Beiträge von Arcosh

    Ja, über ca. 400 Mio €
    Angeblich sei die Qualität mangelhaft oder die Rechnungen falsch. Gibt ja viele Gründe, die man erfinden kann, wenn man etwas nicht zahlen will...


    Hast Du Belege, dass die Kritikpunke nicht gerechtfertigt sind? Die Bundesrepublik steht nicht in dem Ruf ihre Rechnungen nicht zu bezahlen und gleichzeitig gibt es seit Wochen Berichte über minderwertige Qualität bei Mund-Nase-Masken mit teils betrügerischen Absichten.

    Zitat

    Millionen unsichere Masken europaweit
    Gemeinsame Recherchen des BR mit der Rechercheplattform OCCRP und internationalen Partnermedien zeigen außerdem: Europaweit kauften Behörden Millionen von unsicheren Masken. In vielen Fällen steckt offenbar Betrug mit Zertifikaten dahinter.

    Die Reporter haben mehr als hundert Zertifikate ausgewertet. Neben Fälschungen finden sich vor allem irreführende Dokumente, die auch von europäischen Zertifizierungsstellen ausgegeben wurden. Dabei handelt es sich nicht um EU-Behörden, sondern um ausgesuchte Firmen, die bestätigen können, ob importierte Produkte den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen. Doch immer wieder stellten Firmen, die gar keine Schutzausrüstung zertifizieren dürften, Zertifikate aus, die keine sind. Dem Reporterteam liegt ein Vertragsentwurf vor, in dem eine italienische Zertifizierungsfirma einem potentiellen Kunden anbot, ein sogenanntes "Sekundärzertifikat" für Schutzmasken anzufertigen. Der Preis: 20.000 Euro. Für ein Zertifikat, das es offiziell nicht gibt.


    Quelle: BR.de, 02.07.2020


    Man stelle sich vor, die Bundesregierung würde ungeprüft 400 Mio. € für minderwertige Masken bezahlen, die nicht dem entsprechen was bestellt worden war. Ich ahne welche User hier die unfassbare Verschwendung von Steuergeldern monieren würden ...

    Gegenfrage: Wie viele Bundesligaspieler haben in der Saison 2018/19 insgesamt 34 Bundesligaspiele absolviert?

    Ich stelle die These auf, dass es ganz, ganz wenige Spieler sind, die in einer Saison auf 34 Ligaspiele kommen.


    Die Frage lässt sich beantworten, denn die Saisonstatistik der HBL lässt sich nach der Zahl der absolvierten Spiele sortieren und so kommt man auf ca. 100 Spieler, die in der Saison 2018/19 an allen 34 Spieltagen auf dem Spielberichtsbogen gestanden haben.

    @TCLIP:
    brodie79 hat sachlich seine Zweifel und Kritikpunkte bzgl. der Studie zur Wirksamkeit der Maskenpflicht am Beispiel von Jena dargelegt, die sich u.a. auf persönliche Erfahrungen direkt aus Jena stützen. Dabei hat brodie79 zu keinem Zeitpunkt für sich in Anspruch genommen, dass seine Anmerkungen wissenschaftlich fundiert und objektiv seien, sondern darauf hingewiesen, dass seine subjektive Wahrnehmung sich nicht mit der Prämisse der Studie deckt.

    In Medien, deren Fokus nicht auf wissenschaftlichen Themen liegt, beschränkt sich die Berichterstattung über derartige Studien leider oftmals auf eine schlichte Wiedergabe von Pressemitteilungen. Daher habe ich mir das zugrunde liegende Paper (LINK) durchgelesen. Zunächst einmal wurde es nur als "Discussion paper"eingereicht und nicht als vollwertige Studie inklusive peer review. Das ist nicht ungewöhnlich, aber bezüglich der Verlässlichkeit der Ergebnisse sollte im Hinterkopf beahlten werden, dass es keinen entsprechenden externen Überprüfungsprozess durchlaufen hat. Grundsätzlich klingen (für mich persönlich als Fachfremden) die angewendeten Methoden für die Überprüfung der künstlichen Vergleichsgruppe zur Stadt Jena plausibel und es scheinen auch diverse Standardmethoden zur Validierung der Ergebnisse angewendet worden zu sein. Die Autoren gehen selbst auf mögliche Schwachpunkte ein, geben bei ihren Ergebnissen entsprechend große Spielräume ein und benennen die Notwendigkeit in weiteren Studien die Ergebnisse z.B. anhand anderer Länder oder anderer Schutzmaßnahmen zu überprüfen und zu erweitern.

