Beiträge von TSV-Fuchs

    Ein Spiel, nach dem "Sebi" Faißt das Sportcenter mit einem guten Gefühl verlassen hätte. Während die Mannschaft Charakter gezeigt hat, gab das Dormagener Publikum den Jungs die nötige Rückendeckung. Die Niederlage ist letzlich bedeutungslos. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass ein bissiger TSV in der Bundesliga mithalten kann und unsere jungen Spieler interessante Alternativen zum Stammpersonal darstellen können. Nicht bundesligatauglich wieder einmal die Torhüterleistungen. Hier sehe ich auch nach der Verpflichtung von Jens Vorthmann einen Handlungsbedarf in Hinblick auf die nächste Spielzeit...

    Ich schließe mich Woody und Flevo an: Es muss irgendwie weitergehen - auch nach der schwärzesten Stunde der Dormagener Handballgeschichte. Sebastian fand es "einfach megageil" im Sportcenter zu spielen und es wäre wohl nicht in seinem Sinne, wenn die Stimmung in Dormagen nachhaltig leiden würde. Am Freitag dürfte es allerdings ein Trauerspiel geben :(

    http://www.dhb.de

    Sebastian Faißt unter großer Anteilnahme beigesetzt

    Weit über 500 Menschen hatten sich am Samstag auf dem Friedhof von Alpirsbach zur Beisetzung des am Dienstag verstorbenen Junioren-Nationalspielers Sebastian Faißt eingefunden. Nach der einstündigen Gedenkfeier dauerte es über zwei Stunden, bis die lange Reihe der Trauergäste dem jungen Handballer die letzte Ehre erwiesen hatte.
    Alle Spieler des TSV Bayer Dormagen waren in den Schwarzwald gereist, um ihrem Mitspieler das letzte Geleit zu geben. Auch die Junioren-Nationalmannschaft des DHB mit ihrem Trainer Martin Heuberger war komplett versammelt. Um dies möglich zu machen, waren einige Meisterschaftsspiele in der ersten und zweiten Bundesliga verlegt worden. Bei allen Spielen im Bundesgebiet wurden Gedenkminuten eingelegt, die Spieler trugen Trauerflor.

    Eine Schweigeminute wurde auch bei der Sitzung des Erweiterten Präsidiums des DHB am Samstag in Dortmund abgehalten. Vize-Präsident Wolfgang Gremmel, Delegationsleiter bei vielen internationalen Junioren-Turnieren, war ebenso nach Alpirsbach gereist wie Heiner Brand. „Diese Beisetzung hat mich tief bewegt, auch weil so viele junge Leute hier ihre Anteilnahme bezeugten“, sagte der Bundestrainer. Uli Derad, der Hauptgeschäftsführer von Bayer Dormagen meinte in seiner Grabrede: „Der Handballsport verliert einen großartigen Menschen und einen lieben Freund."

    Sebastian Faißt, eines der größten Talente des deutschen Handballs, war am Dienstag beim Junioren-Länderspiel gegen die Schweiz in Schaffhausen ohne Einwirkung eines Gegenspielers zusammengebrochen und an akutem Herzversagen verstorben. „Sebbi“ Faißt wäre am Tag seines Begräbnisses 21 Jahre alt geworden.

    [Blockierte Grafik: http://www.cheesebuerger.de/images/midi/traurig/a055.gif]

    In Lemgo anzutreten, war das Votum der Mannschaft. Ob es glücklich ist, sei dahingestellt: Laut http://www.dhb.de wird Sebastian Faißt am Spieltag, seinem 21. Geburtstag, nahezu zeitgleich in seinem Heimatort Alpirsbach-Ehlenbogen beerdigt.


    Von der TSV-HP:

    Polizei Schaffhausen: Todesursache Herzversagen

    Sebastian Faißt erlag offenbar einem Herzversagen. In einer Meldung der Polizei Schaffhausen von heute heißt es wörtlich:

    "Wie bereits mitgeteilt, brach der 20-jährige Spieler der deutschen U-21 Nationalmannschaft während des Spieles in der Dreifachhalle in Schaffhausen plötzlich zusammen. Aufgrund der polizeilichen Ermittlungen konnte anhand von eingesehenen Videobändern und Zeugenaussagen ein Drittverschulden rasch ausgeschlossen werden. Nach der Obduktion bestätigte das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich heute den natürlichen Tod infolge Herzversagens."

    Prof. Dr. Kurt Steuer, der Mannschaftsarzt des deutschen Junioren-Nationalteams, konnte bislang keine Stellungnahme abgeben, weil ihm das Ergebnis der Obduktion noch nicht vorliegt.

    Die Spieler des TSV Dormagen haben am Mittwoch Abend lange zusammen gesessen und dabei an Sebastian Faißt gedacht. Diskutiert wurde auch die Frage, ob es möglich ist, nach dem plötzlichen Tod des Mannschaftskollegen am Samstag bereits wieder zu spielen. Jeder nahm die Überlegungen mit nach Hause, heute Mittag fasste Kapitän Florian Wisotzki nach erneuter Rücksprache das Ergebnis zusammen: "Die Mannschaft wird am Samstag in Lemgo antreten und wir sind davon überzeugt, dass auch Sebastian Faißt dies so gewollt hätte."

    Sollte die Beerdigung mit einem Spiel des TSV Dormagen kollidieren, müsste neu überlegt werden. Denn die Spieler haben deutlich gemacht, dass sie sich in Alpirsbach von Sebastian Faißt verabschieden wollen.

    Alle Begegnungen des Wochenendes werden direkt nach dem Anpfiff von den Schiedsrichtern für ein Gedenken an Sebastian Faißt unterbrochen. Die Spieler laufen mit Trauerflor auf.

