Wenns denn sein soll, bei uns wird immer noch gespielt aber dieser Bericht wurde leider erst jetzt möglich, man will dem Endspielgegner ja keine Hinweise geben.
Halbfinale C- Jugend Mädchen Heimspiel:
Eine Katastrophe jagt die nächste. Töchterchen hat Geburtstag, die wichtigste Fangruppe (übrigens die männliche Jugend des örtlichen Erzrivalen ) kann nicht kommen, da wegen eigenem Qualifikationsspiels auswärts unterwegs . Zu allem Überfluss ist die beste Trainerin von allen wegen wichtiger Familienangelegenheiten verhindert. Der ernsthaft gemeinte Versuch zwischendurch kurz per Flieger zurück und wieder hin zu kommen scheitert, kein Flug zu buchen.
Da ich die Alternative kenne, befürchte ich, dass dieser Bericht möglicherweise genau die Qualität gewinnen könnte, die ZeeBee letztlich bei mir nachgefragt hat. Der übernehmende Trainer ist mir von zwei Jungenmannschaften bekannt – ja ich habe auch Söhne- ; ein wirklich guter Mann, aber man weiß, dass er sich gerne mal mit den Schiedsrichtern anlegt. (Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche..). Er hat sehr hochklassig gepfiffen, und hätte sich selbst wahrscheinlich in jedem Spiel schon vor der Pause auf die Tribüne geschickt… 
Das kann ja heiter werden. 
Töchterchen hat die Aufgabe als Spielführerin den Gegner zu begrüßen.. die Mädels fassen sich wie üblich an den Schultern und sie ruft: Wir begrüßen den Gegner mit einem kräftigen … und kriegt zur Antwort „ Happy birthday to you…“ die komplette Strophe. 
Ich bin gespannt, der Gegner hat das letzte Spiel gefilmt und das war wie geschildert katastrophal. Vorbereitung mit diesem Material kann nur ins Auge gehen.
Die erste Gemeinheit unseres Trainers ist dann auch, dass er die Spielerin vom rechten Rückraum, die beim letzten Mal die meisten Tore geworfen hat auf der Bank sitzen lässt.

Die Mädels spielen sehr variabel im Angriff und konsequent in der Deckung. Gehen in Führung, aber kassieren auch gleich zwei Siebenmeter. Lassen sich dadurch nicht beirren. Die Gegnerinnen rennen sich permanent in der offensiven Deckung fest. Nach zwanzig Minuten sind bei ihnen die ersten Frustrationserscheinungen zu bemerken. Während wir zu einfachen Toren über Außen und durch schnelle Gegenstöße kommen, sehen die Gäste mehrfach die erhobene Hand der Schiedsrichter und werden sogar zweimal wegen Zeitspiel abgepfiffen. Zur Pause 16 zu 10. 
Nach der Pause haben unsere Schätzchen scheinbar Konzentrationsmängel. Sechs Tore Vorsprung waren wohl zu viel. Zehn Minuten für den Gegner.
Mehrere leichtfertig verworfene Bälle. Nicht das ich nervös werde, dazu waren sie in der ersten Halbzeit zu stark. Und richtig bis auf 21:18 kommt der Gegner heran, aber dann setzt sich die bessere Kondition, die größere Kraft und die größere Erfahrung durch. 
Unser Mädel für den rechten Rückraum hat öfter mal auf der Bank gesessen, und eine Einwechslung mangels angezogener Schuhe verpasst. … aber das wird wieder…..am Ende sind es beruhigende sechs Tore Polster für das Rückspiel. 
Und der Trainer war die ganze Zeit ausgesprochen ruhig. Vielleicht sollte er Mädchen trainieren…. das erzieht.. 