Info dazu erst am Ende!!!!!

    Der Kollege hat es sich durch seine zahlreichen Spielberichte völlig verwirkt als Gesprächspartner für so ein Thema ernst genommen zu werden.

    Ich habs schon ein paar mal erlebt, dass während einer Verletzungspause von Team A, Team B TTO nehmen wollte (was sie regeltechnisch durften, da sie in Ballbesitz waren).
    Ich habe dann immer erst die Behandlung auf dem Feld abwarten lassen und erst anschließend das TTO bestätigt.
    In den Ligen in denen ich unterwegs bin sind Physios nicht immer dabei und dann "kümmert" sich eben ein Offizieller um den verletzten. Ich finde diese Mannschaft hätte einen Nachteil, wenn sie sich nun das TTO nutzen müsste um ihren Spieler zu behandeln.
    Je weiter oben man pfeift, desto weniger wird das aber wohl ein Problem.

    Nette Anekdote genau anders rum.
    In einer Jungen OL Quali in Turnierform die ich vor ein paar Jahren mal gepfiffen hab, gab es kein TTO.
    Als die favorisierte Mannschaft eines Bundesligisten überraschend zurücklag, verletzte sich auf einmal ohne Fremdeinwirkung der Torwart. Nach ca 1 Minute die die Mannschaft geschlossen an der eigenen Bank verbrachte war er wieder ziemlich fit und es ging weiter :) Verloren haben sie trotzdem.