    Aber natürlich gibt es grundsätzliche Probleme bei derartigen Studien.
    Untersuchungen bei denen die Fallzahlen klein sind in Relation zur Größe der untersuchten Gruppe unterliegen leider statistischen einer enorm großen Fehleranfälligkeit. Kleinste Schwankungen in den absoluten Zahlen führen zu großen relativen Änderungen und beeinflussen massiv das Ergebnis. In der Studie wird Jena als geeignete "Beispielstadt" genannt, u.a. weil am 05. April die Anzahl der Coronafälle in Dresden (126,9 pro 100.000 Einwohner) ähnlich dem bundesweiten Durchschnitt (119,3 pro 100.000 Einwohner) war. Nun wissen wir aber, dass - und das schreiben die Autoren der Studie wenig später auch selber - die Ausbreitung von Covid-19 nicht homogen verlaufen ist, sondern vorallem durch lokale Hotspots und Super-Spreading-Events geprägt war. Sofern brodie79s Aussage stimmt, dass 40% der Fälle an diesem Stichtag auf eine heimkehrende Reisegruppe zurückzuführen sind, dann hätte dies einen deutlichen Effekt auf die Grundannahme zur Vergleichbarkeit.

    Auch die Erstellung der künstlichen Vergleichsgruppe anhand anderer deutsche Städte, die auf Basis einzelner Faktoren (u.a. Bevölkerungsdichte, Demographie, etc.) ausgewählt und gewichtet wurden, ist diskussionswürdig. Die Forscher haben diese Vergleichsstädte sicherlich nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt und haben Faktoren berücksichtigt, die nach aktuellem Wissensstand für die Ausbreitung von Covid-19 relevant sind. Aber der Vergleich mit der Covid-19-Ausbreitung in anderen Ländern zeigt, dass wir derzeit noch viel zu wenig wissen, um zuverlässig sagen zu können welches die wirklich entscheidenden Faktoren dafür sind, dass die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner in einem Land gering und im anderen Land mit scheinbar ähnlichen Randbedingungen viel höher sind. Daher ist es derzeit auch nicht möglich abschließend zu beurteilen nach welchen Kriterien die Städte für die künstlichen Vergleichsgruppe wirklich gewichtet werden müssten.

    Teilweise fließen Städte wie z.B. Darmstadt zu mehr als 50% in die künstlichen Vergleichsgruppe ein, so dass ein zufälliges Super-Spreading-Event dort während des Beobachtungszeitraums die Ergebnisse massiv beeinflusst hätte - so wie es potentiell auch die Reisegruppe in Jena getan hat.


    Die Studie ist ein Mosaiksteinchen auf dem Weg dahin den richtigen Umgang mit SARS-CoV-2 zu finden, aber sollte nicht isoliert als allgemeingültige Erkenntnis betrachtet weden, wie bei vielen Medienberichten der Eindruck entsteht.


    Diese Aussage ist selbst statistisch völliger Unsinn, denn Covid-19 ist keine chronische Erkrankung mit der man statistisch eine gewisse Lebenserwartung erreichen kann, sondern eine akute Erkrankungen deren Krankheitsverlauf im Zeitraum von 1-2 Monaten abläuft. (Nicht-letale Langzeitfolgen ausgenommen) Zulässig wäre die Aussage: "Rein statistisch ist das durchschnittliche Sterbealter von Covid-19-Patienten 81 Jahre. Obendrein ist der Vergleich mit der durchschnitlichen Lebenserwartung männlicher Deutscher ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Zur durchschnittlichen Lebenserwartung tragen z.B. auch Unfalltode relativ junger Menschen bei. Würde man Unfallopfer, Gewaltverbreche, etc. aus der Statistik herausrechnen und lediglich das Sterbealter männlicher Deutscher erfassen, die an rein medizinischen/krankheitsbedingten Ursachen verstorben sind, dann dürfte die Lebenserwartung über 81 Jahren liegen.

    Habe ich doch geschrieben!Rein statistisch.....Und die 81 Jahre bei Covid sind auch Durchschnitt .Da gibt es auch jüngere und ältere Fälle...


