Jo Outsider81,
das hab ich. Und auch dort wird meine Auffassung der Regeln größtenteils geteilt. Genaugenommen kennt mein Lehrwart meinen Nick hier und kommt von selbst auf mich zu. Meistens bekomm ich von Ihm Argumentationstipps. Einmal war er aber auch absolut anderer Meinung als ich hier. Überzeugen konnte er mich auch, indem er den entsprechenden Regelbezug herstellte. Aber bei einer der wichtigsten Meinungen sind wir uns 100% einig, unsere Handballregeln kann man nicht interpretieren, dafür sind alle Formulierungen zu eindeutig.
Nimm doch einfach mal als Beispiel 8:3 und da
Vergehen, bei denen sich die Aktion überwiegend oder gar ausschließlich gegen den Gegenspieler statt gegen den Ball richtet, sind progressiv zu bestrafen
Zeig mir doch mal den Spielraum, der eine Interpretation zulässt. Dennoch ahnden wir nicht jedes Festmachen sobald der Angreifer den Ball in der Hand hält progressiv. Da kann man in die Situatin noch den Angriff auf den Ball sehen, auch wenn der Angreifer Ihn vom Körper weghält und der Vereidiger Ihn nicht erreicht.. Da, und somit nur auf dem Spielfeld, liegen unsere Spielräume.
Nenn mir doch mal eine Regel, die sprachlich nicht eindeutig ist. Und verwende bitte die Sprache, die der Duden vorsieht und nicht das, was der Sprachgebrauch daraus macht. Nicht umsonst gibt es deutsche Grammatik.
Und ganz so falsch kann meine Regelauslegung nicht sein, pfeife ich all das, was man als Einzelschiedsrichter bei uns im Kreis überhaupt pfeifen kann.
Das geht dann bis C-Jugend Oberliga. Und das ganze, obwohl ich sogar gelegentlich beobachtet werde. Abstufen wollt mich noch niemand.
Aber um beim Thema zu bleiben, hast du schon mal meine weiter oben besschriebene Übung mit der Tür ausprobiert??? Ich denke mal nicht.
3m Abstand, aus dem Stand nur 2 Schritte im Sprinttempo und dann vor der Tür stehenbleiben, das solltest du doch schaffen. Immerhin erwartest du, das deine Spieler das auch schaffen, wenn Sie im vollen Sprint mit einer Geschwindigkeit von 5m/s (alte Herren) bis 8,5m/s (höher Klassig) ankommen, und Ihnen der Verteidiger 2,5m von Ihnen entfernt seitlich in den Lauf sppringt und dort zum Stand kommt.
Oder noch besser, das passiert DIR, und ich wette, du bist der erste der dann schreit, das er überhaupt nicht mehr reagieren konnte.
Ich hab für genau das, schon Rot gegeben und es mit 8:5 d begründet. Ich hatte auch alle Zeit der Welt, mir das gründlich zu überlegen, wurde der Angreifer doch bewusstlos in Begleitung des Notaztes vom Feld getragen. Beschwert hat sich da übrigens keiner. (Hab mich später Erkundigt was passiert war, 3 Rippen gebrochen, sonst nichts)
Vielleicht auch mal die gleiche Situation des in den Weg stellens in einer anderen Situation. Angreifer geht bei 9m au vollem Lauf zum Sprungwurf, Verteiger macht auf 7m einen Schritt zur Seite und ist somit in der Sprungrichtung. Ich wünsch dem Angreifer dann schon mal viel Spass beim Ändern der Sprungrichtung
Eine Sache jedoch, das hab ich weiter oben auch schon mal geschrieben, nehme ich hier aus der Diskussion mit. Zukünftig werde ich in meine Überlegungen zur Entscheidung mit einbeziehen, ob der Angreifer noch eine Möglichkeit hatte zu reagieren.