Beiträge von orange

    Dann überlegst du dir halt, was für besondere Anforderungen an die Spieler im Handball schnelligkeitstechnisch gestellt werden und trainierst das ...

    Fang mit irgendwas mit Reifen oder Pommes an und mach korrigier die Bodenkontaktzeiten und die Lauftechnik. Bau Richtungswechsel, Stopps und Antritte ein. Steigerbar ist alles durch zusätzliche koordinative Aufgaben.
    Danach kannst du bisschen in Richtung Schnelligkeitsausdauer gehen, den Ball dazunehmen. Z.B. Transportstaffeln
    Und zum Ende hin gehste in Wettkampfformen mit Torwurf und Gegenstoß oder ähnlichem.

    Es hat einfach nur keiner Lust alle vorzukauen, denke ich.

    Ok, wenn du die 3-2-1 langweilig findest ^^.

    Abwehr schult man über Grundspiele. Nimm dir spezielle Parts der Abwehr heraus, schule sie einzeln und übe danach die Kooperation.
    Irgendwann biste dann beim 6-6 und gibst dem Angriff Vorgaben (z.B. erstmal keine Übergänge/Einläufe etc.). So kannst du die Schwierigkeit der Aufgabe für die Abwehr steuern und ne schöne methodische Reihe (yeah Fachausdruck benutzt) basteln.

    Im Endeffekt hat das bluemoon ja scho geschrieben, fällt mir grad auf.^^

    Grüße

    Also:
    Du willst das 1) nur zwischendurch und 2) in der Kreisliga, aber machst dir einen Riesenaufwand um an 3-3 Material zu kommen?

    Ich will ja deine Entscheidung nicht in Frage stellen, sondern würd sie ganz gern verstehen. Tut's eine 3-2-1 für die Kreisliga und zwischendurch nicht auch?

    Zitat

    Peter trainiert im Übrigen seit vielen Jahren verschiedene Mannschaften im TSV Ebersberg bei München (Männer, Jugend) so auf Bezirksoberliga-Niveau. Die Basisarbeit scheint ihm also immer noch am Herzen zu liegen - wenn auch vielleicht nur noch in seinem Heimatverein. Eine Anfrage wäre er aber allemal wert.


    Im Moment macht er die männliche B-Jugend die Bayernligaqualifikation spielt. Die haben letztes Wochenende die erste Runde überstanden. Außerdem macht er übergangsweise eine mE.
    Herren trainiert er schon mehrere Jahre nicht mehr. Das mit der Basisarbeit stimmt aber auf jeden Fall.

    Zum Thema:

    Einer der Grundsätze der These ist doch, dass das Ganze überraschend geschieht! Da das nicht gegeben ist, wenn man es ständig anwendet, wird auch gar nicht auf eine solche Situation abgezielt. Es geht um spezielle Spiele, die eine besondere Herausforderung bieten. Danach wird über die Integration von Jugendspielern gesprochen
    Bei diesen gilt natürlich, dass man sie nicht jedesmal in "das kalte Wasser" werfen kann. Irgendwann würde sich der Spieler an die Anfangsaufstellung "gewöhnen" und der Effekt reduziert sich. Aber wenn dies geschieht, ist die Integration schon recht weit fortgeschritten und damit ein Ziel erreicht.

    Ich halte etwas anderes für bedenklich:
    Nehmen wir mal an, dass ein Jugendspieler bei der ersten Herrenmannschaft eingesetzt wird. Er darf beginnen, wird in's kalte Wasser geworfen, und liefert eine äußerst schlechte Leistung ab (aus welchem Grund auch immer). Der Vertrauensvorschuss, der gegeben wurde, schlägt dann in's Negative um und vervielfacht den Selbstbewusstseinverlust des Spielers ("Der Trainer/die Mannschaft hat mir das Vertrauen geschenkt und ich habe versagt", "Was habe ich da nur gemacht", "Ich will nicht wieder beginnen"). Natürlich kann man den Spieler dann ein weiteres Mal beginnen lassen. Das kommt dann aber der Wette "Alles oder Nichts" gleich, denn eine weitere schlechte Leistung zieht den Spieler nur tiefer in ein Loch, während ihn ein gutes Abschneiden deutlich nach vorne bringen würde. Man kann das Problem sicher durch Gespräche und entsprechendes Handeln abschwächen, aber ein Restrisiko bleibt.

    Zitat


    Ich habe allerdings schon mal ein Spiel gesehen, wobei die 5 offensiven Leute körperlich sehr stark waren und regelmässig in die Pässe reinliefen. Wenn dann ein schwacher Gegner da ist, kassierten die dann die Pässe. Das wäre aber mit einer offensiven Manndeckung ab der Mittellinie auch passiert. Da gibts kaum Unterschiede.

    Du hast dein Problem ja selbst gelöst ;-). Antizipativ-aktives Verteidigen im Raum. Passwege bedrohen und dann muss dein Angreifer auch erstmal das 1-1 gewinnen. Der HM hat in der 1-5 keine grundsätzliche Libero-Funktion und steht daher im Normalfall immer beim Kreis und kann damit auch nicht immer helfen.

    Das was Bluemoon gesagt hat, trifft wohl auch total ins Schwarze. Ist mir genauso auch schon passiert.

