Beiträge von Sinola

    Triers Trainerin definiert die Handball-Regeln nach der Heimniederlage gegen Nellingen neu:
    "Wenn wir 7 gegen 7 kämpfen und verlieren kann ich das akzeptieren, heute haben wir nicht immer 7 gegen 7 gespielt."
    Hergehört, liebe Schiris: ab sofort wird also nach der neuen Lex Cabeza ein absolutes Zeitstrafenverbot gegen die Trierer Spielerinnen eingeführt.

    Normalerweise sind die Zeiten schon synchron, grad wo es im Handball oft auf Sekunden ankommt, kann man sich wohl kaum anderes erlauben. Naja, zum Protestgrund wird die DHB-Überbevölkerung auf der Platte doch wohl kaum reichen...oder doch???


    Bei Semrau hatte ich bei Sportdeutschland jetzt den Eindruck, als ob er sich an ein fachlich interessiertes Publikum wenden würde (wer anders guckt das ja auch nicht zu - gibts da eigentlich schon Zugriffszahlen?). Der kann auch anders...

    Schade, dass man den Co Szilágyi so schlecht versteht, nicht wegen seines Dialekts, sondern wegen seiner Grummelei, und dabei hab ich die Lautstärke schon auf Max. Ja, Semrau bleibt auch bei den knappen Spielen sachlich und verfällt nicht in diese künstliche Erregung wie Nass. Und Semrau lässt die Leute Handball SCHAUEN und nicht HÖREN.

    Wie, vor der EM? Redest du von Vorbereitungsspielen? Wenn ja, was haben diese mit dem aktuellen Turnierverlauf zu tun? Und ja, ich glaube, dass die Deutschen gegen Norwegen gewinnen können, ohne unbedingt andere Spiele in Betracht ziehen zu müssen. Kann das sein, dass du nur verwirrte Beiträge schreibst oder tatsächlich verwirrt bist? Nach dem schäbigen Dissinger-Beitrag ziehe ich mal beide Möglichkeiten in Betracht...

    "Leider konnte sich Benjamin Herth nicht wie erhofft durchsetzen.", heißt es in der PM des Vereins. Argumentativ gestützt durch die desaströse Hinrundenbilanz, kann man einem Spieler kaum ein schlechteres Abgangszeugnis ausstellen. Wenn Perkovac es aber gelingt, um die Verbliebenen mit Leuten wie Suton, Pieczkowski und Schagen, verstärkt durch die nicht so schlechten Neuzugänge Manojlovic und Wetzel, ein Sigurdsson-Feeling zu erwecken, könnte es mit viel viel Glück doch noch hinhauen. Bis Bittenfeld ist alles tatsächlich noch in Reichweite...

    Jetzt könnte es tatsächlich am Sonntag zu der absurden Situation kommen, dass das Spiel um Platz 3 und somit um die berühmte Goldene Ananas in der ARD übertragen wird, die Stimmung in der Halle zwischen Desinteresse und Langeweile schwankt, sich im Hintergrund in Krakau schon alles auf das Endspiel freut, und sich danach alle Handballfans hierzulande zum Finalgenuss vor den Ruckel-PC begeben müssen. In der ARD wäre übrigens zu der Zeit geeigneter Sendeplatz via Sportschau vorhanden, lediglich um 17.30 Uhr müssten die Interessenten von "Nimm Dein Leben in die Hand - Was wird aus Südafrikas Jugend?" auf einen späteren Sendetermin vertröstet werden.

    Peinlichster Spruch des Tages von Reporter F. Naß... "nein, ich bin nicht parteiisch" - und das nach 60 Minuten besinnungslosem Gebrüll pro Deutschland, gepaart mit allerlei Wahrnehmungsstörungen wie bei dem 2. Ball, den er drin gesehen haben wollte. Aber das folgt natürlich einem Muster: je weiter die Deutschen in einem Turnier kommen, umso deutlicher wird die Parteinahme und weniger objektiv die Berichterstattung. Man möchte natürlich die Quoten auch beim handballfernen Publikum steigern und das geht eben und leider nur auf der patriotischen Schiene.

