Beiträge von tausendfeuer

    Handball: Magelinskas verlässt TVB

    Wuppertal. Torjägerin Laura Magelinskas (20) wird den abgestiegenen Handball-Zweitligisten TV Beyeröhde verlassen und zum Spitzenreiter HSG Bensheim-Auerbach wechseln. Sie geht mit ihrem Freund, dem österreichischen Nationaltorwart Thomas Bauer, der vom Zweitligisten TV Korschenbroich zum Konkurrenten Frankfurt Rhein-Main wechselt. Bleiben werden bei Beyeröhde die Münch-Zwillinge. Auch die Routiniers Anna Disselhoff und Domi Karger haben ihre Zusage gegeben, werden aber eventuell nicht nur im Beyeröhder Trikot aktiv sein, sondern auch noch andere Aufgaben im Verein übernehmen. fwb

    Quelle: http://www.wz-newsline.de/?redid=771540


    Ja. Passt. Und was macht Ilka Held ?

    Ich glaube nicht, dass es an guten Aussenspielerinnen mangelt. Das Problem liegt sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in der Ausbildung schon in der Jugend. Es ist viel schwieriger Spielzüge, das Spiel über aussen, Auseinanderziehen der Verteidigung zu üben, als Hochspringen und draufhalten. Wenn ein Jugendtrainer eine begabte Kante hat, dann kann er auf komplexe Übungen verzichten... der kurzfristige Erfolg ist sicher...

    Vielleicht könnt ihr Yukonurlaub aber mal zu den Problemen einer Linkshänderin auf halblinks befragen... Anna geht nämlich grundsätzlich nicht gegen die Hand.... braucht sie bei ihrer Quote auch nicht. .. da erfreut sich die RA natürlich einer permanenten Manndeckung und der Gegner massiert die Verteidigung mit vier Leuten rechts der Mitte.... wegen der persönlichen Erfolgsquote traut sich kein Trainer ihr zu sagen, dass sie ihre Spielweise ändern soll... Nebenbei ist Anna nämlich auch noch absolut top in der Verteidigung...

    Ob es am Schuh lag ?? Aber natürlich. Aber wahrscheinlich nur daran, dass die Griffigkeit der Sohle die Höhe der Fusssohle über dem Boden etc anders ist.
    Neue Schuhe bedeuten immer ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Allein die Sohlengriffigkeit: ich kann mich entsinnen, dass mein Ältester mit 1 Jahr alten Schuhen immer eiin durchaus sichtbares Stück rutschen konnte, der gleiche Versuch bei neuen Schuhen kann sich sehr unglücklich auswirken.

    Grundsätzlich geb ich als Vater von mehreren sportlich extrem aktiven Kindern ein sehr positives Urteil über die Asics Schuhe ab. Sowohl als Laufschuh, als auch speziell für das Handballspiel.

    Gute Besserung. :hi:

    Nur Dagmara Kowalska und Inge Roelofs mit gehobenem Bundesliganiveau : 20:25-Schlappe besiegelt Abstieg der BVB-Damen

    Dortmund, 28.02.2010, Christian Menn

    Das war's dann wohl. Nach der 20:25-Niederlage beim VfL Sindelfingen stehen die Handballerinnen des BVB mit fünf Punkten Rückstand bei noch vier ausstehenden Spielen als Absteiger aus der ersten Handball-Bundesliga fest. Den Weg nach unten kennen sie: es ist bereits der dritte Abstieg seit 2007.

    Sie gibt im Abstiegskampf alles und erzielte in Sindelfingen fast die Hälfte der BVB-Tore: Dagmara Kowalska. Eibner Pressefoto Foto: Eibner Pressefoto

    Auch vor drei Jahren hatten sie nach dem Sieg gegen Göppingen gejubelt und Optimismus verbreitet. Wie sich die Bilder gleichen: Am letzten Wochenende feierten sie den Sieg gegen Trier wie den Klassenverbleib. Doch diese Mannschaft war und ist nicht in der Lage, zwei gute Spiele hintereinander abzuliefern. Was zuhause noch mit Konzentration, Kampfkraft und der Unterstützung der Fans gelingt, geht in fremden Hallen mit schöner Regelmäßigkeit daneben.

    Nur zwei Borussinnen zeigten gehobenes Bundesligaformat: Dagmara Kowalska (9) erzielte fast die Hälfte aller Tore, und Inge Roelofs erreichte mit 19 gehaltenen Bällen eine großartige Bilanz.