    Zitat


    Mit Warmlaufen/Aufwärmspiel, Dehnung+Kräftigung, Spieler+Torwart einwerfen und abschließendem Trainingsspiel bleibt für das Einübungen von spielerischen Dingen meist nur rund 30 Minuten. Okay, das Trainingsspiel könnte man mal streichen, dann hätte man etwas mehr Zeit


    Nicht das Zielspiel streichen. In dem soll doch das Gelernte und Geübte im freien Spiel umgesetzt werden. Die Halle ist doch vor eurem Training sicher nicht abgeschlossen. Wahrscheinlich trainiert eine andere Mannschaft von euch oder eine andere Abteilung. Geht doch mal auf nette Art zum verantwortlichen Trainer und frag, ob du den Seitenstreifen schon eine halbe Stunde früher nutzen darfst. Meist hat da niemand was dagegen.
    Die Seite reicht völlig für Warmlaufen, Koordination, Kräftigung, Gleichgewicht, o.ä.! Dann hast du 1 1/2 Stunden die Halle für Dinge, die du auch wirklich mit Ball machst. Kannst ja noch 10 Minuten ein kleines Spiel machen, wenn die Spieler drauf bestehen. Dennoch 20 Minuten Zeitgewinn.

    Es gibt verschiedene "Spielstile" und nicht jeder mag den, den Heiner Brand spielen lässt. Andere Nationalteams und generell andere Mannschaften setzen auch auf andere Systeme.

    Du musst dir bewusst machen, dass deine Auslösehandlungen auch auf die Mannschaft zugeschnitten sein müssen. Beispiele:

    DHB-Nationalmannschaft: Pascal Hens wird jetzt nicht mal eben durch ein 1-1 ne Lücke öffnen können. Wenn man ihn aber in seiner Bewegung über die Mitte bringen kann, dann macht er zu nahezug 100% das Tor, falls er nicht gestört wird.

    Letzte Saison Kiel: Raumverlagerung nach rechts, Pass auf RL Jicha, der 1-1 gegen den Abwehrspieler im großen Raum maschiert.

    Je stärker die Spieler im 1-1 sind, desto mehr kann man darauf setzen Dinge in der Kleingruppe zu lösen.


    Bei dir hört sich das für mich erstmal nicht nach einem Problem im Bereich der Auslösehandlungen an. Da fehlts eher generell an der Wahrnehmung und dem Verständnis. Sowas kann man aber üben. Mach doch Grundspiele mit der festen Vorgabe Einlauf von LA und weiterspielen. Oder Kreuzung RM für RL und weiterspielen etc.

    Ich wage mal etwas zu schreiben, obwohl die Frage gar nicht an mich ging :- ).

    >AL bis AR spielt Übernehmen-Übergeben
    >Einläufe werden bis zur Mitte begleitet und dann mit HM übergeben
    >Übergänge werden begleitet
    >HM verteidigt Mann-Mann gegen den Kreisspieler. Bei Durchbrüchen (im Noftall also! nicht generell) hilft er. Der ausgespielte Spieler sinkt zum Kreis ab
    >Die offensiven Spieler können sich gegenseitig helfen (wie z.B. in einer 6-0 oder in einer 3-2-1 bei Durchbruch zwischen HR und VM)

    Nachteile:
    - sehr lauf-intensiv
    - anfällig gegen praktisch alles, gegen das auch andere offensive Abwehrformationen anfällig sind ;)

    Vorteile:
    - Führt von Manndeckung gut zur "festen" Abwehrformation hin
    - Gegner können gut unter Druck gesetzt werden
    - Schult (und fordert) intelligentes 1-1 Verhalten
    - Kommunikation zwischen Spielern wird trainiert
    - Gegenüber 3-2-1: weniger komplex, daher einfacher erlern- und umsetzbar

    RolfB wird sicher noch einiges hinzufügen, weil ich sicher mehrere Sachen vergessen habe.

    1-5 Deckung in Bayernliga C-Jugend hat wunderbar funktioniert. So schlecht waren die Gegner da gar nicht ;) .

    Man muss auch nicht "total offensiv attackieren". Die 1-5 ist eine einfach-erlernbare offensive Deckungsform, die zur 3-2-1 hinführt und damit einem Ausbildungszweck dient.

    Kommt wohl auch auf die Jugend an. In der B-Jugend kann man auch auf Oberliganiveau noch so eine Passübung machen und die Spieler korrigieren

    Und auch die einfache Übung kann schwerer gemacht werden:

    -Passvarianten
    -Statt drei Schritten einen Ein-Schritt-Kontakt
    -vor dem Pass zum RL macht der RA eine Passfinte zu RR
    -vor Einlaufen und Passannahme macht der Außen eine Lauffinte
    -Entscheidungsformen (In der Übung könnte man zwei Abwehrspieler auf HL und HR einsetzen, die den Pass zum Rückraum bedrohen. Der Rückraumspieler muss sich dann freilaufen. Besteht keine Möglichkeit kann der Gegenaußen direkt angespielt werden - hier wäre die Bezirksligamannschaft wohl überfordert, weil zeitgerechtes, bewusstes und genaues Agieren notwendig ist)