Beiträge von Sinola

    da fängt es doch schon an, das es für viele, bzw die meisten gar nicht möglich ist, nur im ansatz irgendetwas für ein magazin auf die beine zu stellen.


    In einer besseren Welt sollte es dies aber. Hier wurde doch mal erwogen, was ein Drittligist an Saisonetat an den Start bringen muss. Die Schätzungen bewegten sich um die 300 000 Euro. Davon sollte es in Zeiten der multimedialen Gewandtheit und der Preisnivelliering digitaler Technik doch möglich sein, einen Betrag x für die Produktion von wackel- und flimmerfreien Bildern abzuzweigen. Und wenn eben doch gar keine Mittel bereitstehen sollten, erhält die beauftragte Produktionsfirma eben ein paar Anzeigen für lau im Programm- bzw Saisonheft.
    Steinar, du hast gefragt, was die Erwartungen sind: Ich möchte für die TV-Version (wie schon erwähnt, könnte ich mich nach derzeitigem Stand kaum für eine andere Alternative begeistern)
    1. als oberstes Gebot Objektivität und Neutralität. Nicht wie in den 3.Programmn bisher üblich nur Angriffszenen der "eigenen" Mannschaft und Interviews mit dem heimischen Trainer bzw. Spielern, sondern schön 50/50 verteilt. Gleiches gilt für die Kommentierung.
    2. Fachleute statt Profis. Damit meine ich, dass ich statt geschniegelter Moderatoren mit Dauergrinsen und drei Jahren Performancetraining lieber nicht so sprachgewandte, aber dafür kompetente Leute mit Handball-Sachverstand sehen und hören möchte. Durchlässige Strukturen sind hier unbedingt erwünscht. Als Kommentator mal der Trainer eines Ligakonkurrenten, in den Interviews dann auch mal Leute von Fanclubs, die was Gescheites beizusteuern haben.
    3. Wünschenswert wären natürlich zeitnahe Sendungen. Bis spätestens Mittwoch sollte die Sendung wo auch immer schon über die Bühne gegangen sein.
    4. Spielberichte als Hauptbestandteil der Inhalte. Beim Ideal von 2 Stunden also etwa 1:15 für bewegte Bilder, 0:20 für Interviews, 0:15 für sonstige Analysen am Taktiktisch oder mit der guten alten Magnettafel und der Rest für Tipspiel sowie einen Blick über den Tellerrand in besonders interessante Spiele der drei anderen Staffeln.

    Das mag für das Publikum im jüngeren Alter gelten. Die meisten Zuschauer aber haben die Handballclubs von 30 aufwärts, es ist eben und Gottseidank kein Trendsport. Und mit diesen Leuten wird eine Bindung über yt und fb schwer werden, behaupte ich mal. Da bleibt das Fernsehen der Königsweg.

    Man möchte wohl mögliche TV-Partner, und da fallen mir im Moment eben nur die Dritten ein, mit regional besonders interessanten Spielen ködern, und sind in der 3.Liga eben weitaus häufiger vertreten. Ob die Interessenten für FFB-Friedberg beim BR oder Leichlingen-Neuss beim WDR jeweils zahlreicher sind als bei Spielen Coburg - Bittenfeld oder Dormagen - Rostock in etwaigen Zweitligaberichten, kann man sicher diskutieren.
    Bin auch schon gespannt auf den ersten "Badge der Woche" für einen Spieler, der sich mit einer "negativen Leistung ausgezeichnet" hat und die Diskussionen danach. Klicks, Baby, Klicks ;)

    Eien begrüßenswerte Idee! Gespannt bin ich allerdings darauf, wie und wo die versprochene TV-Präsenz realisiert wird. Irgendwelche Übertragungen über "social media", wo zum teufel das auch immer stattfinden mag, sind für mich uninteressant. Wenn zum Beispiel der SWR nur punktuell und in 2-Minuten-Schnipselchen vom Bundesligisten Friesenheim berichtet, wo werden im Programmschema die bis zu zwei Stunden wöchentlich für die 3.(!) Liga freigeschaufelt?

    "der verein wollte und die stadt erlangen hat immer verweigert."


    So einfach ist es natürlich nicht. "Die Stadt" besteht wie überall woanders auch aus einem Stadtrat mit unterschiedlichen Parteien, die wiederum unterschiedliche Präferenzen haben, was den offenbar sehr angespannten Haushalt angeht. Die letzte Abstimmung ergab sogar eine Bewilligung von Planungsmitteln für die neue Halle:
    HC Erlangen: Neue Handball-Halle nimmt nächste Hürde - Erlangen - nordbayern.de
    Dass es in Erlangen in einer von weitem betrachtet recht wohlhabenden Region allerdings solche Probleme damit gibt, ein vergleichbar überschaubares Projekt wie eine neue Halle zu finanzieren und zu bauen, lässt staunen. Selbst Trier hat mit seinen 600 Millionen Euro Schulden die Arena irgendwie hinbekommen.

    In der Tat habe ich mich da ein bisschen von der Torschützenliste leiten lassen.


    ...die hier auch mal veröffentlicht werden sollte...
    Berichte

    Klar hat Rainer Sommer einen guten Job in Bingen gemacht, wie etwa auch ein Steffen Ecker in Eppelborn, der die Truppe gegenüber früheren Run & Gun-Zeiten in jeder Beziehung weitergebracht hat. Aber Bullacher hat es angesichts der vielen Ausfälle hervorragend verstanden, Jugendliche einzubauen, um dann mit diesen das spielerische Niveau gegenüber vorher noch zu steigern. Wie in der Wahnsinnsrückrunde mit 18 Siegen am Stück für jedermann ersichtlich war.

