Beiträge von Fridulin

    Maikel: Das war nur um nochmal zu zeigen, wie perfide diese Menschen sein können. Wie und ob sich gerade jüngere Menschen wehren können, ist ein ganz andere Frage.

    TCLIP: Wenn es der Handball schafft nun unabhängige Strukturen zu schaffen, wäre extrem viel erreicht und es würde wohl einige Fälle verhindern. Das alles wirklich aufgeklärt wird und die Verantwortlichen auch die folgen ihres Handels tragen müssen, daran glaube ich auch nicht. Um so wichtiger, dass die Chance für wichtige Schritt genutzt wird bevor alle wieder "Alltag" haben ?(

    InTheAirTonight: Er darf sich nicht strafbar machen - alles andere ist Ansichtssache... Mehr lese ich hier auch nicht raus.

    Das Tageblatt hat heute einen Artikel veröffentlich, der sich im Allgemeinen mit Sexuellen Missbrauch befasst.

    Daraus will ich einen Teil zitieren, weil er nochmal unterschiede in den Täterprofile nennt. Es zeigt, wie unterschiedlich und schwer diese zu erkennen sind:

    • „Die unsympathische Autorität“: Beschimpfungen und Bestrafungen sind an der Tagesordnung; die Betroffenen beschreiben ein Klima des Gehorsams und der Angst, welches durch den Täter hervorgerufen wird. Dieser wird als dominante Person mit einer unantastbaren Autorität beschrieben.
    • „Der gewiefte Manipulator“: Er versucht durch Zuneigung, vermehrte Aufmerksamkeit und sportliche Förderung gezielt das Vertrauen der Betroffenen und des Umfeldes zu gewinnen. Einzelne Athleten zu isolieren, ihnen das Gefühl zu geben, auserwählt und etwas Besonderes zu sein, gehören ebenfalls zum manipulativen Vorgehen. Zudem schreckt er auch nicht vor öffentlichen Sanktionen und Demütigungen zurück, sobald er auf Widerstand und „Ungehorsam“ trifft.
    • „Der charmante Loverboy“: Dieser Täter-Typus versteht es, sich durch Komplimente, die über die sportliche Leistung hinausgehen, bei den Athletinnen und anderen (meist weiblichen) Personen beliebt zu machen. Durch das Gegeneinander-Ausspielen der zahlreichen „Bewunderinnen“ wird Neid und Missgunst gesät. Die Bewunderung wird sodann ausgenutzt, um die Betroffenen gefügig zu machen, das Umfeld zu blenden und auf seine Seite zu ziehen.
    • „Der sympathische Kumpel“: Er pflegt zu allen ein freundschaftliches, gar brüderliches Verhältnis, welches sich auch dadurch auszeichnet, dass die Trainer-Athletinnen-Beziehung weit über den Kontext des Sports hinausgeht. Er zeichnet sich zudem durch sein unentwegt hohes und selbstloses Engagement für den Verein und die Kinder und Jugendlichen aus. Er wird zur Vertrauensperson.

    KUEWMT: Du hast recht, aber guckst nur einen Teilbereich an. Er hat als Verantwortlicher eine klare Teilverantwortung (Verletzung der Aufsichtspflich gegenüber Spielerin und Trainer) und ich würde aus den öffentlich genannten Fälle auch eine direkte Verantwortung ableiten. Es hat wohl Gesprächsversuche gegeben mit direkter Beteiligung von T.K.. Es stimmt allerdings auch das es kein Angeklagten ohne Kläger und damit auch keine Grundlage gibt für arbeitsrechtliche Schritte weil die Fälle verjährt sein könnten. Jetzt kommt das große "Aber". Er kann den Sachverhalt nicht abstreiten - Es gab und gibt Fehlverhalten und die berechtigte Frage, ob er als Verantwortlicher wirklich haltbar ist. An dieser Stelle wird die Meldestelle vermutlich ansetzen und dann gibt es die möglichkeit der Freistellung bzw. des Rücktritts von seiner Funktion. Damit wäre sichergestellt, dass er nicht weiter an den Vorgängen und Entscheidungen beteiligt ist. Wie dann die Arbeitsrechtliche Lösung aussieht und was das für die Organisation der HSG bedeutet sollte daher als zweitrangig betrachtet werden. Keiner will, dass am Ende ernsthafte Existensprobleme bei einem Bundesligisten entstehen. Aber die Bedenken sind nicht so wichtig, wie die Aufklärung der Vorgänge und ernsthafte Reformen.

    Woran es am Ende gelegen hat - gute Frage. Wer aber 7 Meter neben das Tor wirft, keine Dynamik im Angriff hat und so viele unpräzise Würfe aus 9-10 Metern macht und die Türhüterin einwirft, der kann nicht gewinnen. Dazu dann noch die technischen Fehler bei überschaubaren Niveau.. Bin da bei InTheAirTonight: Das war einfach gar nichts.