    Da nutzten auch die beiden Verstärkungen nichts, die als geheime Kommandosache behandelt wurden. Linksaußen Nicola Scholl, die bis 2007 beim VfL Oldenburg spielte und ihre Karriere beendete, weil es sie beruflich nach Hagen verschlagen hatte, erhielt ihre Spielberechtigung erst am Freitag kurz vor Mitternacht. Und urplötzlich - auch für Trainer Gustl Wilke überraschend - meldete sich Gesine Paulus zurück. Sie war kurzfristig gesund geschrieben worden. Doch wirklich helfen konnten die beiden der Mannschaft (noch) nicht - dazu fehlten Trainingseinheiten -, allenfalls konnten sie anderen eine kurze Verschnaufpause verschaffen.

    „Wir haben, wir wir es uns vorgenommen hatten, Sindelfingen nur 25 Tore gestattet”, resümierte Gustl Wilke, „aber nur 20 zu werfen, bei einer Angriffseffektivität von 30 Prozent, war natürlich erbärmlich.” 30 Prozent gegen Sindelfingen? Da trennt sich die Spreu vom Weizen. „Wir haben kämpferisch wieder alles gegeben”, fuhr Wilke fort, „aber bei einigen sieht man eben deutlich die Grenzen.”

    Die Frage des Tages: Wie geht's weiter? Die restlichen vier Partien, gegen Frankfurt und Leipzig, in Celle und gegen den Thüringer HC, sollte die Mannschaft mit Anstand über die Bühne bringen. Dann steht der Neuaufbau an. Um Dagmara Kowalska, die erst spät verpflichtet wurde, sich konditionell zurückkämpfte und sich nach kurzer Anlaufzeit für den BVB aufrieb, Zuzana Porvaznikova, Steffi Glathe und Julia Kunze soll ein neues Team mit Perspektive aufgebaut werden. Der im März ins Leben gerufene Sponsorenpool von acht Firmen hat noch weitere zwei Jahre Bestand. Welche Möglichkeiten zur Ergänzung oder Verstärkung tatsächlich bestehen, ist unbekannt. Transparenz war noch nie eine Stärke der Abteilung. Trotz der Ankündigung „Wir waren mit den Planungen noch nie so weit wie in diesem Jahr” weiß selbst Gustl Wilke noch nicht, wer kommt und wer geht. Zumindest auf diesem Gebiet - wenn schon nicht sportlich - bleibt es spannend...

    BVB: Roelofs, Roch, Trodler; Kowalska (9), Köhler (1), Tomlik, Schäfer, Paulus, Porvaznikova (4/2), Busch (1/1), Kramer, Cocx (1), Kunze (3), Scholl (1).

    Quelle: http://www.derwesten.de/sport/lokalspo…-id2658451.html

    :wall: :wall: :mad: :mad:

    Mich kocht der Blut. Kein öffentlicher Kommentar von mir. Vielleicht kann sich ja mal jemand anderes aus Dortmund äussern. Ich bin raus.

    25. Februar 2010 - 20:11 Uhr
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    Handball: Beyeröhdes Damen mit Terminproblemen
    Wer läuft wann und wo auf?

    Wuppertal. Ein ereignisreicher Samstag steht den Handballerinnen des TVBeyeröhde bevor: In der Buschenburg empfangen die 1. Damen im Zweitligaspiel um 18 Uhr den ambitionierten Tabellenvierten TuS Weibern. Danach wollen die 2. Damen in der Oberliga gegen den Dritten Mettmann Punkte gegen den Abstieg sammeln, und zwischendurch spielt die A-Jugend als Spitzenreiter um 18.20 Uhr beim stark eingeschätzten ASC Dortmund.

    Genau genommen würden zumindest die Münch-Zwillinge und Tugba Gürdere in allen drei Mannschaften gebraucht, und auch die A-Jugendlichen Julia Schindler und Torhüterin Kristin Aurich stünden zumindest der 2.Mannschaft gut zu Gesicht, aber da wären selbst Improvisationskünstler wie sie beim TVB notgedrungen seit Jahren am Werk sind, vor unlösbare Probleme gestellt.

