Vom Ansatz her ist die Frage mit Sicherheit interessant.
Aber wie hier in verschiedenen Diskusionen oftmals zu lesen, ist die Regelauslegung sogar unter langjährigen Schiedsrichtern sehr unterschiedlich.
Dabei sind unsere Regeln eigentlich sehr klar formuliert. Jedoch findet man, wenn man will immer wieder die Regel, die im umgangssprachlichen Gebrauch der deutschen Sprache, vielfältige M;öglichkeiten offen lässt.
Nehmt einfach mal 6:2,
Beim Betreten des Torraums durch einen Feldspieler Ist wie folgt zu entscheiden:
Solange wir hier erst einmal darüber diskutieren müssen, wie diese Formulierung in der Anwendung der deutschen Sprache zu verstehen ist, werden wir nicht einheitlich pfeifen.(Hier im Forum geschehen)
Und das Problem ist noch nicht einmal bei uns zu suchen, sondern vielmehr bei den Ausbildern. Immerhin bringen auch diese eine unterschiedliche Schulbildung und damit eine unterschiedliche Auslegung der deutschen Sprache mit. Hier müsste man meines Erachtens zuerst ansetzen.
Außerdem kommt gerade im Handball auch noch die Verschachtelung der einzelnen Regeln zueinander dazu. So kann es durchaus sein, das eine Regel ganz klar eine Aussage trifft, jedoch eine andere, hier ist 13:2 ausdrücklich zu nennen, dem Schiedsrichter Interpretationsspielraum eröffnet. Und solange Schiedsrichter Interpretationsspielraum erhalten, wird es in der gleichen Situation unterschiedliche Entscheidungen geben.
Aber auch die Regeln selbst lassen dem Schiedsrichter keine Möglichkeit, korrekt nach der Regel zu pfeifen.Lege ich 8:3 korrekt aus, habe ich nach 15 Minuten Spielzeit mindestens 10 Spieler progressiv bestraft und werde Mühe haben, das Spiel mit 14 Spielern zu beenden. Das typische Zumachen des Gegners, um einen Spieler einfach nur daran zu hindern, den Ball zu fangen oder aber weiterzuspielen, ist durch alle Spielklassen durchgängig dauerhaft zu sehen, Einen Angriff auf den Ball stellt das jedoch nicht dar und war nach 8:3 progressiv zu bestrafen.
Wer jetzt verlangt, das Trainer oder sogar Spieler in der Lage sein sollen, Regeln zu verstehen oder gar zu befolgen, die sogar Schiedsrichtern im Rahmen der Regelbefolgung Schwierigkeiten bereiten, erwartet zu viel.
Insofern können wir nur immer wieder "SO UNGEFÄHR" pfeifen um einen halbwegs geordneten Spielbetrieb zu gewährleisten.
Das es aber auch anders geht, habe ich in meinen 8 Jahren als Fußbalschiedsrichter erlebt und gelernt. Jede Regel im Fußball ist klar und lässt keine Interpretation zu. Man muss diese nuir kennen.