    Natürlich gibt es jüngere und ältere Fälle. Das liegt in der Natur eines "Durchschnitts". Du aber hast Zahlen zueinander in einen Kontext gestellt, die in keiner Relation zueinander stehen und versucht Vergleiche aufzuzeigen, die unter wissenschaftlichen Maßstäben völlig unzulässig sind.

    Bei den Obduktionen von Puschel war Sars nie der Grund für den Tod...


    Wie Bonecrusher es bereits treffend ausgeführt hat: Willkommen in der wunderbaren Welt der Epidemiologie! (sehenswert in diesem Zusammenhang auch der Beitrag der ZDF-Sendung Die Anstalt zum Thema Feinstaubbelastung)

    Zudem hat Prof. Dr. Klaus Püschel nicht gesagt, dass bei seinen Obduktionen nie SARS die Todesursache gewesen sei, sondern lediglich, dass die von ihm obduzierten Verstorbenen allesamt Vorerkrankungen gehabt hätten. Sollte Dir ein anderes Zitat von ihm vorliegen, bin ich natürlich für Hinweise darauf offen.

    Und wenn das Virus auch für die nicht Risikogruppe so gefährlich wäre, hätten unter den in den letzten Wochen mehr positiv Getesteten auch mehr Sterbefälle sein müssen.
    Die Artikel über vermeintliche junge gesunde Sars Opfer zitieten lediglich Meinungen von Medizinern. Nirgendwo gibt es Beweise für diese Einschätzung...Ach doch, die Ehefrau des Schauspielers hat gesagt, ihr Mann hatte keine Vorerkrankungen.Na das nenne ich mal wissenschaftlich :irony:
    Den Welt Artikel kann man nicht ernst nehmen. Da wird von 20 Prozent schwerer Verläufe gesprochen....Na klar. Und von vielen Langzeitschäden...Sind da Hellseher am Werk, oder wie kann man nach einigen Wochen/Monaten Langzeitschäden diagnostizieren?


    Natürlich steht es Dir frei selber zu entscheiden welche "Meinungen von Medizinern" Du persönlich für valide hältst, aber ehrlich gesagt dürte auch keine der von Dir als glaubhafter eingeschätzten Quellen wissenschaftlich haltbare Beweise für ihre Aussagen vorleen können, oder?

    Versteh mich nicht falsch. Der von Dir verlinkte Youtube-Beitrag von Clemens Arva zum Risiko von zu schnell zugelassenen Impfstoffen ist ein legitimes und wichtiges Thema in Bezug auf SARS-CoV-2. Das Verbreitungsmedium via Russia Today lässt mich auf Basis der bekannten Arbeitsweise des Mediums eher skeptischer auf den Inhalt reagieren, ist aber für mich kein sofortiges Ausschlusskriterium jeglicher Diskussion. Nur kannst Du nicht erwarten, dass sich User auf eine Diskussion einlassen, wenn Du im Gegenzug Aussagen anderer Mediziner als bloße "Meinung ohne Beweis" oder persönliche Aussagen von Angehörigen als "unwissenschaftlich" abtust - obwohl Du selber es nicht besser wissen kannst oder valide Belege liefern kannst, dass die angeblichen "Meinungen" nicht doch durch Ergebnisse wissenschaftlich Untersuchungen belegt sind.

    Rein statistisch ist die Lebenserwartung mit Corona (81 Jahre) ja sogar höher als die des männlichen Durchschnitts (78,9 Jahre). Natürlich nur reine Statistik, zeigt aber, dass CoVID19 kein "Killervirus" ist.


    Diese Aussage ist selbst statistisch völliger Unsinn, denn Covid-19 ist keine chronische Erkrankung mit der man statistisch eine gewisse Lebenserwartung erreichen kann, sondern eine akute Erkrankungen deren Krankheitsverlauf im Zeitraum von 1-2 Monaten abläuft. (Nicht-letale Langzeitfolgen ausgenommen) Zulässig wäre die Aussage: "Rein statistisch ist das durchschnittliche Sterbealter von Covid-19-Patienten 81 Jahre. Obendrein ist der Vergleich mit der durchschnitlichen Lebenserwartung männlicher Deutscher ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Zur durchschnittlichen Lebenserwartung tragen z.B. auch Unfalltode relativ junger Menschen bei. Würde man Unfallopfer, Gewaltverbreche, etc. aus der Statistik herausrechnen und lediglich das Sterbealter männlicher Deutscher erfassen, die an rein medizinischen/krankheitsbedingten Ursachen verstorben sind, dann dürfte die Lebenserwartung über 81 Jahren liegen.