    Am vergangenen Samstag war die selbst theoretisch kaum noch zu rettende 1. Mannschaft in Metzingen geschwächt, aber „verstärkt“ durch Team-Managerin Steffi Osenberg (42) angetreten, hatte durch den Verzicht auf die Nachwuchsspielerinnen jedoch A-Jugend und Zweitvertretung zu Siegen verholfen. Die Strategie für Samstag steht noch nicht fest. Zumal man noch nicht weiß, ob auch die Verletzten wieder zur Verfügung stehen.

    Die ungarische Torfrau Lilla Mozga und Publikumsliebling Rechtsaußen Mona Butzen sahen zu Beginn der Trainingswoche noch zu, waren aber bezüglich der Partie gegen Weibern optimistisch. Auch die österreichische Nationalspielerin Laura Magelinskas, mit 123 Treffern immerhin Nr. 3 der Liga-Torschützenliste, spielte in Metzingen angeschlagen, dürfte aber wie gewohnt die Zähne zusammen beißen.

    Weibern hat zu Saisonbeginn das Erreichen der Play-off-Runde als Ziel ausgegeben und ist laut TVB-Trainer René Baude ausgezeichnet besetzt. Das Hinspiel verlor der TVB nach schwacher Leistung deutlich. Zuletzt gewann Weibern glanzlos mit 25:21 gegen den BSV Sachsen Zwickau. Aber was würden die Beyeröhderinnen, die bisher lediglich einmal gegen den Vorletzten SC Riesa gewannen, für ein paar glanzlose Siege geben? fwb

    Quelle: http://www.wz-newsline.de/?redid=767886

    Ob es jedwedem Gegner wohl sehr wurscht ist, wer da aufläuft...

    BVB muss in Sindelfingen gewinnen - sonst hat alles Rechnen ein Ende: Kellerkinder unter sich
    [25.02.10] Die Dänin Maja Sommerlund ist eine schlaue Kreisläuferin. Sogar eine der schlauesten der Liga. Den Ball fängt sie mit der rechten Hand, mit der linken hält sie sich die Gegnerinnen vom Leib.
    35 Jahre ist sie alt, seit 2002 spielt sie in der Bundesliga, zunächst in Frankfurt/Oder, danach beim Thüringer HC, 1. FC Nürnberg und seit 2008 in Sindelfingen. Ob sie sich erinnern könne, über 60 Minuten mal so viel Raum bekommen zu haben, wurde sie am 31. Oktober nach dem 32:27-Sieg in Wellinghofen gefragt. „Ganz eindeutig: noch nie”, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen.

    Gestern Nachmittag saß Gustl Wilke wieder einmal vor dem Video. „Ich schaue mir noch mal das Trier-Spiel an und filtere die Abwehrschwächen heraus”, erzählte der Trainer der BVB-Handballerinnen, „in der Defensive sehe ich noch Steigerungspotenzial, im Angriff haben wir nach dem Ausfall von Steffi Glathe und Gesine Paulus weniger Optionen.” Sein Traum sei es, im vielleicht vorentscheidenen Duell zweier Abstiegskandidaten Sindelfingen am Samstag „unter 25 Toren zu halten und selbst 25 zu machen.” Parallel dazu kommt es übrigens zum Aufeinandertreffen von Trier und Celle (Anwurf jeweils 19.30 Uhr).

    Dass Sindelfingen zuletzt neun Mal in Serie verlor und zuletzt in Frankfurt/O. aus der Halle gefegt wurde (20:37), ist auch Wilke nicht entgangen. Und dennoch: auch die Gastgeber haben einen Sieg eingeplant. „Die Partie gegen den BVB ist das wichtigste Spiel der Saison", glaubt VfL-Coach Emir Hadzimuhamedovic. Manager Jens Bermanseder rechnet vor: „Wir brauchen noch zwei, besser drei Siege. Zuhause gegen Dortmund stehen unsere Chancen nicht schlecht.” Um halb Zwölf reist der BVB, der aus der guten Leistung gegen Trier Kraft und Selbstvertrauen schöpft, am Samstag gen Süden, er wird im Raum Heidelberg zu Mittag essen. Auf der „Abendkarte” steht dann der VfL.

    Das Restprogramm der vier Abstiegskandidaten:

    12. Borussia Dortmund, 6:28 Punkte, Tore -75
    Heimspiele: FHC Frankfurt/Oder, HC Leipzig, Thüringer HC.
    Auswärtsspiele: VfL Sindelfingen, SVG Celle.

    11. VfL Sindelfingen, 9:25 Punkte, Tore -76
    Heim: BVB, Thüringer HC, Bayer Leverkusen.
    Auswärts: CVG Celle, FA Göppingen.