    @Alle: Es wäre gut, wenn wir uns alle nicht von anderen Usern hier triggern lasssen.

    InTheAirTonight: Zum BSV kann man heute leider bis auf Marie Andresen sagen - Das war mangelhaft in praktisch allen Bereichen und darf nicht passieren. Wirklich einfach ein mieses Spiel und ohne die tolle Torhüterleistung wäre das richtig peinlich geworden. Das haben die Mädels hoffentlich auch selbst gemerkt... will gar nicht in die Details gehen, da es einfach wenig bis nichts gibt, dass ich positiv rausnehmen könnte- vielleicht eine teilweise solide offensive Abwehr aber auch nur Phasenweise. Daher Danke Marie und die anderen sollten sich die Leistung nochmal gut angucken. Glückwunsch an die Vipers zum verdienten Sieg aber das war keine Werbung für den Handball.

    Ich finde es ist die erste richtig ernstzunehmende Erklärung ihrer Sicht und die zeitlichen Abläufe. Es zeigt, wie vermutet - sie haben im Hintergrund ohne öffentliche Erklärungen gearbeitet und dabei auch externe mit einbezogen. Das ist der erste und überfällige Schritt an die Öffentlichkeit vom Verein und ich bin froh drüber. Jetzt muss aber auch zählbares folgen aber ich bin positiv gestimmt. Gut ist der Hinweis auf die Möglichen Ausnahmen zur Verschwiegenheit. Es

    Madel83: Der Gesamtverein ist damit seiner Pflicht nachgekommen. Sie sind keine Unbeteiligten in dieser Causa und in der Mitverantwortung. Daher auch die Sachliche Darstellung, die durchaus aus Verteidigung gesehen werden kann.

    Sorry - Hab das leider missverständlich ausgedrückt. Das im Rahmen der Cause dieser Fall genannt (nicht verglichen, wie ich geschrieben habe.) wird bringt zwei Komplexe in Verbindung, die zwar gemeinsamkeiten haben aber im Kern extrem anders sind und keine Verbindung haben außer der örtlichen Nähe. Lüdge ist extrem schwerwiegend und erheblich komplexer. Daher empfinde ich alleine die Nennung in diesem Zusammenhang problematisch. Du kannst gerne anderer Meinung sein und ich wollte dir nichts unterstellen.

    Ich finde es auch problematisch den Fall Lüdge in diesem Zusammenhang zu nennen - Dort liegt zwar auch mehrfaches Organisationsversagen, Vertuschen und Missbrauch vor aber das betraf minderjährige Pflegekinder und hat ein ganz andere Dimension. Es gibt sicherlicher Aspekte die beide Fälle gemein haben aber sie sind im Kern extrem unterschiedlich und der Vergleich relativiert das Leid der Opfer im Fall Lüdge.

    Buxte hat nun auch eine PM zu Berufung veröffentlicht:
    https://www.bsv-live.de/buxtehuder-sv-…uensperson-ein/

    Ergänzed zu TCLIP:

    Der BSV hat frühzeitig reagiert und im ersten Schritt die ehemalige Bundesliga-Torhüterin Julia Simon, die vielen unter ihrem Geburtsnamen Julia Gronemann bekannt sein dürfte, als Vertrauensperson eingesetzt, vorerst bis zum Jahresende. Sollten die Handballerinnen und Handballer im Verein Probleme haben, können sie sich an Julia Simon wenden - ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

    Quelle Tageblatt.de

    Zitat von InTheAirTonight

    Was ich damit sagen will ist , dass Führungsstils jede Person anders wahrnimmt und damit klarkommt. Was für den einen gut , positiv ist und menschlich in Ordnung kann für jemand anderen das komplette Gegenteil sein .

    Das ist einer der Gründe, warum das ganze Thema erst nach zig Jahren so bekannt wurde. Davon unabhängig, gibt es aber klare Verfehlungen, die weiter gehen und sich nicht relativieren lassen. Belästigung und Nötigung sind kein Führungsstil sondern eine Straftat - ohne Wenn und Aber.

    Ich finde es auch falsch das Thema mit dem Rücktritt der beiden noch weiter zu fassen und vom eigentlichen Kern abzulenken. Der ist und bleibt André Fuhr, der BvB / die HSG und der DHB. Alles, was sich dann noch ableitet aus dem Thema ist auch wichtig aber nicht der Kern.

    Das Kromer von den Spielerin angesprochen wurde ist belegt und eine Tatsache - da ist dann auch egal, wie er sich in anderen Fällen verhalten hat. Hier hat er scheinbar "nur" ein paar Gespräche geführt und ist wieder zum Tagesgeschäft übergegangen.