    Vorsicht mit dem Begriff "Lüge".Wir können gerne verschiedener Meinung sein, aber nicht unter der Gürtellinie. Welche Fälle meinst du denn konkret? Bist du sicher, was die genaue Todesursache betrifft? Wurde das bei Obduktionen zweifelsfrei festgestellt?


    Was bedeutet für Dich, dass Covid-19 "zweifelsfrei festgestellt" wurde - zumal die wenigsten Verstorbenen obduziert werden. Der Erreger SARS-CoV-2 kann im menschlichen Körper diverse Symptome hervorrufen. Medizinisch ist es gängige Praxis bei Patienten, die den Covid-19-Erreger im Körper tragen und mehrere der typischen Symptoe aufweisen die Krankheit Covid-19 zu attestieren. Wenn bei diesen die krankheit einen tödlichen verlauf nimmt und dabei typische Krankheitssymptome die Todesursache waren, dann wird Covid-19 als Todesursache angenommen.

    Wer sich kurz die Zeit nimmt zu googeln wird sowohl zahlreiche Einzelfälle von Verstorbenen ohne Vorerkrankungen finden als auch wissenschaftliche Studien die dieses Phänomen im großen Stil untersuchen - wobei man auch erkennt, dass die Ergebnisse regional und je nach Vorgehensweise stark schanken.

    Tagesspiegel: Etwa 97 Prozent der an Covid-19 Verstorbenen hatten Vorerkrankungen
    Business insider: Studie aus Italien macht deutlich, wie häufig Corona die direkte Todesursache ist — auch bei Menschen ohne Vorerkrankungen
    Welt.de: Wie Corona für junge Menschen zur Gefahr wird

    ... und das sind alles Treffer auf der ersten Ergebnisseite einer Google-Suche.

    Ja da bin ich auch dagegen..Unser bereits von März in den Oktober verschobene Konzert mit knapp 2 500 Zuschauern wurde jetzt in den April 21 verschoben wobei ich sicher bin dass es auch da nicht stattfinden wird. . Und die denken allen Ernstens an 13 000? Gut eventuell sollen die Zuschauer mit Schutzanzügen kommen?


    13.000 Zuschauer entsprechen "nur" einem Viertel der Stadionkapazität, d.h. es bleiben ausreichend Sitzplätze frei dass der Abstand zwischen den Konzertbesuchern gewahrt werden kann. Es ist im Stadion quasi eine Open Air Veranstaltung und lauf Informationen auf der Homepage des Veranstalters müssen sich die Besucher zum durchgehenden Maskentragen verpflichten. Das größte Problem dürfte die kanalisierung der Zuschauer beim Betreten und Verlassend es Konzerts sein, aber das soll durch zeitlich abgestufte Ein- und Auslass-Slots geregelt werden. Ich halte in diesem Fall das Risiko für überschaubar.

    @HG Saarlouis
    Natürlich ist das Ergebnis der Impfung in Bezug auf diesen einen Erregerstamm nicht zufriedenstellend. Dennoch war die Gesamtwahrscheinlickeit an Grippe zu erkranken für die mit der Vierfach-Influenzaimpfung behandelten Menschen insgesamt geringer.

    Allerdings sind diese Ergebnis erst nach Ende der Grippesaison verfügbar und nicht bereits im Vorfeld der Impfung. Es kann sein, dass in der Saison 2018/19 der meist verbreitet Erregerstamm von Influenza A(H3N2) schlicht nicht den Prognosen der Forschern entsprach und deshalb der Impfstoff nicht wirkte. Das ließe dann keinen validen Rückschluss auf den Erfolg oder die Risiken der Grippeimpfung für die kommenden Jahre zu. Die WHO wertet über den Winter aus welchen Influenzaviren am häufigsten weltweit auftreten und gibt auf Basis dieser Daten im Februar eine Empfehlung an die Impfstoffhersteller raus gegen welche Virenstämme der Impfstoff für den kommenden Winter primär schützen soll. Die Hersteller brauchen diesen Vorlauf für Entwicklung, Tests und Produktion, aber für die Viren sind sechs Monate eine lange Zeit in der sie mutieren können. Für die Grippesaison 2019/20 beispielsweise hat die WHO reagiert und für die Zusammensetzung der Influenzaimpfstoffe hinsichtlich der A(H1N1)- und A(H3N2)-Komponenten eine Veränderung empfohlen. Es ist jedes Jahr aufs Neue die Frage wie gut die Prognosen der Forscher zur tatsächlichen Entwicklung des Virus passen ... und manchmal ist man hinterher schlauer.