    10. DJK MJC Trier, 9:25 Punkte, Tore -70
    Heim: CVG Celle, FA Göppingen, Buxtehuder SV.
    Auswärts: Thüringer HC, Bayer Leverkusen.

    9. CVG Celle, 10:24 Punkte, Tore -42
    Heim Sindefingen, BVB.
    Auswärts: DJK MJC Trier, FHC Frankfurt, HC Leipzig.

    Frischauf Göppingen (14:20) und der Thüringer HC (15:19) befinden sich bereits am rettenden Ufer. 14 Punkte werden zum Klassenverbleib reichen. Wenn der BVB sich noch eine Chance ausrechnen will, dann gibt es keine Alternative zu einem Sieg in Sindelfingen. Gelingt dies nicht, hat alle Rechnerei ein Ende.

    Christian Menn (Westfälische Rundschau)

    Quelle:http://www.bvb-handball.de/?Z%1B%E7%F4%9D

    Dem bleibt nun nichts mehr hinzuzufügen, ausser der Hoffnung, dass Gustl bei der Videoanneliese mal richtig hinguckt....ich sehe auch im Angriff durchaus Steigerungsmöglichkeiten....könnte daran liegen, dass ich öfter mal auf die rechte Seite gucke.... :wall: :wall: :wall:

    Gustl Wilke: "Glathe ist nicht zu ersetzen"

    Dortmund, 23.02.2010, Volker Surkamp, Timm Becker

    Dass es schwer werden würde, diese etwas unverhofft gekommene Bundesliga-Saison zu überstehen, war jedem in der BVB-Handball-Abteilung von Beginn an klar. Der Tenor der Sportlichen Leitung: „Die erste Sieben ist stark genug, aber langfristige Ausfälle können wir uns nicht erlauben.”

    Es ging lange gut, aber jetzt, in der entscheidenden Phase, wird es richtig eng. „Der Ausfall von Gesine Paulus war kaum noch zu kompensieren”, so Trainer Gustl Wilke, „jetzt Steffi Glathe – zu ersetzen ist sie nicht.” Gestern wurde die Rückraum-Allrounderin operiert: Den Bruch des Ringfingers hatte sie sich gegen Trier zugezogen – ein hoher Preis für den umjubelten Sieg.

    Ob Steffi Glathe in den letzten fünf „Endspielen” noch einmal zum Einsatz kommen kann, erscheint höchst fraglich. „Wenn es die linke Hand wäre, hätte man vielleicht nochmal mit ihr planen können...”, ließ Wilke seinen Gedanken freien Lauf – es ist die Wurfhand, da dürfte es selbst für die Partien in Celle (27. März) und gegen Thüringen (10. April) eng werden.

    Zunächst jedenfalls gilt für Wilke: schon am Samstag, im Kellerduell in Sindelfingen, sind für drei Rückraumpositionen nur zwei gestandene Bundesliga-Spielerinnen verfügbar. Neben Dagmara Kowalska und Zuzana Porvaznikowa werden Marieke Köhler oder Carina Schäfer spielen, „und beide”, so Wilke, „sind noch in den Gesellenjahren.”

    Quelle: http://www.derwesten.de/sport/lokalspo…-id2636685.html

    1. Die erste Sieben wäre stark genug gewesen. ... wenn man sie denn nur hätte spielen lassen.
    2. Karina Schäfer gehört zu denen, die etwas mehr Einsatzzeit verdient gehabt hätten, kurzum: Sie ist besser als der Trainer glaubt..
    3. Gut gegangen ist es mit der knappen Besetzung schon die ganze Saison nicht...... (oder hab ich was verpasst ??)

    ... und jetzt warten wir in Dortmund ganz gespannt auf die Vorstellung des "Kaders der Zukunft" :schlaf:

    Gallarus Oratory.

    Es handelt sich dabei um ein bootförmiges Gebetshaus, das am besten erhaltene in Trockenmauertechnik errichtete Kraggewölbebau der Insel. Doch nicht nur das: die mystische Atmosphäre dieses Platzes lässt uns erahnen, wie hier Menschen die spirituelle Begegnung mit Gott und der Natur suchten.

