Die Straße, nicht die Sackgasse, heißt Antipathie … ist schwer für jemand wie dich und den 95%igen Mainstream hier zu verstehen, ist aber trotzdem so. Also locker sehen, wenn nicht jeder den deutschen Sympathen hinterhechelt und die eigenen Sympathien anderweitig verteilt. Kommst du nicht aus der Toleranzhochburg des Landes … und dann so intolerant. Hmm, komisch.
Ich bin überrascht - oder sollte ich sagen erneut enttäuscht? Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Dir Schul- und Allgemeinbildung wichtig sind und dann offenbarst Du ausgerechnet bei der „Toleranz“ derartig offensichtliche Schwächen? Haben Dich Deine persönliche Ablehnung gegenüber NRW und dem Rheinland derart in Rage gebracht, dass Du Dich zu einem solchen Fehler hinreißen lassen hast?
Toleranz bedeutet Duldsamkeit. Ich dulde und ertrage sämtliche Beiträge in diesem Forum, die den geltenden Forumsregeln entsprechen und ich denke nicht, dass ich irgendeinem User in den vergangenen Tagen seine persönliche Meinungsäußerung untersagt hätte. Toleranz bedeutet aber nicht jedwede Meinung und Äußerung unkommentiert zu lassen oder gar unterstützen zu müssen. Ich habe gar nicht den Anspruch andere User von meiner Meinung zu überzeugen, sondern trage lediglich meine Sichtweise zur Diskussion bei.
Wenn Du nun also simple Antipathie als Motivation für Rheiners Beiträge ausgemacht haben willst, dann unterstützt das in erster Linie nur die User, die der Überzeugung sind, dass Rheiner überhaupt nicht an einer Diskussion in diesem Forum gelegen ist sondern nur seine persönliche Ablehnung gegenüber Christian Prokop hier kundtun möchte. Antipathie ist ein zutiefst subjektives Gefühl, dass einer offenen Diskussion immer im Wege steht und so in die genannte Sackgasse führt. Wir können darüber diskutieren ob Christian Prokop ein geeigneter Bundestrainer ist, ob er Fehler in der Kaderzusammenstellung gemacht hat oder taktische Fehler im laufenden Turnier, aber zu argumentieren „ich mag ihn nicht“ kann ich zwar als persönliche Meinung tolerieren, aber das ist einfach nicht diskussionsfähig. Nach der EM 2018 hatte Rheiner durchaus nachvollziehbar erläutert und begründet, weshalb er für einen Wechsel des Bundestrainers ist, aber leider sind diese Argumente zunehmend einer grundlegenden Ablehnung gewischen. Wobei dies durchaus Folge des Diskussionsstils der Handballecke seit der EM im letzten Jahr sein kann. Einige von Rheiners Kritikern haben aufgehört sich mit seinen Argumenten auseinanderzusetzen und stattdessen die Diskussion auf die persönliche Ebene verlagert und Thread-übergreifend ausgedehnt. Da könnte ich sogar verstehen wenn Rheiner keinen Sinn mehr darin sieht Argumente zu liefern, die bei gewissen Beitrags-starken Usern ohnehin keinerlei Beachtung mehr finden. Der Versuch des Neustarts unter neuem Usernamen hat ja auch keinen Erfolg gebracht.
Ob Deine Einschätzung, dass Antipathie Rheiners Motivation ist, auch Rückschlüsse auf Deine eigene Motivation zulässt? Du siehst Dich zwar gern als Teil der „alternativen 5%“, die sich vom gemeinen Mainstream abheben, aber im Grunde sind viele Deiner Beiträge bloß das Resultat von Antipathie gegenüber gewissen Nationalteams, Handballvereinen oder gar ganzen Bundesländern. Natürlich sollte die Meinung der alternativen 5% toleriert werden und kontroverse Äußerungen können eine Diskussion durchaus beleben und voranbringen. Nur sollte man diesen 5% dann auch nur einen entsprechenden Teil der Aufmerksamkeit widmen und nicht von einer Minderheit den Kurs vorgeben lassen.