    Dem kann man andere Zahlen aus dem letzen Jahr entgegenhalten:
    Die Effektivität" der Influenza Impfung 2018/19 lag im Schnitt (bei einer Impfquote von 52 Prozent laut RKI) lediglich bei 21 Prozent. In der angeblichen Risikogruppe der über 60-jährigen bei gerade einmal 4 Prozent!!!
    Und jetzt kommt es: Beim Influenza Typ A (H3N2) lag derWert bei minus 28 Prozent! Das heisst, in dem Fall gibt es nicht nur 0 Prozent Schutz, sondern die Gefahr, an diesem Influenza Typ zu erkranken ist für Geimpfte um 28 Prozent höher als für nicht Geimpfte!!!

    Keine Lüge, wenn Du mir das unterstellen wolltest, sondern Tatsachen!


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    In dem von Dir verlinkten Artikel steht "-28 Prozent (95 Prozent-KI: -93 bis 16 Prozent)". Die wissenschaftlich korrekte Aussage wäre also, dass auf sich Basis der erhobenen Daten und der Größe der Stichprobe feststellen lässt, dass die adjustierte Impfeffektivität von laborbestätigten Influenza-Infektionen bezüglich Influenza A(H3N2) mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% zwischen -93% und +16% liegt. Die Impfung könnte also nachteilig sein, könnte aber auch einen geringen Schutz bieten.

    Ortenauer:
    Die Zuschauereinnahmen mögen im Handball nur rund 26% der Einnahmen der Vereine ausmachen, aber weitere gut 70% werden durch Sponsoring generiert - und wer will Werbung auf Trikots, Banden oder in Hallenheften schalten wenn niemand in der Halle ist? Weshalb sollte ein Unternehmer als Kleinsponsor im Business Club bleiben, wenn er nicht am Rande der Bundesligaspiele mit anderen Sponsoren netzwerken oder Kunden zu Spielen einladen kann? Natürlich werden einige (die es sich in der aktuellen Situation noch erlauben können) aus persönlicher Liebhaberei ihren Vereinen die Treue halten, aber der Wegfall von Zuschauereinnahmen wäre nur die Spitze des Eisbergs im Falle von Spielen ohne Zuschauer.


    Lesenwert:
    SWR.de: Die Ligen und ihre Abhängigkeit

    Bis zur Saison 2007/08 gab es drei Absteiger aus der 1. Bundesliga und drei Aufsteiger aus der 2. Bundesliga. Durch die Relegation wird seitdem dem Tabellensechzehnten die Chance eingeräumt sich im direkten Duell sportlich doch noch den Verbleib im Oberhaus zu erspielen. Allerdings ist das ein Duell mit ungleichen Voraussetzungen, denn der Erstligist hat einen Kader, der u.a. mit deutlich höheren Einnahmen aus Sponsoring und Fernsehrechten finanziert ist, die dem Zweitligist erst nach dem Aufstieg zur Verfügung stehen würden. Um diesem eklatanten Unterschied gerecht zu werden, würde ich weggehen von dem bisherigen HIn- und Rückspielmodus mit Europapokal-Wertung und die Relegation eher gemäß dem "Play-In"-Modus austragen, den die NBA aktuell für die Fortsetzung der laufenden Spielzeit anwenden wird.

    In der NBA spielen die besten acht Teams jeder Conference in den Playoffs. Die Saison wird demnächst fortgesetzt werden und um dem veränderten Spielplan Rechnung zu tragen, wird es (unter gewissen Voraussetzungen) eine Play-In-Runde zwischen dem Acht- und Neuntplatzierten jeder Conference geben. Beide Mannschaften spielen bis zu zweimal gegeneinander, aber die neuntplatzierte Mannschaft bekommt nur dann den Playoffplatz des achtplatzierten Teams, wenn sie beide Spiele gewinnt.