    Hab zwar einiges an Spielen gesehen, aber viel zu wenig, um das qualifiziert kommentieren zu können. Um allerdings Sven Malte Hoffmann (Illtal) auf RA unterbringen zu können, würde ich Jerome Müller auf RR aufstellen. Und zu jeder Mannschaft gehört ein Trainer und der kann bei den All Stars nur Stefan Bullacher heißen.
    Einen Alleingang für Haßloch sehe ich unabhängig von einem weiteren Elopak-Engagement nächste Saison auf keinen Fall. Die VTZ hat den direkten Wiederaufstieg proklamiert und Illtal war dieses Jahr schon sehr nahe dran am Spitzenduo. Nieder-Olm wird auch wieder weiter vorne mitspielen wollen.

    die arena in bamberg, ist ein bautechnischens fiasko


    Generell oder ist die Halle speziell für den Handball ungeeignet?

    In der Verlosung taucht als Ausweichhalle auch noch Coburg auf. Könnte mir vorstellen, dass für die großen Spiele gegen die Big 5 die Messehalle bei deren Verfügbarkeit gebucht wird, Gespräche laufen ja. Eine Ausnahmegenehmigung für die KHH würe ich mir ja wünschen, aber angesichts der bekloppten 43seitigen Hallenstandards ist diese leider unrealistisch. Und eine neue Halle wird in der nächsten Saison angesichts der politischen Aussagen dazu garantiert nicht fertig werden.

    Die Einschätzung zu Darmstadt teile ich. Sämtliche Langweiler der letzten Tage (Pokalfinale, Relegationskicks 1.Liga) wurde durch diesen Hammerkick gestern abend aufgewogen.
    "Lassogas" Reaktion fand ich nachvollziehbar. Dauernd von der Fürther Bank angegiftet und von deren Coach gestenreich der Schauspielerei bezichtigt zu werden, hätte ich mir auch nicht gefallen lassen. Dass man sich dann wie ein Proll da aufbaut und den wilden Mann spielt, liegt wohl in der Natur des Fußballers an sich. Den Kerl würd ich im übrigen trotzdem gern im WM-Kader sehen.

    Um was soll es denn jetzt noch gehen? Ob am Ende Trier vor Weibern oder umgekehrt platziert ist, interessiert hüben wie drüben keinen Menschen. Die Klasse ist gesichert, am Rest ergötzen sich nun die Statistiker. Und die angebliche rheinland-pfälzische Rivalität ist angesichts einer Entfernung von 140 Kilometern eher ein Marketing-Konstrukt, um bei den direkten Vergleichen ein paar mehr Leute anzulocken.

    Mal angenommen, der HSV verschwindet irgendwo in einer unteren Klasse (was ich nach wie vor nicht glauben mag). Wer profitiert davon? Bleiben Balingen bzw. der BHC dann auf jeden Fall Bundesligist? Und warum macht sich Saarlouis solche Hoffnungen, im Falle eines HSV-Abstiegs in der 2.Liga bleiben zu dürfen, ungeachtet des seit gestern feststehenden sportlichen Abstiegs?

    Den Begriff des Kieler Kollegen halte ich nicht für abwegig. Emsdetten und Eisenach haben zusammen aus 65 Spielen 10 Siege geholt. Das kann wohl kaum als besonderer Erfolg gewertet werden. Auf ein anderen Blatt steht es, wie man es bewertet, dass Jahr für Jahr die Aufsteiger fast automatisch die ersten Abstiegskandidaten sind. So wie auch in der nächsten Saison wieder, da muss sicher keine prophetische Gabe her.

    Ein simples Ja oder Nein als Antwort hätte genügt. Doofe Sprüche brauche ich genauso wenig wie Belehrungen darüber, was einfach ist oder nicht. Zumal wenn diese Behauptung so anfechtbar ist wie im Falle des Gemini-Hauses.

    Was mich persönlich stört wir haben in Wuppertal/Solingen den BHC der (noch) in der 1. Liga ist,
    aber in unserer einzigen (Wuppertaler) Tageszeitung wird mehr über Fussball des WSV berichtet,
    (der spielt als Top Fussballverein weder in der 1. noch 2. noch 3. Bundesliga sondern in der Oberliga Niederrhein)
    das ist doch krank.


    Krank? Dann geh mal in eine x-beliebige Kneipe in Elberfeld oder Vohwinkel. Jeder dürfte da irgendwas zum WSV beizusteuern haben, und wenn es nur Tresengewäsch ist. Beim BHC stell ich mir mal mindestens bei der Hälfte der Leute fragende Gesichter vor. Zumal der Klub als Fusionsverein meiner Einschätzung nach einfach auch nicht den Grad der emotionalen Identifikation hervorrufen kann, wie es mal dem SR Höhscheid in Solingen oder dem LTV Wuppertal in W gelungen ist.
    Hier hat jeder in der Stadt eine Meinung zum ViertligistenEintracht (derzeit mal wieder keine besonders gute.. ;) Die MIezen bewegen sich in sachen Aufmerksamkeit und Bekanntheitsgrad weit dahinter, da nützen auch alle Marketingkampagnen nichts. Und auch nicht Dago Leukefelds verwegener Plan, "Synergieeffekte" zwischen den Trierer Vereinen zu schaffen, wie er es bei seinem letzten Intermezzo hier vorhatte und wie immer die hätten aussehen mögen.