    Zitat

    Original von -cW
    TSV-Fuchs

    Jetzt bin ich aber mal gespannt; leider hast Du Deine Gedanken ja nicht weiter ausgeführt.


    So spannend ist das doch gar nicht. Was wir derzeit erleben ist Ergebnis einer verfehlten Personalpolitik: Zum einen hat man sich personell nicht so aufgestellt, dass man die Bühne der 1. Bundesliga effektiv zur Erweiterung der finanziellen Spielräume nutzen konnte. Zum anderen wurden nach dem Aufstieg 2-3 sicherlich nicht schlecht bezahlte Spieler weiterbeschäftigt, obwohl beide bereits in der zweiten Liga keine nennenswerte Rolle gespielt bzw. keine gute Figur abgegeben hatten. Dazu dann der Risiko- bzw. Fehleinkauf Denis Zakharov.

    Dass offenbar Gelder fehlten, um mit der Verpflichtung eines bundesligatauglichen Torwarts (z.B. Eijlers) das Elend im Dormagener Tor zu beenden oder einen gestanden Bundesligaspieler (z.B. Casanova) als temporären Dmytruszynski-Ersatz zu verpflichten, ist daher nicht verwunderlich. Jetzt müssen wir bzw. Kai Wandschneider mit dem zur Verfügung stehenden Personal auskommen.

    Wie TSV Master bereits andeutete, sollten angesichts der sportlichen Krise Maßnahmen getroffen werden. Sicherlich sind dabei die Spieler in die Pflicht zu nehmen, denn einige spielen deutlich unter Ihren Möglichkeiten. Darüber hinaus sollte man überlegen, zunächst von der 5:1-Deckung Abstand zu nehmen, wenn diese mit dem vorhandenen Personal nicht erfolgreich umgesetzt werden kann. Mit einer 4:2-Deckung gibt man ggf. eine bessere Figur ab. Was die Torhüterposition betrifft, kann man nur hoffen, dass sich die wöchentliche Trainingseinheit mit Andy Thiel irgendwo bemerkbar macht, denn eine Mannschaft ohne Rückhalt wird es schwer haben, an sich, einen Sieg oder den Klassenerhalt zu glauben.

    Im Hinblick aufs nächste Jahr scheint ja zumindest im Tor und im Marketing Entspannung in Sicht zu sein. Zwei wichtige Vertragsverlängerungen dürfen allerdings noch ausstehen.

    Gekämpft haben die Jungs, aber so geht`s direkt zurück in die zweite Liga.

    Einen Sieg (gegen Essen) gab es aus den letzten 13 Spielen und von der kämpferischen Einstellung abgesehen sind leider kaum Fortschritte zu erkennen: Torhüterleistungen und Überzahlspiel haben sich auf ein gutes Regionalliga-Niveau eingependelt, dazu ein unzureichendes Rückzugsverhalten und ein wenig konsequentes Gegenstoßspiel. Nach Kiel und Großwallstadt das dritte Heimspiel in Folge, das bereits nach fünf Spielminuten entschieden war. Ernüchternd: Nach 20 Spielminuten stand ein ganzes Feldtor zu Buche.

    Sicherlich wird die Klatsche den Kritikern von KW Auftrieb geben; Hauptverantwortung für die derzeitige Situation trägt m.E. aber nicht der Trainer.

    Anlass zu Hoffnung geben derzeit in erster Linie die kämpferische Einstellung des Teams sowie das Dormagener Publikum, das trotz haushoher Rückstände für eine Stimmung sorgte, wie sie sich manch anderer Bundesligist wünschen würde.

    Weiter geht`s wohl mit einer Klatsche in Lemgo - auf ein Neues gegen Göppingen!

    TSV-HP:

    Florian Wisotzki: Glatter Nasenbeinbruch

    Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Das Nasenbein von Florian Wisotzki ist gebrochen, die Nase wurde heute wieder gerichtet. Der TSV-Kapitän erschien am Abend zum Training - aber nur zum Zusehen. Er ist indes zuversichtlich, dass er bald schon wieder ins Training einsteigen kann. "Und wenn alles gut läuft, dann bin ich am Freitag gegen die Füchse dabei."

    Tja, nach den zuletzt herben Niederlagen sollte man sich am Höhenberg mal die Videos des letzten wirklich gelungenen Auftritts (gegen Gummersbach) anschauen.

    Grundvoraussetzung, um in der Bundesliga einigermaßen bestehen zu können ist, dass die Spieler an sich selbst glauben, dass man in der Abwehr aggressiv und im Angriff inspiriert spielt. Und, dass vor allem die Torhüter präsent sind. Zuletzt fehlte es leider an allem, so dass ich sehr zurückhaltend bin, was die Begegnung gegen die Füchse betrifft. In jedem Fall wartet auf KW eine Menge (Aufbau)Arbeit im psychologischen Bereich.

    Mit Blick auf den Spielplan wird es Zeit, dass der TSV mal wieder punktet, wenn man nach dem Spiel in Balingen nicht 5 Punkte hinter dem HBW stehen möchte. Auch wenn der TSV anschließend gegen Essen und Stralsund spielt, wäre das psychologisch keine günstige Konstellation.

    Bezüglich Wisotzki schließe ich mich den Einschätzungen soweit an. Gespannt bin ich auf die Wirksamkeit der Maßnahme, auf der Torhüterposition den "Hexer" einzubinden. Auch wenn es sehr begrüßenswert ist, dass der Name Andy Thiel wieder stärker mit dem TSV Dormagen in Verbindung gebracht werden wird, bin ich insgesamt noch etwas zurückhaltend: Kurth hat ja bereits mit Thiel trainiert und Feshchanka ... - abwarten.