    Übertragen auf die DFL würde ich folgende Relegation favorisieren:
    Der Tabellensechzehnte der 1. Bundesliga bekommt die Chance sich sportlich für den Verbleib in der 1. Bundesliga zu qualifizieren. Dazu tritt dieser in einem Heimspiel gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga an. Gewinnt der Zweitligist, dann steigt dieser auf und die Relegation ist beendet. Gewinnt der Erstligist, dann gibt es ein zweites Spiel (diesmal im Satdion des Zweitligisten) und der Gewinner dieser Partie steigt auf. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob im Falle eines Unentschiedens jeweils Verlängerung und evtl. sogar ein Elfmeterschießen folgen sollten oder das Unentschieden bereits der Beleg dafür ist, dass der Zweitligist sportlich auf Augenhöhe ist und somit aufsteigt.

    vergleiche mit staaten in denen man nicht unbedingt an korrekte zahlen glauben kann -zb südkorea-
    halte ich zumindest für sehr schwierig


    Gibt es auch eine Begründung dafür, dass gemeldete Zahlen aus Südkorea nicht glaubhaft sein sollen?


    Wie ich bereits schrieb. Die Studie ging von vollen Hallen aus.

    Aber Du hast sicher Recht, wir gehen am besten alle mit Maske in den Keller und verbleiben da die nächsten 5 Jahre bis wohl dann tatsächlich ein Impfstoff da sein wird :irony:

    Dann legen wir halt lieber die Hallensportarten für alle Zeit lahm und gut ist es, jeder ist zufrieden.

    Wer hat eigentlich die Studie bezahlt? Herr Lauterbach ? :irony: Ach nee, stammt ja aus den USA.


    Das ist keine theoretische Studie, die "von vollen Hallen ausgeht", sondern es ist eine Analyse der tatsächlichen Verbreitung von SARS-CoV-2 und dem Einfluss von 135 Spielen der NBA und NHL im März auf diese Verbreitung. Die Datananalyse wurde durchgeführt von Alexander Ahammer, Martin Halla und Mario Lackner von der Universität Linz. (Soviel zur Polemik) Ja, damals waren die Hallen nahezu ausverkauft und es gab kein Social distancing in den Arenen. Ja, damals war das Tragen von Masken in den USA noch nicht so weit verbreitet. Ja, damals werden auch Risikogruppen unter den Zuschauern gewesen sein. Ja, das Gesundheitssystem in Deutschland ist nicht unmittelbar mit dem der USA vergleichbar. Die Studie zeigt also in erster Linie welches Gefährdungspotential von einer Hallensportveranstaltung ausgeht, wenn sie so stattfinden würde wie wir es bis März 2020 gewohnt waren. Wenn wir von den genannten 379 Mehrinfektionen und 16 zusätzlichen Toten pro 1 Million Menschen alleine durch ein Spiel (!) ausgehen, dann stellt sich die Frage wie weit diese Zahlen mithilfe von Hygienekonzepten reduziert werden müssten, um eine Durchführung von Spielen mit Zuschauern vertretbar zu machen.

    Leider kommt es im Rahmen von Sportveranstaltungen immer mal wieder zu medizinischen Notfällen unter den Zuschauern, die manchmal mizt dem Tode eines Zuschauers enden. Der letzte mir präsente Vorfall war im Dezember 2019 bei einem Eishockey-Spiel der Kölner Haie (LINK) und in der öffentlichen Wahrnehmung gab es kaum Kritik daran, dass das Spiel abgebrochen wurde. Spieler sprachen davon, dass sie unter Schock standen aufgrund der für alle sichtbaren notfallmedizinsichen Maßnahmen im Unterrang. Wer will es dann verantworten, dass die Durchführung einer Hallensportveranstaltung Menschen einer relevanten Gefahr aussetzt sich zu infizieren - mit dem Potential eines tödlichen Krankheitsverlaufs?

    Zudem kommt die Studie zu dem Schluss: Die Kosten / wirtschaftlichen Schäden durch den Verzicht auf Sportveranstaltungen und Konzerte in Hallen sind vergleichbar gering gegenüber den gesamtwirtschaftlichen Folgen eines (lokalen) Corona-Ausbruchs aufgrund massenhafter Neuinfizierter im Rahmen und in Folge einer Hallenveranstaltung.


    Das Paper zur Studie ist online verfügbar und es gibt auf Youtube eine einstündige Präsentation der Ergebnisse.


    Das sind nach der Studie 380 "Mehrinfizierte" pro 1 Million Einwohner. Abgesehen davon geht die Studie natürlich von voll besetzten Hallen aus, die es ja keinesfalls geben wird.

    Klingt dann eventuell doch nicht so "dramatisch". Noch droht keine Apokalypse.


