Zitat
Original von Juraschick
Stimmt. Und den wissen wir nicht. Mit ziemlicher Sicherheit ist es ein Erlebnis, der der Junge ganz subjektiv aus seiner Sicht als Frusterlebnis empfunden hat.

Womit hät er denn geschossen, wenn er keine Waffe gehabt hätte ???
Gründe für Jugendliche auszuflippen gibts reichlich:
von der Weltwirtschaftslage über die Unwirtlichkeit unserer Städte, der desolaten Schulsiituation, der mangelnden Kundenorientierung des Einzelhandels, Liebeskummer bis zu Pickeln im Gesicht.
Wer regelmäßig mit pubertierenden Jugendlichen zu tun hat, weiß welche Ausraster - glücklicherweise auf Ebenen unterhalb von realen Amokläufen-
möglich sind.
Ich sehe zur Vorbeugung nur zwei Ansatzpunkte:
Verschärfung des Waffengesetzes: keine automatischen und halbautomatioschen Waffen in privater Hand. Keine Munition in Privathaushalten. Ausgabe von Munition an Schützen und Jäger nur für bestimmten Verwendungszweck und für einen begrenzten Zeitraum. Nachweis der Verwendung.
Veränderung an den Schulen:
Schulen müssen unter den gegebenen Verhältnissen ein Stück Zuhause/Famile für die Schüler sein. Die Behauptung Erziehung sei Sache der Eltern, in der Schule solle in erster Linie Wissen vermittelt werden, ist
aus "Finanznot" und pädagogischer Unwissenheit geborene Ideologie.
Muss heißen: Lehrer entsprechend ausbilden: Den größten Teil des Studiums müssen Psychologie und Pdagogik ausmachen.
Schulen umgestalten, andere Räumlichkeiten, mehr Platz für Gruppenarbeiten, Freizeitmöglichkeiten, Ruheräume.
Wohlfühlen muss den gleichen Stellenwert haben wie Brandschutz.
Klassen kleiner machen, andere - Vereine, Kirchen, Kultureinrichtungen einbeziehen.
Unterrichtsinhalte und Methoden ändern: die Welt ist nicht nach Schulfächern geordnet. Unterrichtsgegenstände, die den Menschen nicht nur kognitiv betreffen wieder in den Vordergrund rücken: Kunst,Musik,Literatur, Sport.
Kurz: stellt wieder den Menschen in den Vordergrund und nicht seine Verwertbarkeit im Produktionsprozess.
Völlig auszuschließen sind solche Amokläufe aber nie.