    11:1... darauf einen Willi... :saufen: Finds aber auch gut, mit welcher lässigen Gleichmut die Spieler die 2-Minuten-Strafen akzeptieren, gestern zb Pekeler oder Weinhold. Wenn man sich dagegen das Theater angeschaut hat, das die Bayern gestern jedesmal nach den Verwarnungen angestellt haben...Lahm bekommt Gelb und drei Leute springen dazu und gestikulieren... es ist einfach nur ermüdend und nervig.

    Lange Zeit ging nichts über das Double Feature am Freitag. Um 18.20 Uhr kam "Männer ohne Nerven" (mit dem Vorspann, in dem ein armer Wicht von seiner Frau im Bett verprügelt wurde...) , gefolgt von "Väter der Klamotte". Da wurde dann auch mal das Abendbrot deswegen verschoben...ganz groß in den Siebzigern aber auch Wickie der Wikinger und immer wieder die Augsburger Puppenkiste.

    "Verzerrt" wird da gar nichts... Balingen oder der BHC hätten ja auch den Finger heben können, zumal Bitter mit großer Sicherheit zu gewissen Zugeständnissen beim Gehalt oder anderen Vergünstigungen bereit gewesen wäre. Die Rechnung geht natürlich nur dann nicht auf, wenn Bittenfeld absteigt, was nach wie vor im Bereich des Möglichen ist. Dann wäre es ein kurzes Gastspiel gewesen...

    Na sowas... Trier liefert eine richtig starke Leistung ab und schickt Mitabstiegskonkurrent Bremen mit +12 nach Hause. Ein Gradmesser war der Gegner aber zu keiner Zeit, da dieser sowohl Abwehr wie auch Torwart zuhause gelassen hatte. Für die Miezen ist das nur ein kleiner Schritt. Aus den ausstehenden 16 Spielen sind meines Erachtens immer noch neun Siege notwendig, um mit dann 24:36 Punkten möglicherweise Platz 12 zu belegen.

    Was Leipziger Sporthallen angeht, bleibt mir die Ernst-Grube-Halle in bester Erinnerung. Im Oktober 2010 war ich Zeuge des Kantersiegs des SC DHfK gegen den HC Einheit Halle und war nicht nur beeindruckt aufgrund der Spielstärke und des immensen Tempos des zukünftigen Drittligameisters, sondern auch wegen der lichtdurchfluteten und "weißen" Atmosphäre in der einstmals größten Sporthalle der DDR. Keine "typische" Handballhalle und erst recht kein klassischer enger Hexenkessel a la KHHH in Erlangen, aber vom Ambiente her einfach eine Wucht.

    Die Übertragung des Spiels an sich halte ich auch für wenig verbesserungsbedürftig. Man hat die Kameras, die es braucht, einen oder zwei fähige Reporter und dann hält man eben druff und überträgt das Geschehen auf der Platte. All das soeben im Ally Pally erlebte Spektakel mit Einlaufen, wenig bis unbekleideten Girls oder allerlei Bombast samt Konfetti wäre beim Handball künstlich draufgesetzt und lenkt nur von der eigentlichen Attraktion - dem Spiel an sich - ab. Was natürlich geht, ist eine viel intensivere Beschäftigung mit dem Sport außerhalb der Übertragungen. Eine regelmäßige Handball-Sendung, von mir aus auch in Verbindung mit einer Gesprächsrunde, ist schon viele Jahre überfällig. Kandidaten für diese Runde gäbe es doch zuhauf. Jeder Trainer und jeder Spieler würde sich doch freuen, seinen geliebten Sport mal im Fernsehen vertreten zu können und auch mal was zu Taktik oder Spielsystemen sagen zu können, was sonst in Gesprächen sonst so gut wie nie zur Sprache kommt. Und ich bin sicher, dass man auch so gut wie alle unfallfrei vors Mikrofon lassen könnte.