    Nicht so dramatisch? 380 Mehrinfizierte pro 1 Million Einwohner, bedeutet 38 Mehrinfizierte pro 100.000 Einwohner und das ist bereits nah am aktuell gültigen Grenzwert für lokale Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung. Eine Hallensportveranstaltung in einer gut besuchten Halle hätte also das Potential das öffentliche Leben in einer Stadt für ein bis zwei Wochen lahmzulegen.

    und wegen einer ähnlichen Nummer hat ein Gastwirt in Ostfriesland seine Existenz verloren. Berlin halt :wall:


    Damit meinst Du aber hoffentlich nicht die "Alte Scheune" in Leer, oder? Der dortige Gastwirt hat seine Lizenz zurückgegeben, weil die Stadt sie ihm ohnehin entzogen hätte. Er hatte lediglich eine vorläufige Lizenz zum Betrieb des Restaurants und der Lizenzentzug seitens der Gemeinde war bereits vor dem Corona-Ausbruch in Vorbereitung.

    Dann musst Du dich da halt zurückhalten und mehr die Klatschpappe betätigen.

    Es gibt hier bei uns jetzt auch schon die ersten kleineren Veranstaltungen, Konzerte, etc. mit bis zu 100 Leuten und eine Maskenpflicht ist nur beim Einlass. Von massenhaften Infektionen ist noch nichts bekannt


    Wer sich mit dem aktuellen Stand der Forschung befasst, der sollte mitbekommen haben, dass die Verbreitung von SARS-CoV-2 in erster Linie nicht darauf beruht, dass jeder Infizierte 2-3 Menschen ansteckt, sondern dass vielmehr die meisten Infizierten niemanden anstecken, aber dafür einige wenige Infizierte bei Superspreading-Events eine große Anzahl mit dem Virus infizieren. Bei diesen Superspreading-Events kommt es zur Kombination aus Personen, die eine besonders effektive Ausscheidung haben mit Konstellationen, in denen besonders viele Menschen exponiert sind. Das heißt, wenn Du einem Infizierten mit geringer Virus-Ausscheidung in einem geschlossenen Raum begegenest, dann wird Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts passieren. Wenn Du einem Infizierten mit besonders effektiver Ausscheidung im Freien begegnest, dann wird Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts passieren. Aber wenn viele Menschen mit einem Infizierten mit besonders effektiver Ausscheidung über längere Zeit in einem geschlossenen Raum zusammenkommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wenige Tage später die Zahl der Neuinfektionen in diesem Kreis sprunghaft ansteigt.

    Bei der aktuellen Verbreitung des Virus mit relativ wenigen Infizierten bedeutet dies, dass die Großzahl der Veranstaltungen kein Superspreading-Event hervorbringen werden. Aber unter den hunderten Indoor-Events die jetzt wieder anfangen stattzufinden, wird es statistisch einige Superspreader-Events mit massiver SARS-CoV-2-Übertragungen geben - und Du wirst erst einige Tage später erfahren ob das Event auf dem Du warst einen neuen Corona-Hotspot hervorgebracht hat oder nicht.

    @Karl:
    Leider gehst Du nicht auf meine direkte Frage im vorherigen Beitrag ein, welcher sportliche Erfolg für Vereine wie Bukarest oder Elverum bzw. die Entwicklung derer Ligen deiner Meinung nach wertvoller wäre.


    Du möchtest einen Rausschmiss in so eine Art besseren EHF-Cup (der genauso eine Halbleiche bleiben wird wie bislang) und einen faktisch dauerhaften Auschluss aus der CL für sehr viele Länder (der EHF-Cup wird zudem auch noch völlig entwertet). Wenn man nun Flensburg und so schlagen muss, um die der darauf folgenden Saison dann in der CL dabei zu sein, kann man doch vergessen als Anreiz und vor allem als Perspektive...


    Ein Sieg in der European Handball League wäre ein Weg um in der Folgesaison in der EHF Champions-League dabei zu sein.
    Da im von mir vorgeschlagen Modell die Meister der zehn international erfolgreichsten Ligen einen Startplatz in der Champions-League hätten (anstatt des aktuellen Wild-card-Gescharrers), wäre der alternative Weg, durch konstant gute Leistungen in den europäischen Wettbewerben in der EHF Drei-Jahre-Wertung vorzurücken und so in den Kreis der Champions-League-Teilnehmer aufzurücken. Von der Drei-Jahres-Wertung profitieren Nationen deren Ligen sich organisch und vorallem in der Breite entwickeln, so dass mehrere Vereine auf internationalem Level mitspielen und Punkte zur Wertung beitragen können, anstatt Ligen in denen ein einzelner Verein binnen kurzer Zeit mit Geld aufgepumpt und dann dank Marketing-Kriterien in die Champions-League gehievt wird - nur um evtl. genauso schnell wieder zu verschwinden.