    Wer sich wegen einem laufenden Verfahren äußern will, kann dies tun ohne inhaltliche Antwort z.B. "Wir nehmen das Thema ernst und kooperieren bei der Aufklärung. Weiteres können wir wegen des laufendes Verfahrens nicht sagen."

    @Handballlove: Ist das ein versuch der Relativierung? Selbst wenn "nur" eine Spielerin betroffen wäre, wäre das eine Spielerin zu viel. Das es auch Spielerin gibt, die sich nun nicht trauen in der Öffentlichkeit für ihn zu sprechen mag sein - Er hat sich scheinbar immer gezielt eine "Spezies" rausgesucht. Das ist ja genau das perfide. Das André Fuhr als Mensch auch sympathische Seiten hat und auch einiges richtig gemacht hat in seinem Leben, wurde doch gar nicht angezweifelt. Aber der Trainer Fuhr ist mit seiner Art einfach nicht mehr tragbar und hat sich selbst dieses Schicksal provoziert. Mein Mitgefühl haben daher erst die Spielerin, dann der Trainer. Ich hoffe er bekommt die nötige Hilfe und kann einen neuen Weg finden aber als Trainer in der Liga will ich ihn länger nicht mehr sehen. Wenn er es wirklich bereut und aufklärt, könnte man vielleicht einen Weg zurück finden aber das ist derzeit nicht zu erkennen und er trägt einen erheblichen Anteil an der aktuellen Situation.

    Das du dich auch zu Rott äußerst zeigt einfach eine falsche Priorität - Er hat als einziger Manager den Trainer Fuhr entlassen und ist damit einen Teil seiner Verantwortung nachgekommen. Ob das ausreichend und angemessen war, können wir gerne diskutieren aber nicht den Fakt der Entlassung. Auch stellt sich vielmehr die Frage, was haben die Verantwortlichen in Dortmund und Blomberg getan?

    InTheAirTonight: Das ist eine berechtige Kritik - sehe das nicht anders. Am Ende steht aber auch die Tatsache, dass der Manager gehandelt hat. Damit unterscheidet er sich und das muss anerkannt werden in der Diskussion. Bisher habe ich noch keine Vorgänge aus Metzinger Zeit gelesen und das Arbeitszeugnis aus Metzingen wird sicherlich nicht gut sein - vermutlich hat Dortmund bei der Personalentscheidung das auch gar nicht interessiert.

    Ich finde die Sache hat schon einige positive Dinge ausgelöst:

    - Fuhr ist nicht mehr Trainer.

    - Heiermann ist nicht mehr BvB Abteilungsleiter.

    - Beide Spielerin haben einen neuen Verein und können das erlebte Verarbeiten.

    - Die Meldestelle hat bisher funktioniert und hat Beachtung bekommen.

    - Es wurde vom Verband ein erster guter Schritt der Aufklärung unternommen.

    - Das Thema ist nun in der Öffentlichkeit und weitere Fälle werden bekannt.

    Wenn der BvB nun auch noch die Anwaltskosten der Spielerin&Familie in dem Fall übernimmmt kommt ein weiterer Punkt hinzu. Das die verursachten Kosten nicht am Ende doch bei den Spielerin hängen bleiben.

    Es bleibt aber weiterhin ein weiter Weg und viele ungeklärte Fragen müssen gestellt werden.

    @TCLIP: Die Verantwortlichen von Dortmund und Blomberg haben aus unterschiedlichen Aspekten mehrfach versagt, es geht nur um die Frage der schwerer und nicht um das ob. Beide halte ich daher auch für nicht tragbar, da sie bewiesen haben, dass sie dieser Verantwortung nicht gerecht werden.

    @Lothar Frohwein: Danke für den Beitrag. Er zeigt sehr deutlich, was es für ein Spießrutenlauf für eine Spielerin sein kann sich zu wehren und wie lange sowas dauern kann. Habe dann vollstes Verständnis, wenn eine (junge) Spielerin die Option "einfach gehen und nie wieder drüber sprechen" wählt. Die betroffenen Spielerin wussten doch meist gar nicht, was in der Vergangheiten anderen passiert ist und sehen erstmal "nur" ihre eigene Situation. Nicht jeder Mensch ist außerdem in der Lage sich so zu wehren. Es wurde ja auch berichtet, dass die beiden Spielerin dies auch wegen der Unterstützung ihrer Familien getan haben und diese bereit waren das finanzielle Risiko abzufangen. Erstmal verursacht es einige Nachteile und Gefahren für die Spielerin. Sie macht sich damit erstmal angreifbar und muss sich (öffentlich) rechtfertigen. Wenn du das nicht kannst/willst, kann das ganz schnell sehr unangenehm werden und es fast unmöglich machen anders zu agieren. Zu schweigen kann dann der einzig mögliche selbstschutz sein. Daher nehme ich die Spielerin zwar in die gewisse Mitverantwortung aber die direkte Verantwortung trägt Andre Fuhr und seine direkten Vorgesetzten. Diese haben, unabhägig davon ob bewusst oder unbewusst, gleich mehrfach versagt. Sie haben die Spielerin nicht geschütz und den Trainer weiter machen lassen. Der einzige Funktionär, der dem ein Ende gesetzt hat war der Metzinger Manager. Es stellt sich allerding die Frage, war das Vorgehen angemessen und genug? Im Fall von Blomberg und Dortmund stellen sich daher die Frage, was wusste diese Personen wirklich und welche Mitschuld tragen diese.