    Quelle:

    http://mystische-orte.de/irland/irland-…-die-anderswelt

    Aber Kono soll weitermachen. Ich betrachte das hier als grob unfaires Abstauben.
    :D

    In der Sache gebe ich Bankwärmer durchaus recht. Hohes Niveau ist anders. Spielzüge bei Trier weitgehend Fehlanzeige. Bei Dortmund besser, dafür bei BvB Abschlussschwäche und tw. Probleme im Abwehrverhalten....

    Der Journalist hat aber in erster Linie die Auflage im Auge. Und- und dafür sollte man dankbar sein- wird in Do relativ umfangreich und freundlich - also im Interesse des Vereins - berichtet. Dabei geht andererseits leider die Funktion als kritische Instanz verloren: der Journalist schreibt, was dem Trainer und dem Management recht ist....

    Ich würde sagen, die Zeitungsleute machen einen letztlich guten Job. :bigok:

    Zitat

    Original von Bankwärmer

    Spiegelt sich natürlich auch am Tabellenstand beider Teams wieder. :baeh:

    Kann ich Deinem Beitrag entnehmen, dass Du die Sachkompetenz des verantwortlichen Sportjournalisten bzw. seiner Zuträger anzweifelst ? :hi:

    Borussinnen behalten in einem packenden und spielerisch guten Spiel die Nerven : 29:28-Sieg bringt neue Hoffnung

    Dortmund, 21.02.2010, Christian Menn

    Dortmund. Es war ein packendes Spiel mit gutem Bundesliganiveau. Der 29:28-Erfolg des BVB gegen die Trierer Miezen ist vom Ergebnis her eigentlich nichts Besonderes. Die Situation macht ihn erst zu etwas Außergewöhnlichem, weil den Borussinnen das Wasser bis zum Hals stand.

    Und weil der Sieg nach einigen unglücklichen, aber auch einigen äußerst enttäuschen Spielen in dieser Saison so wichtig war, feierten sie, als sei ihnen etwas ganz Großes gelungen. Ausgelassener feiern Meister auch nicht. Ende gut, alles gut?

    Als Zuzana Porvaznikova eine halbe Minute vor dem Abpfiff das 29:27 erzielte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr, die Zuschauer tanzten, sangen und klatschten sich ab. Dabei hatte sich „Zuzka” mit dem Treffer nur davor bewahrt, die geballte Wut und Enttäuschung der Zuschauer und Mitspielerinnen auf sich zu ziehen. Denn Sekunden zuvor hatte sie völlig „blank” Triers Torfrau Anna Monz angeschossen. Halbhoch. Eine handballerische Todsünde.

    Trier glich tatsächlich durch Jung-Nationalspielerin Svenja Huber zum 27:27 aus. Dagmara Kowalska legte von Linksaußen nach (28:27), ehe die Slowakin ihr persönliches Happyend feierte.

    Nachher konnte sie wieder lachen: „Ich wusste, dass ich das entscheidende Tor mache. Ja wirklich, das hatte ich im Gefühl.” Ende gut, alles gut?

    Noch ist nichts erreicht. Sechs Punkte hat der BVB nun, dessen Freude über den Sieg durch den Celler Punktgewinn gegen Oldenburg (24:24) getrübt wird. 2007 und 2009 stieg er mit jeweils elf Punkten ab. Am 24. März 2007 gab es in Wellinghofen ähnliche Jubelstürme nach dem 31:23-Erfolg gegen Göppingen. Der BVB wähnte sich am sicheren Ufer. Eine Woche später war er Zweitligist.

    Auch in dieser Saison werden elf Punkte nicht reichen. Darum kann es jetzt nur heißen: das Trier-Spiel abhaken, in Sindelfingen (27. Februar) und Celle (27. März) sowie gegen Frankfurt (6. März) und den Thüringer HC (10. April) gewinnen. Danach können sie die ganze Nacht tanzen wie am Samstag Abend, kurz vor halb Neun. Punkte gegen Leipzig (10. März) sollten sie besser nicht einkalkulieren.

    Spielerisch war es vielleicht die beste Borussia dieser Saison (54 Prozent Effektivität im Angriff), die schon zur Halbzeit hätte führen können. „Das sind typische Spiele, die man am Ende knapp verliert”, unkten die Fans schon zur Pause. Viermal hatten die Dortmun-derinnen bis dahin freistehend vergeben. Und dazu noch naiv, weil nicht nah genug gegen Nadja Nadgornaja (7/1) und Lidia Jakubisova (6) gedeckt. „Dabei hat uns Gustl bis ins Detail gezeigt, wie wir uns gegen sie anstellen sollen”, ärgerte sich nachher die im Angriff überragende Steffi Glathe. Ende gut, alles gut?