    Vergleichen wir die Entwicklungen in Portugal und Rumänien anhand der EHF Place distributions auf Basis des sportlichen Abschneidens der letzten Jahre:

    2016/17
    09. Rumänien ...... 36,44 Punkte
    13. Portugal ........ 30,25 Punkte

    2017/18
    10. Portugal ........ 36,11 Punkte
    12. Rumänien ....... 33,22 Punkte

    2018/19
    09. Portugal ........ 37,33 Punkte
    12. Rumänien ....... 30,89 Punkte

    2019/20
    09. Portugal ........ 52,33 Punkte
    13. Rumänien ....... 36,67 Punkte


    Die portugiesische Liga hat sich kontinuierlich positiv entwickelt und mit dem FC Porto, SL Benfica und Sporting CP haben mehrere Vereine die in den letzten Jahren in der EHF Champions-League und dem EHF Pokal erfolgreich teilgenommen haben. In Rumänien verfügt Dinamo Bukarest über eine international wettbewerbsfähige Mannschaft, aber dahinter sind Constanta und Timisoara in der zweiten Qualifikationsrunde des EHF-Pokals ausgeschieden. Die Entwicklung Portugals wird jetzt über die Drei-Jahres-Wertung mit einem festen Startplatz in der EHF Champions-League honoriert. Genau das sind der Anreiz und die Perspektive, die eine nachhaltige Entwicklung des nationalen Handballs in der Breite fördern.

    Deiner Ansicht nach wäre es für die Entwicklung von Vereinen wie Dinamo Bukarest und deren Spielern förderlicher in einer Champions-League-Gruppe mit großen Namen wie FC Barcelona, Paris St. Germain oder THW Kiel zu spielen, erwartungsgemäß 80%+ der Spiele zu verlieren und bereits nach der Gruppenphase aus dem Wettbewerb auszuscheiden anstatt in einem Wettbewerb ohne einige der besten Vereine Europas in jedem Spiel Siegchancen zu haben und um einen internationalen Titel mitzuspielen? Der Erfolg eines Remis in Kiel (ohne Duvnjak, Weinhold, Bilyk und mehr oder weniger ohne Ekberg) bewirkt mehr als eine Final4-Teilnahme in einem "nachrangigen" internationalen Wettbewerb?

    Die Gegner gegen die Dinamo Bukarest diese Saison in den Gruppen C und D gespielt hat, sind übrigens dieselben auf die sie auch in meinem Modell in der European Handball League treffen würden. Bukarest musste sich diese Saison in 12 Spielen gegen diese Vereine durchsetzen um in einer K.O-Runde gegen Paris St. Germain antreten zu können. Die Gruppen C und D sind genauso "nachrangig" gegenüber den Gruppen A und B wie die European Handball League es gegenüber der EHF Champions-League ist. Mein Vorschlag würde den Vereinen aus schwächeren Ligen einen relevanten Wettbewerb eröffnen in dem sie eine Titelchance haben und sich gleichzeitig mit Vize-Meistern aus den Topligen messen können. Im aktuellen Modus spielte Elverum in der Champions-League und gewann lediglich 1 von 14 Spielen während OIF Arendal im nachrangigen EHF-Pokal in der dritten Qualifikationsrunde an HBC Nantes scheiterte. Was wäre wenn stattdessen Elverum in der nachrangigen European Handball League anträte und dort gegen Vereine wie Bukarest oder Nantes anträte. Würde das dem norwegischen Handball nicht mehr nützen?


    Was glaubst Du woran sich in Gummersbach Spieler, Zuschauer, Sponsoren und Fans mehr erinnern: Das Remis des VfL Gummersbach in der EHF Champions League in Veszprem, die knappe 1-Tor-Niederlage zuhause gegen den späteren Champions-League-Sieger BM Ciudad Real oder die Siege in Endspielen des EHF-Pokals und des Pokals der Pokalsieger?