    alter Sack: Der Artikel ist ein guter und zeigt, wie schwer das Thema zu greifen ist und das er auch immer drauf geachtet hat sich nicht "zu viele Feinde" zu machen. Es war also immer sehr kalkuliert. Ich habe als Zuschauer auch unterschiedliche Seiten kennen gelernt über die Jahre. Es gab Jahre, da war klar der Fuhr bekommt mindestens 2 Minuten oder fliegt wenn Blomberg in Buxte gespielt hat. In der PK war er dann wieder ganz anders und durchaus Sympathisch. Der eine oder andere wird nun über die Vergangenheit anders denken und seine Meinung ändern.

    Selbst wenn wir all sein Handeln in der Geschichte ausblenden - Er ist der Verantwortliche und bestimmt den Trainer. Er hat den Trainer nachweislich gegen alle Beschwerden verteiligt und diese sogar (Teilweise) bestritten.

    Das war falsch und ist ein Fakt! Es hätte Worte des Bedauerns oder der Entschuldigung mehr als gerechtfertigt. Ob das glaubhaft und angemessen ist, ist dann eine andere Frage aber das komplett weg lassen? Statt dessen persönliche Worte nur für seine Situation. So bleibt der Eindruck eines unbelehrbaren Funktionär, der sich wenns drauf an kommt aus der Verantwortung stiehlt.

    Da ich auch Worte der Entschuldigung oder des Bedauerns erwartet habe Karl:
    Er hätte sich allgemein einfach mal demütig zeigen können und nicht auf "der arme kann die nötige Arbeit nicht leisten" Geheule weg lassen können. Was meint er wie es den Spielerin ging? Fokus wieder nur auf ihn und nicht die "Opfer" des Trainers.

    Er hätte die Verantwortung für die falsche Kommunikation des Vereins übernehmen, den entstanden Eindruck bedauern und bei den Spielerin um Entschuldigung bitten können.

    Er hätte allgemein "eigene Versäuminisse" einräumen können und dafür um Entschuldigung bitten können.

    Er hätte die Aufklärung beginnen können und dann den Rücktritt.

    ....es gäbe aus meiner Sich einige Möglichkeiten und Gründe. Er hat es aber vorgezogen dies nicht zu tun und daher bekommt er von mir einfach nur ein Kopfschütteln und die Wünsche ihn nie wieder in Verantwortung zu sehen. War nie ein Freund von ihm und werde es bestimmt auch nicht mehr werden.

    Ich stelle jetzt mal die Aussage in Raum: Selbst wenn die beiden Spielerin "nur allgemein" unter der Situation gelitten haben und das Thema deshalb öffentlich gemacht haben wäre es gut so. Wir können gerne auch Fragen, ob die Spielerin gut beraten wurden und ob der Wechsel vielleicht eine falsche Entscheidung (Sportlich gesehen) war aber Grundsätzlich war es wichtig, das Thema öffentlich zu machen. Das dabei dann auch die Vertragsauflösung erfolgte ist nicht die alleinige Motivation und ich empfinde es als eine Zumutung, dass der Fokus von einigen immer auf das Schwächste Glied in der Kette (die Spielerin) gelenkt wird ohne auch nur ein kleines Anzeichen von Demut oder Mitgefühl.

    Kein Wort zu seiner eigenen Verantwortung sondern er will seinen Teil beitragen und den Weg frei machen. Sehr interessante Aussage… er ist damit wenigstens konsequent und vergeigt selbst seinen Abgang…

    Unglaublich, dass kein Wort der Entschuldigung oder Selbstkritik enthalten ist… das ist wirklich mal ne Leistung… Danke für nichts und hoffentlich sehen wir ihn nie wieder als Funktionär im Handball. Der sollte sich wirklich Schämen so abzutreten.


    Einen wirklich Beitrag wäre eine aktive Aufklärung und nicht mit mitleidigen Worten zurücktreten und sich aus der Verantwortung zu ziehen.