    „Der BVB hat auf jeden Fall verdient gewonnen”, sagte nachher Thomas Happe, „verdient, weil er vom Kampf und Engegament her bis zum Ende durchgehalten hat. Wir haben es nicht geschafft, uns so, wie es nötig gewesen wäre, dagegen zu stemmen. Ich wünsche dem BVB alles Gute.” Balsam für die in dieser Saison oft geschundenen Seelen.

    Gustl Wilke freute besonders, dass „die Mannschaft bis zuletzt an sich geglaubt hat und dass sich alle gegenseitig gepusht haben. Mein besonderer Dank geht aber an die Fans für ihre phantastische Unterstützung.” Jetzt soll ein Fanbus mit nach Sindelfingen. Präsident Reinhard Rauball in Geberlaune: „Übernehmen wir.”

    BVB: Roch (bis 36.), Roelofs (ab 36.), Trodler; Kowalska (5), Glathe (7), Köhler (1), Schäfer, Porvaznikova (6/2), Busch, Kramer (3), Cocx (4), Kunze (3), Tomlik.

    DREI FRAGEN AN STEFFI GLATHE:

    Steffi Glathe kam 2005 aus Riesa zum BVB und nahm 2008 die Herausforderung Bayer Leverkusen an. Nach nur einem Jahr kehrte sie nach Dortmund zurück. Gegen Trier war sie in einer kämpferisch und spielerisch starken Mannschaft die Beste.

    Wie ist Ihre Gemütslage nach diesen dramatischen 60 Minuten?

    „Tiefe Zufriedenheit drückt meine Gemütslage am besten aus. Wir haben es uns unnötig schwer gemacht und hätten schon einen Vorsprung in die Halbzeit mitnehmen können, wenn wir nicht wieder so schlampig mit unseren Chancen umgegangen wären. Allerdings hatten wir bei einem halben Dutzend Pfostenwürfen auch reichlich Pech.”

    Was bewirkt der Sieg für den Rest der Saison, es stehen noch fünf Spiele aus?

    „Wir glauben wieder ganz fest an uns, und ich hoffe, dass der Sieg unsere Moral stärkt, denn die war nach einigen unglücklichen Niederlagen in der Hinrunde doch etwas angeknackst.”

    Die Abwehr des BVB zeigte zwar Schwächen gegen Nadgornaja und Jakubisova, wirkte aber im Verband wesentlich gefestigter als zuletzt. Nachdem es in Nellingen nur eine Zeitstrafe wegen Meckerns gegeben hatte, zeigte der BVB diesmal auch eine gesunde Härte...

    „...wir haben das im Training angesprochen, dass wir alle viel zu lieb sind. Vorne holen wir uns Beulen, hinten langen wir nicht richtig zu. Wir haben beschlossen, uns auch im Training gegenseitig mehr weh zu tun - das ist nicht persönlich gemeint, sondern ein Teil unseres Jobs.”

    Christian Menn

    Quelle: http://www.derwesten.de/sport/lokalspo…-id2625786.html

    1. Tut euch besser nicht zu sehr weh... die Personaldecke ist doch schon dünn genug... und dann fällt jetzt Stefanie Glathe auch noch mit mehrfach gebrochenem Finger an der Wurfhand aus.(guckst du hier: http://www.bvb-handball.de/?Z%1B%E7%F4%9D )

    2. Für mich gingen da immer noch zu viel Würfe daneben oder in/an die Hände der Torfrau. Macht man in Dortmund eigentlich kein Wurftraining ?

    3. Gewonnen hat tatsächlich die Mannschaft, die mit dem größeren Willen zum Sieg aufgetreten ist.

    Zitat

    Original von Steinar
    naja, ist bei den doppelevents durchaus üblich - Du erwirbst halt ein Tagesticket. Willst du erst alle aus der Halle werfen? Dann wäre der Sinn ja verfehlt.

    Mag ja üblich sein, macht die Sache aber deshalb noch nicht besser... :nein: :nein:

    Sollte allerdings die gesamten Einnahmen der Frauenmannschaft zukommen, könnte ich meine Einstellung überdenken.. ;) :angel:

    Für mich ist die korrekte Bezeichnung dieses Vorgangs nicht "schwäbische Sparsamkeit" sondern:
    Üble Wegelagerei !